MATTHIAS REIM: Sein langjĂ€hriger Schlagzeuger „ELUTE“ RAINER KIND im Interview Kommentare deaktiviert fĂŒr MATTHIAS REIM: Sein langjĂ€hriger Schlagzeuger „ELUTE“ RAINER KIND im Interview

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MATTHIAS REIM: Nanu, große Teile der Band wurden ausgetauscht?

Eingefleischte Fans von MATTHIAS REIM staunten bei seinem ersten „Nach-Corona“-Konzert nicht schlecht, als sie bemerkten, dass große Teile der Band nicht mehr dabei sind. Der letzte musikalische Direktor, ALEX OLIVARI, ist nicht mehr dabei – dafĂŒr scheint es gute GrĂŒnde zu geben. Bei anderen Musikern ist es weniger nachvollziehbar, warum sie nicht mehr mit dabei sind. Wir haben an verschiedenen Stellen nachgefragt – immerhin einer hat geantwortet: RAINER KIND.

Lieber Rainer, mittlerweile ist dein KĂŒnstlername „Elute“ vielen Musikfans ein Begriff. Mit ein Grund ist deine langjĂ€hrige Zusammenarbeit mit Matthias Reim. Stimmen die GerĂŒchte dass Du die Band nach fast zwei Jahrzehnten verlassen hast?

Wie sich jetzt zeigt, sind es ja keine GerĂŒchte mehr, sondern Tatsachen ;-). Ja, ich habe schon letztes Jahr im September bei REIM gekĂŒndigt. Es gab im FrĂŒhjahr 2020 die Order einer musikalischen Erneuerung, die dann auch aufgrund der langen Coronapause (die zur Denkpause wurde) irgendwie aus dem Ruder gelaufen ist.

Ich verschließe mich ja nicht grundsĂ€tzlich vor Erneuerungen, aber immer mehr unvorhersehbare unfreiwillige Musikerwechsel haben dann das Ende des alten Spirits eingelĂ€utet und ich musste einsehen, dass ich da nicht mehr der richtige Mann bin, mit all meiner Leidenschaft und Energie
 weder als Drummer noch als Musical Director.

NatĂŒrlich find ich es schade und es gibt auch die ein oder andere EnttĂ€uschung ĂŒber das Warum
 klar, nach 20 Jahren und unzĂ€hligen euphorischen Konzerten, aber sowas kommt vor in dem Business. Ich bin aber nicht im Groll raus, sondern habe allen viel GlĂŒck gewĂŒnscht.

Ist die TĂŒr deinerseits fĂŒr ein Comeback offen?

Das liegt nicht in meinem Ermessen. Zwei SprĂŒche fallen mir dazu ein, aber ich denke sie hier nur laut
;-) Ich sag mal so: „Sag niemals nie“ und „Never change a winning team“
 sind aber nur so Gedanken

.. 🙂

Aber man kennt dich ja nicht nur von Matthias Reim. Guildo Horn, Michael Holm, Torben Klein und ganz aktuell Mickie Krause vertrauen auf dein Talent. Stehst du auf die Musik all dieser KĂŒnstler oder machst du dir deren Songs zu eigen?

Meistens war es so, dass ich zufĂ€llig und unvorhergesehen in ein Projekt hereingerutscht bin und musste mich erstmal in die Materie reinhören. Ich habe mir die Songs aber immer zu eigen gemacht und sie so gespielt „dass die HĂŒtte brennt“ und dadurch eine emotionale Dramatik entsteht. Das fand ich besonders bei Reim wichtig, seine emotionalen Texte entsprechend zu unterstĂŒtzen.

Das ist meine Art zu trommeln: Blut, Schweiß und TrĂ€nen. Das habe ich mir schon von Klein auf bei großen amerikanischen und englischen Drummern abgeguckt und verinnerlicht. NatĂŒrlich gibt es Projekte, bei denen das zuviel ist, da wĂŒrde ich das auch so nicht machen. Aber die oben genannten KĂŒnstler fanden das immer geil so. Ich finde, wenn der Begriff „Rock’nRoll“ fĂ€llt, dann muss auch Rock’nRoll drin sein und dann geht’s nicht gerade zimperlich zur Sache.

Den Einwurf „das ist doch Schlager“ habe ich fĂŒr mich nie gelten lassen. Ab wann ist etwas Schlager und ab wann nicht mehr?! Schlager darf auch gerockt werden, oder wo steht geschrieben, dass das nicht so sein darf?! 

Wie hat sich denn der Schlager in deiner bisherigen aktiven Zeit verÀndert?

Er ist durch Leute wie Reim und Petry rockiger geworden. Eigentlich war Maffay ja der Vorreiter und hat sich da durchgekÀmpft.
Bei Guildo Horn haben die 70er Schlager auch ordentlich gerockt, weil es einfach gepasst hat. Aber es muss nicht alles rocken und das ist auch gut so. Immer da, wo es passt, – ok. Andrea Berg zum Beispiel ist live rockiger geworden durch ihre tolle Band. Semino Rossi oder Fantasy mĂŒssen nicht rocken, weil das dann aufgesetzt wĂ€re.
Reim war fĂŒr mich nie ein reiner SchlagersĂ€nger, nur weil er in der CD-Abteilung unter ‚Schlager‘ stand. Seine Songs hatten ja schon immer Rock-Gitarren und Drums. Die Grenzen zum Rock-Pop sind da mittlerweile fließend. Allerdings gibt es gerade in den oberen Entscheidungsgremien im Musik-Biz noch oft diese alten Denkmuster des Einsortierens bzw. gibt es noch getrennte Abteilungen. Die Trennung sah man noch deutlich bei der ECHO-Verleihung 😉 
Und wie sieht es in der aktuellen Konzertlandschaft aus?
Es gibt ja immer mehr Schlageracts, die live mit Band spielen. Allerdings gibt es ja auch die großen Playback-Shows mit mehreren KĂŒnstlern an einem Tag. Warum macht das keiner wie bei Rock-am-Ring mit verschiedenen KĂŒnstlern live mit Band?! Schneller Umbau ist da ja auch möglich. Wir haben sowas mit Reim schon im kleinen Rahmen gespielt, aber so ein Mega-2-Tage-Festival wĂŒrde mit Sicherheit richtig Publikum ziehen. 
Konzerte werden aber hĂ€ufiger zu „WohlfĂŒhl-Events“ (unabhĂ€ngig von Corona-Regeln): also gemĂŒtlich im Sitzen mit was zu knabbern und besser nicht zu laut. Wie im Kino. Dass damit immer mehr Emotionen ausgebremst werden, wird leider einkalkuliert. Ich mag es lieber, wenn die Fans vorne an der BĂŒhnenkante stehen und es ein ‚Geben und Nehmen‘ gibt: ich gebe Gas und sehe wie die Fans reagieren.
Und gebe dann noch mehr Gas :-)) Michael Holm hat mal spöttisch gesagt: „Die Musik darf die Hausfrau nicht beim BĂŒgeln stören“ 
 und dann hat er angefĂŒgt: „Das Bessere ist der Feind des Guten
 und es muss geil sein!“ Das ist auch mein Credo. Professionelle Perfektion ist schön und gut, aber manchmal langweilig und da muss man auch mal eine Schippe drauflegen.
Wenn man ins Fußballstadion geht, will man auch lieber attraktiven Angriffsfussball als Standfußball sehen. Bei Bruce Springsteen gibt es seit 50 Jahren den gleichen BĂŒhnenaufbau und kein Drumherum-Brimborium, weil es nur um die Songs geht. Und das reicht dem Publikum voll und ganz. Okay, er ist ein Mega-KĂŒnstler mit Mega-Songs.
Gute Songs brauchen keine TĂ€nzer
 hat man diese Songs nicht, braucht es halt etwas Ablenkung drumrum 🙂 Ich glaube, jetzt muss ich einige Euros ins Phrasenschwein werfen
. :-)))

Du bist ja nicht nur Berufsmusiker, du bist auch Dozent. Ist das dein Ausgleich zu der lauten BĂŒhne?

Auch als Dozent ist man Berufsmusiker;-)  Ich hatte immer dieses Fifty-Fifty-Ding laufen: 50% BĂŒhne und 50% Unterrichten. Auch rein aus finanziellen GrĂŒnden, da ich nie komplett vom Live-GeschĂ€ft mit allen UnwĂ€gbarkeiten abhĂ€ngig sein wollte, was sich in der Coronazeit als goldene Entscheidung erwiesen hat. Außerdem wollte ich mich auch nie in 5 verschiedenen Projekten aufreiben, um zu ĂŒberleben, sondern mich auf ein Projekt voll konzentrieren können.

Deshalb hatte REIM 20 Jahre lang fĂŒr mich absolute PrioritĂ€t. Wenn ich mal selten gefehlt habe, hatte das private familliĂ€re GrĂŒnde oder einen unausweichlichen Termin in meinem Dozentenjob am Konservatorium Luxemburg. Klar, derjenige, der dir ein Monatsgehalt fĂŒr eine Festanstellung zahlt, steht in der PrioritĂ€tenliste nunmal ganz oben.

Ja, und in diesem Job als Jazzdrum-Dozent (seit 30 Jahren) kann ich zum Ausgleich auch ganz leise spielen ;-). Das habe ich sogar studiert, mit Hochschuldiplom.

Ich fand dieses Switchen zwischen unterschiedlichen Musikstilen auch immer spannend und herausfordernd. Da gibt es fĂŒr mich auch keine BerĂŒhrungsĂ€ngste. Ich habe in der Jazz-Sparte auch einige Konzerte mit JazzgrĂ¶ĂŸen wie Paquito D’Rivera, Victoria Tolstoi, Nils Landgren, George Duke oder auch Ute Lemper gespielt (falls jemand die Namen googeln möchte ;-).

Die Anforderung und Fallhöhe fĂŒr solche, teils einmaligen Konzerte ist allerdings weitaus höher. Bei einem Konzert mit vielleicht 2 Proben hat man quasi „ein Schuss, ein Treffer“ und der muss sitzen. Hat auch immer gesessen! 😉

Wie hast du die letzten 1 1/2 Jahre Corona â€žĂŒberstanden“ und wann glaubst du, wieder live auf der BĂŒhne zu stehen?
,
Das habe ich ja quasi in der vorherigen Frage beantwortet. Ansonsten harre ich der Dinge, die da kommen und mache mir keinen Stress. Ich war jetzt an die 28 Jahre auf Dauertournee, erst mit Horn dann mit Reim, habe mich da reichlich ausgetobt und empfand die Pause erstmal als wohltuend. So langsam könnte es natĂŒrlich wieder losgehen, aber leider sind die aktuellen August/September-Termine mit Torben Klein und Mickie Krause auch wieder abgesagt oder verschoben.

Ich hoffe mal, dass der 11.11. in Köln stattfindet und wir mit Torben Klein da am Start sein werden.

Aktuell gibt es große Diskussion um die Art und Weise wie Konzerte wĂ€hrend der Pandemie stattfinden können. Helge Schneider bricht ab, Nena ruft zu allen Freiheiten auf und Howard Carpendale erinnert daran, dass die Shows ja auch fĂŒr all diejenigen sind, die in den letzten Monaten arbeitslos waren. Techniker, BĂŒhnencrew, Musiker usw. Wie ist deine Meinung zu dem Thema?

Damit das große Business ĂŒberleben kann, braucht es volle Hallen. Tourneen sind nicht durchfĂŒhrbar, wenn in jedem Bundesland eine andere Regel gilt, d.h. dass Du z. B. in NRW die Hallen fĂŒllen kannst und in Hessen nicht (nur mal beispielsweise angenommen). Das wĂ€r so, als wĂŒrde KĂŒnstler XY in normalen Zeiten hier eine Halle fĂŒllen und da kommt keine Sau.

Also sagt der Veranstalter: wirtschaftlich unrentabel, also besser sein lassen. Die Kosten fĂŒr die Produktion sind ja in jeder Stadt dieselben bei unterschiedlicher Hallenauslastung. Geschieht dies, weil KĂŒnstler XY nunmal nicht ĂŒberall Leute zieht, ist das als Berufsrisiko einzukalkulieren. Jetzt in der Pandemie mit völlig unberechenbaren VerlĂ€ufen und Regeln ist das finanzieller Harakiri.

Also braucht es langsam mal eine klare Linie. Wenn das auf 2G hinauslĂ€uft, habe ich kein Problem damit, denn wir haben jetzt alle lange genug gewartet und können keine RĂŒcksicht mehr auf die nehmen, die fĂŒr sich 2G ausschließen wollen. Die mĂŒssen leider vorerst auf ihren Spaß verzichten. wĂ€hrend die Branche nicht auf’s Überleben verzichten kann
 sonst gibt es halt irgendwann garnix mehr und das wollen wir alle nicht.

Im Großen und Ganzen glaube ich erst an eine Normalisierung in vielleicht zwei Jahren
 was immer man dann auch als normal betrachten wird. Es gibt allerdings auch kleinere Projekte, die sowieso immer schon mit geringen Zuschauerzahlen gelebt haben. FĂŒr die wird es frĂŒher mit einer normaleren Situation weitergehen können, weil der finanzielle Grundbedarf an Personal und Material einfach nicht so groß ist.

Zu guter Letzt kommen wir nochmal zu Matthias Reim, bzw. deren Fans die dich jahrelang supportet haben. Gibt es ein paar Worte, die du an die vielen tollen Menschen richten möchtest? 

Da haben sich ĂŒber zwei Jahrzehnte richtige Bekanntschaften bis hin zu Freundschaften entwickelt, da wir als Band auch immer nah an den Fans waren. Wir haben jahrelang, besonders im Osten, jede grĂŒne Wiese bespielt und haben nach den Konzerten noch mit Fans zusammen gesessen, gequatscht und getrunken. Das war schon alles sehr familiĂ€r.

FĂŒr mich war das auch weit mehr als nur ein Musikerjob, mit Matze durch die Gegend zu tingeln und die Leute mit echten und euphorischen Konzerten zu begeistern. Und das alles völlig allĂŒrenfrei. Ich danke den Fans fĂŒr die ungebremste und echte Begeisterung, die uns getragen hat und die unbezahlbar ist. Wir sehn uns wieder
 verdammt…

Lieber Rainer. Vielen Dank fĂŒr die offenen Worte und bis bald auf der Live BĂŒhnen dieses Landes.

Foto: CLAUDIA SACHER (Facebookseite RAINER KIND)

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UDO LINDENBERG: Wahnsinn! Mit 76 Jahren gemeinsam mit APACHE 207 erstmals auf Platz 1 der Single-Charts 1

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UDO LINDENBERG: Mit APACHE 207 Spitzenreiter der Charts

WĂ€hrend der „andere“ Udo ĂŒberzeugt war: „Mit 66 Jahren, da fĂ€ngt das Leben an“, setzt UDO LINDENBERG noch mal einen drauf. Gemeinsam mit dem Rapper APACHE 207 ist ihm das gelungen, was er zuvor in seiner gesamten jahrzehntelangen Karriere nicht gelungen ist: Er hat es auf Platz 1 der deutschen Singlecharts geschafft. Weder „Sonderzug nach Pankow“ (ĂŒbrigens vor fast genau 40 Jahren erschienen) noch „Horizont“ oder „Ich lieb dich ĂŒberhaupt nicht mehr“, „Mein Ding“, „Cello“, „Alles klar auf der Andrea Doria“ – all diese Klassiker waren NICHT an der Spitze der deutschen Single-Charts.

Mit „Komet“ darf sich der Deutschrocker insofern tatsĂ€chlich ĂŒber seine allererste Nummer 1 in den deutschen Singlecharts freuen – und das mit 76 Jahren – Wahnsinn! Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Triumph!

Pressetext

Udo Lindenberg & Apache 207 „KOMET“

Musik-Ikone UDO LINDENBERG und Deutschrap-Star APACHE 207 mit gemeinsamem Song.

Die ARD-Tageschau vermeldete jĂŒngst, dass sich ein Komet – „der grĂŒne Komet“ – in dieser Woche der Erde nĂ€hert und dass dieser zuletzt vor 50.000 Jahren hier schon einmal vorbeischaute. Ein Zeichen des Himmels? Denn in der Nacht vom kommenden Donnerstag, 19. Januar, wird um 22 Uhr einer der aufsehenerregendsten Songs in diesem noch jungen Jahr veröffentlicht. Sein Titel: „Komet“.

MĂŒnchen, am 19. Januar. Vielleicht könnte der Gegensatz grĂ¶ĂŸer nicht sein: Da ist auf der einen Seite die deutsche Musikikone, das Multimedia-Genie UDO LINDENBERG, der seit ĂŒber 50 Jahren auf eine unvergleichliche Karriere blicken kann aber nicht mĂŒde ist – und nicht mĂŒde wird –
stets fĂŒr Neues, Unerhörtes, Abenteuerliches offen zu bleiben – und in seinen Kunstformen permanent TĂŒren in die Zukunft aufstĂ¶ĂŸt. Auf der anderen Seite steht ein imposanter, großgewachsener junger Mann von 25 Jahren, APACHE 207, der mit seinen Songs in kurzer Zeit Musikgeschichte geschrieben hat.

Sein Hit „Roller“ stand zwei Jahre lang in den deutschen Charts, sein DebĂŒtalbum „Treppenhaus“ wurde Gold ausgezeichnet und ist direkt auf #1 der offiziellen Charts eingestiegen. Die AnkĂŒndigung einer neuen Tournee genĂŒgt inzwischen, um die grĂ¶ĂŸten Arenen innerhalb von Minuten auszuverkaufen.

„Es ist“, sagt UDO LINDENBERG ĂŒber seine musikalische Arbeit mit APACHE 207, „die gegenseitige Hochachtung vor der Kunstform des jeweils anderen, die uns zusammengefĂŒhrt hat.“ Nach einem Konzertbesuch bei APACHE 207 konstatiert Udo: „Apache fiel mir gleich auf, weil er sich doch sehr vom Normalo-Gangsta-Rap unterscheidet. Cooler schlauer Junge, sehr geflashte Texte, Trademark-Stimme – und singt auch noch meeega-geschmeidig. Ein Komet, der zweimal einschlĂ€gt, Yeahh!“

FĂŒr APACHE 207 ein Ritterschlag: „Udo Lindenberg ist zweifelsohne eine Legende der deutschen Musik und ein großes Vorbild fĂŒr mich, vor allem, was seine unfassbare Karriere betrifft. Ich durfte ihn auf seiner großen Tour im letzten Jahr in Mannheim besuchen und er mich auf meiner. Danach haben wir die Köpfe zusammengesteckt und ‚Komet‘ ist entstanden.“

Die Kollaboration zwischen UDO LINDENBERG und seinem kongenialen Partner APACHE 207 erscheint nun am 19. Januar 2023 um 22.00 Uhr – „Komet“. Damit setzen UDO LINDENBERG und APACHE 207 auch ein Statement der Verbindungen zweier Generationen und zweier Musikrichtungen. UDO LINDENBERG:

„Unser Komet ist ein Song ĂŒber die UnvergĂ€nglichkeit, ĂŒber den Fußabdruck, den wir hinterlassen.“ Ein Einstieg in Moll, einfĂŒhlsam, im typischen Udo-Song-Stil: Ich hör die Möwen singen am Hafen. Das letzte Lied zum Rausschmiss. Dann das Intro von APACHE 207, der Beat hĂ€lt den Atem an:
Und wenn ich geh, dann so wie ich gekommen bin – wie ein Komet, der zweimal einschlĂ€gt. Vielleicht tut es weh.“

UDO LINDENBERG: „Wir haben schnell festgestellt – die Stimmen passen tausend pro. Und dann kam uns der Song nur so zugeflogen.“ EinprĂ€gsamer Gitarrensound, der hin und wieder ein Solo erahnen lĂ€sst, bildet den Mantel um das Dance Feeling, das das gesamte Duett trĂ€gt. Bis zum Finale, welches lautet: „Lass uns nochmal aufdrehen, lass uns nochmal aufdrehen.“

Übrigens – wĂ€hrend der musikalische „Komet“ am 19. Januar das Licht der Welt erblickt, wandert der himmlische Komet mit dem astronomischen Namen C/2022 E3 (ZTF) gerade in einer Entfernung von 42 Millionen Kilometern von der Erde um das Sternbild des Kleinen Wagen. Ende Januar soll er sogar mit bloßem Auge erkennbar sein.

Zum Song haben UDO LINDENBERG und APACHE 207 ein Video produziert, das ebenfalls im Januar veröffentlicht wird.

Pressetext in Stichworten

Udo Lindenberg meldet sich nach fast eineinhalb Jahren mit neuer Single „Komet“, einer Kollaboration mit Apache 207, zurĂŒck.

‱ Die Single vereint die zwei grĂ¶ĂŸten KĂŒnstler unterschiedlicher Generationen und ist ein perfekter Mix aus Pop, Rock und Hiphop.

‱ Apache 207 ist ein deutscher Rapper und SĂ€nger mit tĂŒrkischen Wurzeln.

‱ Mit zahlreichen #1-Hits („Roller“ (2019, Diamantstatus), „Angst“ (2020) oder „Kapitel II Vodka“ (2021) u.v.m.) zĂ€hlt er zu den erfolgreichsten deutschen Rappern der vergangenen Jahre.

‱ Mit seinem DebĂŒtalbum „Treppenhaus“ erreichte er die Spitze der Charts in DE, AT und CH.

‱ Zuletzt wurde von Udo Lindenberg 2021 „Udopium“ veröffentlicht, eine umfangreiche Werkschau zur Feier seines 75. Geburtstags inkl. vier neuer Songs. Das Album erreichte #2 der deutschen Charts.

Quelle Pressetext: Warner Music International

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REINHARD MEY: Nun ist’s offiziell: „Live in Wien“ erscheint am 5. Mai – auch als Vinyl 0

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REINHARD MEY: Live-Album erscheint wie erwartet im Mai

Wir haben schon vor knapp zwei Wochen HIER darĂŒber berichtet – und nun kommt es genau so wie erwartet: Am 5. Mai erscheint das neue Live-Album von REINHARD MEY. Inzwischen ist der Pressetext da, der das Konzept von REINHARD, das so völlig anders ist als das von vielen anderen Musikstars und auch heute noch nur auf die Musik setzt und nicht auf wilde Show- und Playbackeinlagen. Nun steht auch die Tracklist fest – Vorfreude ist die schönste Freude und so freuen wir uns auf „REINHARD MEY in Wien – the Songmaker“.

Ganz besonders werden sich die Vinyl-Fans freuen: Das Album wird auch als 3-LP-Set erscheinen.

Informationstext der Plattenfirma

Eine leere BĂŒhne vor einem schwarzen Vorhang, keine VideowĂ€nde, kein Teleprompter, nur ein Mikrofon, eine Konzertgitarre im Lichtkegel. Verhaltenes Stimmengewirr in der Arena, das bei dem Ritual verstummt, das vielen vertraut ist, „um die IntimitĂ€t des Konzerts zu bewahren“, bittet die Stimme seiner Tochter Victoria vom Band, „
 nicht zu filmen und zu fotografieren“. Applaus, die Menschen werden die Bitte respektieren, alle wissen, dass sie zu ihrem Foto kommen, wenn es eine Zugabe gibt. Das Saallicht erlischt, die Scheinwerfer gehen an, der SĂ€nger ganz in schwarz betritt die BĂŒhne, verneigt sich, nimmt die Gitarre und singt „Ich wollte wie Orpheus singen“, sein erstes Lied, sechzig Jahre ist es alt und klingt, als wĂ€re es gestern entstanden.

Die schwarzen Haare sind ergraut, doch die Stimme klingt wie einst, und das alte Feuer, die alte Spielfreude beseelen ihn noch immer. Das GlĂŒck und die Dankbarkeit, nach fĂŒnf Jahren endlich wieder auf der BĂŒhne zu stehen und fĂŒr leibhaftige Menschen zu singen, schwingen mit in jedem Lied, das folgen wird. Es sind Lieder aus seinem unerschöpflichen Repertoire, frĂŒhe Kostbarkeiten wie „Die erste Stunde“, „Dieter Malinek, Ulla und ich“ oder „Ich liebe Dich“, aneinandergereiht in einer wohl durchdachten Choreografie, die zusammen mit den neuen Liedern aus dem „Haus an der Ampel“ eine Lebensgeschichte erzĂ€hlt. Eine Geschichte von Freude und Kummer, von Schmerz und Zuversicht, das hohe Lied von Freundschaft und Hoffnung und Liebe.

Bewegend die Stille im Saal wĂ€hrend der Lieder, ĂŒberwĂ€ltigend die Emotionen, die sich im Applaus befreien. FĂŒr den Gast im obersten Rang der Arena ist der SĂ€nger nur groß wie ein Stecknadelkopf, aber er vermisst nichts, keine Lightshow, keine Nebel auf der BĂŒhne, keine spĂ€rlich bekleideten TĂ€nzerinnen, keine Flammenwerfer. Da ist ein einsamer Mann, der zurĂŒcktritt, seine Lieder in den Vordergrund stellt, ein Puppenspieler hinter dem Vorhang, der die Marionetten die Geschichte erzĂ€hlen lĂ€sst. Den SĂ€nger braucht man nur zu hören, die makellose Tontechnik trĂ€gt jedes seiner Worte, jeden Klang an den fernsten Platz.

Reinhard Mey singt ohne trennendes In-Ear-Monitoring, er will jedes Lachen, jedes Seufzen, jedes RĂ€uspern, jede kleinste Regung des Publikums spĂŒren, sein Auftritt ist kein Abspulen eines Programms, es ist ein ZwiegesprĂ€ch mit dem Publikum. Er singt seine Lieder, aber das Lebendige entsteht erst aus der Anteilnahme des Publikums. Einen Abend lang erfĂŒllt dieser Dialog, dieser Einklang den Saal bis zum letzten Lied. Saallicht an, drei Zugaben, die die Menschen lange kennen, auf die sie gewartet haben, und in die sie wie selbstverstĂ€ndlich einstimmen, ein leiser Gesang geborgen in einer vertrauten Freundesrunde. Man kennt sich, ist so verschieden und doch gleich gestimmt, hat sich lange nicht gesehen und findet sich an diesem Abend in diesen Liedern wieder.

Alle 16 Konzerte der Arena-Tour sind aufgenommen, alle waren einzig und unvergesslich, nicht leicht, eines auszuwĂ€hlen. Reinhard Mey hat sich fĂŒr das letzte Konzert entschieden, den letzten Abend im Wiener Konzerthaus, in dem vor ĂŒber 50 Jahren alles fĂŒr ihn begann.

Das Live-Doppelalbum enthĂ€lt alle 22 Lieder dieses Konzerts und als Bonus—Track „the song maker“, ein Lied das ihm sein Schwiegersohn, der kanadische Singer-Songwriter Matthew Pearn, zum Tourneeabschied geschenkt hat.

Tracklist

CD1

  1. Ich wollte wie Orpheus singen
  2. Spielmann
  3. Das Haus an der Ampel
  4. In Wien
  5. Alter Freund
  6. GlĂŒck ist, wenn Du Freunde hast
  7. Die erste Stunde
  8. Dann mach’s gut
  9. Wir haben jedem Kind ein Haus gegeben
  10. HĂ€ng Dein Herz nicht an einen Hund

CD 2

  1. Ich liebe es, unter Menschen zu sein
  2. Dieter Malinek, Ulla und ich
  3. Weißt Du noch, Etienne?
  4. Der Vater und das Kind
  5. Ich liebe dich
  6. MĂ€nner im Baumarkt
  7. Zimmer mit Aussicht
  8. Gerhard und Frank
  9. Was will ich mehr
  10. Über den Wolken
  11. Viertel vor sieben
  12. Gute Nacht, Freunde
  13. The song maker

Quelle Pressetext: Universal Music

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