DRAFI DEUTSCHER: Sein Gedenkalbum „Happy Birthday DRAFI“ ist ein Leckerbissen für seine Fans 2

Drafi Deutscher "Happy Birtday, Drafi!"

DRAFI DEUTSCHER: Auch 15 Jahre nach seinem Tod unvergessen

Zugegeben – wir sind etwas spät dran, aber manchmal will gut Ding Weile haben. Und so widmen wir uns nun einem bemerkenswerten Sampler zu Ehren von DRAFI DEUTSCHER: „Happy Birthday, Drafi!“ heißt er und ist anlässlich des 75. Geburtstags des großen Musikers erschienen. Der Sampler enthält das ganze Spektrum der Schaffenskraft von DRAFI DEUTSCHER – von Balladen bis hin zu rockigen Sounds ist alles vertreten.

Zugegeben – die ganz jungen „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und „Shake Hands“-Hits finden sich nicht auf der Compilation. Wir finden: Nicht schlimm, die dürfte wohl ohnehin jeder Schlagerfan im Bestand haben. Dennoch muss man DA Music ein großes Kompliment aussprechen, diverse Songs anderer Plattenfirmen verkoppeln zu dürfen, so dass eine wirklich schöne und beeindruckende Werkschau der Songs von DRAFI entstanden ist.

Zu den Liedern im Einzelnen…

Zwanzig Jahre, nachdem DRAFI DEUTSCHER erstmals die Albumcharts eroberte, gelang ihm das mit „Gemischte Gefühle“ erneut – und wie. Keines seiner Alben hielt sich auch nur ansatzweise so lange in den deutschen Bestenlisten wie eben „Gemischte Gefühle“, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass DRAFI damals mit dem Duo „MIXED EMOTIONS“ sehr erfolgreich war.

Im Dezember 1986 war die Single „Uns’re Herzen frieren“ aus dem Album sehr erfolgreich. Co-Autor und Co-Produzent des Songs war der Keyboarder von NOVALIS, LUTZ RAHN, der zusammen mit Drafi und Chris Evans-Ironside für den damaligen Sound mit verantwortlich zeichnete. Der nachdenkliche Titel soll unter dem Einfluss der Tschernobyl-Katastrophe entstanden sein.

Der Song „Solang‘ aus Liebe“ erschien erstmals vor 30 Jahren auf dem Album „Wie Ebbe und Flut“. Den Titel stellte DRAFI DEUTSCHER im Frühjahr 1992 in der ZDF-Hitparade vor. Viele Jahre später hat INGRID PETERS diesen Song anlässlich des Gedenkalbums ‚The Last Mile‚ noch einmal als Tribut gecovert.

Einen großen Erfolg landete DRAFI DEUTSCHER 1984 mit „Tief unter meiner Haut“. Erstmals nach fast vierzehn Jahren trat er mit diesem von „KNIBBEL“ HORN-BERNGES getexteten Song mal wieder in der ZDF-Hitparade auf und konnte sich gleich mit dem Titel wieder in der Show platzieren.

Im Winter 1983 lieferte sich DRAFI mit sich selbst ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“. Und das kam so: Er komponierte den Hammer-Song „Guardian Angel“ und veröffentlichte ihn selbst, allerdings unter dem Pseudonym „MASQUERADE“. Die deutsche Version „Jenseits von Eden“ sang NINO DE ANGELO. Das Original („Guardian Angel“) blieb dann hinter NINOs Schlager-Version zurück und schaffte es „nur“ auf Platz 2.

Da DRAFI den Song als KURT GEBEGERN höchstselbst komponiert hat, wird er es verschmerzt haben. Mit dem Produzenten „NICO LOGES“ alias STEFAN KÖRBER hat er den Song 1998 noch mal als Duett aufgenommen. Damals produzierten die beiden in Teilen das Album „Zukunft“. Ein bemerkenswerter Titel dieser Zusammenarbeit ist der Song „Doch ich bin da“.

Mitte der 1980er Jahre hatte DRAFI DEUTSCHER ein besonderes „Händchen“ für das Komponieren von Balladen. Auch „Doch das Weinen hab ich längst verlernt“ wurde von NINO DE ANGELO gecovert – es ist aber eine Komposition von DRAFI (den Text schrieb der damals übrigens sehr bekannte Dr. BERND MEINUNGER („Ein bisschen Frieden“).

Um die Jahrtausendwende veröffentlichte DRAFI den nachdenklichen Song „Der letzte Zug nach Eden“, was der Opener-Song seines Albums „Zukunft“ war und später auch als Single veröffentlicht wurde.

Die Nachfolgenummer von „Guardian Angel“, „Everyday Loser“, schaffte es 1984 immerhin noch mal in die Single-Charts – das Projekt „MASQUERADE“ blieb allerdings nur auf ein Album beschränkt und wird wohl in erster Linie mit dem Überhit „Guardian Angel“ verbunden bleiben.

In der Hochzeit der Neuen Deutschen Welle hatte die Band OMD einen Riesenhit mit „Maid Of Orleans“. Der gefiel DRAFI so gut, dass er die deutsche Version davon auf den Markt brachte – für die Ariola wurde der Song „Jeanne d’Arc“ produziert.

Mit der Bombast-Ballade „Lay Your Head On My Shoulder“ wurde noch einmal versucht, via Single an den „Guardian Angel“-Erfolg anzuknüpfen, aber Single Nummer 3 von MASQUERADE war dann wohl nicht mehr das, was das Publikum von DRAFI hören wollte, auch (oder gerade weil) der Song schon an „Guardian Angel“ erinnerte.

Nach den weniger bekannten Titeln wird es Zeit für einen absoluten DRAFI-Evergreen. Der Epochal-Song „Herz an Herz Gefühl“ war 17 Wochen in den Single-Charts und hielt sich damit länger als jeder andere selbst gesungene Song des Meisters unter seinem Namen. Nachdem DRAFI den Song vor 35 Jahren im Sommer ursprünglich als englischen Song „Sensuality“ veröffentlichte und damit auch schon erfolgreich war, setzte er mit der deutschen Version „Herz-an-Herz-Gefühl“ einen drauf – ein Evergreen.

Ein Spätwerk von DRAFI DEUTSCHER ist der 25 Jahre alte Titel „Wenn man liebt“, der auf DRAFIs Album „So viele Fragen…“ erschienen ist und von CHRISTIAN BRUHN und RED HERSCHMANN, dem Bruder von ERIK SILVESTER, produziert worden ist – auch der von DRAFI geschriebene und getextete Song wurde epochal arrangiert.

Zusammen mit DON ORIOLO (schrieb Songs für Gloria Gaynor, Meat Loaf, Donna Summer. Bon Jovi etc.) schrieb DRAFI DEUTSCHER den von ERICH LIESSMANN (sprich JEAN FRANKFURTER, der diesmal seinen echten Namen anführte,) getexteten Song „Angie“ – und ahnte damals nicht, dass das die Hymne einer Kanzlerin werden könnte: Der Song erschien vor 40 Jahren und ist eine echte Perle aus dem Album „Lost in New York City“.

Außer „Tief unter meiner Haut“ veröffentlichte DRAFI auf dem legendären „Krieg der Herzen“-Album auch noch den Song „Dich holt niemand mehr zurück“ – ein Lied, welches später auch NINO DE ANGELO für das Tribut-Album ‚The Last Mile‘ aufnahm. Den Song schrieb DRAFI mit BERND MEINUNGER.

Nur selten auf CD zu finden ist das ebenfalls epochale Lied „Gib nicht auf!“, das KRISTINA BACH mit DRAFI DEUTSCHER im Duett sang und ein echter Evergreen wurde. Diese Duettversion erschien erstmals auf KRISTINAs Album „Es kribbelt und es prickelt…“ und ist seither nur selten neu verkoppelt worden – ein weiteres Schmankerl von „Happy Birthday, DRAFI!“.

Der Song „Mit verbundenen Augen“ aus dem „So viele Fragen“-Album kommt in der Maxiversion daher.

Der letzte Titel von CD 1 ist noch mal ein echter Leckerbissen. 1979 verkündete die Plattenfirma CBS nämlich: „JACK GOLDBIRD ist DRAFI DEUTSCHER“. Hintergrund ist, dass DRAFI damals viele Hits unter dem besagten Pseudonym veröffentlicht hatte. Im Werbetext der CBS heißt es:

„Wer kennt ihn nicht? DRAFI DEUTSCHER! Sein „Marmor, Stein und Eisen bricht“ machte ihn über Nacht berühmt. Noch heute ist der Song ein Begriff. Mittlerweile ist aus dem Teenager-Star ein anerkannter Komponist geworden, der intensiv am Erfolg von Kollegen beteiligt ist. So schrieb er z. B. „Belfast“ für BONEY M., „Silver Bird“ für TINA RAINFORD, „Fly Away Pretty Flamingo“ für PEGGY MARCH, „Mama Leone“ für BINO.

… und eben auch „Can I Reach You“ für JACK GOLDBIRD – und damit für sich selbst. Denn JACK GOLDBIRD ist niemand anderer als DRAFI DEUTSCHER. Unter seinem richtigen Namen erscheint dieser Disco-Renner jetzt neu. Bye-Bye GOLDBIRD – Welcome DRAFI!“.

CD 2 startet mit einem weiteren typischen DRAFI-Epos der späten 1980er Jahre. „Über Grenzen geh’n“ hört sich fast so an, als hätte er die deutsche Einheit vorausgesehen, als diese Grenzen ja eingerissen wurden. Das gleichnamige Album schaffte es in die Top-40 der deutschen Verkaufscharts.

Ein echtes Schmankerl ist der nächste Song. DRAFIs Sohn RENÉ DEUTSCHER hat die Musikalität vom Vater geerbt und sich zum Ziel gemacht, das Lebenswerk seines Vaters zu erhalten – u. a., indem er die Lieder von DRAFI in einen zeitgemäßen Sound überträgt, ohne den Charakter der Stücke zu zerstören. Gelungen ist ihm dies besonders gut mit seiner Version von „Tief unter meiner Haut“ – sicherlich ein Gänsehaut-Song für alle DRAFI-Fans.

Auch in seinen „späten Jahren“ gelangen DRAFI DEUTSCHER Hits. So konnte sich sein epochaler von CHRISTIAN BRUHN komponierter Song „Amen“ gleich mehrfach in der ZDF-Hitparade platzieren.

Im Sommer 1988 gelang DRAFI DEUTSCHER die zweitbeste Chartsplatzierung seines Projekts „MIXED EMOTIONS“. Mit „Just For You“ ging es in die Top-12 der deutschen Singlecharts. Ein besonderes Schmankerl für die Fans ist, dass der Song in der Maxi-Version verkoppelt wurde.

Erneut in der Hochzeit der Neuen Deutschen Welle, 1983, brachte DRAFI bei Metronome seine letzte Single unter dem Pseudonym „No I Can“ heraus – heute eine beliebte Perle für die Fans des Sängers.

Für den Italiener BINO komponierte DRAFI DEUTSCHER dessen Hit des Lebens: „Mama Leone“ wurde 1978 ein Hit und ist bis heute ein lupenreiner Evergreen. Im Jahr 2003 arbeiteten BINO und DRAFI noch einmal zusammen. Ergebnis der Kooperation war ein Song, der unter dem Namen „La Dolce Vita feat. BINO & DRAFI“ veröffentlicht wurde – das echte „Schmankerl“ heißt „Muy Bien“.

Der nächste Titel ist allseits bekannt – „You Want Love“ ist einer von DRAFIs allergrößten Hits. Als MIXED EMOTIONS hielt sich DRAFI gemeinsam mit OLIVER SIMON unglaubliche 38 Wochen in den deutschen Singlecharts – natürlich darf auch dieser Song auf der Compilation nicht fehlen.

Im Jahr 1976 veröffentlichte „MR. WALKIE TALKIE“ das von RENATE VAPLUS geschriebene Lied „Be My Boogie Woogie Baby“. Wie heute bekannt ist, verbarg sich hinter beiden Pseudonymen mal wieder DRAFI DEUTSCHER und führte den gute-Laune-Song zum Erfolg. Einmal mehr besticht DRAFI hier mit seiner Vielseitigkeit – es müssen nicht Bombast-Balladen oder knackige Popsongs sein – nein, es kann auch ein fröhlicher Schlager sein – es reichte für die Top-40 der Singlecharts.

Unter dem Namen „DRAFI“, aber auch als JACK GOLDBIRD veröffentlichte DRAFI 1980 seine Single „Rainy Day Feelin‘“, die recht experimentell und modern produziert war. Damit war er wohl seiner Zeit etwas voraus.

In seiner Spätphase veröffentlichte DRAFI DEUTSCHER einige Lieder mit religiösem Einschlag, teilweise auch in Zusammenarbeit mit CHRISTIAN BRUHN. Das Album und die daraus ausgekoppelte Single „Das ist er“ erschien im Jahr 1997.

Im Jahr 1985 erschien das Album „Krieg der Herzen“ mit Liedern wie „Tief unter meiner Haut“ und „Doch das Weinen hab ich längst verlernt“. Aber auch der Titelsong kann sich hören lassen.

Eine weitere Perle auf DRAFIs Geburtstagsalbum ist zweifelsohne der 5 ½-Minuten-Song „Lost In New York City“, der vor 40 Jahren, also im Jahr 1981, erschienen ist. Das gleichnamige Album ging wohl im Getöse der damaligen Neuen Deutschen Welle etwas unter, es hatte aber eine hohe Qualität.

Tiefsinnig und nachdenklich gibt sich DRAFI mit seinem Song „Wer war Schuld daran“, der thematisch etwas an seinen Megaseller „Jenseits von Eden“ erinnert und heutzutage sicherlich gut beim Adventsfest mit den „Golden Voices Of Gospel“ zur Geltung käme.

Danach gibt es wieder ein echtes Schmankerl für die Hardcore-Fans von DRAFI DEUTSCHER. Der als „MASQUERADE“ aufgenommene Titel „Silent Echoes Of Katja“ ist nur auf der B-Seite der Hitsingle „Guardian Angel“ erschienen – und NICHT auf dem Masquerade-Album „The Sound Of Masquerade“. 

Und auch an der englischen Version des Riesenhits „Herz-an-Herz-Gefühl“, nämlich „Sensuality“ (in der extended Version) dürften nicht wenige Fans ihre Freude haben. (Der Song sollte übrigens nicht mit dem gleichnamigen Lied verwechselt werden, das DRAFI als „NEW MIXED EMOTIONS“ herausgebracht hatte).

Abgerundet wird das Album „Happy Birthday DRAFI“ mit zwei sensationellen neuen Versionen aus dem Leben und Schaffen von DRAFI DEUTSCHER. So hat TANJA LASCH sich des Liedes „Doch das Weinen hab ich längst verlernt“ angenommen.

„Rund“ gemacht wird das Werk dann mit der nächsten Generation. Was mit „Uns’re Herzen frieren“ im Original von DRAFI startete, findet sein würdiges Ende mit der neuen Version seines Sohnes RENÉ DEUTSCHER.

Persönliche Worte von RENÉ DEUTSCHER im Booklet

Bemerkenswert an „Happy Birthday Drafi!“ ist auch das Booklet. DRAFIs Sohn RENÉ DEUTSCHER schildert darin die dramatischen Stunden, als er vom Tod seines Vaters erfahren hat. Aus den Zeilen geht aber auch die große Verehrung vor der Genialität des Vaters hervor – und so ist es ihm offensichtlich eine Herzensangelegenheit, dass DRAFI mit seinen „tricky“ Melodien nicht in Vergessenheit gerät. Der Sampler „Happy Birthday, Drafi!“ ist sicherlich ein Meilenstein, um dieses Ziel zu erreichen.

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2 Kommentare

  1. Mir fehlt auf dem Album der Titel „Das 11. Gebot“.

    Natürlich werden die meisten Schlagerfans „Marmor, Stein und Eisen bricht“ in ihrer Sammlung haben, trotzdem wäre es beim Durchhören des Albums schön wenn der Titel auch käme.

    Martin W.

  2. Hallo Martin W,

    ‚Das Elfte Gebot‘ wurde mit Absicht nicht auf diesen Sampler genommen, da es sich dabei um einen „typischen“ Track gehandelt hätte. Der Song ist auf gefühlten Neunundrölfzig anderen Samplern verfügbar – da muss man die „vierunddrölfzig“ nicht mit Krampf vollmachen 😉

    Das Hauptaugenmerk bei dieser Compilation lag eben auf den Songs, die nicht alle Nase lang ‚verkoppelt‘ werden. Daher finden sich die eher bislang „vernachlässigten“ Werke auf der Doppel-CD.

    Und mal ganz ehrlich: Du hast doch bestimmt mehr als eine Drafi-Compilation im Regal stehen, die den Song beinhaltet, oder … na komm, sei ehrlich! 😉

    Ich hoffe trotzdem, dass Dir die Doppel-CD gefällt!

    Viele Grüße
    René Deutscher

UDO LINDENBERG: Wahnsinn! Mit 76 Jahren gemeinsam mit APACHE 207 erstmals auf Platz 1 der Single-Charts 1

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UDO LINDENBERG: Mit APACHE 207 Spitzenreiter der Charts

Während der „andere“ Udo überzeugt war: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“, setzt UDO LINDENBERG noch mal einen drauf. Gemeinsam mit dem Rapper APACHE 207 ist ihm das gelungen, was er zuvor in seiner gesamten jahrzehntelangen Karriere nicht gelungen ist: Er hat es auf Platz 1 der deutschen Singlecharts geschafft. Weder „Sonderzug nach Pankow“ (übrigens vor fast genau 40 Jahren erschienen) noch „Horizont“ oder „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“, „Mein Ding“, „Cello“, „Alles klar auf der Andrea Doria“ – all diese Klassiker waren NICHT an der Spitze der deutschen Single-Charts.

Mit „Komet“ darf sich der Deutschrocker insofern tatsächlich über seine allererste Nummer 1 in den deutschen Singlecharts freuen – und das mit 76 Jahren – Wahnsinn! Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Triumph!

Pressetext

Udo Lindenberg & Apache 207 „KOMET“

Musik-Ikone UDO LINDENBERG und Deutschrap-Star APACHE 207 mit gemeinsamem Song.

Die ARD-Tageschau vermeldete jüngst, dass sich ein Komet – „der grüne Komet“ – in dieser Woche der Erde nähert und dass dieser zuletzt vor 50.000 Jahren hier schon einmal vorbeischaute. Ein Zeichen des Himmels? Denn in der Nacht vom kommenden Donnerstag, 19. Januar, wird um 22 Uhr einer der aufsehenerregendsten Songs in diesem noch jungen Jahr veröffentlicht. Sein Titel: „Komet“.

München, am 19. Januar. Vielleicht könnte der Gegensatz größer nicht sein: Da ist auf der einen Seite die deutsche Musikikone, das Multimedia-Genie UDO LINDENBERG, der seit über 50 Jahren auf eine unvergleichliche Karriere blicken kann aber nicht müde ist – und nicht müde wird –
stets für Neues, Unerhörtes, Abenteuerliches offen zu bleiben – und in seinen Kunstformen permanent Türen in die Zukunft aufstößt. Auf der anderen Seite steht ein imposanter, großgewachsener junger Mann von 25 Jahren, APACHE 207, der mit seinen Songs in kurzer Zeit Musikgeschichte geschrieben hat.

Sein Hit „Roller“ stand zwei Jahre lang in den deutschen Charts, sein Debütalbum „Treppenhaus“ wurde Gold ausgezeichnet und ist direkt auf #1 der offiziellen Charts eingestiegen. Die Ankündigung einer neuen Tournee genügt inzwischen, um die größten Arenen innerhalb von Minuten auszuverkaufen.

„Es ist“, sagt UDO LINDENBERG über seine musikalische Arbeit mit APACHE 207, „die gegenseitige Hochachtung vor der Kunstform des jeweils anderen, die uns zusammengeführt hat.“ Nach einem Konzertbesuch bei APACHE 207 konstatiert Udo: „Apache fiel mir gleich auf, weil er sich doch sehr vom Normalo-Gangsta-Rap unterscheidet. Cooler schlauer Junge, sehr geflashte Texte, Trademark-Stimme – und singt auch noch meeega-geschmeidig. Ein Komet, der zweimal einschlägt, Yeahh!“

Für APACHE 207 ein Ritterschlag: „Udo Lindenberg ist zweifelsohne eine Legende der deutschen Musik und ein großes Vorbild für mich, vor allem, was seine unfassbare Karriere betrifft. Ich durfte ihn auf seiner großen Tour im letzten Jahr in Mannheim besuchen und er mich auf meiner. Danach haben wir die Köpfe zusammengesteckt und ‚Komet‘ ist entstanden.“

Die Kollaboration zwischen UDO LINDENBERG und seinem kongenialen Partner APACHE 207 erscheint nun am 19. Januar 2023 um 22.00 Uhr – „Komet“. Damit setzen UDO LINDENBERG und APACHE 207 auch ein Statement der Verbindungen zweier Generationen und zweier Musikrichtungen. UDO LINDENBERG:

„Unser Komet ist ein Song über die Unvergänglichkeit, über den Fußabdruck, den wir hinterlassen.“ Ein Einstieg in Moll, einfühlsam, im typischen Udo-Song-Stil: Ich hör die Möwen singen am Hafen. Das letzte Lied zum Rausschmiss. Dann das Intro von APACHE 207, der Beat hält den Atem an:
Und wenn ich geh, dann so wie ich gekommen bin – wie ein Komet, der zweimal einschlägt. Vielleicht tut es weh.“

UDO LINDENBERG: „Wir haben schnell festgestellt – die Stimmen passen tausend pro. Und dann kam uns der Song nur so zugeflogen.“ Einprägsamer Gitarrensound, der hin und wieder ein Solo erahnen lässt, bildet den Mantel um das Dance Feeling, das das gesamte Duett trägt. Bis zum Finale, welches lautet: „Lass uns nochmal aufdrehen, lass uns nochmal aufdrehen.“

Übrigens – während der musikalische „Komet“ am 19. Januar das Licht der Welt erblickt, wandert der himmlische Komet mit dem astronomischen Namen C/2022 E3 (ZTF) gerade in einer Entfernung von 42 Millionen Kilometern von der Erde um das Sternbild des Kleinen Wagen. Ende Januar soll er sogar mit bloßem Auge erkennbar sein.

Zum Song haben UDO LINDENBERG und APACHE 207 ein Video produziert, das ebenfalls im Januar veröffentlicht wird.

Pressetext in Stichworten

Udo Lindenberg meldet sich nach fast eineinhalb Jahren mit neuer Single „Komet“, einer Kollaboration mit Apache 207, zurück.

• Die Single vereint die zwei größten Künstler unterschiedlicher Generationen und ist ein perfekter Mix aus Pop, Rock und Hiphop.

• Apache 207 ist ein deutscher Rapper und Sänger mit türkischen Wurzeln.

• Mit zahlreichen #1-Hits („Roller“ (2019, Diamantstatus), „Angst“ (2020) oder „Kapitel II Vodka“ (2021) u.v.m.) zählt er zu den erfolgreichsten deutschen Rappern der vergangenen Jahre.

• Mit seinem Debütalbum „Treppenhaus“ erreichte er die Spitze der Charts in DE, AT und CH.

• Zuletzt wurde von Udo Lindenberg 2021 „Udopium“ veröffentlicht, eine umfangreiche Werkschau zur Feier seines 75. Geburtstags inkl. vier neuer Songs. Das Album erreichte #2 der deutschen Charts.

Quelle Pressetext: Warner Music International

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REINHARD MEY: Nun ist’s offiziell: „Live in Wien“ erscheint am 5. Mai – auch als Vinyl 0

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REINHARD MEY: Live-Album erscheint wie erwartet im Mai

Wir haben schon vor knapp zwei Wochen HIER darüber berichtet – und nun kommt es genau so wie erwartet: Am 5. Mai erscheint das neue Live-Album von REINHARD MEY. Inzwischen ist der Pressetext da, der das Konzept von REINHARD, das so völlig anders ist als das von vielen anderen Musikstars und auch heute noch nur auf die Musik setzt und nicht auf wilde Show- und Playbackeinlagen. Nun steht auch die Tracklist fest – Vorfreude ist die schönste Freude und so freuen wir uns auf „REINHARD MEY in Wien – the Songmaker“.

Ganz besonders werden sich die Vinyl-Fans freuen: Das Album wird auch als 3-LP-Set erscheinen.

Informationstext der Plattenfirma

Eine leere Bühne vor einem schwarzen Vorhang, keine Videowände, kein Teleprompter, nur ein Mikrofon, eine Konzertgitarre im Lichtkegel. Verhaltenes Stimmengewirr in der Arena, das bei dem Ritual verstummt, das vielen vertraut ist, „um die Intimität des Konzerts zu bewahren“, bittet die Stimme seiner Tochter Victoria vom Band, „… nicht zu filmen und zu fotografieren“. Applaus, die Menschen werden die Bitte respektieren, alle wissen, dass sie zu ihrem Foto kommen, wenn es eine Zugabe gibt. Das Saallicht erlischt, die Scheinwerfer gehen an, der Sänger ganz in schwarz betritt die Bühne, verneigt sich, nimmt die Gitarre und singt „Ich wollte wie Orpheus singen“, sein erstes Lied, sechzig Jahre ist es alt und klingt, als wäre es gestern entstanden.

Die schwarzen Haare sind ergraut, doch die Stimme klingt wie einst, und das alte Feuer, die alte Spielfreude beseelen ihn noch immer. Das Glück und die Dankbarkeit, nach fünf Jahren endlich wieder auf der Bühne zu stehen und für leibhaftige Menschen zu singen, schwingen mit in jedem Lied, das folgen wird. Es sind Lieder aus seinem unerschöpflichen Repertoire, frühe Kostbarkeiten wie „Die erste Stunde“, „Dieter Malinek, Ulla und ich“ oder „Ich liebe Dich“, aneinandergereiht in einer wohl durchdachten Choreografie, die zusammen mit den neuen Liedern aus dem „Haus an der Ampel“ eine Lebensgeschichte erzählt. Eine Geschichte von Freude und Kummer, von Schmerz und Zuversicht, das hohe Lied von Freundschaft und Hoffnung und Liebe.

Bewegend die Stille im Saal während der Lieder, überwältigend die Emotionen, die sich im Applaus befreien. Für den Gast im obersten Rang der Arena ist der Sänger nur groß wie ein Stecknadelkopf, aber er vermisst nichts, keine Lightshow, keine Nebel auf der Bühne, keine spärlich bekleideten Tänzerinnen, keine Flammenwerfer. Da ist ein einsamer Mann, der zurücktritt, seine Lieder in den Vordergrund stellt, ein Puppenspieler hinter dem Vorhang, der die Marionetten die Geschichte erzählen lässt. Den Sänger braucht man nur zu hören, die makellose Tontechnik trägt jedes seiner Worte, jeden Klang an den fernsten Platz.

Reinhard Mey singt ohne trennendes In-Ear-Monitoring, er will jedes Lachen, jedes Seufzen, jedes Räuspern, jede kleinste Regung des Publikums spüren, sein Auftritt ist kein Abspulen eines Programms, es ist ein Zwiegespräch mit dem Publikum. Er singt seine Lieder, aber das Lebendige entsteht erst aus der Anteilnahme des Publikums. Einen Abend lang erfüllt dieser Dialog, dieser Einklang den Saal bis zum letzten Lied. Saallicht an, drei Zugaben, die die Menschen lange kennen, auf die sie gewartet haben, und in die sie wie selbstverständlich einstimmen, ein leiser Gesang geborgen in einer vertrauten Freundesrunde. Man kennt sich, ist so verschieden und doch gleich gestimmt, hat sich lange nicht gesehen und findet sich an diesem Abend in diesen Liedern wieder.

Alle 16 Konzerte der Arena-Tour sind aufgenommen, alle waren einzig und unvergesslich, nicht leicht, eines auszuwählen. Reinhard Mey hat sich für das letzte Konzert entschieden, den letzten Abend im Wiener Konzerthaus, in dem vor über 50 Jahren alles für ihn begann.

Das Live-Doppelalbum enthält alle 22 Lieder dieses Konzerts und als Bonus—Track „the song maker“, ein Lied das ihm sein Schwiegersohn, der kanadische Singer-Songwriter Matthew Pearn, zum Tourneeabschied geschenkt hat.

Tracklist

CD1

  1. Ich wollte wie Orpheus singen
  2. Spielmann
  3. Das Haus an der Ampel
  4. In Wien
  5. Alter Freund
  6. Glück ist, wenn Du Freunde hast
  7. Die erste Stunde
  8. Dann mach’s gut
  9. Wir haben jedem Kind ein Haus gegeben
  10. Häng Dein Herz nicht an einen Hund

CD 2

  1. Ich liebe es, unter Menschen zu sein
  2. Dieter Malinek, Ulla und ich
  3. Weißt Du noch, Etienne?
  4. Der Vater und das Kind
  5. Ich liebe dich
  6. Männer im Baumarkt
  7. Zimmer mit Aussicht
  8. Gerhard und Frank
  9. Was will ich mehr
  10. Über den Wolken
  11. Viertel vor sieben
  12. Gute Nacht, Freunde
  13. The song maker

Quelle Pressetext: Universal Music

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