G. G. Anderson im Interview mit Schlagerprofis.de – Spannendes über sein neues Album und wie es um eine eigene Tour steht 0

Am gestrigen Abend führte unser rasender Reporter Kevin Drewes ein sehr sympathisches und interessantes Interview mit der Schlager-Legende G. G. Anderson. Am vergangenen Freitag erschien sein neues Album „Alles wird gut“. Er sprach mit uns über die Arbeiten am Album und wie es zur deutschen Version von „African Baby“ kam. Ins Staunen geriet unser rasender Reporter, als G. G. sagte, dass er sich noch nie traute, eine eigene Tour zu machen. Aber lest am Besten selbst! 🙂

Schlagerprofis: Dein neuestes Album „Alles wird gut“ erschien vergangenen Freitag, bist du immer noch aufgeregt an einem Releasetag?

G. G.: Na und wie (lacht)! Das ist ja immer wie ein kleines Baby, das noch keiner gehört hat – außer meiner Frau, meinem Produzenten, Fahrer und Freund. Und dann rufen die Ersten an, die Fans posten ihre ersten Reaktionen. Und das Album ist ja direkt auf Platz 1 bei den Neuerscheinungen auf Amazon gewesen, in den Itunes-Charts auf Platz 3. Das ist schon spannend! Warten wir mal ab, wo wir in den Charts landen.

Schlagerprofis: Ja, vielleicht knackst du ja deinen absoluten Rekord, Platz 5. Den du ja mit deinem letzten Album „Summerlove“ hingelegt hast.

G. G.: Das wäre geil! (lacht)

Schlagerprofis: Morgen geht’s dann ja auch auf Center-Promotion-Tour, richtig?

G. G.: Ja, das ist immer geil, wenn da die ganzen Leute stehen und du deine brandneuen Songs singen kannst. Wie die da z. B. bei „Du bist mein kleiner Diamant“ teilweise anfangen zu weinen.

Schlagerprofis: Mit „African Baby“ hast du einen Klassiker aus den 80ern neu eingesungen. Auf Deutsch, der meiner Meinung nach noch gelungener als das Original ist. Wie kam es zu dieser neuen Version?

G. G.: Ah geil, du kennst das?! Das kann ich dir sagen. Der Gerd Jakobs, der wohnt in Viersen, wo er auch produziert und so weiter. Und er sagte: „Du da gibt’s ne Kneipe und die spielen jeden Abend mindestens zehnmal „African Baby“ von dir.“ Da hab ich gesagt: „Das glaub ich nicht.“ Und dann bin ich da hingegangen und es war genauso. Es war brechend voll und jede halbe Stunde läuft „African Baby“ und die Leute flippen völlig aus. Mehrere DJs fragten mich: „Weißt du eigentlich, was der geilste Titel von dir ist?“ Und ich dann: „Sommernacht in Rom?“. Nein, „African Baby“ ist die geilste Nummer. Und der Song war ja auch ein Riesen-Hit in Frankreich. Und nun bin ich mal gespannt. Der Hannes Greiner hat den deutschen Text gemacht. Freu mich, dass es dir gefällt, mein Freund!

Schlagerprofis: Dein Album ist ja sehr vielseitig. Ein spaßiger Partysong wie „Ale Ale Aleksandra“, mutmachende Songs wie „Lass uns leben“ oder auch Titel, die von Herzschmerz erzählen, wie „Verdammt ich lieb dich noch“. Welcher Song hat dir beim Einsingen denn besonders Freude bereitet?

G. G: Also das ist bei mir immer gleich. Ich nehme nur Titel auf, die mir hundertprozent gefallen. Ich habe ja schon 34 Alben herausgebracht und die Songs immer selbst und mit Freunden und Kollegen geschrieben. Mit Bernd Dietrich, der ja Matze Reim entdeckt hat oder auch mit Engelbert Simons. Und dieses Mal haben wir zwölf oder dreizehn Autoren dabei, die alle mitgearbeitet haben und insofern hab ich natürlich die ganzen Songs auch ein Stück weit mitgestaltet und mitgeholfen, war bei einigen Sachen auch maßgeblich beteiligt. Aber nicht so wie sonst. Hat echt unheimlich Spaß gemacht, zum Beispiel „Du bist mein kleiner Diamant“ einzusingen , bei dem ich selbst Gänsehaut bekam. Das hatte ich bei mehreren Liedern, dass ich dachte „Man, man, man das ist ja schön.“ Wenn, dann würde ich sagen, der emotionalste Song: „Du bist mein kleiner Diamant“.

Schlagerprofis: Du gibst also auch etwas unbekannteren Autoren auf deinen Alben, die Möglichkeit sich zu beweisen und Erfahrungen zu sammeln?

G. G.: Ja klar, wenn das Material, die Idee da ist! Ich habe da den einen oder anderen Autoren drauf, der noch nicht so sehr bekannt ist wie z. B. Dieter Bohlen, Ralph Siegel oder ich selbst. Ich höre mir auch alles, was ich zugeschickt bekomme, an und wenn da so eine Perle bei ist, na klar. Der Bernd Schütze, mit dem ich seit einigen Jahren jetzt schon zusammenarbeite, der hat mir dreißig Jahre lang Songs geschickt. Ich habe mir jeden angehört, aber da war nie ein Song, der mich überzeugte. Und dann kam ein Song, wo ich gesagt habe: „Das ist ja irre, das ist schonmal ein sehr guter Song“. Und da hab ich dann mitgeholfen, und seitdem läuft es.

Schlagerprofis: Welcher Song war das?

G. G:. Das war, warte lass mich überlegen, „In dieser Sommernacht“ (fängt an, den Titel zu singen) vom letzten Album. Und er hat auch bei diesem Album am Titel „Der Typ da hinten an der Eingangstür“ mitgewirkt.

Schlagerprofis: Wie siehst du den Wandel im Schlager in Zeiten von Streaming-Diensten?

G. G.: Es gibt Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite ist es natürlich toll, dass du alles ins Netz stellen kannst und wenn du Glück hast und den Richtigen triffst, einen  Megaerfolg haben kannst. Ansonsten ist es für alle Autoren, die heutzutage Songs schreiben und davon leben müssen, ganz furchtbar. Von den Charts her gesehen ist es nach wie vor toll, was der deutsche Schlager verkauft. Wenn du dir die internationalen Charts anguckst, wieviel da ganz weit vorne sind, also das müsste den Rundfunkmenschen ins Auge stechen. Das gibt’s in keinem anderen Land auf dieser Welt, dass so viele Oldies gespielt werden.

Schlagerprofis: Ja, das ist wirklich schade. Gerade, dass die großen Regionalsender sich nicht trauen, auch mal Schlager zu spielen. Und beim Streaming fehlt ja ein Stück weit auch die Wertschätzung für die Songwriter etc.

G. G.: Ja, das kommt mir immer so vor, als wenn man Tanken geht und losfährt ohne zu bezahlen. Man geht ins Netz, wählt den Titel an und zack, bumm, hör ich das Lied, alles wunderbar. Kostet nichts oder z. B. 9,99 € im Monat, da kannst du dann Millionen von Songs hören.

Schlagerprofis: Und wie sehr haben sich Konzerte in der heutigen Zeit deiner Meinung nach verändert?

G. G: Sehr positiv. Ich kann dir das erklären. Früher war es so, dass ich Dreiviertel meines Verdienstes als Autor hatte und ein Viertel als Sänger. Das ist heute ganz anders. Heute verdiene ich Dreiviertel durch meine Auftritte. Aber eine Solo-Tournee traue ich mich noch nicht zu spielen. Obwohl – hier sind viele Leute, also so wie heute hier bei der Hitparaden-Tour mit 600-700 Leuten, ausverkauftes Haus, da fragt jeder Zweite: „G. G., wann kommst du denn mal alleine?“ oder „G. G., mach doch mal Solo-Tour“. Ich bin längst überfällig.

Schlagerprofis: Du traust dich nicht?! Irre. Ich wäre auf jeden Fall dabei! Und wer weiß, wenn das neue Album auch so erfolgreich ist wie das Letzte… Wie lange spielst du eigentlich überhaupt auf der aktuellen Schlager Hitparade Tour? Wie lange geht dein Auftritt?

G. G.: Ich mache 35-40 Minuten. Da brennt 40 Minuten die Luft (lacht).

Schlagerprofis: Du hast schon so viele Awards, so viele Preise gewonnen. Ist da für dich überhaupt noch ein Reiz vorhanden oder bist du einer, der es einfach aus seinem Spaß am Job immer noch macht?

G. G.: Genau, Singen und Musik machen mache ich natürlich, weil es Spaß macht, und es ist mein einziges Hobby. Ich habe kein anderes Hobby, habe keinen Hund, bin nicht im Segelverein oder irgendwas. Klar, wenn du auf der Bühne stehst, kann das natürlich zur Sucht werden. Es ist ein irres Gefühl, wenn du da vor 8.000 Leuten in Linz spielst. Oder die Wiesn in Wien, die ich eröffnete und wo die Leute da im Festzelt abgehen. Da war ich nassgeschwitzt, das war geil!

Schlagerprofis: Gibt es etwas, was du deinen Fans sagen möchtest?

G. G.: Wenn ich das sagen darf, gerne. Ich möchte mich bei den Menschen bedanken, die mir so lange die Treue schon gehalten haben. Und das weißt du sicher selbst auch, ohne die Fans die uns mögen und lieben, sind wir gar nichts und gäbe es uns nicht. Allein die Tatsache, dass es mich schon vierzig Jahre gibt und das die Menschen sich immer noch freuen, wenn sie mich hören oder sehen, das ist ein Geschenk.

Schlagerprofis: Klasse!! Vielen Dank!! Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg weiterhin! Wir sehen uns bald!

G. G.: Alles klar mein Freund! Ich danke dir ganz lieb! Wenn du irgendwann dabei bist, zieh mir am Hemd und sag „Da bin ich!“ Bis dann!

Kevin Drewes

 

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KERSTIN OTT: Innovativer neuer Song „Wegen dir (Nachts, wenn alles schläft)“ 0

Mit ihrer neuen Single geht KERSTIN OTT ungewöhnliche Wege, wie man sie sonst von internationalen Stars kennt. In ihren aktuellen Song bindet sie das legendäre „haa haa haa haa haa“-Intro des Carpendale-Klassikers „Nachts, wenn alles schläft“ ein. Auch die Zwischenwürfe des Originals („ich brauche deine Nähe“) finden in ihrem neuen Song, der ansonsten ein eigenständiger Titel ist, Einzug.

Auch wenn das Stilmittel, fremde Songs in eigenen Titeln zu zitieren bzw. legendäre Hook-Lines zu übernehmen, durchaus nicht neu ist – man denke an Madonnas „Hung Up“ oder Michelles „Wir feiern das Leben“ mit Zitaten von „Gimme Gimme Gimme A Man After Midnight“ bzw. „Scatman“ – aber einen deutschen Schlager so „einzubauen“, ist schon ungewöhnlich und in diesem Fall aus unserer Sicht sehr gelungen.

Interessant finden wir, dass sowohl Kerstin als auch Howard Carpendale in zwei Wochen beim Schlagerbooom zu Gast sind. Vielleicht wird Howard sich ja sogar beim Vortrag des Liedes einbringen? Wir würden das begrüßen, der Titel ist jedenfalls ausgesprochen hitverdächtig!

VERSENGOLDs Heimspiel in Bremen begeistert – Der Tag, an dem es bis in den Süden schallte 0

VERSENGOLD mit ihrem Erfolgsalbum „Nordlicht“ auf großer Tournee! Ganz besonders ist jedes Mal das Heimspiel in Bremen. In einigen Städten restlos ausverkauft – so auch am gestrigen Abend. 1350 Feierwütige brachten die Aladin Musichall zum Beben – mit ganz viel norddeutschem Charme und Spaß (und so manchem Krug Bier…)

Nach einem spektakulären „Nordlicht“-Intro inklusive riesigem Vorhang vor der Bühne, fiel unter großem Jubel dann eben dieser und es erfolgte der perfekte, temporeiche Start mit „Durch den Sturm“. Die Stimmung sofort auf hohem Level, getreu der Zeile „Eure Stimmen sind der Wind“ liefern die Fans direkt einen schönen Chor. Auch beim darauffolgenden „Niemals sang- und klanglos“ aus dem gleichnamigen Album von 2017 ging es direkt flott weiter. Schon jetzt bewiesen die Norddeutschen, dass man hier weiß, wie man feiert.

Es folgt ein Lied über die Legende vom Teufelsmoor und „“. Passend dazu gönnt sich Frontsänger Malte einen Schluck aus dem -ziemlich hochprozentigen- Likör. Der Erfinder dieses kostbaren Tropfens war ebenfalls im Publikum, samt Anhang. Versengold hat mit dem Titel erneut eine Legende perfekt in einen Song umgesetzt – der sogar richtig gut zum abfeiern geeignet ist. So auch natürlich in Bremen!


Die perfekte Einleitung zum nächsten Titel, „Verliebt in eine Insel“, lieferte Frontsänger Malte, indem er ein Hoch auf Supportact „Mr. Irish Bastard“ aussprach. Die Band war zuvor der perfekte Einstieg in die große Sause. Und eben dieser Titel ist eine Liebeserklärung an Irland und seine legendären Pubs. Die Zeile „Auf dass ein Jeder aus dem Pub laut mit uns allen singt…“ wurde dabei natürlich einwandfrei umgesetzt. Es wurde lautstark mitgegrölt, die Hände gingen in die Luft. Hervorzuheben ist hier auch der starke Violinen-Einsatz von Flo und Alexander.

 

Emotional wurde es dann bei Maltes Rede über die Entstehung des nächsten Songs. Einer der Punkte, die die Band sehr auszeichnet, sind die Texte. So wurde zur Katastrophe der Winterflut 1717 ein Lied geschrieben – anhand Berichten von Zeitzeugen. Daher ist das Lied dementsprechend düster. Live um einiges intensiver, ist der Chor der Band hier doch ganz besonders ausgeprägt und stark, der Summen-Part ist ein echter Mehrwert für den Titel.

Nach dem „Teufelstanz“ folgte eines der Highlights dieses Konzertes. Gesellschaftskritisch mit einem Auge zwinkernd erzählt „Der Tag, an dem die Götter sich betranken“ die Entstehung der Welt. Auch hier hat Malte eine passende Anekdote parat. Deutlich äußert er, was die Musiker von gewissen Menschen hält (die teilweise auch viel zu viel Macht haben), so waren seine Worte: „Warum gibt es so komische Gestalten, die unsere schöne Welt kaputtmachen?!“ Das Aladin verwandelte sich derweil in ein Tollhaus. Ein aufgeblasener Globus wurde ins Publikum geworfen (was für eine geniale, spaßige Idee!), die Stimmung in der Musichall am Kochen.



Es folgte „Solange jemand Geige spielt“ aus dem Album „Funkenflug“. Getreu der Zeile „sie dreht sich, dreht sich, dreht sich, dreht sich mit den Haaren im Wind“ legten einige weibliche Zuschauer ein paar flotte Drehungen hin. Aus demselben Album wurde dann „Haut mir kein Stein“ performt. Der ruhigere, teilweise auch humorvolle Song erzeugte insbesondere beim Refrain eine gänsehaut-reife Atmosphäre. Nach „Feuergeist“ legte Versengold mit „Samhain“, eines aus unserer Sicht stärksten gemixten Songs, eine Hammer-Show hin. Das, vor allem live, so zu performen ist schon richtig große Kunst!

Auf ein weiteres kommendes Highlight wurde anschließend hingewiesen, welches die Fans schon jetzt kaum erwarten können: Die „Nacht der Balladen“ Tour 2020! Lange wartete man auf eine Wiederholung, jetzt steht fest, dass es im kommenden Jahr fortgeführt wird – mit mehr Terminen als beim letzten Mal! Hier findet ihr alle Termine und könnt Karten erwerben: https://www.eventim.de/artist/versengold/versengold-nacht-der-balladen-2020-2545651/

Es brach erneuter Jubel aus, Flo war verwundert, was denn gerade vor sich ging, ehe er feststellte: Schlagzeuger Sean saß inzwischen oberkorperfrei an seinem Instrument (es war ganz schön heiß in der propevollen Musichall)!


Dass die Mischung aus Titeln zum Abfeiern und Songs mit ernsten Themen an diesem Abend exzellent war, bewies Malte bei den Worten über den Grund der Entstehung von „Meer aus Tränen“ erneut. Der sehr gesellschafskritische, hochaktuelle Song greift ein heikles Thema auf. Familien ertrinken im Mittelmeer. Klare Ansage vom Frontsänger: „Wer das toleriert, ist ein Arschloch.“ Ihn beschäftigte das so sehr, dass er um 4 Uhr aufstand und dann innerhalb eines Tages mit der Band den Song fertigstellte. Das Ergebnis ist sehr gelungen und wurde auch im Aladin mit großem Jubel anerkannt.

Für Begeisterung sorgte anschließend auch die ganz klare Ansage gegen Rechts und für Toleranz, ehe extrem laustark der Refrain des passenden Titels „Wir tanzen nicht nach braunen Pfeifen“ mitgegrölt wurde. Das so direkt anzusprechen und in ein Lied zu verpacken, verdient wahrlich Anerkennung!

Die Stimmung eh schon nahe dem Höhepunkt, drehte die Band noch einmal deftig auf. „Hoch die Krüge“, ein Dauerbrenner aus ihrem Album „Zeitlos“, läutetete die totale Eskalation ein, denn es folgte „Thekenmädchen“. Kaum in Worte zu fassen, was sich in der Musichall abspielte. Die Dezibelzahl war gewaltig hoch.


Eine frohe Kunde verkündete Malte darauffolgend: Zum ersten Mal war ihr Heimspiel ausverkauft. In Bremen sollte es bisher nie ganz reichen, in Hamburg hingegen schon. 1350 Fans im Aladin inkl.
dem geöffneten ehemaligen Ballsaal des Tivoli. Mehr passte definitiv nicht rein! Passend dazu begab sich dann Flo, von den Fans getragen, auf zur Theke am anderen Ende der Halle (glücklicherweise verliebte er sich NICHT in das Mädchen hinter der Theke…). Er schaffte es. das Bier „zu exen“ und heizte die ohnehin schon wahnsinnige Stimmung noch weiter ein – die Eike wenig später noch einmal toppen sollte.


Denn nachdem der ruhigere Titel „Wohin wir auch gehen“ (inklusive tollem Lichtermeer des Publikums) so langsam aber sicher das Ende des Konzertes einläutete, folgte die „Eike-Show“. Traditionell begab er sich an die Spitze der Bühne um den Abriss mit „Butter bei die Fische“ einzuläuten – und die Fans aufzufordern, ein Kleidungsstück ihrer Wahl auszuziehen und zu schwenken. Dies wurde beim Wort genommen und plötzlich war Sean nicht mehr der einzige, der viel Haut zeigte…


Nach lautstarken „Zugabe-Rufen“ kam die Band zum Abschluss erneut auf die Bühne – denn auch die diese Tradition darf nicht fehlen: Ein Tresen wurde aufgebaut (ausnahmsweise nicht mitten im Publikum, da es wie schon erwähnt gerammelt voll war) und getreu dem Sprichwort „Dreimal ist Bremer Recht“ bei dem Akustik-Lied „Mach noch ne‘ Runde“ gleich drei „Kurze“ vertilgt wurden. Genial auch „Ich und ein Fass voll Wein“. Alle hakten sich ein, schunkelten und bildeten einen waschechten Seemannschor. Herrlich norddeutsch! Apropos Seemann, Malte unternahm anschließend auf einer fahrenden Mini-Bühne -mit einem Steuerrad ausgestattet- einen Ausflug in das Meer des Publikums.


Zum krönenden Abschluss folgte dann der Klassiker, der „Abgesang“. Unter Standing Ovations wurde die Band dann verabschiedet. Natürlich gab es danach aber noch Autogramme und Zeit für einen kurzen Schnack hatten die Jungs für ihre Fans auch.


VERSENGOLD liefern eine in allen Punkten bärenstarke Show ab. Die Musiker sind allesamt auf sehr hohem Niveau und harmonieren hervorragend. Absoluter Seltenheitswert sind die ganzen verschiedenen Instrumente, die sich ideal ergänzen. Die Volllblut-Musiker liefern ein bunt gemischtes Programm, ohne dabei zu sehr mit der Moralkeule zu schwingen. Sie haben ihre klaren Ansichten, die sie auch deutlich vertreten, wissen aber auch ganz genau, wie man mit Trinkliedern , darunter „Hoch die Krüge“ oder auch „Thekenmädchen“ eine große Sause veranstaltet. Und das mit ganz viel Spaß und Freude!


Wir ziehen den Hut vor diesen ehrlichen und sehr sympathischen Jungs und können nicht nur jedem VERSENGOLD-Fan wärmstens empfehlen, ein Konzert der Band zu besuchen! Wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen mit unseren Freunden aus dem hohen Norden.

Fotos und Bericht: Kevin Drewes