FRANK SCHĂ–BEL macht seinem Unmut Luft: 6

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Die geplante „FRANK SCHĂ–BEL Story auf Tour“ kann nicht stattfinden

Wo andere „kreative Phasen“ vorschieben oder sich mit den „3G-Regelungen“ nicht einverstanden können, legt FRANK SCHĂ–BEL schonungslos die Wahrheit auf den Tisch. Auf seiner Facebookseite schreibt er:

Liebe Freunde, ich muss hier mal was klarstellen. Die „Frank Schöbel Story auf Tour“ musste der Veranstalter leider absagen. Die Menschen kaufen zur Zeit keine Karten. Sie sind zig mal durch unsinnige Auflagen, Verschiebungen verunsichert worden. Manche haben 10 Gutscheine zu Hause. Die „Entscheider“, machen so die Kultur kaputt. Unser Veranstalter ist fast täglich beim „Nervenarzt“.

Verunsicherung, „unsinnige Auflagen“ – einmal mehr macht FRANK SCHĂ–BEL aus seinem Herzen keine Mördergrube. Vermutlich hätte er gerne noch erwähnt, wer denn so in den groĂźen MDR-TV-Shows auftritt und wer völlig vernachlässigt wird. Bei allem Respekt vor der wirklich tollen GIOVANNI-ZARRELLA-Show – der Hinweis, dass kein einziger OstkĂĽnstler dabei war, ist nach unserer Kenntnis tatsächlich korrekt.

Auftritt bei „Immer wieder sonntags“ am 19. September

Immerhin: FRANK SCHĂ–BEL tritt am kommenden Sonntag in der finalen Show „Immer wieder sonntags“ mit STEFAN MROSS auf – bezeichnenderweise eine Produktion des SWR (und eben nicht des MDR).

„Kleine Tour“ zum neuen Album

Dass wir uns auf ein neues Album Namens „Ich bin wieder da“ freuen dĂĽrfen, darĂĽber haben wir bereits HIER als erstes Schlagerportal berichtet. Nun hat FRANK seinen Fans verkĂĽndet, dass es wenigstens eine „Kleine Tour“ zu diesem neuen Produkt geben wird. Termine dazu sind auf seiner Homepage www.frank-schoebel.de zu finden. 

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6 Kommentare

  1. Das der Osten der Republik bei Schlagersendungen fast nicht mehr vorkommt, besonders bei den großen Shows sagt viel über den Zustand des Landes aus. Ok, die Prinzen waren bei Silbereisen, die produzieren aber keinen Schlager. Das Problem ist auch die Tatsache das darüber nicht gesprochen wird. Wenn Silbereisen oder jetzt auch Zarella in einer Talkshow als Gäste dabei sind, müsste man die beiden Fragen warum Schlagerkünstler aus dem Osten keine Auftritte bekommen. Aber keiner traut sich das zu fragen, im Schlager ist nämlich immer alles Schön und Wunderbar. Aber in einem Land wo ein ehemaliger Politiker den Osten, besonders Sachsen als Dunkel Deutschland bezeichnet ist sowieso Hopfen Und Malz verloren.

    Martin

  2. Srimmt ich finde es auch ungerecht das unsere ostdeutschen Schlagersänger so vernachlässigt werden, quasi keine Auftritte bekommen. Dabei sind die Texte der Lieder von z.B. Gerd Christian oder Frank Schöbel und auch Ute Freudenberg wesentlich gehaltvolle und melodischer anzuhören als das was wir in den Sendungen zu hören bekommen. Wo bleiben da unsere sehr guten Künstler aus dem Osten. Finde es beschämend , das nicht einmal der MDR hier reagiert. Monika Sülzenbrück aus Erfurt

  3. Das geht schon seit Jahren so. Immer dieselben Leute bei Silbereisen und Co. Der MDR macht fleißig mit. Ich kann die Sendungen nicht mehr anschauen, fürchterlich! Früher hat Uwe Jensen Wiedersehen macht Freude moderiert. Das könnte man mal wiederholen. So schöne Musik. Wenigstens Lippi bringt in seiner Sendung mal was von uns. Ansonsten schalte ich ab. Zarella war die Krönung!

  4. Ja, ich kann den vorherigen Kommentaren nur zustimmen. Die ,, groĂźen Sendungen,, sehe ich mir nicht mehr an. Immer die gleichen KĂĽnstler, nie einer aus dem Osten. Ach doch Ute Freudenberg. Die Klassiker und Oldies der alten Zeiten sind total verschwunden. Schade, weil dass waren noch super Texte. Da freue ich mich wirklich sehr auf Andy Borg am Samstag , unterhaltsam und Abwechslungsreich.

  5. Ich frage mich, wer die Musikredaktion in den öffentlichen TV-Sendern beherrscht. Vermutlich vorsichtshalber alles Wessis. Die kennen den Osten sowieso nicht und die Musik schon lange nicht. So sieht das Programm dann auch aus.
    Briefe an den MDR helfen ĂĽberhaupt nicht. Die werden mit dummen Antworten abgebĂĽgelt.
    Ich sehe mir die letzten verbliebenen Musikshows schon lange nicht mehr an.
    Salbungsvolles Gequatsche, Selbstbeweihräucherung und geschobene Möchtegern Sternchen oder die selben Künstler wie immer (Berg, Egli, Carpendale und Co.)
    Jedem Künstler, der wirklich was kann seih ein Fernsehauftritt gegönnt, aber daß der komplette Osten ausgeblendet wird und Künstler aus umliegenden Ländern überhaupt keine Rolle mehr spielen (naja vielleicht Ireen Sheer oder die Fischer ab und an) ist sehr bedenklich. Dafür also GEZ-Beitragserhöhung um noch mehr Abgehalftertes oder die 50.ste Wiederholung zu sehen. Es ist eine Schande.

  6. Ich kann mich nur den Vorkommentaren anschlieĂźen! Man kann keine Musiksendung mehr ansehen, denn von A-Z sind immer die gleichen Sänger dabei! Aber weit gefehlt, wenn man OstkĂĽnstler sucht oder erwartet. KĂĽnstlerisch wertvoll sind doch „unsere“ Lieder bzw. Schlager.
    Ich habe den Eindruck, dass auch der MDR Vorgaben bekommt, denn ansonsten könnte er als Sender im Osten doch fĂĽr sein Publikum die gewĂĽnschten Schlagerinterpreten einladen und singen lassen.Oder aber alle Entscheidungsträger sind „Wessis“. Das liegt natĂĽrlich sehr Nahe!!!
    Adi aus ThĂĽringen

IKKE HĂśFTGOLD: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“ – Exakt 25 Jahre nach GUILDO tritt er an! 2

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IKKE HÜFTGOLD hat es tatsächlich als TikTok-Sieger zum ESC-Vorentscheid geschafft

Nachdem der NDR auch in diesem Jahr wieder sehr merkwĂĽrdige Kriterien angelegt hat, wer Deutschland beim ESC vertreten darf (oberste Maxime: Kein Schlager, ebenfalls von größter Wichtigkeit: Kein deutscher Text – und Transparenz, warum der eine Titel es geschafft hat und der andere nicht ist auch wie immer unerwĂĽnscht), haben wir ĂĽberlegt, diese zur Witzveranstaltung verkommene Veranstaltung gar nicht mehr zum Thema zu machen.

Welcher Song Deutschland in diesem Jahr wieder bis auf die Knochen blamiert, erschien uns egal, wobei der eine oder andere Titel nicht ganz so schlimm ist wie das, was wir von den Vorjahren kennen (mit LORD OF THE LOST wäre zumindest ein erneuter letzter Platz wohl nicht zu erwarten). 

Nach wie vor nebulöse Kriterien für die Auswahl

WARUM z. B. eine SENTA oder ein THOMAS GODOJ keine BerĂĽcksichtigung fanden – schwer zu sagen. Transparent wird das ja nicht kommuniziert. Und warum es eine TikTok-Vorauswahl gab, bei der man sich als Fan nur dann beteiligen konnte, wenn man sich dort angemeldet hatte, um ältere Voter vom Verfahren auszuschlieĂźen, ist fĂĽr einen öffentlich-rechtlichen Sender auch eine merkwĂĽrdige Vorgehensweise. Dass die Quittung dafĂĽr nun der Sieg von IKKE HĂśFTGOLD ist, ist natĂĽrlich endlich mal ein positiver Aspekt, der wieder Lust auf den ESC macht. 

Vor 25 Jahren: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“

Schlager wird ansonsten ja ohnehin ausgeklammert, obwohl noch immer die allermeisten ganz groĂźen ESC-Hits aus dem Schlagersektor stammen. Vor 25 Jahren war die Situation ähnlich. Damals hat sich GUILDO HORN dem Wettbewerb gestellt. Und damals gab es noch NDR-Entscheidungsträger, die sich nicht NUR am eigenen Geschmack orientiert hatten. Die BILD fragte damals – auf den Tag genau(!) am Tag der Nominierung von IKKE – exakt am 4. Februar 1998 titelte die BILD: 

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Das Wort „Krieg“ ist natĂĽrlich aus aktuellem Anlass völlig unpassend, das Thema an sich aber interessant. Mit IKKE HĂśFTGOLD stellt sich ein ähnlich polarisierender Interpret, dessen Song mitnichten ein „Ballermann-Song“ ist. Augenzwinkernd, selbstironisch und fĂĽr IKKEs Verhältnisse fast tiefsinnig – dem NDR wäre zu wĂĽnschen, wenn IKKE nun eine ähnliche Lawine wie im Vorjahr ESKIMO CALLBOY lostreten könnte, als auch der Frust ĂĽber selbstgerechte Alleinentscheider, die diesen unglaublich erfolgversprechenden Titel einfach mal so aussortiert hatten.

Schon im November hatten wir die Hoffnung, dass IKKE es schafft. Immerhin: Die erste Hürde ist genommen. 

Wir finden: Der Zweck heiligt die Mittel – wir drĂĽcken die Daumen, dass IKKE HĂśFTGOLD mit seinem geschickten Medienumgang vielleicht sogar mehr erreicht als einen TikTok-Sieg. Aktuell gratulieren wir sehr herzlich dazu, dass nach Jahren mal wieder ein Schlager zur Wahl steht, was NUR mittels eines Publikumsvotings möglich wurde und NICHT von einer weitsichtigen Jury möglich gemacht worden ist…

 

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CHRISTIN STARK: Quote „Schlager des Monats“ in etwa auf „BRINK“-Niveau 11

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CHRISTIN STARK: Quote im „grĂĽnen Bereich“

Wenn BERNHARD BRINK zu den Schlagern des Monats lud, hat er nach unserer Erinnerung oft 2-stellige Marktanteile geholt und 300.000 Zuschauer geholt. Bei „ihrer“ ersten Ausgabe konnte CHRISTIN STARK diese Werte spielend ebenfalls erreichen. 330.000 Zuschauer im MDR-Sendegebiet und 10,7 Prozent Marktanteil (ebenfalls bezogen auf das MDR-Sendegebiet) sind ordentliche Werte. 

Ob die Umstellung von Albumcharts auf Radiocharts geschickt war und dann der Hinweis (mit Ansprache an das Publikum) auf „IHRE“ Charts, obwohl wohl die wenigsten Zuschauer Radioredakteure sind. Andrerseits lässt sich nicht abstreiten, dass durch die Umstellung des Wertungsverfahrens mehr Abwechslung drin ist und auch Namen dabei sind, die sonst nicht in den einschlägigen Schlagersendungen dabei sind. 

Hinweis: Hinsichtlich der Quotenbeurteilung können wir nur auf das MDR-Sendegebiet abheben, weil die bundesweiten Quoten nach unserer Kenntnis nicht offiziell nicht abrufbar sind. 

Quelle: MDR / Gfk, AGF
Foto: Daniela Jäntsch

 

 

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