Beatrice Egli: „Schlager sucht Liebe“ wie erwartet zum Fremdschämen… 0

Als wir vor fast genau einem Jahr HIER über das „Schlager sucht Liebe“-Projekt erstmals berichtet haben, ahnten wir nichts Gutes. Formate wie „Schwiegertochter gesucht“ und „Bauer sucht Frau“ haben nicht gerade für Vorschusslorbeeren gesorgt. Leider kam es genau so wie befürchtet und wie es angesichts des Senders RTL und des Sendetermins sonntags nach 19 Uhr zu erwarten war. Hier wurden Schlagersänger und die Schlagerszne nicht gerade positiv dargestellt. Oliver Frank hat es sich nicht nehmen lassen, seine Mutter in Szene zu setzen, so dass sich der „Schwiegertochter gesucht“-Vergleich geradezu aufdrängt.

Brancheninsider Georg Fischer spottet: „Schlager sucht Puff“

Der Brancheninsider Georg Fischer hat bei der Gelgegenheit (Oliver Frank hat sich als Herzdamen eine Gogo-Tänzerin und eine rassige Brasilianerin ausgesucht) augenzwinkernd ein neues Format angekündigt: „Schlager sucht Puff“. So ganz abwegig ist das angesichts einiger Erfahrungen deutscher Schlagerstars mit der „käuflichen Liebe“ sicher nicht, wir ersparen es uns einfach mal, hier Namen zu nennen.

Hier gibt es eigentlich nur einen Gewinner – den Sender RTL – die Einschaltquote ist noch nicht bekannt, aber wenn die gut sein sollte, wäre es natürlich für den Sender alles in Ordnung nach dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“. – Für Schlagerfans ist das natürlich eine Katastrophe: Einmal mehr werden Schlagersänger und ihre Fans als unterbelichtet dargestellt – und die machen das freudestrahlend mit – nicht zuletzt skrupellosen Managern sei dank.

„Traumpaar“ Tim Toupet und Carina Crone – einfach nur peinlich…

Ob Tim Toupet sich damit einen Gefallen getan hat, eine gewisse „Carina Crone“, die selbst nur ebenfalls Publicitiy sucht, als Herzdame in Augenschein zu nehmen, ist fraglich. Dass das natürlich reine Berechnung ist, dürfte jedem, der einen IQ von dem über eines Toastbrots hat, klar sein. Dass ein Oliver Frank es nötig hat, sich zwischen einer Gogo-Tänzerin und einer desinteressierten Brasilianerin zu entscheiden, lassen wir auch einmal dahingestellt sein. Wie viele Flaschen Sekt er getrrunken hat, um sich das „schönzusaufen“, konnte man nicht genau eruieren – aber es floss offensichtlich Alkohol. Und ob eine doch eigentlich wirklich attraktive Sängerin Marry sich zur Schau stellen muss, ist auch mehr als fraglich.

Lichtblick Denny Fabian

Mit Denny Fabian gab es allerdings durchaus einen Lichtblick. Der hat sich genau so gegeben wie wir ihn kennen – ein höflicher, aufmerksamer und verbindlicher Mensch, der das Format im Gegensatz zu allen anderen nach unserer Wahrnehmung durchaus nicht NUR als Publicitygag aufgefasst hat.

Warum tut Beatrice Egli sich DAS an?

Dieser Lichtblick konnte aber nicht vermeiden, dass in diversen Foren die Sendung mit Bestürzen aufgenommen wurde, um das böse Wort „Shitstorm“ zu vermeiden. Insbesondere Beatrice Egli stand hier im Fokus – die Frage lautete allerseits – warum tut sich ein Star ihrer Größenordnung das an, bei so einem – mit Verlaub – Trashformat mitzuwirken? Angesichts ihrer Ankündigungen hatten wir noch die Hoffnung, dass das Format nicht ganz so peinlich werden würde wie „Schwiegertochter gesucht“ – dem ist aber leider nicht so, „Schlager sucht Liebe“ spielt genau in dieser Liga – leider.

Wir freuen uns auf Beatrice‘ neues Album „Natürlich“

Am kommenden Freitag erscheint Beatrice‘ neues Album – wir hoffen und glauben auch, dass der Sängerin Beatrice dieses Format nicht schadet, ihre Fans lieben sie ja ohnehin als tolle Interpretin. Wir werden weiterhin über ihr Album berichten – vielleicht werden wir ja sogar noch bemustert, aber unabhängig davon ist eine Rezension in Arbeit. Was „Schlager sucht Liebe“ angeht, hoffen wir, dass ihr dieser Fehlgriff nicht allzusehr schaden wird… (bezogen auf den Image-Schaden. Ob die Sendung von der Quote her ein Erfolg wird, steht auf einem anderen Blatt).

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MICHELLE begeistert 1600 Fans beim Tourauftakt in Gera 0

Es war ein besonderer Moment für viele Michelle Fans. Nach über zwei Jahren tourt sie wieder live mit Band durch Deutschland.

Bei Michelle weiß man nie, was einen erwartet. Die Künstlerin erfindet sich immer wieder neu, was sicherlich ein Grund ist, weshalb sie seit Jahren zur ersten Liga des deutschen Schlagers gehört. Es ist Punkt 20 Uhr als drei riesige LED Wände zu leuchten beginnen. Ein Intro, das in der heutigen Zeit seinesgleichen sucht, Spannung und Neugier werden geweckt, für den Bruchteil einer Sekunde ist Michelle zu sehen.

Und plötzlich steht sie da – Michelle – im Rampenlicht. Sie eröffnet ihre Show mit einem Song des neuen Albums. „Lass sie reden„, was könnte passender sein. Ihre Band hat sie völlig neu zusammengestellt. Jung und dynamisch könnte man die vier Jungs bezeichnen. Begleitet wird sie von einem Schlagzeug, Gitarre, E-Bass und Keyboards. Anscheinend musste man etwas Platz machen, denn auch vier Tänzer sind diesmal an Bord. Und die wirbeln sowohl Michelle als auch die Bühne ganz schön durcheinander.

Eine absolute Seltenheit in Michelles Live-Karriere ist die aktuelle Setlist. Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren spielt sie wieder ihren ersten Single-Hit „Und heut Nacht will ich tanzen“ und nicht nur das. Auch „Erste Sehnsucht“ und der „Traumtänzerball“ finden zurück ins Repertoire. Überhaupt ist der erste Teil wie eine Reise in die Vergangenheit. Zwar finden auch neue Hits wie „Große Liebe“ ins Programm, dennoch dominiert die Jean-Frankfurter-Zeit.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Show. Die Band ist im Hintergrund, und Michelle steht oftmals allein auf weiter Flur. Sicherlich ist das so gewollt, und viele Interpretationen erinnern an ihre „Feste“-Auftritte. Aber Uwe Kanthak und sein „Michow-Concerts“-Team scheinen alles richtig gemacht zu haben, denn die Stimmung ist bombastisch. Das Publikum steht aber ab dem dritten Song, und Michelle feiert sich, die Menschen und den Abend.

Bei „Dein Püppchen tanzt nicht mehr“ ist die Halle endgültig am Beben. Nach der Pause geht es direkt rasant weiter. Noch bevor der erste Ton ertönt, steht Gera erneut Kopf und Michelle kann in „80 Küssen“ um die Welt reisen, auch „Ich tanz dich einfach weg“ findet den Weg vom neuen Album auf die Bühne.

Im Anschluss folgt ein akustischer Teil, wo es unter anderem in „Das Hotel in St. Germain“ geht. Auch beim Einlauf ins große Finale beweist Michelle ein glückliches Händchen und haut ihre Hits wie am Fließband raus. „Wer Liebe lebt“ bildet unter standing ovations das Ende des offiziellen Teils. Während sie im Zugabeteil ihren „Idiot“ im Publikum sucht, kommt Matthias Reim zu „Nicht verdient“ via Leinwand auf die Bühne. Zum Abschluss geht es nach „Paris„. Da das Publikum vehement Zugaben fordert, kommt Michelle trotz des bereits erscheinenden Lichts in der Halle nochmal hinaus und singt die Gänsehaut Ballade „Es gibt Dich„.

Unser Fazit: Das Showkonzept ist völlig neu, und Michelle mutet Ihren Fans einiges zu, da der Wandel zur „Dancing Queen“ ohne Vorankündigung kam. Wer sich darauf einlässt, wird einen fantastischen Abend erleben. Dennoch sei angemerkt: Ein bisschen trauern wir der „alten“ Band rund um Christoph Papendieck nach.

Foto: Anelia Janeva

NORMAN LANGEN präsentiert „Cordula Grün“ im Discofox-Style 0

Der Discofox-Spezialist Norman Langen (bzw. genauer gesagt seine Plattenfirma TELAMO) hat eine gute Idee gehabt – der Song, den der Österreicher Josh. ursprünglich zum Hit gemacht hat (wir haben früher als mancher TV-Show-Spezialist HIER auf die Qualitäten des Songs hingewiesen), kann nun auch die Clubs und damit die Foxtänzer der Nation begeistern. Norman hat eine tanzbare Version dieses Riesenhits erstellt – sehr zur Freude der tanzwütigen Fans.

Der Titel ist bereits am vergangenen Freitag erschienen und somit bereits auf den einschlägigen Downloadportalen erhältlich.