BERNHARD BRINK: Sein Charts-Album „Diamanten“ in der Rezension von Thomas Kaiser Kommentare deaktiviert fĂĽr BERNHARD BRINK: Sein Charts-Album „Diamanten“ in der Rezension von Thomas Kaiser

CD Cover Diamanten
Ich möchte Bernhard Brink und seinem Produzententeam ein groĂźes Lob aussprechen, und zwar dafĂĽr, dass er es im „Herbst“ seiner Karriere geschafft hat, solch einen modernen Sound aufzufahren. Das ist kein Schlager mehr im herkömmlichen Sinn, sondern hier muss man schon von Pop-Musik sprechen, die auch ohne mit der Wimper zu zucken in einem Club gespielt werden kann.

Auch sein neues Album „Diamanten“ weist wieder einen sehr breiten Klang auf. Das Album klingt so, als wĂĽrde sein Sound den Zuhörer durch einen virtuellen Raum tragen. Entscheidend sind dafĂĽr sind auch die Arrangements in den Keyboards und eingesetzten Gitarren.

Die Eingangsmelodie bei „Diamanten“ ist stark angelehnt an „100 Millionen Volt“. Der gleichnamige Titel seiner vorab veröffentlichten Single möchte ich als kleinen Bruder seines Songs „100 Millionen Volt“ bezeichnen, ohne dass er dessen Klasse besitzt.

Was bei „Diamanten“ noch auffällt, ist, dass der Song in den Strophen „Die Dämmerung geht schlafen..…“ und „Wenn Du mich anstrahlst….“ keine direkten den Text unterstĂĽtzenden und federfĂĽhrenden Melodien erklingen. Eine Melodie erklingt in den Strophen genau zwischen den Textzeilen. Das ist genau ein Stilmittel, um diesen Sound so modern klingen zu lassen.
 

Ein erster Kracher ist natĂĽrlich die Single „Mein Herz schaut mich fragend an“. FĂĽr mich eins der Höhepunkte unter den diesjährigen Schlagersongs. Sogar noch einen kleinen Tick besser als „100 Millionen Volt“. Auch dieser Song dĂĽrfte in einem Club sehr gut die Tanzfläche fĂĽllen.

 

Weitere Highlights sind die Lieder „Wie aus heiterem Himmel“, „Alles ist Ewig“, „Der Felsen und das Meer“, „Eisbrecher“ und „Weil irgendwann zu spät ist“. Das sind alles Songs, die einen geraden und straighten Refrain haben und durch wunderbare Backgrundchöre auffallen. Durch die Geradlinigkeit bleiben die Songs sofort im Ohr hängen, und man bekommt sie nicht wieder hinaus. So muss es sein.
 

Es gibt ĂĽbrigens bei diesen Songs ein Instrument, dessen Verwendung ein Schmankerl darstellen wĂĽrde. Mir drängt sich hier und auch bei „Diamanten“ ein Saxophon auf. Es könnte durch seinen nasalen Klang kleine Klangtupfer in den Sound hineinbringen und in einem Wechsel zu den Arrangements der Keyboards und Gitarren stehen und so einen zusätzlichen Punch in die Lieder bringen. Ich möchte hier an den Song “The Best” von Tina Turner aus dem Jahr 1989 erinnern.

 

Zwei richtig gute Songs sind eigentlich auch die beiden Duette mit Sonia Liebing und Francine Jordi am Ende des Albums. Bei den Liedern wurde aber leider ein entscheidender Fehler gemacht. Man weicht vom normalen Mix des Albums ab und wartet mit einem „Extrem Sound Mix“ und einem „Single Mix“ auf. Bei beiden Liedern sind die Stimmen zu sehr in den Hintergrund gedrängt. AuĂźerdem gibt es bei „Du hast mich einmal zu oft angesehen“ einen zu starken Hall in den Stimmen. Besonders Sonia Liebing ist deshalb erst gar nicht zu erkennen. Auch bei „Ich gehe durch die Hölle fĂĽr Dich“ mit Francine Jordi sind die Stimmen zu sehr vom Klang verdeckt. Bei beiden Liedern hat man es mit den Soundspielereien und Soundschnörkeln ĂĽbertrieben. Gerade bei diesen Duetten hätte man die Stimmen ganz stark in den Vordergrund mischen mĂĽssen. Schade, ein „Weniger“ wäre hier ein „Mehr“ gewesen.
 
Auch die ĂĽbrigen Songs fĂĽgen sich sehr gut in das Album hinein.
 

In seiner Gesamtheit ist “Diamanten” ein richtig gutes Album mit nur ganz kleinen Schwächen geworden. Im bisherigen Schlagerjahr sticht dieses Album heraus.

Ein kleiner abschließender Kritikpunktt sei noch gestattet: Warum schafft man es nicht, zu einem derart gelungenen Album ein adäquates Cover zu schaffen? Das Cover wirkt ein bisschen lieblos gestaltet.

Thomas Kaiser

Folge uns:
Voriger ArtikelNächster Artikel

MATTHIAS REIM: Neues Album „Matthias“ verpasst die Spitze der Charts – immerhin Platz 2 4

Bild von Schlagerprofis.de

MATTHIAS REIM: Erneut hat es nicht fĂĽr die Spitze der Charts gereicht – dennoch toller Erfolg

Wahrscheinlich (nach unserer Vermutung) hatte man auf die „Schlagerchampions“ als tolles Zugpferd gesetzt – das hat bekanntlich nicht funktioniert, weil die Sendung pandemiebedingt ausfallen musste. Dennoch erschien das neue Album von MATTHIAS REIM namens „Matthias“ am vergangenen Freitag. Vermutlich hatte man die Hoffnung, diesmal vielleicht sogar die Spitze der Albumcharts ĂĽbernehmen zu können, was zuletzt 2013 mit dem Album „Unendlich“ gelungen ist – das hat leider nicht funktioniert, der Rapper GZUZ hatte was dagegen – aber auch Platz 2 ist ein groĂźartiger Erfolg, zumal das Gold-dekorierte Album „MR20“ auch „nur“ auf Platz 3 eingestiegen ist und dennoch Edelmetall einfahren konnte.

Vielleicht wird „Matthias“ ja ein Dauerbrenner?

Das letzte Album von MATTHIAS REIM hielt sich 51 Wochen in den Charts – nur sein erstes Album „Reim“ war noch mal zwei Wochen länger in den offiziellen Albumcharts. Vielleicht gelingt dieser langfristige Erfolg ja auch mit „Matthias“ – wir drĂĽcken feste die Daumen.

Folge uns:

JULIAN REIM und CHRIS CRONAUER verschieben Album-VĂ–s 0

Bild von Schlagerprofis.de

JULIAN REIM: Debutalbum erscheint nun im Mai 2022

Der von FLORIAN SILBEREISEN erwählte „Shootingstar des Jahres 2020“ verschiebt noch einmal die Premiere seines Debutalbums. Eigentlich sollte das Album am 18.02.2022 erscheinen, darĂĽber haben wir bereits HIER am 02.09.2021 als erstes Schlagerportal berichtet. Immerhin 6 der 15 Songs des Albums wurden bereits veröffentlicht. Dennoch hat man sich dafĂĽr entschieden. Neuer VĂ–-Termin ist der 06.05.2022. Als Grund nennt JULIAN REIM in seinen sozialen Kanälen, dass er seine Songs gerne live vorstellen möchte, was sich derzeit ja noch schwierig gestaltet. AuĂźerdem habe er noch ein paar „hammer Ideen“, die er verwirklichen möchte – sollten wir uns sogar auf mehr als 15 Songs freuen dĂĽrfen? Es bleibt spannend…

CHRIS CRONAUER: Auch er verschiebt die VĂ– seines Albums

Auch CHRIS CRONAUER hat die VĂ– seines Albums nach hinten geschoben. Sein neues Album „Dankbar“ wird nun final am 25.03.2022 erscheinen – auch hier war die VĂ– eigentlich schon fĂĽr den Februar geplant.

Folge uns: