DIETER BOHLEN hat’s tatsächlich getan: LIVE gesungen Kommentare deaktiviert für DIETER BOHLEN hat’s tatsächlich getan: LIVE gesungen

Bohlen

Am vergangenen Samstag gab Dieter Bohlen in der Berliner Zitadelle sein (von einem kurzen Gastspiel in Russland abgesehen) erstes Konzert seit 16 Jahren. Nicht weniger als 10.000 Zuschauer wollten sich das nicht entgehen lassen – vom pubertierenden Teenager bis zum gesetzten Modern-Talking-Fan erster Stunde war das Publikum breit gefächert. Die Leute kamen offensichtlich auch aus dem Ausland, beispielsweise aus Russland und sogar China – und das alles fĂĽr einen 65-jährigen Senior, der sich bei 32 Grad Hitze bei strahlendem Sonnenschein in einer Kapuzenjacke präsentiert und sich dabei selbst (augenzwinkernd) als „sexiest man alive“ ankĂĽndigen lässt – nicht schlecht… Aber genau DAS könnte die Faszination ausmachen: Da steht jemand, der nicht wirklich singen und Gitarre spielen kann und lockt 10.000 Fans an – man könnte sagen: Das „Amigos-Phänomen“. Wer von uns wĂĽrde sich nicht wĂĽnschen, auch mit so bescheidenen Mitteln einen solch tollen bzw. „mega“ oder „hammermäßigen“ Erfolg zu haben. Das Identifikationspotenzial ist zweifelsohne vorhanden, auch wenn sein aktuelles Album sich „nur“ sechs Wochen lang in den Albumcharts halten konnte.

Anders als erwartet / befürchtet, ließ sich der Poptitan bei seinem Fast 2 ½-stündigen Konzert, das von 19.40 bis 22.00 Uhr ging, nicht lumpen und ließ wirklich kaum einen seiner großen Erfolge aus. Dieter verzichtete komplett auf „Support-Acts“. Sogar einen Schlagerblock baute er ein und traute sich sogar an für seine Verhältnisse anspruchsvolle Titel wie „We Have a Dream“ heran. Bezüglich der Schlager machte Dieter seinem Image entsprechend auf dicke Hose und verriet, dass das von ihm geschriebene Lied „Mein Herz“ in Deutschland ein Nummer-Eins-Hit war, während Helene Fischer es mit „Atemlos“ NICHT auf Platz 1 der Singlecharts geschafft hat. Auch wenn das manchen Helene-Fan ärgern wird – mit dieser Behauptung hat der Poptitan tatsächlich Recht. Und wer weiß, vielleicht schafft er ja mit seinem „Meganer-Song“ einen weiteren Hit. Hier eine Textkostprobe: „Wir sind alles Meganer, wir sind einfach der Hammer, und wir sind schon mehr als eine Million!“

Die Stimmung während des Konzerts war ausgelassen, so wurden bei „Mamacita“ Strandutensilien auf die Bühne geworfen. Während des Songs „My Bed Is Too Big“ sprang der Poptitan kurzerhand auf einem Trampolin herum.

Erstaunlich: Dieter sang tatsächlich live, begleitet von einer hervorragenden Acht-Mann-Band (inklusive eines Sängers namens Joyello Sabatelli, der den Poptitan bisweilen hervorragend „unterstützte“). Dass Dieter viele Texte vom Teleprompter ablesen musste und bisweilen den Text vergaß, trat der Partystimmung keinen Abbruch.

Hier die Setlist des Konzerts:

1. You Can Win If You Want (Modern Talking)
2. Love me on the rocks (Blue System)
3. Call my name (Pietro Lombardi)
4. Dont believe (M. Marashi)
5. Geronimos Cadillac (Modern Talking)
6. Mamacita (Mark Medlock)
7. You can get it (Mark Medlock & Dieter Bohlen)
8. Now or never (Mark Medlock)
9. Win The Race (Modern Talking)
10. My Bed Is Too Big (Blue System)
11. Midnight lady (Chris Norman)
12. Magic Symphony (Blue System)
13. Schlager Medley:
* Du kannst noch nicht mal richtig lĂĽgen (Andrea Berg)
* Noch in 100.000 Jahren (DJ Ă–tzi)
* FĂĽr Dich (Yvonne Catterfeld)
* Mein Herz (Beatrice Egli)
14. Wir sind alles Meganer (Insta song) (mit Publikum gesungen)
15. Acoustic Set:
* Take me tonight (Alexander Klaws)
* We have a dream (DSDS)
16. TV Makes the Superstar (Modern Talking)
17. Atlantis Is Calling (Modern Talking)
18. Cheri Cheri Lady (Capital Bra Version, anschlieĂźend Modern-Talking-Version)
19. Brother Louie (Modern Talking)
20. You’re my heart you’re my soul (Modern Talking)
21. Zugabe – Modern Talking Nummer-1-Hit-Medley:
* You can win if you want
* Atlantis Is Calling – SOS For love
* Cherie Cherie Lady
* Brother Louie
* You’re my heart you’re my soul
Kurzes Feuerwerk
22. We have a dream (als Zugabe, weil es Dieters „schönste Ballade“ sei)

Das Konzert wurde mit einem imposanten Feuerwerk beendet. Dieter Bohlen verabschiedete sich überraschend demütig und dankte seinen Fans mit den Worten „Ohne euch wäre ich am Arsch gewesen“ und fiel dabei (in bester Willy-Brandt-Manier) vor seinem Publikum auf die Knie.

Wer nun Lust auf ein Dieter-Bohlen-Konzert bekommen hat – hier sind die weiteren Konzerttermine:

14.09.2019 – Zürich, Hallenstadion

28.09.2019 – Leipzig, Arena

04.10.2019 – Hamburg, Barclaycard Arena

05.10.2019 – Mannheim, SAP Arena

02.11.2019 – Berlin, Mercedes-Benz Arena

16.11.2019 – Dortmund, Westfalenhalle

06.12.2019 – Wien, Stadthalle

07.12.2019 – München, Olympiahalle

 

 

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ANDREA KIEWEL: Vielleicht sollte man den traditionellen Schlager doch nicht ganz aussparen?

Zugegeben – mit Verallgemeinerungen sollte man vorsichtig sein. Aber es ist schon ein klarer Trend, dass die Quote des Fernsehgartens immer dann schlechter wird, wenn man den Schlager ganz ausspart bzw. Pseudo-Schlager-Acts einlädt, die erst dann ihre Schlager-Leidenschaft entdecken, wenn man sonst keinen Erfolg hat. Ganz ohne traditionellen Schlageract war die Quote des „Fernsehgarten on Tour“ durchaus ordentlich – aber Fakt ist: Der Marktanteil war schlechter als der von ALLEN (!) Fernsehgärten der Saison 2022 – die Ăśbersicht dazu findet sich HIER. 

Marktanteil weit unter dem „normalen“ Fernsehgarten-Schnitt

Der schlechteste Marktanteil der Fernsehgarten-Saison ergab sich bei der Auftaktsendung im Mai – da waren es aber immerhin noch 15,8 Prozent. Und das war das einzige Mal anno 2022, dass die Quote unter 16 Prozent war. Am vergangenen Sonntag betrug der Marktanteil 14,4 Prozent – zugegeben, auch das ist eigentlich ein guter Wert. Aber es sind nun einmal 1,4 Prozent weniger als der schlechteste Marktanteil der Fernsehgarten-Saison 2022. Wir behaupten: Wenigstens so 1-2 „echte“ Schlageracts hätten durchaus das eine oder andere Prozent nach oben gerissen…

Was die Gesamtzahl der Zuschauer angeht, sieht es schon wieder etwas besser aus. Im Herbst sitzen einfach mehr Zuschauer vor der Glotze als im Sommer. 1,73 Mio. – das klingt ordentlich, liegt aber auch klar unter dem Fernsehgarten-Durchschnitt. 

Foto: ZDF, Marcus Höhn

 

 

 

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