S!sters: Deutscher ESC-Beitrag schafft es nicht mal in die eigenen Top-100 0

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Der diesjährige ESC-Beitrag könnte ein weiteres Beispiel dafür geben, dass ein Hit NICHT erzwungen werden kann. Folgende Maßnahmen wurden ergriffen:

– Trotz eines Songwritercamps mit sechs bereits ausgewählten Interpreten wurden die S!sters ohne Not ohne Vorqualifikation nominiert. Die Sinnhaftigkeit eines solchen Camps sahen wir schon immer kritisch – dass der NDR höchstselbst lieber einen von der Schweiz „aussortierten“ Beitrag nimmt als auf das Songcamp zu vertrauen, spricht Bände… Das ist übrigens sogar der BILD-Zeitung aufgefallen…

– Die letzte und beste Startnummer ging an die Sisters. Ein komischer „Zufall“ – denn: in den vier VOrjahren hat in drei von vier Fällen die letzte Startnummer den Sieg davongetragen (2015 Andreas Kümmert, 2017 Levina, 2018 Michael Schlulte) – diese Rechnung ging nun sogar zum dritten Mal in Folge auf.

– Der letzte und entscheidende Juror war der Revolverheld-Sänger, der die Punkte genau so vergab, dass die S!sters mit einem Vorsprung gewannen.

– Die GfK hat den S!sters einen Artikel gewidmet, weil sie es in die Top-10 der Downloadcharts geschafft haben. Auf der Startseite stand zu lesen: „Ab zum ESC – und in die Hitlisten„.

All das hat nichts genutzt, und die S!sters haben nach unserer Kenntnis etwas „geschafft“, das seit 2003, als Lou mit „Let’s Get Happy“ antrat, keinem Beitrag mehr „gelungen“ ist: NICHT in die Singlecharts zu kommen… Die Höchstpositionen der Beiträge der letzten 15 Acts waren…

2004: Max Mutzke – 1.
2005: Gracia – 20.
2006: Texas Lightning – 1.
2007: Roger Cicero – 7.
2008: No Angels – 4.
2009: Alex Sings Oscar Swings – 20.
2010: Lena -1.
2011: Lena – 2.
2012: Roman Lob – 3.
2013: Cascada – 6.
2014: Elaiza – 4.
2015: Ann Sophie 26.
2016: Jamie Lee – 11.
2017: Levina – 28.
2018: Michael Schulte – 3.

Na gut – je nach Abschneiden beim ESC mag eine spätere Chartsnotiz noch drin sein. Vielleicht gibt es ja auch noch eine große TV-Show – dennoch gratulieren wir von den Schlagerprofis erst mal zu diesem historischen „Erfolg“, es nicht mal in die Top-100 zu schaffen – wir meinen: absolut verdient!

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VINCENT GROSS unterschreibt bei TELAMO – neue Single und Album angekündigt 0

Nachdem der sympathische Künstler kürzlich seine Trennung von SONY bekannt gab, ist es seit heute offiziell – Vincent Gross wechselt zu TELAMO. Dazu gratulieren wir herzlich! Das Münchener Label kümmert sich exzellent um seine Künstler – insbesondere die Centerpromotion ist immer ein sehr kluger Schachzug. Nachdem Vincent unserem rasenden Reporter Kevin schon im Interview exklusiv verriet, wann die neue Single und das neue Album kommen, ist auch dies nun ebenfalls offiziell verkündet worden.

Hier noch die offizielle Meldung von TELAMO:

„Vincent Gross und die TELAMO Musik & Unterhaltung GmbH haben eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. 2020 wird der Schweizer Schlagerstar sein neues Studio-Album beim Münchner Label veröffentlichen.

Der 23-jährige Basler arbeitet intensiv gemeinsam mit seinem Kreativteam mit Oliver Lukas, Frederik Boström, Christian Böhmkes, Felix Gauder und weiteren an Songs für sein drittes Studioalbum. Bereits am 31. Januar wird die erste Single „Über uns die Sonne“ und am 24. Juli 2020 sein neues Album „Hautnah“ bei TELAMO erscheinen.

Vincent Gross: „Mit TELAMO habe ich einen Partner gefunden, der die Leidenschaft zur Musik und zum Schlager mit mir teilt. Es fühlt sich gut an und ist so wie ich eigentlich immer dachte, dass es sein sollte.“

Ken Otremba, TELAMO-Geschäftsführer: „Vincent ist einer der vielversprechendsten und erfolgreichsten jungen Sänger im Popschlager-Segment, der mit zwei Solotourneen, zahlreichen Live-Auftritten und zwei veröffentlichten Studioalben bereits seine besondere Qualität bewiesen hat.


Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Ausnahme-Künstler für uns gewinnen konnten.“

Kevin Drewes

GLÜXKINDER liefern mit neuem Song „Ich bin so wie ich bin“ tolle und aktuelle Message 0

Am vergangenen Freitag brachte das Pop-Duo GLÜXKINDER ihre neue Single „Ich bin so wie ich bin“ heraus. Die Beiden stehen für modernen Pop mit Tiefgang, musikalisch klingen sie wie ein Mix aus Rosenstolz und Glasperlenspiel, finden wir. Erstgenannte Band wird aus unserer Sicht schmerzlich vermisst in der deutschen Musik. Von Zweitgenannten waren sie übrigens sogar schon der Supportact. Dazu haben sie eine beatliche, sehr aktive Fanbase. Rezensionsexperte Kevin Drewes hat sich den neuen Titel der GLÜXKINDER mal genau angehört, hier seine Meinung.

Der Titel wandelt deutlich auf den Spuren von Rosenstolz , die Message ähnelt der von „Ich bin ich“ – nur eben aktueller – sind ja auch schon einige Jahre ins Land gegangen. Denn die GLÜXKINDER greifen aktuelle Themen wie das Schubladendenken und Homosexualität offen auf. Die passende Zeile dazu: „Lass die Schubladen vergessen, wir klettern einfach raus“ und weiter „je mehr Farben desto besser“. Der schnelle Sound ist gut gemischt, einzig die kräftigen Beats beim Part des Sprechgesangs gefallen uns nicht und wirken wie ein Fremdkörper in dem ansonsten überzeugenden Titel. Aber das ist nur unsere Meinung und genau dieser Part des Songs macht den Titel eben klar zu einem modernen Pop-Song.

Unser Fazit. Auf jeden Fall einmal reinhören! Ganz vielleicht kann das Duo die Lücke füllen, die ROSENSTOLZ hinterließ. Auch wenn dies natürlich nahezu unerreichbar ist. In jedem Fall ist es schön, dass sich jemand in diese Richtung wagt – den Segen von Peter Plates Mann Ulf Leo Sommer haben sie jedenfalls. Dieser gratulierte und wünscht viel Glück!

Auch wir wünschen dem Duo viel Erfolg mit der kommenden EP (Release 27.03.2020) und diesem gelungenen Song!! Das Musikvideo erscheint übrigens am 27.01.2020.

Kevin Drewes