Die Roy Black Story – Teil 3: Riesen-Hit „Ganz in Weiß“ Kommentare deaktiviert für Die Roy Black Story – Teil 3: Riesen-Hit „Ganz in Weiß“

20180706 Black

Im Herbst 1965 wurde dann die Single produziert, die Zeit Lebens mit dem Namen Roy Black in Verbindung gebracht wurde, die Songautoren waren erneut Rolf Arland und Kurt Hertha, Produzent abermals Hans Bertram. Arland und Hertha kamen der Legende nach auf die Idee zum Schlager, als sie bei einem Geschäft für Brautmoden vorbei flanierten und dort den Slogan „Ganz in Weiß“ lasen. „Ganz in Weiß“ stürmte im Februar 1966 die deutsche Single-Hitparade und wurde Roys größter Erfolg, der erste  Nummer-1-Hit seiner Karriere. Der damalige Tontechniker Günther Sörensen, der übrigens in den Anfangszeiten auch mit den Beatles zusammenarbeitete, reichte Roy bei der Aufnahme laut Auskunft der Polydor-Firmenchronik heiße Milch mit Honig, weil der bei der Aufnahme immer außer Atem geriet.

Ganz in Weiß – gerne falsch geschrieben….

Der Schlager hält einen interessanten Rekord, der sogar im Guinness-Buch verbürgt wurde – nämlich als der am meisten falsch geschriebene Song der Schlagergeschichte – es muss nämlich heißen: „Ganz in Weiß“ – mit großem „W“. Roy Black nahm den Titel auch in italienischer Sprache  („Grazie Mille“) und auf Englisch („I Need You“) auf. Am 24. September 1966 gab es für den Titel in der Grugahalle Essen erneut den Silbernen Löwen von Radio Luxemburg für das Lied. Für 1 Millionen verkaufte Schallplatten wurde Roy am 25. Januar 1968 eine Goldene Schallplatte verliehen, die erste Auszeichnung dieser Art für ihn. Bis heute wird der Schlager gerne bei Hochzeiten gespielt und wurde in unzähligen Versionen gecovert. Der Schlager schaffte es in der von den Beatles und Stones dominierten Bravo-Jahres-Hitparade („Jukebox“) auf Platz 3. Und bei der Otto-Wahl zum beliebtesten Sänger schaffte er es auf Platz 2 – nachdem er im Vorjahr noch auf Platz 30 stand.

Zeit Lebens wurde Roy Black mit genau dieser Single in Verbindung gebracht. Immer wieder wurde (wohl zu Recht) geschrieben, dass Roy doch eigentlich viel lieber Rocker sein wollte, lieber mit Elvis Presley in Verbindung gebracht werden wollte. Was aber wenig bekannt ist: Eigentlich hat Roy seinen größten Erfolg irgendwo auch Elvis zu verdanken. Warum? Nun, Elvis hatte einen Hit namens „His Latest Flame“, der allerdings im Original von Del Shannon stammte. Bereits 1961 hatte Ted Herold mit einer deutschen Version (übrigens auch bei Polydor) einen Erfolg – Camillo Felgen textete ihm „Sie war all sein Glück“, das wurde die B-Seite des Hits „Little Linda“. Die gleiche Melodie wurde offensichtlich von Elisabeth Bertram erneut mit einem deutschen Text versehen: „Ich suche Dich“- und das am 28. September 1965 in Köln aufgenommene Stück wurde dann die B-Seite von „Ganz in Weiß“. Kurios: Auf der Single wurde Werner Twardy als Komponist angegeben.

Schlagerfestspiele: „Irgendjemand liebt auch dich“ von Michael Holm

Ein weiterer Meilenstein der kometenhaften Karriere sollte eigentlich Roys Teilnahme an den deutschen Schlagerfestspielen sein. Am 25. Juni 1966 präsentierte er im Wettbewerb den von Christian Bruhn und Michael Holm geschriebenen Titel „Irgendjemand liebt auch Dich“. Es war der Plan, die damalige Vorherrschaft der Damen beim Wettbewerb (1962 siegte Conny, 1963 Gitte, 1964 Siw Malmkvist und 1965 Peggy March) zu stoppen – überraschenderweise gelang das nicht, die Siegerin hieß damals Wencke Myhre und Roy Black musste sich mit einem sicher auch nicht schlechten 3. Platz zufrieden geben. Eigentlich war geplant, den Titel als A-Seite einer Single zu veröffentlichen, entsprechende Tonträger kamen auch schon in den Handel.

Goldener Löwe für Roy Black

Beim Publikum kam aber die andere Seite der Single besser an, nämlich das von Rolf Arland und Elisabeth Bertram geschriebene „Leg Dein Herz in meine Hände“. (Kurios ist allerdings, dass Roy am 3. März 1967 für „Irgendjemand liebt auch Dich“ von RTL einen Goldenen Löwen bekam). Übrigens – dieser Löwe wurde 1994 für einen wohltätigen Zweck versteigert. Fritz Wurms, Chef des Hollywood-Safariparks, ersteigerte den Löwen, für den insgesamt (mit Sponsorengeldern) 48.000 DM erzielt wurden. – Auch die Single wurde ein großer Hit und schaffte es bis auf Platz 3 der deutschen Single-Charts – vielleicht auch wegen recht eindeutiger erotischer Anspielungen, wie sie später Roland Kaiser zur Königsdisziplin gemacht hat: „Lass ab heute statt der Träume – meine Hände zärtlich zu Dir sein.-Lass sie streicheln, Dich verwöhnen…“ – olala…

Die ersten Karrierejahre legte Roy bekanntlich in die Hände des Automatenaufstellers Rolf Löfflad, der übrigens zuvor mit 27 Jahren der jüngste Abgeordnete des ersten Deutschen Bundestags war – für eine Legislaturperiode. Er wurde 1966 von der Wiener Polizei wegen eines angeblichen Einbruchdiebstahls verhaftet, auch wurde ihm Uhren-Schmuggel unterstellt, so dass Roy sich genötigt sah, den „Knebelvertrag“ mit Löffland zu kündigen. Nach zähem Kampf verglich man sich Ende 1966.

Im September 1966 wurde es dann Zeit für die Veröffentlichung einer ersten Roy Black-LP mit dem schlichten Namen „Roy Black“. Die meisten Kompositionen des Albums stammten von Hans Bertram und Rolf Arland, die Texte vornehmlich von Kurt Hertha und Elisabeth Bertram. Laut Begleittext zur LP entstand die Produktion unter Zeitdruck, weil die Stromleitung bei Straßenarbeiten gestört wurde. Der Legende nach half Roy höchstpersönlich bei den fälligen Reparaturarbeiten. Neben seinen ersten großen Hits fanden sich auf dem Album auch außergewöhnliche Aufnahmen wie der Elvis-Hit „Anything that’s Part Of You“ und der Musical-Hit „Hello Dolly“. Das Album hielt sich ein geschlagenes Jahr in den Longplay-Charts und schaffte es dort bis auf Platz 2. Anfang 1967 wurde Roy von den Lesern der Bravo zum beliebtesten Sänger des Jahres gewählt (vor Graham Bonney und Udo Jürgens) und durfte erstmals den Otto in Gold in Empfang nehmen.

Hit „Frag nur dein Herz“

Das Finden einer geeigneten A-Seite war bei Roy Black offensichtlich nicht immer einfach. Als nächste Single entschied man sich zunächst für den neuen Schlager „Good Night, My Love“ von Rolf Arland und Kurt Hertha. Letztlich setzte man dann im Nachgang aber doch auf die ursprünglich als B-Seite vorgesehene Nummer: „Frag nur Dein Herz“ aus der Debut-LP, geschrieben von Werner Twardy und Elisabeth Bertram. Erneut reichte es für einen 4. Platz in den deutschen Single-Charts. Am 7. Oktober 1967 gab es für „Frag nur Dein Herz“ in Essen einen weiteren RTL-Löwen – diesmal sogar in Gold. Auch die Bravo-Leser waren sich einig: Mit 522 Punkten wurde „Frag nur Dein Herz“ Hit des Jahres der BRAVO-Musicbox. Dahinter waren Lieder wie „San Francisco“, „Penny Lane“, „All You Need Is Love“ und „I’m A Believer“ platziert – ein fürwahr sensationeller Erfolg für Roy. Kein Wunder, dass er 1967 erstmals den von der Jugendzeitschrift ausgelobten „Goldenen Otto“ in Empfang nehmen durfte.

Hit „Meine Liebe zu dir“

Auch im Sommer 1967 wurde Roys Hit-Serie fortgeführt. Der erneut von Werner Twardy und Elisabeth Bertram geschriebene Schlager „Meine Liebe zu Dir“ schaffte es abermals auf Platz 2 der deutschen Charts. Am 9. März 1968 gab es dafür den fast schon obligatorischen Goldenen Löwen von Radio Luxemburg. Mit 428 Punkten war „Meine Liebe zu Dir“ der zweitgrößte Hit des Jahres 1967 aus Sicht der BRAVO-Leser – übertroffen nur von Roys „Frag nur Dein Herz“.

Damals nahm Produzent  Hans Bertram Kontakt mit dem Filmproduzenten Karl Spiehs auf und überlegte, ob man Roy auch als Filmschauspieler etablieren könnte. Roy selbst sagte später, dass ihn die Chefin des „Gloria“-Filmverleihs, Ilse Kubaczewski, für den Film entdeckt und auf die Leinwand vorbereitet habe. Als Lehrerin trat Ilse Hanschke in Erscheinung, seine Filmagentin war Ruth Killer. Spiehs hatte 1967 gerade einen 50-Prozent-Anteil des 1964 von Paul Löwinger gegründeten Lisa-Film-Firma erworben. Nachdem Löwinger dem Vernehmen nach Zweifel an Roy Blacks Geeignetheit für den Film hatte, biss Spiehs an.

Ein erster Versuch wurde mit „Paradies der flotten Sünder“, einem aus vier Episoden bestehenden Film, unternommen. In der Episode „Happening in Mexiko“ spielte Roy Black den reitenden Filmstar „Nick Dreamer“ und sang u. a. auch seinen aktuellen Schlager – eben „Meine Liebe zu Dir“ in dem Film. Am 13. April (ursprünglich geplanter Sendetermin: 17. Februar) erzählte ROY über die auf Mallorca gedrehten Szenen in der ZDF-Sendung „Neues vom Film“. Der BRAVO gab er scherzhaft über seine Rolle, in der er einen Schimmel zu reiten hatte, zu Protokoll:

Vor Drehbeginn musste ich lernen, den Schimmel „Ben Hur“ mit einer Hand zu lenken. Ich reite ganz auf Weiß.

Über seine Filmpartner erzählte ROY der BRAVO: „ERIC SCHUMANN und RALF WOLTER waren großartige Kollegen. Sie ließen mich keine Sekunde spüren, dass ich noch ein Film-Greenhorn bin. – Von meiner Partnerin CHRISTIANE RÜCKERT bekam ich den ersten Filmkuss meines Lebens. Sie spielt die Schwester des Gangsterbosses (ERIC SCHUMANN), der mich kidnappt und piesackt.

Das Film-Experiment gelang, fortan betätigte sich Roy auch erfolgreich als Schauspieler. Die B-Seite der Single, „Schenk mir ein Souvenir“, konnte sich übrigens in der österreichischen Single-Hitparade gesondert positionieren – bis auf Platz 13.

Treffen mit Beatles-Manager scheiterte

Damals gab es sogar Kontakte zu den Beatles-Managern Brian Epstein und Robert Stegwood, die Interesse an Roy Black für eine internationale Karriere bekundeten. Es wurde sogar ein Treffen mit Epstein in London vereinbart, bei dem Roy in letzter Sekunde „abgesprungen“ ist – angeblich, um seine Jugendliebe Vivien Liffers zu treffen, was ihm offensichtlich wichtiger war, als an einer Weltkarriere zu feilen. – Im August 1967 wurden auch TV-Aufnahmen für das britische Fernsehen gemacht. Ein Grund für Roys Hemmung, international Karriere zu machen, könnte seine Angst vor dem Fliegen gewesen sein – so hat er es in einer Talkshow von Joachim Fuchsberger bekannt.

ZDF-Show „Meine Welt ist die Musik“ 1968

Zwischenzeitlich versuchte man, Roy auch anderweitig international zu vermarkten. So wurden für den niederländischen Markt die Singles „Rot ist Dein Mund“ (ein Tango aus der Feder von Hans Bertram und Willibald Quanz) und „Sag Du zu mir“ von Werner Twardy und Elisabeth Bertram vertrieben, die in Deutschland (von einer Werbepressung für ARAG abgesehen) nicht erhältlich waren. Bei der Produktion der zweiten LP „Roy Black 2“, die es bis an die Spitze der Albumcharts schaffte (Roys einzige Nummer-1-LP), wurden auch einige Aufnahmen in England angefertigt, nämlich „Somewhere My Love“ aus dem Film Dr. Schiwago und der Drifters-Hit „Save the Last Dance For Me“. Auch von den eigenen Titeln „Counting the Days“ (Bleib bei mir) und „Good Night My Love“ wurden englische Versionen angefertigt.

Seine aktuellen Schlager stellte Roy auch in der ersten ihm gewidmeten TV-Show „Meine Welt ist  Musik“ vor, die am 25. März 1968 vom ZDF ausgestrahlt wurde, die im Münchner Riva-Studio produziert wurde (Regie: Horst Hennicke). Eine Woche wurde für die Aufzeichnung der Show geprobt, und der Choreograph Herbert F. Schubert hat ihm extra Tanzschritte beigebracht, um bei der Sendung zu brillieren.

In der ZDF-Sendung sang ROY Songs wie „Sag du zu mir“, „Save The Last Dance For Me“, Ich bin deine Welt“, „Moonlight-Girl“, „Ohne dich“, „Somewhere My Love (Schiwago-Melodie)“ und Du trägst heut ein wunderschönes Kleid“.

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UDO LINDENBERG: Wahnsinn! Mit 76 Jahren gemeinsam mit APACHE 207 erstmals auf Platz 1 der Single-Charts 1

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UDO LINDENBERG: Mit APACHE 207 Spitzenreiter der Charts

Während der „andere“ Udo überzeugt war: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“, setzt UDO LINDENBERG noch mal einen drauf. Gemeinsam mit dem Rapper APACHE 207 ist ihm das gelungen, was er zuvor in seiner gesamten jahrzehntelangen Karriere nicht gelungen ist: Er hat es auf Platz 1 der deutschen Singlecharts geschafft. Weder „Sonderzug nach Pankow“ (übrigens vor fast genau 40 Jahren erschienen) noch „Horizont“ oder „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“, „Mein Ding“, „Cello“, „Alles klar auf der Andrea Doria“ – all diese Klassiker waren NICHT an der Spitze der deutschen Single-Charts.

Mit „Komet“ darf sich der Deutschrocker insofern tatsächlich über seine allererste Nummer 1 in den deutschen Singlecharts freuen – und das mit 76 Jahren – Wahnsinn! Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Triumph!

Pressetext

Udo Lindenberg & Apache 207 „KOMET“

Musik-Ikone UDO LINDENBERG und Deutschrap-Star APACHE 207 mit gemeinsamem Song.

Die ARD-Tageschau vermeldete jüngst, dass sich ein Komet – „der grüne Komet“ – in dieser Woche der Erde nähert und dass dieser zuletzt vor 50.000 Jahren hier schon einmal vorbeischaute. Ein Zeichen des Himmels? Denn in der Nacht vom kommenden Donnerstag, 19. Januar, wird um 22 Uhr einer der aufsehenerregendsten Songs in diesem noch jungen Jahr veröffentlicht. Sein Titel: „Komet“.

München, am 19. Januar. Vielleicht könnte der Gegensatz größer nicht sein: Da ist auf der einen Seite die deutsche Musikikone, das Multimedia-Genie UDO LINDENBERG, der seit über 50 Jahren auf eine unvergleichliche Karriere blicken kann aber nicht müde ist – und nicht müde wird –
stets für Neues, Unerhörtes, Abenteuerliches offen zu bleiben – und in seinen Kunstformen permanent Türen in die Zukunft aufstößt. Auf der anderen Seite steht ein imposanter, großgewachsener junger Mann von 25 Jahren, APACHE 207, der mit seinen Songs in kurzer Zeit Musikgeschichte geschrieben hat.

Sein Hit „Roller“ stand zwei Jahre lang in den deutschen Charts, sein Debütalbum „Treppenhaus“ wurde Gold ausgezeichnet und ist direkt auf #1 der offiziellen Charts eingestiegen. Die Ankündigung einer neuen Tournee genügt inzwischen, um die größten Arenen innerhalb von Minuten auszuverkaufen.

„Es ist“, sagt UDO LINDENBERG über seine musikalische Arbeit mit APACHE 207, „die gegenseitige Hochachtung vor der Kunstform des jeweils anderen, die uns zusammengeführt hat.“ Nach einem Konzertbesuch bei APACHE 207 konstatiert Udo: „Apache fiel mir gleich auf, weil er sich doch sehr vom Normalo-Gangsta-Rap unterscheidet. Cooler schlauer Junge, sehr geflashte Texte, Trademark-Stimme – und singt auch noch meeega-geschmeidig. Ein Komet, der zweimal einschlägt, Yeahh!“

Für APACHE 207 ein Ritterschlag: „Udo Lindenberg ist zweifelsohne eine Legende der deutschen Musik und ein großes Vorbild für mich, vor allem, was seine unfassbare Karriere betrifft. Ich durfte ihn auf seiner großen Tour im letzten Jahr in Mannheim besuchen und er mich auf meiner. Danach haben wir die Köpfe zusammengesteckt und ‚Komet‘ ist entstanden.“

Die Kollaboration zwischen UDO LINDENBERG und seinem kongenialen Partner APACHE 207 erscheint nun am 19. Januar 2023 um 22.00 Uhr – „Komet“. Damit setzen UDO LINDENBERG und APACHE 207 auch ein Statement der Verbindungen zweier Generationen und zweier Musikrichtungen. UDO LINDENBERG:

„Unser Komet ist ein Song über die Unvergänglichkeit, über den Fußabdruck, den wir hinterlassen.“ Ein Einstieg in Moll, einfühlsam, im typischen Udo-Song-Stil: Ich hör die Möwen singen am Hafen. Das letzte Lied zum Rausschmiss. Dann das Intro von APACHE 207, der Beat hält den Atem an:
Und wenn ich geh, dann so wie ich gekommen bin – wie ein Komet, der zweimal einschlägt. Vielleicht tut es weh.“

UDO LINDENBERG: „Wir haben schnell festgestellt – die Stimmen passen tausend pro. Und dann kam uns der Song nur so zugeflogen.“ Einprägsamer Gitarrensound, der hin und wieder ein Solo erahnen lässt, bildet den Mantel um das Dance Feeling, das das gesamte Duett trägt. Bis zum Finale, welches lautet: „Lass uns nochmal aufdrehen, lass uns nochmal aufdrehen.“

Übrigens – während der musikalische „Komet“ am 19. Januar das Licht der Welt erblickt, wandert der himmlische Komet mit dem astronomischen Namen C/2022 E3 (ZTF) gerade in einer Entfernung von 42 Millionen Kilometern von der Erde um das Sternbild des Kleinen Wagen. Ende Januar soll er sogar mit bloßem Auge erkennbar sein.

Zum Song haben UDO LINDENBERG und APACHE 207 ein Video produziert, das ebenfalls im Januar veröffentlicht wird.

Pressetext in Stichworten

Udo Lindenberg meldet sich nach fast eineinhalb Jahren mit neuer Single „Komet“, einer Kollaboration mit Apache 207, zurück.

• Die Single vereint die zwei größten Künstler unterschiedlicher Generationen und ist ein perfekter Mix aus Pop, Rock und Hiphop.

• Apache 207 ist ein deutscher Rapper und Sänger mit türkischen Wurzeln.

• Mit zahlreichen #1-Hits („Roller“ (2019, Diamantstatus), „Angst“ (2020) oder „Kapitel II Vodka“ (2021) u.v.m.) zählt er zu den erfolgreichsten deutschen Rappern der vergangenen Jahre.

• Mit seinem Debütalbum „Treppenhaus“ erreichte er die Spitze der Charts in DE, AT und CH.

• Zuletzt wurde von Udo Lindenberg 2021 „Udopium“ veröffentlicht, eine umfangreiche Werkschau zur Feier seines 75. Geburtstags inkl. vier neuer Songs. Das Album erreichte #2 der deutschen Charts.

Quelle Pressetext: Warner Music International

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REINHARD MEY: Nun ist’s offiziell: „Live in Wien“ erscheint am 5. Mai – auch als Vinyl 0

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REINHARD MEY: Live-Album erscheint wie erwartet im Mai

Wir haben schon vor knapp zwei Wochen HIER darüber berichtet – und nun kommt es genau so wie erwartet: Am 5. Mai erscheint das neue Live-Album von REINHARD MEY. Inzwischen ist der Pressetext da, der das Konzept von REINHARD, das so völlig anders ist als das von vielen anderen Musikstars und auch heute noch nur auf die Musik setzt und nicht auf wilde Show- und Playbackeinlagen. Nun steht auch die Tracklist fest – Vorfreude ist die schönste Freude und so freuen wir uns auf „REINHARD MEY in Wien – the Songmaker“.

Ganz besonders werden sich die Vinyl-Fans freuen: Das Album wird auch als 3-LP-Set erscheinen.

Informationstext der Plattenfirma

Eine leere Bühne vor einem schwarzen Vorhang, keine Videowände, kein Teleprompter, nur ein Mikrofon, eine Konzertgitarre im Lichtkegel. Verhaltenes Stimmengewirr in der Arena, das bei dem Ritual verstummt, das vielen vertraut ist, „um die Intimität des Konzerts zu bewahren“, bittet die Stimme seiner Tochter Victoria vom Band, „… nicht zu filmen und zu fotografieren“. Applaus, die Menschen werden die Bitte respektieren, alle wissen, dass sie zu ihrem Foto kommen, wenn es eine Zugabe gibt. Das Saallicht erlischt, die Scheinwerfer gehen an, der Sänger ganz in schwarz betritt die Bühne, verneigt sich, nimmt die Gitarre und singt „Ich wollte wie Orpheus singen“, sein erstes Lied, sechzig Jahre ist es alt und klingt, als wäre es gestern entstanden.

Die schwarzen Haare sind ergraut, doch die Stimme klingt wie einst, und das alte Feuer, die alte Spielfreude beseelen ihn noch immer. Das Glück und die Dankbarkeit, nach fünf Jahren endlich wieder auf der Bühne zu stehen und für leibhaftige Menschen zu singen, schwingen mit in jedem Lied, das folgen wird. Es sind Lieder aus seinem unerschöpflichen Repertoire, frühe Kostbarkeiten wie „Die erste Stunde“, „Dieter Malinek, Ulla und ich“ oder „Ich liebe Dich“, aneinandergereiht in einer wohl durchdachten Choreografie, die zusammen mit den neuen Liedern aus dem „Haus an der Ampel“ eine Lebensgeschichte erzählt. Eine Geschichte von Freude und Kummer, von Schmerz und Zuversicht, das hohe Lied von Freundschaft und Hoffnung und Liebe.

Bewegend die Stille im Saal während der Lieder, überwältigend die Emotionen, die sich im Applaus befreien. Für den Gast im obersten Rang der Arena ist der Sänger nur groß wie ein Stecknadelkopf, aber er vermisst nichts, keine Lightshow, keine Nebel auf der Bühne, keine spärlich bekleideten Tänzerinnen, keine Flammenwerfer. Da ist ein einsamer Mann, der zurücktritt, seine Lieder in den Vordergrund stellt, ein Puppenspieler hinter dem Vorhang, der die Marionetten die Geschichte erzählen lässt. Den Sänger braucht man nur zu hören, die makellose Tontechnik trägt jedes seiner Worte, jeden Klang an den fernsten Platz.

Reinhard Mey singt ohne trennendes In-Ear-Monitoring, er will jedes Lachen, jedes Seufzen, jedes Räuspern, jede kleinste Regung des Publikums spüren, sein Auftritt ist kein Abspulen eines Programms, es ist ein Zwiegespräch mit dem Publikum. Er singt seine Lieder, aber das Lebendige entsteht erst aus der Anteilnahme des Publikums. Einen Abend lang erfüllt dieser Dialog, dieser Einklang den Saal bis zum letzten Lied. Saallicht an, drei Zugaben, die die Menschen lange kennen, auf die sie gewartet haben, und in die sie wie selbstverständlich einstimmen, ein leiser Gesang geborgen in einer vertrauten Freundesrunde. Man kennt sich, ist so verschieden und doch gleich gestimmt, hat sich lange nicht gesehen und findet sich an diesem Abend in diesen Liedern wieder.

Alle 16 Konzerte der Arena-Tour sind aufgenommen, alle waren einzig und unvergesslich, nicht leicht, eines auszuwählen. Reinhard Mey hat sich für das letzte Konzert entschieden, den letzten Abend im Wiener Konzerthaus, in dem vor über 50 Jahren alles für ihn begann.

Das Live-Doppelalbum enthält alle 22 Lieder dieses Konzerts und als Bonus—Track „the song maker“, ein Lied das ihm sein Schwiegersohn, der kanadische Singer-Songwriter Matthew Pearn, zum Tourneeabschied geschenkt hat.

Tracklist

CD1

  1. Ich wollte wie Orpheus singen
  2. Spielmann
  3. Das Haus an der Ampel
  4. In Wien
  5. Alter Freund
  6. Glück ist, wenn Du Freunde hast
  7. Die erste Stunde
  8. Dann mach’s gut
  9. Wir haben jedem Kind ein Haus gegeben
  10. Häng Dein Herz nicht an einen Hund

CD 2

  1. Ich liebe es, unter Menschen zu sein
  2. Dieter Malinek, Ulla und ich
  3. Weißt Du noch, Etienne?
  4. Der Vater und das Kind
  5. Ich liebe dich
  6. Männer im Baumarkt
  7. Zimmer mit Aussicht
  8. Gerhard und Frank
  9. Was will ich mehr
  10. Über den Wolken
  11. Viertel vor sieben
  12. Gute Nacht, Freunde
  13. The song maker

Quelle Pressetext: Universal Music

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