MARIE REIM: Neue Single „Ich hab dich durchschaut“ – war der Song fĂĽr den ESC vorgsehen? 1

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MARIE REIM: Mehrfach als „Verdächtige“ fĂĽr ESC genannt

Zugegeben – schon vor zwei Jahren hatten wir den „Verdacht“, dass MARIE REIM eine potenzielle Kandidatin fĂĽr den ESC sein könnte. In diesem Jahr gab es wieder einige Hinweise dazu. Bei Twitter gibt es Hinweise, dass sie tatsächlich auserkoren gewesen sei, ihr Song aber von den „fähigen“ Radioredakteuren, die ja fĂĽr ihre Auswahl mit Negativ-Kommentaren ungeahnten AusmaĂźes „belohnt“ wurden, abgelehnt worden sei. Wenn man sich die Auswahl der Songs ansieht, klingt diese These durchaus nachvollziehbar. Die „Story“, dass mit MARIE REIM die Tochter einer ehemaligen ESC-Teilnehmerin an den Start geht, wäre ja schon schön – aber das alleine genĂĽgt nicht. 

Starker neuer Song – u. a. von DANIEL SOMMER geschrieben

Einmal mehr hat sich DANIEL SOMMER als gute Songautor erwiesen. „Ich hab dich durchschaut“ ist ein stimmiger Titel, bislang vielleicht (nach unserer Meinung) der stärkste Titel, den MARIE bislang veröffentlicht hat. Neben MARIE werkelten auch noch FLORIAN KRAHE und JO MARIE DOMINIAK an dem Titel mit. Knapp 3 Minuten Länge – das hätte ideal zum ESC gepasst – jedenfalls deutlich besser als der nun im Wettbewerb stehende deutschsprachige Titel, der Twitter-GerĂĽchten zufolge eilig als „Ersatz-Titel“ nominiert worden sei.

Schade, dass sich dazu bislang niemand offiziell geäuĂźert hat – aber mit diesem Titel wäre ein durchaus wĂĽrdiger Song fĂĽr den ESC-Vorentscheid am Start gewesen. Wobei es gegen ESKIMO CALLBOY schwierig geworden wäre – aber dann wäre es eine gute Mischung gewesen…

Pressetext

Sie ist die aufregendste Vertreterin einer jungen und modernen Generation deutscher Schlager-Acts, die dem gesamten Genre mit ihrer unbeschwerten, unverbrauchten Art eine völlig neue Relevanz verleiht: Bereits seit dem Release ihrer viel beachteten Debütsingle „SOS“ begeistert Marie Reim ihre Fans mit einem tanzbaren Mix aus Pop und Schlager, den sie mit ihren kraftvollen Power-Vocals und schnörkellos direkten, sofort unter die Haut gehenden Texten verbindet. Auf ihrer brandneuen Single „Ich hab dich durchschaut“ feiert die 21-jährige Sängerin und Songschreiberin nun weibliche Stärke, Selbstbewusstsein und Self-Empowerment!

Schon früh hat sich Marie Reim entschieden, ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Sich nicht verbiegen zu lassen, sondern nur ihrem Bauchgefühl zu folgen. Ein untrüglicher Impuls, der ihr bisher zahlreiche Auftritte vor einem Millionenpublikum in „Die Giovanni Zarrella Show“, im „ZDF Fernsehgarten“, bei „Immer wieder sonntags“ und auch „Die Feste mit Florian Silbereisen“ einbrachte, in dessen „Schlagerchance“ Marie 2020 als Gewinnerin hervorging. Mittlerweile blickt sie auf mehr als 13 Millionen Audiostreams sowie über 10 Millionen Video Views zurück; davon allein 6 Millionen Audio- und Videostreams ihrer Ende September 2021 erschienenen Hitsingle „Ich bin so verliebt“. Ein Erfolg, an den sie nun mit ihrer neuen Single nahtlos anschließt.

Seit jeher war die Liebe ein wichtiges Songmotiv für Marie Reim. Und das in all ihren unterschiedlichen Facetten wie Romantik und Zärtlichkeit, aber auch Enttäuschung und Herzschmerz. Ein zentrales Thema, das sie mit „Ich hab dich durchschaut“ wieder aufgreift. Zu ihrem sofort wiedererkennbaren Signature-Sound aus tanzbar-modernen Pop-Einflüssen, klassischen Schlager-Elementen und einer mitreißenden Rock-Gitarre gibt es eine unmissverständliche Klartext-Ansage von der Sängerin: Marie lässt keinen Zweifel daran, dass sie absolut nicht zu irgendwelchen Spielchen aufgelegt ist, sondern genau weiß, was sie will. „Ich nutze die Erfahrungen, die ich schon in Beziehungen machen durfte.

Inzwischen erkenne ich, wenn Menschen keine Rücksicht auf die Gefühle Anderer nehmen und spiegele ihnen ihr Verhalten. Ich drehe den Spieß um und schlage mein Gegenüber mit seinen eigenen Waffen.“, so Marie über die aufbauende Botschaft von „Ich hab dich durchschaut“. Wie bei allen Songs hat Marie auch diesmal wieder am Text und der Melodie des von Roman Lüth (Kerstin Ott, Ben Zucker, Oonagh etc.) produzierten Songs mitgeschrieben. Und auch die Idee zum begleitenden Videoclip stammt wie schon bei der Vorgänger-Single „Ich bin so verliebt“ wieder aus ihrer eigenen Feder. Mit „Ich hab dich durchschaut“ legt Marie Reim einen modernen, selbstbewussten Popschlager-Song mit einer wichtigen Message vor. Weibliches Self-Empowerment pur von einer echten Ausnahmekünstlerin!

 

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1 Kommentar

  1. Also jetzt muss ich doch mal was schreiben. Der NDR ist ja so etwas von stehen geblieben. Der Song von Marie Reim ist groĂźartig!! Er geht sofort ins Ohr, macht gute Laune, glĂĽcklich, es fetzt und er bleibt nach dreimaligem Hören mehr im Ohr, als die ausgesuchten „Radiobeiträge“ fĂĽr den Vorentscheid. Gut, vermutlich wäre es mit einem Schlageract beim ESC schwierig geworden (muss ja nicht jeder mögen), aber in Sachen musikalische Vielfalt fĂĽr den deutschen Vorentscheid hat das ESC-Team unter der FederfĂĽhrung vom NDR wieder einmal keinen guten Job gemacht und das liegt nicht an den Kandidaten.

    Hätte man z.B. aus 26 Acts mit der Bedingung es müssen verschiedene Genre sein, auswählen können, wäre es dem Puplikum und dem ESC gegenüber angemessen gewesen!!

IKKE HĂśFTGOLD: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“ – Exakt 25 Jahre nach GUILDO tritt er an! 2

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IKKE HÜFTGOLD hat es tatsächlich als TikTok-Sieger zum ESC-Vorentscheid geschafft

Nachdem der NDR auch in diesem Jahr wieder sehr merkwĂĽrdige Kriterien angelegt hat, wer Deutschland beim ESC vertreten darf (oberste Maxime: Kein Schlager, ebenfalls von größter Wichtigkeit: Kein deutscher Text – und Transparenz, warum der eine Titel es geschafft hat und der andere nicht ist auch wie immer unerwĂĽnscht), haben wir ĂĽberlegt, diese zur Witzveranstaltung verkommene Veranstaltung gar nicht mehr zum Thema zu machen.

Welcher Song Deutschland in diesem Jahr wieder bis auf die Knochen blamiert, erschien uns egal, wobei der eine oder andere Titel nicht ganz so schlimm ist wie das, was wir von den Vorjahren kennen (mit LORD OF THE LOST wäre zumindest ein erneuter letzter Platz wohl nicht zu erwarten). 

Nach wie vor nebulöse Kriterien für die Auswahl

WARUM z. B. eine SENTA oder ein THOMAS GODOJ keine BerĂĽcksichtigung fanden – schwer zu sagen. Transparent wird das ja nicht kommuniziert. Und warum es eine TikTok-Vorauswahl gab, bei der man sich als Fan nur dann beteiligen konnte, wenn man sich dort angemeldet hatte, um ältere Voter vom Verfahren auszuschlieĂźen, ist fĂĽr einen öffentlich-rechtlichen Sender auch eine merkwĂĽrdige Vorgehensweise. Dass die Quittung dafĂĽr nun der Sieg von IKKE HĂśFTGOLD ist, ist natĂĽrlich endlich mal ein positiver Aspekt, der wieder Lust auf den ESC macht. 

Vor 25 Jahren: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“

Schlager wird ansonsten ja ohnehin ausgeklammert, obwohl noch immer die allermeisten ganz groĂźen ESC-Hits aus dem Schlagersektor stammen. Vor 25 Jahren war die Situation ähnlich. Damals hat sich GUILDO HORN dem Wettbewerb gestellt. Und damals gab es noch NDR-Entscheidungsträger, die sich nicht NUR am eigenen Geschmack orientiert hatten. Die BILD fragte damals – auf den Tag genau(!) am Tag der Nominierung von IKKE – exakt am 4. Februar 1998 titelte die BILD: 

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Das Wort „Krieg“ ist natĂĽrlich aus aktuellem Anlass völlig unpassend, das Thema an sich aber interessant. Mit IKKE HĂśFTGOLD stellt sich ein ähnlich polarisierender Interpret, dessen Song mitnichten ein „Ballermann-Song“ ist. Augenzwinkernd, selbstironisch und fĂĽr IKKEs Verhältnisse fast tiefsinnig – dem NDR wäre zu wĂĽnschen, wenn IKKE nun eine ähnliche Lawine wie im Vorjahr ESKIMO CALLBOY lostreten könnte, als auch der Frust ĂĽber selbstgerechte Alleinentscheider, die diesen unglaublich erfolgversprechenden Titel einfach mal so aussortiert hatten.

Schon im November hatten wir die Hoffnung, dass IKKE es schafft. Immerhin: Die erste Hürde ist genommen. 

Wir finden: Der Zweck heiligt die Mittel – wir drĂĽcken die Daumen, dass IKKE HĂśFTGOLD mit seinem geschickten Medienumgang vielleicht sogar mehr erreicht als einen TikTok-Sieg. Aktuell gratulieren wir sehr herzlich dazu, dass nach Jahren mal wieder ein Schlager zur Wahl steht, was NUR mittels eines Publikumsvotings möglich wurde und NICHT von einer weitsichtigen Jury möglich gemacht worden ist…

 

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CHRISTIN STARK: Quote „Schlager des Monats“ in etwa auf „BRINK“-Niveau 11

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CHRISTIN STARK: Quote im „grĂĽnen Bereich“

Wenn BERNHARD BRINK zu den Schlagern des Monats lud, hat er nach unserer Erinnerung oft 2-stellige Marktanteile geholt und 300.000 Zuschauer geholt. Bei „ihrer“ ersten Ausgabe konnte CHRISTIN STARK diese Werte spielend ebenfalls erreichen. 330.000 Zuschauer im MDR-Sendegebiet und 10,7 Prozent Marktanteil (ebenfalls bezogen auf das MDR-Sendegebiet) sind ordentliche Werte. 

Ob die Umstellung von Albumcharts auf Radiocharts geschickt war und dann der Hinweis (mit Ansprache an das Publikum) auf „IHRE“ Charts, obwohl wohl die wenigsten Zuschauer Radioredakteure sind. Andrerseits lässt sich nicht abstreiten, dass durch die Umstellung des Wertungsverfahrens mehr Abwechslung drin ist und auch Namen dabei sind, die sonst nicht in den einschlägigen Schlagersendungen dabei sind. 

Hinweis: Hinsichtlich der Quotenbeurteilung können wir nur auf das MDR-Sendegebiet abheben, weil die bundesweiten Quoten nach unserer Kenntnis nicht offiziell nicht abrufbar sind. 

Quelle: MDR / Gfk, AGF
Foto: Daniela Jäntsch

 

 

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