Nino de Angelo: Da kann das Album ja kommen! 0

Nino de Angelo / Simone Lux

„Jenseits von Eden“ – das war DER Hit von Nino de Angelo. Diesen großen Erfolg aus dem Jahre 1984 konnte Nino dann nicht mehr wiederholen. Es folgten viele Alben, wovon sich jedoch keines auch nur annähernd in den Top-10 der Charts platzieren konnte. Auch seine letzte Auszeichnung als Künstler erhielt der Sänger bereits schon 1991 (Goldene Stimmgabel), danach wurde es sehr ruhig um ihn. In den darauffolgenden Jahren folgten Schlagzeilen, die allerdings weniger mit der Musik zu tun hatten.

Frauen, Insolvenzen und Krankheiten

So musste de Angelo 2005 wegen Schulden in Höhe von 1,5 Millionen Euro Privatinsolvenz anmelden. Dann folgte eine 7-jährige Pause ohne Studioalben. Einziger Gastauftritt in dieser Zeit war 2007, als er für das Album „The Last Mile (Tribute to Drafi Deutscher)“ den Song „Dich holt niemand mehr zurück“ beisteuerte. Nino ließ nicht viel aus: Einige gescheiterte Ehen – insbesondere die öffentlichen Schlammschlachten mit seiner (mittlerweile) Ex-Frau Larrisa sind in Erinnerung – und folgende kurze Liebeleien (Jenny van Bree, Kate Merlan) kennzeichneten seinen Lebenslauf. Aber auch Krankheiten (Lymphdrüsenkrebs, COPD) ließen Nino de Angelo nicht verschont. Trotz des ausdrücklichen ärztlichen Rates, mit dem Alkohol und den Zigaretten aufzuhören, lebte Nino de Angelo weiter seinen Lebensstil.

Darüber hinaus leistete sich Nino dann noch einen folgenreichen One-Night-Stand mit ‚Roxanne‘. Die Folge daraus erblickte am 21.04.2017 das Licht der Welt. Der Sohn heißt „Domenico Daniele“. Da sich Nino de Angelo bereits erneut in Privatinsolvenz befand, liefen nun die fälligen Unterhaltszahlungen auf. Roxanne postete dazu auch ein Foto bei Facebook, welches zum 31.10.2018 einen Gesamtrückstand von EUR 5.126,00 auswies. Zu dieser Zeit kamen dann auch noch Rechtstreitigkeiten mit seinem damaligen Manager hinzu. Hier ging es dann um steuerliche Fragen zum Schuldverhältnis hinsichtlich Umsatzsteuer, Kosten für einen Jaguar, den Nino „im Suff“ in die Autobahnleitplanke setzte (das berühmte „Polizeivideo“ dazu ging viral), bis hin zu offenen (gegenseitigen) Forderungen zwischen ihm und seinem Ex-Manager.

Ende mit Schlager

Im Januar 2018 wurde es wohl Nino alles zu viel – er gab bekannt, dass er keinen Schlager mehr machen will! Dies brachte ihm den Boykott von einigen Radiostationen und auch Pressepartnern ein. Nino verkündete, er wolle nun ‚Swing‘ machen. Ein kurzes Gastspiel gab er dann im Juli 2018 mit Dave Kaufmann, mit dem Nino dann ein Duett („Just a Gigolo“) für Daves Album aufnahm. Interessanterweise ist dieses Album weder bei Amazon, noch bei Spotify zu finden? Auch das Video bei YouTube hat gerade einmal 1.176 Klicks (Stand 25.06.2019).

Vor dem Hintergrund dieses ‚Erfolgs‘, wurde Nino wohl schnell klar, dass Swing möglicherweise doch nicht die richtige Entscheidung war. Erschwerend dazu kommt nämlich auch, dass ein Swing-Album zwingend mit Live-Musikern aufgenommen werden muss. Das setzt nicht nur eine Vielzahl guter Musiker voraus, sondern auch ein geeignetes Tonstudio, wo man solche Produktionen realisieren kann. Diese doch erheblichen Kosten müssen natürlich gedeckt sein. Angesichts einer extrem hohen Verschuldung von Nino, dürften solche Pläne schnell scheitern.

Warum erwähnen die Schlagerprofis diesen ‚Werdegang‘ nochmal so ausführlich?

Nun…
…im Dezember 2018 machte Nino de Angelo dann die Beziehung zu seiner neuen Freundin Simone Lux bekannt. Kennengelernt hat er sie ausgerechnet bei dem Umzug seiner Ex-Frau Larissa, als diese von Bruchhausen-Vilsen in den Allgäu zog.

Simone Lux betreibt in Wertach die „Reitanlage Pferdeturm Simone Lux“. Nino de Angelo zog 2019 kurzerhand zu Simone – Platz ist ausreichend da. Kurze Zeit später, noch im Januar 2019, gab Nino bekannt, dass er nun doch wieder ein Album aufnehmen werde, weil Marko Wünsch (TELAMO, Deutsches Musikfernsehen, Shop24) sich das „wünschte“. Wir vermuten eher, dass hier noch eine vertragliche ‚Option‘ von Nino bislang nicht erfüllt wurde. Geplant war die Veröffentlichung des nun kommenden Albums ‚Helden‘ für August 2019. Im Mai aber wurde bereits bekannt, dass das Album auf (voraussichtlich) 2020 verschoben ist.

Interessanterweise haben die Schlagerprofis nun Kenntnis davon erlangt, dass seine derzeitige Lebensgefährtin Simone Lux am 29. Januar 2019 die Firma ‚DeLux Entertainment GmbH‚ im Handelsregister eintragen ließ – siehe hier.
Simone Lux ist alleinige Geschäftsführerin. Die Firma ‚DeLux Entertainment GmbH‘ hat als Geschäftsfeld „das Organisieren, das Planen und das Ausrichten von Veranstaltungen und Events, Musikproduktion und Künstlermanagement sowie Vermietung und Verpachtung von Räumlichkeiten und sonstigen Gegenständen“ eintragen lassen.

Wir von den Schlagerprofis glauben nun fest daran, dass dem kommenden Album nichts mehr im Wege steht, denn die (bisher wohl schwierige) Finanzierung scheint ja nun gesichert.

Foto: Nino de Angelo/Instagram (@ninothevoicedeangelo)

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Auch die Arrangements des gesamten Albums sitzen perfekt, kein zu viel, kein zu wenig. Alles an der richtigen Stelle. An diesem Ergebnis sollten sich andere Produzenten des vergangenen Jahres mal eine Scheibe abschneiden. Die anderen Songs reihen sich fast nahtlos in das Gesamtgefüge ein. Die Linie des Vorgängeralbums wird hier konsequent weiterverfolgt. Die Musik erobert auf direktem Weg das Herz.
 
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Der Song stammt wie „Phänomenal“ aus der Feder von Ralf Rudnik. Zwei weitere Knaller sind die Songs „Und das ist erst der Anfang“ und „Ich schwör Dir„. Hier handelt es sich um den zweiten Teil von „20 Jahre nach Dir“. Ich ziehe den Song „Ich schwör Dir“ dem ersten Titel vor, da er für mich einen Tick eingängiger klingt.

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„Lais“e und ruhigere Töne erklingen im Song „Der Mann an Deiner Seite„, welcher von Mitch Keller stammt und im Song „Warum bist Du hier?„. Dieser Song kann mich nicht ganz überzeugen, obwohl die Idee dazu und die Struktur stimmen. Dadurch, dass hier schon zu Beginn des Songs kein richtiges Klavier erklingt, macht es diesen etwas schwach und dünn im Klang. Wobei das reine Geschmackssache ist. Man hätte hier meiner Meinung nach auf richtige orchestrale Töne zugreifen sollen. Diese kleine Kritik schmälert den hervorragenden Gesamteindruck aber in keinster Weise.
 
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Thomas Kaiser