DIETER BOHLEN: XXL-Jury-Interview zum Beginn der 20. DSDS-Staffel am 14.01.23 1

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DIETER BOHLEN: Kann er die DSDS-Quote wieder auf Vordermann bringen?

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Staffel 2023 ist die 20. und – zumindest nach AnkĂŒndigung des Senders – letzte Staffel der kultigen RTL-Show Deutschland sucht den Superstar. Fast 20 Jahre ist es her, dass mit ALEXANDER KLAWS der erste „Superstar“ gefunden wurde – anfangs noch fast ohne Schlager, spĂ€ter mit betrĂ€chtlichem Schlagereinfluss. Mit BEATRICE EGLI ist sogar ein Schlager „Superstar“ gefunden worden, und auch z. B. RAMON ROSELLY ist gut im GeschĂ€ft. Die letzte Staffel startet nun parallel zur SILBEREISEN-Show „Schlagerabschied“ – man darf gespannt auf die Quoten sein.

RTL mit XXL-Interviews

RTL hat nun Interviews mit den vier Juroren veröffentlicht, die wir euch nicht vorenthalten wollen – hier der Text des Senders:

DIETER BOHLEN im Interview

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20 Jahre DSDS und der Poptitan ist zurĂŒck 
 hast du damit gerechnet?
DB: „Ich nicht, aber mein Freund Pietro Lombardi (lacht)! Der hat fest daran geglaubt, genauso wie Juliette Schoppmann, unser Vocal Coach. Ich selbst hatte das GefĂŒhl, bei DSDS und beim Supertalent – das wird nichts mehr. Umso ĂŒberraschender kam fĂŒr mich der Anruf im Sommer, mit dem ich in die GeschĂ€ftsfĂŒhrung von RTL eingeladen wurde. Da herrschte ein so freundschaftlicher Spirit, das war ein so produktives und konstruktives GesprĂ€ch, dass ich da gar nicht mehr nein sagen konnte!“

Was bedeutet dir deine RĂŒckkehr zu DSDS?
DB: „Ich bin ehrlich, ich hatte GĂ€nsehaut am ersten Tag. DSDS und Supertalent, das sind ja meine Kinder, fĂŒr die ich 18 Jahre lang wirklich alles getan habe. Wenn man da auf einmal gesagt bekommt, das machen jetzt andere – das hat mir damals schon wehgetan. Und genauso wie es mir damals wehgetan hat aufzuhören, war es ein wahnsinnig schöner Tag, als ich erstmals wieder am Jurypult saß. Das hat mich wirklich sehr berĂŒhrt.“

Was ist das Schönste, das dir dank DSDS je passiert ist?
DB: „Es gab Tausende schöner Momente dank DSDS. Das ist immer dieser Moment, wenn ein neuer Kandidat, eine neue Kandidatin zum Casting kommt und neben diesem Glitzern in den Augen noch alle TrĂ€ume hat. Das ist einfach schön zu sehen. Das andere sind diese Überraschungsmomente, wo man entweder denkt, ‚der Kandidat kann ja gar nichts‘, und der haut einen um oder ‚wow, der sieht ja aus wie ein Star, der kann bestimmt was‘ und der kann gar nichts
 Das und den Leuten ab und zu Tipps zu geben, macht mir immer wieder Spaß!“

Gibt es Dinge, die du rĂŒckblickend bereust?
DB: „Das Einzige, was ich bereue, ist, dass ich 20 Jahre Ă€lter geworden bin, aber daran kann ich ja nichts Ă€ndern (lacht). Ich weiß, die Leute sagen oft, ich bin zu hart, aber ich glaube ganz ehrlich: Das sind Menschen, die keine Ahnung von dem Business haben. Das Business ist viel hĂ€rter! Man kann Kritik natĂŒrlich anders verpacken oder auch einfach sagen „nö, du kannst nicht singen“. Das wird aber irgendwann langweilig, oder? Wenn Scheiße einfach alles umschreibt, was da gerade geboten wird, warum soll ich lange um den heißen Brei reden? Simon Fuller, der Erfinder des Formats, hat damals zu mir gesagt, dass ich der beste Juror wĂ€re. Ich glaube, er hat das deshalb gemeint, weil ich die Sachen geradeheraus sage. Und ganz ehrlich: Ich will den Leuten damit helfen. Ich sage auch deshalb so drastisch, dass jemand nicht singen kann, weil ich möchte, dass er oder sie sich stattdessen auf Sachen fokussiert, mit denen er oder sie auch erfolgreich sein kann – nur so ist man doch ein glĂŒcklicher Mensch!? Wenn du etwas machst, was du ĂŒberhaupt nicht kannst, wirst du ja immer wieder nur kritisiert 
“

Womit kann man dich heute noch ĂŒberraschen oder gar begeistern?
DB: „OutfitmĂ€ĂŸig kann man mich nicht mehr ĂŒberraschen, da ist ja meine Mitjurorin Katja ĂŒber alle NormalitĂ€ten hinweg (lacht). Ich achte vor allem auf die Stimme. Und es gab Leute, die mich auch wegen ihrer Personality ĂŒberrascht haben. Mark Medlock zum Beispiel, den ich bis heute in mein Herz geschlossen habe. GesprĂ€che mit ihm, in seiner ganzen VerrĂŒcktheit, das waren die emotionalsten Momente. Wenn Leute ganz anders sind als ich, das ist fĂŒr mich auch interessant. Völlig neben der Spur, unberechenbar und ĂŒberhaupt nicht Mainstream, das finde ich gut!“

Mal angenommen, Du wĂŒrdest selbst vor der DSDS-Jury vorsingen. Welchen Titel wĂŒrdest Du nehmen und warum?
DB: „Ganz klar: Ich wĂŒrde ‚Midnight Lady‘ vorsingen. Bei dem Song sagen alle auf den Tourneen, „wow, den singst du aber gut“. Da wĂŒrde ich mich auch trauen, mich mit der Gitarre hinzustellen und hĂ€tte das GefĂŒhl, ihn genauso gut zu singen wie das Original.“

Wenn du nicht mit der Musik so erfolgreich geworden wĂ€rst, womit wĂŒrdest du heute dein Geld verdienen?
DB: „In den letzten Jahren hĂ€tte ich bestimmt, und das habe ich auch nebenbei gemacht, mit Immobilien, Aktien und Anleihen mein Geld verdient. Das Eine ist ja, Geld zu verdienen, das Andere, das Geld zu behalten und zu vermehren. FinanzgeschĂ€fte sind sehr gut, wenn man da ein bisschen durchblickt.“

Man könnte von dir also durchaus ein paar gute Finanztipps bekommen?
DB: „Mein ganzes Umfeld löchert mich immer, was sie machen sollen, weil das bei mir in den letzten Jahren wirklich sehr gut gelaufen ist. Ich habe ja das Jahr, in dem ich Pause hatte, nichts anderes gemacht als tĂ€glich zwölf Stunden zu gucken, was die Aktien und Anleihen machen. Das war schon immer mein Hobby, aber jetzt hatte ich viel Zeit dafĂŒr. Ich habe auch gerade mit einem Banker gesprochen, der fast Jeden aus der Musikbranche kennt und sagt, ich wĂ€re die einzige Ausnahme, die in Finanzsachen total durchblickt.“

Nichtsdestotrotz hat dich deine Zwangspause bei DSDS und beim Supertalent sicher kalt erwischt?
DB: „
 es hat mich dazu gefĂŒhrt, dass ich ein wahnsinnig tolles Finanzjahr hatte. Meine Oma hat immer eins zu mir gesagt: ‚Mach irgendwas richtig oder gar nicht. Diese ganze Halbscheiße, lass das. Zieh voll durch auf eine Sache‘. Wenn ich etwas mache, arbeite ich mich in dieses Thema so ein, da gibt es fĂŒr mich dann nur das! Schon als ZehnjĂ€hriger war es mein Ziel, eine Nummer 1 zu haben, ich habe alles versucht, solange, bis ich sie erreicht habe.“

Was war die verrĂŒckteste Anfrage, die du als KĂŒnstler jemals bekommen hast?
DB: „Nicht verrĂŒckte, aber sĂŒĂŸe Anfragen kommen oft von Kindern. Die schreiben mir: „Dieter, ich werde 6 Jahre alt, kannst du nicht zu meinem Geburtstag kommen? Ich baue dir auch ein Zelt in meinem Vorgarten auf, da darfst du heute Nacht schlafen“. Sowas ist doch schnuckelig! Ich habe es allerdings noch nicht geschafft, so eine Einladung auch anzunehmen und muss gestehen: Zelten ist auch nicht so meins 
“

Du bist wahnsinnig erfolgreich mit der Musik und hast ein HĂ€ndchen fĂŒr Finanzen. Was kannst du nicht oder worin bist du schlecht?
DB: „Ich bin ein erbĂ€rmlicher Koch, im Haushalt bin ich eine Niete, ich kann nichts (lacht)! Wobei: Vor zwei Tagen habe ich den Schrank von Carina repariert – aber nur, weil ich mir in dem Moment beweisen wollte, dass ich das hinkriege (lacht). Normalerweise habe ich die Zeit dazu gar nicht und bin handwerklich auch einfach unbegabt.“

Dein Job in der Jury ist es, die Kandidaten zu beurteilen. Kannst DU gut mit Kritik umgehen?
DB: „Geht so (lacht). Ich will ja nicht lĂŒgen. Ich brauche dann erstmal zehn Minuten und denke darĂŒber nach. Aber ehrlich gesagt passiert das so selten, ich kenne ĂŒberhaupt niemanden, der mich kritisiert. Außer meine Kinder natĂŒrlich, die nonstop (lacht).“

Wenn du deine immense Reichweite ein letztes Mal nutzen könntest, was wĂŒrdest du den Leuten sagen?
DB: „Kommt auf jeden Fall zu meiner letzten Tour! Das ist kein Gag, ich werde jetzt in meinem Leben noch eine Tour machen, im FrĂŒhjahr – und dann nie wieder. Dieser Stress und dazu noch die ganze Zeit so weit weg von der Familie – das ist nichts mehr fĂŒr mich.“

Das heißt aber nicht, dass der Poptitan in Rente geht?
DB: „Nein, ĂŒberhaupt nicht, aber ich mache dann lieber andere Sachen. Ganz ehrlich: FĂŒr mich gibt es da einfachere Sachen, um Spaß zu haben und Geld zu verdienen.“

Hast du schon konkrete PlÀne?
DB: „Ich versuche mich ĂŒber alles zu informieren, was in der Welt so passiert, wie sich alles verschiebt, wie uns die ganze Digitalisierung prĂ€gt. FĂŒr 1 Mio. Streams kriegst du als Komponist heute 300 Euro, das ist natĂŒrlich sehr viel weniger als frĂŒher. Dann fragt man sich eben, macht das noch Sinn fĂŒr mich? Oder was macht mir viel Spaß? Was gibt mir ErfĂŒllung? Und erst dann trifft man seine Entscheidungen, was der nĂ€chste Step ist
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Welche Menschen aus deinem Business sind dir in all‘ den Jahren ans Herz gewachsen?
DB: „BezĂŒglich DSDS wĂŒrde ich sagen, Pietro auf jeden Fall. Und mein kleines Team natĂŒrlich, dazu alle, die bei DSDS mit mir arbeiten. Manche KameramĂ€nner kenne ich nur vom Sehen, aber da kommt eine Sympathie rĂŒber, das spĂŒre ich. Ich habe ja so eine Gabe, dass ich bei vielen Menschen, wenn ich die angucke, sehe, was sie von mir halten. Auch, wenn die sich verstellen. Das ist manchmal schon komisch, wenn Leute nett sind und du weißt, dass sie dich eigentlich Scheiße finden 
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Hast du eine entsprechend gute Menschenkenntnis?
DB: „Das sagt man mir nach, ja. Ansonsten habe ich mich auch schon ĂŒber den Tisch ziehen lassen im Leben, so ist das ja nicht. Gerade bei Frauen, wenn das Gehirn nicht so funktioniert hat, bin ich ja nicht immer den richtigen Weg gegangen (lacht). Aber grundsĂ€tzlich merke ich schon, ob Leute es ernst meinen mit mir oder nicht.“

Was ist deine beste Eigenschaft? Was wĂŒrde deine Mutter, was wĂŒrde Carina sagen?
DB: „Meine Mama wĂŒrde sagen, meine beste Eigenschaft ist, dass ich mich so fĂŒrsorglich um die Familie kĂŒmmere und so ein lieber Mensch bin. Carina schĂ€tzt an mir, dass ich clever bin und ein verlĂ€sslicher Partner. Ich bin kreuzloyal, mein ganzes Leben lang gewesen. Zu meinen positiven Charaktereigenschaften gehört, dass ich, was viele Leute vielleicht von mir meinen, nicht dahin gehe, wo das meiste Geld zu kriegen ist. Ich habe da schon eine gewisse LoyalitĂ€t. Wie viele Angebote von anderen Sendern hatte ich in den letzten 20 Jahren! Andere Leute wĂŒrden auch sagen, dass ich von Marketing ein bisschen Ahnung habe und ein guter Finanztyp bin 
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Was ist deine nervigste Eigenschaft?
DB: „Geduld habe ich nicht erfunden (lacht). Ich bin zu emotional in manchen Sachen und möchte, dass Jeder Dinge genauso ernst nimmt wie ich selbst. Ich weiß heute aber, dass ich das von den Leuten nicht erwarten kann. FrĂŒher habe ich bei allen Kandidaten gedacht, die mĂŒssen das so sehen wie ich, sprich, ackern bis zum Umfallen, aber das hat sich gewandelt. Die Einstellung fehlt mir heute bei Vielen, die brauchst du natĂŒrlich im Entertainment Business: Du musst schon ein fleißiger Mensch sein, um hier dauerhaft erfolgreich zu sein.“

Wie sieht das Umfeld von Dieter Bohlen aus? Gibt es jemanden aus Kinder- oder Jugendtagen, mit dem du noch heute durch dick und dĂŒnn gehst?
DB: „Ich bin ja in Oldenburg aufgewachsen, habe dort mein Abitur gemacht, mit knapp 18 bin ich zum Studieren nach Göttingen gegangen, habe 5 Jahre dort studiert und bin dann nach Hamburg gegangen. Aus diesen ganzen Zeiten gibt es niemanden, den ich im Herzen mitgenommen habe. Klar, man kennt eine Menge Leute, aber keine, die bei mir ein- und ausgehen und denen ich vertraue. Das ist fĂŒr mich die Familie, also Mama, Papa, Carina natĂŒrlich und meine Kinder. Dazu kommen gute Bekanntschaften, das sind Leute, die ich richtig klasse finde. In meinem Umfeld sind viele Menschen, die echt Großes geleistet haben und CEOs von großen Aktiengesellschaften, die ich ĂŒber die letzten Jahre sehr gut kennengelernt habe.“

Wenn du mal einen Rat brauchst, mit wem tauschst du dich dann aus?
DB: „Wie macht das ein Analyst? Ein Analyst holt sich ganz viele Meinungen und aus diesen Meinungen der verschiedenen Leute bilde ich mir dann meine eigene Meinung. Du hast ja nie schwarz-weiß. Der eine sagt dies, der andere sagt das. Da informiert man sich, hört sich alles an und sagt dann, so sehe ich das.“

Manchmal geht es im Leben nicht um Analytisches, sondern um Emotionen 

DB: „Wenn Emotionen mit reinkommen, dann macht man keine wissenschaftliche Analyse, sondern dann entscheidet das Herz – und dann wird’s schwierig … (lacht). Bei Emotionalem habe ich so viel erlebt in meinem Leben, dass ich da Jedem unheimlich viele RatschlĂ€ge geben könnte. Aber 
 wenn du mir damals gesagt hĂ€ttest, Dieter mach‘ doch dies oder das nicht so in dem Moment, hĂ€tte ich es doch trotzdem gemacht. Weil Jeder seine Fehler selbst machen muss. Ich merke das ja am besten an meinen Kindern: Denen kannst du doch erzĂ€hlen, was du willst – die wollen ihre Fehler selber machen. Und das ist ja auch gut so. “

Bist du eigentlich glÀubig? An was glaubst du?
DB: „Ich bin evangelisch und bete jeden Tag. In die Kirche gehe ich selten, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, gerne. In den ganzen großen HauptstĂ€dten dieser Welt war ich in der Kirche und habe gebetet. In Hittfeld, das ist das nĂ€chste Dorf von hier, steht auch eine ganz alte Kirche, da gehe ich gerne hin. Ich mag es auch, dass die Familie tĂ€glich zum FrĂŒhstĂŒck betet und ich könnte gar nicht einschlafen ohne Gebet. Das ist fĂŒr mich eine gewisse Demut und Dankbarkeit. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die, wenn es ihnen schlecht geht, den lieben Gott anrufen, im Gegenteil: Wenn es mir am besten geht, bete ich fast am lĂ€ngsten. Weil ich das BedĂŒrfnis habe, danke zu sagen. Ich weiß, dass ich in einer wahnsinnig privilegierten Situation leben darf, sowohl in einem Land, das sicher und reich ist, in einer Stadt, die sicher und reich ist. Mir selbst geht es gut, ich habe gesunde Kinder, ich habe eine tolle Frau. Wenn man da nicht dankbar ist, da mĂŒsste man doch einen mit dem KnĂŒppel auf den Kopp kriegen 
“

Gibt es einen (bisher) geheimen Wunsch, der unerfĂŒllt ist?
DB: „Eigentlich habe ich alles erreicht. Der einzige Wunsch, das sagt mir meine Mama auch immer, ist, dass ich gesund bleibe. Den hat doch Jeder. Es ist doch alles murks, wenn du krank bist? Dann nĂŒtzt dir dein Geld nichts, dann nĂŒtzt dir dein Erfolg nichts, gar nichts. Deshalb wĂŒnsche ich mir auch in Gebeten immer, dass ich und meine Familie, meine Freunde alle natĂŒrlich gesund bleiben. Dass niemandem etwas passiert. Das wĂŒnscht man ja jedem Menschen.“

Was ist das Schönste, das jemals jemand fĂŒr dich getan hat?
DB: „Ich bin immer wieder ĂŒberrascht ĂŒber kleine Sachen, die mich umhauen. Ein Beispiel: Letzte Woche stand mein Auto drei oder vier Stunden in einem Parkhaus, das ist in Hamburg relativ teuer. Ich bin dort relativ oft und bezahle immer mit meinem Handy am Automaten. Diesmal funktionierte es nicht. Ich hatte 19 Euro auf der Uhr und kein Bargeld dabei. Hinter mir stand ein Mann, der mir zusah und dann sagte, „ich zahl‘ das fĂŒr dich, ich wollte dir sowieso schon immer mal einen Gefallen tun“. Wow! Der Typ kannte mich doch gar nicht, ich habe den noch nie in meinem Leben gesehen und er sah auch nicht so aus, als ob er MillionĂ€r ist. Wenn du so Nettigkeiten kriegst von Leuten, die eigentlich nichts haben und einem trotzdem in einer blöden Situation helfen 
 sowas haut mich richtig aus dem Sulky. Dann denkst du, es gibt wirklich noch geile Menschen.“

Hast du schon mal eine Àhnlich gute Tat vollbracht?
DB: „Jeder Oma, die vor mir beim BĂ€cker steht, bezahle ich den Einkauf. Die bestellen drei Brötchen und fĂŒr den Nachmittag ein StĂŒckchen Apfelkuchen und wenn du denen sagst, ‚ich zahle das gleich mit‘ – dieser Blick, so unglĂ€ubig und dankbar, ich mag das sehr. Ich hatte aber auch schon Omis, die mich aufs Kreuz gelegt haben (lacht): Vor kurzem war ich bei uns im Supermarkt, da gibt es eine Ecke, dort kann man essen. Da saßen zwei Omis, deren Rechnung ich mit auf meine habe schreiben lassen. Die hatten zu meiner großen Überraschung tatsĂ€chlich 102 Euro auf der Uhr, weil sie sich vorher einen kleinen Schampus und ich weiß nicht was gegönnt haben! Ich habe das gerne gezahlt, aber da musste ich schon schmunzeln. Also ich liebe alle Ă€lteren Menschen, die 80-, 90-JĂ€hrigen brauchen mich nur angucken, dann tu‘ ich alles fĂŒr die. Meine Omi ist auf jeden Fall auf ewig die tollste Frau auf diesem Planeten fĂŒr mich.“

DSDS fĂŒr Senioren – das wĂ€re also was fĂŒr dich?
DB: „Oh ja! Das habe ich sogar schon mal vorgeschlagen. Nur eine Sendung 
 Omis und Opis dĂŒrfen Dieter vorsingen, das wĂ€re ein gutes Format!“

Ist es fĂŒr dich problemlos möglich, in deiner Nachbarschaft unbehelligt einkaufen und essen und in die Kirche zu gehen?
DB: „In meinem Dorf kennt mich sowieso Jeder, die sind alle total nett und lieb. Manche Nachbarn sehe ich fast tĂ€glich, weil ich entweder joggen oder spazieren gehe. FĂŒr die ist das alles normal und ich wĂŒrde ja auch Jedem helfen.“

Wie sieht das mit eurem Garten aus? Bist du in der Pflege involviert?
DB: „Meine Pflanzen pflege ich gerne, manchmal streichele ich sie sogar (lacht). Viele habe ich vor 32 Jahren selbst gepflanzt, das sind bombastische BuchsbĂ€ume geworden. Wenn da jetzt zum Beispiel Laub drauffĂ€llt, gehe ich da schon vorbei und mache das weg. Aber ich knechte nicht jeden Tag zehn Stunden im Garten.“

WĂŒrdest du sagen, du hast einen grĂŒnen Daumen?
DB: „Nein, auch als GĂ€rtner bin ich eine Null. Aber Pietro hat gesagt, mein Garten ist der schönste der Welt. Und es stecken auf jeden Fall ĂŒber 30 Jahre Herzblut darin. Ich liebe meinen Garten ĂŒber alles.“


 womit wir wieder bei deiner LoyalitÀt sind: Wenn du etwas tust, dann richtig und mit Herz 

DB: (lacht) „Ja, das stimmt schon. Ich glaube, ich könnte mein Haus und meinen Garten niemals verkaufen 
“

PIETRO LOMBARDI im Interview

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Pietro, du bist zurĂŒck bei DSDS, wo damals fĂŒr dich alles begonnen hat. Wie ist das fĂŒr dich?
P: ZurĂŒck bei DSDS zu sein und erneut das Vertrauen von RTL bekommen zu haben ist ein sehr schönes GefĂŒhl. Vor allem jetzt die JubilĂ€umsstaffel miterleben zu können ist etwas ganz Besonderes. Ich hĂ€tte, damals als ich Kandidat war, niemals geglaubt, irgendwann Juror bei DSDS zu sein. Und jetzt? Heute bin ich nach Dieter der zweitmeistgebuchte Juror bei DSDS. Unser erster Arbeitstag fand dazu noch genau da statt, wo ich damals mein allererstes Casting hatte: Im Sky Köln, in 100 Metern Höhe mit einem Wahnsinnsblick auf die Stadt.Das war fĂŒr mich sehr emotional. Und dann auch noch als Juror selbst Kandidaten zu bewerten, 
 unbeschreiblich.

Damals warst du 18 Jahre alt. Wenn du zurĂŒckdenkst, wie sehr hat DSDS dein Leben verĂ€ndert?
P: DSDS hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ich bin damals als 18-jĂ€hriger Junge in die Castingshow gekommen und hatte den großen Traum, als SĂ€nger auf der BĂŒhne zu stehen. NatĂŒrlich habe ich, nachdem ich Superstar wurde, viel gearbeitet und Gas gegeben, aber DSDS war das Sprungbrett. Ohne diese Plattform hĂ€tte ich niemals diesen Bekanntheitsgrad erreicht und deshalb werde ich fĂŒr immer dankbar sein.

Was ist das Schönste, das dir dank DSDS passiert ist?
P: Ohne DSDS wÀre ich nicht Vater meines Sohnes geworden!

Worauf dĂŒrfen wir uns 2023 bei DSDS freuen?
P: Man darf sich freuen auf echte GefĂŒhle, geile Performances und eine sehr unterhaltsame Jury.

Worauf wirst du als Juror besonders achten?
P: Ich als Juror achte auf das Gesamtpaket – ein Mix aus Stimme und Persönlichkeit.

Was möchtest du den Kandidaten mit auf den Weg geben?
P: Ich möchte ihnen mitgeben, dass man viel Geduld in diesem Business braucht und nicht von heute auf morgen der Superstar ist. Da gehört noch viel mehr zu.

Du hast ja jetzt schon einiges bei DSDS gesehen. Womit kann man dich heute noch ĂŒberraschen?
P: Heute kann man mich mit ganz viel GĂ€nsehaut und echtem Gesang, der direkt ins Herz geht, ĂŒberraschen.

Hast du sowas im Laufe dieser Staffel schon erlebt?
P: Definitiv. Es gibt Kandidaten, die mich in dieser Staffel sehr berĂŒhren und ich hoffe, es geht genau so weiter.

Was brauchen Talente in deinen Augen, um heute erfolgreich zu sein?
P: Ich sag’s immer wieder: Was ein Talent heute braucht, ist auch eine gewisse Personality. Dass die Leute Lust haben, dich anzuschauen.

Wie ist die Stimmung in der Jury?
P: Die Stimmung in der Jury ist gut, wir harmonieren wirklich sehr gut zusammen. Es gibt sehr viele unterschiedliche Meinungen, aber das macht es spannend und interessant.

Man hat das GefĂŒhl, dass es eine Damen- und eine Herrenriege in der Jury gibt. Wie geht ihr damit um?
P: Dass Dieter und ich ein Team sind und immer zusammenhalten ist natĂŒrlich klar. Trotzdem darf Jeder seine eigene Meinung haben und das ist auch gut so. Ich wĂŒrde nicht sagen, dass sich zwei Gruppen gebildet haben, aber Dieter und ich sind eben unzertrennlich.

Es geht nach Mallorca und dann noch weiter nach Thailand. Mach uns doch ein bisschen neugierig: Was erwartet uns?
P: Dieser Recall ist anders als jemals zuvor. Die Kandidaten der JubilÀumsstaffel haben den Luxus, nach Mallorca und dann noch Thailand zu bereisen. Das gab es bei DSDS noch nie und ist sehr besonders. Umso schöner ist es, Teil davon zu sein.

Warum darf man die neue Staffel von DSDS auf keinen Fall verpassen?
P: Man darf DSDS auf keinen Fall verpassen, weil der Ursprung von DSDS wieder da ist: Dieter Bohlen – und es ist schön, ihn wieder dabei zu haben.

Dieter sagt ja: „DSDS – Das D steht fĂŒr Dieter“. Dem stimmst du also zu?
P: Hundert Prozent! DSDS ohne Dieter funktioniert nicht.

Hast du die Staffel letztes Jahr gesehen?
P: Nein, ich habe aus SolidaritÀt verweigert.

Das heißt, du wĂ€rst auch nicht zu DSDS zurĂŒckgekommen, wenn Dieter nicht Teil der Jury gewesen wĂ€re?
P: Nein, ohne Dieter wĂ€re ich nicht zurĂŒckgekommen. Und er mit Sicherheit auch ohne mich nicht, wir sind ein echtes Dreamteam.

2023 wird ein spannendes Jahr fĂŒr dich.
P: Ja, es wird sehr aufregend. Ich werde erneut Papa, DSDS und viele spannende Projekte kommen auf mich zu. Ich freue mich auf viele neue familiÀre und berufliche Erfahrungen. Ich liebe neue Herausforderungen im Leben, denn jede Erfahrung ist eine wichtige Erfahrung.

KATJA KRASAVICE im Interview

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Katja, du bist bei DSDS dabei! ErzÀhl doch mal.
K: Ich freue mich sehr bei DSDS dabei zu sein. FrĂŒher haben viele an mir gezweifelt und nicht geglaubt, dass ich es in der Musikbranche weit schaffen werde. Jetzt sitze ich bei DSDS in der Jury, bewerte und bin die, die Ahnung hat. Das ist einfach nur geil!

HĂ€ttest du jemals damit gerechnet?
K: Ich bin eine Person, die sich sehr hohe Ziele steckt, aber ich hĂ€tte nicht unbedingt damit gerechnet, Jurymitglied bei DSDS zu sein. Umso mehr freue ich mich natĂŒrlich.

Wie kam es denn dazu?
K: Dieter, Pietro und ich haben gemeinsam einen Song produziert – die moderne Version von „You’re my heart, you’re my soul“. Dabei haben wir uns so gut verstanden, dass wir alle der Meinung waren: Wenn weitere Projekte auf uns zukommen, gehen wir Hand in Hand. Als Dieter mich dann wenig spĂ€ter fragte, ob ich Lust hĂ€tte, bei DSDS neben ihm in der Jury zu sitzen, habe ich natĂŒrlich direkt ja gesagt.

Als DSDS startete, warst du erst sechs Jahre alt. Hast du die Sendung damals schon geschaut und kannst dich daran erinnern?
K: Schon damals habe ich mitgefiebert, fleißig angerufen und gehofft, dass mein Favorit oder meine Favoritin gewinnt. Meistens hatte ich da auch schon den richtigen Riecher!

Schon in jungen Jahren hast du leider einige SchicksalsschlĂ€ge erfahren dĂŒrfen. Vielleicht kannst du das, fĂŒr die Hörer, die dich noch nicht so gut kennen, einmal kurz anreißen?
K: FĂŒr jeden Menschen, der schlimme Dinge erlebt, ist es natĂŒrlich nicht einfach, darĂŒber zu sprechen. Vor ein paar Jahren habe ich mich allerdings dafĂŒr entschieden, auszupacken und wirklich alles zu erzĂ€hlen, was ich erlebt habe. Dadurch, dass ich ĂŒber das, was mir widerfahren ist, spreche, kann ich sehr vielen Menschen helfen. Mobbing ist da ein sehr großes Thema, das mich sehr geprĂ€gt hat – ob in der Grundschule oder spĂ€ter auf dem Gymnasium. Überall wurde ich gemobbt oder von meinen Klassenkameraden ignoriert, als wĂ€re ich Luft. Zudem kam, dass es auch familiĂ€r bei mir sehr schwierig war. Meine zwei BrĂŒder sind schon frĂŒh von uns gegangen: Einer hat sich leider dazu entschieden, sein Leben selbst zu beenden, mein anderer Bruder ist an Krebs verstorben. Dazu kam noch, dass mein Vater die Vaterrolle, die ich als kleines MĂ€dchen brauchte,nicht ausgefĂŒllt hat. Immer an meiner Seite war allerdings meine Mutter, wegen der ich so weit gekommen bin und die mich bis heute in allem, was ich tue, unterstĂŒtzt.

Und das alles hat dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist. Wie bist du?
K: Ich bin vieles und sehr oft sehr unterschiedlich – aber das mag ich auch! Ich bin im stetigen Wachstum, lerne immer mehr und entwickle mich weiter. Vor 10 Jahren war ich noch die quirlige Katja, die ihre GefĂŒhle unterdrĂŒckt und gemacht hat, was sie wollte. Ich wusste, dass mir sowieso keiner mehr etwas Schlimmes mehr antun konnte, nach all dem, was ich erlebt habe. Heute bin ich die erwachsene Katja, die sich reflektiert, wertschĂ€tzt und fĂŒr nahezu alles VerstĂ€ndnis hat. Trotzdem ist ein Teil von mir auch noch die provokante Katja, die es einfach liebt, bei Menschen, die mich nicht mögen, noch einen draufzusetzen – damit sie sich einfach noch mehr ĂŒber mich aufregen. Viele sagen, ich wĂ€re kein gutes Vorbild, weil ich mich sehr freizĂŒgig kleide. Ganz ehrlich: Das ist mir total egal.

Du wirkst provokant und taff. Aber bei DSDS sehen wir, dass du mit ganz viel Herz urteilst – harte Schale, weicher Kern?
K: Ja, auf jeden Fall! Ich freue mich auch immer sehr, wenn die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, mir diese Komplimente geben und meine liebevolle Ader wahrnehmen. Ich bin ein sehr herzlicher und sensibler Mensch und nehme positive sowie negative Dinge direkt auf. Außerdem bin ich sehr empathisch und möchte immer allen direkt helfen, damit sich keiner so fĂŒhlen muss, wie ich damals. Wenn ich einen Kandidaten oder eine Kandidatin mit einer schlimmen Geschichte kennenlerne, habe ich sofort das BedĂŒrfnis, darĂŒber zu sprechen und zu helfen.

Dieses Jahr haben wir die JubilĂ€ums- und Abschiedsstaffel. Worauf dĂŒrfen wir uns freuen?
K: Auf viel Action, gute Laune, Emotionen – auf genau das, was ich finde, wie DSDS ist: Krasse Unterhaltung!

Wie wirst du als Jurorin agieren?
K: Ich bin gerecht und scheue mich nicht, den Mund aufzumachen, wenn jemand unfair behandelt wird. NatĂŒrlich achte ich auch darauf, dass jemand das Gesamtpaket mitbringt: Von der Stimme ĂŒbers Aussehen bis hin zum Auftreten – ein echter Star halt!

Womit kann man dich ĂŒberraschen?
Jeder Mensch hat Vorurteile. Man versucht immer, sie abzulegen, aber so einfach ist das nicht und das finde ich auch nicht schlimm. Ich denke, man sollte zulassen, dass man ein Vorurteil hat und sich dann auch ĂŒberraschen lassen können. Denn vielleicht ist die Person ja ganz anders als man dachte.

Gibt es irgendwelche Tipps, die du den Kandidaten mit auf den Weg geben möchtest?
K: Sie sollten diese Reise einfach genießen. Es ist eine extrem große Chance, die man wahrnehmen und schĂ€tzen sollte. Außerdem sollten sie selbstbewusst sein, nicht auf andere hören und ihr Leben so leben, wie sie sich es vorstellen.

Wie ist die Stimmung bei euch in der Jury?
K: Die Stimmung ist schön und witzig. Wir lachen viel zusammen und ich mag es sehr, dass wir so unterschiedlich sind. Dieter und ich kommen aus zwei verschiedenen Welten – er ist schon seit Jahrzehnten erfolgreich und ich kenne mich in der Neuzeit besser aus. Daher ergĂ€nzen wir uns aber auch so gut. Musikalisch habe ich schon mit jedem Jurymitglied zusammengearbeitet und sind mittlerweile sogar gut befreundet.

Gibt es auch mal kleine Reibereien?
K: Dieter ist eine Person, die die frĂŒhere Zeit sehr schĂ€tzt und gerne in Erinnerungen schwelgt. Er findet, dass es damals bessere Musik und grĂ¶ĂŸere Stars gab – wobei ich ihm da auch Recht geben muss. Aber in vielen Bereichen der heutigen Zeit muss es nicht immer die krasseste Stimme sein. Heutzutage will man wissen: Wer ist dieser Mensch? Welche Geschichte hat er oder sie? Man möchte die Menschen nicht nur hören, sondern auch kennen. Wenn Dieter und ich diesbezĂŒglich nicht gleicher Meinung sind, dann reden wir offen darĂŒber. Wir sind beide sehr direkt, aber das ist auch gut so.

Warum sollte man DSDS auf keinen Fall verpassen?
K: Es ist die JubilÀumsstaffel, Dieter ist back und ich bin auch dabei! Es wird ein DSDS, wie man es kennt, aber ich bringe gleichzeitig auch viel Neues mit rein.

Was steht fĂŒr dich im nĂ€chsten Jahr so an?
K: In vielen Dingen lasse ich mich gerne ĂŒberraschen. Im Großen und Ganzen bin ich eine Business Frau. Neben der Musik bin ich auf Instagram, mit meinem eigenen Modelabel und meinem eigenen GetrĂ€nk sehr erfolgreich. Da kommt immer viel auf mich zu, so wie auch DSDS plötzlich auf mich zukam. Trotzdem plane ich einiges, wie zum Beispiel mein neues Album und dass ich weiter an meiner Musik arbeiten werde.

LEONY im Interview

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DSDS – du bist in diesem Jahr als Jurorin dabei. Wie ist es dazu gekommen?
Leony: „Ich kenne Dieter schon lange, deshalb fiel meine Entscheidung, als die Anfrage kam, superschnell. Ich habe mich natĂŒrlich unheimlich gefreut, in der DSDS-Jury sitzen zu dĂŒrfen – und das auch noch in der JubilĂ€umsstaffel! Seit der allerersten Staffel habe ich DSDS schon als Kind geguckt. Es ist eine große Ehre fĂŒr mich, dabei zu sein.“

Als DSDS damals gestartet ist, warst du fĂŒnf Jahre alt 

Leony: „Bei der ersten Staffel war ich erst fĂŒnf Jahre alt und bei uns zuhause war es schon immer ein Ritual, mittwoch- und samstagabends mit Mama DSDS zu schauen. Ich habe jede Staffel geguckt, immer alles mitverfolgt. Umso spannender ist es fĂŒr mich, jetzt selbst dabei zu sein und hinter die Kulissen zu sehen.“

Was sagt deine Familie dazu, dass du jetzt DSDS-Jurorin bist?
Leony: „Als ich es meiner Familie erzĂ€hlt habe, haben sie mich erstmal gefragt, ob ich sie verĂ€ppeln will und waren alle ganz aus dem HĂ€uschen. Sie sind unheimlich stolz auf mich. Meine Familie stand schon immer hinter mir und hat mich in allem unterstĂŒtzt, also auch jetzt bei DSDS. Sie freuen sich sehr auf die Ausstrahlung.“

Als Kandidatin hast du bereits Erfahrungen in einer Castingshow gemacht 

Leony: „Ich war 2014 als Teilnehmerin in einer Castingshow bei RTL, „Rising Star“ hieß die damals. Zu der Zeit war ich 17 und es war extrem aufregend fĂŒr mich, aus einem kleinen Dorf in Bayern in einer Castingshow aufzutreten, das erste Mal im Fernsehen, wo so viele Leute zuschauen. Daher kann ich mich gut in die Kandidaten und Kandidatinnen bei DSDS hineinversetzen.“

Hast du Tipps, die du den Kandidaten mit auf den Weg geben kannst?
Leony: „Mein Tipp: Einfach genießen, alles aufsaugen und immer sein Bestes geben. Ich war damals sehr jung, komplett unerfahren und hatte gar keine Ahnung, wie das Business ablĂ€uft. Irgendwann wĂ€chst man da rein. FĂŒr mich war aber auch damals schon klar, dass ich mein Leben lang Musik machen will, dass ich damit mein Geld verdienen, auf die BĂŒhne und SĂ€ngerin sein will. Deswegen habe ich auch immer durchgezogen und habe die Show am Ende tatsĂ€chlich mit meiner damaligen Band gewonnen. Ich kann den Kandidaten und Kandidatinnen nur ans Herz legen, dass, wenn ihr das wirklich wollt, ihr alles geben und an euch glauben mĂŒsst.“

Worauf achtest du, wenn du am Jurypult sitzt?
Leony: „Das wichtigste ist fĂŒr mich die Stimme und ob die Leute musikalisch sind. Wenn jemand den Takt gar nicht halten kann, ist es fĂŒr mich schwierig, da noch ein Auge zuzudrĂŒcken. Katja setzt den Fokus eher auf Ausstrahlung und Attitude, da ergĂ€nzen wir uns gut.“

Wie ist die Stimmung in der Jury?
Leony: „Die Stimmung ist super, wir haben viel Spaß zusammen und verstehen uns alle gut. Ich bin unheimlich froh, dass Katja auch in der Jury ist. Wir kennen uns schon ein bisschen lĂ€nger und verstehen uns auch sehr gut. Am Jurypult herrscht ein schöner Vibe, weil es auch immer mal wieder MĂ€dels gegen Jungs ist, auf eine witzige Art, wir schĂ€kern zusammen und es macht wirklich sehr viel Spaß.“

Womit kann man dich beim Casting ĂŒberraschen oder auch begeistern?
Leony: „Ich finde, besonders sein ist immer etwas, was heraussticht. Nicht versuchen, wie jemand anderes zu sein oder zu singen. Wir hatten ganz viele Leute, die aus Popsongs Indie-Versionen gemacht oder nur mit der Ukulele gespielt haben, so etwas catcht mich. NatĂŒrlich begeistert mich auch die Stimme. Am Ende gilt: Das GefĂŒhl muss da sein. DafĂŒr muss gar nicht jeder Ton getroffen werden, es muss einen einfach berĂŒhren.“

FĂŒr welchen Tipp, den du wĂ€hrend deiner Karriere bekommen hast, bist du dankbar?
Leony: „Das ist schwierig, ich habe sowohl sehr viele gute als auch schlechte Tipps bekommen. Ich glaube mit das wichtigste ist im Kern, man selbst zu bleiben und sich nicht zu sehr zu verĂ€ndern. FĂŒr mich war aber auch wichtig, nicht immer alles zu verkopft zu sehen, nicht alles selbst entscheiden zu wollen und zu sagen, man weiß alles besser – das stimmt auch einfach nicht.“

Was brauchen Talente, um heute erfolgreich zu sein?
Leony: „Ich glaube, es ist wichtiger geworden, ein Gesamtpaket abzubilden. FrĂŒher war der Gesang das Wichtigste, heute kann man im Nachhinein noch so viel an der Stimme noch Ă€ndern. Man hört es vielleicht nicht so gerne, aber Social Media ist ebenso wichtig geworden. Die Leute wollen Bezug zu ihrem Idol haben und die privaten Seiten sehen. Auch die BĂŒhnenshow muss Lust auf mehr machen, es muss einen komplett vom Hocker hauen mit Emotionen. Kurzum: Man muss schon viel mitbringen, wenn man Superstar werden will 
“

Welche Musik hörst du privat?
Leony: „Meine Musik ist sehr breit gefĂ€chert. Ich höre Musik gerade weniger, weil sie mir gefĂ€llt, sondern weil ich gerade alles analysieren muss: Was ist in den Charts, was funktioniert, wieso funktioniert es, wieso nicht? Ich kenne auch viele KĂŒnstler und Bekannte, denen es genauso geht und denen es schwerfĂ€llt, Musik einfach zu genießen. Ansonsten habe ich seit zehn Jahren eine Playlist und da speichere ich immer alles, was mir gerade gefĂ€llt. Da ist querbeet alles dabei, viel Pop und Dance, aber auch viele Oldies, teilweise auch klassische Musik und Indie – also wirklich von allem etwas, je nachdem, was ich gerade fĂŒhle 
“

Hast du einen LieblingssÀnger/LieblingssÀngerin oder eine Lieblingsband?
Leony: „Meine Lieblingsband ist Coldplay. Ich habe natĂŒrlich auch LieblingssĂ€ngerinnen. Wenn man sich ein Idol in Bezug auf die Stimme sucht, ist Jessie J eine der besten SĂ€ngerinnen, oder Ariana Grande.“

Wie bist du zur Musik gekommen?
Leony: „FĂŒr mich war das GefĂŒhl schon immer da. Ich bin in keiner außergewöhnlich musikalischen Familie aufgewachsen. Es gab schon als Kind Videos, in denen ich kaum reden konnte, aber schon vor mich hingesungen habe. Das hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Meine Mama hat das Interesse gesehen, mich in den Klavierunterricht gesteckt und irgendwann hatte ich auch Gitarrenunterricht. Ich war immer im Schulchor und habe bereits damals in der Grundschule in die FreundebĂŒcher geschrieben, dass ich SĂ€ngerin werden und auf die BĂŒhne will. Es gab fĂŒr mich nie einen anderen Wunsch.“

Was war fĂŒr dich das GrĂ¶ĂŸte, was du bisher in deiner Karriere erlebt hast?
Leony: „Mit das GrĂ¶ĂŸte fĂŒr mich war der gesamte Sommer 2022, weil es der erste Sommer war, in dem ich viel live spielen durfte. Die Leute haben meine Songs gesungen und kannten sie von vorne bis hinten auswendig – dieses GefĂŒhl kannte ich noch gar nicht. Ich bin ja wĂ€hrend Corona musikalisch groß geworden, konnte deshalb weder Liveshows spielen noch auf Veranstaltungen gehen. Es ist deshalb auch oft so, dass die Leute meine Musik kennen, aber nur ganz wenige das Gesicht und die Person dahinter. Deshalb zĂ€hlt DSDS auf jeden Fall auch zu meinen Karriere-Highlights und ist noch einmal eine andere Hausnummer, weil es mein Gesicht bekannt macht. Ich finde es sehr schön, dass die Leute die Person hinter den Songs jetzt besser kennenlernen können. Am Ende habe ich es aber lieber so, dass die Leute meine Musik kennen und hören, als dass ich ein Influencer-Star wĂ€re, aber sich keiner fĂŒr meine Musik interessiert 
“

Dazu gehört, dass du 2023 vermutlich nicht mehr unerkannt ausgehen kannst 

Leony: „Wahrscheinlich nicht, obwohl ich auch sagen muss, dass man mich in Berlin sehr selten geschminkt und gestylt sieht. Da trifft man mich vermutlich in Jogginghose, ungeschminkt mit Brille auf und die Haare hochgebunden. So kann man schon noch ein bisschen in flagranti bleiben. Aber ich freue mich schon, wenn mich jemand erkennt.“

Warum sollte man 2023 DSDS auf keinen Fall verpassen?
Leony: „Ihr solltet DSDS auf gar keinen Fall verpassen, das wird die beste Staffel: Mit einer großartigen Jury und vielen talentierte Kandidaten und Kandidatinnen, aber auch unterhaltsamen Leuten – deswegen schaltet unbedingt ein, wenn DSDS am 14. Januar startet!“

Und was bringt das neue Jahr neben DSDS fĂŒr dich?
Leony: „Ich habe ganz viele PlĂ€ne fĂŒr das neue Jahr, worauf ich mich sehr freue. Es wird viel neue Musik von mir kommen, es wird ein Album geben, an dem wir sehr lange gearbeitet und viel Zeit investiert haben. Nach DSDS werde ich auf Tour gehen, meine erste Tour als KĂŒnstlerin, das ist etwas ganz Besonderes, darauf freue ich mich. Der Sommer ist voll mit ganz vielen Festivals und Shows 
“

Quelle Pressetext und Interviews: RTL
Fotos: Foto: RTL / Stefan Gregorowius

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1 Kommentar

  1. Alexander Klaws mit Schlagereinfluss? Warum sieht man ihn dann nie in den entsprechenden Shows?? Warum wurde er bei „Schlager-die Show“ im SWR als zweiter Moderator neben Beatrce Egli gefeuert? Ganz einfach, er gehört nicht zur Schlagerfamilie. Wobei man den wahren Grund nie erfahren. hat. Beatrice Egli war damals großartig. Hat dafĂŒr 5 dicke Sterne mit einer großen goldenen Krone oben drauf verdient. Heute ist nur noch ein Schlagerwendehals. Sie macht immer das was gerade angesagt ist. Stichwort TextĂ€nderung bei „Tausendmal berĂŒhrt“.

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NICOLE: Heute Abend in der NDR-Talkshow – viele Tour-Termine 2023 sind bekannt 0

Bild von Schlagerprofis.de

NICOLE: Eurovisionslegende zu Gast in der NDR-Talkshow

Das ist mutig vom NDR, der bekannt dafĂŒr ist, seit vielen Jahren hochnotpeinliche ESC-Ergebnisse abzuliefern und im Anschluss immer noch unprofessioneller den deutschen Beitrag auszuwĂ€hlen. Nachdem die „hoch kompetente“ Radiojury eiskalt DEN Hammerbeitrag der ESKIMO CALLBOYS ausgesiebt haben und damit wie ĂŒblich Schiffbruch erlitten haben, dĂŒrfen diese Experten schon WIEDER ran – okay, der peinliche Dilettantismus ist ja inzwischen leider normal, auch in diesem Jahr darf man wieder mal schwarz sehen. Und so bliebt dem NDR nichts anderes ĂŒbrig, als eine Legende aus der ESC-Zeit einzuladen, als der Bayrische Rundfunk seine Aufgabe nicht als Selbstbefriedigung eigener Interessen ansah, sondern ĂŒber viele Jahre einen Beitrag suchte, der gut zum Grand Prix passte. 

Peinlich-BeitrĂ€ge der letzten Jahre ein Thema? Wir sind gespannt…

Und so sind noch heute die Namen DSCHINGHIS KHAN, MARY ROOS, KATJA EBSTEIN, LENA VALAITIS und eben NICOLE in bester Erinnerung, wĂ€hrend Namen wie JAMIE-LEE, LEVINA, S!STERS oder JENDRIK selbst bei Insidern vielfach nicht mehr bekannt sind – vielleicht weil die Blamagen schlicht verdrĂ€ngt worden sind. Die Fortsetzung der Serie scheint in Arbeit zu sein. Wir sind gespannt, ob NICOLE hier Tacheles redet oder die großen NDR-Peinlichkeiten zur Sprache bringt. Wobei die KĂŒnstlerin zugegeben ganz andere Dinge zu bewĂ€ltigen hatte und hat – die zum GlĂŒck ĂŒberstandene Krebserkrankung hat sicher sehr viel Kraft gekostet. Umso schöner, dass sie nun wieder am Start ist. Und viele Termine ihrer Tour hat sie bei Facebook schon kommuniziert – gerne fassen wir das mal zusammen: 

Tourtermine „Ich bin zurĂŒck“-Tour 2023 

  • 01.09.2023 Bad Orb, Konzerthalle
  • 02.09.2023 Meschede, Stadthalle
  • 03.09.2023 Hitzacker (Elbe), Kulturzentrum
  • 05.09.2023 LĂŒbeck, Kolosseum
  • 06.09.2023 Verden (Aller), Stadthalle Verden
  • 08.09.2023 Gifhorn, Stadthalle
  • 13.09.2023 Cottbus, Stadthalle
  • 14.09.2023 Osterode am Harz, Stadthalle
  • 15.09.2023 Lohr am Main, Stadthale
  • 16.09.2023 Mannheim, Capitol
  • 17.09.2023 Gießen, Kongresshalle
  • 26.09.2023 Gera, Kultur- und Kongresszentrum
  • 27.09.2023 Rheine, Stadthalle
  • 28.09.2023 Unna, Stadthalle
  • 30.09.2023 Linkenheim-Hochstetten, BĂŒrgerhaus
  • 01.10.2023 Bad Neustadt an der Saale, Stadthalle

(eigene Zusammenstellung aus Facebook-Terminen, ohne GewÀhr)

Foto: TELAMO, Nikolaj Georgiew

 

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CHRISTIN STARK: GĂ€ste bei ihrer Schlager des Monats Premiere: RAMON ROSELLY & SENTA 1

Bild von Schlagerprofis.de

+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++Recherchieren statt Kopieren+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++

CHRISTIN STARK: Erste GĂ€ste der „Schlager des Monats“ stehen fest

Das wird sicherlich sehr aufregend fĂŒr CHRISTIN STARK, wenn sie bei den Schlagern des Monats ihre ersten Interviews fĂŒhren darf. Am 3. Februar wird die erste Sendung mit der Frau von MATTHIAS REIM ausgestrahlt, ihre ersten GĂ€ste werden sein:

RAMON ROSELLY

Nachdem RAMON im Dezember bei einigen Terminen in seiner Heimat umjubelter Zirkusdirektor war, gab es heute eine traurige Nachricht fĂŒr seine Fans: Sein Konzert mit MARINA MARX wurde abgesagt. Und so ist es fĂŒr die Fans sicher ein schönes Trostpflaster, dass RAMON bei der Premiere von CHRISTIN als Moderatorin als Gast dabei ist.

SENTA

Noch ist es ungewiss – aber GerĂŒchte besagen, dass sich SENTA als Teilnehmerin fĂŒr den ESC-Vorentscheid beworben habe. DarĂŒber haben wir bereits am 21. November HIER berichtet. Ob das ein GesprĂ€chsthema bei CHRISTIN sein wird, bleibt abzuwarten – aber auch so hat die frĂŒher als OONAGH bekannte SĂ€ngerin sicher viel zu erzĂ€hlen.

Hit des Monats gesungen von KEVIN NEON

Das ist in unseren Augen schon eine faustdicke Überraschung: ANTJE KLANN ist bekannt als Radiomoderatorin, sie ist auch gut in eingschlĂ€gigen Airplaycharts platziert und war fĂŒr uns die klare Favoritin fĂŒr den Hit des Monats Januar – aber hin und wieder kommt es anders als erwartet: KEVIN NEON konnte seine Fanbase offensichtlich besser zum Abstimmen motivieren – und so begrĂŒĂŸt CHRISTIN STARK in ihrer ersten Sendung KEVIN mit dem Song „Ballett“.

Wir drĂŒcken CHRISTIN fĂŒr ihre Schlager des Monats Premiere die Daumen und sind auf die neue Hitliste, die ja sicher anders aussehen wird als wir das bisher kannten, weil es mit Airplaycharts eine andere Erhebungsliste gibt, sehr gespannt.

Foto: © MDR/Tom Schulze

 

 

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