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PETER KREUDER: Witwe INGRID KREUDER-CORYELL ist tot!
Wie der Branchenexperte und MEISEL-Urgestein MICHAEL BORGE mitteilt, ist die Witwe des legendären PETER KREUDERS, INGRID KREUDER-CORYELL, verstorben. Nach dem Tod von PETER KREUDER kümmerte sie sich sehr engagiert um den Nachlass ihres Mannes und organisierte u. a. KREUDER-Ausstellungen und Konzerte mit den Evergreens von PETER, bei denen sie teilweise auch selbst die Moderationen übernahm und Anekdoten erzählte.
Auf seiner Facebook-Seite schreibt MICHAEL BORGE:
Am 20. Dezember 2025 verstarb Ingrid Kreuder. Die Witwe des verstorbenen Komponisten Peter Kreuder.
Dieser 1. Weihnachtsfeiertag stimmt mich sehr traurig. Soeben habe ich erfahren, dass Ingrid Kreuder gestorben ist. Viele von Ihnen werden mit dem Namen nichts anfangen können. Mit dem Nachnamen vielleicht schon , denn Sie war die Witwe von Peter Kreuder, dem großartigen Komponisten des letzten Jahrhundert.
Sag beim Abschied leise Servus, Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt. Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen, oder Ich brauche keine Millionen, ich brauch kein Pfennig zum Glück, ich brauche nur Musik, Musik Musik. Alles Titel, die heute noch bekannt sind.
Ich denke oft an unser Kennenlernen. Es war 1981, Peter Kreuder war gerade gestorben und ich hatte die Möglichkeit bei der Edition Meisel zu beginnen. In diesem 1. Jahr gab es eine Funkausstellung in Berlin und ich hatte das große Glück, Komponisten und Komponisten Witwen in eine Fernsehshow des ZDF (Mosaik), eine Sendung in Erinnerung einzuladen.
Werner Bochmann, Michael Jary, Max Colpet., Horst Jankowski, Traudl Winkler, Eva Maria Raymond uva. einzuladen, nur Ingrid Kreuder habe ich damals aus Pietät Gründen nicht eingeladen.
Heute weiß ich, dass, das damals ein Fehler war, denn in dieser Zusammenstellung, sind wir nie mehr zusammengekommen. Dennoch habe ich diesen Fehler zum 100. Geburtstag von Peter Kreuder wieder gutmachen können Es gelang uns eine große Radio & Fernsehtour zu machen.
Also fingen damals beim NDR-Kiel an und endeten die Tour in Wien, beim ORF. Das waren runde 40 000 km durch Deutschland, der Schweiz und Österreich. In dieser Zeit entstand eine große Freundschaft zu Ingrid Kreuder. Und es gab eine große Fernsehsendung, den Musikanten Stadl. Hier war Ingrid Kreuder zu Gast und durfte miterleben wie Patrick Lindner und Karl Moik die Musik ihres Mannes Peter Kreuder würdigten.
Ingrid Kreuder gehörte zu den Witwen, die sich hingebungsvoll, um das Kulturgut ihres Mannes gekümmert hat. Ich werde sie sehr vermissen.
Wie engagiert INGRID KREUDER-CORYELL darin war, den Nachlass ihres Mannes zu pflegen, erkennt man u. a. daran, dass sie 20 Jahre nach seinem Tod eine Anzeige im damaligen Branchenfachmagazin MUSIKMARKT veröffentlicht hat:

Möge INGRID KREUDER-CORYELL in Frieden ruhen.
Kurzbiografie PETER KREUDER
Der große Komponist PETER KREUDER wurde in einer Theatergarderobe geboren, was bezeichnend für sein späteres Leben sein würde. Am 18. August 1905 sang sein Vater auf der Bühne der Aachener Oper Wagners „Götterdämmerung“, während Sohnemann PETER im Theater die ersten Schreie tätigte.
Schon im Alter von vier Jahren spielte PETER Klavier. Im Kölner Konzerthaus spielte er als Wunderkind im zarten Alter von sechs Jahren Stücke von MOZART auf dem Klavier. Sein erstes Werk „Sinfonietta“, erschienen kurz nach seinem 14. Geburtstag und in der Hamburger Musikhalle aufgeführt, war derweil alles andere als ein Erfolg, was PETER nicht entmutigte, so dass er mit 16 Jahren in Hamburg seine erste Jazzband gründete.
In den goldenen 20er Jahren schrieb KREUDER für niemand Geringeren als MARLENE DIETRICH Songs wie „Johnny“, „Mein blondes Baby“ und „Peter“.
In der ersten Zeit des Tonfilms war PETER KREUDER ein sehr gefragter Komponist, dem bis heute unvergessene Songs nur so zuflogen: Lieder wie „Sag beim Abschied leise Servus“, „Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt“, „Ich brauche keine Millionen“, „Für eine Nacht voller Seligkeit“, „Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen“ und „Goodbye Jonny“ sind bis heute Evergreens.
Fun-Fact: 35 Jahre nach Entstehung der Komposition wurde der Song „Musik! Musik! Musik!“ (besser bekannt als „Ich brauche keine Millionen“) der Titelsong der Muppet-Show.
In Kriegszeiten verschlug es KREUDER u. a. zwischenzeitlich nach Schweden. Später ging es nach Südamerika, wo er sich zunächst in Nachtclubs über Wasser hielt und später in Rio das große Rundfunkorchester dirigierte. In Argentinien wurde ihm der Professorentitel verliehen. Um sein 25-jähriges Komponistenjubiläum zu feiern, kehrte er von 1952 bis 1954 nach Deutschland zurück.
Bis zu seinem Tod war PETER KREUDER musikalisch aktiv. Am 28. Juni 1981 verstarb er in Salzburg an Herzversagen.










