Nicole: Irritationen um Videodreh in Hannover Kommentare deaktiviert für Nicole: Irritationen um Videodreh in Hannover

Nicole Presse

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Eigentlich steht die Schlagersängerin Nicole ja für „Ein bisschen Frieden“. Aber manchmal platzt wohl auch ihr die Hutschnur. Wir von den Schlagerprofis fragen uns aber: „Warum nur, warum“?

Was ist passiert? Gestern Abend machte Nicole ihrem Unmut zu Vorkommnissen beim Videodreh in Hannover Luft – wir zitieren aus ihrem Facebook-Posting – hier ein paar imposante Beispiele:

Im Internet wurden Termine ohne meine Zustimmung veröffentlicht, welche den Drehort und den Zeitpunkt bekannt gaben.

Ich war nicht wirklich vorbereitet auf so viele Menschen, welche mich in meiner Konzentration von mehreren Seiten beobachteten und dann auch noch Aufnahmen von „hinter den Kulissen“ gemacht wurden.

Uns von den Schlagerprofis wundert diese Irritation seitens Nicoles, denn: Die Location hat doch massiv Werbung für Nicoles Präsenz in Hannover gemacht, und zwar VOR dem Auftritt:

Bild von Schlagerprofis.deDer Erlebnis-Zoo hat also punktgenau Nicoles Erscheinen kommuniziert und sogar den genauen Drehort geschrieben. Die Option, Autogramme zu erhaschen, wurde sogar explizit erwähnt – und das wurde nicht im Vorfeld abgestimmt? Wenn nicht – sollte man sich vielleicht an die eigene Nase oder an die derer fassen, die dafür zuständig sind?

Da genau an dem Tag – ebenfallss quasi „hochoffiziell“ ein Internetanbieter Nicoles neues Album „50 ist das neue 25“ kommunizierte, haben wir das natürlich auch zum Thema gemacht. Im Gegensatz zu denen, die unsere Themen „übernehmen“, haben wir sogar darauf verzichtet, auf Nicoles aktuelles Lebensalter anzuspielen, weil wir das erstens respektlos finden und zweitens auch unpassend, weil Nicole ja nicht mal wie 50 aussieht, insofern diesen Song bzw. Albumtitel glaubwürdig verkörpern kann. Hier ein Textauszug – Irrtum vorbehalten:

50 ist das neue 25.
Nachts sind nicht nur alle Katzen grau,
ich will gern mit meiner Hand ins Blau.

Auf dem Dach des Hannoveraner „Roof Garden“ drehte Nicole übrigens – in Szene gesetzt von Nikolaj Georgiew – das Video zum Titellied des Albums. Der zweite Song, der dort entstand war übrigens „Alle Menschen sind besonders„. Georgiew hat sich übrigens u. a. einen Namen mit dem Sonia-Liebing-Video „Tu nicht so“ gemacht.

Wenn Nicole nun „nicht wirklich darauf vorbereitet“ war, dass genau die Fans nach Hannover pilgerten, die dazu bei Facebook seitens der Dreh-Location sogar aufgefordert waren, fragt man sich, warum im Vorfeld die Werbetrommel mit ihrem Namen gerührt wurde. Das kann man nach unserer Meinung nicht den Fans ankreiden. Wir von den Schlagerprofis haben den Post jedenfalls gesehen, da wird doch hoffentlich das engste Umfeld von Nicole auch mitbekommen, wenn mit ihrem Namen die Werbetrommel gerührt wird?

Nach unserer bescheidenen Meinung ist es eher fragwürdig, warum so ein Videodreh während der normalen Öffnungszeiten und nicht abgesperrt stattfindet. WENN man das dann aber so gestaltet, dann darf man sich nach unserem Dafürhalten nicht wundern, dass Fans daran teilhaben wollen. Dass es natürlich nicht hinnehmbar ist, wenn die sich dann womöglich daneben benehmen, steht auf einem anderen Blatt. Aber das scheint ja nicht Stein des Anstoßes zu sein, sondern vielmehr die Konzentration, die gestört war – eben WEIL man während der normalen Öffnungszeiten gedreht wurde. DAS kann man aber mit Verlaub nicht dem „bösen Internet“ ankreiden, sondern der eigenen Vorbereitung.

Wenn man dann noch bedenkt, dass während des Drehs von Nicole höchstselbst „viele Grüße aus HANNOVER“ gesendet wurden, kann man sich erst recht nur wundern.

Trotz allem sind wir natürlich große Nicole-Fans und freuen uns auf den in Hannover gedrehten Song „Der Maharadscha“, auf das Album „50 ist das neue 25“ und natürlich auf die Gerüchten zufolge kommende Tournee im kommenden Jahr…

Fotograf: Nikolaj Georgiew
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UDO LINDENBERG: Neuer Song von Schlagerautoren – stellt er „Wieder genauso“ beim #FreeESC vor? 1

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UDO LINDENBERG: Kurz vor dem 75. Geburtstag bemerkenswerter Song

Kurz vor seinem 75. Geburtstag veröffentlicht UDO LINDENBERG mit „Wieder genauso“ einen bemerkenswerten brandneuen Song, in dem er in den Dialog mit dem Tod tritt. Ähnlich wie Vornamenskollege UDO JÜRGENS kommt er zu dem Schluss, dass er es „wieder genauso“ machen würde (JÜRGENS: „Ich würd es wieder tun“). Ein echter Gänsehaut-Song, tiefsinnig und bärenstark. Aber: Hoch spannend sind die Songautoren.

1975 kämpfte UDO gegen den „schlechten deutschen Schlager“

In der BRAVO 33/1975 sorgte UDO LINDENBERG mit einem kleinen Foto für Aufregung. Abgebildet wurde seine Faust. Auf die Frage, was das zu bedeuten habe, antwortete der Panikrocker: „Faust: Kampf gegen den schlechten deutschen Schlager“. Das kam nicht bei allen gut an. Ein Fan (OTTO A. aus der Schweiz) schrieb z. B. in BRAVO 46/1975:

„Dieser Typ regt sich ja nur deshalb über den deutschen Schlager auf, weil er unfähig ist, das zu erleben, was in diesen Schlagern besungen wird, nämlich Herz und Gefühl“. In der BRAVO 51/1975 wurde mitgeteilt, dass der Brief die Gemüter erregt habe.

1976 schießt UDO LINDENBERG noch schärfer gegen den deutschen Schlager

Den Höhepunkt erreichte die Diskussion in BRAVO 24/1976. Damals vertrat er folgende Thesen:

  • Die deutschen Schlagersänger sind wie Prostituierte.
  • DIETER THOMAS HECK verkauft Scheiße.
  • Schlagermacher sind Berufslügner und Volksverdummer.
  • Die ZDF-Hitparade ist für Leute mit amputiertem Gehirn.

Immerhin stellte sich UDO LINDENBERG (übrigens anders als damals DIETER THOMAS HECK) und diskutierte mit Stars wie JULIANE WERDING, CHRIS ROBERTS, REX GILDO, PETER PETREL und BENNY über den aktuellen Zustand des deutschen Schlagers, an dem er kein gutes Haar ließ, wobei er schon damals Ausnahmen nannte – wie eben UDO JÜRGENS mit seinem „Ein ehrenwertes Haus“.

Songautoren des neuen Liedes mit Schlagererfahrung

Der neue Song von „LINDI“ wurde u. a. von JOE WALTER komponiert. Der ist Keyboarder der sehr bekannten Band JENNIFER ROSTOCK, die – Achtung – erstmals beim Bundesvision Song Contest überregional bekannt wurde. Das passt zum Thema UDO LINDENBERG. JOE WALTER ist aber auch sehr erfolgreich als Autor von Schlagern und arbeitete mit folgenden Schlagerstars u. a. zusammen:

  • BEATRICE EGLI („Wo sind all die Romeos?“)
  • HELENE FISCHER („See You Again“)
  • HOWARD CARPENDALE („Hier“)
  • MICHELLE („Wenn ich was gelernt hab“)
  • VANESSA MAI („Beste Version“)

Der zweite Autor ist PHILIPP KLEMZ – ebenfalls kein Unbekannter der Schlagerszene, so arbeitete er zusammen mit

  • BEN ZUCKER („Na und?!“)
  • MARIE REIM („Rosarote Brille“, neue Single von MARIE)
  • MICHELLE („Alle träumen“)
  • ROSS ANTONY(„Goodbye Papa“)

Diese beiden Schlager-Schaffer haben den neuesten Song des Panikrockers UDO LINDENBERG geschrieben – ein Ritterschlag nicht nur für die beiden Autoren, sondern auch ein Kompliment für das Image des deutschen Schlagers, finden zumindest wir. Vor 40 Jahren hätte UDO LINDENBERG wohl kaum mit Songautoren des Schlagersegments zusammengearbeitet.

Der heiße Tipp: Ist UDO beim #FREE ESC dabei?

Spannend ist, dass JOE WALTER auch den aktuellen Song der PRINZEN („Dürfen darf man alles„) mit geschrieben hat. DIE PRINZEN sind lt. der BILD-Zeitung auch beim #FREEESC von STEFAN RAAB mit dabei. Warum sollte da nicht auch UDO LINDENBERG sich bei der imposanten TV-Show die Ehre geben? Wir halten das für möglich. Mit JOE WALTER und den PRINZEN, mit denen UDO einst den Song „Körper“ zusammen sang, sind ja bekannte Gesichter am Start.

Produktinformatoin der Plattenfirma

Udo Lindenberg, eine Ikone und absolute Größe der deutschen Musiklandschaft: Jedes Album seit 2008 erreichte Platz 1 der deutschen Charts. MTV Unplugged 1 verkaufte bis heute über 1 Mio. Tonträger
unzählige Gold- und Platinauszeichnungen

Udopium umfasst 50 Jahre Musikgeschichte 1971-2021 plus 4 neue Songs
Die erste Singleauskopplung „Mittendrin“ erreichte bisher die Top 60 der deutschen Airplaycharts
„Wieder genauso“ ist die zweite Singleauskopplung und eine komplette Neuschaffung
Wieder genauso ist eine sehr melancholische Ballade in der der Künstler in ein Gespräch mit dem Tod geht
Lyricvideo erscheint zum Release am 7.5. um Mitternacht

Quelle: Warner Music International

 

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KATJA KRASAVICE: Tiefer Fall von 1 auf 92 – „krankes“ Chartsystem? 0

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Singlecharts immer „merkwürdiger“

Als in den vorletzten Single-Charts KATJA KRASAVICE die Nummer 1 der Singlecharts holte, war klar, woran das lag: Sie hat erfolgreich auf ihren sozialen Kanälen die Werbetrommel für ihre Single geschlagen, die im Bundle mit dem T-Shirt erhältlich ist. So war es möglich, NATHAN EVANS‘ „Wellerman“ für eine Woche von der Spitze zu holen. Mit dem Unterschied, dass „Wellerman“ ein echter Hit ist, während „Best Friend“ offensichtlich nur darauf angelegt war, für eine Woche Nummer 1 zu werden.

In dieser Woche ist „Wellerman“ wieder auf Platz 1, „Best Friend“ hingegen auf Platz 92

Song interessiert offensichtlich nicht

Ursprünglich war in Deutschland der Song von „SAWEETIE“ auf dem Markt und schaffte es auch in die Single-Trend-Charts. Erst mit dem „feat. KATJA KRASAVICE“ und deren Marketing mit dem T-Shirt, das in ihrem Shop zu haben war, wurde „Best Friend“ zum Hit. Aber eben nach unserer Meinung nicht wegen des Songs, der sonst mehr als eine Woche erfolgreich gewesen wäre, sondern wegen des T-Shirts – auch wenn nach unserer Kenntnis nur 4 EUR umsatzrelevant sind – es hat trotzdem gereicht.

Ähnlich hat es KATJA KRASAVICE ja schon einmal mit einer Sexpuppe gemacht – das dazugehörige Album knacke ebenfalls die Spitze der Charts, in dem Fall der deutschen Albumcharts (Schlagerprofis.de berichtete). 

Gibt es einen „Fehler im System“?

Man muss nun sagen – wie will man heutzutage noch faire Charts erstellen? Früher reichte es aus, die Stückzahl der verkauften Einheiten (Singles, Maxi-CDs etc.) zu zählen – heutzutage ist insbesondere das Streaming von Bedeutung. Und das liefert ja große Manipulationsmöglichkeiten.

Welcher über 30-jähriger kann heute die Top-10 der Single-Charts mitsingen oder kennt die Songs? Früher waren die Top-10 oftmals einer großen Bevölkerungsschicht präsent, was heute zumindest nach unserer Wahrnehmung nicht mehr wirklich der Fall ist. Vielleicht ist es aber auch ein Generationenproblem, dass man aus dem Alter heraus ist, schon mal was von „Liege wieder flach“, „Friday“ oder „Blessed“ gehört zu haben.

Vielleicht auch eine Idee für den Schlager?

Da es ist wie es ist, wundert man sich, warum nicht GIOVANNI ZARRELLA die italienische Version von „Wie schön du bist“ nicht mit Pizzateller verkauft oder VANESSA MAI ihren „Mai Tai“-Song mit Cocktailglas. Dann könnte man für eine Woche vielleicht Platz 2 hinter dem T-Shirt holen. Was das alles noch mit Beliebtheit von Musik und Songs zu tun hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Immer entscheidender scheint hier nicht der „Peak“ zu sein, sondern der Chartrun, also wie lange ein Song sich in den Charts hält…

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