Die Roy Black Story – letzter Teil: Tragischer Tod 0

Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von „Ein Schloss am Wörthersee“ sollten eigentlich Ende September 1991 abgeschlossen sein, allerdings ist der Zeitplan etwas durcheinander geraten. Am 8. Oktober 1991 fiel dann aber die letzte Klappe, und Roy fuhr in seine abgelegene Augsburger Fischerhütte. Wie er seinem Manager mitteilte, fühlte er sich zu müde, um direkt nach Hause ins Westfälische Herdecke zu fahren, wo er inzwischen zusammen mit Lebensgefährtin Carmen heimisch geworden ist.

Tod am 9. Oktober 1991

Am folgenden Mittwoch meldete sich Roy nicht am Telefon. Sein Manager machte sich Sorgen und telefonierte in der Gegend herum – vergeblich. Er bat Roys Bruder Walther, nach dem Rechten zu sehen. Der machte sich auf den Weg – normal brauchte er eine Stunde, um die Fischerhütte zu erreichen. Leider meldete er sich nicht. Mehrere Stunden später gab es dann die traurige Gewissheit – Roy war in der Fischerhütte verstorben – Angaben seines Bruders und des herbeigerufenen Arztes zufolgen an „Herzversagen“. Roy Black starb am 9. Oktober 1991 im Alter von nur 48 Jahren – ein Schock für die Schlagerszene. Die Anteilnahme war überwältigend.

Thomas Gottschalk hielt die Trauerrede

Eine Woche nach dem Tod Roy Blacks wurde er in Augsburg-Göggingen beerdigt – und die Anteilnhme war riesengroß. Nicht weniger als 8.000 Fans und Freunde des Sängers wollten sich von Roy verabschieden. Die Trauerrede hielt Thomas Gottschalk, der sehr einfühlsame und gute Worte fand. Ein Münchner Streichorchester spielte vier bekannte Lieder von Roy – das ist zwar würdig, vermutlcih hätte der Star sich aber einen intimeren Abschied gewünscht… Vielleicht deshalb (?) wohnte Roys Sohn Torsten der Beerdigung auch nicht bei.

Zwei posthume Single-Hits

Posthum wurden aus Roys letztem Gold-Album „Rosenzeit“ noch die Singles „Jeder braucht ‘nen kleinen Flugplatz“ (der Titel wurde 2001 übrigens von Al Bano Carisi als „Lei“ gecovert) und eben „Rosenzeit“ ausgekoppelt. Beide Singles schafften es noch einmal in die Single-Charts. Beim „Flugplatz“-Song hat Dieter Bohlen in seiner Autobiografie behauptet, dass Roys ungewohnter Sprechgesang daher rührte, dass er aufgrund der einen oder anderen Flasche Wodka etwas „müde“ gewesen sei.

Album-Charts-Erfolg leider erst posthum

Noch zu Lebzeiten erschien wie gesagt das sehr erfolgreiche von Dieter Bohlen produzierte letzte Roy-Black-Album „Rosenzeit“, das in der Weihnachtszeit 1991 mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde. Allerdings: Das Album kam in Deutschland erst posthum in die Charts. Im Februar 1992 gab es sogar Platin für das Album, das Komponist Dieter Bohlen und Textdichter Joachim Horn-Bernges überreicht wurde. – Auch die Hitzusammenstellung „Für Dich allein“ (eigentlich zu Roys 25. Bühnenjubiläum gedacht), von der Plattenfirma Edel posthum auf den Markt gebracht, wurde ein Top-20-Verkaufsschlager, der sich mehrere Monate in den Charts hielt. In der Weihnachtszeit 1991 gab es dafür eine Goldene Schallplatte für 250.000 verkaufte Tonträger. Auch EastWest brachte mit „Samtweich“ einen Sampler posthum auf den Markt, der u. a. eine Neuaufnahme des Klassikers „Ganz in Weiß“ enthielt. Posthum brachte auch die Polydor im Frühjahr 1992 noch den Sampler „Meine Lieder – meine Gefühle“ auf den Markt, bei der Wolfgang Kaminski die persönliche Bild- und Textauswahl zum Booklet des Albums vornahm. Im Herbst 1992 erschien eine aus 4 CDs erschienene Kollektion mit den Erfolgen Roy Blacks, auf der Polydor auch eher unbekannte Titel neu veröffentlicht hat. Posthum produzierte Dieter Bohlen 1992 noch das Album „Mein Traum“, auf dem Roys Titel mit großem Orchester (Philharmonic Sound Orchestra) neu aufgenommen wurden.

Bear-Family Sampler erfreuen die Fans

Ende 1994 nahmen sich dann auch die sehr angesehenen Repertoire-Pfleger von Bear Family Records Roys Repertoires an und veröffentlichten zwei CDs mit seinen Polydor-Singles und tollen Bonus-Tracks inklusive jeweils ausführlicher Booklets. Eine ungewöhnliche Idee hatte die Polydor 1994 und brachte das Album „Roy Black International“ auf den Markt, auf dem Roys internationale Aufnahmen präsentiert wurden, die nicht in deutscher Sprache erschienen sind. Als Single wurde „Somewhere My Love“ veröffentlicht.

Christian Bruhn-Song „Wanderpriester“ sorgt 1999 für Begeisterung

Für Schlagzeilen sorgte 1999 ein bis dato unbekannter Song, den der Schlagerproduzent Christian Bruhn in seinem Archiv entdeckte. Posthum gelang Roy mit dem nachdenklichen Song „Wanderpriester“ ein Erfolg. Weitere bis dato unveröffentlichte Lieder fanden sich auf der parallel veröffentlichten CD „Wanderjahre“.

Zum 10. Todestag erschien 2001 die bemerkenswerte Best-Of-CD von Roys langjährigster Plattenfirma Polydor „Halt mich in Erinnerung“, die u. a. die seltene Disco 77-Version seines Superhits „Ganz in Weiß“ enthielt. Auch Bear Family ließ sich nicht lumpen und brachte eine weitere CD mit Roys Single-Titeln heraus. East West ließ sich ebenfalls nicht lumpen und brachte die Top-100-CD „Das Beste 2001-Roy Black Unvergänglich“ auf den Markt.

Zum 20. Todestag erschin eine schöne Hit-Kopplung namens „Du bist nicht allein“ – eine Doppel-CD, auf der erneut ein bislang unveröffentlichter Titel auf den Markt gebracht wurde („Die Braut des kleinen Korporals“ von Ralph Siegel). Roys einziges Live-Album wurde 2016 erstmals vollständig auf den Markt gebracht  – am 21. Oktober 1969 hieß es „Live in Bielefeld“.

Suizid von Silke Vagts

Tragisch: Im Februar 2002 nahm sich Roys ehemalige Ehefrau Silke Vagts im Alter von 57 Jahren das Leben und tat es ihrer Mutter gleich. Auch Roys Vater nahm sich ja bekanntlich selbst das Leben. Ihre letzten Jahre verbrachte Silke in Spanien. – Roys Sohn Torsten verlor somit auch seine Mutter.

BRAVO: Roy bester deutschsprachiger Sänger aller Zeiten

Im Jahr 2006 feierte das Jugendmagazin BRAVO seinen 50. Geburtstag. In dem Zusammenhang wurden die erfolgreichsten Otto-Gewinner aller Zeiten ermittelt. Hinter Michael Jackson landet Roy da auf einem unglaublichen zweiten Platz als bester deutschsprachiger Sänger aller Zeiten überhaupt.

Zum 60. Geburtstag dachte sich die Stadt Straßberg (bei Augsberg) etwas Besonderes aus und benannte nach Roy Black eine Straße, den „Gerhard-Höllerich-Ring“.

Zum 20. Todestag berichtete die BILD-Zeitung am 06. Oktober 2011:

Bereits während der Dreharbeiten zu „Ein Schloss“ am Wörthersee“ hat Roy Black Anfang Oktober 1991 beschlossen, seine Lebensgefährtin Carmen Böhning zu verlassen. Das berichten übereinstimmend sein Rechtsanwalt Dr. Peter Schmalisch und Freunde des Sängers. Roy Black hatte die 23 Jahre jüngere Verwaltungsangestellte zwei Jahre zuvor bei einem Konzert in Oberhausen kennengelernt. Gemeinsam bewohnen sie ein Reihenhaus im westfälischen Herdecke.

Die Geburt von Tochter Nathalie machte nichts besser. Im Gegenteil. Roy Black fühlte sich überrumpelt und von Lebensgefährtin Carmen noch mehr eingeengt. „Es war für ihn ein furchtbarer Gedanke, wieder zu ihr nach Herdecke fahren zu müssen“, sagt Rechtsanwalt Schmalisch zu BILD. Am nächsten Tag wollen sie beraten, wie Roy Black in seinem alten Leben aufräumt und ein neues beginnen kann.

Diese Darstellung widerspricht der der letzten Lebensgefährtin Roys, Carmen Böhning. Und ausgerechnet Roys Ex-Frau Silke schreibt in ihrem Roy-Buch auf Seite 221 über einen „Dr. Peter S.“: „Nicht nur Geschichten über Gottschalk und Genscher, nein, auch jede noch so kurze Trennung von uns steht sofort im Klatschteil der BILD. Ein paar Zeilen hinter diesen Geschichten aus gutunterrichteten Kreisen steht immer häufiger etwas von einem Staranwalt Dr. Peter S. – Ob das Zufall ist?“.  Laut Schilderungen von Silke lernte Roy eben diesen „Dr. S.“ 1977 kennen. In ihrem Buch ist auf Seite 167 zu lesen: „In den folgenden Wochen wird Dir von gemeinsamen Freunden zugetragen, dass es offenbar der größte Traum des Dr. S. ist, ein bekannter Staranwalt zu werden… Er möchte auf der Straße erkannt werden und überall wie ein Star begrüßt werden. Er möchte in jedem Lokal den besten Tisch bekommen und in den Klatschspalten regelmäßig erwähnt werden.

Offensichtlich hat „Dr. Peter S.“ schon immer gerne mit der BILD kooperiert. Silke schreibt in ihrem Buch auf Seite 248: „Du erzählst mir, dass Dein Freund Dr. S. an Deinem Krankenbett war, um mit Dir Dein Testament abzusprechen. Woher BILD das kurze Zeit später weiß frage ich mich?“. — Diese Darstellung Silkes spricht durchaus dafür, dass Carmens Äußerungen in Frank Elstners „Menschen der Woche“-Sendung zutreffend sind.

Viele Stars erinnern an Roy Black

Posthum wurden Roy einige Ehrungen zuteil. Beispielsweise veröffentlichte Maxi Arland, der Enkel Rolf Arlands der „Ganz in Weiß“ komponierte, das Album „Danke Roy“. Francine Jordi, die auch in diesem Jahr die ARD-Silvestershow moderieren wird, nahm sich des Titels „So wie damals“ an. Selbst Heinz Rudolf Kunze interpretierte 2016 „Ganz in Weiß“.

Otto Retzer produzierte 2016 für Servus TV ein neues Roy-Black-Portrait. Zu diesem Anlass wurde erneut eine bislang unveröffentlichte Produktion entdeckt: „Sie ist nicht mehr da“

Recht zu Beginn seiner Karriere sagte Roy Black, dass sein Ziel sei, dass die Leute am Ende seines Leben sagen sollen, dass seine Arbeit gut gewesen sei und dass er sich seiner Arbeit nicht zu schämen brauche. Wir meinen: Das hat er erreicht!

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Wir danken für das Interesse an unserer Roy-Black-Reihe. In Teil 10 haben wir die Links zu den bisherigen Teilen zusammengefasst:

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Die JUNX – Gewinnspiel beendet – große Resonanz – über 50 Teilnehmer 0

Als sich unser rasender Reporter am vergangenen Montag zum Interview mit Christopher und Gunnar, „Die Junx“, traf, klügelten die drei Nordlichter ein Gewinnspiel aus. Es gab dreimal jeweils die aktuelle CD „BÄM“ sowie eine handsignierte Autogrammkarte zu gewinnen. Die Resonanz überraschte, schnell folgten etliche Kommentare, es wurde zigmal geteilt. Unter genau zweiundfünfzig Gewinnern wurden dann heute die drei Gewinner per Lostopf ermittelt.

Die Preise gingen an Christine Palm, Elke Ulrich sowie Dagmer Eggert. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch.

Und schon am Freitag gibt es Neues zu hören von dem Duo, denn dann erscheint ihre neue Single „Schau nach oben“. Wir werden bei der Live-Premiere in Steinhude dabei sein!

Das Video von der Auslosung könnt ihr euch HIER ansehen. Und HIER findet ihr das Schlagerprofis-Interview mit den Junx.

Kevin Drewes

 

CATHARINA SCHWARZ: „Mädchen im Spiegel“ erntet tolle Kritiken – Fans wollen mehr 0

Erst vor kurzem haben wir von der neuen Single „Mädchen im Spiegel“ von Catharina Schwarz HIER berichtet. Den Titel fanden wir gut. Er punktet mit tollem, ausgefallenem Text und starkem Sound.

Das ist nun auch vielen unserer Lesern und vielen Hörern von Catherinas Musik aufgefallen. Diese fordern, dass der Titel im Radio gespielt werden und auch im TV präsent sein sollte. Entsprechende Diskussionen sind in einigen Foren schon vernehmbar. Uns erreichten Nachrichten, die hinterfragten, warum Catharinas Song schlechter sein soll als beispielsweise die hoch gelobten neuen Amigos-Schlager…

Wir von den Schlagerprofis können nur befürworten, dass Catharina mehr Präsenz zeigen darf! Die Klickzahlen schnellten bis zum jetzigen Zeitpunkt innerhalb kurzer Zeit in die Höhe, bei ITunes (um nur ein Beispiel zu nennen) landete der Song gerade erst auf Platz 11 in der Kategorie „ANGESAGT SCHLAGER“ und wer weiß, in welche Höhen das noch gehen wird.  

Der Titel wurde übrigens vom Erfolgsproduzenten Peter Jordan, der erst kürzlich Platin für seine Tätigkeit für Ben Zucker bekam, produziert. Zudem ist bei ihrem inzwischen dritten Titel neu, dass Catharina den Song selbst mitgeschrieben hat. Eine sehr gute Entscheidung, steckt in ihr da doch Riesentalent.

Ihre vorherigen Songs waren  „Wir laufen los“ und „Mach mir nichts vor“. Letztgenannter schnellte in die Air Play Charts und hielt sich dort ganze 11 Wochen, für eine Debüt-Single und einen, zu damaliger Zeit, absoluten Neuling in der Szene ein ordentlicher Erfolg. Gerade arbeitet sie an ihrem ersten Album und gruppiert Autoren um sich, die bereits einen großen Namen haben, um Catharina bei ihren eigenen Gedankengängen und Texten zu unterstützen. Und auch die Fans sind da gefragt, denn nur gemeinsam geht’s!   

Kevin Drewes