Schlagernacht des Jahres 2019: Schlagerprofis.de-Eventbericht von Kevin Drewes 2

Die sehr beliebte „Schlagernacht des Jahres“-Tour machte auch 2019 natürlich wieder Halt in Hamburg. Rund 12.000 Schlagerfans, die schon Stunden vor dem Einlass eine lange Schlange bildeten, waren gestern in der Barclaycard-Arena dabei. Auch wir waren vor Ort.

Eisbrecher: Feuerherz

Den Auftakt der diesjährigen Veranstaltung machten die Jungs von  Feuerherz. Das Quartett startete mit einem Medley gecoverter Schlager-Hits und setzten ihre Show mit eigenen Liedern wie „Noch lange nicht genug“ und „In meinen Träumen ist die Hölle los“ fort. Zum Abschluss brachte das Quartett ein Medley – u. a. mit Schlagern wie „Über den Wolken“ von Reinhard Mey sowie „1000 und 1 Nacht“ von Klaus Lage.

Vanessa Mai: Kein Wort über „verschobene“ Tour

Schon sehr früh, als zweiter Act, war Vanessa Mai an der Reihe. Überraschenderweise verlor sie kein Wort über ihre erst kürzlich komplett abgesagte Tournee. Als Erstes performte sie den ursprünglich mit Olexesh im Duett gesungenen Song „Wir 2 immer 1“, es folgten „Wolke 7“ aus ihrer „Wolkenfrei“-Zeit und „Regenbogen“. Bei zweitgenanntem Song entstand auf den Rängen ein sehr schönes Lichtermeer, wenngleich auch die Stimmung definitiv noch steigerungsfähig war. Zum Abschluss sang sie „Ich sterb für dich“, ihren ersten Song aus der inzwischen beendeten Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen.

Vincent Gross begeistert mit „Nordlichter“


Der Schweizer Vincent Gross startete sein Programm mit Roland Kaisers Megahit „Joana“. Es folgten drei eigene Songs von ihm: „Und wieder dieser Beat“, „Nicht allein sein“ und der zum Veranstaltungsort Hamburg passende Song „Nordlichter“. Beim Refrain gröhlte das Publikum lautstark mit. Vincent ließ es sich nicht nehmen und machte ein Erinnerungsfoto mit der starken Kulisse, ehe er den Weg für seine Landsmännin Beatrice Egli frei machte.

Beatrice Egli präsentiert ihren neuen Schlager „Terra Australia“

Erst vor wenigen Wochen zurück aus ihrer drei Monate andauernden Auszeit in Australien, sprühte sie vor Energie und hatte natürlich auch einen dort neu geschriebenen Song „Terra Australia“ im Gepäck. Dieser wurde sehr gut vom Publikum angenommen. Mit ihren Hits „Keiner küsst mich“,  „Ob du’s glaubst oder nicht“ und „Herz an“ sowie ihrer ansteckenden guten  Laune sorgte sie erstmals an diesem Abend für eine kochende Halle. Die Stimmung war mit dem Super-Hit „Mein Herz“ auf dem Siedepunkt. Unter lautstarken Zugabe-Rufen legte sie noch einen oben drauf und sang „Verliebt, verlobt, verflixt nochmal“ aus ihrem letzten Album „Wohlfühlgarantie“.

Starker Auftritt: Münchener Freiheit

Danach kam eine absolute Kult-Band, die Münchener Freiheit, auf die Bühne. Mit ihren Songs „Tausendmal du“, „Herz aus Glas“ oder auch „Herzsschlag ist der Takt“ sorgten sie für eine tolle Stimmung. Und natürlich durfte „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ nicht fehlen, ein Song, bei dem wohl wirklich jeder mitsang. Ein starker Auftritt!

Highlight der ersten Halbzeit: Howard Carpendale


Passend dazu folgte der große Howard Carpendale als krönender Abschluss der ersten Hälfte. Mittlerweile stolze 73 Jahre alt, liegen ihm die Damen auch heute noch zu Füßen. Auch er hatte seine großen Hits im Gepäck und sorgte für einen riesigen Chor mit seinen Evergreens „Hello Again“, „Samstag Nacht“, „Ti Amo“ und dazu „Tür an Tür mit Alice“. Die Stimmung war auf dem Siedepunkt, jedes Lied saß wie eine Eins, insbesondere beim legendären Refrain von „Alice“ wurde es richtig laut. Was für ein Highlight vor der Pause.

Shootingstar Sonia Liebing räumt ab

Den Auftakt zur zweiten Hälfte machte der Shootingstar Sonia Liebing, die mit ihrer starken Stimme so richtig Party-Feeling mitbrachte. Mit „Nimm dir, was du brauchst“, dem gecoverten Song „Jugendliebe“ sowie ihrer Debüt-Single „Tu nicht so“ ging es direkt rasant weiter.

Ben Zucker singt auch seinen neuen Song „Wer sagt das?“


Eine ganz große Show mit tollen Lichteffekten lieferte danach Ben Zucker mit seiner unverwechselbaren Stimme. Das war definitiv eines der Highlights an diesem Abend. Er startete mit „Der Sonne entgegen“ und „Du bist alles“, ehe er mit „Ich spür wie die Liebe zerbricht“ etwas ruhigere Töne anstimmte. Weiter ging es mit seinem neuen Hit „Wer sagt das?!“. Das gleichnamige Album erscheint im Juni. Richtig abgerockt wurde abschließend bei „Na und?!“ sowie dem Titel, mit dem für ihn 2017 sein großer Durchbruch begann: „Was für eine geile Zeit“. Bei letzterem Song regnete es ordentlich Konfetti, die Stimmung erreichte schon früh nach der Pause einen neuen Höhepunkt.

Allrounder mit markanter Stimme: Mitch Keller


Danach war der Allrounder mit der markanten Stimme, Mitch Keller, an der Reihe. Seine starken und aus dem Leben gegriffenen, authentischen Songs „Einer dieser Tage“, „Zuhause“ sowie seine aktuelle Single-Auskopplung „Wenn ich alt bin“, leisteten einen tollen Beitrag zu diesem Abend.

Jürgen Drews: Buntes Programm des „Königs von Mallorca“


Es folgte der König von Mallorca, Jürgen Drews. Mickie Krause besang im gemeinsamen Duett einmal: „ich sah ihn auf der Bühne steh’n, er wollte gar nicht mehr runtergeh“n“. Sehr passend, denn „Onkel Jürgen“, wie er oft liebevoll genannt wird, denkt gar nicht ans Aufhören und weiß noch immer, wie er die Hallen zum Kochen bringt. Mit seinem 2017 veröffentlichten Song „Und ich schenke dir einen Regenbogen“ legte er los, ehe er den Partykracher „Wieder alles im Griff“ anstimmte, bei dem das Publikum aus vollen Kehlen mitgröhlte. Sein absoluter Kult-Hit „Ein Bett im Kornfeld“ durfte nicht fehlen. Jeder dürfte dieses Lied in- und auswendig kennen, diesen Anschein erweckte auch das Hamburger Publikum. Nach „Ich bau dir ein Schloss“, „Warum immer ich?“ und „Irgendwann, irgendwo, irgendwie seh’n wir uns wieder“ kam dann die schon zuvor mehrmals angeteaserte Zugabe „Mama Loo“, eine Coverversion vom Hit der „Les Humphries Singers“, deren Mitglied Jürgen einst war.

„Die immer lacht“: Kerstin Ott

Als vorletzter Act kam dann „die, die immer lacht“: Kerstin Ott. Oft so abgestempelt, wird sie bisweilen sehr unterschätzt. Denn ihre beiden Alben haben bewiesen, dass die tollen Beats gepaart mit starken, emotionalen Texten eine willkomme Abwechslung im Schlagergenre sind. Der Song „Regenbogenfarben“, der spätestens seit dem Duett mit Helene Fischer in deren Weihnachtsshow bei der breiten Masse bekannt ist, war ihr Auftakt-Song an diesem Abend. „Alles so wie immer“ , den sie für ihre Frau schrieb, sowie „Das hast du nicht verdient“ und „Herzbewohner“ folgten, ebenso „Scheißmelodie“ und, wie kann es anders auch sein, „Die immer lacht“. Das Publikum tobte, es wurde nochmals mächtig laut in der Halle.

Ballermann-Feeling mit Mickie Krause zum krönenden Abschluss


Zum Abschluss gab es dann richtiges Ballermann-Feeling in der Barclaycard-Arena. Mickie Krause, das Publikum einheizend mit „Hamburger Jungs“-  Gesang, betrat die Bühne. Auch, wenn es nicht Jedermanns Geschmack war, er wusste, wie er noch einmal so richtig den Kessel zum Überkochen bringen konnte. Mit „Reiß die Hütte ab“, „Geh mal Bier hol’n“, „Schatzi schenk mir ein Foto“ und auch „Sie hatte nur noch Schuhe an“ lieferte er ein fulminantes Finale.

Fazit

Auch dieses Jahr unterstrich „Die Schlagernacht des Jahres“ ihren Ruf als absolutes Highlight im Schlagerbereich. Eine gesunde Mischung aus Topstars, Kult und frischem Wind durch Newcomer ist ein Rezept, dass auch an diesem 6-Stündigen Abend wieder aufging! Ob Jung oder Alt, jeder fand hier etwas zum Abfeiern!

Text und Fotos: Kevin Drewes

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2 Kommentare

  1. Hallo, habe seit vielen Jahren als treuer Besucher der „Schlagerveranstaltung“ nichts vergleichbar Schlechtes erlebt wie heute bis 22.00 Uhr- da war das Fass dann übergelaufen! Sie sollten sich schämen für den aufgerufenen Preis und der gebotenen Leistungen mit Ausnahme von Houwi!
    Vg, Hans Gigl

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Kevin Drewes
Pressetext: DA Music

 

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