Die Wolfgang Petry Story – Teil 2: Die 1980er Jahre Kommentare deaktiviert für Die Wolfgang Petry Story – Teil 2: Die 1980er Jahre

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Nachdem wir mit Teil 1 der Wolfgang Petry Story gestartet sind (siehe HIER), geht es nun mit den 1980er Jahren weiter:

Erster Hit der 1980er Jahre: „Mein Zuhaus“

In die 1980er ging es dann wieder mit einer Ballade, in der Petry „Mein Zuhaus“ beschreibt. Vielfach (auch auf Wolfgangs offizieller Seite) wird orakelt, in dem Song gehe es um die damalige „Teilung Deutschlands in BRD und DDR“. Auf Petrys Seite ist zu lesen: „Ein Mann erinnert sich wehmütig an seine wunderbare Kindheit, die nun hinter der Grenzmauer unerreichbar ist.“ Da muss man nur gaaaanz fest dran glauben. Nüchtern betrachtet, geht es in dem Lied einfach um wehmütige Erinnerungen an eine sehr schöne Kindheit – diese Erklärung ist zumindest plausibler. Wenngleich der Song bei Fans recht große Popularität genießt, konnte er sich nicht in den Hitparaden etablieren. Bei dem Lied handelt es sich um die deutsche Version des Oliver-Onions-Hits „Tomorrow Is Today“, den deutschen Text verfasste wieder Dr. Bernd Meinunger. Zur Jahrtausendwende (1999) veröffentlichte Petry einen zweiten Teil des Schlagers – dem ist schon eher der Ost-West-Bezug zu entnehmen. Interessant ist übrigens, dass Juliane Werding die B-Seite des Songs („Und Sandra weint“) mit anderem Text („Hotel Royal“) als Single veröffentlichte.

Im Herbst des Jahres 1980 wurde es dann wieder flotter, Petry nahm sich des aus Secret-Service-Hits „Ten ‘o Clock Postman“ an. Dr. Bernd Meinunger schrieb auf den Titel der schwedischen Band den Text „Ganz oder gar nicht“ – damit reichte es wieder für einen ordentlichen Hit (Top-30), und am 20. Oktober 1980 wurde der Schlager in der ZDF-Hitparade präsentiert. Kurz darauf wurde auch eine gleichnamige Langspielplatte veröffentlicht. Petry sagte damals zum Titel seiner aktuellen LP: „Wenn ich was mache – dann ganz oder gar nicht“.  Zu den Liedern seines neuen Albums sagte er in seiner unnachahmlichen Art: „Ich singe Lieder, die Geschichten zum Inhalt haben, die wirklich passieren“.

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Nachdem es mit der Eindeutschung eines Secret-Service-Hits so gut funktioniert hatte, schrieb Dr. Bernd Meinunger gleich einen zweiten Text auf eine Nummer der Schweden: Aus „Ye-Si-Ca“ wurde „Jessica“. Das Erfolgsrezept ging erneut auf – wieder reichte es für eine Top-40-Notiz, abermals ging es in die ZDF-Hitparade (am 11. Mai 1981). Wieder drängt sich ein kleiner Maffay-Vergleich auf: Dr. Meinunger schrieb damals auch Maffay-Texte. Wenngleich der Text von „Und es war Sommer“ nicht von ihm stammte, könnte man meinen, Jessica sei womöglich 31 und „Wolle“ 16 gewesen – angesichts der Zeile: „Ich war fast schon ein Mann – und ich hab vor Erwartung gebrannt – sie war jung und verrückt…“.

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Die nächste Single komponierte diesmal wieder das Produzentenehepaar Karin Hartmann und Tony Hendrik für Wolfgang Petry, den Text steuerte erneut Dr. Bernd Meinunger bei. „Tu’s doch“ wurde erneut ein Top-40-Erfolg. Am 11. September 1981 stellte Petry seine Nummer in der ZDF-Hitparade vor.

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Kurz darauf erschien Petrys vierte LP: „Einfach leben“, die einen weiteren Wendepunkt in seinem Leben darstellte, weil er gemeinsam mit seinem ebenfalls als Sänger tätigen Freund Andreas Martin einige Songs der LP komponierte. Was die Liedinhalte angeht, blieb er sich allerdings treu: „Die Themenkreise und Textideen stammen hauptsächlich von mir. Die Stücke behandeln zum Teil mein eigenes Leben.“. In einer Anzeige war anlässlich der Veröffentlichung der LP zu lesen: „Die LP mit dem Hit Tu’s doch und 9 neuen, ehrlichen Liedern“.

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Als weitere Single aus dem Album daraus der Hartmann/Hendrik-Song „Ich geh‘ mit Dir“ ausgekoppelt, den Text schrieb diesmal Werner Schüler. Auch diesen Titel stellte Petry am 4. Januar 1982 in Ilja Richters Disco und am 8. März 1982 in der ZDF-Hitparade vor, ein veritabler Erfolg stellte sich ein – immerhin war der Titel 10 Wochen in den Single-Charts gelistet und kam in die Top-50.

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Mit viel Pathos stellte „Wolle“ am 4. Oktober 1982 seinen Titel „Der  Himmel brennt“ in der ZDF-Hitparade vor. Auch im ARD-Musikladen präsentierte er die Single. Erneut etwas an Maffay erinnernd, reichte es für einen Top-15-Hit – die zweitbeste Chartsnotiz eines Einzelsongs, die Petry (nach seinem Debuterfolg) je hatte. Der Song wurde erneut von Tony Hendrik komponiert und dem damals frisch gebackenen Eurovisionssieger Dr. Bernd Meinunger getextet. Zum Jahresende erschien eine gleichnamige LP mit einem Querschnitt von Petrys bis dato erschienenen Liedern und Erfolgen (oder wie die Plattenfirma es ausdrückte: „Das neue Album – ein Überblick über den eindrucksvollen musikalischen Weg des sympathischen Künstlers“).

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Die nächste Single wurde wieder ein echter Hit, der langfristig sogar zum Super-Hit bzw. Evergreen mutierte: „Wahnsinn“. Am 2. Mai 1983 war „Wolle“ mit seinem rockigen Titel in der Frank-Zander-Show „Vorsicht Musik“ zu Gast. Als Co-Autor neben den Produzenten Tony Hendrik und Karin Hartmann fungierte der ehemalige „Wallenstein“-Sänger Kim Merz, der kurz darauf selber mit „Der Typ neben ihr“ selber einen Riesen-Hit landete. In der Hoch-Zeit der Neuen deutschen Welle war „Wahnsinn“ ein leidlicher Erfolg, immerhin reichte es für eine Top-40-Notiz und einen 15-wöchigen Charts-Aufenthalt. Am 25. Juli 1983 ging es damit auch in die ZDF-Hitparade.  Den richtigen Kult-Charakter erhielt der Song aber erst 1996, als eine Band namens „Lollies“ den Song neu aufnahmen und damit quasi nach Mallorca exportierten – einschließlich des Einwurfs „Hölle, Hölle, Hölle“. Unter gleichem Namen erschien ein Album.

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Das gleiche Team, das „Wahsinn“ komponierte und produzierte, was auch für die Auskopplung aus diesem Album zuständig – „Die vierte Dimension“ floppte allerdings kolossal, obwohl (oder weil?) man sich dem Zeitgeist der Neuen Deutschen Welle offensichtlich anpassen wollte. Nachdem die Folge-Singles „Gnadenlos“ (wurde im März 1984 in den TV-Sendungen „Schaubude“ und „Tele-Illustrierte vorgestellt), bei dem es um eine Frau geht, die sich zwischen zwei Männern entscheiden muss und den „anderen“ erwählt – und „Was macht der Teufel (, wenn wir uns lieben)?“ ebenfalls „gnadenlos“ floppten, wurde 1984 die rund achtjährige Zusammenarbeit zwischen Tony Hendrik und seiner Frau Karin Hartmann und deren Plattenfirma Coconut, einem Unterlabel der Berliner Hansa, beendet.

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Die erste Single im Herbst 1984 bei seiner neuen Plattenfirma, der Stuttgarter Intercord, deren prominentestes Zugpferd der Liedermacher Reinhard Mey war, hieß „Halleluja mach’s gut (steck Dir mein Herz an den Hut)“. TV-Premiere war am 30. Oktober 1984 in der ZDF-Show „Show und Co. mit Carlo“. Petry scharte echte Profis um sich: Sein neues Produzententeam bestand aus Stefan Waggershausen und Udo Arndt, Waggershausen war auch Co-Autor seiner neuen Lieder. Als Fotograf trat der damals sehr beliebte Fotograf Jim Rakete in Erscheinung, der seinerzeit u. a. mit seinen Nena-Fotos Aufsehen erregte und es schaffte, dass Wolfgang sich eine Krawatte für das Cover umband. Trotz dieser imposanten Maßnahmen und einer umfangreichen Werbeaktion (damals wurde die Single vom Branchenorgan „Der Musikmarkt“ mit den Hitlisten als Gratiszugabe verschickt, die Leser mussten raten, wer den Song auf der Scheibe zu Gehör bringt) wurde der Titel kein Hit.

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Die erste Intercord-LP, „Rauhe Wege“, bestach mit zeitgemäßen modernen Arrangements, ohne dass Wolfgang Petry seine Authentizität verloren hätte. Offensichtlich war geplant, einen Imagewechsel weg vom Schlager hin zum Rock zu vollziehen, wobei Peter Maffay vielleicht als Vorbild diente. Passend dazu schrieb die Intercord damals zur neuen LP: „Ein Meilenstein in der Karriere des Kölner Sängers. Gefühlvolle Rocksongs, transparente Arrangements und starke Texte belegen die neue Standortbestimmung“.

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Seiner Zeit etwas voraus war Petry mit der zweiten Auskopplung aus „Rauhe Wege“. In der Waggershausen-Produktion „Hey Sie… sind Sie noch dran?“ geht es um einen Mann, der sich quasi „virtuell verliebt“, nämlich in die Stimme der Telefonseelsorge, noch dazu eine eine vom Computer gesprochene Stimme. Das fanden die damals zuständigen Redakteure der ZDF-Hitparade so originell, dass Petry mit dem Lied gleich zwei mal in der Show auftreten durfte, nämlich am 27. März 1985 und ein knappes Jahr später bei einer „zweiten Chance“, am 15. Januar 1986 – es nutzte sich, der Hit ließ sich nicht erzwingen.

Gemeinsam mit seinem damaligen Kumpel Andreas Martin komponierte „Wolle“ seinen nächsten Song. Dr. Michael Kunze textete: Ich brauch‘ ‘ne Dosis Liebe“. Am 12. November 1986 stellte er diese erste Single aus dem erneut von Stefan Waggershausen und Udo Arndt produzierten Album „Mit offenen Armen“ in der ZDF-Hitparade vor. Ein Hit wurde nicht aus der Nummer – auch nicht in der Version von Andreas Martin, der den Titel ein Jahr später mit dem Joachim Horn-Bernges-Text „Auch wenn wir lügen müssen“ noch mal veröffentlicht hatte.

Offensichtlich war Petry damals bemüht, den Erfolgreichen der Branche nachzueifern, indem er recht modern produzierte und sich bei den Großen Einiges abguckte. In damaliger Zeit bildeten bei mehreren Udo-Jürgens-Alben Titellied und „Reprise“ gern mal die Klammer um das jeweils aktuelle Album (z. B. bei „Traumtänzer“, „Hautnah“ und „Treibjagd“). Diese Idee wurde bei „Mit offenen Armen“ ebenfalls aufgegriffen – zum ersten Song „Liebe, die Du nie begreifst“ wurde an das Ende des damaligen Albums eine Reprise veröffentlicht. Folgerichtig wurde damals wie folgt geworben: „Petry ’87 – persönlich kraftvoll, mit Mut zum ehrlichen Gefühl“.

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Für eine Singleauskopplung langte das aber nicht, da griff man lieber auf den Titel „Willkommen auf der Sonnenbank“ zurück – Co-Autor war damals Werner Schüler, der die zweite und letzte Intercord-CD auch coproduzierte. Es nutzte alles nichts – mit seiner „neuen Standortbestimmung“ landete Petry damals keinen Erfolg, der Vertrag mit der Intercord wurde nicht verlängert, der Sänger wechselte 1988 zur Plattenfirma EMI Electrola.

Mit dem Label-Wechsel wechselte Petry auch den Produzenten und ließ 1988 Reiner Hörnig ans Ruder, der zuvor insbesondere mit den Bläck Fööss zusammenarbeitete und in der jüngeren Vergangenheit mit Jürgen Drews kooperierte. Die erste gemeinsame Produktion war die Single „Fliegen ist schöner“ und das Album Album „Manche mögen’s heiß“, dessen namensgebender Titel auch als Single veröffentlicht wurde. Auch wenn man erneut dem Zeitgeist hinterherlief (damals war Stephan Remmler recht angesagt), wollte sich kein Erfolg damit einschleichen.

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Nachdem die dritte Auskopplung aus dem Album, „Einmal mit Dir“, trotz TV-Präsenz (WWF-Club) floppte, probierte man es mit einer vierten Single, einer eher untypische Petry-Ballade, die zwar erneut kein Hit wurde, sich aber im Laufe der Jahre zu einem Dauerbrenner und einem Lieblingslied vieler Fans des Kölners entwickelte: „Nur ein kleines Stück Papier“. Das Lied schaffte es in Neuaufnahme sogar auf das viele Jahre später erscheinende legendäre Best-Of-Album „Alles“.

Unter der Regie von Reiner Hörnig entstand noch eine zweite EMI-LP, nämlich „Wo ist das Problem?“, bei dem bereits erste Ansätze erkennbar waren, dass Petry wieder zurück zum modernen Schlager kehren wollte. Der Text der ersten Single, „Auf den Mond schießen (hinterherfliegen)“ ist da ein gutes Beispiel: „Wenn Du morgens früh die Treppe putzt – nichts an außer einem kurzen Lendenschurz – dreh ich fast durch“. Da auch diese Produktion kein kommerzieller Erfolg war, drehte eher die Plattenfirma durch – die EMI-Electrola-Zeit war damit beendet, und „Wolle“ kehrte reumütig zur alten Plattenfirma Hansa zurück – also diesmal direkt zur Berliner Plattenfirma, zu Beginn der Karriere war er ja bei deren Ableger „Coconut“ unter Vertrag.

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TRUCK STOP: Wahnsinn: Top-5 – beste Chartsnotiz seit fast 40 Jahren 0

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TRUCK STOP: Sensationelle Top-5-Notiz in offiziellen Albumcharts

Damit haben die Jungs von TRUCK STOP wohl nicht wirklich gerechnet. Erstmals seit dem 9. Mai 1982 stehen die Hamburger Jungs mit einem Album wieder in den Top-10 der Charts. „Liebe, Lust und Laster“ machen es möglich.

Erstmals überhaupt mit einem Studioalbum in den Top-10

Während der große Top-5-Erfolg im Jahr 1982 mit einem TV-beworbenen Best-Of-Sampler („Nicht zu bremsen“) gelang, haben die Hamburger Jungs von TRUCK STOP es diesmal mit einer neuen aktuellen Studioproduktion („Liebe, Lust & Laster“) in die höchsten Chartsregionen geschafft und stehen nur knapp hinter MAITE KELLY, die auf Platz 3 gelandet ist, auf Platz 2 der Schlagercharts. Wir Schlagerprofis gratulieren zu einem überraschenden, aber um so erfreulicheren Erfolg!

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TRUCK STOP: Pressetext der Plattenfirma:

So klingt ehrliche, handgemachte Country-Musik mit norddeutschem Gütesiegel. Mit ihrem neuen Album „Liebe, Lust & Laster“ geht die Band musikalisch „Back to the roots“. Die 14 brandneuen Songs, produziert von Truck Stop und Stephan Gade, haben den typischen Country-Sound voll getroffen, der Jung und Alt begeistert. Ab dem 02. April 2021 ist das Album als CD sowie als Download und Stream erhältlich. Die Fans dürfen sich ebenfalls auf eine streng limitierte Fanbox-Edition freuen.

Schon der erste Vorbote zum neuen Album die Single „Mein Zuhaus“ startete im Herbst erfolgreich in die Rundfunkcharts. Gerade zur Corona-Zeit spricht der Song mit Text und Melodie vielen aus dem Herzen. Ein gefühlvolles Stück über echtes Vertrauen, bedingungslose Akzeptanz, auch mit Fehlern und Macken, Ecken und Kanten. Zu dem Song von TRUCK STOP gibt es auch ein Fan-Video gibt – unbedingt anschauen!

Dass die Musik von Truck Stop den Kopf so richtig schön durchpusten und frei machen kann, wissen ihre Fans seit über 45 Jahren – und auch auf dem neuesten Album reichen nur wenige Takte, um Trott und Tristesse über Bord zu befördern: „Man hat total den Kopf voll/mit dem, was man so tun soll“, heißt es zwar zunächst noch im Eröffnungs- und Titelsong, aber zum Glück gibt es ja „Liebe, Lust und Laster“ (und richtig viel gute Musik), um all diese Pflichten für den Moment vergessen zu machen. Sie selbst fahren seit Jahrzehnten gut mit diesem Dreiklang und verbreiten ihre Message im ganzen Land.

Rasant und rhythmisch anspruchsvoll, fliegen danach bei Singlekandidat „Yeehaw“ alle sechs Hüte in die Luft, wenn die Country & Western-Kings aus dem Norden mit Fiddle-Nachdruck, Hüftschwung und Hufschlag, die Pferde loslassen und die Kühe einfangen – so klingt Partysound mit Rodeo-Feeling.

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Den Gegenpool dazu bildet ein Kompliment, wie’s nur Cowboys machen können: „Wie’n schönen Countrysong“ ist ein Schmuse-Liebeslied, das die eigene Beziehung mit einem Lieblingssong vergleicht – einer perfekten Komposition, die einen immer und immer wieder verzaubert und fesselt.

Die Bandbreite zwischen rockigen und ruhigen Nummern ist auf dem neuen Album auch deshalb so groß, weil sich zu Andreas Cisek auch Uwe Lost und Knut Bewersdorff abwechselnd als Sänger präsentieren.

Da sie die nächste Tournee gerade auf den Winter 2021 verschieben mussten, sind natürlich auch Fernweh und die Sehnsucht nach dem Unterwegssein ein großes Thema: „Endlich wieder auf Tour“ ist einfach nur ein ehrlicher Wunsch – und zugleich ein Dank für das Leben als „Lonesome Rider zwischen Studio und Tour“: „Freiheit pur“.

Mal der Klassiker, als Roadtrip mit Akustikgitarre „Easy Rider keep on ridin‘“, mal episch und in ganz anderen Gefilden unterwegs, der wie ein Filmsoundtrack wirkende Titel „40 Wagen westwärts“, führt der Weg natürlich auch immer wieder in die Hansestadt Hamburg.
„…normal ist nicht dein Ding“, wissen die Großstadtcowboys über ihre geliebte Heimat mit dem Titel „Großstadt“ zu berichten – eine Hommage an Hamburg. Selbst eine „Einsame Insel“ liegt auf ihrer imaginären Route. Den Traum kennt jeder – ab auf die Insel – was dort jedoch nicht fehlen darf: Hund, Haus, „deine Liebe“, Fußballkneipe, die Jungs am Tresen, noch ein Frischgezapftes…;)

Während die „7.000 Meilen“ für ein weinendes Auge sorgen, weil die Distanz zur großen Liebe einfach zu groß ist, gibt es kurz vor Schluss von Knut noch ein paar ausgelassen-augenzwinkernde Abhandlungen darüber, wie man am besten seine Existenz verzockt – „Sinnlos verprasst“.
Und dass man garantiert wahrscheinlich nie seine Vorsätze verwirklichen wird, klärt Uwe in seinem Song „Morgen gleich morgen“. Wer kennt das nicht…

Denjenigen, bei denen das Glas grundsätzlich halb leer scheint, gibt der Mulitinstrumentalist und Truck Stop-Bassist der frühen Stunde mit „Wird schon gehen“ auch auf den Weg, dass man mit einer gewissen Gelassenheit mindestens ebenso gut, wenn nicht noch etwas geschmeidiger durchs Leben kommen kann.

Was auch auf diesem Album keinesfalls fehlen darf, ist ein Beitrag von Trommler und „Urgestein“ Teddy Ibing, der sich wieder als Sänger versucht, sich selbst am allerschönsten selbstbeweihräuchert und eben ganz einfach der „Supermann“ ist.

Da ist es wieder, dieses 100% Lebensnahe, dieses Geerdete, das Truck Stop auszeichnet – Anekdoten und Gefühle, die jede*r kennt. Ihre Bandgeschichte ist der beste Beweis dafür, was alles möglich ist, wenn sie zusammenhalten und immer aufeinander zählen können und seit 1973 die Höhen und Tiefen miteinander teilen.

Die drei Urgesteine Wolfgang „Teddy“ Ibing, Knut Bewersdorff und Uwe Lost knüpften gemeinsam mit Sänger/Gitarrist Andreas Cisek (neuer Frontmann seit 2012), Chris Kaufmann (Lead-Gitarre) und Tim Reese (Fiddle, Gitarre, Banjo und Mandoline) an ihre alten Erfolge an, als sie sich im Herbst 2015 mit dem Album „Männer sind so“ den bis dato höchsten Charteinstieg sicherten. Auch die beiden zuletzt veröffentlichten Longplayer „Made In Germany“ (2017) und „Ein Stückchen Ewigkeit“ (2019) gingen jeweils direkt in die Top-25 der Offiziellen Deutschen Albumcharts.

Bevor die Tour-Laster (also: die Lastwagen) endlich wieder auf die Autobahn gehen können, um die Musik aus dem Norden in die anderen Teile der Republik zu verfrachten, gibt es einen ganz eigenen Dreiklang, der Truck Stops Karriere schon immer begleitet: „Liebe, Lust und Laster“. Es ist ihr Rezept für eine gute Zeit.

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Quelle: TELAMO
Foto: TELAMO / Christian Barz

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GIOVANNI ZARRELLA: Heute erscheint sein neues Album „Ciao“ – und erste Infos zur ZDF-Show 1

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GIOVANNI ZARRELLA: Zweites Italo-Album nach Juli 2019

Als GIOVANNI ZARRELLA mit seinem neuen Konzept antrat, deutsche Schlager auf Italienisch zu interpretieren, hat wohl kaum jemand mit einem derartigen Erfolg gerechnet. „La vita e bella“ hielt sich bislang (!) unglaubliche 73 Wochen in den Charts und schaffte es bis auf Platz 2 der offiziellen Albumcharts. Die Meslatte für „Ciao!“ liegt also enorm hoch, allerdings hat man auch mit gleich mehreren Editionen (Vinyl, Fanbox) viele wichtige Marketingmaßnahmen ergriffen.

Zeitschrift Super TV verrät, was GIOVANNI ZARRELLA als Moderator anders machen will

Parallel zur Albumveröffentlichung erschien bei der Fernsehzeitschrift Super TV. Einige wenige Dinge konnte das Blatt aus GIOVANNI ZARRELLA entlocken – so werde es in der auf ihn und seine Spontaneität zugeschnittenen Show „Überraschungen“. Das ist natürlich ein „völlig anderes“ Konzept als es Kollege FLORIAN SILBEREISEN verfolgt – hä ähm. Wenig überraschend ist auch, dass wir uns auf eine Musikshow mit prominenten Gästen freuen dürfen. Für Schlagerfreunde bedenklich ist, dass GIOVANNI ZARRELLA gegenüber Super TV die Einladung auch internationaler Stars vorsieht.

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Pressetext: GIOVANNI ZARRELLA – Ciao

Seit Giovanni Zarrella im Sommer 2019 sein gefeiertes „La vita è bella“-Solodebüt vorgelegt hat, zählt er zu den größten Stars der aktuellen Popschlager-Landschaft: Direkt Platz 2 in Deutschland und danach 15 Monate lang nonstop in den Top-100 vertreten, gab’s zwischenzeitlich jede Menge Edelmetall – und mit der Ankündigung seiner eigenen ZDF-Samstagabendshow gleich den nächsten Ritterschlag.

Jetzt läutet der sympathische Allrounder das zweite Kapitel seiner Solokarriere ein: Das neue Album „CIAO!“, auf dem er weitere große deutsche Hits mit seinem angestammten Produzenten Christian Geller ins Italienische überführt, kommt am 09. April bei 221 Music! Als erste Single erscheint der gleichnamige Song CIAO! – seine Interpretation von Opus‘ Achtziger-#1-Hit „Live is Life“ – pünktlich zum Pre-Order-Start des Albums an Silvester!

Auch für das zweite Soloalbum „CIAO!“ taucht Giovanni Zarrella tief ein in die jüngere deutsche Musikgeschichte und überträgt ausgewählte Pop- und Schlager-Hits, allesamt persönliche Favoriten des 42-Jährigen, mit viel Feingefühl und dem Know-how seines Produzenten Christian Geller (Thomas Anders & Florian Silbereisen, Eloy de Jong,) in die Sprache seines Elternhauses: So klingt Giovannis elektrisierender, 100% ansteckender, authentischer #Italopopnachschlag für den Neustart 2021! „CIAO!“ erscheint am 09. April 2021 als Standard-Edition (digital, CD, Doppel-LP) sowie als limitierte Fanbox mit diversen Extras.

Dass es ihm auch dieses Mal um sommerliche, tanzbare, nach Zuversicht klingende Songs geht, zeigt er schon mit dem druckvollen Minimalismus des Titelsongs: „CIAO!“ ist seine Version von Opus‘ „Live is Life“ aus dem Jahr 1984 – ein Riesenhit, der Giovanni Zarrella somit schon fast sein ganzes Leben lang begleitet.

Wie unglaublich gut das Dreamteam Geller/ Giovanni Zarrella inzwischen eingespielt ist, hört man gleich, denn der Refrain klingt im #ciao!-Update dermaßen rund und ansteckend, dass man meinen könnte, es habe sich schon immer um einen Exportschlager aus Italien gehandelt – und nicht aus Österreich.

Mindestens so ergreifend wie das Original von Sarah Connor klingt „SEI BELLA TU“, Giovannis italienische Interpretation von „Wie schön du bist“ – spätestens beim ersten Refrain ist Gänsehaut vorprogrammiert. Gerade dieser Song sei für ihn persönlich ein extrem wichtiger Titel, so der Sänger, schließlich ist Sarah Connor eine sehr gute alte Freundin, die er schon seit den ersten Bro’Sis-Erfolgen kennt …

Dass auch Pietro Lombardi wieder dabei sein würde, stand für den 42-Jährigen nach dem gemeinsamen Hit „SENZA TE“ sofort fest: „Pietro ist wie ein kleiner Bruder für mich“, sagt der Sänger. Dieses Mal überführen sie Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ mit verspielten Gitarren und mediterranem Flair in sehr viel sonnigere, sorglosere Gefilde – wobei sie hier auf einen Mix aus Deutsch und Italienisch setzen.

„Wir wollten auf jeden Fall einen Nachfolger machen zu „SENZA TE“, und dieser Titel passt einfach wahnsinnig gut!“ Schließlich zählt auch Singlekandidat „BASTA! BASTA!“ zu den absoluten Highlights des neuen „CIAO!“-Albums: Mit dieser Hommage verneigt er sich vor Helene Fischer, ab sofort auch vor der Kamera eine Kollegin von ZDF-Neuzugang Giovanni, wenn er ihr unvergessenes „Ich will immer wieder dieses Fieber spür’n“ mit treibenden Beats in einen 100% zeitgenössischen Italo-Dancehit verwandelt.

Insgesamt vereint „CIAO!“ 12 brandneue Coverversionen – wobei sich der Sänger alles von „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“ („BELLISSIMO“) über „Er gehört zu mir“ („LEI È SOLO MIA“) und „Hinterm Horizont“ („DIETRO L’ORIZZONTE“) bis hin zu „Tränen lügen nicht“ vorknöpft („LE ROSE BLU“). Abgerundet wird das neueste, extrem facettenreiche Hitpaket mit einem zweiten Gastauftritt: „Das ist eine Riesenehre“, sagt Giovanni über das mit Howard Carpendale eingesungene „RUF MCH AN“ – in dem Fall hatte tatsächlich der südafrikanische Superstar angerufen.

(„Natürlich als ‘unbekannt’, denn Howard ruft immer mit unterdrückter Nummer an“, erzählt Giovanni und muss schmunzeln.) Außerdem haben Christian Geller und der Sänger die Energie im Studio genutzt und mit „HALLELUJAH, HALLELUJAH“, „AMORE“ und „FORZA RAGAZZI“ auch noch drei Originalkompositionen aufgenommen, die eine weitere Facette seines Albums darstellen.

Pünktlich zum Frühjahrsbeginn erscheint „CIAO!“ nicht nur digital, als CD und Doppel-LP, sondern obendrein auch als limitierte Fanbox. Letztere vereint neben dem Originalalbum (1CD) und einer Bonus-CD („Die Italo-Hitparty“ mit einem halben Dutzend weiterer Exklusivtitel) auch eine ganze Reihe von Fan-Specials – u.a. eine signierte Autogrammkarte, ein Schlüsselband sowie einen Pizzaschneider mit Schriftzug sowie ein kulinarisches Highlight: das persönliche Pizzarezept „Casa Giovanni Zarrella“ – ein Muss, und zwar nicht nur für Kulinarik-Fans.

Schon in jungen Jahren widmete sich Giovanni Zarrella dem Klavier und nahm als Teenager auch Gesangsunterricht. Sein Antrieb war derselbe Traum, den schon sein Vater gehabt hatte: Als Musiker auf den größten Bühnen zu stehen, die Menschen mit Liedern zu begeistern, sie zumindest für den Moment dem Alltag zu entreißen.

Zarrella Jr. verwirklichte diesen Traum bekanntermaßen schon ab Ende 2001 – mit der Gruppe Bro’Sis. Bis 2006 sollte die Band über vier Millionen Tonträger verkaufen; dazu gab’s jede Menge Gold- und Platinauszeichnungen und reihenweise Awards.

Mit dem Rückenwind dieser Erfolge ins neue Jahrtausend gestartet, hat der seit 2005 mit Jana Ina Verheiratete in den letzten fünfzehn Jahren zwar auch in vielen anderen Bereichen geglänzt – als Moderator, Gast-Schauspieler, Synchronsprecher und Social-Media-Größe, nicht zuletzt auch als Tänzer und begnadeter Fußballer –, doch er kehrte in regelmäßigen Abständen zur Musik zurück und verzeichnete auch als Solomusiker schon etliche Erfolge: Angefangen bei der Top-10-Single „Wundervoll“ (2008) über „I Can’t Dance Alone“ feat. Ross Antony bis hin zu den packenden Rat-Pack-Interpretationen wie „Only Man In The World“ (mit dem Trio Vintage Vegas).

Im Sommer 2019 begann schließlich mit seinem Popschlager-Solodebüt eine der größten Erfolgsgeschichten der letzten Jahre: „La vita è bella“ stieg im Juli 2019 von 0 Platz 2 der Offiziellen Deutschen Albumcharts und die Top-10 in Österreich und der Schweiz ein. Mit der Gold-Edition des Debüts gelang ihm dann im Januar 2020 der Re-Entry auf #2 in Deutschland – insgesamt waren’s schließlich ganze 64 Wochen in den deutschen Top-100.

Ein Dauergast in den Top-25 der deutschen Jahrescharts 2019 und 2020, geht die Erfolgsgeschichte nun in die nächste Runde – mit dem neuen Album „CIAO!“

Quelle: 221 music / TELAMO
Foto: 221 music / TELAMO / Boris Breuer

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