Eva Luginger: Ihr neues Album „So genial“ in der Schlagerprofis-Vorab-Rezension 0

Nachdem im April dieses Jahres der Vorreiter „So genial“  als Single und Musikvideo erschien, folgt nun am 31.05. das gleichnamige Album. Wir haben dies vorab zur Rezension erhalten und nehmen schon einmal vorweg: Das neue Werk von Eva Luginger ist voll von tollen Abtanz-Nummern und Gute-Laune-Songs!

Vorab „aus aktuellem Anlass“ noch ein Statement von Eva zum Thema ESC: „Mir geht es dabei nicht mehr genug um die Stimme der Künstler und die Texte der Songs. Es ist mehr eine politische Punkteverteilung, wo sich die befreundeten Länder gegenseitig die Punkte zuschieben, da kann man als Sänger nur verlieren.“. Eine klare, sehr nachvollziehbare Ansage von ihr, wie wir finden!

Der Opener ihres neuen Albums ist der oben genannte Vorreiter „So genial“. Eine schnelle Nummer, die mächtig gute Laune und Vorfreude auf den Sommer macht. Gedreht wurde das Musikvideo passenderweise auf Mallorca. Im Song geht es um eine im siebten Himmel schwebende Frischverliebte, die ihren Traumprinzen nicht länger nur ab und zu sehen möchte. „Nicht nur für einen Tag, hör mir zu, was ich sag, möcht‘, dass du immer hier bei mir bleibst“ lautet die passende Zeile. Sie fühlt sich „gut, wegen dir, so genial“. Völlig mit sich im Reinen ist es, als „würd‘ ich den Himmel berühr’n“.

 

 

So richtig tanzbar ist der mit starken Beats unterlegte Titel „Eigentlich bist du nicht mein Typ“. Dort verliebt sie sich „aus Versehen“ in einen Mann, der eigentlich gar nicht ihr Geschmack ist, „doch trotzdem hab ich mich in dich verliebt“ besingt sie. Sie dachte sich: „ich weiß genau, was ich brauch, was ich will“. Es kommt halt nicht immer auf das Äußere an, macht der Song deutlich. Er passt „nun mal wirklich perfekt“.

Und auch der dritte Song „Kettenreaktion“ ist perfekt für jede Party. Dort ist sie wegen ihres Herzbuben im Rausch. So singt sie: „Ich will dich, ich will dich jetzt und hier und für immer. Es wird immer schlimmer, ist wie ne Explosion“. Da gibt es nun mal einfach eine „Kettenreaktion“ Definitiv ein toller Song für volle Tanzflächen!

Halt mich für immer“  ist ein romantischer Song voller Sehnsucht, „Diese eine lange Nacht mit dir – zieht wie ein Stern an meinem Herz vorbei“ lautet eine Zeile. Sie will ihn für immer und fordert ihn auf, „dass er bleibt, dass du Spuren in mich schreibst“. So wie jetzt empfand sie noch nie. Und wer kann bei solchen Worten schon „Nein“ sagen?

Starke Ähnlichkeit mit dem Sommerhit „Despacito“ von Luis Fonsi hat der Titel „Frau mit Power“. Die mediterranen Rhythmen sind fast exakt dieselben, was aber keineswegs negativ zu sehen ist. Eva Luginger macht mit ihrer Stimme und dem frischen, erotischen Text eine ganz anderes Lied daraus. So besingt sie „Stehst du auf ne‘ Frau mit Power?! Hältst du das aus? Wie bist du drauf? Zeig mir das doch mal genauer! Wie gut du küsst…“ klare Aufforderungen einer Frau, die genau weiß, was sie will. Ein Song, der zeigt, wie abwechslungsreich dieses Album ist und wie viel Lebensfreude darin steckt.

Und auch ein Duett ist auf „So genial“ zu finden. Gemeinsam mit Alexander Rier nahm sie „Sind wir nur noch wir“ auf. In dem Song geht es um ein kriselndes Paar, denn sie bemerken „du bist nicht mehr so wie sonst“ und fragen sich mit der Zeile „wie lange kann ich dich noch halten“, ob das denn noch lange gut gehen mag – eine Nummer mit nachdenklichem Text.

Der nächste Song „Nur mit dir und keinem Anderen“ hingegen macht deutlich, dass es für sie nur ihn gibt. „Seit du mal so in mein Leben kamst, geht das rund, so richtig rund“, wird in einer Zeile klar gemacht. „Denn er bringt was ganz Besonderes in mein Leben rein“. Der Mix ist gelungen, techno-ähnliche Beats und ein in das Ohr gehender Refrain runden den Song ab.

Nur du und ich“, eine weitere schöne, tanzbare Nummer ist der achte Song. Dort will sie mit ihm wieder schweben und tanzen gehen. „Kein Tabu und nur Gefühl, was mich einfach glücklich macht“ lautet eine Zeile. Erneut ein optimistischer Feelgood-Song. „Du und ich in dieser Nacht, bis ein neuer Tag erwacht“ ist ihr Wunsch. „Verrückt nach dir“ ist sie „so begeistert und das Herz schlägt lichterloh“.

Flott beginnt auch „Das kann doch wohl nicht wahr sein“. Darin hat Eva sich erneut „aus Versehen verliebt. „Es hat für mich den Anschein, du wirfst mich aus der Bahn“ besingt sie. „Alles dreht sich und ich verliere mich“. Da ist alle Vernunft verloren, so etwas kann man nun einmal nicht vorhersehen. Eine weitere starke Discofox-Nummer. Der Song war bereits auf ihrem Album „Wahnsinn“ enthalten.

Wenn ich heut‘ Nacht in deinen Armen lieg“ handelt von der Sehnsucht. Doch wenn sie ihren Geliebten wiedersieht „geht es mir einfach gut und immer besser“,  „allein nur wegen dir“. Auch wenn sie das Warten manchmal verrückt macht, ist es dann für sie umso schöner, wenn er zurück ist. Dieser Titel war erstmals auf ihrem Album „Der eine Moment“ von 2014 enthalten.

Im mutmachenden Song „Glaub an mich“ ruft Eva ihrem männlichen Gegenüber dazu auf, dass er ihr vertrauen soll. Denn sie ist „stark genug für Zwei“. „Du bekommst doch alles und jeden hin“. Bemerkenswert: Diesen Text verfasste Tobias Reitz, der momentan wohl angesagteste Textdichter deutscher Schlager.

Der letzte Song ist eine Ballade mit dem Titel „Wie wird es sein“. Er handelt vom Verlust, sie fragt sich „wie wird es sein, so ganz allein. Ist es zu Ende, kann es sein?!“. Sichtlich zu kämpfen, nun ohne ihn zu leben, erinnert sie sich daran, wie sehr er ihren Weg lenkte und sie aufbaute – ein spürbar persönlicher Text, den Eva selber geschrieben hat.  

Eine klare Empfehlung sprechen wir also für das vierte von Alfons Weindorf produzierte Album von Eva Luginger aus! Gute Laune ist garantiert und auch für die nächste Party sind einige Nummern dabei. Besonders gut gefallen haben uns der titelgebende Titel „So genial“, „Frau mit Power“ sowie „Das kann doch wohl nicht wahr sein“.

Das Album erscheint am 31.05.2019 und ist schon jetzt auf Amazon und anderen gängigen Online-Händlern vorbestellbar und ab dem Release-Tag dann auch bei eurem Händler in eurer Nähe!

Kevin Drewes

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KERSTIN OTT: Innovativer neuer Song „Wegen dir (Nachts, wenn alles schläft)“ 0

Mit ihrer neuen Single geht KERSTIN OTT ungewöhnliche Wege, wie man sie sonst von internationalen Stars kennt. In ihren aktuellen Song bindet sie das legendäre „haa haa haa haa haa“-Intro des Carpendale-Klassikers „Nachts, wenn alles schläft“ ein. Auch die Zwischenwürfe des Originals („ich brauche deine Nähe“) finden in ihrem neuen Song, der ansonsten ein eigenständiger Titel ist, Einzug.

Auch wenn das Stilmittel, fremde Songs in eigenen Titeln zu zitieren bzw. legendäre Hook-Lines zu übernehmen, durchaus nicht neu ist – man denke an Madonnas „Hung Up“ oder Michelles „Wir feiern das Leben“ mit Zitaten von „Gimme Gimme Gimme A Man After Midnight“ bzw. „Scatman“ – aber einen deutschen Schlager so „einzubauen“, ist schon ungewöhnlich und in diesem Fall aus unserer Sicht sehr gelungen.

Interessant finden wir, dass sowohl Kerstin als auch Howard Carpendale in zwei Wochen beim Schlagerbooom zu Gast sind. Vielleicht wird Howard sich ja sogar beim Vortrag des Liedes einbringen? Wir würden das begrüßen, der Titel ist jedenfalls ausgesprochen hitverdächtig!

VERSENGOLDs Heimspiel in Bremen begeistert – Der Tag, an dem es bis in den Süden schallte 0

VERSENGOLD mit ihrem Erfolgsalbum „Nordlicht“ auf großer Tournee! Ganz besonders ist jedes Mal das Heimspiel in Bremen. In einigen Städten restlos ausverkauft – so auch am gestrigen Abend. 1350 Feierwütige brachten die Aladin Musichall zum Beben – mit ganz viel norddeutschem Charme und Spaß (und so manchem Krug Bier…)

Nach einem spektakulären „Nordlicht“-Intro inklusive riesigem Vorhang vor der Bühne, fiel unter großem Jubel dann eben dieser und es erfolgte der perfekte, temporeiche Start mit „Durch den Sturm“. Die Stimmung sofort auf hohem Level, getreu der Zeile „Eure Stimmen sind der Wind“ liefern die Fans direkt einen schönen Chor. Auch beim darauffolgenden „Niemals sang- und klanglos“ aus dem gleichnamigen Album von 2017 ging es direkt flott weiter. Schon jetzt bewiesen die Norddeutschen, dass man hier weiß, wie man feiert.

Es folgt ein Lied über die Legende vom Teufelsmoor und „“. Passend dazu gönnt sich Frontsänger Malte einen Schluck aus dem -ziemlich hochprozentigen- Likör. Der Erfinder dieses kostbaren Tropfens war ebenfalls im Publikum, samt Anhang. Versengold hat mit dem Titel erneut eine Legende perfekt in einen Song umgesetzt – der sogar richtig gut zum abfeiern geeignet ist. So auch natürlich in Bremen!


Die perfekte Einleitung zum nächsten Titel, „Verliebt in eine Insel“, lieferte Frontsänger Malte, indem er ein Hoch auf Supportact „Mr. Irish Bastard“ aussprach. Die Band war zuvor der perfekte Einstieg in die große Sause. Und eben dieser Titel ist eine Liebeserklärung an Irland und seine legendären Pubs. Die Zeile „Auf dass ein Jeder aus dem Pub laut mit uns allen singt…“ wurde dabei natürlich einwandfrei umgesetzt. Es wurde lautstark mitgegrölt, die Hände gingen in die Luft. Hervorzuheben ist hier auch der starke Violinen-Einsatz von Flo und Alexander.

 

Emotional wurde es dann bei Maltes Rede über die Entstehung des nächsten Songs. Einer der Punkte, die die Band sehr auszeichnet, sind die Texte. So wurde zur Katastrophe der Winterflut 1717 ein Lied geschrieben – anhand Berichten von Zeitzeugen. Daher ist das Lied dementsprechend düster. Live um einiges intensiver, ist der Chor der Band hier doch ganz besonders ausgeprägt und stark, der Summen-Part ist ein echter Mehrwert für den Titel.

Nach dem „Teufelstanz“ folgte eines der Highlights dieses Konzertes. Gesellschaftskritisch mit einem Auge zwinkernd erzählt „Der Tag, an dem die Götter sich betranken“ die Entstehung der Welt. Auch hier hat Malte eine passende Anekdote parat. Deutlich äußert er, was die Musiker von gewissen Menschen hält (die teilweise auch viel zu viel Macht haben), so waren seine Worte: „Warum gibt es so komische Gestalten, die unsere schöne Welt kaputtmachen?!“ Das Aladin verwandelte sich derweil in ein Tollhaus. Ein aufgeblasener Globus wurde ins Publikum geworfen (was für eine geniale, spaßige Idee!), die Stimmung in der Musichall am Kochen.



Es folgte „Solange jemand Geige spielt“ aus dem Album „Funkenflug“. Getreu der Zeile „sie dreht sich, dreht sich, dreht sich, dreht sich mit den Haaren im Wind“ legten einige weibliche Zuschauer ein paar flotte Drehungen hin. Aus demselben Album wurde dann „Haut mir kein Stein“ performt. Der ruhigere, teilweise auch humorvolle Song erzeugte insbesondere beim Refrain eine gänsehaut-reife Atmosphäre. Nach „Feuergeist“ legte Versengold mit „Samhain“, eines aus unserer Sicht stärksten gemixten Songs, eine Hammer-Show hin. Das, vor allem live, so zu performen ist schon richtig große Kunst!

Auf ein weiteres kommendes Highlight wurde anschließend hingewiesen, welches die Fans schon jetzt kaum erwarten können: Die „Nacht der Balladen“ Tour 2020! Lange wartete man auf eine Wiederholung, jetzt steht fest, dass es im kommenden Jahr fortgeführt wird – mit mehr Terminen als beim letzten Mal! Hier findet ihr alle Termine und könnt Karten erwerben: https://www.eventim.de/artist/versengold/versengold-nacht-der-balladen-2020-2545651/

Es brach erneuter Jubel aus, Flo war verwundert, was denn gerade vor sich ging, ehe er feststellte: Schlagzeuger Sean saß inzwischen oberkorperfrei an seinem Instrument (es war ganz schön heiß in der propevollen Musichall)!


Dass die Mischung aus Titeln zum Abfeiern und Songs mit ernsten Themen an diesem Abend exzellent war, bewies Malte bei den Worten über den Grund der Entstehung von „Meer aus Tränen“ erneut. Der sehr gesellschafskritische, hochaktuelle Song greift ein heikles Thema auf. Familien ertrinken im Mittelmeer. Klare Ansage vom Frontsänger: „Wer das toleriert, ist ein Arschloch.“ Ihn beschäftigte das so sehr, dass er um 4 Uhr aufstand und dann innerhalb eines Tages mit der Band den Song fertigstellte. Das Ergebnis ist sehr gelungen und wurde auch im Aladin mit großem Jubel anerkannt.

Für Begeisterung sorgte anschließend auch die ganz klare Ansage gegen Rechts und für Toleranz, ehe extrem laustark der Refrain des passenden Titels „Wir tanzen nicht nach braunen Pfeifen“ mitgegrölt wurde. Das so direkt anzusprechen und in ein Lied zu verpacken, verdient wahrlich Anerkennung!

Die Stimmung eh schon nahe dem Höhepunkt, drehte die Band noch einmal deftig auf. „Hoch die Krüge“, ein Dauerbrenner aus ihrem Album „Zeitlos“, läutetete die totale Eskalation ein, denn es folgte „Thekenmädchen“. Kaum in Worte zu fassen, was sich in der Musichall abspielte. Die Dezibelzahl war gewaltig hoch.


Eine frohe Kunde verkündete Malte darauffolgend: Zum ersten Mal war ihr Heimspiel ausverkauft. In Bremen sollte es bisher nie ganz reichen, in Hamburg hingegen schon. 1350 Fans im Aladin inkl.
dem geöffneten ehemaligen Ballsaal des Tivoli. Mehr passte definitiv nicht rein! Passend dazu begab sich dann Flo, von den Fans getragen, auf zur Theke am anderen Ende der Halle (glücklicherweise verliebte er sich NICHT in das Mädchen hinter der Theke…). Er schaffte es. das Bier „zu exen“ und heizte die ohnehin schon wahnsinnige Stimmung noch weiter ein – die Eike wenig später noch einmal toppen sollte.


Denn nachdem der ruhigere Titel „Wohin wir auch gehen“ (inklusive tollem Lichtermeer des Publikums) so langsam aber sicher das Ende des Konzertes einläutete, folgte die „Eike-Show“. Traditionell begab er sich an die Spitze der Bühne um den Abriss mit „Butter bei die Fische“ einzuläuten – und die Fans aufzufordern, ein Kleidungsstück ihrer Wahl auszuziehen und zu schwenken. Dies wurde beim Wort genommen und plötzlich war Sean nicht mehr der einzige, der viel Haut zeigte…


Nach lautstarken „Zugabe-Rufen“ kam die Band zum Abschluss erneut auf die Bühne – denn auch die diese Tradition darf nicht fehlen: Ein Tresen wurde aufgebaut (ausnahmsweise nicht mitten im Publikum, da es wie schon erwähnt gerammelt voll war) und getreu dem Sprichwort „Dreimal ist Bremer Recht“ bei dem Akustik-Lied „Mach noch ne‘ Runde“ gleich drei „Kurze“ vertilgt wurden. Genial auch „Ich und ein Fass voll Wein“. Alle hakten sich ein, schunkelten und bildeten einen waschechten Seemannschor. Herrlich norddeutsch! Apropos Seemann, Malte unternahm anschließend auf einer fahrenden Mini-Bühne -mit einem Steuerrad ausgestattet- einen Ausflug in das Meer des Publikums.


Zum krönenden Abschluss folgte dann der Klassiker, der „Abgesang“. Unter Standing Ovations wurde die Band dann verabschiedet. Natürlich gab es danach aber noch Autogramme und Zeit für einen kurzen Schnack hatten die Jungs für ihre Fans auch.


VERSENGOLD liefern eine in allen Punkten bärenstarke Show ab. Die Musiker sind allesamt auf sehr hohem Niveau und harmonieren hervorragend. Absoluter Seltenheitswert sind die ganzen verschiedenen Instrumente, die sich ideal ergänzen. Die Volllblut-Musiker liefern ein bunt gemischtes Programm, ohne dabei zu sehr mit der Moralkeule zu schwingen. Sie haben ihre klaren Ansichten, die sie auch deutlich vertreten, wissen aber auch ganz genau, wie man mit Trinkliedern , darunter „Hoch die Krüge“ oder auch „Thekenmädchen“ eine große Sause veranstaltet. Und das mit ganz viel Spaß und Freude!


Wir ziehen den Hut vor diesen ehrlichen und sehr sympathischen Jungs und können nicht nur jedem VERSENGOLD-Fan wärmstens empfehlen, ein Konzert der Band zu besuchen! Wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen mit unseren Freunden aus dem hohen Norden.

Fotos und Bericht: Kevin Drewes