HELENE FISCHER: Kurioser Streit um deutsche Version eines NL-Hits Kommentare deaktiviert fĂĽr HELENE FISCHER: Kurioser Streit um deutsche Version eines NL-Hits

Bild von Schlagerprofis.de

HELENE FISCHER: Erstaunlicher Vorwurf einer ehemaligen DSDS-Kandidatin

Es ist schon spannend – als die neue Single von HELENE FISCHER erschien, haben wir HIER als erstes Schlagerportal darĂĽber berichtet, dass es zum Song „Null auf 100“ eine niederländische Hitversion gibt – ein Umstand, den nach Meinung der BILD-Zeitung „kaum jemand weiĂź“ (- sofern er nicht Schlagerprofis-Leser ist). Ganz offensichtlich hat der Song dem Team von HELENE und sicher auch der KĂĽnstlerin selbst sehr gut gefallen. Man hat sich um die Rechte fĂĽr eine deutsche Version bemĂĽht – und den Zuschlag bekommen – das ist zwar nicht soo typisch, weil der Superstar ja eher selten von anderen gesungene Songs in eigenen Versionen auf ihre Alben nimmt. Aber das generiert natĂĽrlich keine Schlagzeilen…

ANGELIKA EWA TURO: So schafft man es in die BILD – HELENE FISCHER macht es möglich

Ganz offensichtlich hat nun eine Sängerin namens ANGELIKA EWA TURO behauptet, sie habe selbst eine deutsche Version produziert („Ich will wissen“) und wollte den niederländischen Hit auf Deutsch singen – das mag ja sogar stimmen. Das hat aber natĂĽrlich mit „Klauen“ nichts zu tun. Wir erinnern uns: Die Sängerin schied bei DSDS 2017 in der ersten Motto-Show direkt aus. Viel gehört haben wir zumindest nicht von ihr – dass sie sich nun zufällig um einen Song beworben hat, den HELENE FISCHER nun in Deutschland aller Voraussicht nach zu Hit-Ehren fĂĽhren wird, sollte da kein Thema sein. Wenn man daraus aber die Schlagzeile „Helene hat mir mein Lied weggeschnappt“ bastelt, bekommt man dann doch ein paar Stunden Ruhm im Netz.

Schon bei Albumpräsentation hat HELENE FISCHER auf deutsche Version(!) hingewiesen

Schon bei der Albumpräsentation im Livestream wies HELENE FISCHER darauf hin, dass sie einen neuen deutschen Text auf das niederländische Original, das 2019 ein Hit in den Niederlanden war, geschrieben habe (mit den diversen Coautoren). Ihre Version wurde von den Originalsongschreibern genehmigt, das von ANGELIKA EWA TURO offensichtlich nicht. Spannend ist es, sich das BILD-Video anzusehen, in dem über diese Geschichte berichtet wird.

Auch wenn mehrfach erwähnt wird, dass der Originalinterpret, MARCO BORSATO, gar nicht der Songautor, also Urheber, ist und somit auch nicht ĂĽber Coverversionen befinden darf, wird „kompetent“ dann im Studio gefragt: „MARCO BORSATO hat Ihnen dann gleich die Rechte gegeben?„. Interessant auch die Antwort, dass ANGELIKA pandemiebedingt gewartet habe, weil man dort wohl in Covid-Zeiten nach ihrer Ansicht „andere Sorgen“ habe. Die Ăśberlegung, dass vielleicht gerade in der Pandemiezeit Zeit fĂĽr ein Reinhören ist – auf die Idee ist wohl niemand gekommen. – Sie habe im Nachhinein auch nicht mehr nachgefragt.

Bearbeitungsgenehmigung wurde erteilt

Wir haben ĂĽber den Urheber MARCO BORSATO gesprochen…“ erwähnt dann die Moderatorin noch einmal – wohlgemerkt, nachdem klar konstatiert wurde, dass der gar nichts mit den Rechten zu tun hat. Die Plattenfirma habe sich dahin gehend geäuĂźert, dass es gang und gäbe sei, dass Songs gecovert werden.

Wie die BILD auf Anfrage bei Universal erfahren hat, wurde der Plattenfirma eine Bearbeitungsgenehmigung fĂĽr die erste deutsche Version des NL-Originals erteilt. Mit anderen Worten ist alles korrekt gelaufen. Was man sich merken sollte – Aufruf an alle Currywurstsänger: Wenn wieder ein Song gecovert wird, behauptet, dass ihr den selber covern wollte. Zum Beispiel behauptet: Skandal! Auf den Song „Schatje, mag ik je foto“ habe ich einen deutschen Text gesungen und produziert. Und der böse böse MICKIE KRAUSE hat das Lied „geklaut“ – und schon gibt es 15 Minuten Sendezeit bei BILD-TV…

Folge uns:
Voriger ArtikelNächster Artikel

ANDREA KIEWEL: Auch 2023 wird es den Fernsehgarten geben – Saisonstart 7. Mai 0

Bild von Schlagerprofis.de

ANDREA KIEWEL: Schon eine etwas andere Kommunikationspolitik als FLORIAN SILBEREISEN

Es ist schon völlig irre: Während das ZDF sich schon jetzt festlegt, am 7. Mai 2023 die nächste „Fernsehgarten“-Saison starten zu lassen, gibt es bei FLORIAN SILBEREISEN noch immer Zweifel, ob in weniger als vier Wochen der „Schlagerbooom“ startet. Das hat die Moderatorin in der letzten Fernsehgarten-Ausgabe 2022 höchstselbst verkĂĽndet. Da ist auch mal ein Lob an das ZDF fällig – zumindest das „Fernsehgarten“-Format wird auch anno 2023 ĂĽber den Sender gehen – eine gute Nachricht auch fĂĽr Schlagerfans, auch wenn inzwischen die einer oder andere Sendung ohne Schlagerstars stattfindet. Wir freuen uns schon auf die neue Saison. 

Nebenbei bemerkt – leider hat auch STEFAN MROSS nicht auf die nächste Saison hinweisen können wie es „KIWI“ tat. Wobei es an ein Fortbestehen von „IWS“ kaum einen Zweifel geben darf angesichts der phänomenal guten Quoten der Saison 2022.

Foto: ZDF, Marcus Höhn

 

 

Folge uns:

ROSS ANTONY: Gegen ANDRÉ RIEU leider in Sachen Quote ohne Chance – auch VOX-Doku leider enttäuschend 2

Bild von Schlagerprofis.de

ROSS ANTONY: Kein guter Samstagabend fĂĽr den deutschen Schlager

Am vergangenen Samstag gab sich ROSS ANTONY die Ehre mit durchaus prominenten Gästen. Dennoch hat er es nicht in die Top-25 der meistgesehenen TV-Shows geschafft – und das, obwohl seine Show gleich auf zwei Sendern lief (MDR und SWR). Die regionalen Quoten der Show fielen wie folgt aus: 

  • SWR Marktanteil 4,6 % (209.000 Zuschauer)
  • MDR Marktanteil 12,8 % (323.000 Zuschauer)

In Summe dĂĽrften es unter 1 Mio. Zuschauer bundesweit gewesen sein, die eingeschaltet haben – und das trotz prominenter Namen wie BEATRICE EGLI. Anders erging es ANDRÉ RIEU, dessen im NDR (und NUR im NDR) ausgestrahlte Sendung „Wir feiern die Musik“ immerhin von 1,08 Mio. Zuseher generieren konnte und einen bundesweiten(!) Marktanteil von 4,6 % hatte. 

Kleiner Trost fĂĽr ROSS ANTONY: NOCH schlechter lief es fĂĽr die eigentlich interessante und gut gemachte VOX-Doku „Schlager – jetzt erst recht“. Dort wurde ĂĽber die Schlagerszene berichtet mit dem Fokus auf die Pandemie und dem Blick nach vorne. Schade, dass sich dafĂĽr nur 570.000 Zuschauer interessiert haben (Marktanteil sehr enttäuschende 2,8 %) – leider demzufolge keine Motivation fĂĽr die Privatsender, sich mehr dem Schlager-Genre zu widmen…

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen muss man einmal mehr auf den Schlager-SpaĂź mit ANDY BORG hinweisen, der auch in nicht so guten Zeiten deutlcih ĂĽber 1 Mio. Zuschauer generieren kann, obwohl auch seine Show „nur“ auf einem Sender, dem SWR, ausgestrahlt wird (die ROSS ANTONY Show lief ja auch im MDR)…

Foto: © MDR/Michael Clemens

 

Folge uns: