Howard Carpendale

HOWARD CARPENDALE: Sein „ZEITLOS“-Album enthält Perlen!

HOWARD CARPENDALE: SINA WORM hat sein Album unter die Lupe genommen und ist begeistert:

Man soll immer vorsichtig sein mit Superlativen, heißt es. Stimmt – und es stimmt vor allem für Journalisten. Deshalb hatte ich mir ganz fest vorgenommen, keine Lobeshymne auf das Carpendale-Album „ZEITLOS“ zu schreiben und etwas zu finden, an dem ich herummäkeln kann, so wie Journalisten es nun mal gerne tun. Dass „ZEITLOS“ besser ist als die Originaltitel, das gilt es zu beweisen, habe ich gedacht, und ich dachte, ich könnte schreiben, dass Howard zu dick aufträgt, wenn er das Album als das beste seiner Karriere lobt und beinahe jeden Tag auf den Socials dafür trommelt. Dachte ich so, geht aber nicht. Das Album ist in den Charts auf die 1 gegangen. Nach 60 Jahren im Business eine Premiere für Carpendale. Next level, Howard! Chapeau!

Eines vorweg: Carpendale liefert tatsächlich solide ab. Die Songs sind kein Konsumgut, sie laufen nicht mal eben so nebenbei, sondern jeder einzelne will erobert werden. Nicht immer klingt das Neue besser als das Alte, nicht immer war das Makeover nötig. Die Perlen des Albums sind nicht die großen Hits, es sind auch nicht ältere Songs vom Beginn seiner Karriere wie „Du fängst den Wind niemals ein“ (1974), „Da nahm er seine Gitarre“ (1974) oder „Deine Spuren im Sand“ (1975).

Es sind Songs, die Howard wie scheinbar zufällig untergemischt hat, die hinter seinen Klassikern im Verborgenen funkeln und die endlich, endlich, endlich besser sein ganzes Repertoire zeigen. Diese Titel sind die eigentliche Sensation des Albums. Zu hören sind u. a. „Shine on“ (1985), „Sag ihm, dass du gehst“ (1990), „Emotionen“ (2003) – und dann noch „Piano in der Nacht“ (1989), ein traumschöner Titel, sehr besonders. Carpendale macht einfach richtig gute Songs, das hat er immer schon und wenn es stimmt, dass viele ihrer Zeit voraus waren, wie er sagt, dann ist „Piano in der Nacht“ der Beweis, dass jetzt die Zeit ist, in der sie ankommen.

Es scheint ein bisschen so, als würde Carpendale vorwegnehmen wollen, was von ihm bleibt. Howard, Sie wollen etwas hinterlassen? Okay! Aber 80 ist das neue 60, es ist also noch viel zu früh dafür und überhaupt haben Sie es längst getan. Sie hinterlassen nicht nur Spuren im Sand, sondern in den Herzen Ihrer Fans. Mehr geht nicht.

Text: Sina Worm

 

Artikel teilen:
Schlagerprofis – Der Podcast Folge 077 – Das neue Jahr mit Silbereisen

Wir reden über vieles, was zum Anfang des Jahres in der Schlagerwelt stattgefunden hat…

Deine Schlager-Stars

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite