Melissa Naschenweng: Schlagerprofis-Rezension ihrer aktuellen CD „Wirbelwind“ Kommentare deaktiviert fĂŒr Melissa Naschenweng: Schlagerprofis-Rezension ihrer aktuellen CD „Wirbelwind“

Wirbelwind

Melissa Naschenweng erinnert uns in mehrfacher Hinsicht an Andreas Gabalier. Sie kommt aus Österreich, steht fĂŒr moderne volkstĂŒmliche Musik, ist sexy-attraktiv und ist mit ihrer Harmonika und ihrem meist pinken Outfit unverwechselbar.

Das vierte Album der hĂŒbschen KĂ€rntnerin heißt „Wirbelwind“ – und der Name ist mehrfach Programm, wie Melissa im Booklet erlĂ€utert, indem sie sich selbst als „kleinen Wirbelwind“ bezeichnet und auch ihre Musik so sieht, die recht vielseitig ist und sich genau so auf dem Nachfolgealbum von „Kunterbunt“, das in Österreich die Top-3 der Albumcharts erreicht hat, prĂ€sentiert.

Los geht es mit der optimistischen typisch volkstĂŒmlich-dancigen Nummer „Die Welt ist so a schöner Ort“.

Im Jahrhundert-Sommer 2018 erschien bereits der Latino-angehauchte Song „Gott is a Dirndl“ als Single – wir von den Schlagerprofis haben HIER darĂŒber berichtet. Den Song stellte Melissa u. a. in „Wenn die Musi kommt“ vor. Spannend ist, wie Melissa offensichtlich die Macht weiblicher Reize zum Thema macht – eine Frau, die weiß, was sie will und den Song originell mit „Amen“ schließt.

Mit „El Fuego“ geht es in Samba-Gefilde, da kann das obligatorische „eyo eyo“ ebenso wenig fehlen wie die „heißen KĂŒsse im Fieber der Nacht“, die ein „Feuer entfachen“
  – Von einer ganz anderen Seite zeigt sich Melissa im nachdenklichen Song „Schutzengerl“, der nach einer Aufforderung zum Entschleunigen klingt – merke: „Gib dem Schutzengerl die Chance, die er verdient. Er kann nur so schnell fliegen wie der Wind.“

Im bissig-ironischen Song „Die Nachbarin“ rĂ€t Melissa den StadtmĂ€dels, den  MĂ€dels vom Land nicht die Jungs auszuspannen – mit teils drastischen Worten – die vermeintlichen Widersacherinnen werden so auch mal gerne – O-Ton – als „silikongefĂŒllter Gspußi-Dieb“ bezeichnet. Musikalisch brilliert Melissa zum Songende mit einem imposanten Akkordeonsolo. Der Song wurde bereits im Herbst 2018 als Single veröffentlicht. Die Interpretin stellte den Titel u. a. im ZDF-Fernsehgarten vor.

Bereits im Winter 2017/18 veröffentlichte Melissa eine tolle deutsche Version des Vengaboys-Hits „We are going to Ibiza“, aus dem sie „Willkommen in den Bergen“ gemacht hat und damit viele AprĂšs-Ski-Partys gerockt hat.

In der ARD-Silvestershow stellte Melissa ihre brandneue Single „I steh auf Bergbauernbuam“ vor und bewies einmal mehr, dass sie das Zeug hat, ein „weiblicher Gabalier“ zu werden. UnmissverstĂ€ndlich stellt sie in dem Song klar, wie der Kerl gestrickt sein muss, der ihr Herz gewinnen kann – und da haben „Bergbauernbuam“ nun mal die besten Chancen. Ähnlich wie Andreas G. steht Melissa offensichtlich fĂŒr die traditionellen Geschlechterrollen.

Im FrĂŒhjahr 2018 hatte Melissa die Ehre, den Titelsong der 15. Staffel von „Bauer sucht Frau“ zu singen – passenderweise coverte sie einen Gitte-Titel und tauschte den Cowboy gegen einen Bauern an – fertig war „Ich will ’nen Bauern als Mann“. WĂ€hrend Gitte noch verklausuliert behauptete, dass es beim Cowboy nicht auf’s „Schießen“ ankomme, wird Melissa schon deutlicher: „Bauern haben das Stehvermögen“ – o la la


Erotisch haucht Melissa das Wort „Lustschloss“ ins Mikrofon – und beweist auch in diesem Song weibliches Selbstbewusstsein: „Kumm schon zier die net, jetzt trau di nur“
 – alles klar, lieb Bergbauernjungs? J
 Der Titel ist erneut ein mitsingbarer eingĂ€ngiger Schlager, der auch Single-Potenzial hat.

In einer schönen Danksagung bedankt sich Melissa bei den lieben Menschen – Familie, Freunde und Fans, die sie intensiv und leidenschaftlich unterstĂŒtzen. Passend dazu hat sie den einfĂŒhlsamen Song „Vergelt’s Gott“ aufgenommen, der etwas an den Klassiker „Danke fĂŒr diesen guten Morgen“ erinnert. Auch mit diesem Song beweist die junge Österreicherin ihre Vielfalt und Klasse.

Auch Mallorca-Songs kann Melissa – der Song mit dem Wortspiel „Bauer of Love“ könnte auch von Mia Julia stammen – sexy-frivol wird die KĂ€rntnerin mal wieder deutlich: „i wĂŒdi gspian, i wĂŒ mit dir di Nacht riskieren“.

Mit „So a Wunder“ wird es wieder gemĂ€chlicher und es wird melodiös-weihnachtlich – ein klassischer Schlager der besten Sorte. Den Titel hat Melissa in der ORF-Show „Zauberhafte Weihnacht im Land der Stillen Nacht“ vorgestellt.

Der erste Bonustrack ist eine englischsprachige Nummer. „More Than You  Know“ war 2017 ein Riesenhit – Melissa hat diesem Song ihre persönliche Harmonika-Note aufgedrĂŒckt. – Abgerundet wird Melissas aktuelles Album mit einem Remix ihres großen Hits „Net mit mir“, den sie gemeinsam mit Bibi Boom neu eingesungen hat. – Das Original darf mit ĂŒber 4 Mio. Klicks auf YouTube als Hit bezeichnet werden.

Fazit:

Melissas 2019er Album „Wirbelwind“ ist das Album einer authentischen und vielseitigen SĂ€ngerin, der zum ganz großen Durchbruch vielleicht nur noch ein Auftritt in einer Silbereisen-Show fehlt. Die Texte sind originell, teils frivol-sexy – und damit authentisch fĂŒr den selbst ernannten Wirbelwind, der mit tanzbaren und partytauglichen Songs aufwartet. Melissa bietet eine tolle Bandbreite – wir wĂŒnschen ihr, dass sie mit „Wirbelwind“ erstmals auch die deutschen Charts entert, nachdem sie in ihrer österreichischen Heimat schon eine große PopularitĂ€t erreicht hat. Auch musikalisch bietet Melissa mit einer interessanten Symbiose aus Euro-Dance-KlĂ€ngen und ihrem tollen Harmonika-Sound eine gelungene Mischung.

Wir drĂŒcken die Daumen fĂŒr einen guten (Top-50?) Einstieg in die deutschen Albumcharts – in Österreich wird Melissa vermutlich ohnehin abrĂ€umen


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BARBARA SCHÖNEBERGER moderiert ESC-Vorentscheid „Germany 12 Points“ -„ESC-Tag“ im Dritten 1

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BARBARA SCHÖNEBERGER: Eine Konstante beim deutschen ESC Vorentscheid

„Doch schon“ hat der NDR nun Einzelheiten zum Vorentscheid zur Eurovision 2022 mitgeteilt. „Vorsichtshalber“ wird die erneut von BARBARA SCHÖNEBERGER moderierte Show in den Dritten Programmen versteckt – die glanzvollen Zeiten, als man mit Schlagernummern tolle Einschaltquoten erzielen konnte, sind offensichtlich vorbei. Immerhin gibt es aber ĂŒberhaupt wieder einen Vorentscheid.

Keine Fachjury mehr

Spannende Änderung: In diesem Jahr dĂŒrfen beim Vorentscheid keine „Experten“ mehr mitwirken. Was „Fachjurys“ in den letzten Jahren an haarstrĂ€ubenden Nummern durchgewunken haben, spottet allerdings ja auch wirklich jeder Beschreibung. Um andrerseits ganz sicher zu gehen, dass kein echte Hit fĂŒr Deutschland an den Start geht, hat man dann aber doch einen Sicherheitsmechanismus eingebaut: Es gab 944 Bewerbungen fĂŒr den ESC – und wie wurden die Songs fĂŒr den Vorentscheid ausgewĂ€hlt? Wir zitieren Eurovision.de:

Die Jury besteht aus Musikexpertinnen und -experten dieser Hörfunkprogramme sowie aus Alexandra Wolfslast, Chefin der deutschen ESC-Delegation.

Hoch offiziell wurde in einem Radio-Gutachten ja festgestellt, dass HELENE FISCHER zu „Abschaltimpulsen“ fĂŒhrt. Wenn die sich also rein theoretisch beworben hĂ€tte, hĂ€tte sie bei dem Gremium – anders als zuvor  „S!STERS“ oder JENDRIK – vermutlich keine Chance.

Vorstellung der Kandidaten ab dem 10. Februar, Songs auf ARD-Popwellen

Die Menschen, die es in die Vorauswahl geschafft haben, werden dem Publikum von eurovision.de ab dem 10. Februar vorgestellt. Schon am 28. Februar startet ein Online-Voting. Mal sehen, ob das genau so „gut“ funktioniert wie das bei den „Schlagern des Monats“. – Jedenfalls werden die Songs bei den Popwellen der ARD fleißig gespielt – ein weiterer Indikator dafĂŒr, dass der Schlager, der nach wie vor die großen Hits aus Deutschland fĂŒr den Grand Prix hervorgebracht hat, nach wie vor ausgespart wird – mal sehen, ob man sich wie so oft die „Quittung“ fĂŒr diese Arroganz beim internationalen Wettbewerb abholen wird.

„ESC-Tag“ am 4. MĂ€rz

Am Freitag, 4. MĂ€rz, wird in allen Dritten Programmen dann die Vorentscheidung laufen – moderiert von BARBARA SCHÖNEBERGER, die allein mit ihrer Moderation schon so manche der letztjĂ€hrigen unfassbar peinlichen Wertungsergebnisse mit ihrer Art, das nun wirklich nicht ernst zu nehmen, gerettet hat und damit eher an den „Wahren Grand Prix“ der 1990er Jahre als an einen echten ESC-Vorentscheid erinnert. LegendĂ€r war, als sie im Alleingang die deutsche Teilnehmerin bestimmt hatte, weil der Bewerber ANDREAS KÜMMERT halt „keinen Bock“ mehr hatte – kommt vor, wenn man solche Leute statt engagierter fĂŒr den Wettbewerb brennende Menschen durchwinkt.

Nach Angaben des guten ESC-Portals esc-kompakt.de ist mit fĂŒnf bis sieben Vorentscheidungsteilnehmern zu rechnen, die von einer aus ca. 25 ausgewĂ€hlten Titeln bestehenden Shortlist von Delegationsleiterin ALEXANDRA WOLFSLAST und ARD-Popwellen-Vertreter ausgesucht wurden (- da wird bestimmt wieder „ganze Arbeit“ geleistet – Hauptsache es gefĂ€llt den „Fachleuten“..). – Ebenfalls von esc-kompakt.de ist der Hinweis, dass die Moderatorin ALINA STIEGLER in die Vorentscheidung eingebunden wird – wir sind gespannt, was ihre Funktion sein wird.

Live-Publikum wohl zugelassen

Geplant ist nach Angaben der Produktionsfirma Bildergarten, TicketsĂŒber tvtickets.de zu vertreiben. Der Vorentscheid wird aus Berlin-Adlershof gesendet.

Foto: © NDR/Morris Mac Matzen

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LUCAS CORDALIS: Sein neues Album wird von CHRISTIAN GELLER produziert 1

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LUCAS CORDALIS nun bei 221 Music / TELAMO

PĂŒnktlich zu seiner Anwesenheit bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ gibt es auch musikalische Neuigkeiten von LUCAS CORDALIS, der ein schweres Erbe antritt – Papa COSTA war immerhin der erste Dschungelkönig, da ist die Messlatte natĂŒrlich groß. Andrerseits stellt sich LUCAS gerne Herausforderungen – und es ist gut möglich, dass er in die großen Fußstapfen seines Vaters treten wird – nicht nur als Dschungelcampteilnehmer. Mit CHRISTIAN GELLER arbeitet er nun mit einem der derzeit erfolgreichsten Produzenten Deutschlands zusammen – wir sind gespannt auf das erste Album von LUCAS und CHRISTIAN

Information der Plattenfirma

Bereits als VierjĂ€hriger stand Lucas Cordalis mit seinem Vater Costa (1944-2019) auf der BĂŒhne – aber erst mit 30 Jahren startete er mit dem Song „Viva la Noche“, den er zusammen mit dem Vater und seiner Schwester Kiki aufgenommen hatte, seine Musikkarriere. Seitdem ist Lucas Cordalis nicht nur als SĂ€nger, sondern auch als Komponist und Produzent erfolgreich. Er arbeitete u.a. mit GrĂ¶ĂŸen wie David Hasselhoff und DJ Bobo –und schrieb mit „Baby Come Back“ (von Worlds Apart) einen Welthit, der es in 15 LĂ€ndern in die Top 10 schaffte. Mehr als 10 Millionen TontrĂ€ger hat er inzwischen verkauft und erhielt zahlreiche Gold – und Platinauszeichnungen.

WĂ€hrend er schon zum „Dschungelkönig“-Titel seines Vaters die gleichnamige Top-10-Single beisteuerte, knĂŒpft Lucas Cordalis nun gemeinsam mit seinem neuen Labelpartner 221 Music musikalisch an diese Ära an: Mit dem von Christian Geller (u.a. Eloy de Jong, Giovanni Zarrella) produzierten Song „Holt mich hier raus“! veröffentlicht der gebĂŒrtige Frankfurter am 21. Januar seine DebĂŒtsingle beim MĂŒnchner Label. Sein komplett von Christian Geller produziertes neues Soloalbum wird ebenfalls in diesem Jahr erscheinen.

Lucas Cordalis:

„Ich bin sehr glĂŒcklich, mit 221 Music als Label und Christian Geller als Produzenten großartige, neue Partner fĂŒr meine Musik gefunden zu haben. Ich hatte sofort das GefĂŒhl, dass wir alle auf einer WellenlĂ€nge sind. Deshalb freue ich mich auf eine spannende Reise und eine tolle Zusammenarbeit.“

Ken Otremba, 221 Music GeschĂ€ftsfĂŒhrer: „Lucas ist seit 25 Jahren eine feste GrĂ¶ĂŸe im Showbusiness, der nicht nur als SĂ€nger, Produzent und Komponist erfolgreich ist, sondern auch in zahlreichen TV-Formaten mit seinem Sportsgeist und seiner sympathischen Art ein großes Publikum fĂŒr sich gewinnen konnte. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit!“

Christian Geller, Produzent: „Lucas stammt – wie man weiß – aus einer sehr musikalischen Familie. Schon das alleine wĂ€re ein Grund, sich auf diese Zusammenarbeit sehr zu freuen. Aber nach unserem ersten GesprĂ€ch wusste ich: das passt!!! Ich freue mich sehr ĂŒber Lucas‘ Vertrauen in meine Arbeit!“

Quelle und Foto: 221 music / TELAMO

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