Florian Silbereisen: Die Schlagerprofis-TV-Kritik zu den „Schlager Champions“ Kommentare deaktiviert für Florian Silbereisen: Die Schlagerprofis-TV-Kritik zu den „Schlager Champions“

1 Schlagerchampions Das grosse Fest der Besten 2019

Zugegeben – die Erwartungshaltung war groß. Die „Schlager Champions“ haben ihrem Namen hochprozentig alle Ehre gemacht – mit Helene Fischer, Andrea Berg und Andreas Gabalier waren die drei wohl erfolgreichsten Schlagerstars der letzten Jahre überhaupt mit dabei – allein die drei Superstars in EINER Show sind eine absolute Seltenheit.

Creme de la Creme in einer Show

Mit Roland Kaiser, Ben Zucker, Maite Kelly, Santiano, Kerstin Ott, Fantasy, KLUBBB3 und Eloy de Jong sind weitere Topstars der Einladung Florian Silbereisens gefolgt – und die Freunde des traditionellen Schlagers hatten mit Heino und Mary Roos auch ihre Freude.

Dazu sah es lange Zeit so aus, als gäbe es nur wenige internationale Alibi-Stars, die nix mit Schlager zu tun haben. Vor allem dachten wir, dass der irgendwie anscheinend unvermeidliche Alvaro Soler wenigstens diesmal fehlen würde – nein, warum auch immer musste auch er mit der „Eins der Besten“ ausgezeichnet werden, obwohl er nach unserer Kenntnis in seinem Leben noch nie einen deutschen Schlager gesungen hat.

Mit Spannung erwartet: Begegnung von Florian mit Helene

Aber nicht nur der enorme Starauflauf, nein insbesondere eine besondere Geschichte sorgte im Vorfeld für enormes Interesse: Die Geschichte des Moderators und seiner ehemaligen Lebensgefährtin Helene Fischer, die sich erstmals nach Bekanntgabe der Trennung auf offener Bühne wiedersehen würden. Nehmen wir es vorweg: Diese mit Spannung erwartete Wiederbegegnung haben Helene und insbesondere Florian mit Bravour gemeistert. Das wirkte nicht übermäßig pathetisch, aber auch nicht desinteressiert – nein, es wirkte genau so wie die beiden es vorher beschrieben haben: Da sind sich zwei ehemals liierte Menschen wieder begegnet und haben sich als liebe Freunde begrüßt.

Vielleicht war die Erwartungshaltung aber auch ZU hoch. Es gab nämlich einige Auffälligkeiten, die von uns im Verlauf des Abends zu einem Ärgernis wurden:

Fehlender Glamour einer Preisverleihung

Eigentlich sollen die Schlager Champions ja durchaus den Charakter einer glanzvollen Preisverleihung haben – so verstehen wir zumindest den Sinn der Show, bei der ja viele Awards vergeben wurden. Dass es hier keine echte Laudatio gibt – okay, kann man vielleicht verstehen, weil es ja eine Musikshow ist. NUR: Warum werden Leute wie Ross Antony (zumindest gefühlt) minutenlang interviewt, während Preisträger wie Fantasy nicht befragt wurden? Mit anderen Worten wurden viele der eigentlichen Highlights nicht wirklich in Szene gesetzt.

Auch erstaunlich war in unseren Augen, dass der Superstar Andrea Berg lediglich einen Song singen durfte – immerhin wurde damit das erste neue Studioalbum seit ca. drei Jahren angekündigt. Verglichen mit dem Riesen-Tam-Tam drei Jahre zuvor, erweckte das für uns den Eindruck einer Degradierung…

Wozu Co-Moderator Ross Antony?

Die Idee, Fragen von Zuschauern einzubinden, mag originell sein. Manche der Fragen waren ja nicht uninteressant – und dass WIRKLICH interessante Fragen wie „Warum werden die Amigos nie eingeladen?“ natürlich unzulässig sind, kann man vielleicht noch nachvollziehen. Nur – nach unserem Eindruck ist Florian Silbereisen, der übrigens sehr souverän durch den Abend geführt hat, durchaus in der Lage, auch eigenständig (ohne Ross’ Hilfe) Fragen zu stellen. Richtig „witzig“ wurde es, als Florian Ross die Karten wegnahm und selbst das Zepter in die Hand nahm. Das erweckte irgendwo den Eindruck, als wollte man krampfhaft das Beisein Ross Antonys legitimieren, weil dessen Chartspräsenz das beim besten Willen nicht rechtfertigt.

Besetzungspolitik teils absolut nicht nachvollziehbar

Ein echtes „Geschmäckle“ hat einmal mehr die Besetzung der Show. Wobei wir nicht das meinen, was sonst oft kritisiert wird – die „ewig gleichen Gäste“. Bei einer Award-Show ist es ja sogar genau richtig und dem Profil der Show angemessen, wenn genau die auftreten, die im vergangenen Jahr die Charts dominiert haben – insofern macht es absolut Sinn, wenn Ben Zucker zum achten Mal in Folge dabei ist bzw. Eloy de Jong zum x-ten Mal eingeladen wird. Und dass die totalen Marktführer wie Helene Fischer natürlich dazugehören, ist auch nur logisch.

Wer aber – so meinen wir – NICHT in die Show gehört, sind Leute, die – sorry – mit dem Label „Kassengift“ versehen werden können. Wenn eine Inka Bause trotz Riesen-Promo es nicht einmal in die Top-100 schafft, hat sie bei den „Champions“ nichts zu suchen – es sei denn als Flop des Jahres. Ähnlich sieht es bei Sotiria aus, die von „Unheilig“ enormen Rückenwind bekam und trotzdem eher durchwachsene Verkäufe ihres Albums erzielen konnte.

Immer wieder die Kelly Family…

Es mag ja sein, dass die Kelly Family viele Zuschauer bindet und große Chartserfolge feiert. Vielleicht ist damit ja sogar legitimiert, dass sie wirklich in gefühlt JEDER Silbereisen-Show dabei sein müssen, auch wenn sie schlicht keinen Schlager machen – oder erinnert sich jemand, dass die Kellys früher in der ZDF-Hitparade im Wettbewerb zu Gast waren (außer vielleicht mal „außer Konkurrenz“)?

Gaga-Preisverleihungen

Der Musikpreis Echo ist nach unserem Dafürhalten unter anderem auch daran gescheitert, dass die echten Erfolge nicht als solche benannt werden sollten, weil das einigen Verantwortlichen womöglich nicht gepasst hat – dass z. B. eine Helene Fischer auch in Jahren keiner neuen Produkte die Abräumerin gegeben hatte.

Den Vogel abgeschossen hat zweifelsohne die Auszeichnung Alvaro Solers mit dem „Hit des Jahres“. Wenn man den internationalen „Hit“ gemeint hätte, hätte man wohl Dynoro & Gigi d’Augostino oder Ed Sheeran bemühen müssen. Auch „Bella Ciao“ könnte man vom vermeintlich schlageresken Charakter auszeichnen. Wenn es aber – wie dem Titel der Show zu entnehmen ist – um SCHLAGER geht, ist die Auszeichnung Alvero Solers in unseren Augen einfach nur lächerlich. Da ist Namikas „Je ne parle pas francais“ eher als Schlager zu betrachten, weil der Song wenigstens in deutscher Sprache gesungen wird. Ob hier nur mit allen Mitteln verhindert werden sollte, z. B. eine Marie Wegener einzuladen, die ärgerlicherweise noch bei einem „komischen“ Wertungsverfahren vom MDR als „Schlager des Jahres“ (der 2. Wertung) ausgezeichnet wurde – schwer zu sagen.

Fehlt nur noch die Kategorie: Erfolgreichste homosexuelle tätowierte verheiratete Sängerin – was soll das? Okay, ganz so schlimm wie beim Echo war es nicht, man hat das Ganze mit einer so genannten „Platin Eins“ versucht, auszugleichen – nur: Warum werden nicht einfach die WIRKLICH erfolgreichsten Interpreten geehrt – warum muss der Erscheinungstermin ein Kriterium für einen Preis sein? Damit ist der Echo – Entschuldigung für die Wortwahl – irgendwann „auf die Schnauze“ gefallen, und das gefährdet – so sehen wir es – auch das Ansehen der Schlager Champions.

Vollplayback ist und bleibt ein einziges Ärgernis

Dass auch die absoluten Stars der Szene genötigt werden, ihre Songs im Vollplayback zu bringen, ist und bleibt ein Ärgernis. Mutlose Programmmacher sollten einfach mal bei den damaligen Mitarbeitern der ZDF-Hitparade nachfragen, wie die diese schier unrealisierbare technische Möglichkeit doch haben realisieren lassen, einfach mal ein Mikrofon hochzuziehen.

Wie sehr auch nur ein kleines bisschen Live-Show die Stimmung aufhellt, zeigte sich, als Andreas Gabalier einfach kurzerhand a capella live sang. Umgekehrt ist es einfach nur hochnotpeinlich, wenn Angelo von der Kelly Family von seinem Schlagzeug aufsteht, das aber einfach lustig weiterspielt. Richtig unfassbar ist es, wenn (so hatte es zumindest den Anschein) ein Ben Zucker im Vollplayback zu einer Live-Version spielt – Wahnsinn!

5,8 Mio. Zuschauer – Top-Quote, aber…

Mit 5,8 Millionen Zuschauern kann man eigentlich zufrieden sein. Unbestritten ist das für eine Schlagershow eine gigantisch gute Quote, die – machen wir uns nichts vor – in diesem Genre momentan nur einer holt: Florian Silbereisen. Da ist er zumindest aktuell konkurrenzlos. Erst recht bemerkenswert ist die Quote vor dem Hintergrund der starken Konkurrenz – beispielsweise lief parallel das RTL-Dschungelcamp, und gegen den ZDF-Krimi ist momentan ohnehin wohl kein Kraut gewachsen.

NUR – die Voraussetzungen waren denkbar gut – ein fast noch nie gekanntes Top-Staraufgebot inklusive Helene Fischer, Andrea Berg und Andreas Gabalier – dazu eine Hammer-Story mit einem Thema, über das ganz Deutschland spricht – da sind 5,8 Mio. zwar gut, aber nicht ganz so überragend, wenn man eine einfache Vergleichszahl nimmt:

Das „Adventszeit“ hatte OHNE Helene Fischer und auch OHNE die Helene/Florian-Story trotzdem MEHR Zuschauer, nämlich 6,05 Mio. Zuschauer. Nicht wenige Fans weisen darauf hin, dass die Modernisierung des Schlagerspektakels „Feste“ durchaus Früchte getragen hat und einerseits ein Erfolgsmodell ist – das können und wollen wir natürlich auch nicht in Frage stellen.

Der Köder muss dem FISCH schmecken, nicht dem Angler…

Viele werden sich angesichts der kritischen Töne „mal wieder“ aufregen, dass wir uns anmaßen, demjenigen „gute Ratschläge“ zu geben, der ein Millionenpublikum erfolgreich eingefangen hat. Und neidlos erkennen wir an, dass der „Unterhaltungspapst“ (ob es dafür einen Weihnachtsgruß gibt? Abwarten…) den Geschmack des Massenpublikums ganz offensichtlich trifft. Und dennoch ist das – so finden wir – nicht die Legitimation, nur noch eigenen Vorstellungen zu folgen, auch wenn das weit am Geschmack eines breiten Publikums vorbei geht.

Sehnsucht nach klassischer volkstümlicher Unterhaltung ist da

DENN: Die Sehnsucht nach klassischer volkstümlicher Unterhaltung ohne Feuerwerk und Tam-Tam ist anscheinend durchaus auch heute noch vorhanden. Wenn überspitzt gesagt eine Show mit Geraldine Olivier und den Grubertalern mehr Zuschauer vor die Schirme lockt als eine Sendung mit Helene Fischer und Andrea Berg, hat das ja schon eine gewisse Aussagekraft. Mit anderen Worten – vielleicht wären so ein paar mehr Stars, die dem Publikum ja noch vertraut sind, die aber derzeit „abserviert“ sind, gar nicht mal schädlich für die Quote – im Gegenteil.

Denken wir an Hein(tje) Simons. Dessen Album ist gigantisch erfolgreich, es war über Monate in den Albumcharts. Normalerweise hätte er dafür die Comeback-Eins der Besten mehr als verdient. Im vergangenen Jahr wurde die Kelly Family damit ausgezeichnet. Spannend: In diesem Jahr hat man lieber KEINEN Award in dieser Kategorie vergeben als Hein(tje) Simons damit auszuzeichnen, dem dieser Award klar zugestanden hätte. Und: Hein(tje) wäre wirklich (im Gegensatz zur Kelly Family) ein SCHLAGERsänger gewesen.

Noch ein Beispiel sei erlaubt: Mit Anita und Alexandra Hofmann hätte es sogar einen guten Grund gegeben, die Show mit einem Jubiläum aufzuwerten (30-jähriges Jubiläum). Auch Stefan Mross (, der heute übrigens ebenfalls sein 30-jähriges TV-Jubiläum feiert,) und Stefanie Hertel gelten heute eigentlich noch immer als Quotengaranten – wohl dosiert könnte man auch solche Acts zum Beispiel statt den Alvaro Solers dieser Welt wieder einfließen lassen, um auch das eigentliche Stammpublikum bei Laune zu halten – hier und da sind genau solche Diskussionen wahrnehmbar.

Roland Kaiser Fest – was erwartet uns?

Interessant ist das nächste „Feste“-Format, das sich ganz auf Roland Kaiser konzentriert. Exponiert wird der Schlager-Kaiser abgefeiert – und doch in kleinerem Rahmen als üblich – nicht in einer großen Arena, sondern in einem vergleichsweise kleineren Studio in Leipzig. Wir sind sehr gespannt, wie Roland am 16.3. gefeiert wird. Immerhin wird er ja vermutlich nur einen Monat später auch im ZDF einen wichtigen Auftritt haben, wenn das 50-jährige Jubiläum der ZDF-Hitparade gefeiert wird.

Fazit

Vermutlich werden wir hier viel Widerspruch ernten, aber uns hat das Schlager Champions Konzept in diesem Jahr nicht so überzeugt wie zuletzt der Schlagerbooom und insbesondere das sehr unterhaltsame Adventsfest. Kritikpunkte sind insbesondere der fehlende Glamour hinsichtlich der Preisträger, merkwürdige Award-Kategorien und in einigen Fällen die grenzwertige Besetzung der Show. Die Kritik geht ausdrücklich NICHT an den Moderator Florian Silbereisen, der den 200-Minuten-Marathon ausgesprochen souverän und insbesondere vor dem Hintergrund seiner persönlichen Situation bravourös gemeistert hat.

Bild: ARD / JürgensTV / Dominik Beckmann

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TRUCK STOP: Wahnsinn: Top-5 – beste Chartsnotiz seit fast 40 Jahren 0

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TRUCK STOP: Sensationelle Top-5-Notiz in offiziellen Albumcharts

Damit haben die Jungs von TRUCK STOP wohl nicht wirklich gerechnet. Erstmals seit dem 9. Mai 1982 stehen die Hamburger Jungs mit einem Album wieder in den Top-10 der Charts. „Liebe, Lust und Laster“ machen es möglich.

Erstmals überhaupt mit einem Studioalbum in den Top-10

Während der große Top-5-Erfolg im Jahr 1982 mit einem TV-beworbenen Best-Of-Sampler („Nicht zu bremsen“) gelang, haben die Hamburger Jungs von TRUCK STOP es diesmal mit einer neuen aktuellen Studioproduktion („Liebe, Lust & Laster“) in die höchsten Chartsregionen geschafft und stehen nur knapp hinter MAITE KELLY, die auf Platz 3 gelandet ist, auf Platz 2 der Schlagercharts. Wir Schlagerprofis gratulieren zu einem überraschenden, aber um so erfreulicheren Erfolg!

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TRUCK STOP: Pressetext der Plattenfirma:

So klingt ehrliche, handgemachte Country-Musik mit norddeutschem Gütesiegel. Mit ihrem neuen Album „Liebe, Lust & Laster“ geht die Band musikalisch „Back to the roots“. Die 14 brandneuen Songs, produziert von Truck Stop und Stephan Gade, haben den typischen Country-Sound voll getroffen, der Jung und Alt begeistert. Ab dem 02. April 2021 ist das Album als CD sowie als Download und Stream erhältlich. Die Fans dürfen sich ebenfalls auf eine streng limitierte Fanbox-Edition freuen.

Schon der erste Vorbote zum neuen Album die Single „Mein Zuhaus“ startete im Herbst erfolgreich in die Rundfunkcharts. Gerade zur Corona-Zeit spricht der Song mit Text und Melodie vielen aus dem Herzen. Ein gefühlvolles Stück über echtes Vertrauen, bedingungslose Akzeptanz, auch mit Fehlern und Macken, Ecken und Kanten. Zu dem Song von TRUCK STOP gibt es auch ein Fan-Video gibt – unbedingt anschauen!

Dass die Musik von Truck Stop den Kopf so richtig schön durchpusten und frei machen kann, wissen ihre Fans seit über 45 Jahren – und auch auf dem neuesten Album reichen nur wenige Takte, um Trott und Tristesse über Bord zu befördern: „Man hat total den Kopf voll/mit dem, was man so tun soll“, heißt es zwar zunächst noch im Eröffnungs- und Titelsong, aber zum Glück gibt es ja „Liebe, Lust und Laster“ (und richtig viel gute Musik), um all diese Pflichten für den Moment vergessen zu machen. Sie selbst fahren seit Jahrzehnten gut mit diesem Dreiklang und verbreiten ihre Message im ganzen Land.

Rasant und rhythmisch anspruchsvoll, fliegen danach bei Singlekandidat „Yeehaw“ alle sechs Hüte in die Luft, wenn die Country & Western-Kings aus dem Norden mit Fiddle-Nachdruck, Hüftschwung und Hufschlag, die Pferde loslassen und die Kühe einfangen – so klingt Partysound mit Rodeo-Feeling.

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Den Gegenpool dazu bildet ein Kompliment, wie’s nur Cowboys machen können: „Wie’n schönen Countrysong“ ist ein Schmuse-Liebeslied, das die eigene Beziehung mit einem Lieblingssong vergleicht – einer perfekten Komposition, die einen immer und immer wieder verzaubert und fesselt.

Die Bandbreite zwischen rockigen und ruhigen Nummern ist auf dem neuen Album auch deshalb so groß, weil sich zu Andreas Cisek auch Uwe Lost und Knut Bewersdorff abwechselnd als Sänger präsentieren.

Da sie die nächste Tournee gerade auf den Winter 2021 verschieben mussten, sind natürlich auch Fernweh und die Sehnsucht nach dem Unterwegssein ein großes Thema: „Endlich wieder auf Tour“ ist einfach nur ein ehrlicher Wunsch – und zugleich ein Dank für das Leben als „Lonesome Rider zwischen Studio und Tour“: „Freiheit pur“.

Mal der Klassiker, als Roadtrip mit Akustikgitarre „Easy Rider keep on ridin‘“, mal episch und in ganz anderen Gefilden unterwegs, der wie ein Filmsoundtrack wirkende Titel „40 Wagen westwärts“, führt der Weg natürlich auch immer wieder in die Hansestadt Hamburg.
„…normal ist nicht dein Ding“, wissen die Großstadtcowboys über ihre geliebte Heimat mit dem Titel „Großstadt“ zu berichten – eine Hommage an Hamburg. Selbst eine „Einsame Insel“ liegt auf ihrer imaginären Route. Den Traum kennt jeder – ab auf die Insel – was dort jedoch nicht fehlen darf: Hund, Haus, „deine Liebe“, Fußballkneipe, die Jungs am Tresen, noch ein Frischgezapftes…;)

Während die „7.000 Meilen“ für ein weinendes Auge sorgen, weil die Distanz zur großen Liebe einfach zu groß ist, gibt es kurz vor Schluss von Knut noch ein paar ausgelassen-augenzwinkernde Abhandlungen darüber, wie man am besten seine Existenz verzockt – „Sinnlos verprasst“.
Und dass man garantiert wahrscheinlich nie seine Vorsätze verwirklichen wird, klärt Uwe in seinem Song „Morgen gleich morgen“. Wer kennt das nicht…

Denjenigen, bei denen das Glas grundsätzlich halb leer scheint, gibt der Mulitinstrumentalist und Truck Stop-Bassist der frühen Stunde mit „Wird schon gehen“ auch auf den Weg, dass man mit einer gewissen Gelassenheit mindestens ebenso gut, wenn nicht noch etwas geschmeidiger durchs Leben kommen kann.

Was auch auf diesem Album keinesfalls fehlen darf, ist ein Beitrag von Trommler und „Urgestein“ Teddy Ibing, der sich wieder als Sänger versucht, sich selbst am allerschönsten selbstbeweihräuchert und eben ganz einfach der „Supermann“ ist.

Da ist es wieder, dieses 100% Lebensnahe, dieses Geerdete, das Truck Stop auszeichnet – Anekdoten und Gefühle, die jede*r kennt. Ihre Bandgeschichte ist der beste Beweis dafür, was alles möglich ist, wenn sie zusammenhalten und immer aufeinander zählen können und seit 1973 die Höhen und Tiefen miteinander teilen.

Die drei Urgesteine Wolfgang „Teddy“ Ibing, Knut Bewersdorff und Uwe Lost knüpften gemeinsam mit Sänger/Gitarrist Andreas Cisek (neuer Frontmann seit 2012), Chris Kaufmann (Lead-Gitarre) und Tim Reese (Fiddle, Gitarre, Banjo und Mandoline) an ihre alten Erfolge an, als sie sich im Herbst 2015 mit dem Album „Männer sind so“ den bis dato höchsten Charteinstieg sicherten. Auch die beiden zuletzt veröffentlichten Longplayer „Made In Germany“ (2017) und „Ein Stückchen Ewigkeit“ (2019) gingen jeweils direkt in die Top-25 der Offiziellen Deutschen Albumcharts.

Bevor die Tour-Laster (also: die Lastwagen) endlich wieder auf die Autobahn gehen können, um die Musik aus dem Norden in die anderen Teile der Republik zu verfrachten, gibt es einen ganz eigenen Dreiklang, der Truck Stops Karriere schon immer begleitet: „Liebe, Lust und Laster“. Es ist ihr Rezept für eine gute Zeit.

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Quelle: TELAMO
Foto: TELAMO / Christian Barz

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GIOVANNI ZARRELLA: Heute erscheint sein neues Album „Ciao“ – und erste Infos zur ZDF-Show 1

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GIOVANNI ZARRELLA: Zweites Italo-Album nach Juli 2019

Als GIOVANNI ZARRELLA mit seinem neuen Konzept antrat, deutsche Schlager auf Italienisch zu interpretieren, hat wohl kaum jemand mit einem derartigen Erfolg gerechnet. „La vita e bella“ hielt sich bislang (!) unglaubliche 73 Wochen in den Charts und schaffte es bis auf Platz 2 der offiziellen Albumcharts. Die Meslatte für „Ciao!“ liegt also enorm hoch, allerdings hat man auch mit gleich mehreren Editionen (Vinyl, Fanbox) viele wichtige Marketingmaßnahmen ergriffen.

Zeitschrift Super TV verrät, was GIOVANNI ZARRELLA als Moderator anders machen will

Parallel zur Albumveröffentlichung erschien bei der Fernsehzeitschrift Super TV. Einige wenige Dinge konnte das Blatt aus GIOVANNI ZARRELLA entlocken – so werde es in der auf ihn und seine Spontaneität zugeschnittenen Show „Überraschungen“. Das ist natürlich ein „völlig anderes“ Konzept als es Kollege FLORIAN SILBEREISEN verfolgt – hä ähm. Wenig überraschend ist auch, dass wir uns auf eine Musikshow mit prominenten Gästen freuen dürfen. Für Schlagerfreunde bedenklich ist, dass GIOVANNI ZARRELLA gegenüber Super TV die Einladung auch internationaler Stars vorsieht.

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Pressetext: GIOVANNI ZARRELLA – Ciao

Seit Giovanni Zarrella im Sommer 2019 sein gefeiertes „La vita è bella“-Solodebüt vorgelegt hat, zählt er zu den größten Stars der aktuellen Popschlager-Landschaft: Direkt Platz 2 in Deutschland und danach 15 Monate lang nonstop in den Top-100 vertreten, gab’s zwischenzeitlich jede Menge Edelmetall – und mit der Ankündigung seiner eigenen ZDF-Samstagabendshow gleich den nächsten Ritterschlag.

Jetzt läutet der sympathische Allrounder das zweite Kapitel seiner Solokarriere ein: Das neue Album „CIAO!“, auf dem er weitere große deutsche Hits mit seinem angestammten Produzenten Christian Geller ins Italienische überführt, kommt am 09. April bei 221 Music! Als erste Single erscheint der gleichnamige Song CIAO! – seine Interpretation von Opus‘ Achtziger-#1-Hit „Live is Life“ – pünktlich zum Pre-Order-Start des Albums an Silvester!

Auch für das zweite Soloalbum „CIAO!“ taucht Giovanni Zarrella tief ein in die jüngere deutsche Musikgeschichte und überträgt ausgewählte Pop- und Schlager-Hits, allesamt persönliche Favoriten des 42-Jährigen, mit viel Feingefühl und dem Know-how seines Produzenten Christian Geller (Thomas Anders & Florian Silbereisen, Eloy de Jong,) in die Sprache seines Elternhauses: So klingt Giovannis elektrisierender, 100% ansteckender, authentischer #Italopopnachschlag für den Neustart 2021! „CIAO!“ erscheint am 09. April 2021 als Standard-Edition (digital, CD, Doppel-LP) sowie als limitierte Fanbox mit diversen Extras.

Dass es ihm auch dieses Mal um sommerliche, tanzbare, nach Zuversicht klingende Songs geht, zeigt er schon mit dem druckvollen Minimalismus des Titelsongs: „CIAO!“ ist seine Version von Opus‘ „Live is Life“ aus dem Jahr 1984 – ein Riesenhit, der Giovanni Zarrella somit schon fast sein ganzes Leben lang begleitet.

Wie unglaublich gut das Dreamteam Geller/ Giovanni Zarrella inzwischen eingespielt ist, hört man gleich, denn der Refrain klingt im #ciao!-Update dermaßen rund und ansteckend, dass man meinen könnte, es habe sich schon immer um einen Exportschlager aus Italien gehandelt – und nicht aus Österreich.

Mindestens so ergreifend wie das Original von Sarah Connor klingt „SEI BELLA TU“, Giovannis italienische Interpretation von „Wie schön du bist“ – spätestens beim ersten Refrain ist Gänsehaut vorprogrammiert. Gerade dieser Song sei für ihn persönlich ein extrem wichtiger Titel, so der Sänger, schließlich ist Sarah Connor eine sehr gute alte Freundin, die er schon seit den ersten Bro’Sis-Erfolgen kennt …

Dass auch Pietro Lombardi wieder dabei sein würde, stand für den 42-Jährigen nach dem gemeinsamen Hit „SENZA TE“ sofort fest: „Pietro ist wie ein kleiner Bruder für mich“, sagt der Sänger. Dieses Mal überführen sie Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ mit verspielten Gitarren und mediterranem Flair in sehr viel sonnigere, sorglosere Gefilde – wobei sie hier auf einen Mix aus Deutsch und Italienisch setzen.

„Wir wollten auf jeden Fall einen Nachfolger machen zu „SENZA TE“, und dieser Titel passt einfach wahnsinnig gut!“ Schließlich zählt auch Singlekandidat „BASTA! BASTA!“ zu den absoluten Highlights des neuen „CIAO!“-Albums: Mit dieser Hommage verneigt er sich vor Helene Fischer, ab sofort auch vor der Kamera eine Kollegin von ZDF-Neuzugang Giovanni, wenn er ihr unvergessenes „Ich will immer wieder dieses Fieber spür’n“ mit treibenden Beats in einen 100% zeitgenössischen Italo-Dancehit verwandelt.

Insgesamt vereint „CIAO!“ 12 brandneue Coverversionen – wobei sich der Sänger alles von „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“ („BELLISSIMO“) über „Er gehört zu mir“ („LEI È SOLO MIA“) und „Hinterm Horizont“ („DIETRO L’ORIZZONTE“) bis hin zu „Tränen lügen nicht“ vorknöpft („LE ROSE BLU“). Abgerundet wird das neueste, extrem facettenreiche Hitpaket mit einem zweiten Gastauftritt: „Das ist eine Riesenehre“, sagt Giovanni über das mit Howard Carpendale eingesungene „RUF MCH AN“ – in dem Fall hatte tatsächlich der südafrikanische Superstar angerufen.

(„Natürlich als ‘unbekannt’, denn Howard ruft immer mit unterdrückter Nummer an“, erzählt Giovanni und muss schmunzeln.) Außerdem haben Christian Geller und der Sänger die Energie im Studio genutzt und mit „HALLELUJAH, HALLELUJAH“, „AMORE“ und „FORZA RAGAZZI“ auch noch drei Originalkompositionen aufgenommen, die eine weitere Facette seines Albums darstellen.

Pünktlich zum Frühjahrsbeginn erscheint „CIAO!“ nicht nur digital, als CD und Doppel-LP, sondern obendrein auch als limitierte Fanbox. Letztere vereint neben dem Originalalbum (1CD) und einer Bonus-CD („Die Italo-Hitparty“ mit einem halben Dutzend weiterer Exklusivtitel) auch eine ganze Reihe von Fan-Specials – u.a. eine signierte Autogrammkarte, ein Schlüsselband sowie einen Pizzaschneider mit Schriftzug sowie ein kulinarisches Highlight: das persönliche Pizzarezept „Casa Giovanni Zarrella“ – ein Muss, und zwar nicht nur für Kulinarik-Fans.

Schon in jungen Jahren widmete sich Giovanni Zarrella dem Klavier und nahm als Teenager auch Gesangsunterricht. Sein Antrieb war derselbe Traum, den schon sein Vater gehabt hatte: Als Musiker auf den größten Bühnen zu stehen, die Menschen mit Liedern zu begeistern, sie zumindest für den Moment dem Alltag zu entreißen.

Zarrella Jr. verwirklichte diesen Traum bekanntermaßen schon ab Ende 2001 – mit der Gruppe Bro’Sis. Bis 2006 sollte die Band über vier Millionen Tonträger verkaufen; dazu gab’s jede Menge Gold- und Platinauszeichnungen und reihenweise Awards.

Mit dem Rückenwind dieser Erfolge ins neue Jahrtausend gestartet, hat der seit 2005 mit Jana Ina Verheiratete in den letzten fünfzehn Jahren zwar auch in vielen anderen Bereichen geglänzt – als Moderator, Gast-Schauspieler, Synchronsprecher und Social-Media-Größe, nicht zuletzt auch als Tänzer und begnadeter Fußballer –, doch er kehrte in regelmäßigen Abständen zur Musik zurück und verzeichnete auch als Solomusiker schon etliche Erfolge: Angefangen bei der Top-10-Single „Wundervoll“ (2008) über „I Can’t Dance Alone“ feat. Ross Antony bis hin zu den packenden Rat-Pack-Interpretationen wie „Only Man In The World“ (mit dem Trio Vintage Vegas).

Im Sommer 2019 begann schließlich mit seinem Popschlager-Solodebüt eine der größten Erfolgsgeschichten der letzten Jahre: „La vita è bella“ stieg im Juli 2019 von 0 Platz 2 der Offiziellen Deutschen Albumcharts und die Top-10 in Österreich und der Schweiz ein. Mit der Gold-Edition des Debüts gelang ihm dann im Januar 2020 der Re-Entry auf #2 in Deutschland – insgesamt waren’s schließlich ganze 64 Wochen in den deutschen Top-100.

Ein Dauergast in den Top-25 der deutschen Jahrescharts 2019 und 2020, geht die Erfolgsgeschichte nun in die nächste Runde – mit dem neuen Album „CIAO!“

Quelle: 221 music / TELAMO
Foto: 221 music / TELAMO / Boris Breuer

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