Spider Murphy Gang: Mit „Glory Days Of Rock’n’Roll“ bekommen sie ein Filmdenkmal gesetzt Kommentare deaktiviert für Spider Murphy Gang: Mit „Glory Days Of Rock’n’Roll“ bekommen sie ein Filmdenkmal gesetzt

Spider Murphy Gang Glory Days Of RocknRoll

Als die Spider Murphy Gang sich 1977 gründete, war nicht abzusehen, dass die Band über Jahrzehnte hinweg deutsche Musikgeschichte schreiben würden. Mehr oder weniger „zufällig“ wurden sie zu einer der beliebtesten Gruppen der „Neuen Deutschen Welle“, ohne diesem Genre eigentlich de facto zugehörig zu sein, weil die Jungs um Günter Sigl eigentlich von Beginn an nichts anderes gespielt haben als bayrischen Rock’n’Roll. Schon der Name der Band ist bekanntlich einem Rock’n’Roll Klassiker entliehen („Spider Murphy played the Tenor saxophone“ aus dem Chuck-Berry-Klassiker „Johnny B. Goode“ verhalf der Band zu ihrem Namen).

Schon in den 1980er Jahren hatte die Band einen Kinofilm herausgebracht – „Mir san a bayrische Band“ wurde zwar das Motto der Band und als Single ein veritabler Hit, ein echter Kinoerfolg wurde der Spider-Murphy-Film allerdings nicht.

Es sollten Jahrzehnte vergehen, bis sich nun wieder ein Kinomacher für die Jungs interessiert. Der Hagener Ethnologe und Jurist Jens Pfeifer interviewte aktuelle und frühere Bandmitglieder und drang so in die wechselvolle Geschichte der Spider Murphy Gang ein. Zu Wort kommen neben den noch immer aktiven Musikern Günther Sigl und Barny Murphy auch Franz Trojan. Der Ex-Schlagzeuger der Spiders ist irgendwann den Drogen verfallen und zwischenzeitlich „abgestürzt“. Davon handelt auch ein bemerkenswertes Buch des Biografen Klaus Marschall („Hauptsache laut“).

Ob sogar der seit Jahren „verschollene“ ehemalige Keyboarder Michael Busse zu Wort kommen wird, ist uns nicht bekannt – allemal dürfte der Dokumentarfilm nicht nur für Fans der Spiders, sondern für alle Schlager-, NDW- und Musikinteressierte hoch interessant sein . Am kommenden Sonntag, 30. Juni 2019, feiert der Film „Glory Days Of Rock’n’Roll“ um 17:00 Uhr seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen München im ASTOR Film Lounge im ARRI.

Auf ihrer Homepage kündigt die „bayrische Band“ den Film wie folgt an:

Nun blickt die Band in diesem Dokumentarfilm mit noch nie zuvor veröffentlichten Demobändern und ganz persönlichen Gesprächen zurück auf ihre Anfänge, auf große Erfolge und schwierige Zeiten. Alle ehemaligen Bandmitglieder sowie Günther Sigl und Barny Murphy, die immer noch die Bühne rocken, kommen zu Wort und lassen die Glory Days of Rock ’n’ Roll in Zusammenschnitten aus alten und neuen Konzertaufnahmen noch einmal aufleben.“

Hier der Trailer zum Film:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Folge uns:
Voriger ArtikelNächster Artikel

FLORIAN SILBEREISEN: Kolumne von THOMAS KAISER: „MDR, schaff Neues!“ 0

Bild von Schlagerprofis.de

THOMAS KAISER macht sich Gedanken zu den Shows von FLORIAN SILBEREISEN

Kürzlich haben wir mit einem namhaften Branchenvertreter einmal mehr über das Dilemma der „ewig gleichen Gäste“ bei den „Feste“-Shows gesprochen und auch kritisch die letzte „Schlagerchampions“-Show besprochen. Da kam zurecht das Statement: Wie könnte man es denn besser machen? Das hat unser Kolumnist THOMAS KAISER zum Anlass genommen, konstruktiv zu sagen, was er sich wünschen würde – es mag vermessen sein, aber immerhin wird nicht nur „gemeckert“, sondern es werden auch Vorschläge gemacht. Hier seine Ausführungen:

Stumpfsinnige Schlagerchampions

Die letzte Show der „Schlagerchampions“ war für meinen Geschmack an Stumpfsinn nicht zu überbieten. Die Einzelheiten dürften vielen bekannt sein. Getoppt wurde das nur noch durch das Format „Schlager oder N!xxx“. Zum ersten Mal hatten die „Schlagerchampions“ eine Einschaltquote von unter 5 Millionen Zuschauern. Wie bei schlagerprofis.de im Artikel „Melissa Naschenweng, Andreas Gabalier und Alle Achtung für Amadeus nominiert“ zu lesen ist, ist die „Eins der Besten“ nach der Abschaffung des Echos wahrscheinlich der begehrteste Schlagerpreis.

„Eins der Besten“ im Vordergrund

Hier sollte der MDR wirklich die Gelegenheit nutzen und endlich was Neues schaffen. Die Show der „Schlagerchampions“ sollte umgestaltet werden, und zwar in eine Show, in der die Verleihung der „Eins der Besten“ im Vordergrund steht. Bei der letzten Show hatte man den Eindruck, der Preis wird so zwischen Tür und Angel verliehen.

Es sollte eine richtig gut organisierte Show der Preisverleihung sein. Mit einem entsprechenden musikalischen Rahmenprogramm, das dem Begriff „Schlager“ und dem Begriff der „Schlagerchampions“ gerecht wird. Das heißt, dass keine deutschen Popkünstler und Deutsch-Pop-Künstler auftreten. Beim Rahmenprogramm müssen endlich die Schlagerkünstler auftreten, die seit Jahren noch nie bei FLORIAN SILBEREISEN-Shows zu sehen waren und von vielen vermisst werden

Namen nenne ich jetzt nicht, mir würden aber auf jeden Fall bis zu 30 verschiedene Interpreten oder sogar mehr in den Sinn kommen.

Rubrik „Airplaycharts“ ist wichtig

Folgende Rubrik sollte übrigens neu dazukommen: „Die Eins der Besten“ für die erfolgreichsten Künstler der „Airplaycharts“. Vielleicht werden dann solche Kuriositäten für die Verleihung des „Hit des Jahres“ an SARAH LOMBARDI der Vergangenheit angehören. Dazu kommt, dass SARAH LOMBARDI keine Schlagersängerin ist, sondern einfach für Popmusik steht. Nur weil man auf Deutsch singt, ist man noch längst kein Schlagersänger.

In den Jahren 2017 und 2018 wurden solche Awards an BERNHARD BRINK und SEMINO ROSSI von FLORIAN SILBEREISEN vergeben. Seit 2019 wird der „Airplay-“ bzw. „Radio-Hit“ nicht mehr ausgezeichnet, das sollte man wieder einführen.

Zu wenig Schlager, zu viel Pop

Hier der Hinweis auf einen Kommentar eines Lesers des Artikels „FLORIAN SILBEREISEN: Auch „Schlagerjubiläum“ und „Schlagerchampions“ werden wiederholt„. Der Leser schreibt, dass er sich die Wiederholung der Schlagerchampions nicht angesehen hat, da im Gegensatz zu den Vorjahren zu viel Künstler aus dem Bereich Pop dabei waren. Man sieht, dass auch andere Fans mit der Entwicklung der Shows nicht zufrieden sind.

Publikum einbinden – z. B. bei Rubrik „Tour des Jahres“

Über einige Sieger sollten vielleicht sogar die Fans und Zuschauer entscheiden. Die Rubrik für die „Tournee des Jahres“ ist dafür wie geschaffen. Über einen Zeitraum von zwei Wochen sollten fünf verschiedene Künstlertourneen über die heutigen Medien zur Auswahl stehen. Auch der Postweg sollte möglich sein. Bei der digitalen Abstimmung muss das ganze natürlich vor technischer Manipulation besonders geschützt sein, damit ein solch peinlicher Fauxpas wie bei der letzten Abstimmung zum „Hit des Monats“ bei den „Schlagern des Monats“ nicht vorkommt. Das ganze muss so abgesichert sein wie ein Fels in der Brandung.

Der einzige, der etwas dagegen haben dürfte, ist der Produzent MICHAEL JÜRGENS. Man kann die Vermutung äußern, dass der Schlager vielleicht gar nicht so sein „Ding“ ist. Nach über 26 Jahren als Produzent für Shows der ARD und des MDR ist dessen Zeit aber aus meiner Sicht abgelaufen. Auch hier sollte etwas Neues gewagt werden. Als Präsentator und Moderator kommt natürlich nur FLORIAN SILBEREISEN in Betracht.

Eigenes Format für deutsche Popmusik – Vorbild ROLAND KAISER

Da dem Ersten und dem MDR ja auch andere deutsche Musikkünstler irgendwie am Herzen zu liegen scheinen, sollten zwei weitere Shows für andere deutsche Musikgenres entstehen. Hier können dann solche Interpreten wie JEANETTE BIEDERMANN, LINDA, SARAH LOMBARDI oder JOEL BRANDENSTEIN auftreten. Zeit für ein solch neues Format bietet das Jahr 2022 mit rund 50 Freitagen und Wochenenden ja genug. Als Vorbild sollte hier die im letzten Jahr von ROLAND KAISER gezeigte Show „Liebe kann uns retten“ dienen.

Gewünscht: Schlagershows mit Ausstrahlung und Charakter

Also liebe ARD und lieber MDR, in Zukunft den Künstlern und Fans keine Kuriositäten, Merkwürdigkeiten und Albernheiten bieten, sondern Schlagershows (gerne von FLORIAN SILBEREISEN moderiert) mit Ausstrahlung und Charakter entstehen lassen. Der Humor und die Witzigkeiten sollen natürlich nicht verschwinden und zu kurz kommen, aber vor laufender Kamera einen Ramon Roselly selbst den Brief öffnen zu lassen und dann als Überraschung so zu tun „Ach ne, da steh ich ja drauf. Ach ne, der Preis ist auch noch für mich“ ist einfach nur doof.

THOMAS KAISER

Foto: © MDR/JürgensTV/Beckmann

 

 

Folge uns:

GIOVANNI ZARRELLA: Platz 2 in den Schweizer Charts 1

Bild von Schlagerprofis.de

GIOVANNI ZARRELLA Auch bei den Eidgenossen beliebt

Nachdem „GIO“ ZARRELLA erstmals in seiner Karriere als Solokünstler auf Platz 1 der deutschen Albumcharts ist, ist er auch in der Schweiz sehr beliebt. Auch das bedeutet „Rekord“. Mit seinem Erfolgsalbum „La vita e bella“ schaffte es GIOVANNI in der Schweiz auf Platz 5 der Charts und konnte sich mit „Ciao!“ tatsächlich noch einmal um 3 Plätze verbessern. Herzlichen Glückwunsch an GIOVANNI und seinen Produzenten CHRISTIAN GELLER.

Folge uns: