Ben Zucker: Schlagerprofis.de-Rezension seines Albums „Na und?! Live!“ Kommentare deaktiviert für Ben Zucker: Schlagerprofis.de-Rezension seines Albums „Na und?! Live!“

Zucker

Mit einem fulminanten Intro mit dem „Geile-Zeit“-Einwurf startet das Livekonzert Ben Zuckers in Hamburg.

Mit der „Immer wieder du“-Nummer, mit der Ben eine Beziehungskiste einer Person, von der man nicht loskommt zum Thema macht, präsentiert er den ersten Song aus seinem „Na und?!“-Erfolgsprogramm – direkt gefolgt von seinem großen und angesichts seines Riesenerfolgs zutreffenden Songs „Was für eine geile Zeit“.

„Heute Abend ist egal, was die anderen über uns sagen. Bleibt euch treu. Lass uns die nächsten 1 ½-Stunden gemeinsam erleben, singen, weinen, lachen und vor allem genießen!“ – mit diesen Worten kündigt Ben seinen nächsten Knaller „Du bist alles für mich“ an und beweist damit: Ben kann auch klassischen Popschlager.

Danach wird es ruhiger im Programm. Der Song „Halt dich fest an mir“ beschreibt, wie schwer es ist, eine einmal gefundene Liebe nicht wieder zu verspielen – und die Liebe festzuhalten. Auch in der Liveversion brilliert Ben damit, seine Leidenschaft gegen Songende förmlich gesanglich „herauszuschreien“.

Die melancholische Nummer „Schau nur“ präsentierte Ben bereits vor einem Jahr in der traditionellen MDR-Show „Weihnachten bei uns“. In der Liveversion sorgt insbesondere das lange und brillant gespielte Gitarrensolo für Gänsehautmomente. Mit der Uptemponummer „Längst nicht mehr verliebt“ überzeugte Ben seine Fans – entgegen des Songtitels geht es um tiefere Gefühle als das oberflächliche „Verliebtsein“.

Bei der Ballade „Einfach weg“ kommt zwischendurch der Eindruck auf, dass Ben wirklich Bonnie-Tyler-Fan ist – die Nummer erinnert im Arrangement und in der Strophe bisweilen an deren „Total Eclipse Of the Heart“ – eindringlich und einfühlsam schildert Ben seine Trauer über ein Beziehungsende – sicher eine Nummer mit hohem Identifikationspotenzial, gerade in der Liveversion.

Balladesk und im Stile moderner Singer-Songwriter ist auch die Rockballade „Ich spür’, wie die Liebe zerbricht“ gehalten. Erneut geht es um das sich ankündigende Ende einer Beziehung. Im hohen Refrainteil zeigen sich Bens stimmliche Qualitäten besondrs beeindruckend.

Richtig rockig kommt als Kontrastprogramm der Song „Verschworen“ daher, der übrigens vom Erfolgstextdichter Frank Ramond mitgeschrieben wurde. „Bis ans Ende bin ich da für dich“, behauptet Ben – seine ausdrucksstarke Stimme und sein eindringlicher Vortrag lassen das Statement glaubwürdig wirken.

Mit akustischer Gitarre startet die Ballade „Viel zu oft an dich gedacht“, die eine nicht funktionierende Beziehung thematisiert.

Seine aktuelle Single kündigt Ben mit einem Rückblick auf vergangene Highlights an – erwähnt wird die Stadiontour mit Helene Fischer und Zusammenarbeiten mit Bonnie Tyler und Heinz-Rudolf Kunze. Persönlich live anwesend war Claudio Capeo, der mit Ben in Hamburg live den aktuellen Duett-Titel „Ca va ca va“ präsentiert.

Dass Ben auch covern kann, beweist er mit seiner schönen Liveversion des Heinz-Rudolf-Kunze-Klassikers „Dein ist mein ganzes Herz“, die er noch rockiger bringt als der Originalsänger. Ben hat dem Titel mit seiner Stimme einen eigenen Stempel aufgedrückt – das ist ein klares Highlight des Live-Albums, zumal Ben den Song bislang auf keinem Tonträger veröffentlicht hat und schön umarrangiert hat, ohne den Song zu entstellen, wie es bisweilen bei „Sing meinen Song“ vorkommt.

Gegen Konzertende fackelt Ben einen seiner ganz großen Erfolge ab: „Der Sonne entgegen“ – der Song, der der Neuauflage seines Erfolgsalbum „Na und?!“ den Untertitel verpasst hat und von Ben stimmungsvoll und begeisternd live umgesetzt wurde.

Sehr löblich: Zum Ende seines Konzert(mitschnitt)s wies Ben auf sein Engagement für den Verein KAHUZA e. V. hin, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien zu helfen und sich gegen Kindergewalt positioniert. Als Charity-Single hat Ben die Single „Kinder (sind so kleine Hände)“ veröffentlicht und die Einnahmen dem Verein gespendet. Die Nummer darf natürlich bei seinem Konzert nicht fehlen.

Ein Lied, das (O-Ton) Ben Zuckers „Leben verändert“ hat, ist „Schönstes Haus“. Es gibt nichts Schöneres für Ben, als mit jemandem zusammen ein Haus zu bauen, gemeinsam alt zu werden – ein bisschen von diesem Gefühl hat – so der Sänger – auch das Hamburger Publikum Ben gegeben.

Die Welt wartet auf dich“ ist eine Uptempo-Nummer, die gut an den Schluss des Zucker-Konzerts passt und in der Live-Version besonders authentisch daherkommt.

Als finalen Höhepunkt des Konzertes wählte Ben Zucker den Song, der ihn bekannt gemacht hat und dem er sicher viel zu verdanken hat. „Na und?!“ war der erste Titel, den er überaus erfolgreich in einer Silbereisen-Show präsentieren konnte und der es sogar in die Single-Charts geschafft hat – einen besseren Rausschmeißer hätte der Berliner Sänger seinen begeisterten Fans wohl kaum präsentieren können, die den Titel in Teilen direkt selber sangen.

Mit „Na und?! LIVE!“ legt Ben Zucker ein rundes Debut-Livealbum vor, das in einer CD-, einer DVD- und einer Deluxe-Version mit CD UND DVD erhältlich ist. Auf der DVD sind zusätzlich noch der Song „Mein Herz gehört nur dir“ und ein Medley enthalten. Das Booklet mit schönen Fotos und allen „Credits“ rundet die gelungene Veröffentlichung ab. Wir von den Schlagerprofis freuen uns schon auf die Bens am 1. November 2019 startende Arena-Tournee 2019.

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ANDY BORG: Der „Quotengarant“ hat erneut zugeschlagen… 2

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ANDY BORG abermals zweistellig im SWR-Sendegebiet

Im Sendgebiet des SWR hat ANDY BORG einmal mehr die Fans auf seiner Seite gehabt. 673.000 Zuschauerinnen und Zuschauer bedeuten einen Marktanteil von 10,3 Prozent. Trotz „leichter Verluste“ (im Vormonat waren es im SWR-Gebiet 714.000 Zuschauer und 11,1 Prozent) ist das noch immer ein sensationell guter Wert. Erneut gelang es ANDY BORG mit seinen Gästen, den Spitzenplatz unter den erfolgreichsten Formaten der 3. Programme zu ergattern.

Fernsehballett abgeschlagen

Warum auch immer, programmiert der MDR eigentlich stets ein Schlagerformat gegen den SWR. Nachdem es selbst mit SILBEREISEN-Formaten nicht geklappt hat (im Sendegebiet holte die „Hüttenparty“-Wiederholung des Vorjahrs 8,4 Prozent), versuchte man es diesmal mit einer weiteren Wiederholung des Jubiläums des Fernsehballetts. Auch dieses Format hatte überhaupt keine Chance gegen den authentischen Top-Showmaster ANDY BORG. Diesmal lag der MDR-Marktanteil bei mageren 6,5 Prozent.

Erneut eine gute Mischung

Das einfache Rezept des großen Erfolgs von ANDY BORG ist sicherlich die gute Mischung aus etablierten Stars und weniger oft gesehenen Menschen bzw. aus Vollplayback und Livemusik. Beispielsweise feierte DUNJA RAJTER einen runden Geburtstag – schön, dass ANDY BORG ihr entsprechend Sendezeit gibt. Auch der beliebte Countrysänger TOM ASTOR ist leider nur noch selten im Fernsehen zu sehen, hat aber noch immer viele Fans.

Topstars und Nachwuchs

Mit STEFAN MROSS und ANNA-CARINA WOITSCHACK und voXXclub waren Acts dabei, die wir auch oft bei FLORIAN SILBEREISEN finden – aber auch der Nachwuchs wurde hofiert, so durften wir DANIEL SOMMER erleben. Eine „runde“ Sache, die mit einer sehr ordentlichen Quote belohnt wurde, auch wenn ANDY BORG sehr leicht Federn lassen musste – das muss man der Fairness halber sagen. Und dennoch ist und bleibt er ein Quotengarant.

Award für „beste monatliche Musiksendung“ verdient

Wir finden – bei DEM Erfolg hätte ANDY so etwas wie einen Award für die „beste monatliche Musiksendung“ verdient…

Foto: © SWR/Kimmig/Kerstin Joensson

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ALLESSA: Ist ihr Song „Verbotene Liebe“ quasi „verboten“ gut? 1

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ALLESSA: Nanu? Ist ihr Song „verboten“? Nirgends zu finden

Jubelnd hat der BVMI (Bundesverband Musikindustrie) verkündet, dass erneut in der Musikbranche hauptsächlich im Streaming Umsätze zu erzielen sind. Demzufolge rekrutieren sich über 70 Prozent der Usätze der Musikbranche aus Online-Musiknutzung. Ob das bedeutet, dass insbesondere die Inhaber und Bosse der einschlägigen Portale wie Spotify zu Lasten der Kreativen profitieren, wissen wir nicht, aber ein gewisser Verdacht kommt da schon auf.

CD im Rückzug – Streaming im Aufwind: Wichtig ist, präsent zu sein

Es hilft nichts – Streaming ist zu einer sehr bedeutenden Größe geworden, und auch Downloads sollten möglich sein. Und weil uns der neue Song von ALLESSA recht gut gefällt (siehe HIER), haben wir uns mal auf die Suche gemacht. Merkwürdig: Bei „Verbotene Liebe“ finden wir vor allem den gleichnamigen Song von LINDA HESSE, der noch dazu übrigens vom gleichen Textdichter geschrieben wurde (JOACHIM HORN-BERGES), aber ein anderer Song ist.

Auf keinem wichtigen Portal zu finden

Bei folgenden Dienstleistern / Portalen haben wir „Verbotene Liebe“ von ALLESSA gesucht, aber nicht gefunden:

  • Spotify
  • Amazon
  • YouTube (Video)
  • YouTube Music
  • Napster
  • Deezer

Ist der Song „verboten gut“?

Kurioserweise ist beim Informationsportal MPN eigentlich der 5. März als VÖ-Termin genannt. Und anscheinend stört sich kaum jemand daran, dass der Song nirgendwo gelistet ist. Eigentlich erstaunlich, wenn Streaming doch so wichtig geworden ist und es einen physischen Tonträger nicht gibt.

Die Künstlerin denkt womöglich, ihr Track sei verfügbar und wundert sich über mangelnde Hitparaden-Platzierungen und damit vielleicht einhergehenden TV-Verpflichtungen – dazu müsste dann der Song auch korrekt von den zuständigen Leuten veröffentlicht werden…

 

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