HELENE FISCHER: Nimbus der unangefochtenen Albumverkäuferin an RAMMSTEIN verloren 5

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HELENE FISCHER: Noch immer ĂĽberragende Verkäufe – aber nicht mehr „uneinholbar“

Aktuell steht mal wieder die Band RAMMSTEIN auf Platz 1 der Albumcharts. Das allein verwundert angesichts der Popularität von TILL LINDEMANN und seinen Jungs recht weniger. Spannend sind hingegen die Zahlen, die die GfK als Hintergrundwissen kommuniziert hat – denn die sind auch fĂĽr Freunde des Schlagers interessant. Demzufolge ist der Chartentry von „Zeit“, eben dem RAMMSTEIN-Album, der „stärkste Album-Start in den deutschen Charts seit der VĂ– von ABBAs „Voyage““. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass HELENE FISCHER in dieser Liga mit „Rausch“ nicht (mehr) mitspielt. 

Vergleich mit den letzten Alben

Rausch“ ist nun seit 29 Wochen in den Charts – fĂĽr fast alle anderen Schlager-Acts ist allein das schon ein unglaublich toller Erfolg. Bei HELENE muss man aber vielleicht doch etwas andere MaĂźstäbe ansetzen. Schauen wir uns mal an, wie die letzten Studioalben sich nach 29 Wochen platziert haben: 

  • „FĂĽr einen Tag“: Platz 24 nach 29 Wochen
  • „Farbenspiel“: Platz 1 nach 29 Wochen
  • „Helene Fischer“: Platz 8 nach 29 Wochen
  • „Rausch“: Platz 38 nach 29 Wochen

Nun muss man fairerweise sagen – bei den drei erstgenannten Alben waren auch „HIT“-Autoren dabei – allen voran JEAN FRANKFURTER. FĂĽr uns völlig unverständlich, warum nicht ein Titel auf „Rausch“ von ihm stammt – ebenso fehlt der Name KRISTINA BACH. Stattdessen wurden viele der Songs von Teams geschrieben – vielleicht fehlt da etwas die Individualität? „Aus einem Guss“ ist „Rausch“ – anders als „Farbenspiel“ – jedenfalls nicht, so dass der historische Sensationserfolg diesmal bislang ausbleibt – ein Flop ist „Rausch“ natĂĽrlich nicht, aber wie gesagt – die Dimensionen beim Namen HELENE FISCHER sind ja normalerweise andere…

In der Schweiz ist „Rausch“ zwischenzeitlich sogar aus den Charts gefallen – auch das hat man sich vielleicht anders vorgestellt. 

Und das Live-Konzert?

Nun kann man natĂĽrlich sagen: Albumverkäufe sind heutzutage eher sekundär, wichtig ist das Livegeschäft. Wir sind gespannt, ob das (unserer Kenntnis nach) einzige Live-Konzert anno 2022 in Deutschland, das Konzert in MĂĽnchen am 20. August 2022, ausverkauft sein wird – wir drĂĽcken natĂĽrlich die Daumen dafĂĽr, aber ein „Selbstläufer“ (erst recht ganz ohne TV-Auftritte im Vorfeld, wenn es so kommen sollte) wird es vielleicht nicht. Schön wäre, wenn das nur eine Momentaufnahme ist und schon bald wieder neue Superlative von HELENE FISCHER zu vermelden sein werden. 

 

 

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5 Kommentare

  1. Sehr gut der Hinweis auf Jean Frankfurter und Kristina Bach. Vielleicht wäre mehr Geradlinigkeit doch das richtige. Jeder Künstler denkt, er müsste sich alle paar Jahre neu Erfinden.
    Ein Beispiel ist auch Beatrice Egli. Ja, sie ist beliebt und immer noch irgendwie Erfolgreich. Aber auch dieser Hype ist eigentlich zu Ende.
    Rausch von Helene ist einfach das schlechteste Album ihrer ganzen Karriere. AuĂźerdem muss man wieder die Frage stellen, was ist eigentlich Musik, bzw. was ist Schlagermusik?
    Die anderen Alben von Helene kann man immer wieder hören. Rausch hört man einmal und dann kann man es getrost in den Schrank stellen. Vielleicht muss man es so sagen. Beide sind immer noch da, aber sie sind längst in den normalen Gefilden der Schlagerbranche angekommen. Zwei Schlagersängerinnen die normale Songs veröffentlichen ohne an ihre besten Zeiten anknüpfen zu können.

  2. Man muss aber fairerweise auch sagen, dass seit Monaten so gut wie keine Promotion fĂĽr das Album stattfindet. Helene tritt nicht im TV auf und ihre Social-Media-Performance ist – das muss ich als Fan der ersten Stunde leider sagen – indiskutabel und richtig schlecht. Der potenzielle Chart-Hit „Jetzt oder nie“ wurde mangels Präsenz ein Flop und auch „Von 0 auf 100“ hat leider nur bedingt gezĂĽndet.

  3. Ja genau. Es liegt nur am fehlen von Frankfurter und Bach. NaaaattttĂĽĂĽĂĽĂĽrrrrrrlllllliiiiiccccchhhhhh.

    Ganz bestimmt liegt es nicht daran, dass es seit erscheinen keinerlei Promo gab. Ganz sicher liegt es nicht daran, dass es, im Gegensatz zu den aufgezählten Alben, in diesem Zeitraum keine Tournee gab. Und natürlich liegt es auch nicht daran, dass es bis jetzt noch kein Livealbum einer Tournee gibt, die zum Album hinzugerechnet werden. Und natürlich liegt es auch nicht daran, dass aufgrund Streaming insgesamt die Albumverkäufe eingebrochen sind und schon 2017 nicht mehr mit heute vergleichbar ist.

    Absolut Richtig. Ihr habt recht. Das kann nur am fehlen von Frankfurter und Bach liegen. Das ist der einzig logische Schluss.

  4. Das Vorgängeralbum „Rammstein“ hat in der ersten Woche 260k Einheiten verkauft, „Zeit“ nur mehr 160k, das zeigt die heutigen Verhältnisse am Markt und dass es nicht vergleichbar ist. Am Ende geht es auch nicht um Chartplatzierung, sondern um die verkauften Einheiten, da ist „Rausch“ im Quervergleich ĂĽber alle Genres sehr gut dabei, trotz fehlender Promo etc. wie M.S schon angemerkt hat.

  5. Jean Frankfurter fehlt, das ist so, leider. Ein genialer Songschreiber und Komponist. Aber er wollte nun einmal nicht mehr. Doch Helene F. Ist eine gute Künstlerin und wird ihr neuestes Werk, wenn die Zeit es wieder zulässt sicherlich toll promoten, da sie stolz auf ihr Werk ist und immer mit viel Liebe und Ehrlichkeit dabei ist.

BERNHARD BRINK im Quotenrausch – allein im MDR-Gebiet fast 100.000 Zuschauer mehr als „Musi“ mit STEFANIE HERTEL 5

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BERNHARD BRINK verabschiedet sich mit ĂĽberragender Quote

Vorab: Leider ist uns die bundesweite Quote der gestrigen „Schlagercharts“ nicht bekannt – veröffentlicht wurde (bislang) nur die im Sendegebiet des MDR erreichte Quote fĂĽr die Sendung „Schlagercharts“. Aber die kann sich nicht nur sehen lassen, sondern ist schon extrem stark. Wir erinnern uns: Am vergangenen Samstag wurde STEFANIE HERTEL fĂĽr ihren schönen Quotenerfolg mit der „Musi“ gefeiert – den Erfolg wollen wir angesichts des „Konkurrenzprogramms“ auch nicht schlecht reden, ANDY BORG gegen STEFANIE HERTEL zu programmieren, ist natĂĽrlich selten dämlich – sind halt echte Experten am Werk. – Aber ein Vergleich der Quoten im Sendegebiet des MDR (dort wurden ja beide Sendungen ausgestrahlt) ist schon interessant: 

  • „Schlagercharts“ mit BERNHARD BRINK im MDR: 448.000 Zuschauer, 13,7 % Marktanteil
  • „Wenn die Musi spielt“ mit STEFANIE HERTEL im MDR: 356.000 Zuschauer, 11,1 % Marktanteil

Auch ĂĽber 30 Jahre nach seinem Einstieg beim MDR hat BERNHARD BRINK gute Quoten geholt. Dass der MDR seinen Top-Moderator einerseits scheinheilig (sorry) feiert fĂĽr seine Erfolge und ihn dennoch abgesetzt hat, obwohl die Sendung konstant ordentliche Einschaltquoten erreicht hatte, ist nicht nachvollziehbar – man darf gespannt sein, ob das gute Niveau gehalten werden kann. Zu wĂĽnschen wäre es dem vom Schlagertitan etablierten Format. Und wer weiĂź? Vielleicht fällt ja dem einen oder anderen Sender auf, dass BRINK ganz offensichtlich recht konstant fĂĽr gute Quoten steht.

Foto: © MDR/Tom Schulze

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MAITE KELLY: Löst sie FLORIAN SILBEREISEN und THOMAS ANDERS an der Spitze der Airplay-Charts ab? 2

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MAITE KELLY: „Shooting Star“ mit „Ich brauch einen Mann“

Wir haben es fast kommen sehen. Okay, MAITE KELLY ist immer fĂĽr einen Radiohit gut. Mit „Ich brauch einen Mann“ hat sie nach unserer Meinung aber einen richtigen Volltreffer gelandet – eine echte Wohltat im derzeitigen Schlager-Einerlei, wo sonst alles recht gleich und ähnlich klingt. Wir gratulieren MAITE und ihren Song-Coautoren DANIEL SOMMER, SEBASTIAN WURTH und FLORIAN KRAHE – wirklich ein groĂźartiger Schlager, dem wir wĂĽnschen, in der nächsten Woche an der Spitze der Airplaycharts zu stehen. In den Single-Charts wird es bei den Promotern schwierig – der Radiopromoter hingegen macht ja seinen Job, so dass man hier wirklich optimistisch sein kann. Platz 2 in der aktuellen Liste ist ein toller Erfolg…

FLORIAN SILBEREISEN & THOMAS ANDERS: „Aller guten Dinge sind Drei“

Wie in der vergangenen Woche, konnten sich auch diesmal FLORIAN SILBEREISEN und THOMAS ANDERS an der Spitze der Airplaycharts Deutschland Konservativ Pop durchsetzen – insgesamt zum nunmehr dritten Mal. Wir gratulieren! – „Fan-nah“ wie das Team von FLORIAN ist, wird natĂĽrlich NICHTS darĂĽber gesagt, wann die nächste „Feste“-Show produziert und / oder ausgestrahlt wird. Wobei man ja einfach eine beliebige Show des letzten Jahrs noch mal wiederholen könnte – Gäste und Titel sind ja ohnehin immer gleich, Vollplayback sowieso. Vielleicht sollte man nicht unbedingt das „Adventsfest“ nehmen, das wĂĽrde vielleicht auffallen. – Aber all das kann dem von CHRISTIAN GELLER produzierten Nummer-1-Hit nichts anhaben – so bleibt zu hoffen: „Alles wird gut„. 

ANDREA BERG: Noch immer Top-3 mit „Viel zu schön, um wahr zu sein“

Mit ihrer aktuellen Single hat ANDREA BERG einen tollen Radiohit gelandet. Seit vielen Monaten hält sich die Schlagerqueen in den Top-3 der Airplaycharts Deutschland Konservativ Pop – und auch aktuell steht sie noch immer auf Platz 3 – einmal mehr gratulieren wir herzlich zu diesem groĂźartigen Erfolg. 

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