Nicht nur der Sommer wird heiß – Das Debüt-Album von den „Senoritas“ in der schlagerprofis.de Rezension 1

 

Senoritas – die weibliche Antwort auf Fantasy?

Am kommenden Freitag, den 21.06.2019 bringt das Duo „Senoritas“ sein allererstes Album auf den Markt. Dabei wandeln die beiden Sängerinnen ein bisschen auf den Spuren von Loona und zeigen zudem, wie gut man Sprachen in der Musik miteinander kombinieren kann (hier Spanisch und Deutsch). Uns wurde das gleichnamige Debüt-Album „Senoritas“ freundlicherweise vorab zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Hola, Hola“ ist der erste Song ihres Albums und beginnt mit einem genialen Opening. Auch der Refrain auf Spanisch ist klasse. Im Titel geht es um eine Frau und einen Mann, die lange brauchten, bis sie endlich Mut beweisen, sich ihre gegenseitige Zuneigung einzugestehen. So singt sie „ich kenn nichtmal deinen Namen… seh dich immer nur durch Zufall und das seit Jahren“. Dabei wechseln sich die beiden Sängerinnen ab, ein Teil des Songs auf Deutsch, der andere Teil auf Spanisch. Das wirkt sehr frisch und passt perfekt. Ein Happy End hat der Titel auch noch, denn „als es schon fast zu spät war, hast du mich dann doch entdeckt“.

Der zweite Titel „Si o No“ ist eine schnelle, freche Nummer. Darin gibt ein hartnäckiger Casanova nicht sein Ansinnen auf, die Herzdame für sich zu gewinnen. „Du gibst die Drinks aus, doch ich trink sie nicht aus“, lautet eine Zeile. So leicht ist die Frau nicht zu bekommen, wird dann aber schließlich doch weich. So lautet die passende Zeile „wie du dich zu Despacito neben mir bewegst und mit deinen Huftschwung mir meinen Kopf verdrehst“ (übrigens eine tolle Anspielung auf den Megahit von Luis Fonsi). Deutlich macht sie ihm: „Wenn wir es ausprobieren, zeig ich dir was ich will“. Auch dieser Titel ist in deutscher UND spanischer Sprache gehalten.

Die Debüt-Single „Maria, Maria“ ist Song Nummer 3 des Debutalbums der weiblichen Antwort auf Fantasy. Der Anwärter auf den Sommer-Hit 2019 geht mächtig ab. Dazu berichteten wir bereits HIER ausführlich.

Mit spanischen Gitarrenriffs und tollem Takt der Melodien punktet der vierte Titel „Loca“. In diesem schwärmt sie von ihrer großen Liebe, sie ist “verrückt nach ihm“ und singt weiter „mit dir ist es einfach immer am geilsten„. Für sie ist er die Welt, so lautet eine weitere Zeile „Nur der Sommer, das Meer, Du und ich“. Er ist „wie ein Tattoo auf meiner Haut“.

Ganz anders klingt der poppige Song „Dejame“. Darin versucht „sie“ ihren Herzschmerz zu verarbeiten. So lautet eine Zeile „glaubst du ich find’s gut, wie hier grad alles zerbricht“. Doch die weiße Flagge will sie noch nicht hissen, „wenn das Schicksal an uns glaubst, werden wir uns wieder finden“. Eine weitere Zeile lautet “Wenn du mir die Zeit gibst, werd ich alles überwinden

Fiesta mit dir“ ist ein richtiger Gute-Laune-Song und ist eine super Abtanznummer. Auch dieser Song ist gelungen! „Ein Tag so wie dieser ole ole, wie für uns gemacht“ lautet eine Zeile, „wir feiern All-In“ eine weitere. Keine Frage: Da werden flotte Sohlen auf’s Parkett gelegt.

Schwer verliebt geben sich die Senoritas im Pop-Schlager-Titel „Ein Kuss“. Darin versucht die schmachtende Frau, die Gunst ihres Schwarms zu gewinnen. „Wir könnten irgendwo was trinken“, ja vielleicht wäre dies ein Anfang. Sie besingt „ich will doch nur, dass du dich für mich interessierst“. Gibt er ihr doch nur eine kleine Chance, vielleicht „nur ein Kuss, du wirst es nicht bereu’n“. Na, wer kann da schon nein sagen?!

Stark klingt auch „Ich versteh nur Spanisch“. Darin lernt sie einen Spanier kennen, hat aber „keinen Plan, wovon du da sprichst“. Nur „wenn er lacht, ist es so als würden sie sich blind verstehen“. Die Antwort auf „Ich hab da mal ne Frage, sprichst du meine Sprache?!“ kommt ihr Spanisch vor. Passenderweise folgt dann erneut der spanische Gesang von Fanny Sophia. Die Mischung dieses Duos ist wirklich klasse, auch wenn die Songidee etwas an „Je ne parle pas Francais“ von Namika erinnert.

Abuelo“ ist eine gefühlvolle Nummer, die ruhig beginnt und dann mit schnellem Takt an Fahrt gewinnt. Einer unserer Favoriten auf dem Debüt-Album. Der mutmachende Titel baut mit Zeilen wie „Mädchen mach dir keine Sorgen… es wird weiter gehen“, denn „wenn alles schief geht, erinner ich mich an deine Worte

In „1, 2, 3“ (ja der Titel erinnert etwas an den Hit von Ricky Martin) wird die Nacht zum Tag gemacht. Das Wochenende wird eingeläutet. „Raus aus dem Büro, sag der freien Zeit Hallo“, eine weitere Zeile besingt „der Tag lädt ein zum Tanzen und die Nacht steht kurz bevor“. Keine Frage, da wird gefeiert, bis der Morgen graut. Diese tanzbare Nummer punktet mit tollen Beats!

Der vorletzte Song „Volando“ lässt so richtig Urlaubsfeeling aufkommen. Dort geht es „um diesen einen Song“, der schöne Erinnerungen zu wecken scheint. „Hörst du die alte Melodie… das war doch immer unsere Melodie“ lautet eine Zeile. „Augen zu, wir träumen laut“ eine Weitere. Und wenn die Zeit auch rennen mag, die Erinnerungen kann einen keiner nehmen, die passende Zeile dazu: „Momente die das Leben schreibt ziehen zu schnell vorbei“.

In Hamburg sagt man Tschüss, in Spanien „Adios“. So der Titel des letzten Songs, in dem sie ihm deutlich macht, dass die gemeinsame Zeit vorbei ist. „Schluss heisst für mich schluss, Adios Amigo, Adios“. Der Refrain ist hier ganz stark, das Tempo der Melodie wechselt gekonnt.

Mit ihrem Debüt-Album setzt das spanisch-deutsche Duo Fanny Sophia Carabias Martin und Vivien Behr eine echte Duftmarke! Die Mischung der beiden Sprachen ist genial, die Songs sind abwechslungsreich, frisch und gehen ins Blut. Wir sind uns sicher, dass ihre Reise sehr interessant werden wird. Im TV werden die beiden hübschen Frauen in diesem Jahr auf jeden Fall viel Präzenz zeigen, da sind wir sicher, machen sie schließlich auch optisch was her. In diesem Sinne: Vamos!

U. a. HIER könnt ihr „Senoritas“ vorbestellen.

Kevin Drewes

Voriger ArtikelNächster Artikel

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

9 + 14 =

KERSTIN OTT: Innovativer neuer Song „Wegen dir (Nachts, wenn alles schläft)“ 0

Mit ihrer neuen Single geht KERSTIN OTT ungewöhnliche Wege, wie man sie sonst von internationalen Stars kennt. In ihren aktuellen Song bindet sie das legendäre „haa haa haa haa haa“-Intro des Carpendale-Klassikers „Nachts, wenn alles schläft“ ein. Auch die Zwischenwürfe des Originals („ich brauche deine Nähe“) finden in ihrem neuen Song, der ansonsten ein eigenständiger Titel ist, Einzug.

Auch wenn das Stilmittel, fremde Songs in eigenen Titeln zu zitieren bzw. legendäre Hook-Lines zu übernehmen, durchaus nicht neu ist – man denke an Madonnas „Hung Up“ oder Michelles „Wir feiern das Leben“ mit Zitaten von „Gimme Gimme Gimme A Man After Midnight“ bzw. „Scatman“ – aber einen deutschen Schlager so „einzubauen“, ist schon ungewöhnlich und in diesem Fall aus unserer Sicht sehr gelungen.

Interessant finden wir, dass sowohl Kerstin als auch Howard Carpendale in zwei Wochen beim Schlagerbooom zu Gast sind. Vielleicht wird Howard sich ja sogar beim Vortrag des Liedes einbringen? Wir würden das begrüßen, der Titel ist jedenfalls ausgesprochen hitverdächtig!

VERSENGOLDs Heimspiel in Bremen begeistert – Der Tag, an dem es bis in den Süden schallte 0

VERSENGOLD mit ihrem Erfolgsalbum „Nordlicht“ auf großer Tournee! Ganz besonders ist jedes Mal das Heimspiel in Bremen. In einigen Städten restlos ausverkauft – so auch am gestrigen Abend. 1350 Feierwütige brachten die Aladin Musichall zum Beben – mit ganz viel norddeutschem Charme und Spaß (und so manchem Krug Bier…)

Nach einem spektakulären „Nordlicht“-Intro inklusive riesigem Vorhang vor der Bühne, fiel unter großem Jubel dann eben dieser und es erfolgte der perfekte, temporeiche Start mit „Durch den Sturm“. Die Stimmung sofort auf hohem Level, getreu der Zeile „Eure Stimmen sind der Wind“ liefern die Fans direkt einen schönen Chor. Auch beim darauffolgenden „Niemals sang- und klanglos“ aus dem gleichnamigen Album von 2017 ging es direkt flott weiter. Schon jetzt bewiesen die Norddeutschen, dass man hier weiß, wie man feiert.

Es folgt ein Lied über die Legende vom Teufelsmoor und „“. Passend dazu gönnt sich Frontsänger Malte einen Schluck aus dem -ziemlich hochprozentigen- Likör. Der Erfinder dieses kostbaren Tropfens war ebenfalls im Publikum, samt Anhang. Versengold hat mit dem Titel erneut eine Legende perfekt in einen Song umgesetzt – der sogar richtig gut zum abfeiern geeignet ist. So auch natürlich in Bremen!


Die perfekte Einleitung zum nächsten Titel, „Verliebt in eine Insel“, lieferte Frontsänger Malte, indem er ein Hoch auf Supportact „Mr. Irish Bastard“ aussprach. Die Band war zuvor der perfekte Einstieg in die große Sause. Und eben dieser Titel ist eine Liebeserklärung an Irland und seine legendären Pubs. Die Zeile „Auf dass ein Jeder aus dem Pub laut mit uns allen singt…“ wurde dabei natürlich einwandfrei umgesetzt. Es wurde lautstark mitgegrölt, die Hände gingen in die Luft. Hervorzuheben ist hier auch der starke Violinen-Einsatz von Flo und Alexander.

 

Emotional wurde es dann bei Maltes Rede über die Entstehung des nächsten Songs. Einer der Punkte, die die Band sehr auszeichnet, sind die Texte. So wurde zur Katastrophe der Winterflut 1717 ein Lied geschrieben – anhand Berichten von Zeitzeugen. Daher ist das Lied dementsprechend düster. Live um einiges intensiver, ist der Chor der Band hier doch ganz besonders ausgeprägt und stark, der Summen-Part ist ein echter Mehrwert für den Titel.

Nach dem „Teufelstanz“ folgte eines der Highlights dieses Konzertes. Gesellschaftskritisch mit einem Auge zwinkernd erzählt „Der Tag, an dem die Götter sich betranken“ die Entstehung der Welt. Auch hier hat Malte eine passende Anekdote parat. Deutlich äußert er, was die Musiker von gewissen Menschen hält (die teilweise auch viel zu viel Macht haben), so waren seine Worte: „Warum gibt es so komische Gestalten, die unsere schöne Welt kaputtmachen?!“ Das Aladin verwandelte sich derweil in ein Tollhaus. Ein aufgeblasener Globus wurde ins Publikum geworfen (was für eine geniale, spaßige Idee!), die Stimmung in der Musichall am Kochen.



Es folgte „Solange jemand Geige spielt“ aus dem Album „Funkenflug“. Getreu der Zeile „sie dreht sich, dreht sich, dreht sich, dreht sich mit den Haaren im Wind“ legten einige weibliche Zuschauer ein paar flotte Drehungen hin. Aus demselben Album wurde dann „Haut mir kein Stein“ performt. Der ruhigere, teilweise auch humorvolle Song erzeugte insbesondere beim Refrain eine gänsehaut-reife Atmosphäre. Nach „Feuergeist“ legte Versengold mit „Samhain“, eines aus unserer Sicht stärksten gemixten Songs, eine Hammer-Show hin. Das, vor allem live, so zu performen ist schon richtig große Kunst!

Auf ein weiteres kommendes Highlight wurde anschließend hingewiesen, welches die Fans schon jetzt kaum erwarten können: Die „Nacht der Balladen“ Tour 2020! Lange wartete man auf eine Wiederholung, jetzt steht fest, dass es im kommenden Jahr fortgeführt wird – mit mehr Terminen als beim letzten Mal! Hier findet ihr alle Termine und könnt Karten erwerben: https://www.eventim.de/artist/versengold/versengold-nacht-der-balladen-2020-2545651/

Es brach erneuter Jubel aus, Flo war verwundert, was denn gerade vor sich ging, ehe er feststellte: Schlagzeuger Sean saß inzwischen oberkorperfrei an seinem Instrument (es war ganz schön heiß in der propevollen Musichall)!


Dass die Mischung aus Titeln zum Abfeiern und Songs mit ernsten Themen an diesem Abend exzellent war, bewies Malte bei den Worten über den Grund der Entstehung von „Meer aus Tränen“ erneut. Der sehr gesellschafskritische, hochaktuelle Song greift ein heikles Thema auf. Familien ertrinken im Mittelmeer. Klare Ansage vom Frontsänger: „Wer das toleriert, ist ein Arschloch.“ Ihn beschäftigte das so sehr, dass er um 4 Uhr aufstand und dann innerhalb eines Tages mit der Band den Song fertigstellte. Das Ergebnis ist sehr gelungen und wurde auch im Aladin mit großem Jubel anerkannt.

Für Begeisterung sorgte anschließend auch die ganz klare Ansage gegen Rechts und für Toleranz, ehe extrem laustark der Refrain des passenden Titels „Wir tanzen nicht nach braunen Pfeifen“ mitgegrölt wurde. Das so direkt anzusprechen und in ein Lied zu verpacken, verdient wahrlich Anerkennung!

Die Stimmung eh schon nahe dem Höhepunkt, drehte die Band noch einmal deftig auf. „Hoch die Krüge“, ein Dauerbrenner aus ihrem Album „Zeitlos“, läutetete die totale Eskalation ein, denn es folgte „Thekenmädchen“. Kaum in Worte zu fassen, was sich in der Musichall abspielte. Die Dezibelzahl war gewaltig hoch.


Eine frohe Kunde verkündete Malte darauffolgend: Zum ersten Mal war ihr Heimspiel ausverkauft. In Bremen sollte es bisher nie ganz reichen, in Hamburg hingegen schon. 1350 Fans im Aladin inkl.
dem geöffneten ehemaligen Ballsaal des Tivoli. Mehr passte definitiv nicht rein! Passend dazu begab sich dann Flo, von den Fans getragen, auf zur Theke am anderen Ende der Halle (glücklicherweise verliebte er sich NICHT in das Mädchen hinter der Theke…). Er schaffte es. das Bier „zu exen“ und heizte die ohnehin schon wahnsinnige Stimmung noch weiter ein – die Eike wenig später noch einmal toppen sollte.


Denn nachdem der ruhigere Titel „Wohin wir auch gehen“ (inklusive tollem Lichtermeer des Publikums) so langsam aber sicher das Ende des Konzertes einläutete, folgte die „Eike-Show“. Traditionell begab er sich an die Spitze der Bühne um den Abriss mit „Butter bei die Fische“ einzuläuten – und die Fans aufzufordern, ein Kleidungsstück ihrer Wahl auszuziehen und zu schwenken. Dies wurde beim Wort genommen und plötzlich war Sean nicht mehr der einzige, der viel Haut zeigte…


Nach lautstarken „Zugabe-Rufen“ kam die Band zum Abschluss erneut auf die Bühne – denn auch die diese Tradition darf nicht fehlen: Ein Tresen wurde aufgebaut (ausnahmsweise nicht mitten im Publikum, da es wie schon erwähnt gerammelt voll war) und getreu dem Sprichwort „Dreimal ist Bremer Recht“ bei dem Akustik-Lied „Mach noch ne‘ Runde“ gleich drei „Kurze“ vertilgt wurden. Genial auch „Ich und ein Fass voll Wein“. Alle hakten sich ein, schunkelten und bildeten einen waschechten Seemannschor. Herrlich norddeutsch! Apropos Seemann, Malte unternahm anschließend auf einer fahrenden Mini-Bühne -mit einem Steuerrad ausgestattet- einen Ausflug in das Meer des Publikums.


Zum krönenden Abschluss folgte dann der Klassiker, der „Abgesang“. Unter Standing Ovations wurde die Band dann verabschiedet. Natürlich gab es danach aber noch Autogramme und Zeit für einen kurzen Schnack hatten die Jungs für ihre Fans auch.


VERSENGOLD liefern eine in allen Punkten bärenstarke Show ab. Die Musiker sind allesamt auf sehr hohem Niveau und harmonieren hervorragend. Absoluter Seltenheitswert sind die ganzen verschiedenen Instrumente, die sich ideal ergänzen. Die Volllblut-Musiker liefern ein bunt gemischtes Programm, ohne dabei zu sehr mit der Moralkeule zu schwingen. Sie haben ihre klaren Ansichten, die sie auch deutlich vertreten, wissen aber auch ganz genau, wie man mit Trinkliedern , darunter „Hoch die Krüge“ oder auch „Thekenmädchen“ eine große Sause veranstaltet. Und das mit ganz viel Spaß und Freude!


Wir ziehen den Hut vor diesen ehrlichen und sehr sympathischen Jungs und können nicht nur jedem VERSENGOLD-Fan wärmstens empfehlen, ein Konzert der Band zu besuchen! Wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen mit unseren Freunden aus dem hohen Norden.

Fotos und Bericht: Kevin Drewes