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MDR programmiert ANDY BORG gegen GIOVANNI ZARRELLA Show – ausgerechnet am Jubiläumsabend!
Am 21. November 2026 wird es ernst im deutschen Schlager-TV: Während GIOVANNI ZARRELLA im ZDF seine 25. Jubiläumsausgabe feiert, setzt der MDR parallel auf ANDY BORG. Pikant: Der „Schlager-Spaß“ lief bereits im SWR. Warum müssen sich die öffentlich-rechtlichen Sender ausgerechnet bei einer ohnehin überschaubaren Zahl an Schlager-Shows gegenseitig Konkurrenz machen?
Jetzt ist es offiziell: Der MDR setzt am Samstag, 21. November 2026, tatsächlich allen Ernstes auf „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“ – und damit auf eine Sendung, die zeitgleich mit der nächsten „GIOVANNI ZARRELLA Show“ im ZDF ausgestrahlt werden soll. Für Schlagerfans ist das eine bemerkenswerte Programmkonstellation. Denn während ZARRELLA einen besonderen Meilenstein feiern kann, tritt ANDY BORG mit einer bereits im SWR ausgestrahlten Ausgabe an.
Öffentlich-rechtlicher Schlager-Wettstreit: Muss das wirklich sein?
Man muss sich diese Konstellation einmal vor Augen führen: Schlager gehört zu den Musikgenres, für die es im deutschen Fernsehen längst nicht mehr eine üppige Auswahl an regelmäßigen Unterhaltungsshows gibt. Umso erstaunlicher und befremdlicher wirkt es, wenn zwei öffentlich-rechtliche Sender ausgerechnet am selben Abend auf Schlager setzen – und damit das Publikum vor eine Entscheidung stellen.
Natürlich haben MDR und ZDF unterschiedliche Programmverantwortliche, Sendegebiete und redaktionelle Überlegungen. Auch ist eine parallele Ausstrahlung nicht automatisch ein Beleg für eine gezielte Attacke. Doch die Wirkung beim Publikum ist eindeutig: Wer am 21. November Schlager sehen möchte, muss sich möglicherweise zwischen zwei Angeboten entscheiden, statt beide Sendungen zu unterschiedlichen Zeiten genießen zu können.
Die zugespitzte Frage lautet deshalb: Warum eigentlich „Schlager gegen Schlager“, wenn es ohnehin schon vergleichsweise wenige große Schlager-Shows gibt? Wäre es nicht im Interesse der Fans, die Angebote so zu verteilen, dass möglichst viele Zuschauer beide Formate verfolgen können?
ANDY BORG gegen GIOVANNI ZARRELLA – und eine Wiederholung gegen eine Jubiläumsshow?
Besonders brisant ist die Ausgangslage, weil der MDR nicht etwa eine brandneue Live-Ausgabe von „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“ ins Rennen schickt. Die betreffende Sendung wurde bereits im SWR ausgestrahlt. Der MDR übernimmt sie also zeitversetzt ins eigene Programm – und landet damit ausgerechnet auf dem Termin, an dem die „GIOVANNI ZARRELLA Show“ im ZDF angekündigt ist, statt sie wie sonst üblich gemeinsam mit dem SWR auszustrahlen, was ausgerechnet wegen der Wiederholung einer SILBEREISEN-Show („Goldene Henne“) nicht möglich gemacht wurde.
Für ZARRELLA ist der Abend zudem ein besonderer: Nach der bisherigen Zählung wäre es die 25. Ausgabe seines ZDF-Formats, wenn man die regulären Shows und die drei Sonderausgaben mit HOWARD CARPENDALE, ANDREA BERG und ROLAND KAISER zusammenrechnet. Ein Jubiläum, das eigentlich nach Aufmerksamkeit verlangt.
Dass der MDR ausgerechnet an diesem Abend mit ANDY BORG dagegenhält, ist zumindest eine bemerkenswerte Programmentscheidung. Ob dahinter tatsächlich eine gezielte Konkurrenzabsicht steckt, lässt sich aus dem Sendeplan allein nicht ableiten. Die Frage, ob die Sender ihre Schlagerangebote besser aufeinander abstimmen könnten, ist allerdings mehr als berechtigt.
Erst die Quoten, dann der nächste Konkurrenztermin?
Schon bei früheren Programmkonstellationen standen Schlagerformate am selben Abend in Konkurrenz zueinander. Die jüngsten Quotenentwicklungen einzelner Musikshows haben zudem gezeigt, dass große Namen und bekannte Marken keine Erfolgsgarantie mehr sind. Daraus folgt zwar nicht, dass eine parallele Ausstrahlung zwangsläufig beiden Sendungen schadet. Sie wirft aber die Frage auf, ob die Sender ihr gemeinsames Publikum wirklich optimal erreichen.
Gerade die öffentlich-rechtlichen Anstalten könnten ihre Stärken doch ausspielen, indem sie unterschiedliche Schlagerangebote schaffen und zeitlich sinnvoll verteilen. Wer eine Show mit ANDY BORG sehen möchte, muss nicht automatisch auf GIOVANNI ZARRELLA verzichten wollen – und umgekehrt. Eine bessere Abstimmung könnte den Zuschauern mehr Auswahl ermöglichen, ohne dass sie sich gegenseitig Konkurrenz machen müssten.
Unser Fazit: Mehr Schlager wäre besser als mehr Schlager-Konkurrenz!
Am 21. November 2026 dürfte der Schlagerabend für viele Fans zur Entscheidungsfrage werden: ANDY BORG im MDR oder GIOVANNI ZARRELLA im ZDF? Dass beide Programme parallel laufen sollen, ist offiziell angekündigt. Ob man daraus einen gezielten „Angriff“ des MDR auf das ZDF ableiten kann, ist eine andere Frage.
Fest steht jedoch: Wenn zwei öffentlich-rechtliche Sender am selben Abend Schlagerfans ansprechen, während das Genre im Fernsehen nicht gerade mit einer Vielzahl großer Shows verwöhnt wird, darf man nach dem Sinn dieser Programmplanung fragen. Wäre es nicht schöner, wenn Schlager im Fernsehen gemeinsam gestärkt würde, statt dass sich die wenigen verbliebenen großen Formate gegenseitig Zuschauer abjagen?
Denn am Ende sollte es doch nicht darum gehen, welcher Sender dem anderen die Quote vermiest. Es sollte darum gehen, möglichst vielen Menschen möglichst viel gute Unterhaltung zu bieten.
Foto GIOVANNI ZARRELLA: © ZDF/Maija Mihailova
Foto ANDY BORG: © SWR/Kimmig/Kerstin Joensso











