Schlagerzeitschriften – ein Kommen und Gehen 1

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Ein besonderes Phänomen in der ganzen Printmedien-Landschaft sind seit vielen Jahren die Schlagerzeitschriften und -magazine. Über die Jahrzehnte gibt und gab es immer wieder mal tolle Zeitschriften mit guten Ansätzen, die aber nicht sehr langlebig waren.

Wir stellen Euch jetzt mal ein paar gute und interessante Zeitschriften der Vergangenheit und Gegenwart vor:

Auf Eins

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Mit dem Slogan „In Deutschland ist Musik“ erschien 2007 erstmals das Musik-Magazin „Auf Eins“ für 2,80 €. Auf knapp 170 Seiten erwartete dem Leser geballte Infos und Berichterstattungen seiner Lieblingskünstler. So waren zum Beispiel ein Bericht über einen Künstler teils 12 oder 18 Seiten lang – versehen mit exklusiven Fotos und Interviews. Zusätzlich gab es Konzerte und Tourneetermine im Überblick, die neusten CD-DVD-Kino und Bücher-Tipps, Leserbriefe, Rätsel, Horoskope und vieles mehr.

Das Magazin punktete nicht nur mit inhaltlichem Stoff, sondern auch mit der Optik und der Qualität des Drucks. Es konzentrierte sich sehr hochprozentig auf seine Kernkompetenz, das deutsche Schlagergeschäft – und brachte vornehmlich musikalische Inhalte. Fragen wie die, ob Helene Fischer schwanger ist, standen NICHT im Vordergrund.

Nach nur drei Ausgaben wurde das Magazin leider wieder eingestellt.

SchlagerHits

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Am 26. April 2011 erschien das erste Mal die Zeitschrift „SchlagerHits“. Das vierteljährlich erscheinende Heft widmete sich auf knapp 84 Seiten den größten Stars aus der Schlager- und Volksmusik-Szene. In der Zeitschrift erwartete den Leser Exklusiv-Interviews, es wurden auch Newcomer präsentiert, Konzerttermine bekanntgegeben sowie neue Musik-Alben vorgestellt. In jedem Heft gab es auch immer ein Doppel-Poster.

Das Heft im Hochglanz-Look kostete 3,95 €. Leider hat „SchlagerHits“ mit ähnlich gutem Konzept wie „Auf Eins“ nicht lange durchgehalten. 2013 erschien auch schon das letzte Heft.

Herzschlager
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Die Drogeriemarktkette Müller hatte schon immer „Ein Herz für Schlager“. Schlager-Alben werden bis heute erfolgreich von Müller verkauft. Das führte ca. im Jahre 2013 zu der Idee, ein eigenes Schlagermagazin gratis(!) zu verteilen, das den Namen „Herzschlager“ trug und wirklich eine gute Konzeption hatte. Offensichtlich waren irgendwann die Kosten dafür doch zu hoch, so dass nach einigen Jahren das Heft leider wieder eingestampft wurde. Wir hoffen nicht, dass das damit zusammen hängt, dass auch der Chefredakteur unserer Seite hier und da Artikel für das Magazin verfasst hat. HIER gibt es ein kleines Werbevideo zum damaligen Herzschlager-Heft.

Schlager Echo

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Am 04. März 2015 erschien erstmals die Zeitschrift „Schlager Echo“ auf den Markt. Die Erstausgabe erschien mit 120.000 Exemplaren und kostete 1,95 €. Produziert wurde das 52-seitige Heft komplett vom „Echo der Frau“-Team unter Leitung von Chefredakteurin Christiane Ams und dem Chefreporter und Schlagerexperten Torben Zenker.

„Schlagermusik liegt enorm im Trend und ist wieder salonfähig geworden. Mit unserem Sonderheft wollen wir gezielt die steigende Zahl der – zunehmend auch jüngeren – Schlager-Fans ansprechen“, sagte damals Christiane Ams. Die Zeitschrift punktete mit aktuellen Infos der Künstler, Interviews, Mode-Tipps von Künstlern, Tour-Terminen, vielen Rätseln, Liedtexte zum Mitsingen, Star Rezepte und exklusiven Autogrammkarten zum Sammeln und verfolgte nicht den anspruchsvollen Ansatz von „Auf Eins“ und „Schlager Hits“. Trotz des boulevardesken Ansatzes konnte sich auch diese Zeitschrift nicht auf Dauer halten.

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Jedoch gibt es auch ein paar Zeitschriften, die sich bei den Lesern dauerhaft durchgesetzt haben. Wie zum Beispiel folgende drei:

Meine Melodie

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Das kompetente mit knapp 50 Seiten Magazin „Meine Melodie“ für Volksmusik und Schlager gibt es schon seit vielen Jahrzehnten und erscheint monatlich zum Preis von 1,99 €. Das älteste uns bekannte Heft erschien vor weit über 25 Jahren – das ist schon bemerkenswert, sich so lange im Zeitschriftenmarkt zu halten – das nötigt uns Respekt ab. 1992 sah eine Ausgabe des Heftes noch so aus:

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Monat für Monat berichtet das Magazin mit dem Slogan „Musik macht glücklich!“ über das aktuelle Geschehen in der Musikbranche mit exklusiven Interviews und einem Blick hinter die Kulissen. Allerdings geht es dabei auch sehr oft um Boulevard-Themen bzw. private Dinge und nicht immer um musikalische Inhalte.

Zusätzlich informiert das Magazin über TV Highlights, Konzert-Tourneen, Fanclubs werden vorgestellt, und es gibt eine Tauschbörse für Fans und Sammler.

Stars und Melodien

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Für Volksmusik- und Schlagerfreunde erscheint alle zwei Monate die Zeitschrift „Stars und Melodien“ zum Preis von 2,10 €. Sechs-mal jährlich wird die Zeitschrift mit unsres Wissens ca. bemerkenswerten 80.000 gedruckten Exemplaren unter die Leserschaft gebracht. Das ebenfalls zirka 50 Seiten starke Heft berichtet über Konzerttermine, Neuheiten auf dem Musikmarkt (und darunter nicht nur aus der Volksmusik- und Schlagerszene) oder auch Exklusivreportagen über Schlager- und Volksmusiklieblinge. Zudem gibt es in jedem Heft Servicethemen wie Trachtenmode, Wanderausrüstung, Kosmetik und begehrte Reiseziele. Und die Leser haben ebenfalls die Möglichkeit mit anderen Fans in Kontakt treten zu können.

Stadlpost

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Vornehmlich in Österreich vertrieben wird ein Magazin namens „Stadlpost“, dessen Geschichte wir nicht ganz nachvollziehen können. In etwa 1997 oder 1998 gab es nach unserer Kenntnis ein zur Fernsehshow „Musikantenstadl“ vertriebenes Magazin namens „Musikantenstadlpost“. In etwa 2008 wurde wohl der Vertrieb von einem österreichischen Verlag übernommen – offensichtlich erfolgreich: Bis heute hat sich die heutige „Stadlpost“ einen Namen gemacht. Insbesondere in Österreich steht das Magazin für interessanten Schlager-Journalismus und ist bis heute an gut sortierten Kiosken zu haben.

Last, but not least: Ein ganz neues Magazin startet durch…

Hossa!

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Seit 2018 gibt es ein komplett neues Schlager- und Volksmusik-Magazin. Zum Start haben wir darüber HIER berichtet. Anders als „Meine Melodie“ und „Stars und Melodien“ kommt diese Zeitschrift wirklich als Magazin daher. Allein schon das Titelcover ist hochglänzend, und das Magazin beinhaltet auf zirka 100 Seiten Musikfreude pur! Das Magazin erscheint alle zwei Monate und kostet 4,50 € – nach unserer Meinung ist das für DIE Qualität ein angemessener Preis.

Auf den Leser warten spannende und aktuelle Berichte und Infos über diverse Künstler, diverse Musik-Highlights (aktuelle Musik CD’s) werden präsentiert und vieles mehr. Im Ganzen wirkt „Hossa!“, ähnlich wie „Auf Eins“ in der Qualität sehr hochwertig und kompetent!

Wir hoffen, dass uns Schlager-Fans diese vier Zeitschriften bzw. Magazine noch lang erhalten bleiben.

Autor: Rick Krawetzke

 

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1 Kommentar

  1. Betr.: Hossa! Magazin
    Ich habe im Okt.2019 ein Abo bestellt und bezahlt. Ich erhielt 1 Ausgabe (Nr.7).
    Auf Seite81 steht, das das nächste Heft am 21.Februar 2020 erscheint, und auf Seite 82 steht, das das nächste Heft am21.Februar 2021 erscheint!?!?!?!? Was stimmt denn??
    Telefonisch ist die Fa. Knittel die das Heft herausgibt nicht erreichbar. Auch 2 verschiedene E-Mail Adressen gibt es offenbar nicht mehr!! Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?? Weiß jemand mehr über das komische Geschäftsgebahren!!
    Angeblich gibt es ja 6 Ausgaben pro Jahr!!!

BEATRICE EGLI: Herzlichen Glückwunsch zum 3. Swiss Music Award SMA! 0

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BEATRICE EGLI: Aller guten Dinge sind Drei

Zum dritten Mal nach 2015 und 2017 hat BEATRICE gestern den „Swiss Music Award“ in der Kategorie „Best Female Act“ gewonnen – momentan läuft es bei der schweizer Sängerin. Sie tritt ja heute Abend auch (im Duett mit ELOY DE JONG) auf. Theoretisch könnte man ihr da ja direkt gratulieren – praktisch wurde die SILBEREIESEN-Show schon längst aufgezeichnet. – Wie dem auch sei: Herzlichen Glückwunsch zu disem bemerkenswerten Erfolg!

Fanforum mit aktuellen News

Bis zur Plattenfirma scheint sich diese tolle Neuigkeit noch nicht herumgesprochen zu haben, jedenfalls haben wir ein offizielles Statement, wie es in ähnlichen Fällen zu vernehmen ist, noch nicht gefunden. Vermutlich ist man ja im Wochenende. Vielleicht ist das aber auch ein Grund, warum „Bunt“ „nur“ 11 Wochen in den Charts war und „Mini Schweiz…“ bislang(!) 25 Wochen. Zum Glück gibt es ja ein sehr gutes Fanforum, so dass Infos dieser Art schnell kommuniziert werden können.

BEATRICE EGLI: TV-Quote erneut „durchwachsen“

Was ihre Fernsehsendung angeht (bei dieser Mischung aus Clipsendung und Werbung für einen Indoorpark kann man nun wirklich nicht von einer Show sprechen), sind die Quoten bestenfalls „durchwachsen“. Im Sendegebiet schaffte sie keinen zweistelligen Marktanteil (9,4 Prozent). Zum Vergleich: Die Sendung vorher „Elefant, Tiger und Co.“ hatte einen Marktanteil von 24,7 Prozent und das „Riverboat“ holte 15,7 Prozent.

Vielleicht sollte BEATRICE EGLI auch mal Moderationsangebote für’s Fernsehen ablehnen  – die (mit vorheriger Ansage) desaströse „Schlager sucht Liebe“-Geschichte dürfte noch präsent sein. Mal sehen – vielleicht kann sie ja das „SWR Schlager – die Show“-Format nach vorne treiben (, sofern es davon eine zweite Ausgabe geben wird).

 

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HANNAH: Ist ihr neuer Song „Caterina“ eine Hommage an CATERINA VALENTE? 2

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Den neuen Song von HANNAH sang einst der Bruder von CATERINA VALENTE

In diesem Jahr wurde die legendäre CATERINA VALENTE, die man getrost mindestens auf Augenhöhe mit HELENE FISCHER sehen kann, wobei CATERINA ein Weltstar ist, 90 Jahre alt. Eigentlich Grund genug für eine Samstagabendshow – schade, dass das so wenig „gefeiert“ wurde. Denkabar ist nun, dass es da einen etwas weniger würdigen Rahmen für gibt. Denn: Die österreichische Sängerin HANNAH hat den Song „Caterina“ neu aufgeommen.

PERRY COMO soll den Song als Hommage auf „la VALENTE“ aufgenommen haben

Der große Star PERRY COMO hatte recht oft CATERINA VALENTE in seinen Shows zu Gast. Gerüchten zufolge hat er zu Ehren von LA VALENTE den Song „Caterina“ aufgenommen – immerhin ein Top-40 -Hit in England damals. Die deutsche Version von WILLY HAGARA kam sogar in Deutschland auf Platz 11, und auch CATERINA VALENTEs Bruder SILVIO FRANCESCO nahm (wie auch LOU VAN BURG) den Titel auf.

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Hommage an CATERINA VALENTE bei den Schlagerchampions?

Eigentlich kann es niemand verstehen, warum die mit Abstand erfolgreichste österreichische Künstlerin (MELISSA NASCHENWENG) nicht eingeladen wurde, aber eine HANNAH dabei sein soll. Sollte das „Feigenblatt“ CATERINA VALENTE sein? Es steht zu befürchten.

HANNAHs neue Single: Caterina

Ohne jeden uns bekannten Bezug wird als Aushängeschild nun offensichtlich HANNAH als Hommage an die große CATERINA VALENTE genommen. Wir finden: das hat CATERINA VALENTE nicht verdient – aber immerhin scheint sie Thema bei den Schlagerchampions zu sein…

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