Michael Morgan feat. Benjamin Boyce: Ihr „Schlager des Jahres“ heißt „Komm zurück (Want You Back)“ Kommentare deaktiviert für Michael Morgan feat. Benjamin Boyce: Ihr „Schlager des Jahres“ heißt „Komm zurück (Want You Back)“

Morgan Boyce

Vor einigen Tagen berichteten wir darüber, dass Benjamin Boyce und Michael Morgan bei den „Schlagern des Jahres“ auftreten werden (siehe HIER). Bis heute haben wir gerätselt, welchen „Schlager des Jahres“ die beiden denn in diesem Jahr gelandet haben. Seit heute ist das klar, was viele vermutet haben: Es handelt sich um den Titel „Komm zurück (Want You Back)“, der offiziell von „Michael Morgan feat. Benjamin Boyce“ veröffentlicht wird.

Nachdem „Caught In the Act“-Mitglied Eloy mit der deutschen Version des Boyzone-Hits „No Matter What“ großen Erfolg hatte, besann sich Michael Morgan wohl des einzigen Single-Hits seiner Karriere. Mit „Komm zurück zu mir“, der deutschen Version von „Back For Good“,  schaffte er es nicht nur in die Charts, sondern zwei Mal auf Platz 1 der legendären ZDF-Hitparade. Sicher nicht unklug ist der Schachzug, sich mit Benjamin Boyce ein weiteres Caught in the Act Mitglied zur Seite zu holen.

Ganz offensichtlich wurde die 23 Jahre alte Nummer generalüberholt und für die Zielgruppe der Discotheken bzw. DJs neu aufbereitet – im „130 bpm“-Mix. „Die DJs warten darauf“ – bzw. um es mit der Plattenfirma zu sagen: „sind bereits heiß auf die Tracks“. Die „Techno Buben“ haben aber auch etwas vollkommen „Verrücktes“ gemacht: Eine „Symbiose“ (O-Ton Plattenfirma) aus den „zwei Balladen“, nämlich Michael Morgans deutscher Version „Komm zurück zu mir“ und Take Thats englischer Version „Back For Good“. Das hat in der Tat ein Lob verdient – diese vollkommen unterschiedlichen Songs zu einem Hit zusammenzustellen, das ist schon eine ganz große Kunst.

Nein – Scherz beiseite, wir sind gespannt, was die „Techno Buben“ und „De Lancaster“ aus der Gary Barlow-Komposition gemacht haben. Zumindest haben offensichtlich beide Neumixe den balladesken Charakter des Songs nicht beibehalten. Somit wird ein anderer Ansatz verfolgt als der von Eloy, der ja bedeutungsschwer und tiefsinnig mit „Egal was andere sagen“ erfolgreich war:

Techno-Buben Mix – 3:48 (130 bpm)
De Lancaster Remix – 4:33 (130 bpm)

Eins steht fest: „Egal, was andere sagen“ – einen 23 Jahre alten Song eines Künstlers, der seitdem nie mehr in den deutschen Single-Charts war, bei den „Schlagern des Jahres“ 2018 (!) unterzubringen, obwohl der Titel genau an dem Tag überhaupt erst erscheint (am 23. November) – DAS ist schon eine Managementleistung der ganz besonderen Art. Wir sind gespannt, wie Florian Silbereisen dem Publikum erklären wird, dass „Komm zurück (Want You Back)“ einer der „Schlager des Jahres“ 2018 ist.

Hier präsentieren wir euch noch den Text der Plattenfirma:

Die Schlager/Pop Überraschung 2018 – Premiere am 23.11. in der TV-Show „Die Schlager des Jahres“

Zwei Typen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: zum einen Michael Morgan – der Schlagerstar und Vorzeige-Schwiegersohn, zum anderen Benjamin Boyce – der Pop-Rebell und Frauenschwarm. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Beide Künstler feierten in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag und beide landeten ihre großen Hits in den 90er-Jahren.

Michael Morgan, bekannt durch unzählige Auftritte in der ZDF-Hitparade, platzierte sich dort 1995 mehrfach mit der einzigen deutschen Version des Take That Klassikers „Back for Good“. Michael eroberte mit seiner Version „Komm zurück zu mir“ zweimal Platz 1 der ZDF-Hitparade.

Benjamin Boyce veröffentlichte gleich mehrere Top-Ten-Hits als Mitglied einer der erfolgreichsten Boygroups der 90er Jahre „Caught in the Act“. Mit weltweit über 20 Millionen verkauften Tonträgern, etlichen Gold und Platin Platten und dem Super-Hit „Love is Everywhere“ verabschiedeten sich CITA und Benjamin 1998 von ihren Fans.

Aktuell entstand nach einigen gemeinsamen Auftritten, beide Künstler haben den gleichen Manager, die Idee einen Titel in Deutsch/Englisch aufzunehmen. Bei ihrer ersten gemeinsamen Zusammenarbeit haben die beiden Sänger ihre beiden Welten vereint und herausgekommen ist eine Produktion im angesagten Popschlager Style.
Mit der Single „Komm Zurück (Want You Back)“ ist den Produzenten von Fox-House-Records eine perfekte Symbiose aus Michael Morgans „Komm zurück zu mir“ und dem Kult-Hit „Back for good“ gelungen. Dabei nehmen die Songs eine ungeahnte musikalische Wendung – die „Techno-Buben“ haben aus den zwei Balladen in ihrem unverkennbaren Soundgewand eine eigenständige groovende Up-Tempo Nummer mit 130 BPM abgeliefert.

„De Lancaster“ rocken aktuell die Schlagerszene und steuern mit ihrem Remix eine fette Maxi-Version bei. Die DJʼs sind bereits heiß auf die Tracks.
„Komm Zurück (Want You Back)“ wird am 23. November 2018 veröffentlicht und feiert am selben Tag seine Premiere in einer der größten TV-Sendungen: „Die Schlager des Jahres“, präsentiert von Florian Silbereisen

Quelle: fox-house.de

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UDO LINDENBERG: Neuer Song von Schlagerautoren – stellt er „Wieder genauso“ beim #FreeESC vor? 1

Bild von Schlagerprofis.de

UDO LINDENBERG: Kurz vor dem 75. Geburtstag bemerkenswerter Song

Kurz vor seinem 75. Geburtstag veröffentlicht UDO LINDENBERG mit „Wieder genauso“ einen bemerkenswerten brandneuen Song, in dem er in den Dialog mit dem Tod tritt. Ähnlich wie Vornamenskollege UDO JÜRGENS kommt er zu dem Schluss, dass er es „wieder genauso“ machen würde (JÜRGENS: „Ich würd es wieder tun“). Ein echter Gänsehaut-Song, tiefsinnig und bärenstark. Aber: Hoch spannend sind die Songautoren.

1975 kämpfte UDO gegen den „schlechten deutschen Schlager“

In der BRAVO 33/1975 sorgte UDO LINDENBERG mit einem kleinen Foto für Aufregung. Abgebildet wurde seine Faust. Auf die Frage, was das zu bedeuten habe, antwortete der Panikrocker: „Faust: Kampf gegen den schlechten deutschen Schlager“. Das kam nicht bei allen gut an. Ein Fan (OTTO A. aus der Schweiz) schrieb z. B. in BRAVO 46/1975:

„Dieser Typ regt sich ja nur deshalb über den deutschen Schlager auf, weil er unfähig ist, das zu erleben, was in diesen Schlagern besungen wird, nämlich Herz und Gefühl“. In der BRAVO 51/1975 wurde mitgeteilt, dass der Brief die Gemüter erregt habe.

1976 schießt UDO LINDENBERG noch schärfer gegen den deutschen Schlager

Den Höhepunkt erreichte die Diskussion in BRAVO 24/1976. Damals vertrat er folgende Thesen:

  • Die deutschen Schlagersänger sind wie Prostituierte.
  • DIETER THOMAS HECK verkauft Scheiße.
  • Schlagermacher sind Berufslügner und Volksverdummer.
  • Die ZDF-Hitparade ist für Leute mit amputiertem Gehirn.

Immerhin stellte sich UDO LINDENBERG (übrigens anders als damals DIETER THOMAS HECK) und diskutierte mit Stars wie JULIANE WERDING, CHRIS ROBERTS, REX GILDO, PETER PETREL und BENNY über den aktuellen Zustand des deutschen Schlagers, an dem er kein gutes Haar ließ, wobei er schon damals Ausnahmen nannte – wie eben UDO JÜRGENS mit seinem „Ein ehrenwertes Haus“.

Songautoren des neuen Liedes mit Schlagererfahrung

Der neue Song von „LINDI“ wurde u. a. von JOE WALTER komponiert. Der ist Keyboarder der sehr bekannten Band JENNIFER ROSTOCK, die – Achtung – erstmals beim Bundesvision Song Contest überregional bekannt wurde. Das passt zum Thema UDO LINDENBERG. JOE WALTER ist aber auch sehr erfolgreich als Autor von Schlagern und arbeitete mit folgenden Schlagerstars u. a. zusammen:

  • BEATRICE EGLI („Wo sind all die Romeos?“)
  • HELENE FISCHER („See You Again“)
  • HOWARD CARPENDALE („Hier“)
  • MICHELLE („Wenn ich was gelernt hab“)
  • VANESSA MAI („Beste Version“)

Der zweite Autor ist PHILIPP KLEMZ – ebenfalls kein Unbekannter der Schlagerszene, so arbeitete er zusammen mit

  • BEN ZUCKER („Na und?!“)
  • MARIE REIM („Rosarote Brille“, neue Single von MARIE)
  • MICHELLE („Alle träumen“)
  • ROSS ANTONY(„Goodbye Papa“)

Diese beiden Schlager-Schaffer haben den neuesten Song des Panikrockers UDO LINDENBERG geschrieben – ein Ritterschlag nicht nur für die beiden Autoren, sondern auch ein Kompliment für das Image des deutschen Schlagers, finden zumindest wir. Vor 40 Jahren hätte UDO LINDENBERG wohl kaum mit Songautoren des Schlagersegments zusammengearbeitet.

Der heiße Tipp: Ist UDO beim #FREE ESC dabei?

Spannend ist, dass JOE WALTER auch den aktuellen Song der PRINZEN („Dürfen darf man alles„) mit geschrieben hat. DIE PRINZEN sind lt. der BILD-Zeitung auch beim #FREEESC von STEFAN RAAB mit dabei. Warum sollte da nicht auch UDO LINDENBERG sich bei der imposanten TV-Show die Ehre geben? Wir halten das für möglich. Mit JOE WALTER und den PRINZEN, mit denen UDO einst den Song „Körper“ zusammen sang, sind ja bekannte Gesichter am Start.

Produktinformatoin der Plattenfirma

Udo Lindenberg, eine Ikone und absolute Größe der deutschen Musiklandschaft: Jedes Album seit 2008 erreichte Platz 1 der deutschen Charts. MTV Unplugged 1 verkaufte bis heute über 1 Mio. Tonträger
unzählige Gold- und Platinauszeichnungen

Udopium umfasst 50 Jahre Musikgeschichte 1971-2021 plus 4 neue Songs
Die erste Singleauskopplung „Mittendrin“ erreichte bisher die Top 60 der deutschen Airplaycharts
„Wieder genauso“ ist die zweite Singleauskopplung und eine komplette Neuschaffung
Wieder genauso ist eine sehr melancholische Ballade in der der Künstler in ein Gespräch mit dem Tod geht
Lyricvideo erscheint zum Release am 7.5. um Mitternacht

Quelle: Warner Music International

 

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KATJA KRASAVICE: Tiefer Fall von 1 auf 92 – „krankes“ Chartsystem? 0

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Singlecharts immer „merkwürdiger“

Als in den vorletzten Single-Charts KATJA KRASAVICE die Nummer 1 der Singlecharts holte, war klar, woran das lag: Sie hat erfolgreich auf ihren sozialen Kanälen die Werbetrommel für ihre Single geschlagen, die im Bundle mit dem T-Shirt erhältlich ist. So war es möglich, NATHAN EVANS‘ „Wellerman“ für eine Woche von der Spitze zu holen. Mit dem Unterschied, dass „Wellerman“ ein echter Hit ist, während „Best Friend“ offensichtlich nur darauf angelegt war, für eine Woche Nummer 1 zu werden.

In dieser Woche ist „Wellerman“ wieder auf Platz 1, „Best Friend“ hingegen auf Platz 92

Song interessiert offensichtlich nicht

Ursprünglich war in Deutschland der Song von „SAWEETIE“ auf dem Markt und schaffte es auch in die Single-Trend-Charts. Erst mit dem „feat. KATJA KRASAVICE“ und deren Marketing mit dem T-Shirt, das in ihrem Shop zu haben war, wurde „Best Friend“ zum Hit. Aber eben nach unserer Meinung nicht wegen des Songs, der sonst mehr als eine Woche erfolgreich gewesen wäre, sondern wegen des T-Shirts – auch wenn nach unserer Kenntnis nur 4 EUR umsatzrelevant sind – es hat trotzdem gereicht.

Ähnlich hat es KATJA KRASAVICE ja schon einmal mit einer Sexpuppe gemacht – das dazugehörige Album knacke ebenfalls die Spitze der Charts, in dem Fall der deutschen Albumcharts (Schlagerprofis.de berichtete). 

Gibt es einen „Fehler im System“?

Man muss nun sagen – wie will man heutzutage noch faire Charts erstellen? Früher reichte es aus, die Stückzahl der verkauften Einheiten (Singles, Maxi-CDs etc.) zu zählen – heutzutage ist insbesondere das Streaming von Bedeutung. Und das liefert ja große Manipulationsmöglichkeiten.

Welcher über 30-jähriger kann heute die Top-10 der Single-Charts mitsingen oder kennt die Songs? Früher waren die Top-10 oftmals einer großen Bevölkerungsschicht präsent, was heute zumindest nach unserer Wahrnehmung nicht mehr wirklich der Fall ist. Vielleicht ist es aber auch ein Generationenproblem, dass man aus dem Alter heraus ist, schon mal was von „Liege wieder flach“, „Friday“ oder „Blessed“ gehört zu haben.

Vielleicht auch eine Idee für den Schlager?

Da es ist wie es ist, wundert man sich, warum nicht GIOVANNI ZARRELLA die italienische Version von „Wie schön du bist“ nicht mit Pizzateller verkauft oder VANESSA MAI ihren „Mai Tai“-Song mit Cocktailglas. Dann könnte man für eine Woche vielleicht Platz 2 hinter dem T-Shirt holen. Was das alles noch mit Beliebtheit von Musik und Songs zu tun hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Immer entscheidender scheint hier nicht der „Peak“ zu sein, sondern der Chartrun, also wie lange ein Song sich in den Charts hält…

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