Peter Maffay: Sein Geburtstagskonzert wird live in ausgewählten Kinos präsentiert Kommentare deaktiviert für Peter Maffay: Sein Geburtstagskonzert wird live in ausgewählten Kinos präsentiert

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Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Musiker ist zweifelsohne Peter Maffay. Niemand hat (mit Abstand) so viele Nummer-Eins-Alben in Deutschland platzieren können wie er. Sein Album „JETZT!“ stellt Peter anlässlich seines 70. Geburtstages live in der Berliner Columbiahalle vor. Wie jetzt bekannt wurde, können die Fans, die an dem Tag nicht live vor Ort sein können, dennoch „mitfeiern“: In ausgewählten Cinemaxx-Kinos wird Maffays Konzert live übertragen.

Wer die neuen Maffay-Songs wie den Titelsong „Jetzt“ oder „Für immer jung“ oder „Morgen“ live genießen möcchte, kann das vom Kinossessel aus tun. Dort wird auch die interessante Dokumentation zum 50-jährigen Bühnenjubiläum präsentiert. Das Konzert und damit auch das Kinoevent startet um 22.30 Uhr. CinemaxX verspricht den Fans „hervorragende Bild- und Tonqualität“.

Um Mitternacht wird es sicher  emotional, weil Peter Maffay dann seinen runden Geburtstag im Kreise seiner zahlreichen Fans begehen wird. Die Kinotickets für dieses Event sind HIER erhältlich. Folgende CinemaxX-Kinos beteiligen sich an dieser tollen Aktion: Augsburg, Bremen, Essen, Freiburg, Göttingen, Hamburg-Dammtor, Hannover, Kiel, Krefeld, München, Oldenburg, Regensburg, Stuttgart-Liederhalle, Trier, Wuppertal und Würzburg.

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ROSS ANTONY präsentiert im MDR „Tanz in den Mai“ 0

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Überraschendes neues MDR-Format mit ROSS ANTONY

Wie unser Kolumnist THOMAS KAISER in seiner heutigen Schlagerprofis-Kolumne bedauernd feststellt, fragt man sich, was mit der von ROSS moderierten MDR-Show „Meine Schlagerwelt“ los ist. Leider gibt es dazu keine neuen Informationen. Umso erfreulicher ist, dass ROSS ANTONY anscheinend mit einem neuen Format aufwarten kann: „Tanz in den Mai“.

Schon wieder eine Clipshow?

Angesichts der ersten Informationen steht zu befürchten, dass wir es erneut mit einer Clipshow zu tun haben. Der MDR beschreibt die Inhalte der neuen Sendung wie folgt: „Jede Menge flotte Tanzmusik, schwungvolle Videoclips und Wissenswertes, Lustiges und Spannendes zur Walpurgisnacht“ werde geboten. Offen bleibt derweil, ob „ROSSI“ womöglich beim Format „The Masked Singer“ mitwirkt.

Vorbote zum 20-jährigen Bühnenjubiläum

Viellecht präsentiert ROSS in seiner neuen Sendung ja einen Vorboten seines Jubiläumsalbums „Willkommen im Club – 20 Jahre“, das am 6. August 2021 erscheinen wird. Der Titelsong ist ja wohl bereits „im Kasten“. Lassen wir uns überraschen…

Sendetermin ist der 30. April ab 20.15 Uhr im MDR

Bild: MDR/Tom Schulze

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KOLUMNE: Deutsche Schlagershows – Eintönigkeit oder Fortschritt? 3

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Neue Kolumne von THOMAS KAISER

Unser Kolumnist THOMAS KAISER hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten einen Überblick über die aktuellen Schlagershows verschafft und Licht und Schatten der aktuellen Showformate herausgearbeitet. THOMAS KAISERs Kolumne ist seine persönliche Meinung, die nicht zwingend in allen Punkten mit der Auffassung der Schlagerprofis korrespondiert. Sein Überblick ist nach unserer Meinung aber in jedem Fall mehr als lesenswert…

FLORIAN-SILBEREISEN-Shows sind eigentlich MICHAEL-JÜRGENS-Shows

Bei der Betrachtung von deutschen Schlagersendungen ist ein Aspekt eines Artikels – wenn es dabei um die von FLORIAN SILBEREISEN moderierten Shows im MDR geht – vom Portal smago.de interessant. Dort steht dem geschrieben: „FLORIAN SILBEREISEN selbst hat kein Mitspracherecht bei der Besetzung seiner Sendungen. Er präsentiert sie ‚nur’“. Das bedeutet also, dass wir es nicht mit den Shows von FLORIAN SILBEREISEN (wie man es immer lesen kann und wie es oft behauptet wird) zu tun haben, sondern mit denen des Produzenten MICHAEL JÜRGENS.

Sitzt FLORIAN SILBEREISEN im goldenen Käfig?

Hat ein FLORIAN SILBEREISEN nicht auch mal Lust und Freude daran, andere Schlagerkünstler zu zeigen, die noch nie oder nur selten zu Gast waren? Wie wäre es mal mit CLAUDIA JUNG und ihrem noch recht aktuellen Titel „Sommer im November“? Vielleicht ist das ganze ja für FLORIAN SILBEREISEN ein „Goldener Käfig“!? Er ist immens erfolgreich, hat aber anscheinend den Mund zu halten. Nach über 15 Jahren als „Feste“-Moderator und Schlagersänger ein grotesker Zustand. 

KLUBBB3: Schmerzlich vermisst

Apropos FLORIAN SILBEREISEN als Schlagersänger. Es wird Zeit, dass KLUBBB 3 als Schlagerband zurückkehrt. Dieses Trio muss unbedingt wiederbelebt werden. Nicht nur, weil FLORIAN, JAN und CHRISTOFF große Erfolge mit ihren Alben hatten, sondern auch, weil die drei in den Schlagersendungen immer eine gute Figur als Moderatoren gemacht haben. Es wirkte einfach locker, fluffig und spontan. Ganz ehrlich, ich bin der Meinung, seitdem FLORIAN nicht mehr mit seinen Kumpels moderiert, haben die Sendungen an Qualität eingebüßt.

BERNHARD BRINK und VINCENT GROSS trotz Airplay keine Schlagerchampions?

Wo waren eigentlich bei den letzten „Schlagerchampions“ BERNHARD BRINK und VINCENT GROSS? Bei den Erfolgen der beiden in den Airplaycharts wäre eine Einladung Pflicht gewesen. 

Sinneswandel bei „Schlager des Monats“

Aber auch bei den „Schlagern des Monats“ sah es bis jetzt nicht besser aus. Durch die neue Rubrik „Hit des Monats“ scheint hier aber ein Sinneswandel einzutreten, der mehr als begrüßenswert ist. Den „Hit des Monats“ gewann der junge aus NRW stammende NOEL TERHORST mit seinem aktuellen Video zu „Ich vermiss Dich“. Ein Newcomer, der 2015 bei DSDS teilnahm. Sehr schön, dass er als Überraschungsgast im Studio zugegen war und in einem Plausch die eine und andere Frage beantwortete.

Lieber Schlager als deutscher Pop

Interessant ist seine Aussage, dass er 2015 noch eher dem deutschen Pop, der deutschen Pop-Schiene zugewandt war und sich dann aber als jemand aus dem Ruhrpott schnell dem Schlager zuwandte. An der Aussage stellt man fest, wie dicht doch heute der deutsche Pop, oder auch der Deutsch-Pop und der Schlager zusammenliegen.

Für die nächste Wahl zum Hit des Monats stehen zur Auswahl:

  1. VANESSA KATHARINA – „Fast perfekt
  2. ANDRÉ BUSSE – „Wir feiern das Leben“
  3. VIVIEN GOLD – „Unerträglich“

Diese positive Entwicklung sollte noch etwas forciert und ausgebaut werden. Unabhängig von der Wahl zum „Hit des Monats“ sollten trotzdem weitere Neulinge oder auch der breiten Fanmasse nicht so bekannte Interpreten regelmäßig vorgestellt werden. Ein Applaus auch für die Vorstellung der neuen Single „Marie“ von TANJA LASCH.

Weitere förderungswürdige Nachwuchskünstler

Wie wäre es mit MICHAEL WINTER („Du bist in der Hölle geboren“), RAMONA MARTINESS („Bitte lüge mich noch einmal an“) oder DIE WOLKENSTÜRMER („Der Joker meines Lebens“). Vielleicht könnte man in Zukunft immer mal wieder auf die großen etablierten Stars wie einem BEN ZUCKER oder einer KERSTIN OTT bei den Clips verzichten.

Gute Künstler auch abseits der Charts

Man scheint bei den Verantwortlichen wohl zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass es auch abseits der Charts richtig überzeugende und gute Künstler gibt. Dafür eindeutig den Daumen nach oben. Man darf gespannt sein, wann diese positiven Änderungen auch bei Herrn MICHAEL JÜRGENS ankommen.

STEREOACT: Bedauerlicher Zustand der Schlagerszene

In was für einem bedauerlichen Zustand sich die Schlagerszene befindet, zeigt das Interview mit den DJs von STEREOACT. Wie können so großartige Künstlerinnen wie VICKY LEANDROS einem Remix des Kult-Schlagers „Ich Liebe das Leben“ durch das DJ-Duo STEREOACT zustimmen? Genau das gleiche  bei RALPH SIEGELs bzw. NICOLEs „Ein bisschen Frieden“. Verhunzt und verschandelt. Furchtbar. 

Anm. d. Red.: Aus dem Umfeld von VICKY LEANDROS haben wir inzwischen erfahren, dass VICKY LEANDROS auf den Remix keinen Einfluss nehmen konnte: Sie hat die Rechte an dem Lied nicht mehr. Daher musste sie nicht zustimmen, konnte es auch nicht ablehnen. Wie es sich mit „Jenseits von Eden“ verhält, kann man dem Kommentar unseres Lesers MIKE BREUER unten entnehmen.

Positivbeispiel RAMON ROSELLY

Dass dem nicht so sein muss, zeigt die Neuveröffentlichung „Komm und bedien Dich“ von RAMON ROSELLY. Hier haben RAMON und sein Produzent sehr gute Arbeit abgeliefert. Der Charme und der Flair bleibt absolut erhalten. Toll, das Gegenteil von STEREOACT.

Wenn man den MDR beobachtet, hat der Sender allem Anschein nach aber auch ein Händchen dafür, Schlagersendungen an die Wand zu fahren.

Vom Niedergang der „Hüttenparty“

2017 und 2018 gab es je eine Ausgabe der „Hüttenparty“. Eine bunte Schlagershow, die in Österreich im Salzburger Land produziert wurde. Der Ort für die Schlagersause war der Gutshof in Flachau/Pongau. Diese Sendung wirkte sehr authentisch, weil eben vor Ort gedreht. 2019 und 2020 war dem dann nicht mehr so. Die Außenaufnahmen wurden zwar wieder in Österreich getätigt, die reine Produktion der Sendungen verlagerte sich aber in die Studios der Leipziger Media-City.

Das Ergebnis war dementsprechend. Nichts mehr von Authentizität und Echtheit, sondern rein künstlich und vorgegaukelt. Ab da eine Fake-Sendung mit Vorspielung falscher Tatsachen. Oder wie soll man es nennen, wenn ein DJ ÖTZI 2020 vor einer Berghütte steht, dann beim Beginn seines Songs in die Hütte reinläuft und Schwups kommt er mir nichts dir nichts im Leipziger Studio bei der Bühne an. Also dämlicher geht es nicht!

„Ja wo ist er denn, der Nachwuchs“?

Alles in allem muss man feststellen, es gibt beim MDR bis jetzt keine richtige Nachwuchsförderung. So hervorragend wie sich ein BERNHARD BRINK, ein ROLAND KAISER oder eine MARIANNE ROSENBERG zurzeit zeigen und in den letzten Jahren gezeigt haben, die drei werden wahrscheinlich in weniger als zehn Jahren Ihre Karriere aus Altersgründen beenden. Und wenn dieser Tag kommt, dann steht man da und fragt sich: „Ja wo ist er denn, der Nachwuchs?“. 

ANDY BORG: Sein Schlager-Spaß zeigt, dass es auch anders geht

Dass man auch mit anderen Konzepten als immer mit den gleichen Stars und über die Nacht vom internationalem Pop zum deutschen Schlager mutierten Künstlern Erfolg haben kann, zeigt mit sehr guten Einschaltquoten der sympathische charmante Wiener ANDY BORG mit seinem „Schlager-Spaß“. Das Motto der Sendung lautet mit den Worten von ANDY BORG:  „Wir haben Lieder aus allen Jahrzehnten, von den 50er-Jahren bis heute!“ (Zitat. Schlager-Spaß vom 06.02.2021, SWR). Mehr braucht man nicht zu sagen.

STEFAN MROSS: „Querbeet durch den Schlagergarten“

Auch STEFAN MROSS zeigt bei „Immer wieder Sonntags“ im Ersten (SWR) Künstler, „querbeet durch den Schlagergarten“. Auch der volkstümliche Schlager bekommt regelmäßig seine Chance. GERI DER KLOSTERTALER oder DIE TRENKWALDER seien genannt. Aber über diese Sendung ziehen sich ab diesem Jahr dunkle Gewitterwolken zusammen. Es gibt 2021 leider nur 12 Ausgaben statt der bisher 16 Sendungen. Dafür sind abstruse Sparpläne des Hauptsenders ARD verantwortlich.

STEFANIE HERTEL: Keine Muttertags-Sendung

STEFANIE HERTEL scheint in diesem Jahr beim MDR das gleiche Schicksal zu ereilen. Sie muss wohl in diesem Jahr auf ihre große Show zum Muttertag verzichten. Auch hier ist der angebliche Zwang zum Sparen der Grund.

Was ist mit „STEFANIE HERTEL – Meine Stars“?

Ein Artikel der Schlagerprofis vom 14.02.2019 hatte die jährliche HERTEL-Show „STEFANIE HERTEL – Meine Stars“ im Fokus. Diese Sendung soll laut MDR überarbeitet und umgestaltet werden. Bis jetzt gibt es nach meinem Wissen keine weiteren Neuigkeiten. Das ist sehr bedauerlich, da auch diese Sendung immer durch eine große Bandbreite an Künstlern überzeugen konnte.

Die letzte Ausgabe wurde am 27.10.2018 ausgestrahlt. Wurde auch diese Sendung still und heimlich eingestampft? Keiner weiß es. Stichwort Bandbreite. Man muss sich das mal vorstellen, da setzt der MDR ihr Haussender sie einfach mal mit Ihren Sendungen vor die Tür. 

Wenigstens Kooperationen mit dem ORF scheinen erhalten zu bleiben

Bei dem, was jetzt wohl aufgrund des Sparens alles so unter die Räder kommt, muss man wohl froh sein, dass die bisherigen vom ORF in Kärnten produzierten Sendungen „Wenn die Musi spielt“, sowohl die Sommerausgabe als auch die Winterausgabe, im MDR-Programm erhalten bleiben. 

ROSS ANTONY: „Meine Schlagerwelt“ eingestampft?

Eine weitere Sendung,  die diesen Sparzwängen wohl zum Opfer gefallen ist, ist „Meine Schlagerwelt“ von ROSS ANTONY. Geboten wurde  hier immer die große Vielfalt von IREEN SHEER über OLAF BERGER bis hin zu CHRISTIN STARK. CHRISTIN STARK hatte hier bereits einen Auftritt mit „Wollen wir uns“ am 19.01.2016, da wurde bei Herrn JÜRGENS wohl von Ihr noch nicht mal gesprochen.

Event-Palast in Leipzig schöne Location

Sehr überzeugend auch der Event-Palast in Leipzig als Veranstaltungsort. Eine kleine Bühne mit direktem Feeling zum Publikum. Sehr kompakt, sehr direkt. Zwischendurch gab es immer kleine Spiele zur Auflockerung. Vergessen darf man auch nicht die etwas streng hinter der Bar stehende MARLIES, die immer wieder mit verschiedensten Cocktails und Getränken überraschte. 

Format „Musik für Sie“ wurde geopfert

Leider ist auch das alte Format „Musik für Sie“ in alter Form eingestampft worden. Aus der Verbindung von der Präsentation einer Stadt Mitteldeutschlands und deren Region/Umgebung gemischt mit dort auftretenden Künstlern wurde es eine schnöde Clip-Show. Die Sendung wirkt für mich irgendwie wie ein Abklatsch der „Schlager des Monats“. Auch die Live-Ausstrahlung ändert daran nichts. Sehr bedauerlich, das der MDR UTA BRESAN und dem Co-Moderator PETER HELLER nichts besseres bieten kann.

„Musik für Sie“ nicht in der Mediathek

Das haben die beiden nicht verdient. Es wäre bestimmt ratsam, zum alten Format zurückzukehren. Einen Daumen nach unten bekommt der MDR dafür, dass diese Sendung nicht mehr in der Mediathek abrufbar ist. Mehrere Versuche zeigten keinen Erfolg. Leider Fehlanzeige. Somit war es mir nicht möglich, die letzte Ausgabe vom 19.02.2021 zu sehen. Was hat ROSS ANTONY gemacht? In meinem Beitrag vom 24.01.2021 zur ersten Live-Ausgabe von „Musik für Sie“ sehe ich noch eine solide Sendung mit Ausbaufähigkeit. Das sehe ich inzwischen leider anders.

BEATRICE EGLI & ALEXANDER KLAWS: Was ist mit „Schlager – die Show“?

Wenn wir noch mal in den Südwesten der Republik schauen, zum SWR, dann wurde in den letzten Monaten des Jahres 2020 dort eine neue Show mit dem Titel „Schlager – die Show“ angekündigt. Premiere war am 05. Dezember 2020. Als Moderatoren wurden BEATRICE EGLI und ALEXANDER KLAWS auserkoren. Eine gute Wahl: Jung, frisch, frech, charmant und erfolgreich. Aber bis heute hat man zu dieser Show nichts weiter vernommen. Wird es Fortsetzungen geben?

Diese Show eignet sich ausgezeichnet für ein neues Format in Sachen „Schlager“. In diesem Format sollten die Airplaycharts verschiedener Schlagersender die zentrale Rolle spielen. Auch die richtige Produktionsfirma hat man bereits an der Hand. Die Kimmig Entertainment GmbH. Der SWR hat hier die Möglichkeit, Neues zu schaffen, was Abwechslung und Vielfalt betrifft. Deshalb einfach mal „frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk!“

Zu guter Letzt ein Blick weg von der ARD hin zum ZDF

Man kann ANDREA „KIWI“ KIEWEL mögen oder auch nicht, aber ein Lob haben sich die Sendungsmacher verdient. Das Angebot an verschiedenste Künstler des Schlagers. NICOLE, LENA VALAITIS, MICHAEL HOLM, die jungen Vertreter wie NORMAN LANGEN, VINCENT GROSS, LAURA WILDE oder FRANK LUKAS. Auch der von mir favorisierte CHRISTIAN LAIS ist oft dabei. Man kann hoffen, dass es so weiter geht. 

Zum Finale von „Willkommen bei CARMEN NEBEL“

Eine Sendung, die seit dem 31.01.2004 ein fester Bestandteil der Unterhaltungsshows war, wird mit der am 13. März stattfindenden Sendung eingestellt. „Willkommen bei CARMEN NEBEL“  gehört dann leider der Vergangenheit an. CARMEN NEBEL steht einfach für traditionelle Fernsehunterhaltung. Sie ist eine Moderatorin, die man zu den „Dinos“ der Fernsehunterhaltung zählen muss, eine der letzten Größen dieser Art.

Sie konnte nach der Wiedervereinigung 1990 im gesamtdeutschen Fernsehen schnell Fuß fassen. Sie bekam Sendungen in der ARD, beim MDR und dem NDR. Kurioserweise wird heute nicht mehr ein Wort über Ihre Tätigkeit beim MDR verloren. Man könnte meinen, diese Phase hätte nie stattgefunden. Zum Glück bleiben CARMEN NEBEL und Ihren Fans die jährlichen Charity-Shows und Ihre Heiligabend-Sendung erhalten und das hoffentlich noch für viele Jahre.

Neue Show mit GIOVANNI ZARRELLA

Als Nachfolger für sie wurde GIOVANNI ZARRELLA gefunden. Er ist im Schlager sehr erfolgreich und hat bereits mehrfach Goldauszeichnungen abgeräumt, das muss man erstmal schaffen. Mit GIOVANNI ZARRELLA setzt sich das ZDF hoffentlich das Ziel, eigene Schlager- und Musikshows zu kreieren, die Eigenständigkeit beweisen und sich nicht an denen der ARD orientieren. Wenn sich das in der Gästeauswahl bemerkbar macht, wäre es ein weiterer Pluspunkt.

Noch ein paar Gedanken zur Schlagerszene im Allgemeinen

Wenn man zurückschaut auf die Jahre 2005/2006, dann fällt einem sofort ein Name einer ganz großen Künstlerin ein: HELENE FISCHER. Sie tauchte zu einer Zeit auf, als der deutsche Schlager sich in einer großen Krise befand. Mit dem Erscheinen von ihr und ihrem ersten Album „Von hier bis unendlich“ ging ein positiver Ruck aus, der in den folgenden Jahren zu einer Aufwertung  des Schlagers im Allgemeinen führte.

Dieses Ganze setzte sich dann fort mit dem unerwarteten und voll verdientem Sieg von BEATRICE EGLI bei DSDS im Frühjahr 2013. Der Schlager war angesagt wie nie zuvor, sowohl bei Jung und Alt. Sendungen entstanden, große und kleine Veranstaltungen wurden zu Publikumsmagneten. Die englischsprachige Musik verlor an Bedeutung. Der Schlager war erwachsen geworden.

Kaum Chancen für Newcomer

Die heutige Zeit zeigt ein anderes Bild. Neueinsteiger und weniger bekannte Künstler bekommen in den Shows bis jetzt nicht die richtige Aufmerksamkeit und Medienpräsenz, die sie verdient hätten und die auch nötig wäre, um den Schlager in eine sichere Zukunft zu führen. 

Man hat manchmal auch das Gefühl, dass die große Zeit der Melodien und der Refrains im Schlager irgendwie vorbei ist. Es gab schon lange keine Kompositionen mehr, die Gesangslinien haben wie bei „Morgen früh Küss ich Dich wach“, „Mein Herz“, „Du hast mich tausendmal belogen“ oder „Warum hast Du nicht nein gesagt“. Also Refrains die sich im Ohr festsetzten und nicht mehr rausgehen. 

Vergangenheit ist angesagt

Um die Worte eines Kommentars einer Leserin der Schlagerprofis dem Inhalt nach aufzugreifen. Es wird ein Cover nach dem anderen rausgehauen, gerade die 80er Jahre scheinen im Trend zu liegen. Die Vergangenheit scheint angesagt zu sein. Es gibt keine Ideen für Neues. Dies wird alles von den Machern unterstützt.

AC/DC bald bei FLORIAN SILBEREISEN?

Um heute eine Aufmerksamkeit zu erhalten, reicht wohl der Auftritt in einer SILBEREISEN-Show.

Wenn dieser Auftritt erfolgt ist, ist man ein neuer Star. Aberwitzig ist auch die Behauptung von einigen, dass Schlager nichts anderes bedeutet als „Hit“. Wenn man das als Maßstab nimmt, dann müssten bei den nächsten Schlagerchampions AC/DC Auftreten und die „Eins der Besten“ überreicht bekommen. 

Thomas Kaiser

Foto: © MDR/ARD/Thorsten Jander

 

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