Bernhard Brink – Schlager des Monats Kommentare deaktiviert fĂĽr Bernhard Brink – Schlager des Monats

20170107 Schlagerchampions 3

Am letzten Freitag im Mai kommt die zweite Folge der „Schlager des Monats“. Man darf gespannt sein, welchen Kalauer der Chartsexperte der Show diesmal raushaut. Das „Live-Album“ von Christian Lais war jedenfalls schon mal nicht schlecht…

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HELENE FISCHER: Morgen auf VOX tolle Doku „15 Jahre im Rausch des Erfolgs“ – u. a. mit MICHAEL JĂśRGENS 3

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HELENE FISCHER: Sehr gelungene Doku auf VOX – Prädikat empfehlenswert und sehenswert

Das ist fĂĽr uns schon eine ziemliche Ăśberraschung: Mit der Doku „15 Jahre im Rausch des Erfolgs“ zeichnet VOX sehr spannend, kompetent und kurzweilig den bemerkenswerten Karriereweg der HELENE FISCHER nach. Richtig irre ist, dass das groĂźe Teile des gezeigten Archivmaterials von Sendern der ARD stammen – offensichtlich ist man dort aber nicht in der Lage gewesen, eine solche Doku zu produzieren. Wobei man sagen muss, dass VOX es wirklich sehr gut gemacht hat.

„Wie alles begann…“

Sehr schön ist zu sehen, wie die Karriere von HELENE begonnen hat – mit Aufnahmen von ihrer Ausbildungszeit in Frankfurt und natĂĽrlich ihrem ersten TV-Auftritt bei FLORIAN SILBEREISEN. Interessant ist an der Stelle zu erfahren, warum HELENE nur beim 1. Auftritt „HELEN FISHER“ hieĂź. Niemand geringerer als der „Papst“ MICHAEL JĂśRGENS klärt auf, dass HELENE FISCHER erst nicht modern genug klang. Letztlich hat sich aber HELENE FISCHER durchsetzen können und ihren Namen behalten können. Spannend ist auch, wie offen HELENE zugibt, dass ihr privater Musikgeschmack nicht dem entsprach, was sie musikalisch in ihren Anfangsjahren ablieferte.

MICHAEL JÜRGENS erzählt, wie man überhaupt auf HELENE gestoßen ist. Man habe eine neue Sängerin für einen Operettenblock gesucht, die singen und tanzen und eine Treppe herunterlaufen könne. Spannend: Die Sängerin sei bei ihrem zweiten Auftritt bei FLORIAN aufgeregter gewesen als bei der Premiere, weil es beim 2. Auftritt um die Präsentation des eigenen Songmaterials gegangen sei.

A & R-Manager bekommt „Hitnoppen“

Wortschatz-Erweiterung lieferte STEFAN ULTSCH, der zu Karrierebeginn der „A&R-Manager“ der Plattenfirma von HELENE war. Als der den von JEAN FRANKFURTER komponierten Song „Feuer am Horizont“ von HELENE gehört hat, habe er eine Gänsehaut bekommen – bzw. in seinem Jargon: „Hitnoppen“. Das GefĂĽhl sollte ihn nicht täuschen und auch FRANK BRIEGMANN, der ab 2012 bei HELENES Plattenfirma zuständig war, bemerkte sofort ihr ausgesprochenes Talent. 

Schlager auf links gedreht

JEAN FRANKFURTER erzählte, dass HELENE erst gewisse Bedenken dem Schlager gegenĂĽber gehabt habe, aber mit dem Argument ĂĽberzeugt werden konnte, dass man qualitativ gute Schlager produzieren wolle. Chartexperte MATHIAS GILOTH wusste zu berichten, dass in der Anfangsphase HELENEs (2005) kein einziges Schlageralbum auf Platz 1 der Charts gewesen sei – hier hat HELENE sicher unheimlich viel bewegt, und wir Schlagerfreunde mĂĽssen dem Superstar da wirklich sehr dankbar sein, dass HELENE das gesamte Image des deutschen Schlagers extrem hat verbessern können, das kann man wohl definitiv sagen (- das wurde so im Film nicht explizit gesagt, konnte aber klar dem Zusammenhang entnommen werden -).

Gut fĂĽr HELENE war natĂĽrlich, dass die Karriere von Beginn an gut losging. Spannend in dem Zusammenhang, dass die KĂĽnstlerin selbst die erste Chartnotiz nur periphär wahrnahm, während ihr Umfeld schon sehr begeistert war. HELENE betont allerdings auch, dass ihr der „ganz groĂźe Flop“ bislang erspart blieb. Meilensteine wie die Ăśberraschungs-Vergabe der ersten Goldenen LP werden nicht ausgespart. Bemerkenswert und fast traurig: JEAN FRANKFURTER war bei HELENEs Danksagung sehr gerĂĽhrt, weil die sich bei ihm namentlich bedankt hat. So einen Dank habe er noch nie zuvor vernommen – fast kaum zu glauben, aber der Komponist und Produzent hat es so geäuĂźert.

Authentische Studioszenen

Hoch interessant sind Szenen aus dem Tonstudio bei DAVE ROTH, die einen Eindruck von der Arbeitsweise HELENE FISCHERs vermitteln. Sie ist offensichtlich eine hoch professionelle KĂĽnstlerin, die sich auch einsingt und vorbereitet, gleichzeitig aber auch sehr emotional ist – da flieĂźt auch schon mal die eine oder andere Träne, etwa bei der Aufnahme des Liedes „Luftballon“. „Den live zu singen…“, fragt sich HELENE schon bei der Produktion – wissend, dass das besonders emotional wird. Sie erzählt, dass sie manchmal besser fände, die Songs erst live zu präsentieren und erst dann zu produzieren.

Gezeigt werden auch Ausschnitte der Produktion von Songs wie „Wann wachen wir auf“ und „Nichts auf der Welt“.

Live-Konzerte einer neuen Dimension

Spannend ist auch die Konzertentwicklung von HELENE FISCHER. Sie erzählte, was es fĂĽr ein tolles Erlebnis fĂĽr sie war, als sie mit eigener Band auf Tour ging – ein Meilenstein fĂĽr sie. Einige Jahre später hob CHRISTOPH PAPENDIECK, der ebenfalls zu Wort kam, das Niveau der Konzerte von HELENE auf ein neues Niveau. Zunächst habe es geheiĂźen (sinngemäß) „das kann man doch nicht machen“ – aber PAPENDIECK behielt recht. Konzertveranstalter DIETER SEMMELMANN erzählt den Werdegang der Konzertgeschichte HELENE FISCHER bis hin zu den groĂźen Stadionkonzerten, an deren Konzeption er selbst mitgearbeitet hat.

GroĂźe Erfolge auch im Fernsehen: Ritterschlag von MICHAEL JĂśRGENS

Die ErfĂĽllung eines Traums gelang 2011, als HELENE FISCHER ihre erste groĂźe Personalityshow bekam. Und jetzt anschnallen – das sagt niemand geringerer als der Papst ĂĽber HELENE (sinngemäß zitiert): „Es ist in den letzten 20-30 Jahren oft versucht worden, Personalityshows mit unterschiedlichen KĂĽnstlern hinzubekommen. HELENE ist eine Entertainment-Personality, die selber Star ihrer eigenen Show sein kann. Das hat es in der Form seit CATERINA VALENTE und PETER ALEXANDER nicht mehr gegeben“. – Puh, das muss doch wie Ă–l laufen…

Es gibt aber auch einen Rückblick auf weitere TV-Highlights wie etwa HELENEs Engagement beim ZDF-Traumschiff und beim Tatort mit TILL SCHWEIGER, wobei es ihr da wichtig war, eine Persönlichkeit darzustellen, die mit ihrer Person nichts zu tun hatte.

Nationale und internationale Weggefährten melden sich zu Wort

Hochkarätige Persönlichkeiten äuĂźern sich durch die Bank positiv zu HELENE FISCHER – hier nur eine kleine Auswahl:

  • THOMAS GOTTSCHALK
  • FRANK ELSTNER
  • GĂśNTHER JAUCH
  • BARBARA SCHĂ–NEBERGER
  • ROLAND KAISER
  • BERNHARD BRINK
  • MAITE KELLY
  • ROBBIE WILLIAMS
  • MICHAEL BOLTON
  • JOSH GROBAN u. v. a.

HELENE selbst kommt ausgiebig zu Wort

Anders als von vielen Fans befĂĽrchtet, kommt auch HELENE FISCHER ausfĂĽhrlich im Interview mit JANIN ULLMANN, die ihre Sache nach unserer Meinung sehr gut gemacht hat, zu Wort, wobei uns nicht bekannt ist, ob bzw. welche Sequenzen davon bereits in der Fanszene bekannt sind. Wir fanden es auf jeden Fall äuĂźerst spannend. Einmal mehr war zu erleben, wie sehr HELENE FISCHER miesen Journalismus handelt – insbesondere die „Dramen“ (hat sie selber wörtlich so gesagt) sind ihr zuwider. Spannend: Immer mal wieder formuliert sie dazu Statements, die sie dann aber doch nicht veröffentlicht – so haben wir es der Doku jedenfalls entnommen. 

VOX Pflichtprogramm fĂĽr HELENE-Fans

Wie gesagt: Die Doku mit einer Netto-Gesamtlaufzeit von knapp 2 1/2 Stunden können wir nicht nur HELENE-Fans ans Herz legen. Das ist hoch spannend und interessant. Einmal mehr gibt es den immer wieder aufkommenden Wermutstropfen: Eine ganz entscheidende Rolle spielte in der Anfangszeit sonnenklar UDO FOHT. Dass erneut dieser Name (zumindest wenn wir es richtig mitbekommen haben) einfach totgeschwiegen wird, ist schade, weil der Mann nun mal eine große Rolle in HELENEs Karriere gespielt hat. 

Pressetext

Die bislang größte Dokumentation über Helene Fischer nimmt ihre einzigartige Karriere in den Blick: Von der Musical-Nachwuchsdarstellerin zur außergewöhnlich erfolgreichen Entertainerin. Mehr als 30 Wegbegleiter wie Robbie Williams, Josh Groban, Michael Bolton, Thomas Gottschalk, Barbara Schöneberger, Günther Jauch, Mark Forster, Nico Santos, Maite Kelly, Roland Kaiser und Bülent Ceylan schildern ihre Begegnungen mit ihr. Sie selbst gewährt für die Doku exklusive Einblicke in ihren Alltag: Tränen im Tonstudio und ein intimes Interview mit Janin Ullmann inklusive.

Quelle Pressetext: VOX
Foto: RTL / Stefan Gregorowius

 

 

 

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BEATRICE EGLI: „SWR Schlager – die Show“ – in der Kritik von THOMAS KAISER 4

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BEATRICE EGLI: „Schlager – Die Show“ Geradlinigkeit, eigene Note, noch Ausbaufähig!

Die von Beatrice Egli moderierte Sendung „Schlager – Die Show“ wurde in der typischen sympathischen Art von ihr dargeboten. BEATRICE EGLI muss ein Kompliment gemacht werden. Sie schafft es, sich in dieser Show gegenĂĽber den anderen Interpreten zurĂĽckzunehmen. Sie geht hier einen eigenen Weg, z. B. gegenĂĽber GIOVANNI ZARRELLA, der es sich anscheinend zur Aufgabe gemacht hat, sich und seine Familie bei seiner neuen ZDF-Show in den Mittelpunkt zu stellen.

Lob fĂĽr xoXXclub und DJ Ă–TZI

Obwohl es eine groĂźe Ăśberschneidung mit KĂĽnstlern des vor kurzem stattfindenden „Schlagerbooms“ in der ARD gab, hat die Sendung doch eine eigene Art, die sich durch Stringenz und Geradlinigkeit auszeichnet. In der Sendung gibt es einfach weniger Halli-Galli, sondern auch gewisse ernste Momente wie das Interview von DJ Ă–TZI, wo es um das groĂźe soziale Engagement des KĂĽnstlers ging. DJ Ă–TZI konnte auch auf ganzer Linie mit seinem Lied „Take my eyes off you“ ĂĽberzeugen. In die gleiche Kerbe schlugen die Jungs von voXXclub, die mit einem sehr guten synchronen Auftritt zur „Vogelwiese“ ĂĽberzeugten. DJ Ă–TZI und voXXclub brachten einfach gute Laune in die Show.

Lustiges Tanzspiel mit LUCA HĂ„NNI

BEATRICE EGLI performte mit „Alles, was Du brauchst“ einen aktuellen Song vom gleichnamigen Album. – Es gab auch humorvolle und witzige Momente. BEATRICE  forderte ihren Landsmann LUCA HĂ„NNI zu einem Tanzspiel auf. Zur Musik mussten die beiden auf Anweisung bestimmte Tänze auf die BĂĽhne zaubern. LUCA HĂ„NNI mit einer Tanzperformance „Tanze Samba mit mir“ im Stil von „Wasche Dein Auto“ und BEATRICE EGLI als „Du bist Bodybuilder und gerade beim Training“ zu „Dschinghis Khan“. Die Moderatorin konnte hier ihre Erfahrung in der Ausbildung an der Schauspielschule in Hamburg einbringen. Ein gelungener Moment.

Auflockernde Interviews und Einspielfilme

Aufgelockert wurde die Sendung durch Interviews und Einspieler, wo man kleine private Einblicke u.a. in das Leben von NIK P. und VINCENT GROSS bekam. Der SWR sollte versuchen, BEATRICE EGLI als ständige Präsentatorin dieser Sendung zu gewinnen und die Show auszubauen. Vier Ausgaben wären ideal, Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Das sollte dem SWR gelingen. Er zeigt sich im TV sowieso seit längerem als der Schlagersender Nr. 1 in Deutschland.

Mehr Mut wagen…

Bei weiteren Ausgaben sollte man in Bezug auf die Gäste „mehr Mut wagen!“ Man hat den Eindruck, dass es in Ă–sterreich nur noch einen Schlagersänger gibt: DJ Ă–TZI.  Das Alpenland zeigt aber noch viel mehr an Schlager, auch beim volkstĂĽmlichen Schlager hat das Land mit dem GroĂźglockner einiges zu bieten. Ebenso hat die Schweiz eine groĂźe Vielfalt mit LEONARD oder LINDA FĂ„H. Zu erwähnen sind auch die FĂ„ASCHTBĂ„NKLER. Ein auĂźergewöhnlicher Schritt wĂĽrde die Einladung des Schweizer Mundart Sängers TRAUFFER darstellen.

Interessantes Statement von MARIANNE ROSENBERG

Sehr interessant war eine Äußerung von MARIANNE ROSENBERG bei der Gestaltung von Musikkarrieren. Auf eine Frage von BEATRICE antwortete sie: 

Ich denke, man muss bereit sein, und jetzt sage ich was, was vielen KĂĽnstlern und vor allem auch Plattenfirmen nicht gefallen wird, man muss bereit sein, auch auf Erfolg verzichten zu können, wenn man seinen kĂĽnstlerischen Weg verfolgen will!“ 

(Zitat: Marianne Rosenberg, SWR, Schlager – Die Show, 30.10.2021). – Das ist ein Thema, das man in Zukunft in einer Talksendung zur Diskussion stellen sollte. Zu dieser Aussage wĂĽrde es bestimmt Zustimmung als auch vehemente Ablehnung geben.

Mehr Sendezeit wĂĽnschenswert

Einen Gewinn kann die Sendung in Zukunft dadurch verbuchen, indem man Ihr mehr Sendezeit gewährt. Die Verlängerung um eine halbe Stunde auf zwei Stunden wäre ideal. So hätten auch musikalische Gäste in der Zukunft die Möglichkeit, mit zwei Auftritten zu brillieren. Gerade die alten Schlagerrecken BERNHARD BRINK, NIK P., MARIANNE ROSENBERG und MICHELLE haben durch lange Karrieren einen riesengroĂźen Rucksack an Schlagertiteln auf dem RĂĽcken. Man hätte sich noch auf  „Sieben Tafeln Schokolade“, „Gloria“, „Er gehört zu mir“ oder „Kleine Seelenfeuer“ freuen können.

RĂĽckblick auf Schlagererfolge von BEATRICE EGLI

Auch Beatrice Egli hat gerade in Ihrer Zeit von 2013 bis 2018 eine beachtliche Anzahl von Hits zu bieten. Nicht nur Fliegen, Auf die Plätze fertig in Glück, sondern auch so Perlen wie Total Perfekt, Sternenfeuer oder Herz an. Schön wäre es, wenn man auch früheren Schlagerliedern mehr Raum geben könnte.

Bessere Abstimmung bei Programmierung von Schlagershows wĂĽnschenswert

Was man fĂĽr weitere Shows vermeiden sollte, das ist das gleichzeitige Angebot von Schlager auf verschiedenen Sendern. Ross Antony parallel mit seinem eigenen Format im MDR ist einfach kontraproduktiv, vor allem auch fĂĽr die Moderatoren selber.

„Schlager – Die Show“, eine gelungene runde Sendung mit Eigenständigkeit, die aber noch ausbaufähig ist.

THOMAS KAISER

Foto: © SWR/Kimmig/Wolfgang Breiteneicher

 

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