CD Cover Schlager sucht Liebe
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Einschaltquote: Stefan Mross setzt sich mit ECHTEM Schlager gegen Eglis Fake(?)-Show durch

Wenn es um deutschen Schlager geht, haben viele Fans ganz offensichtlich schon ein Gespür dafür, in welcher Sendung mit ehrlicher Musik um die Publikumsgunst geworben wird und welche Sendung krampfhaft bemüht ist, mit Trash Popularitätssteigerungen zu erzielen.

Mross holt mehr als doppelt so hohen Marktanteil wie Egli

Am Sonntagmorgen ab ca. 10 Uhr erzielte Stefan Mross mit „Immer wieder sonntags“ eine sehr gute Einschaltquote von 1,53 Mio. Zuschauern – interessant ist hier aber vor allem der Marktanteil: 15,6 Prozent der Fernsehzuschauer interessierten sich für Schlager. Am Abend waren es fast genau so viele Zuschauer, nämlich 1,55 Mio., aber das zu einer Zeit, in der viel mehr Menschen am Bildschirm sitzen – sonntags kurz nach 19 Uhr ist ein Marktanteil von 6,7 Prozent weit unterdurchschnittlich. Das ist um so bitterer, als laut Angaben von Quotenmeter.de das vorher laufende „RTL Aktuell“ 2,81 Mio. Zuschauer hatte und sich die Zuschauerzahl danach fast halbiert hat.

Wieso ist die erste Ausgabe von Schlager sucht Liebe so krachend durchgefallen?

Auffällig ist, dass die Sendung vor rund einem Jahr bereits gedreht wurde und der Sendestart sich immer wieder nach hinten geschoben hat. Womöglich hat RTL selber nicht an einen Erfolg des Formats geglaubt.

Was RTL vielleicht auch unterschätzt hat, ist das Feingefühl der zahlreichen Schlagerfans, denen ehrliche Fannähe sehr oft wichtig ist und die nicht auf die wenig authentischen RTL-Formate stehen. Wenn jemand eine Partnerin ernsthaft sucht (vorausgesetzt, er ist überhaupt Single, was ja vielfach auch bezweifelt wird) und in die enge Auswahl eine brasilianische Sambatänzerin und eine ehemalige Gogo-Tänzerin kommen, stimmt da etwas nicht. Und wenn der Herzbube dann noch seine Mama fragt, wer von den beiden denn wohl eher in Frage kommt, ist das fast NOCH peinlicher als das Vergleichsformat „Schwiegermutter gesucht“.

Lachende Sieger: Die öffentlich-rechtlichen Formate von Stefan Mross und “Kiwi”

Auch wenn man bisweilen geneigt ist, öffentlich-rechtliche Sender kritisch zu sehen – die etwas ehrlicheren Schlagerformate haben hier klar die Nase vorn – dass Stefan Mross mit „Immer wieder sonntags“ wie eingangs erwähnt um 10 Uhr morgens genau so viele Zuschauer holt wie Beatrice Egli um 19 Uhr hat, ist schon ein Ritterschlag für Stefan und seine Gäste (z. B. Fantasy, Anna-Carina Woitschack u. a.). Noch besser lief es übrigens für Andrea Kiewel, die erneut mehr als 2 Mio. Menschen vor den „Fernsehgarten“-Bildschirm locken konnte.

Was bleibt haften?

Dass RTL „Schlager sucht Liebe“ genau so (dämlich) „inszeniert“ wie andere Trashformate, war absehbar, auch wenn wir gehofft haben, dass Beatrice Egli etwas mehr Seriosität in die Sache bringen könnte – ganz offensichtlich waren aber auch der Schweizerin die Hände gebunden, die nach unserem Eindruck nun „gute Miene zu bösem Spiel“ machen muss und diesen Trash als gute Unterhaltung „verkaufen“ muss. Die Wortspiele der (zahlreichen) Kritiker gehen von „Schlager sucht Puff“ (Georg Fischer) bis hin zu „RTL sucht Zuschauer“ (DWDL).

Ob die wenigen angenehmen Momente der Show (wie in Ausgabe 1 die mit Denny Fabian) ihm nutzen können, wird sich zeigen. Es mag ja sein, dass einige der Namen nun bekannter sind – ob das damit einhergehende anzunehmende massive Negativ-Image, mit dem sich der Bekanntheitsgrad „erkauft“ wurde, der Karriereplanung nicht eher schadet als nutzt, bleibt abzuwarten…

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