Die Jury mit Dieter Bohlen (l.), Isi Glück und Anis Ferchichi (Bushido).


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DIETER BOHLEN und ISI GLÜCK im DSDS-Interview

DIETER BOHLEN: DSDS 2026: Neuer Golden Room, bunte Jury und spannende Kandidaten

Die 22. Staffel von Deutschland sucht den Superstar startet mit vielen Veränderungen, die für Spannung und Abwechslung sorgen. In exklusiven Interviews erklären DIETER BOHLEN und ISI GLÜCK, wie das neue Golden-Room-System funktioniert, welche Neuerungen die Juryarbeit beeinflussen und warum die Mischung aus Pop, Rap und Ballermannmusik die Staffel besonders abwechslungsreich macht.

Der Golden Room: Spannung bis zur letzten Minute

Mit dem neuen „Golden Room“ wird jeder Tag für Kandidaten und Zuschauer noch spannender. DIETER BOHLEN erklärt:

„Wer von uns ein ‚Ja‘ bekommt, ist mit einem Bein im Recall – aber nur mit einem. Früher waren sie direkt drin. Jetzt müssen sie stundenlang ihre Konkurrenten anhören.“

ISI GLÜCK ergänzt:

„Die Kandidaten wissen erst am Ende der Folge, ob sie weiterkommen. Es bleibt also bis zum Schluss spannend.“

Die Jury trifft die endgültigen Entscheidungen am selben Abend: Wackelkandidaten singen erneut, direkte Duelle zwischen Konkurrenten entscheiden über den Einzug in die Top 30.

Eine bunte Jury sorgt für Vielfalt

Neben BOHLEN sitzt BUSHIDO in der Jury, ergänzt durch die „Ballermann-Königin“ ISI GLÜCK. BOHLEN betont die Bedeutung der unterschiedlichen Perspektiven:

„Jeder weiß, dass BUSHIDO und ich nicht die größten Ballermann-Fans sind – das macht es spannend. Mit ISI haben wir jemanden, die dieses Segment bestens kennt.“

ISI GLÜCK beschreibt ihre Rolle als eher „soft“:

„Ich drücke mich vielleicht etwas anders aus. Ich versuche, immer noch etwas Schönes und Nettes zu finden. Aber soft heißt nicht, dass ich nicht den Mut habe, meine Meinung zu sagen.“

Die Kombination unterschiedlicher Genres sorgt für faire Bewertungen und überraschende Einschätzungen. Auch Kandidaten aus Schlager oder Partymusik bekommen eine Chance, sich zu beweisen.

Trends, Talente und die Magie von DSDS

DIETER BOHLEN reflektiert über aktuelle musikalische Strömungen:

„Es gibt immer wieder neue Strömungen, zum Beispiel südamerikanische Musik von BAD BUNNY oder REGGAETON. Gleichzeitig gibt es Künstler mit Beständigkeit – BRUNO MARS, ED SHEERAN oder ROBBIE WILLIAMS.

Für beide Juroren steht die Talentförderung im Vordergrund. ISI GLÜCK betont:

„Es ist definitiv ein bunter Mix. Viele emotionale Geschichten, starke Charaktere und richtig großartige Stimmen. Die Zuschauer können sich auf Unterhaltung und Qualität freuen.“

DIETER BOHLEN ergänzt, dass Persönlichkeit und Entertainmentqualität entscheidend sind:

„Nur ein kleiner, netter Junge zu sein, ist schwierig – wir machen Fernsehen, kein Radio. Es braucht Ecken und Kanten.“

Fazit

DSDS 2026 startet am 4. April, Ostersamstag, und verspricht eine Staffel voller Spannung, bunter Genres und starker Stimmen. Mit dem Golden Room, der vielfältigen Jury und neuen Regeln wird jeder Tag zum Wettkampf, jeder Kandidat zur Überraschung und jede Folge zu einem Erlebnis für die Zuschauer.

VOLLSTÄNDIGES INTERVIEW (RTL)

“Man ist mit einem Bein im Recall – aber nur mit einem“

Dieter Bohlen

22. Staffel DSDS – was erwartet die Zuschauer?

Dieter Bohlen: “Was mich unheimlich freut, ist die Neugier meiner Fans. Ich sehe das jeden Tag auf Social Media. In den letzten Wochen kamen permanent Fragen: „Wann geht’s denn los?“ Bisher durfte ich das nie sagen, aber jetzt kann ich es: Es geht am 4. April los, also am Ostersamstag. Wir haben uns diesmal viele Gedanken gemacht, was wir ändern und optimieren können – vor allem: Was können wir spannender machen für die Zuschauer? Es wird zehn Folgen geben, aber sie werden anders sein als früher. Jeder Aufzeichnungstag endet mit Kandidaten, die es in den Recall geschafft haben. Am Ende jeder Sendung sitzen die Durchgekommenen im sogenannten ‘Golden Room‘. Dann wird noch einmal entschieden, wer wirklich weiter ist.

Wir wollten nicht mehr so viele Leute weiterlassen, dass am Ende 120 im Recall stehen und niemand mehr den Überblick hat. Das war auch für uns Juroren schwierig. Jetzt sitzen die Kandidaten am Ende im ‘Golden Room‘, Wackelkandidaten müssen noch einmal singen, und wir entscheiden noch am selben Abend endgültig, wer zu den TOP 30 gehört.“

Was verändert dieser Golden Room?

Dieter Bohlen: “Die Spannung ist größer. Wer von uns ein ‘Ja‘ bekommt, ist mit einem Bein im Recall – aber nur mit einem. Früher waren sie direkt drin. Jetzt müssen sie stundenlang ihre Konkurrenten anhören. Jeder, der weiterkommt, ist an diesem Tag ihr direkter Konkurrent. Viele müssen leider am Abend doch noch nach Hause gehen.

Es kann auch sein, dass zwei noch einmal gegeneinander antreten müssen, wenn wir uns nicht sicher sind. Zum Beispiel zwei Kandidatinnen, die sehr ähnlich sind oder das gleiche Genre bedienen. Dann müssen sie noch einmal singen und zeigen, was sie draufhaben.“

Die Jury ist wieder sehr unterschiedlich besetzt – unter anderem mit Bushido und der „Ballermann-Königin Isi Glück“. Warum diese Mischung?

Dieter Bohlen: “Das ist erforderlich. Wir bilden den gesamten Musikbereich ab. Jemanden vom Ballermann hatten wir bisher noch nie dabei, aber dort gibt es jedes Jahr große Hits. Das darf man nicht ausblenden. Mit Isi haben wir jemanden, die dieses Segment bestens kennt.

Jeder weiß, dass Bushido und ich nicht die größten Ballermann-Fans sind – das macht es spannend. Ich kannte Isi vorher nicht, und es war für mich interessant zu sehen, wie sich das Miteinander entwickelt. Ob Bushido und ich uns in die Haare kriegen – das wird man in den Sendungen sehen.“

Veränderung bei DSDS gehört dazu – ist das für dich Notwendigkeit oder Überzeugung?

Dieter Bohlen: “Wir alle Drei passen uns der Zeit an, weil wir damit auch erfolgreich sind! Man muss sich mit neuen musikalischen Strömungen befassen und den gesamten Musikmarkt im Blick haben. Ich höre mir täglich Neuerscheinungen an, bin bei Musikstreamern unterwegs und checke die Charts. Für mich war Musik nie nur ein Job, sondern immer große Leidenschaft. Ich bin dankbar, Musik machen zu dürfen. Natürlich verändert sich vieles. Aber es gibt auch Dinge wie Modern Talking, die bleiben konstant.“

Wie siehst du aktuelle musikalische Trends?

Dieter Bohlen: “Es gibt immer wieder neue Strömungen, zum Beispiel südamerikanische Musik von Bad Bunny oder Reggaeton. Spanisch fand ich immer eine tolle Sprache. Solche Trends können von einer Sekunde auf die andere weltweit groß werden.

Gleichzeitig gibt es Künstler mit Beständigkeit – Bruno Mars, Ed Sheeran oder auch Robbie Williams, der seit Jahrzehnten erfolgreich ist. Die Branche ist dynamisch. Jeden Freitag erscheinen bei allen Streamern zahlreiche Neuheiten – viele Namen hört man nie wieder, andere bleiben.

Ich habe mich auch sehr für Sarah Engels gefreut, die jetzt beim Eurovision Song Contest für uns antritt. Sie war Zweite bei DSDS und kann nun vor einem riesigen Publikum singen. Das finde ich toll.“

Du suchst seit vielen Jahren Talente. Was treibt dich an?

Dieter Bohlen: “Wenn ich dasitze, vergesse ich manchmal, wie alt ich bin. Uns trennen 50 Jahre Erfahrung, und die möchte ich nicht missen. Meist weiß ich nach wenigen Sekunden, ob ich jemanden gut finde. Ich versuche, den Kandidaten meine Erfahrung mitzugeben. Aber oft hören sie nicht auf gut gemeinte Tipps. Ich sage jedem Gewinner: ‘Halt das Geld zusammen, sei vorsichtig‘. Genützt hat das selten. Alexander Klaws ist da eine Ausnahme. Er ist Deutschlands Musicalstar Nummer eins, füllt regelmäßig die Neue Flora in Hamburg und ist sehr bodenständig geblieben. Auf ihn bin ich stolz.“

Wie hat dich DSDS persönlich verändert?

Dieter Bohlen: “RTL und DSDS haben mich nicht verändert. Man ist heute vielleicht vorsichtiger, weil jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird.

Die Branche ist hart. Streaming, Fernsehen, Film – da muss man eine dicke Haut haben. Wer sehr sensibel ist, sollte sich überlegen, ob er in dieses Geschäft will. Man muss gefestigt sein oder eine Familie hinter sich haben.

Daniel Küblböck zum Beispiel war, glaube ich, zu sensibel für diese Branche. Das hat mir damals sehr das Herz gebrochen.

Was wurde in dieser Staffel konkret gesucht?

Dieter Bohlen: “Dass es keine Altersgrenze gibt, finde ich gut. Diesmal haben sich wohl nicht viele Ältere beworben – oder sie wurden in der Vorjury aussortiert, das kann ich nicht beurteilen. Es waren jedenfalls keine 60- oder 70-Jährigen dabei, die weit gekommen sind.

Wichtig sind Ecken und Kanten, Personality. Nur ein kleiner, netter Junge zu sein, ist schwierig – auch wenn sich Alexander Klaws toll entwickelt hat. Wir machen Fernsehen, kein Radio. Es braucht Entertainmentqualität.“

Zum Schluss: Würdest du ohne DSDS heute ein anderer sein?

Dieter Bohlen: “Nein, das glaube ich nicht. Ich bin dankbar für die Erfahrungen. Es waren viele Künstler dabei, auf die ich stolz bin. Ein ‘Superstar‘ ist vielleicht ein großes Wort – aber wir haben viele gute Leute gefunden.“

Isi Glück

Interview mit Isi Glück

Was ist in der diesjährigen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ anders?

Isi Glück: „Die diesjährige Staffel von DSDS wird total anders sein als alles, was es bisher gab, weil es viele neue Regeln gibt und das Konzept komplett umgekrempelt wurde. Man begleitet die Kandidaten jetzt quasi den ganzen Tag von Anfang bis Ende, und erst am Ende jeder Folge erfährt man, ob ein Kandidat überhaupt im Recall dabei ist oder nicht. Es bleibt also bis zum Ende immer spannend. Früher war es ja so: Wenn ein Kandidat gut war, gab es direkt einen Recallzettel. Das gibt es jetzt nicht mehr.“

Wie funktioniert das neue System genau?

Isi Glück: „Wenn ein Kandidat gut war, kommt er erstmal in den sogenannten Golden Room. Dort sammeln wir alle Kandidaten, die ein klares Ja bekommen haben oder auch gewackelt haben. Am Ende jeder Folge müssen alle Kandidaten aus diesem Golden Room noch einmal vor die Jury treten, eventuell auch gegeneinander antreten und singen. Dann kommt vielleicht nur einer von zwei weiter. Es wird also noch einmal aussortiert. Das heißt: Erst am Ende der Folge weiß man – und auch der Kandidat oder die Kandidatin weiß es dann erst – ob es weiter in den Recall geht oder nicht.“

Verändert das auch die Arbeit der Jury?

Isi Glück: „Ich glaube schon, dass die Juryarbeit dadurch noch einmal ein bisschen anders wird. Ganz einfach, weil man am Ende gemeinsam entscheidet. Wenn der Kandidat das erste Mal reinkommt, sagt jeder für sich Ja oder Nein, ohne dass wir uns untereinander beraten. Jeder gibt einfach seine Meinung ab. Aber wenn die Kandidaten aus dem Golden Room zurückkommen, ist es schon so, dass wir drei uns noch einmal gemeinsam beratschlagen. Das ist ein ganz neues Element, und das war sehr cool.“

Wie war die Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen und Bushido?

Isi Glück: „Viele denken, dass es vielleicht schwierig ist mit den beiden Charakteren und dass es oft geknallt hat. Sicherlich waren wir nicht immer einer Meinung, aber es war ein sehr respektvolles Miteinander und vor allem unfassbar witzig. Wir haben sehr viel gelacht, und ich kam sehr gut mit beiden klar.“

Wie würdest du deinen Jury-Stil beschreiben?

Isi Glück: „Ich finde es sehr wichtig, seine Meinung klar auszudrücken und den Kandidaten ehrliches, klares und korrektes Feedback zu geben. Aber ich würde nicht sagen, dass ich die Härteste bin. Ich sage ganz klar meine Meinung: Wenn mir etwas gefallen hat, sage ich das, und wenn nicht, sage ich es auch. Trotzdem versuche ich immer, auch wenn mir etwas nicht gefallen hat, noch etwas Nettes zu finden. Wenn ich sage: „Der Gesang war nicht gut“, versuche ich trotzdem noch etwas Positives zu ergänzen, damit der Kandidat nicht komplett deprimiert rausgeht.“

Wie unterscheiden sich die Jury-Mitglieder in ihren Bewertungen?

Isi Glück: „Dieter ist natürlich DSDS – er kennt das Format in- und auswendig und weiß, wie alles läuft, vor und hinter der Kamera. Bushido hat sich auch sehr schnell eingefügt, hatte ich das Gefühl. Er war schnell drin und hat sofort verstanden, wie es läuft. Natürlich gab es auch mal härtere Urteile von den beiden, wo ich gedacht habe, das könnte man vielleicht netter sagen. Aber es ist auch unterhaltsam. Jeder macht es auf seine Art.“

Würdest du dich selbst als „soft“ bezeichnen?

Isi Glück: „Ja, würde ich schon sagen. Aber „soft“ heißt nicht, dass ich nicht den Mut habe, meine Meinung zu sagen. Ich drücke mich vielleicht etwas anders aus. Ich versuche, immer noch etwas Schönes und Nettes zu finden.“

Welche Rolle spielt die Vielfalt der Musikrichtungen in der Jury?

Isi Glück: „Ich finde das besonders wichtig, weil da natürlich Welten aufeinanderprallen, und das ist für den Zuschauer interessant. Wie reagiert Bushido, wenn jemand Schlager, Partymusik oder Ballermannmusik singt? Gibt er dem eine Chance oder lehnt er es direkt ab? Da muss ich sagen, dass mich beide positiv überrascht haben. Auch bei Ballermannmusik wurde jedem eine faire Chance gegeben. Das ist spannend, wenn die Jury aus verschiedenen Genres kommt. Es gibt ja kaum etwas Gegensätzlicheres als Rap und Ballermannmusik.“

Was erwartet die Zuschauer in dieser Staffel?

Isi Glück: „Es ist definitiv ein bunter Mix. Ich habe mich sehr gefreut, dass auch Schlager und Partymusik vertreten waren. Es gibt viele emotionale Geschichten, starke Charaktere und vor allem richtig großartige Stimmen und Talente. Was ich da teilweise gehört habe, war echt berührend und überragend. Ich glaube, die Zuschauer können sich darauf freuen, dass es sowohl unterhaltsam wird als auch qualitativ wirklich gut ist, was Gesang und Talent angeht.“

Es gibt keine Altersgrenze mehr. Wie wirkt sich das aus?

Isi Glück: „Richtig, es gibt keine Altersgrenze, und das finde ich super. Das hat sich auch bezahlt gemacht. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Wir hatten sehr gemischte Kandidaten, auch was das Alter angeht.“

Quelle Interview: RTL+
Fotos: RTL / Stefan Gregorowius

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