ANNI PERKA: Interview mit Schlagerprofis.de – Familiengefühl, kleiner Pause und Neuanfang mit Herz und Verstand 0

Unser rasender Reporter Kevin Drewes traf sich vor kurzem bei bestem Wetter mit Anni Perka in Hamburg zum Gespräch. Entstanden ist ein tolles, sympathisches und auch humorvolles Interview. Anni sprach mit uns über ihre Pause, den Neuanfang und auch über ihren Fanclub!

Schlagerprofis: Wie kam es zu deinem Neustart?

Anni: Bei mir war das so, dass sich etwas verändern bzw. etwas anders werden musste. Ich war natürlich nicht untätig in den letzten Monaten, man muss eben auch viel dafür tun. Klar war, dass es einen Reset geben musste. Mit neuem Team und allem, was dazugehört. Und wichtig war mir, dass ich auch ich selbst sein kann. Es fühlte sich für mich so an, als wenn ich damals etwas fremdgesteuert werden würde und nicht mehr ich selbst sein durfte. Jetzt, mit meinem neuen Team um mich herum, kann ich mich richtig entfalten und voll einbringen. Das gilt auch für die Songs, weil ich Titel selber schreibe. Alles ist und wird neu sein. Ich freue mich schon sehr auf die neue Zeit, denn wir haben alle ein gemeinsames Ziel und zudem auch viel Spaß daran, Dinge zu bewegen.

Schlagerprofis: Das heißt, du schreibst nun einige Songs komplett selber?

Anni: Genau, bzw. es ist sogar so, dass ich so etwas zum ersten Mal erlebt habe, wie so eine Studioproduktion überhaupt entsteht. Es wurde ein sogenanntes Songwriting-Camp veranstaltet. Da trifft man sich mit erfahrenen Autoren für ein oder mehr Tage und schreibt zusammen an neuen Titeln. In meinem Fall war es das erste Mal, dass ich bei so etwas dabei war und konnte all meine eigenen Gedanken in Worte fassen. Da habe ich gemerkt, dass die Entstehung eines Titels einfach zu mir gehört, denn dadurch werden es deine eigenen Songs und du verkörperst sie ganz anders. Ich habe da gespürt, dass mir da das Herz aufgeht und es emotional sehr berührend ist. Früher, in der Teenie-Phase, hatte ich in der Schulband schon mal meine eigenen Texte geschrieben und jetzt habe ich gemerkt: „Mann, wieso habe ich das noch nie gemacht?“ Ich finde das total schön, dass das auch zu dem Neuen dazugehört. Das ist halt auch was Besonderes für mich.

Schlagerprofis: Kannst du was zu dem Inhalt der Songs sagen? Werden sie deine persönlichen Geschichten erzählen?

Anni:  Auf jeden Fall! Da steckt ganz viel Anni drin. Meine Gedanken, meine Gefühle, meine Erlebnisse. Es muss ja auch nicht immer unbedingt von mir selbst sein. Es kann ja auch etwas sein, was ich bei jemand anderem miterlebt habe. Auf jeden Fall echte Gefühle und keine erfundenen Geschichten.

Schlagerprofis:  Du kannst also bei deinem inzwischen dritten Album erstmals ganz von Anfang an komplett aktiv mitwirken- und gestalten.

Anni: (Lächelt) Ja und ich denke, dass wir damit auf jeden Fall auf dem richtigen Weg sind. Und dass es dieses Mal zu 100 Prozent  echt und ehrlich ist. Das ist sehr wichtig, dass alles ehrlich und natürlich ist und kein Fake.

Schlagerprofis: Wann können wir denn mit deinem Album-Vorreiter, der ersten neuen Single, rechnen?

Anni:  Ich gehe davon aus, dass die Single auf jeden Fall  noch in diesem Jahr erscheinen wird.

Schlagerprofis: Was ging denn so in deinem Kopf während deiner Pause vor?

Anni:  Ganz viel. Meinen neuen Manager lernte ich vor gut einem Jahr kennen, das war lustigerweise bei Uwe Hübners Branchentreff. Wir saßen danach viel zusammen, analysierten, machten uns gemeinsam, auch das war für mich neu, Gedanken, wer alles zum Team gehören könnte, das speziell um mich herum gebaut werden sollte. Eben so ein wenig wie Familie.

So haben wir zum Beispiel in Paul Falk (Anmerkung der Redaktion: Sohn von Dieter Falk) einen fantastischen Produzenten für mich gewinnen können, der mich komplett versteht und zudem ein super Musiker ist. Dann Tim Peters oder auch Tobi Reitz, oder auch Linda Stark und Erdmann Lange, die sofort zusagten, mit mir arbeiten zu wollen. Na ja, und es kommen zum Herbst noch zwei Größen der Branche dazu, da darf ich aber noch nicht verraten, um wen es sich handelt.

Ansonsten habe ich die Pause  natürlich auch mal einfach nur genossen, denn ich bin kein Mensch, der dann schlecht drauf ist, weil es gerade mal nicht so gut läuft. Ich bin eine Kämpferin, nutze ruhigere Phasen, um neue Energie zu tanken, denn die habe ich tatsächlich auch gebraucht. Daher gehe ich aus dieser kurzen Pause nun auch gestärkt heraus.

Schlagerprofis:  Was war denn dein bisher peinlichstes Erlebnis in deiner Karriere?

Anni:  Mir ist eigentlich nie etwas wirklich peinlich. Ich bin so wie ich bin, mit all meinen Macken, die einfach dazu gehören. Entweder man mag mich, oder man mag mich nicht. Die mich kennen, wissen auch, dass ich trotzdem normal bin (lacht). Deswegen… peinlich würde ich eher nicht sagen, sondern lustig.

Da habe ich auch eine ganz witzige Geschichte. Als ich vor langer Zeit zu einem Auftritt an der Bühne ankam, stellte ich fest, dass es eigentlich gar keine richtige Bühne, sondern die Laderampe eines LKWs war. Da musste ich mich drauf stellen, wobei da nicht mal  richtige Technik vorhanden war, sondern als Abspielgerät ein Discman. Meine Eltern waren damals bei diesem Auftritt dabei und weil es auch keinen Techniker gab, musste mein Vater den Discman während meines Auftrittes bedienen (lacht). Das war schon wirklich sehr witzig und abstrakt, denn jedes Mal, wenn ich mich bewegen oder tanzen wollte, stoppte die Musik oder ruckelte die ganze Zeit. Das ist so ein Moment, den vergisst du nie.

Schlagerprofis: Wie bist du denn so abseits der Bühne?

Anni: Einfach ich, mir ist auch nichts peinlich. Die, die mich kennen wissen, dass ich ein sehr liebevoller, weltoffener und familienbezogener Mensch bin. Der Zusammenhalt in der Familie ist mir sehr, sehr wichtig. Und gerade in dieser Phase wo es dann ruhiger war, habe ich das auch sehr genossen und fühlte mich sehr geborgen. Weil ich mal Zeit mit der Familie verbringen konnte, Freizeit hatte. Davor war es ja wirklich so, dass ich jedes Wochenende unterwegs war, sogar Familienfeiern dafür vernachlässigen musste. Der schönste Moment in der Zeit war für mich, dass meine Nichte geboren wurde und das ich von Anfang an, viel Zeit mit ihr verbringen konnte. Man kann die Pause also auch als private Pause sehen.. Dinge, um die es im Leben eigentlich auch geht: Familie, Freunde und nicht nur Karriere.

Natürlich ist mir Musik wahnsinnig wichtig und rückt gerade wieder sehr in den Fokus, weil wir alle, auch zusammen mit meinen treuen Fans und meinem Fanclub, gemeinsam die neuen Ideen und die Weiterentwicklung  zurück auf die Bühne bringen wollen, um wieder richtig zu rocken! Ich bin wieder sowas von bereit und habe richtig Lust!

Schlagerprofis: Anni, wo wir gerade bei Familie und Freunden sind. Du hast ja auch einen offiziellen Fanclub, von Beginn an. Was plant der denn so nach deinem Comeback?

Anni: Es ist so, dass wir den Fanclub neu aufgestellt haben, weil wir den Fanclub noch mehr an mich heranlassen wollen. Also viel mehr Miteinander, alles gemeinschaftlich. Der Fanclub wurde dazu aufgerufen, sich aktiv  zu beteiligen, sich mit uns abzustimmen und sich einzubringen. Die haben ganz tolle Ideen und sind hochgradig motiviert. Das geht über diese ganz normalen Fanclub-Treffen hinaus. Es ist vielmehr ein Gemeinschaftsgefüge, vielmehr Familiengedanke, mehr Heimathafen. Deswegen haben wir uns auch gleich zum Start mit meinem neuen Management hier in Hamburg zusammengesetzt, haben wirklich von Anfang an gesagt: „Wir wollen euch da komplett integrieren.“ Eben nicht dieses typische „Komm, wir machen mal einen Fanclub.“ Das ist viel Arbeit für die Menschen, die sich mit der Organisation in einem Fanclub beschäftigen und ich finde, dies muss man honorieren. Wenn man das als Künstler auch wahrnimmt, wird daraus wie eben schon gesagt, eine Gemeinschaft, eine Familie. Das wollten wir erreichen und deswegen haben wir diesen auch neu aufgestellt.

Schlagerprofis: Das ist beeindruckend. Auch, dass die trotz deiner kleinen Pause gesagt haben: „Wir gehen nicht, wir bleiben treu“. Und sie waren ja nun auch sofort wieder dabei.

Anni: Ja das stimmt. Klar hatten sich einige gewundert, als da plötzlich eine Einladung nach Hamburg kam. Dieses „Hört mal, wir wollen das alles mit euch mal in Ruhe besprechen.“. Das war vorher gar nicht der Fall. Vorher ging das über das Management. Jetzt war das so, dass das Management dabei war und sagte: „Wir übernehmen das hier jetzt gar nicht, das ist euer Ding, wir möchten euch dabei unterstützen.“ Keine Idee wurde abgeblockt oder gar verneint, ganz im Gegenteil, es wurde sich alles notiert und dann später nochmals in Ruhe besprochen. Natürlich macht mein Fanclub nichts, was später komisch rüberkommen könnte, aber es herrscht seitdem eine super Kommunikation untereinander, weil wir immer ein offenes Ohr haben. Das ist mir wichtig zu erwähnen.

Schlagerprofis: Welche Termine stehen denn schon fest?

Anni:  Ich arbeite ja gerade sehr an meinem neuen Album, das kostet unheimlich Zeit und Konzentration, denn es soll ja DAS Album werden und DIE neue Anni repräsentieren. Deshalb kann und darf ich mich auch zu 100% damit beschäftigen. Sicher, ich weiß, dass im Hintergrund sehr viel geplant wird und diverse Gespräche laufen, aber wie ich ja vorhin schon mal sagte, ich kann jetzt absolut Künstlerin sein, den Rest erledigt mein Team für mich. Ich bin natürlich immer und für jeden ansprechbar und gucke  immer, wie es voran geht, aber wenn wir mit den ganzen Ideen zum Album fertig sind, wird mit Sicherheit auch deren Planung so fest stehen, dass ich die dann nur vorgelegt bekomme. Das gefällt mir daran so gut, jeder hat seine klar definierte Aufgabe.

Schlagerprofis: Du hattest 2015 bei der „150 Jahre Schlager“ Show mit Florian Silbereisen deinen allerersten Live-Auftritt. Wie war das für dich?

Anni: Das war auf jeden Fall sehr aufregend. Du hattest ja vorhin gefragt, welches meine bisherigen Highlights waren, das war auch wirklich der schönste Moment bisher. Es war eine große Ehre für mich, in so einer Show eingeladen zu werden. Zudem war es für mich die große Schlager-Prüfung. Kein eigener, sondern ein fremder Song, der extra ausgewählt wurde. Ein schwierig zu singender Titel, da wurde ich quasi ins kalte Wasser geworfen. Das Publikum durfte damals entscheiden, ob ich nochmal wiederkommen darf, was ja dann auch der Fall war. Da ist ein großer Traum von mir in Erfüllung gegangen, vor so einem großen Publikum stehen zu dürfen und das auch noch bei einem Live-TV-Auftritt mit Millionen von Fernseh-Zuschauern.

Schlagerprofis: Und nun geht es nach dem Neustart ja erst so richtig los. Dafür wünschen wir euch ganz viel Erfolg!

Wir sind sehr angetan von dem Talk mit Anni. Man spürt, dass dort alles Hand und Fuß hat! Das Ganze mit viel Menschlichkeit und Bodenständigkeit! Wir werden Anni auf ihrem Weg sehr gern jederzeit unterstützen!! Herzlichen Dank für das tolle Interview!! Jederzeit sehr gerne wieder!

Kevin Drewes

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Schlagerprofis-Klartext: Die Albumcharts in unserer Analyse 0

Okay, „zuerst bei Schlagerprofis“ – diesen Anspruch können wir diesmal nicht erfüllen. Aber dennoch wollen wir noch mal einen Blick auf die für Schlagerfreunde erfreulichen aktuellen Charts werfen.

Am erfolgreichsten lief Oonagh durch das Ziel. Sie schaffte es in die Top-5. Ihre beiden ersten Alben schafften es in die Top-3, das ist diesmal nicht ganz gelungen. Es gab eine Fanbox, und sie hatte ihren Auftritt bei Florian Silbereisen. So gesehen ist ihre Platzierung sehr ordentlich, aber kein sensationeller Erfolg.

Zum vierten Mal in FOlge Top-10 – Platz 8 für Giovanni Zarralla ist ein toller Erfolg. Sicher wird auch der Auftritt bei den „Schlagern des Sommers“ zu diesem Erfolg beigetragen haben – aber andere Teilnehmer der Show konnten sich bei weitem nicht so gut platzieren.

Dass Oli.P die Top-10 knacken konnte und damit das zweite Pferd im Stall von Christian Geller war, das es hoch in die Charts geschafft hat, ist einerseits ein schöner Erfolg – andrerseits gibt es eine dicke Fanbox von ihm und es wurde viel Promotion gemacht. Ob das alleine rechtfertigt, ihn bei allen relevanten Schlager-Tour-Veranstaltungen (Schlagerfest XXL und Schlagernächte) einzuladen, wird sich zeigen.

Schlagertitan Bernhard Brink hat die beste Chartsplatzierung seiner über vier Jahrzehnte andauernden Karriere erreicht – und das ganz ohne Fanbox. Mit Fanbox hätte es vermutlich für die Top-10 gereicht. Aber auch so haben Autogrammstundentour und Silbereisen- und andere TV-Auftritte ihre Wirkung getan. In unseren Augen ein ehrlicher Chartserfolg.

Zum sechsten Mal Top-15 – dass das ein toller Erfolg für Semino Rossi ist, darüber muss man wohl kein Wort verlieren. Herzlichen Glückwunsch! Auch Ben Zucker hat es zum 10. Mal in Folge in die Top-20 geschafft. Ein schöner Erfolg, über den es nichts zu diskutieren gibt – außer, dass das ohne den Silbereisen-Support wohl kaum möglich gewesen wäre…

Drei Sängerinnen haben die Top-20 NICHT, aber immerhin die Top-30 geknackt. Am besten lief Laura Wilde mit „Lust“ durch’s Ziel. Die hatte am Sonntag einen Auftrit bei Kiwi im Fernsehgarten – ob das reicht, um erstmals eine zweite Woche die Charts zu knacken, wird sich zeigen.Immerhin: Laura hat BEI WEITEM nicht den TV-Support, den eine Sonia Liebing hatte, die massiv von vielen Seiten unterstützt wurde und damit immerhin die Top-30 erreicht hat, aber eben nicht „mehr“, was vielleicht dem geschuldet sein könnte, dass sie keine Fanbox und keine Autogrammstundentour hatte. Dennoch finden wir bemerkenswert, dass Silbereisen-TV-Präsenz weniger bringt als eben Autogrammstunden-Tourneen. So gesehen: Glückwunsch an Laura! Dritte im Bunde der Top-30 ist eine Sängerin, die aktuell zwar nicht bei Silbereisen war, aber trotzdem schon wieder die  Top-30 geknackt ha: Beatrice Egli. Acht Wochen Top-30, das hat nicht mal das Vorgänger-Album geschafft, so gesehen müssen wir das einfach loben, auch wenn wir immer noch traurig sind, nicht für eine Rezension bemustert worden zu sein. Da wir aber fair sind, gratulieren wir zu diesem zugegeben tollen Erfolg- auch OHNE „Schlager des Sommers“-Support.

In den Top-100 gibt es weitere interessante Entwicklungen- dass Helene Fischer eine Woche VOR ihrem ZDF-Stadion-Konzert es in die Top-100 geschafft hat, aber Kathy Kelly trotz Silbereisen-Auftritt das nicht geschafft haben und Brenner trotz x-facher Silbereisen-Präsenz es mal wieder nicht hinbekommen haben – geschenkt. Letztlich ist es wirklich spannend, welche Alben sich auf lange Sicht über viele Wochen und Monate halten. Es bleibt spannend, und wir von den Schlagerprofis berichten gerne weiterhin neutral für euch.

 

 

Die JUNX – Gewinnspiel beendet – große Resonanz – über 50 Teilnehmer 0

Als sich unser rasender Reporter am vergangenen Montag zum Interview mit Christopher und Gunnar, „Die Junx“, traf, klügelten die drei Nordlichter ein Gewinnspiel aus. Es gab dreimal jeweils die aktuelle CD „BÄM“ sowie eine handsignierte Autogrammkarte zu gewinnen. Die Resonanz überraschte, schnell folgten etliche Kommentare, es wurde zigmal geteilt. Unter genau zweiundfünfzig Gewinnern wurden dann heute die drei Gewinner per Lostopf ermittelt.

Die Preise gingen an Christine Palm, Elke Ulrich sowie Dagmer Eggert. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch.

Und schon am Freitag gibt es Neues zu hören von dem Duo, denn dann erscheint ihre neue Single „Schau nach oben“. Wir werden bei der Live-Premiere in Steinhude dabei sein!

Das Video von der Auslosung könnt ihr euch HIER ansehen. Und HIER findet ihr das Schlagerprofis-Interview mit den Junx.

Kevin Drewes