Beatrice Egli: Toller Start ihrer „Wohlfühlgarantie“-Tour in Regensburg Kommentare deaktiviert für Beatrice Egli: Toller Start ihrer „Wohlfühlgarantie“-Tour in Regensburg

20180713 Beatrice Egli

Viel Zeit ist vergangen, seit Beatrice Egli als erste Vertreterin des Schlager-Genres das Casting-Format DSDS ziemlich umgekrempelt und dort dem Schlager einen Platz gegeben hat. Seitdem hat sich der blonde Wirbelwind zu einem der größten deutschen Schlagerstars gemausert und bewies ihre Live-Qualität bei der Premiere ihrer neuen „Wohlfühlgarantie“-Tour, bei der sie in erster Linie ihre neuen Songs vorstellte, aber auch neu arrangierte Beatrice-Evergreens. Egli präsentiert neben ihren gesanglichen Qualitäten auch ihr Können als Moderatorin und Entertainerin.

Hashtag #BBBBB

Eine originelle Idee hatte Beatrice, indem sie von vier (fiktiven) „Freundinnen“ im Lauf des Konzerts begleitet wird, die „ihren Senf“ zur Show geben und sich mit der Sängerin unterhalten (allerdings nicht singen). Hinter diesen Freundinnen steckt niemand anders als Beatrice höchstselbst, die ihr schauspielerisches Talent aus ihrem Video „Wo sind all die Romeos?“ (schade, der Song ist nicht Bestandteil des Programms) offensichtlich gerne weiter ausbaut: Bernadette gibt dabei die strenge, aber organisierte Geschäftsfrau (mit Sekretärinnen-Brille), Babsi eine Hausfrau mit Heirats-Ambitionen, Becky steht für die jugendliche Influencerin, die Beatrice daran erinnert, bei sozialen Netzwerken aktiv zu sein und Beth für die Rockerbraut vom Wacken-Festival. Gemeinsam mit Beatrice gibt es dafür bei Egli-Fans einen neuen Hashtag: #BBBBB – damit werden KLUBBB3 gleich um zwei „B“s übertroffen.

Die vier von Beatrice entwickelten Figuren spielen auf der Tour eine gewisse Rolle. Auf überdimensionierten Monitoren geben sie immer wieder Kommentare mit auf, die Beatrice offensichtlich im Vorfeld der Tour abgedreht hat und die vermutlich im Laufe der Tour Fixpunkte bleiben dürften.

Moderner Schlager, gute Livemusik, gute Musiker, tolles Entertainment

Das, was andere sich wortreich auf die Fahnen geschrieben haben, setzt Beatrice um: Sie steht für facettenreichen und modernen Schlager – vom klassischen Schlager über Discofoxnummern bis hin zu Balladen und Rocknummern ist für jeden etwas dabei, wobei sie zwar nicht Helenes „spürst du das“ skandiert, aber schon „Spürst du den Bass?“. Und wie die Regensburger ihn spürten – in Form des Bassisten Pogo TS.

Überhaupt hat Beatrice das wahr gemacht, was sie im Vorfeld angekündigt hatte: Sie legt Wert auf gute Livemusik und ein konzertantes Musikerlebnis. So ist es nur folgerichtig, dass sie diesmal auf Tänzerinnen und Tänzer gänzlich verzichtet. Dafür hat ihr musikalischer Leiter, Joachim Wolf, der selber auch am Piano sitzt, eine exzellente Band zusammengestellt. Die starken Backgroundsängerinnen AnYa Mahnken und Birgid Jansen waren schon mit Stars wie Heino und Semino Rossi auf Tour. Der Drummer Patrick Metzger ist auch als (Online-)Coach für das Schlagwerk aktiv.

Und dem Gitarristen Edin Ho, übrigens offensichtlich ein Frauenschwarm, fällt beim Song „Was geht ab?“ eine besondere Rolle zu: Gemeinsam mit Beatrice begab er sich mitten unter das Publikum und performte mit der Sängerin gemeinsam den genannten Song, um im Anschluss mit fein ausgesuchten Zuschauern musikalisch eine Runde „Wahrheit oder Pflicht“ zu spielen.

Anregungen vom Schlagerbooom, Andrea Berg und… Udo Jürgens

Originelle Entertainment-Ideen hat sie, die Beatrice. Bei „Keiner küsst mich“ werden Konzertbesucher-Pärchen eingeblendet mit der Bitte, die gegenseitige Zuneigung doch auch zu demonstrieren – die Idee kennen wir doch aus dem Schlagerbooom? Dort sorgten übrigens auch die Songs von Wolfgang Petry für große Begeisterung, das passt offensichtlich auch (überraschenderweise) in ein Egli-Konzert.

In bester Andrea Berg Manier kommt Beatrice mit einem Motorrad auf die Bühne. Bei „Sieben Mal Herz, sieben Mal Schmerz“ holt sie Singles auf die Bühne, die im Laufe des Liedes Zeit haben sollen, sich näher zu kommen – o la la, auch als Liebeskupplerin ist Beatrice offensichtlich sehr gerne aktiv – immerhin soll ja vielleicht irgendwann „doch noch“ das von ihr moderierte RTL-Format „Schlager sucht Liebe“ ausgestrahlt werden.

Udo-Jürgens-Fans müssen jetzt ganz stark sein: Gegen Ende des Konzerts betritt Beatrice die Bühne im Bademantel – zum Glück nicht in einem weißen, sondern in einem rosafarbenen mit Herzchen. Und im Gegensatz zu Udo trug sie dabei keine Lackschuhe, sondern Pantoffeln – dann wollen wir mal nicht so sein… –

Mit „Wohlfühlgarantie“ beweist Beatrice, dass sie sich immer mehr als erwachsene Künstlerin mit Entertainment-Potenzial versteht. Wir von den Schlagerprofis drücken die Daumen für einen tollen weiteren Verlauf der Tour.

Setlist (ohne Gewähr):

– Wohlfühlgarantie (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Wir leben laut (Album „Bis hierher und viel weiter“)
– Du gibst meinem Leben einen Sinn (Album „Wohlfühlgarantie)
– Keiner küsst mich (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Traumpilot (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Irgendwann (Album „Pure Lebensfreude“)
– Touché (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Ohne Worte (Album „Bis hierher und viel weiter – Gold Edition“)
– Herz an (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Bitte Bitte (Album „Kick im Augenblick“)
– Was geht ab (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Wahrheit oder Pflicht (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Crash, Boom, Bang (Album „Kick im Augenblick“)
– Ob Du’s glaubst oder nicht (Album „Bis hierher und viel weiter“)
– Sieben mal Herz, sieben mal Schmerz (Album „Kick im Augenblick“)
– Wohlfühlgarantie (Reprise) (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Ich denke nur noch an mich (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Wenn du denkst du denkst (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Weiß der Geier / Wahnsinn / Verlieben verloren
– Verrückt nach dir (Album „Pure Lebensfreude“)
– Ich steh zu Dir (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Sie (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Im besten Club dieser Stadt (Album „Wohlfühlgarantie“)
– Federleicht (Album „Kick im Augenblick – Fan Edition“)
– Kick im Augenblick (Album „Kick im Augenblick“)
– Mein Herz (Album „Glücksgefühle“)
– Auf die Plätze fertig ins Glück (Album „Bis hierher und viel weiter“)
– Verliebt, verlobt, verflixt noch mal („Album „Wohlfühlgarantie“)
– Mein Ein und Alles (Album „Wohlfühlgarantie“)

Überraschend ist der nach unseren Recherchen genau eine Song, den Beatrice aus ihrem Erfolgsalbum (Standard-Version) herausgelassen hat, nämlich „Ich liebe die Musik“, der inhaltlich doch eigentlich gut in ein konzertantes Programm passen würde…

Termine: Wohlfühlgarantie – Tournee 2018

28.10.2018 19:00:00, Regensburg – Donau-Arena

29.10.2018, Dresden – Kulturpalast

08.11.2018, Nürnberg – Meistersingerhalle

09.11.2018, Passau – Dreiländerhalle

10.11.2018, Augsburg – Schwabenhalle

11.11.2018, Stuttgart – Liederhalle (Hegel-Saal)

15.11.2018, Köln – E-Werk

16.11.2018, Wetzlar – Rittal Arena

17.11.2018, Trier – Arena

22.11.2018, Hannover – Capitol

23.11.2018, Kiel – Sparkassen-Arena Kiel

24.11.2018, Berlin – Tempodrom

30.11.2018, Mannheim – Rosengarten

01.12.2018, Oberhausen – König-Pilsener-Arena

02.12.2018, Ulm – Congress Centrum

03.12.2018, München – Philharmonie im Gasteig

06.12.2018, Wien – Stadthalle F

07.12.2018, Basel – Musical Theater

08.12.2018, Sursee – Stadthalle

09.12.2018, Zürich – Halle 622

12.12.2018, Hamburg – Mehr! Theater am Großmarkt

13.12.2018, Frankfurt am Main – Jahrhunderthalle

14.12.2018, Würzburg – Congress Centrum

15.12.2018, Kempten – bigBOX Allgäu

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UDO LINDENBERG: Neuer Song von Schlagerautoren – stellt er „Wieder genauso“ beim #FreeESC vor? 1

Bild von Schlagerprofis.de

UDO LINDENBERG: Kurz vor dem 75. Geburtstag bemerkenswerter Song

Kurz vor seinem 75. Geburtstag veröffentlicht UDO LINDENBERG mit „Wieder genauso“ einen bemerkenswerten brandneuen Song, in dem er in den Dialog mit dem Tod tritt. Ähnlich wie Vornamenskollege UDO JÜRGENS kommt er zu dem Schluss, dass er es „wieder genauso“ machen würde (JÜRGENS: „Ich würd es wieder tun“). Ein echter Gänsehaut-Song, tiefsinnig und bärenstark. Aber: Hoch spannend sind die Songautoren.

1975 kämpfte UDO gegen den „schlechten deutschen Schlager“

In der BRAVO 33/1975 sorgte UDO LINDENBERG mit einem kleinen Foto für Aufregung. Abgebildet wurde seine Faust. Auf die Frage, was das zu bedeuten habe, antwortete der Panikrocker: „Faust: Kampf gegen den schlechten deutschen Schlager“. Das kam nicht bei allen gut an. Ein Fan (OTTO A. aus der Schweiz) schrieb z. B. in BRAVO 46/1975:

„Dieser Typ regt sich ja nur deshalb über den deutschen Schlager auf, weil er unfähig ist, das zu erleben, was in diesen Schlagern besungen wird, nämlich Herz und Gefühl“. In der BRAVO 51/1975 wurde mitgeteilt, dass der Brief die Gemüter erregt habe.

1976 schießt UDO LINDENBERG noch schärfer gegen den deutschen Schlager

Den Höhepunkt erreichte die Diskussion in BRAVO 24/1976. Damals vertrat er folgende Thesen:

  • Die deutschen Schlagersänger sind wie Prostituierte.
  • DIETER THOMAS HECK verkauft Scheiße.
  • Schlagermacher sind Berufslügner und Volksverdummer.
  • Die ZDF-Hitparade ist für Leute mit amputiertem Gehirn.

Immerhin stellte sich UDO LINDENBERG (übrigens anders als damals DIETER THOMAS HECK) und diskutierte mit Stars wie JULIANE WERDING, CHRIS ROBERTS, REX GILDO, PETER PETREL und BENNY über den aktuellen Zustand des deutschen Schlagers, an dem er kein gutes Haar ließ, wobei er schon damals Ausnahmen nannte – wie eben UDO JÜRGENS mit seinem „Ein ehrenwertes Haus“.

Songautoren des neuen Liedes mit Schlagererfahrung

Der neue Song von „LINDI“ wurde u. a. von JOE WALTER komponiert. Der ist Keyboarder der sehr bekannten Band JENNIFER ROSTOCK, die – Achtung – erstmals beim Bundesvision Song Contest überregional bekannt wurde. Das passt zum Thema UDO LINDENBERG. JOE WALTER ist aber auch sehr erfolgreich als Autor von Schlagern und arbeitete mit folgenden Schlagerstars u. a. zusammen:

  • BEATRICE EGLI („Wo sind all die Romeos?“)
  • HELENE FISCHER („See You Again“)
  • HOWARD CARPENDALE („Hier“)
  • MICHELLE („Wenn ich was gelernt hab“)
  • VANESSA MAI („Beste Version“)

Der zweite Autor ist PHILIPP KLEMZ – ebenfalls kein Unbekannter der Schlagerszene, so arbeitete er zusammen mit

  • BEN ZUCKER („Na und?!“)
  • MARIE REIM („Rosarote Brille“, neue Single von MARIE)
  • MICHELLE („Alle träumen“)
  • ROSS ANTONY(„Goodbye Papa“)

Diese beiden Schlager-Schaffer haben den neuesten Song des Panikrockers UDO LINDENBERG geschrieben – ein Ritterschlag nicht nur für die beiden Autoren, sondern auch ein Kompliment für das Image des deutschen Schlagers, finden zumindest wir. Vor 40 Jahren hätte UDO LINDENBERG wohl kaum mit Songautoren des Schlagersegments zusammengearbeitet.

Der heiße Tipp: Ist UDO beim #FREE ESC dabei?

Spannend ist, dass JOE WALTER auch den aktuellen Song der PRINZEN („Dürfen darf man alles„) mit geschrieben hat. DIE PRINZEN sind lt. der BILD-Zeitung auch beim #FREEESC von STEFAN RAAB mit dabei. Warum sollte da nicht auch UDO LINDENBERG sich bei der imposanten TV-Show die Ehre geben? Wir halten das für möglich. Mit JOE WALTER und den PRINZEN, mit denen UDO einst den Song „Körper“ zusammen sang, sind ja bekannte Gesichter am Start.

Produktinformatoin der Plattenfirma

Udo Lindenberg, eine Ikone und absolute Größe der deutschen Musiklandschaft: Jedes Album seit 2008 erreichte Platz 1 der deutschen Charts. MTV Unplugged 1 verkaufte bis heute über 1 Mio. Tonträger
unzählige Gold- und Platinauszeichnungen

Udopium umfasst 50 Jahre Musikgeschichte 1971-2021 plus 4 neue Songs
Die erste Singleauskopplung „Mittendrin“ erreichte bisher die Top 60 der deutschen Airplaycharts
„Wieder genauso“ ist die zweite Singleauskopplung und eine komplette Neuschaffung
Wieder genauso ist eine sehr melancholische Ballade in der der Künstler in ein Gespräch mit dem Tod geht
Lyricvideo erscheint zum Release am 7.5. um Mitternacht

Quelle: Warner Music International

 

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KATJA KRASAVICE: Tiefer Fall von 1 auf 92 – „krankes“ Chartsystem? 0

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Singlecharts immer „merkwürdiger“

Als in den vorletzten Single-Charts KATJA KRASAVICE die Nummer 1 der Singlecharts holte, war klar, woran das lag: Sie hat erfolgreich auf ihren sozialen Kanälen die Werbetrommel für ihre Single geschlagen, die im Bundle mit dem T-Shirt erhältlich ist. So war es möglich, NATHAN EVANS‘ „Wellerman“ für eine Woche von der Spitze zu holen. Mit dem Unterschied, dass „Wellerman“ ein echter Hit ist, während „Best Friend“ offensichtlich nur darauf angelegt war, für eine Woche Nummer 1 zu werden.

In dieser Woche ist „Wellerman“ wieder auf Platz 1, „Best Friend“ hingegen auf Platz 92

Song interessiert offensichtlich nicht

Ursprünglich war in Deutschland der Song von „SAWEETIE“ auf dem Markt und schaffte es auch in die Single-Trend-Charts. Erst mit dem „feat. KATJA KRASAVICE“ und deren Marketing mit dem T-Shirt, das in ihrem Shop zu haben war, wurde „Best Friend“ zum Hit. Aber eben nach unserer Meinung nicht wegen des Songs, der sonst mehr als eine Woche erfolgreich gewesen wäre, sondern wegen des T-Shirts – auch wenn nach unserer Kenntnis nur 4 EUR umsatzrelevant sind – es hat trotzdem gereicht.

Ähnlich hat es KATJA KRASAVICE ja schon einmal mit einer Sexpuppe gemacht – das dazugehörige Album knacke ebenfalls die Spitze der Charts, in dem Fall der deutschen Albumcharts (Schlagerprofis.de berichtete). 

Gibt es einen „Fehler im System“?

Man muss nun sagen – wie will man heutzutage noch faire Charts erstellen? Früher reichte es aus, die Stückzahl der verkauften Einheiten (Singles, Maxi-CDs etc.) zu zählen – heutzutage ist insbesondere das Streaming von Bedeutung. Und das liefert ja große Manipulationsmöglichkeiten.

Welcher über 30-jähriger kann heute die Top-10 der Single-Charts mitsingen oder kennt die Songs? Früher waren die Top-10 oftmals einer großen Bevölkerungsschicht präsent, was heute zumindest nach unserer Wahrnehmung nicht mehr wirklich der Fall ist. Vielleicht ist es aber auch ein Generationenproblem, dass man aus dem Alter heraus ist, schon mal was von „Liege wieder flach“, „Friday“ oder „Blessed“ gehört zu haben.

Vielleicht auch eine Idee für den Schlager?

Da es ist wie es ist, wundert man sich, warum nicht GIOVANNI ZARRELLA die italienische Version von „Wie schön du bist“ nicht mit Pizzateller verkauft oder VANESSA MAI ihren „Mai Tai“-Song mit Cocktailglas. Dann könnte man für eine Woche vielleicht Platz 2 hinter dem T-Shirt holen. Was das alles noch mit Beliebtheit von Musik und Songs zu tun hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Immer entscheidender scheint hier nicht der „Peak“ zu sein, sondern der Chartrun, also wie lange ein Song sich in den Charts hält…

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