RADIO: Wahnsinn: In den Top-100 der Airplaycharts kein einziger auf Deutsch gesungener Song! 2

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RADIO: „Denn sie wissen nicht, was sie tun“

In Zeiten von Streaming, Spotify und Co. ist es fĂĽr das traditionelle Radio natĂĽrlich schwer, an Profil zu gewinnen. Ein Blick in die Top-100 der erfolgreichsten Radio-Songs 2022 (siehe HIER) macht da einfach nur fassungslos: Von 100 Songs der Liste sind genau NULL in deutscher Sprache. Hoch gewichtet in dieser Liste sind sicherlich die öffentlich-rechtlichen Sender – dass kein einziger deutschsprachiger Song wenigstens durch Airplay bei den groĂźen Sendeanstalten eine Chance hatte, ist in unseren Augen auch ein weiteres Armutszeugnis fĂĽr öffentlich-rechtliche Medien, das muss man mal so klar formulieren. 

Vor 50 Jahren: Mehrheitlich deutschsprachige Songs on top

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Die Jahresauswertung vor 50 Jahren beinhaltete noch 20 Titel. Einige davon waren sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch erfolgreich, vielfach waren die deutschen Versionen aber populärer wie z. B. „How Do You Do“ (WINDOWS) oder „Beautiful Sunday“ (DANIEL BOONE). In der Liste wurde nicht kommuniziert, welche Version damals gespielt wurde. Unterstellen wir, dass es die deutschen Versionen waren, kommen wir auf 13 von 20 Liedern, die auf Deutsch gesungen wurden. Die Top-3 waren auch in deutscher Sprache.

Die gute Position von „Wo bist du?“ (PETER MAFFAY) zeigt, dass schon damals Airplay-Songs nicht zwingend mit den Verkaufscharts zu vergleich waren. Wobei es auch da ĂĽberrascht, dass der immer noch extrem erfolgreiche MAFFAY ebenfalls vor 50 Jahren auf Platz 2 stand (damals noch ohne Nummer-1-Album-Erfolg) und nun als Rekord-Halter mit leeren Händen da steht. Immerhin haben wir ihm deshalb mal das Titelbild gewidmet. 

Vor 40 Jahren: Immer noch ein gutes Bild

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Schaut man sich die Top-10 von 1982, also von vor 40 Jahren, an, sind es immer noch immerhin fĂĽnf Titel, die es in die Top-10 der Jahres-Airplay-Charts geschafft haben. Danach kann man es getrost mit HILDEGARD KNEF halten: „Von da an ging’s bergab“. 

Da die mit ZwangsgebĂĽhren finanzierten öffentlich-rechtlichen Sender vom SWR und in Teilen vom HR abgesehen so tun, als gäbe es keine Schlagerfans und lieber nur das spielen, was sie selbst gut finden und eben NICHT das, was groĂźe Teile ihrer Finanzierer gerne hören wĂĽrden, ist der Schlager ja ohnehin nur noch in der Liste „Konservativ Pop“, aber nicht in der Gesamtliste der Airplaycharts zu finden. Dass es nun aber so weit ist, dass nicht einmal deutsche Rock- und Popsongs eine Chance haben – dass also nicht einmal ein Herr GRĂ–NEMEYER, die Ă„RZTE, die TOTEN HOSEN usw. einen Hit im Radio landen können, ist die nächste Stufe des Wahnsinns.

MARK FORSTER? TIM BENDZKO? SARAH CONNOR? UDO LINDENBERG? MAX GIESINGER? Fehlanzeige!

Ob es weltweit auĂźer Deutschland ein Land gibt, in dem die 100 (!!!!) meistgespielten Songs im Radio NICHT in der Landessprache interpretiert werden, wagen wir zu bezweifeln. Hier kann man eigentlich nur noch dazu ĂĽbergehen, SWR4 einzuschalten – oder einfach zu resignieren…

Danke an Schlagerprofis-Leser „Marky“ fĂĽr den Hinweis zu diesem Thema!

 

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2 Kommentare

  1. Man muss ihn nicht mögen, aber Sarrazin hatte vor vielen Jahren recht:“Deutschland schafft sich ab“. Man braucht sich nur die deutsche Hauptstadt Berlin ansehen.

  2. Ich höre Radio nur noch auf dem Weg zur Arbeit (im Auto) wegen Verkehrsfunk und auf Reisen.

    Es bleibt Spotify mit seinen wöchentlichen Vorschlägen.

    Spätestens seit dem RBB Skandal um Frau Schwesinger gehören die gesamten zwangsfinanzierten Medien auf den Prüfstand.

    Regionalsender z.B. RBB + MDR unterdrĂĽcken die regionalen und historischen Wurzeln unserer Sprache in den offiziellen Regionalprogrammen!

    Meine Konsequenz: Radio aus, auĂźer beim Autofahren und Spotify an.

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NICOLE: Heute Abend in der NDR-Talkshow – viele Tour-Termine 2023 sind bekannt 0

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NICOLE: Eurovisionslegende zu Gast in der NDR-Talkshow

Das ist mutig vom NDR, der bekannt dafĂĽr ist, seit vielen Jahren hochnotpeinliche ESC-Ergebnisse abzuliefern und im Anschluss immer noch unprofessioneller den deutschen Beitrag auszuwählen. Nachdem die „hoch kompetente“ Radiojury eiskalt DEN Hammerbeitrag der ESKIMO CALLBOYS ausgesiebt haben und damit wie ĂĽblich Schiffbruch erlitten haben, dĂĽrfen diese Experten schon WIEDER ran – okay, der peinliche Dilettantismus ist ja inzwischen leider normal, auch in diesem Jahr darf man wieder mal schwarz sehen. Und so bliebt dem NDR nichts anderes ĂĽbrig, als eine Legende aus der ESC-Zeit einzuladen, als der Bayrische Rundfunk seine Aufgabe nicht als Selbstbefriedigung eigener Interessen ansah, sondern ĂĽber viele Jahre einen Beitrag suchte, der gut zum Grand Prix passte. 

Peinlich-Beiträge der letzten Jahre ein Thema? Wir sind gespannt…

Und so sind noch heute die Namen DSCHINGHIS KHAN, MARY ROOS, KATJA EBSTEIN, LENA VALAITIS und eben NICOLE in bester Erinnerung, während Namen wie JAMIE-LEE, LEVINA, S!STERS oder JENDRIK selbst bei Insidern vielfach nicht mehr bekannt sind – vielleicht weil die Blamagen schlicht verdrängt worden sind. Die Fortsetzung der Serie scheint in Arbeit zu sein. Wir sind gespannt, ob NICOLE hier Tacheles redet oder die groĂźen NDR-Peinlichkeiten zur Sprache bringt. Wobei die KĂĽnstlerin zugegeben ganz andere Dinge zu bewältigen hatte und hat – die zum GlĂĽck ĂĽberstandene Krebserkrankung hat sicher sehr viel Kraft gekostet. Umso schöner, dass sie nun wieder am Start ist. Und viele Termine ihrer Tour hat sie bei Facebook schon kommuniziert – gerne fassen wir das mal zusammen: 

Tourtermine „Ich bin zurĂĽck“-Tour 2023 

  • 01.09.2023 Bad Orb, Konzerthalle
  • 02.09.2023 Meschede, Stadthalle
  • 03.09.2023 Hitzacker (Elbe), Kulturzentrum
  • 05.09.2023 LĂĽbeck, Kolosseum
  • 06.09.2023 Verden (Aller), Stadthalle Verden
  • 08.09.2023 Gifhorn, Stadthalle
  • 13.09.2023 Cottbus, Stadthalle
  • 14.09.2023 Osterode am Harz, Stadthalle
  • 15.09.2023 Lohr am Main, Stadthale
  • 16.09.2023 Mannheim, Capitol
  • 17.09.2023 GieĂźen, Kongresshalle
  • 26.09.2023 Gera, Kultur- und Kongresszentrum
  • 27.09.2023 Rheine, Stadthalle
  • 28.09.2023 Unna, Stadthalle
  • 30.09.2023 Linkenheim-Hochstetten, BĂĽrgerhaus
  • 01.10.2023 Bad Neustadt an der Saale, Stadthalle

(eigene Zusammenstellung aus Facebook-Terminen, ohne Gewähr)

Foto: TELAMO, Nikolaj Georgiew

 

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CHRISTIN STARK: Gäste bei ihrer Schlager des Monats Premiere: RAMON ROSELLY & SENTA 1

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+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++Recherchieren statt Kopieren+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++

CHRISTIN STARK: Erste Gäste der „Schlager des Monats“ stehen fest

Das wird sicherlich sehr aufregend für CHRISTIN STARK, wenn sie bei den Schlagern des Monats ihre ersten Interviews führen darf. Am 3. Februar wird die erste Sendung mit der Frau von MATTHIAS REIM ausgestrahlt, ihre ersten Gäste werden sein:

RAMON ROSELLY

Nachdem RAMON im Dezember bei einigen Terminen in seiner Heimat umjubelter Zirkusdirektor war, gab es heute eine traurige Nachricht für seine Fans: Sein Konzert mit MARINA MARX wurde abgesagt. Und so ist es für die Fans sicher ein schönes Trostpflaster, dass RAMON bei der Premiere von CHRISTIN als Moderatorin als Gast dabei ist.

SENTA

Noch ist es ungewiss – aber GerĂĽchte besagen, dass sich SENTA als Teilnehmerin fĂĽr den ESC-Vorentscheid beworben habe. DarĂĽber haben wir bereits am 21. November HIER berichtet. Ob das ein Gesprächsthema bei CHRISTIN sein wird, bleibt abzuwarten – aber auch so hat die frĂĽher als OONAGH bekannte Sängerin sicher viel zu erzählen.

Hit des Monats gesungen von KEVIN NEON

Das ist in unseren Augen schon eine faustdicke Ăśberraschung: ANTJE KLANN ist bekannt als Radiomoderatorin, sie ist auch gut in eingschlägigen Airplaycharts platziert und war fĂĽr uns die klare Favoritin fĂĽr den Hit des Monats Januar – aber hin und wieder kommt es anders als erwartet: KEVIN NEON konnte seine Fanbase offensichtlich besser zum Abstimmen motivieren – und so begrĂĽĂźt CHRISTIN STARK in ihrer ersten Sendung KEVIN mit dem Song „Ballett“.

Wir drĂĽcken CHRISTIN fĂĽr ihre Schlager des Monats Premiere die Daumen und sind auf die neue Hitliste, die ja sicher anders aussehen wird als wir das bisher kannten, weil es mit Airplaycharts eine andere Erhebungsliste gibt, sehr gespannt.

Foto: © MDR/Tom Schulze

 

 

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