Maite Kelly

MAITE KELLY präsentiert „24/7” in Düsseldorf: Ein Abend, der Maßstäbe setzt

MAITE KELLY präsentiert „24/7” in Düsseldorf: Ein Abend, der Maßstäbe setzt

Samstagnacht, Düsseldorf, ausverkaufter Henkelsaal im Schlager Café: Über 400 glückliche Fans erleben als Erste das neue Album „24/7” von MAITE KELLY – eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichung. Was als Listening-Event angekündigt war, entwickelt sich zu einem der intimsten und berührendsten Schlager-Abende des Jahres. Und wer dabei war, weiß: Dieser Abend war kein gewöhnlicher Promo-Termin, sondern ein echtes Erlebnis.

Maite Kelly

Eine Bühne, die alles sagt – und nichts braucht

Die Inszenierung ist bewusst reduziert gehalten: drei Cocktailsessel, ein großer Blumenstrauß, Wasser. Beim Vorstellen der ruhigeren Songs setzt sich MAITE sogar ganz schlicht auf die Treppe zur Bühne – keine große Show, kein aufwendiges Bühnenbild. Und genau das funktioniert. Denn MAITE KELLY braucht keine Ablenkung, sie ist selbst die Show.

Bild von Schlagerprofis.de

MAXIMILIAN ARLAND führt charmant durch den Abend, interviewt sie behutsam und gibt ihr den Raum, die Geschichten hinter den Songs zu erzählen. Und MAITE erzählt – von nächtlichen Sessions, von Sprachnachrichten als Keimzelle ganzer Songs, von zündenden Ideen um drei Uhr morgens. Dass dieses Album im Wesentlichen nachts um 3 entstanden ist, wird zum Running Gag des Abends, und das zu Recht. MAITE inszeniert sich dabei durchaus gerne: Theatralisch berichtet sie vom Prozess des Songschreibens, spricht über ihre Lieder wie über ein Gemälde – ein bisschen drüber, ein bisschen Diva, aber immer wieder auch charmant und bescheiden. Dieser Widerspruch macht sie so unterhaltsam.

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Die Fans, die sich diesen Abend gesichert haben, werden übrigens bis ins letzte Detail verwöhnt: Wer zwischendurch kurz vor die Tür wollte, bekam einen Stempel mit dem „24/7”-Schriftzug auf die Hand. So viel Liebe zum Detail steckt in diesem Abend – und das ist kein Zufall, sondern Programm.

Zwölf Songs, ein klares Statement

Den Auftakt macht live „Von A bis Z” – und die Entstehungsgeschichte ist so typisch MAITE wie der Song selbst. Angefangen hat alles mit einer Sprachnachricht: ein Fetzen des Refrains, den MAITE an Produzent FELIX GAUDER schickte, der sofort den Beat darunter baute, bevor gemeinsam die Strophen entwickelt wurden. „Von A bis Z kenn ich dich, kenn dich auswendig wie ein Gedicht” – gehauchte Strophen, kräftiger Refrain, starker Beat: die Geschichte einer jungen Liebe, erzählt in drei Minuten. Einen stärkeren Einstieg hätte sich der Abend kaum wünschen können

Kurz darauf folgt „Gäb’ es nur eine Nacht” – mit echten Streichern, eigens in Hamburg aufgenommen, ein wilder Genre-Mix, der wie ein EDM-Remix eines französischen Chansons klingt: dramatisch, tanzbar, immer wieder unterbrochen durch ein fragiles Streicher-Solo. Auch das ist MAITE 2026: mutig, grenzenlos, überraschend.

Maite Kelly

Der Abend-Höhepunkt: „Der Morgen danach” lässt den Saal explodieren

Dann kommt „Der Morgen danach” – die erste Single vom Album, geschrieben von OLAF ROBERTO BOSSI, FELIX GAUDER, OLIVER NOVAKOVIC und MAITE KELLY – und das Publikum ist nicht mehr zu halten. Beim ersten Takt springen alle auf. Melancholisch, trotzdem extrem tanzbar, MAITEs Stimme über Elektro-Beats: Das ist einer ihrer Meilensteine, und man spürt das sofort. Der Song verbindet Gefühl und Dancefloor auf eine Art, die im deutschsprachigen Schlager selten so überzeugend gelingt. Der Applaus am Ende ist der längste und lauteste des gesamten Abends – und zurecht. Das ist ein Hit für die Ewigkeit.

Ähnlich stark kommt „Ein Kuss in Paris” (vierte Single) an – ein Song, bei dem man unweigerlich an frühere MAITE-Klassiker wie „Sieben Leben für dich” oder „Es ist einfach passiert” denken muss, ohne dass das dem Stück schadet. Im Gegenteil: Es scheint, als hätte MAITE hier das Beste ihrer eigenen Handschrift destilliert. Lyrics wie „über den Dächern Liebe gemacht, für Träume alles geben, einmal im Leben” liegen satt auf dem kraftvollen Refrain – das Publikum singt enthusiastisch mit und tanzt.

Vielseitig und verletzlich: Die ruhigeren Momente überzeugen genauso

Ich will alles für dich” (zweite Single, geschrieben von MAITE KELLY, DANIEL SOMMER und SEBASTIAN WURTH) ist eines der emotionalsten Stücke des Abends: ein Liebeslied für ihre eigene Tochter, mit reduzierter Produktion und viel Raum für MAITEs beeindruckende Vocals. Songwriter DANIEL SOMMER kommt dabei auf die Bühne, und MAITE erzählt gerührt, wie sie bei diesem Song gemerkt hat, dass aus dem Schüler der Meister geworden ist, denn mit DANIEL SOMMER arbeitet sie schon seit vielen Jahren zusammen. Dass er heute genau die richtigen Worte findet, um ihre Botschaft zu transportieren, macht ihn zu einem der wertvollsten Partner in ihrem kreativen Umfeld.

Maite Kelly
Daniel Sommer

Einen ebenso herzlichen wie unerwarteten Moment liefert „In deinen Armen”: Ein kleines Kind kommt spontan auf die Bühne und umarmt MAITE – passender hätte der Abend diesen Titel nicht illustrieren können. In den ruhigen Strophen hört man eine zarte Seite MAITEs, die nicht weniger beeindruckend ist als ihre Kraftstimme im Refrain.

Von Frau zu Frau (Es spricht alles für die Liebe)” ist hingegen das kraftvolle Gegenprogramm: eine feminine Nummer mit einem Beat, der tief in den Magen geht, feine Soundteppiche, die MAITEs Gesang perfekt einbetten. MAITE sagt dazu trocken: „Ich schreibe als Frau für Frauen – die Männer dürfen mithören.” Das Publikum quittiert das mit lautem Jubel.

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Disco, Sommernächte und ein heimlicher Liebling

Zwischen all den großen Momenten gibt es auch Songs, die sich erst auf der Bühne vollständig entfalten werden. „Uh La La (Die Nacht war heiß)” etwa ist eine sommerliche Disco-Nummer mit einem Refrain, der sexy und verletzlich zugleich ist – MAITE lacht und sagt dazu: „Disco kann auch smart sein. Ich sage nicht, ob es biographisch ist, aber ich hätte es so gewollt.” Spontaner Discofox im Publikum inklusive, sehr zur Freude von MAITE, die das Tanzpaar anfeuert und verträumt beobachtet.

Ihr heimlicher Lieblingssong des Abends ist „Es geht doch” (geschrieben gemeinsam mit JOHAN DAANSEN, mit dem MAITE bereits als Kind bei den KELLYS zusammenarbeitete): „Das ist mein heimlicher Lieblingssong, der wird live so abgehen.” Die ersten Beats versprechen tatsächlich genau das – der Refrain kann dieses Versprechen nicht ganz einlösen, hält MAITE aber dennoch nicht auf dem Stuhl. Das Publikum tanzt ausgelassen mit.

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Die gleiche Familie, ein völlig neuer Sound – wie geht das?

Was an „24/7” besonders bemerkenswert ist: MAITE arbeitet auch auf diesem Album mit dem Kern-Team zusammen, das sie bereits seit „Sieben Leben für dich” begleitet – OLAF ROBERTO BOSSI, FELIX GAUDER, OLIVER NOVAKOVIC, DANIEL SOMMER. Und trotzdem klingt dieses Album frischer und mutiger als alles, was sie bisher gemacht hat. Sie selbst sagt: „Die Familie hält zusammen, wir holen das Beste aus uns raus.” Diese Haltung macht den Unterschied zwischen einem Album, das nach Routine klingt, und einem, das nach Aufbruch klingt.

Den Abschluss des Abends macht „Viel zu geil zu geh’n” – inspiriert von Open-Air-Auftritten, bei denen das Publikum mit „Seven Nation Army”-Gesängen nach Zugaben rief, und MAITE dachte: „Die sind viel zu geil zu gehen.” Dick produzierte Beats, satte Lyrics, breite Produktion: eine echte Fans-Hymne, die live noch größer wird.

Nach der Listening-Session nahm sich MAITE noch die Zeit, mit jedem einzelnen Fan ein Foto vor der eigens aufgestellten Fotowand zu machen und sich dort das Feedback direkt einzuholen. So intim und nahbar wie das Album ist, zeigte sich MAITE auch heute selbst. „24/7” ist der Sound des modernen Schlagers, der nach 2026 klingt – ohne auf Trends zu setzen, die in einem Jahr wieder veraltet klingen werden. Das Album erscheint in einer Woche. Wir drücken die Daumen.

Maite Kelly

Text und Fotos: schlagerprofis.de

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