Bernhard Brink – Schlager des Monats Kommentare deaktiviert fĂĽr Bernhard Brink – Schlager des Monats

20170107 Schlagerchampions 3

Am letzten Freitag im Mai kommt die zweite Folge der „Schlager des Monats“. Man darf gespannt sein, welchen Kalauer der Chartsexperte der Show diesmal raushaut. Das „Live-Album“ von Christian Lais war jedenfalls schon mal nicht schlecht…

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ROSS ANTONY TV-Kritik: „Abwechslung und Vielfalt bei der Schlagerparty!“ 4

Bild von Schlagerprofis.de

Ordentliche Quote auf SILBEREISEN-Niveau

Die gestrige „Schlagerparty mit ROSS ANTONY“ konnte sich quotenmäßig gegen starke Konkurrenz (RTL mit Jauch, Schöneberger, Gottschalk, ARD mit GUIDO CANTZ) sehr gut behaupten. Am Samstagabend 1,4 Mio. Zuschauer bzw. 5,6 Prozent gegen dieses Gegenprogramm zu holen und damit Zahlen „auf SILBEREISEN-Niveau“  zu generieren, das ist schon aller Ehren Wert.

Unser Kritiker THOMAS KAISER sah sich gestern die vom MDR ausgestrahlte Schlagerparty an. Ihm hat die Sendug sehr gut gefallen.Hier seine Kritik:

Vielfalt und Abwechslung

Die gestern ausgestrhlte und lang ersehnte Schlagerparty mit Ross Antony stand unter dem Motto „Vielfalt und Abwechslung“! Zu sehen war das unter anderem an den Auftritten von LAURA WILDE, den SCHLAGERPILOTEN, VINCENT GROSS, ANDRE STADE oder dem Neuling CHRIS CRONAUER.Komischerweise scheint solch eine breite Streuung beim MDR in Sachen „Schlager“ nur möglich zu sein, wenn die Konzeption und die Gesamtleitung nicht in den Händen von JĂĽrgens TV zu liegen scheint. Die FederfĂĽhrung hatte in dieser Sendung die Saxonia Entertainment GmbH.

„Rossingo Antony“

Ross Antony moderirerte wie immer mit seiner quirligen und etwas ĂĽberdrehten Art durch seine Sendung. Durch den auf seiner Schulter thronenden Flamingo mutierte ROSS ANTONY zu ROSSINGO ANTONY. Naja, wer es mag! Dass es auch stylingtechnisch besser geht, zeigte er bei seinen Auftritten zu „Volare“ und dem Duett mit ANDY BORG „Fiesta Mexikana“. Einen weiteren Auftritt hatte ANDY BORG mit dem eher ruhigen Titel „Lass mi net untergehn“. Man kann gespannt sein, welche Quoten seine weiteren SchlagerspaĂź-Sendungen beim SWR einfahren werden.

Comoderatoren JULIA LINDHOLM und VINCENT GROSS

Tatkräftige UnterstĂĽtzung hatte Ross Antony in der Moderation durch den smarten Schweizer VINCENT GROSS und durch die attraktive Schwedin JULIA LINDHOLM. Auch sie präsentierten jeweils zwei aktuelle Songs. VINCENT GROSS sang seinen Airplayhit „Chill out time“ und den Titel „Ich schenke dir mein Herz“ aus dem kommenden Album „Hautnah“. JULIA LINDHOLM präsentierte „Ist es Liebe“ und „Schöne GrĂĽĂźe an den Rest der Welt“. Sehr gut, dass fast alle Schlagerinterpreten sich in mehreren Auftritten präsentieren konnten.

LAURA WILDE ein Highlight

Ein Highlight waren die beiden Auftritte von LAURA WILDE. Nicht nur, weil Sie sich stimmlich durch eine wärmere timbrierte Stimme von vielen Ihrer Schlagerkolleginnen absetzt, sondern auch deshalb, weil Sie Ihre Karriere bereits vor 9 Jahren mit dem Album „Fang deine Träume“ startete. Es ist merkwĂĽrdig, dass andere sogenannte SchlagerkĂĽnstler wie eine SARAH ZUCKER, eine MARIE REIM oder ein JULIAN REIM durch gewisse familiäre Bande in den Schlagersendungen eines Michael JĂĽrgens trotz der gerade sogenannten beginnenden Karriere mehr Auftritte vorzuweisen haben als eine wesentlich talentiertere und in der Schlagerszene länger tätige LAURA WILDE. Ein kurzer Hinweis zu LAURA WILDE. Vor Ihrer Schlagerlaufbahn besuchte Sie ein Konservatorium und absolvierte Klavierunterricht. Solche musikalischen Ausbildungen scheinen heute keine Rolle mehr in der deutschen Schlagerbranche zu spielen. Das ist mehr als bedauerlich.

Spielchen als Auflockerung

Aufgelockert wurde die Sendung durch Spielchen wie ein Schlauchbootduell. Zwei Teams mussten in einem Schlauchboot in 45 Sekunden so viele Plastikenten wie möglich aus dem Wasser fischen. Die Sieger waren ROTBLOND.Desweiteren traten ROSS ANTONY und ANDRE STADE gegeneinander an. Drei Schlagertitel wurden anhand eines Gießkannenkonzerts erraten. Vortragende waren die SCHLAGERPILOTEN und FEUERHERZ.Wenn schon Spielchen, dann wäre doch an dieser Stelle  ein über mehrere Runden richtiges laufendes Schlagerquiz  besser gewesen.

ROTBLOND und FERNSEHBALLETT

Das Duo ROTBLOND gab ihre neuen Single „Himmelfahrtskommando“ zum besten. Warum ĂĽbrigens die Tänzerinnen des deutschen Fernsehballetts Ihre Auftritte abseits des Geschehens absolvieren mussten, bleibt einem schleierhaft. Erklären kann man das eigentlich nur mit den Auflagen der Corona-Krise.

ANDRÉ STADE und DIE SCHLAGERPILOTEN

ANDRÉ STADE gab sich ein Stelldichein mit „Die Liebe sind wir“ und „Millionen Lichter“. Auch er ist ein Schlagerbarde, der wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, nicht nur wegen seiner langjährigen Tätigkeit als Produzent. Sehr gut waren auch die bereits erwähnten SCHLAGERPILOTEN. Bei Michael JĂĽrgens trotz ihrer mehtr als ĂĽberzeugenden Chartplatzierungen nicht beachtet, präsentierten sie hier ein Mallorca-Medley und ihren Song „Bora Bora“. Urlaubsfeeling pur kann man sagen.
FEUERHERZ lustlos, CHRIS CRONAUER „Mega“

Bei FEUERHERZ hatte man den Eindruck, das Sie ihre Auftritte jetzt nur noch abspulen. Ein gewisses Desinteresse konnte man Dominique  ansehen, anders konnte man sich seine mehr als unpassende Kopfbedeckung nicht erklären. ROSS ANTONYs Frage nach dem Karriereende von FEUERHERZ beantwortete er mit der ausgelutschten Standardfloskel „Aufhören, wenn es am schönsten ist“! Ihren Auftritt beendeten Sie mit dem unspektakulären Song „WeiĂźer Sand“. CHRIS CRONAUER bekam hier zum ersten Mal die Möglichkeit, seinen Song “ Mega“ vorzustellen.

Weniger erwähnenswert…

Außerdem folgten zum Ende der Sendung MICKIE KRAUSE und VOLKER ROSIN. Warum die beiden dabei waren, ist mir schleierhaft. Gesehen und vergessen. Leider durfte auch in dieser Sendung ein BEN ZUCKER und seine Schwester nicht fehlen. In meinen Augen nicht nicht erwähnenswert.

Fazit: Gelungene Sendung

Trotz kleiner kritischer Töne war ROSS ANTONYs Schlagerparty eine alles in allem sehr gelungene Sendung. Man darf mehr gespannt sein, wie sich das ganze weiterentwickelt.

Thomas Kaiser

Bild: MDR/Tom Schulze

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FLORIAN SILBEREISEN: Gastbeitrag / TV-Kritik „Schlager, Stars & Sterne“ Kommentare deaktiviert fĂĽr FLORIAN SILBEREISEN: Gastbeitrag / TV-Kritik „Schlager, Stars & Sterne“

Schlager, Stars und Sterne – Gastbeitrag

+++TV-Kritik aus Ă–sterreich+++TV-Kritik aus Ă–sterreich+++

Gesponsorte Show aus Ă–sterreich

Wie der SPIEGEL berichtet hat, wurde die gestrige SILBEREISEN-Show „Schlager, Stars & Sterne“ mit ĂĽber 370.000 EUR gesponsort. Offensichtlich wurden dafĂĽr diverse österreichische Interpreten eingeladen, die sonst nicht dabei sind. DJ Ă–TZI gehört zwar zum „Stammpersonal“ und sang „Hey Baby“. Das war zwar nicht, wie FLORIAN SILBEREISEN behauptete, sein erster Hit, aber vermutlich hat ihm diese Information sein „Chartexperte“ „gesteckt“, so dass das natĂĽrlich verzeihlich ist. Sehr froh sein kann man, dass mit SIGRID & MARINA und den NOCKIS zwei Acts dabei waren, die „normal“ wohl nicht dabeigewesen wären. Warum DIE DRAUFGĂ„NGER gleich zwei Lieder singen durften, wissen sie vermutlich selber nicht, werden es aber gerne getan haben.

TV-Kritik aus Ă–sterreich

Wer als Deutscher eine Werbesendung für Kitzbühel und Umgebung präsentiert bekommt, kann die Show vielleicht nicht richtig beurteilen. Deshalb haben wir die Kollegen von MUSIC-ILLUSTRATED aus Österreich gefragt, ob wir ihren Text übernehmen können und dankenswerterweise die Abdruckgenehmigung erhalten. Daher hier die Eindrücke der österreichischen Kollegen:

Floris TIROLER GRĂ–STL ala Hawaii

Florian Silbereisen und sein Team meinten es gestern bei der „Seeparty“ in KitzbĂĽhel – Tirol mit den stilistischen Zutaten einfach zuuuu gut! Da verklebte man die herrliche Bergkullisse mit Plastikkugeln und potemkinschen „BerghĂĽtterln“, da gab es auf 1.800 majestätischen Höhenmetern in den KitzbĂĽheler Alpen – Tirol LeuchttĂĽrme, Tretboote, Seejungfrauen, Geweihe mit Glitzersternchen und sogar chinesischen Drachen…

Feuerwerke, die eigentlich besser nach Las Vegas passen, als in die reine Bergluft Tirols – aber scheinbar mussten alle theatralischen Register gezogen werden um von den teilweise ärmlichen musikalischen Darbietungen abzulenken.

Wenige Lichtblicke

Erfreulich JĂĽrgen Drews Tochter Joelina,Ramon Roselly und das sympathische „Barbie-Trachtenpärchen“ Daniela Katzenberger & Lucas Cordalis . Nino de Angelo (der, der nie mehr Schlager singen und Frauen schlagen wollte) hat Jenseits von Eden (das ist aber auch schon Alles!!!), dann sang in Mitten der prachtvollen Kulisse Tirols Joel Brandenstein ĂĽber „Heimat“ und meinte damit NRW ..na ja, was tut man nicht Alles fĂĽr den Tourismus…. Das ist das Stichwort: KitzbĂĽhel, Austria hat diese Art von „Werbung“ tatsächlich NICHT nötig! Die KitzbĂĽhler die wir kennen, die haben sich gestern Abend vor den Fernsehbildschirmen eher gewundert, was der Supershowmaster im Hawaii-Spielhöschen aus ihrer Heimat gemacht hat!!

Lokalmatador ANDREAS GABALIER wohl froh, nicht dabei gewesen zu sein

Einer der sicher sehr froh war NICHT dabei gewesen zu sein: Andreas Gabalier, der zu der Gamsstadt und ihren Schönheiten noch eine echte, ursprĂĽngliche Beziehung hat. Das Ă–sterreichisch-Wörterbuch, das die arme Inka Bause (mit Tränen in den Augen…von den geplatzten Seifenblasen) gemeinsam mit dem völlig fassungslosen Eloy de Jong kennen lernen musste, ergänzen wir an dieser Stelle mit dem Wort: PALAWATSCH.

Hochachtung vor logistischer Leistung – dennoch befremdlich

Wir haben groĂźe Hochachtung vor der logistischen Leistung des Teams vor Ort und vielleicht finden viele Schlagerfans diese Art von „verkehrter“ Bergidylle ansprechend – fĂĽr unsere österreichische Seele die die KitzbĂĽhler Berge wirklich liebt, war der gestrige Fernsehabend eher befremdlich…

Quelle: Mit groĂźem Dank an „Music-Illustrated“

 

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