TOM JONES: Sein “Delilah” wird vom walisischen Rugby-Verband verboten- PETER ALEXANDER wäre ne Alternative… Kommentare deaktiviert fĂĽr TOM JONES: Sein “Delilah” wird vom walisischen Rugby-Verband verboten- PETER ALEXANDER wäre ne Alternative…

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TOM JONES: Sein 55 Jahre alter Hit sorgt fĂĽr Irritationen

Irgendwie finden wir es fast erfreulich. Wir dachten, so einen völligen Irrsinn wie die Zensur des Worts “Indianer” in KLAUS LAGEs “1000 und 1 Nacht” gäbe es nur in Deutschland. Wir erinnern uns: Nachdem Schlagerprofis.de das Thema als erstes Portal aufgegriffen hatte, ist es dann – entgegen einiger Kommentare, die meinten, das Thema sei belanglos, medial breitgetreten worden – spätestens, nachdem der Textdichter DIETHER DEHM sein Unverständnis fĂĽr diese eigenmächtige Umtextung geäuĂźert hatte, hochgekocht. 

Aber Deutschland hat diesen Irrsinn nicht exklusiv. Nachdem bei uns viele Geschmackspolizisten (vielfach erfolglos) den Hit des Jahres “Layla” zensieren wollten, hat nun auch der Rugbyverband in Wales die “Brisanz” von Schlagertexten erkannt, denn “Delilah” kann man durchaus auch als “Schlager” (zumindest nach der Definition einer groĂźen Showreihe) bezeichnen. Die inoffizielle Hymne des walisischen Rugbyverbands ist “Delilah“. Der Song wird in Wales auch heute noch gefeiert – es ist ja auch ein echter Klassiker. 

Britischen News-Portalen ist nun zu entnehmen, dass diese Rugby-Hymne (allerdings inoffiziellen Charakters) beim anstehenden “Six-Nations-Turnier” nicht gesungen werden darf. Hintergrund ist die Story des Songs. Darin singt TOM JONES nämlich: “She stood there laughing -I felt the knife in my hand and she laughed no more”. Mit anderen Worten ist davon auszugehen, dass hier ein Messerstecher eine Frau getötet hat. Wohlgemerkt: Es geht hier um einen Song der 1960er Jahre. Ob das gerade geschmackvoll ist, ist die eine Sache – aber 55 Jahre später ohne den historischen Kontext diesen Song verbieten? Eigentlich eher “typisch Deutsch”.

Wie der Song damals gesehen wurde, kann man der BRAVO entnehmen. Dort stand im März 1968 zu lesen: “Eine Melodie mit groĂźem Bogen, ĂĽber schwingendem 6/8-Rhythmus gebaut. Musik und Text ergänzen sich zu perfektem Wohlklang. Und nicht zuletzt TOM JONES: Eine doppelte Portion Mann, einer der Top-Pop-Sänger unserer Zeit”. 

PETER ALEXANDER war braver

Auch PETER ALEXANDER hatte mit seiner deutschen Version von “Delilah” einen Riesen-Hit – ein Indikator dafĂĽr, dass die groĂźartige Komposition einen erheblichen Anteil am Erfolg dieses Schlagers hatte. FĂĽr PETER reichte es fĂĽr einen dritten Platz in den Charts. Der Song wurde auch schön beworben: 

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Von Messern ist im deutschen Text nicht die Rede. Wobei – so ganz ohne Kritik kommt auch PETER nicht davon, denn in seinem Text heiĂźt es: “dann erhob ich die Hand, sie erschrak und war stumm” – ob das durchgehen wĂĽrde bei den strengen Walisern? Man weiĂź es nicht. Spannend ist ĂĽbrigens, dass nach der zweiten TOM-JONES-Adaption von PETER ALEXANDER Kritik an den deutschen Versionen laut wurde. Dieser Kritik hat sich damals PETER der GroĂźe sogar angenommen. In einem Interview sagte er 1969:

Was die Qualität von deutschen Texten betrifft – da will ich allerdings in Zukunft noch wählerischer sein. 

Erst LAYLA nun “DE–LILAH” – ob man bei einem 55 Jahre alten Schlager nicht auch mal “FĂĽnfe Gerade” lassen kann – man weiĂź es nicht. Spannend wird sein, ob die anwesenden Fans es sich verbieten lassen werden, den Song zu singen. Und: Vielleicht sollte TOM JONES den Titel einfach noch einmal neu veröffentlichen? Eine bessere Werbung fĂĽr einen Schlager als die Zensur-Wut von Moralaposteln gibt es ja kaum, wie im vergangenen Jahr ein prominentes Beispiel sehr eindrucksvoll bewiesen hat. Ohne die Diskussionen wäre “Layla” wohl kaum in Deutschland der Hit des Jahres geworden….

 

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