GITTE HAENNING: Die große Schlagerprofis-Biografie zum 75. Geburtstag – herzlichen GlĂŒckwunsch! Kommentare deaktiviert fĂŒr GITTE HAENNING: Die große Schlagerprofis-Biografie zum 75. Geburtstag – herzlichen GlĂŒckwunsch!

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Inhaltsverzeichnis

Am 29.06.1946 wurde GITTE HAENNING-JOHANNSON als Tochter von ERNA und OTTO HAENNING, eines in DÀnemark bekannten VolkssÀngers und Komponisten, in Aarhus/DÀnemark geboren. Sie hat eine vier Jahre Àltere Schwester namens JETTE, mit der sie in Kopenhagen aufgewachsen ist. JETTE hat auch Musik im Blut, sie war viele Jahre mit dem dÀnischen Komponisten und Arrangeur OTTO FRANCKE verheiratet.

Als Kind sang sie dÀnische Version eines CONNY-Hits

Schon im zarten Alter von acht Jahren brachte die kleine GITTE in DĂ€nemark ihre erste Schallplatte heraus – damals lautete ihr mit ihrem Vater gesungenes Motto noch „Ich heirate Papi“ (Giftes med farmand). Den im Original von CONNY FROBOESS gesungenen Schlager importierte der geschĂ€ftstĂŒchtige OTTO HAENNING erfolgreich nach DĂ€nemark. Der Legende nach versprach Otto seiner Tochter GITTE fĂŒr den gemeinsamen Vortrag ein Fahrrad, das die SĂ€ngerin bis heute nicht erhalten hat. Immerhin erhielt sie und nicht ihre Schwester den Zuschlag…

Erster Schallplattenvertrag 1958

Nach ersten Erfolgen mit Auftritten in ihrem Heimatland, erhielt sie in DĂ€nemark 1958 ihren ersten Solo-Schallplattenvertrag. Recht schnell wurde sie mit schlagerartigen Kinderliedern und Jazz-Songs als Kinder- bzw. Jugendstar populĂ€r, so nahm sie schon in den frĂŒhen 1960er Jahren ein Duett mit dem damaligen Star LAURIE LONDON auf und brillierte mit einer Aufnahme des LOUIS-ARMSTRONG-Songs „Stormy Weather“ – den Song nahm sie im zarten Alter von elf Jahren auf

NILS NOBACH entdeckt GITTE fĂŒr den deutschen Markt

Der Plattenproduzent NILS NOBACH produzierte erste deutsche Aufnahmen mit GITTE. Als erste Single erschien die von CHARLY NIESSEN unter dem Pseudonym FRED SELTZER getextete deutsche Version des internationalen Hits von TINA ROBIN „No School Tomorrow“, nĂ€mlich „Keine Schule morgen“. Nach diesem Achtungserfolg gab es (gemeinsam mit HANS BLUMS HANSEN BOYS UND GIRLS) weitere deutsche Versionen internationaler Erfolge: Aus „Heartaches At Sweet Sixteen“ von KATHY LINDEN wurde 1960 „Jung sein ist nicht so leicht“, im gleichen Jahr wurde der BRENDA-LEE-Hit „I’m sorry“ eingedeutscht.

Der vorerst letzte Cover-Song in GITTEs Teenager-Zeit war „Das kommt davon (
wenn keine Frau Dich liebt)“, die deutsche Version von CONNIE FRANCIS‘ „Breakin‘ In A Brandnew Broken Heart“, die von niemand geringerem als RALPH MARIA SIEGEL sen. getextet wurde.

Teilnahme am dÀnischen Eurovisions-Vorentscheid

Danach konzentrierte sie sich zunĂ€chst auf den heimischen Markt, beispielsweise trat sie gleich zwei mal (1962 und 1963) an der dĂ€nischen Vorentscheidung zur Eurovision an – 1962 mit dem spĂ€ter disqualifizierten Song „Jeg snakker med mig selv“ und 1963 mit „Lille Starte kvinde“ – damit erreichte sie einen vierten Platz.

Durchbruch in Deutschland mit dem „Cowboy“-Song

Der große Durchbruch in Deutschland gelang mit GITTEs erster fĂŒr sie im Original geschriebenen Nummer. Mit „Ich will ‘nen Cowboy als Mann“ siegte sie bei den Deutschen Schlagerfestspielen 1963 und erzielte damit einen Millionenhit, der bis heute als Evergreen angesehen werden kann. Der Nummer-1-Hit wurde von NILS NOBACH unter seinem Pseudonym PETER STRÖM geschrieben, den Text steuerte dessen guter Freund RUDI VON DER DOVENMÜHLE unter dem Namen RUDI LINDT bei. (Zum Text ist ĂŒbrigens zu sagen, dass grammatikalisch „Ich will ‘nen Cowboy zum Mann“ korrekt gewesen wĂ€re.)

Rezension von Schlagerwissenschaftlern: „selbstbestimmte SexualitĂ€t“

Der Autor DIETER BARETZKO hĂ€lt den Song fĂŒr absolut zum damaligen Zeitgeist passend: „Die zur Teenager-Story aufgepĂ€ppelte Geschichte vom Backfisch, der Wild-West-Romantik samt Trauring dem elterlich angeratenen, finanziell gut gepolsterten Ehenest nach gutbĂŒrgerlicher Art vorzieht, ist das musikalische Credo so netten wie geballten Spießertums“ – aah jaa, wĂ€re das auch geklĂ€rt.

ANDRÉ PORT LE ROI sieht das in seinem Buch „Schlager lĂŒgen nicht“ anders: „
rĂ€umte mit sĂ€mtlichen muffigen Idealen der Adenauer-Ära auf. Die Eltern der jungen Frau tauchen lediglich als parodistische Figuren auf, als Stereotypen, die nur jene Sprechblasen absondern, die Jugendliche nicht mehr hören wollten: Heiraten, Sicherheit, die Pension und „Du sollst es doch mal besser haben als Dein Vater“. Dem reinen Sicherheits- und Versorgungsdenken der Eltern setzt GITTE selbstbewusst entgegen: „Ich weiß, dass so ein Cowboy kĂŒssen kann“, als ein erstes zaghaftes Beharren auf eine selbstbestimmte SexualitĂ€t“.

Interessante Sache – GITTE als legitime VorgĂ€ngerin selbstbestimmter SexualitĂ€t. Die MĂ€nner hatten es bei ihr wohl nicht so leicht, denn GITTE stellte unmissverstĂ€ndlich fest: „Dabei kommt’s mir gar nicht auf das Schießen an“…

Jedenfalls war dem Produzenten HEINZ GIETZ mit dem Song ein großer Wurf gelungen, die TV-Serie „Bonanza“ und die ersten KARL-MAY-Verfilmungen sorgten fĂŒr Western-AffinitĂ€t. Im Anschluss der damaligen deutschen Schlagerfestspiele lernte GITTE sogar noch den Superstar MARLENE DIETRICH kennen, mit der die junge DĂ€nin, die noch kaum Deutsch sprach, ein Foto machen durfte.

Internationale Coverversionen

Aufgrund des großen Erfolges der Nummer wurde diese gerne gecovert, beispielsweise nahm WENCKE MYHRE eine norwegische Version auf. – Aber auch andere Plattenfirmen sprangen auf den Zug auf, so verpflichtete die junge Plattenfirma Ariola die Schwester von SIW MALMKVIST, LIL MALMKVIST, um eine Ariola-Version des Songs herauszubringen – mit beachtlichem Erfolg.

Traumpaar GITTE und REX GILDO

1963 gelang GITTE etwas, das in der langjĂ€hrigen Charts-Geschichte nach aktuellem Stand nur sehr wenigen Leuten gelang – nĂ€mlich, sich selber als Nummer eins der Charts abzulösen. Dies KunststĂŒck gelang außer GITTE nur 1960 CATERINA VALENTE und 2013 PHARELL WILLIAMS. Im Falle von GITTE war der Nachfolge-Song das Duett mit REX GILDO, „Vom Stadtpark die Laternen“, geschrieben von den Schlagergiganten KURT FELTZ und HEINZ GIETZ.  

REX GILDO wurde GITTE als mĂ€nnlicher Gesangspartner zur Seite gestellt – das „Traumpaar-Image“ ging gut auf, sehr bald wurde die erste gemeinsame TV-Show „Kein Tag ohne Musik – Ein Rendezvous mit GITTE und REX“ produziert. Mit GITTE und REX GILDO war so etwas wie ein Gegenentwurf zum eher „frechen“ Traumpaar PETER KARUS und CONNY FROBOESS gefunden worden.

Erneut ein Blick auf die „Schlager-Wissenschaft“

Spannend ist, dass GITTEs zweiter Nummer-Eins-Hit einen Kontrast zum VorgĂ€nger darstellt – war sie mit dem „Cowboy“-Song eher frech,  kam die Stadtpark-Nummer eher bieder daher – Autor ANDRÉ PORT LE ROI sieht eine Parallele zur politischen Situation Anno 1963, die mit dem scheidenden Kanzler ADENAUER ja auch im Aufbruch war:

„WĂ€hrend Gitte auf der PlattenhĂŒlle ihres Erstlingserfolgs den Schlagerhörer noch frech mit Cowboyhut anlĂ€chelt, bietet das Coverfoto des Duetts einen jungen Mann (REX GILDO) in schwarzem Anzug mit dunkler Krawatte und korrektem Scheitel, zu dem seine Herzensdame (GITTE) schĂŒchtern herauf blickt. Im zĂŒchtig geschlossenen Kleid scheint sie ihm zu bestĂ€tigen, dass es „FrĂŒher so wie heute“ war und dass auch junge Verliebte „von heute“ lieber „romantisch“ als aufmĂŒpfig sind.“

Folgeerfolge auf die Superhits

Die nĂ€chste Solo-Single, „Nur ein bisschen GlĂŒck“ brachte auch Hitparaden-mĂ€ĂŸig nur ein „bisschen“ Erfolg – zwar immerhin Top-20, aber nicht an die VorgĂ€nger-Superhits anknĂŒpfen könnend. Im Duett mit REX GILDO lief es besser – „Zwei auf einer Bank“ und insbesondere „Jetzt dreht die Welt sich nur um Dich“ waren 1964 viel beachtete Hits.  Mit letztgenanntem Song nahmen die beiden sogar bei den deutschen Schlagerfestspielen teil und absolvierten dort einen dritten Rang, in den Verkaufsbestenlisten gab es eine Top-10-Notierung. Passend zum Song wurde ein Film gedreht – neben dem Titellied trugen GITTE und REX GILDO auch ihren nĂ€chsten Hit, „Hokuspokus“, dort vor.

Das gefĂ€llige „Wenn Du musikalisch bist“ hingegen konnte sich nicht in den Hitparaden platzieren, obgleich GITTE auch dieses Lied in dem genannten Film sang  – wenngleich (oder weil) hier GITTE einen Hauch ihrer Jazz-Vergangenheit einbringen konnte: Der Song wurde mit Big-Band-Begleitung eingespielt. Mit dem melancholischen „Das ist der Blue Beat“ klang das Jahr 1964 aus – die nachdenkliche Titelzeile passte zur privaten Situation GITTEs: Ihre Eltern ließen sich in jenem Jahr scheiden, und GITTE bastelte fortan mit ihrer Mutter alleine an ihrer Karriere weiter – und wollte bewusst ihren Vater diesbezĂŒglich zunĂ€chst nicht mehr mit einbeziehen.

Erste Auszeichnungen

Die Riesen-Erfolge fĂŒhrten zu Auszeichnungen, so wurde GITTE 1964 der Silberne und(!) der Bronzene Löwe von Radio Luxemburg ĂŒberreicht, und 1965 erhielt sie den Goldenen Otto der Jugendzeitschrift BRAVO als beliebteste SĂ€ngerin des Jahres.

Ende des Traumpaars GITTE und REX GILDO

Wo der Kontakt zu Radio Luxemburg schon mal da war, durfte dessen Star-Sprecher CAMILLO FELGEN (freilich unter Pseudonym „NICOLAS“) GITTEs ersten 1965er-Hit texten: „Nashville Tennessee“.  Weitere leidliche Solo-Erfolge des Jahres waren „Er hat ein Motorboot“ (wĂ€hrend die Norwegerin WENCKE MYHRE sich mit einem knallroten Gummiboot begnĂŒgte, war die DĂ€nin GITTE da wohl anspruchsvoller) und „Johnny, Du siehst mĂŒde aus“.

Im Duett mit REX GILDO wurden ebenfalls weitere Platten veröffentlicht: WĂ€hrend zunĂ€chst „Dein GlĂŒck ist mein GlĂŒck“ als A-Seite vorgesehen war, etablierte sich die B-Seite „SĂŒĂŸ wie Schokolade“ eher als Hit. Die letzte gemeinsame Veröffentlichung der beiden war „Sweet Hawaii“, dann entschied sich GITTE, das Kapitel „REX GILDO“ zu beenden – insbesondere wohl, weil sie die Spekulationen, REX und sie seien ein Paar, leid war. Außerdem wollte sie offensichtlich modernere Texte interpretieren – frei nach dem Motto „Man muss schließlich auch mal NEIN sagen können“, ihrer ersten Veröffentlichung nach der musikalischen Trennung von REX.

Emanzipiertere Texte

Die vermeintliche Modernisierung ihrer Musik machte sich auch in Zahlen bemerkbar – sowohl der „Nein“-Song als auch dessen Ă€hnlich gestrickter Nachfolger, „Ich mach Protest“, liefen erfolgreicher als die im Vorjahr veröffentlichten Schallplatten – beide Titel wurden zu Top-20-Erfolgen. 1967 prangerte GITTE – emanzipiert, wie sie nun mal ist, Muttersöhnchen an und stellte fest: „Wie Deine Mutter ist“ (
 so kann ich nicht sein) – sie lehnte es ab, von mĂ€nnlicher Seite mit der Frau Mama verglichen zu werden.

„Knutschen verboten“

Im Herbst des Jahres war Gitte beim „Gala-Abend der deutschen Schallplatte“ vertreten, einer großen TV-Unterhaltungsshow. Dort trug sie ihren neuen Hit „Liebe ist doch kein Ringelreihen“ vor. In dem Lied gibt es eine Textzeile:  „Ich komm nicht nur zum Knutschen hin“. FĂŒr die Live-TV-Show (damals musste man ja noch live singen) sollte GITTE aus „moralischen“ GrĂŒnden das Wort „Knutschen“ unterlassen und stattdessen „KĂŒssen“ singen – andere Zeiten, andere Sitten


Im vergangenen Jahr, 2020, veröffentlichte GÖTZ ALSMANN ein spannendes Jazz-Album namens „L.I.E.B.E.“, in dem er – vermutlich zur Freude der Originalinterpretin – diesen „Ringelreihen“-Klassiker neu aufgelegt hat – verjazzt.

Die nĂ€chste Single, „Probleme“, ist laut BRAVO „irgendeinem Boy gewidmet – eine LiebeserklĂ€rung, die GITTEs Fans gern auf sich beziehen werden. Komponist WERNER SCHARFENBERGER und Texter KURT FELTZ belieferten GITTE mit einem nach Maß gemachten Lied“.

GITTE in Dritter Person

Mit „Aber heimlich“ verfolgte GITTE in den spĂ€ten 1960er Jahren weiterhin emanzipatorische AnsĂ€tze. Im letzteren Song singt sie von sich sogar in der dritten Person – „Die GITTE ist frech, so stand es geschrieben
. Die GITTE ist kalt, das schrieb eine Freundin“. Ähnlich wie PETER ALEXANDER das spĂ€ter in seinem Hit beschrieb, tat es GITTE schon zuvor – sie weinte – „aber heimlich“.

Flop und Hit

„Sweet Souvenirs of Stefan“ – welch wunderschöner Name wurde da in einem Lied von MIREILLE MATHIEU verarbeitet. Bei der deutschen Version, „Die Souvenirs von Dir“, wurde dieser herrliche Name von Texter KURT FELTZ einfach so unter den Tisch gekehrt. Strafe muss sein: Erstmals seit Jahren kam eine GITTE-Single nicht in die deutsche Verkaufshitparade. Besser lief es mit dem typischen Schlager „MillionĂ€r“, bei dem die Bravo analysierte, Gitte gebe mit dem Song die „Kesse Blonde mit Herz“.

Dramatischer Walzer ein Fall fĂŒr MARGARETE SCHREINEMAKERS und DIETER THOMAS HECK

1969 wurde wieder ein auslĂ€ndisches Original gecovert – aus dem italienischen Epos „Rose bianche“ machte KURT FELTZ das dramatische Lied „Weiße Rosen“. Im Walzertakt gesungen, beschrieb GITTE (vermutlich nicht ganz ohne autobiografischen Bezug) das GefĂŒhl einer Frau, die weiße Rosen vom Liebsten geschenkt bekommt, der allerdings „Hochzeit mit der ander’n“ macht. Der pathetische Song wurde gerne auch mal augenzwinkernd von MARGARETE SCHREINEMAKERS spĂ€ter im TV vorgetragen. Kurios ist auch, dass dieses Lied GITTEs einziger Hit in Österreich werden wĂŒrde – damit erreichte sie dort sogar die Top-10. Mit dem Opus war sie auch erstmals in DIETER THOMAS HECKs junger ZDF-Hitparade als Neuvorstellung vertreten, ohne sich dort platzieren zu können.

Unzufrieden als SchlagersĂ€ngerin – Jazz-Album genehmigt

Ausgerechnet in die Zeit dieses chansonartigen Liedes fielen GITTEs Überlegungen, den Vertrag mit der EMI nicht zu verlĂ€ngern, weil sie selber nicht hinter den von ihr produzierten Schlager-Produktionen stand, ihre Liebe gehörte nach wie vor dem Jazz. Sie gab zu Protokoll: „Ich wollte meinen Vertrag als Schlager- und Pop-Interpretin bei der EMI nicht verlĂ€ngern. Ich mochte mich in diesem Musikbereich einfach nicht mehr hören und sehen. Ich war zwar unglaublich erfolgreich, aber ich hatte schlicht andere Interessen. Und plötzlich kamen die EMI-Leute mit diesem tollen Angebot. Es war ein Geschenk an mich, das mich ablenken und der Vertragsunterzeichnung gegenĂŒber freundlich gesinnt stimmen sollte.“

Die Plattenfirma bot ihr an, ein Jazz-Album zu produzieren, um sie weiter an sich zu binden. GITTE produzierte die LP „Out of This World“ unter firmierte unter „GITTE & THE BAND“. Es kam wie so oft bei SchlagersĂ€ngern, die sich zu „höherem“ berufen fĂŒhlen: Die LP lag wie Blei in den Regalen. Dennoch wurde sie Scheibe Jahrzehnte spĂ€ter neu auf CD aufgelegt – diesmal unter dem Namen „Gitte Haenning Meets The Francy Boland Kenny Clarke Big Band“.

Das Unterfangen gelang – GITTE war glĂŒcklich mit ihrer zwar kommerziell erfolglosen, aber ihren AnsprĂŒchen genĂŒgenden Langspielplatte – und die Firma war froh, dass sie weiter auf dem Schlagersektor veröffentlichte.

Schlager-Reigen geht vorerst weiter

In den folgenden Jahren gab es dann wieder eher belanglose Lieder wie „Dann kamst Du“ (1969), „Mini oder Maxi“ (1970), „Regenbogen“ (1971; dem Song wird vielfach attestiert, er erinnere an DANYEL GERARDs Mega-Hit „Butterfly“ – der erste GITTE-Schlager des Gespanns ERICH OFFIEROWSKI / GÜNTHER ERIC THÖNER konnte dessen Erfolg mit einer Woche in den Top-50 dennoch nicht annĂ€hernd erreichen), „Sacramento“ (1972, deutsche Version des gleichnamigen MIDDLE-OF-THE-ROAD-Klassikers mit deutschem Text von RALPH SIEGEL – diesmal dem junior) und „Alle wollen nur das Eine“ (Gittes Version des 1972er CHRIS-MONTEZ-Hits „Loco por ti“ wurde von Textdichter KURT HERTHA mit leicht frivolem Einschlag geschrieben).

Zu „Mini oder Maxi“ ist ĂŒbrigens noch zu sagen, dass der Bravo-Leser und „Investigativjournalist“ CHRISTIAN STEIGERTHAL herausgefunden hat, dass GITTE gesagt hat, dass sie zwar nichts gegen den neuen Maxi-Look habe, selbst aber doch lieber bei Miniröcken bleibe – gut zu wissen..

Teilnahme am Grand Prix Eurovision 1973

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Von ganz kurzer Charts-PrĂ€senz abgesehen, liefen GITTEs Lieder unter dem Strich nicht mehr so gut wie in frĂŒheren Jahren. Zehn Jahre nach ihrem Sieg bei den deutschen Schlagerfestspielen wurde es mal wieder Zeit fĂŒr einen Wettbewerb: Sie bewarb sich am 21.02.1973 in illustrem Umfeld (weitere Teilnehmer waren u. a. CINDY & BERT, ROBERTO BLANCO und MICHAEL HOLM) darum, „Ein Lied fĂŒr Luxemburg“ singen zu dĂŒrfen – sprich fĂŒr den Grand Prix Eurovision 1973.

Sie durfte zwei Lieder vortragen: WĂ€hrend das Laien-Publikum „Hallo, wie geht es Robert?“ favorisierte (- ob damit GITTEs langjĂ€hriger Lebenspartner ROBERT CORNFORD gemeint war, ist nicht bekannt -), siegte GITTE schließlich in dem Wettbewerb mit dem von ERICH OFFIEROWSKI (Pseudonym: STEPHAN LEGO) und GÜNTHER ERIC THÖNER geschriebenen Lied „Junger Tag“, das einen ernĂŒchternden achten Platz im internationalen Wettbewerb (von 17 Teilnehmern) erreichte. Das war insofern etwas enttĂ€uschend, als in den drei Jahren zuvor jeweils ein dritter Platz im internationalen Wettbewerb gelang.

Die BRAVO wusste damals ĂŒbrigens, woran es lag, dass keine bessere Platzierung möglich war: „Sie war pummelig und hatte eine unmögliche Frisur„.

Immerhin gelang Gitte mit dem Lied wieder ein Verkaufs-Erfolg,  ihre Karriere-Kurve begann wieder nach oben zu zeigen, auch wenn man sich 1973 mit „Dann kam die Erinnerung“ noch mal einen Flop gönnte. Auch diesmal war die BRAVO gnadenlos: „GITTE hatte schon schönere Songs als „Dann kam die Erinnerung“, aber das wird ihre Fans sicher nicht stören„.

Riesen-Hit „Ich hab die große Liebe verspielt“

1974 kam dann wieder eine Hit-Wende. Sie heiratete am 21. Juli 1974 ihren damaligen Manager JO GEISLER und bekam am 01.05.1974 ihre erste eigene TV-Personality-Show: „Begegnung mit GITTE“. Im gleichen Jahr gelang ihr der erste Top-10-Hit in Deutschland seit vielen Jahren mit „Ich hab die große Liebe verspielt in Monte Carlo“.  Erstaunlich ist, dass die SĂ€ngerin mit diesem Lied erneut in der ZDF-Hitparade vertreten war und sich dort abermals (wie schon 5-mal zuvor) nicht platzieren konnte – und das trotz eines großen Verkaufs-Erfolgs.

Erneut gab sich die BRAVO „sachkundig“ und schrieb damals: „GITTE könnte einen Bestseller gebrauchen: „Ich hab die Liebe verspielt in Monte Carlo“ klingt fĂŒr mein Ohr leider nicht nach Treffer„. – So kann man sich tĂ€uschen…

Evergreen „So schön kann doch kein Mann sein“

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Mit „So schön kann doch kein Mann sein“ gelang 1974 ein zweiter großer Erfolg. Nach einigen Jahren war die DĂ€nin wieder voll im GeschĂ€ft. Nachdem die Germanistik-Freunde sich ja an der Zeile „Ich will ‘nen Cowboy als Mann“ freuen durften, sind nun Musik-Wissenschaftler gefragt: Zu deren „Freude“ besteht der ganze Song nĂ€mlich aus genau zwei Akkorden, nĂ€mlich C und G. – Es gibt ĂŒbrigens Schlagerfreunde, die bei dem Lied immer an einen alten HALLERVORDEN-Sketch denken. Der hat nĂ€mlich auf ROTRAUD SCHINDLERs Anmerkung, ein Mann mĂŒsse nicht immer schön sein, unnachahmlich gesagt: „aber wenn er’s nun mal ist!?“

Derweil war auch die BRAVO mittlerweile wieder milde gestimmt: „GITTE singt dem so genannten starken Geschlecht krĂ€ftig die Meinung: „So schön kann doch kein Mann sein“ ist ganz eindeutig hitverdĂ€chtig.“ – „Geht doch“….

Kein Kind von Traurigkeit

Ausgerechnet mit der Produktion ging es in der Erfolgs-Spur wieder leicht bergab: Die von den gleichen Autoren (HANS-GEORG MOSLENER und JOHN MÖRING)wie die zuvor erschienenen Riesen-Hits geschriebene Nummer „Ich bin kein Kind von Traurigkeit“ war nur kurz in den Verkaufs-Top-50. Unter gleichem Namen erschien ĂŒbrigens erstmals nach vielen Jahren eine neue LP von GITTE, die nicht sonderlich erfolgreich war, aber dennoch im Rahmen der vorbildlichen „Originale“-Reihe von  Universal wieder neu veröffentlicht wurde.

Auch hier soll die Meinung der BRAVO nicht vergessen werden: „GITTE ließ sich ein Lied schreiben, das zum Mitsingen und Schunkeln einlĂ€dt: „Ich bin kein Kind von Traurigkeit“ passt genau zu irhem quirligen Temperament.

„Ein Kind von Traurigkeit“ war GITTE in jenen Jahren wohl in der Tat nicht – frei nach ihrem „Liebe in Monte Carlo“-Text („Nicht nur mit dir trank ich den Wein, – ich spielte falsch, das seh ich ein. – Ich wollte nicht, doch irgendwie – vergaß ich mich, so wie noch nie. – Und als du gingst, hab ich gelacht, – und weiter nicht an dich gedacht.“) muss es wohl auch mit der Beziehung zum damals sehr einflussreichen Manager DIETER BEHLINDA gewesen sein, wenn man diesem glauben darf (bzw. durfte, er ist inzwischen verstorben).

Laut dessen Aussage lernte der nĂ€mlich der Mann, der (laut eigener EinschĂ€tzung!) GITTE aus Ihrem „Karrieretief herausholte“, diese 1975 bei den Proben der Hitparaden-Tournee in der Oldenburger Weser-Ems-Halle kennen – GITTE war gerade ein Jahr verheiratet. Randnotiz: JOE, GITTES Mann, war bei der besagten Hitparaden-Tour als Chauffeur mit dabei –

Nach Angaben BEHLINDAs fragte GITTE ihn Anfang 1976: „Dieter, willst Du mich lieben?“. Ein Jahr spĂ€ter zogen beide nach seinen Angaben in MĂŒnchen zusammen. Es muss eine turbulente Zeit gewesen sein, GITTE hat BEHLINDAs Angaben zufolge wohl ein gemeinsames Kind abgetrieben. Die Trennung von ihr habe er nicht verkraftet und sich 1979 das Leben nehmen wollen.

Wechsel der Plattenfirma

Aber nicht nur privat, auch beruflich galt es, sich zu trennen: Die Single „Wie Du mir, so ich Dir“ war die letzte Single bei ihrem langjĂ€hrigen Vertragspartner EMI Electrola. Schon 1973 Ă€ußerte GITTE in einem Interview: „Meine Firma und ich stritten immer wieder um die Repertoirewahl. Ganz einig sind wir uns heute noch nicht. Aber wir schlossen einen Kompromiss. Bei einer Single-Produktion wĂ€hlt eine Seite die Firma aus, auf der andern Seite singe ich, was ich will“. Dieser Kompromiss hielt bis 1975 – dann hieß es, um die B-Seite der letzten Single zu zitieren: „Goodbye. Auf Wiedersehen“.

Auch bei dieser letzten Single bei EMI hat die BRAVO sich geĂ€ußert: „GITTE vertritt auf ihrer neuen Scheibe die Aug-um-Aug-Zahn-um-Zahn-Philosophie – natĂŒrlich nur in der Liebe: „Wie du mir so ich dir“ hat einen sehr flotten Dixieland-Sound„.

Start bei RCA

Der Start bei RCA barg Licht und Schatten:  Die Single „Lass mich heute nicht allein“ war gleich ein großer Hit und erreichte einen 13. Platz in den deutschen Verkaufs-Charts. Der Song war eine Coverversion des niederlĂ€ndischen Hits „Dans met mij tot morgen vroeg“.  Und da lag dann ein Problem: Die RCA hat die Rechte nach ihrer Darstellung gemĂ€ĂŸ Vertrag des deutschen Texters DIETER RASCH mit dem belgischen Originalverleger mit dem Recht erworben, einen deutschen Text zu veröffentlichen.

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Ein anderer Verlag (Continental-Musik) vertrat hingegen die Meinung, der Song sei veröffentlicht worden, ohne sich um die Freigabe des Titels zu kĂŒmmern. Dessen Vertreter KONRAD SAMETH konstatierte: „
auf jeden Fall ist das ein handfester Skandal in der Musikszene und mit dem TONY-MARSHALL-Skandal gleichzusetzen“. Mit dieser Anspielung war TONY MARSHALLs Disqualifikation beim Grand Prix gemeint, weil „Der Star“ bereits Jahre vor dem Grand Prix öffentlich aufgefĂŒhrt wurde. Pikant: Produziert wurde GITTEs erste Single bei RCA ausgerechnet von jenem DETLEF PETERSEN, der auch „Der Star“ komponiert hatte.

Zufrieden mit dem Wechsel

Dennoch fĂŒhlte sich GITTE dem Vernehmen nach mit dem Wechsel zur RCA wohl – ihr (Noch-)Ehemann und Manager gab zu Protokoll: „Als GITTE zur RCA kam, war sie von Anfang an der Topstar, und alle haben sich sehr darum bemĂŒht, optimale Arbeit fĂŒr sie und ihren Erfolg zu leisten“. Untermauert wird diese These mit einem Zitat der Werbung fĂŒr die erste RCA-Single: „GITTE ist eine der begabtesten jungen KĂŒnstlerinnen unserer Zeit, die jede Show par excellence auf die Bretter legt“.

Zweite TV-Show

Am 26.05.1976 wurde Gittes zweite TV-Show gesendet – ein vom SWF aufgezeichnetes Portrait, bei dem nicht nur drei Titel ihrer neuen LP „Was wĂ€r ich ohne Dich?“ zu hören waren, sondern auch AuszĂŒge eines Jazzkonzerts mit GITTE, das in DĂŒsseldorf gegeben wurde – ihre Liebe zu dieser Musikrichtung hat sie nie aufgegeben.

ABBA-Herren produzieren GITTE

Ihre im Herbst 1976 erschienene zweite Single, „Happy End“ platzierte sich zwar in Dieter Thomas Hecks ZDF-Hitparade – ein Erfolg wurde die nur selten auf CD zu findende Nummer allerdings nicht, was angesichts der prominenten Co-Produzenten bemerkenswert ist: Niemand anders als ABBA-Musiker BJÖRN ULVEAUS und BENNY ANDERSSON produzierten die Single mit – Skandinaven mĂŒssen eben zusammen halten. Es ist schon erstaunlich, dass diese starke Nummer sich nicht in die Verkaufshitparade einschmuggeln konnte.

Passendes Abschiedslied

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In die Zeit mehrerer Abschiede – Scheidung von ihrem Ehemann und kurz darauf Trennung von Manager DIETER BEHLINDA – scheinen Abschiedslieder ganz gut zu passen – so startete Gitte das Jahr 1977 erneut mit einem solchen Song: „Bye Bye Bel Ami“ war bereits Gittes letzter Charts-Erfolg der RCA-Ära. Der Legende nach sollte das Lied in Anspielung auf ihren Liebhaber in „Bye Bye Behlinda“ umbenannt werden, was dieser aber wohl zu verhindern wusste.

Historisch ist der Song auch deshalb, weil GITTE damit in der ZDF-Hitparade auftrat, im Publikum saß, unschuldig in die Kamera guckte – aber nichts zu hören war, weil das Mikrofon defekt war. Wieder mal denkt man im Zeitalter der Plastikshows wehmĂŒtig an alte Zeiten zurĂŒck, in denen solche erfrischende Pannen möglich waren, in denen man aber erkennen konnte, dass da eben der Gesang wirklich LIVE war und die KĂŒnstler auch wirklich singen konnten. Das Lied prĂ€sentierte die DĂ€nin am 2. Juni 1977 ĂŒbrigens auch in der Starparade des ZDF.

Nach der Zeit des Abschiednehmens sollte es wohl wieder um die Freude gehen: „Shake Me“ – „mach was und ich freu mich“ – GITTE hatte zwar wieder Spaß an der Freude, aber der von „PABLO PENCIL“ komponierte Song kam nicht wirklich beim Publikum an. Aus dem LESLEY-HAMILTON-Hit „No Hollywood Movie“ machte der Textdichter PETER ZENTNER fĂŒr Gitte „Von Hollywood trĂ€umen“ – das war zwar ein veritabler Rundfunk-Hit und wird auch heute hin und wieder gerne gespielt, schaffte es aber nicht in die Charts.

Diesmal war das Statement der BRAVO durchaus interessant: „Sie hĂ€tte eigentlich etwas Besseres verdient als ausgerechnet auslĂ€ndische Hits nachzusingen. Trotzdem – die Melodie ist gut, der Text spricht ebenfalls an. Warum sollte sie nicht einmal wieder einen Erfolg haben?„.

Erneuter Grand-Prix-Analauf fĂŒr Luxemburg nicht von Erfolg gekrönt

Mit „Mach mich nicht schwach„, der deutschen Version von „Rien qu’une femme“, mit dem sie 1978 an der Vorentscheidung zum Grand Prix fĂŒr  Luxemburg teilnahm, letztlich aber an Baccara scheiterte und „Mach mich nicht schwach“ endete die RCA-Ära dann unspektakulĂ€r, obwohl die BRAVO den Schlager als „anspruchsvoll“ gelobt hat.

Wechsel der Plattenfirma: Global / Metronome

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„Go dav Gitte – herzlich willkommen bei Global und Metronome“ – so inserierte im FrĂŒhjahr 1980 Gittes neue Plattenfirma, um auf ihre dortige erste Single „Mach das doch noch einmal mit mir“ hinzuweisen. Die damals nur auf dieser Single erschienene Nummer war die deutsche Version des damaligen Hits „Do That One More Time“ von THE CAPTAIN & TENNILLE kann man wohl als Fehlstart bezeichnen.

Danach aber produzierte sie in den MĂŒnchener Arco-Studios eine Konzept-LP namens „Bleib doch bis zum Sonntag“, die eine Eindeutschung der LP „Tell Me On A Sunday“ war mit Liedern des erfolgreichen Musical-Komponisten ANDREW LLOYD-WEBBER, zu denen MICHAEL KUNZE die deutschen Texte verfasste. Textdichter der internationalen LP in Interpretation von SĂ€ngerin MARTI WEBB war ĂŒbrigens DON BLACK, der kurze Zeit spĂ€ter auch einige Texte zu UDO JÜRGENS‘-US-LP „Leave A Little Love“ beisteuerte.

Riesen-Hit „Freu dich bloß nicht zu frĂŒh“

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Gleich die erste Single-Auskopplung der LP wurde ein Riesen-Hit, der sogar in die Top-10 der deutschen Single-Charts kam: „Freu Dich bloß nicht zu frĂŒh„. Die LP war der erste Longplay Gittes ĂŒberhaupt, der es in die deutschen LP-Verkaufsbestenliste schaffte, wenngleich selbst diese viel beachtete Scheibe sich nur kurz dort platzieren konnte.

FĂŒr ihre LP wurde Gitte der deutsche Schallplattenpreis der deutschen Phonoakademie verliehen. In der BegrĂŒndung hieß es: „Die Interpretin, deren IntensitĂ€t, stimmliche PrĂ€senz und Ausdruckskraft sich lĂ€ngst im ShowgeschĂ€ft bewĂ€hrt haben, ĂŒberrascht mit Titeln, in denen sie ihren eigenen QualitĂ€tsanspruch voll einlöst“ – wow, das ist mal ein Kompliment.

Auf den Spuren von BARBARA STREISAND

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Dass Gitte eine exzellente Cover-SĂ€ngerin ist, bewies sie auch mit ihrer nĂ€chsten Single, die auch sehr erfolgreich war. Aus Barbara Streisands Welthit „Woman In Love“ machte Texter Michael Kunze „Die Frau, die Dich liebt„. Parallel zu ihrer Version erschien auch eine deutsche Version MARIANNE ROSENBERG („Ich hab auf Liebe gesetzt“, getextet von BERND MEINUNGER), die aber nicht so erfolgreich wurde wie GITTEs Version, obwohl MARIANNE ROSENBERGs Version frĂŒher auf dem Markt war als die von GITTE.

„Etwas ist geschehen…“

Nach dem großen Erfolg mit Hit-Adaptionen ging man diesen Weg weiter. Ein Oldie der 60er Jahre (Original von GENE PITNEY) wurde 1981 von MARC ALMOND neu aufgelegt: „Something’s Gotten Hold Of My Heart“ – die Neuaufnahme war in Deutschland erfolgreicher als das Original und erklomm Platz 1 der deutschen Single-Charts, was wohl Anlass genug fĂŒr GITTE war, eine deutsche Originalversion auf den Markt zu bringen: „Etwas ist geschehen“ konnte zwar nicht an den Erfolg der englischen Version anknĂŒpfen, wurde aber dennoch zum passablen Hit.

Die langsam aufschwappende Neue Deutsche Welle machte dann auch vorerst vor GITTE nicht halt: „Ungehemmt„, die deutsche Version des OLIVIA-NEWTON-JOHN-Hits „Physical“, lief zwar leidlich gut im Radio, konnte sich aber nicht in den Verkaufs-Charts platzieren.

OLIVER ONIONS produzieren GITTE-Album

Kurze Zeit spĂ€ter erschien ein von den italienischen BrĂŒdern MAURIZIO und GUIDO DE ANGELIS (besser bekannt als OLIVER ONIONS, die kurz zuvor mit „Santa Maria“ einen Riesenhit hatten) produziertes Album, aus dem einige Singles ausgekoppelt wurden. Als erste Single aus dem Album erschien „Der Anruf (er rief an)„, die deutschen Version eines Liedes von TANJA SOLNIK, spĂ€ter auch von BONNIE BIANCO veröffentlicht – die Single blieb weithin unbeachtet. Komponiert wurde der Song von MAURIZIO und GUIDO DE ANGELIS.

Evergreen nicht in den Charts

Es folgte der von den BrĂŒdern komponierte Song „Ich bin stark„, eine Single, die erstaunlicherweise kein großer kommerzieller Erfolg wurde. Schade – weder die imposante Komposition noch der ausgesprochen starke Text von MICHAEL KUNZE wurden in der BlĂŒtezeit der NDW wirklich wahrgenommen. Macht nichts, es ist und bleibt ein starker GITTE-Song.

Aller guten Dinge sind drei – als erfolgreichste Nummer aus dem „Ungeschminkt“-Album etablierte sich der Song „Ich will alles„, erneut von den DE-ANGELIS-BrĂŒdern komponiert. Mit dem Song kam die DĂ€nin in die Single-Charts und erreichte damit insbesondere einen großen bis heute gern gespielten Radiohit, den wohl gerade emanzipierte Frauen sehr mögen.

Konzeptalbum erstmals mit Nachnamen „HAENNING“.

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Mit der folgenden LP ging Global-Plattenboss PETER KIRSTEN dann neue Wege. Erstens verpasste er Gitte ihren Nachnamen „HAENNING“ (vorher erschienen ihre TontrĂ€ger unter ihrem Vornamen) und zweitens prĂ€sentierte er mit „BerĂŒhrungen“ ein so genanntes „Konzeptalbum“. 1983 lud er Medienvertreter in große deutsche StĂ€dte ein, um sich von der QualitĂ€t des Albums zu ĂŒberzeugen und brachte neben Gitte auch gleich Kopfhörer mit, damit sich jeder bestmöglich vom Sound des Albums ĂŒberzeugen konnte.

„Jeder Titel dieses Albums erzĂ€hlt eine Episode – es schließt sich das nĂ€chste Ereignis an das vorangegangene nahtlos an. Schon deshalb hat die handelsĂŒbliche Platte keine Kennrillen. Nur fĂŒr die Freunde vom Funk gibt es eine Sonderpressung mit Zwischenrillen. MICHAEL KUNZE hat fĂŒr seine subtilen Texte in GITTE HAENNING die richtige, die möglicherweise einzige Interpretin bekommen, die das packen konnte“ – so war es im Branchenblatt Musikmarkt zu lesen. SpĂ€ter war der Longplay sogar Basis fĂŒr eine ZDF-TV-Show.

Die Rechnung ging auf: Das Album „BerĂŒhrungen“ wurde GITTEs einziges LP-Top-10-Album, das ĂŒber viele Monate in den Charts vertreten war. Es wurde mit GOLD ausgezeichnet. Die gleichnamige Personality-Show lief 1984 in der ARD und wurde vom BR produziert. Regie fĂŒhrte GITTEs damaliger Lebenspartner PIT WEYRICH. Kurz zuvor wurde ĂŒbrigens die ZDF-Show „Stark ist keiner allein – Die Gitte Show“ am 08.12.1983 vom ZDF ausgestrahlt, die aber keine Songs aus dem Album beinhaltete.

„Lampenfieber“ im DONNA-SUMMER-Sound

Gleich die erste Single-Auskopplung, „Lampenfieber„, hatte es in sich. Die Disco-Nummer, die etwas an DONNA SUMMERs  „She Works Hard for the Money“ erinnert, wurde GITTEs letzter großer Hit in Deutschland, der sogar als Maxi-Version erschien.

Die weiteren Auskopplungen aus dem Album, „So liebst nur Du“ (deutsche Version der von dem SILBER-CONVENTION-„Macher“ SILVESTER LEAVEY mit komponierten Nummer „Only You Can Love Me This Way“) und der Liebeskummerkiller-Song „Liebe – nein danke“ („Liebe, nein danke-  jetzt hab ich die Nase voll. Dabei kommt ja doch nichts raus. Ich bin nur ich, und ich kann mich fĂŒr dich nicht verĂ€ndern, ich hab nur ein Leben…“)  hatten nicht mehr DAS Hit-Potenzial, vermutlich haben sich die Fans alle damals das Album gekauft.

Erste Deutschland-Tour

1984 ging dann ein lang gehegter Wunsch GITTEs in ErfĂŒllung – im MĂ€rz startete ihre erste(!) Deutschland-Tour unter dem Motto „BerĂŒhrungen“, in dem sie insbesondere die Lieder ihrer Global-Schallplatten prĂ€sentierte. Dazu wurde kurz spĂ€ter auch eine Live-LP herausgebracht („Live – mit Lampenfieber auf Tournee“).  Danach machte sie eine lĂ€ngere Pause – unter anderem auch, weil sie vom Bobtail ihres damaligen LebensgefĂ€hrten PIT WEYRICHs ins Gesicht gebissen wurde, woran sie lĂ€nger laborieren musste.

Im Rahmen einer Best-Of CD („Meilensteine“), auf dem ihre Global-Erfolge zusammengefasst wurden, erschien dann auch eine Single namens „Aber Liebe ist es nicht„.

Letztes Global-Album: „Jetzt erst recht!“

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1987 meldete sich GITTE dann nach lĂ€ngerer Zeit mit einem neuen Album zurĂŒck, dessen Name Programm sein sollte: „Jetzt erst recht!“. Dieser trotzige Titel des letzten bei Global erschienenen Albums fĂŒhrte nicht zum gewĂŒnschten Erfolg – die Platte blieb weitgehend unbeachtet, ebenso die darauf enthaltenen Singles „Sonne und Mond„, „AufwĂ€rts“ und „Du tust mir so gut„. – Das ist um so erstaunlicher, als die Platte in großen TV-Shows wie „Die verflixte 7″ und „Wetten, dass“ vorgestellt wurde. Mit der Scheibe im GepĂ€ck ging Gitte im MĂ€rz 1987 auch erneut auf Deutschland-Tour.

Mit der deutschen Version des Donna Summer-Hits „Mac Arthur Park“ endeten dann die Achtziger Jahre und endgĂŒltig auch die Global-Ära.

1993: Album „Liebster“ erschein bei Warner

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Danach machte GITTE eine lĂ€ngere Pause – erst 1993 gab es bei der neuen Plattenfirma Warner wieder ein Lebenszeichen von ihr in Form der CD „Liebster“, die erneut im MĂŒnchener Arcor-Studio und im Bochumer Fairland-Studio entstand. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit mit der niederlĂ€ndischen Musikerin MANY MARITA VAN BAAREN. Dem Vernehmen nach waren die Texte ihres vorherigen langjĂ€hrigen Textdichters MICHAEL KUNZE zu persönlich.

Trotz guter TV-PrĂ€senz (u. a. HECKs Show „Musik liegt in der Luft“ und die NDR „Schmidt-Show“) konnte sich die deutsche Version des SAM-BROWN-Hits „Stop“ namens „Hör bitte auf!“ nicht durchsetzen.

Die Auskopplungen aus diesem Album („Bis spĂ€ter“ und „Eiskalt„) floppten gnadenlos, was zur Folge hatte, dass Gitte sich erneut ĂŒber Jahre hinweg aus dem TontrĂ€ger-GeschĂ€ft zurĂŒckzog. Zuvor absolvierte sie 1994 noch eine erneute Tour durch Deutschland unter dem Motto „Mitten in der Nacht“.

1995 Intermezzo als Musical-Darstellerin

1995 gab es ein kurzes Intermezzo als Musical-Darstellerin – aber auch sie konnte dem in Berlin aufgefĂŒhrten Musical „Shakespeare And Rock’n’Roll“ nicht zum Durchbruch verhelfen.

Letztes Album bei Warner

1998 veröffentlichte Gitte ein Album namens „My Favourite Songs“ – dort sang sie internationale Popsongs in englischer Sprache. Das Publikum folgte ihr nicht – die CD floppte, auch der fĂŒr die ZDF-Serie „Lisa Falk“ eingespielte Song „Like A Star in the Night“ blieb weithin unbeachtet. Der Vertrag mit Warner wurde daher 1999 aufgelöst.

Jazz-Album zum BĂŒhnenjubilĂ€um

AnlĂ€sslich ihres 50-jĂ€hrigen BĂŒhnenjubilĂ€ums veröffentlichte GITTE im Jahr des Todes ihres Vaters ein Album namens „Johansson“ mit Popsongs und schwedisch gesungenen Volksliedern, das sie auch im Rahmen einer kleinen Club-Tour vorstellte und dort auch die darauf enthaltenen Songs wie „Tanz der Welt“ und „Sturmkind“ prĂ€sentierte. Als weitere Single aus dem Album wurde auch „FrĂŒhling“ ausgekoppelt.

„Die GITTE-HAENNING-Story“

Kurze Zeit spĂ€ter portraitierte der renommierte Filmemacher MARC BÖTTCHER GITTE in seinem Film „Ich will alles – die Gitte Haenning Story“. BÖTTCHER, der schon mit einem Portrait der SĂ€ngerin ALEXANDRAviel beachtet wurde, rĂ€umte dafĂŒr erneut Preise ab – das Portrait Gittes erschien auch auf DVD.

Erfolgreiches Kapitel: „GWS“ – GITTE, WENCKE, SIW

2005 begann auch eine viel beachtete Tour GITTEs mit ihren skandinavischen Kolleginnen WENCKE MYHRE und SIW MALMKVIST. Unter dem Motto „GWS -die Show“ (GWS fĂŒr GITTE-WENCKE-SIW) rĂ€umten die Nordlichter massiv ab, u. a. hatten sie bei DIETER THOMAS HECKs TV-Show „Die Goldene Stimmgabel“ einen beeindruckenden Live-Auftritt. Die CD zur Tournee konnte sich sogar in den deutschen CD-Charts platzieren.

Bislang letztes Album erschien 2010

Danach wurde es erneut recht ruhig um GITTE – bis zum Jahr 2010. Unter dem Label Universal veröffentlichte sie ihre bis dato letzte CD in Deutschland namens „Was Ihr wollt“ mit Neuaufnahmen ihrer großen Erfolge. Ihr auf dem Cover abgebildetes Outfit mag gewöhnungsbedĂŒrftig sein – aber GITTE war immer Individualistin, dennoch konnte sich das Album nur eine Woche in den Top 100 der deutschen CD-Charts halten.

„Still Crazy“

In Sachen „Schlager“ ist es fĂŒr GITTE sehr ruhig geworden. Hin und wieder singt sie einzelne Titel im Fernsehen wie z. B. zuletzt im „Fernsehgarten“ und am 10. Juli bei der Ausstrahlung der Show „50 Jahre ZDF-Hitparade – die Zugabe“. Im Fernsehgarten waren ihre gesungenen Hits immerhin noch erkennbar und nicht völlig verfremdet.

Mit einem launigen Programm ist GITTE (, wenn das wieder möglich ist), auf Tour. Motto: „Still Crazy“. Hier und da ist zu hören, dass einige Fans enttĂ€uscht sind, dass die SĂ€ngerin sich derart von ihrem ehemaligen Schaffen entfernt hat – sie versteht sich nun mal als Jazzerin. Dennoch gibt es bei ihren Auftritten hier und da einige Einlagen mit ihren alten Hits – vielleict kultiviert sie das ja auch wieder mehr – die Auftritte im ZDF lassen das zumindest erhoffen, zu tief ist die Sehnsucht der Fans auch und gerade nach den großen Erfolgen.

Bereicherung fĂŒr deutsche Schlagerszene

Wie bei so vielen SchlagersĂ€ngern und SchlagersĂ€ngerinnen ihrer Zeit, hatte GITTE ihre grĂ¶ĂŸten Erfolge mit einfachen Schlagern, die nicht dem eigentlichen musikalischen Geschmack (Jazz) konform gingen. Dennoch hat die DĂ€nin (wie so manche Skandinavierin) großen Einfluss auf die deutsche Schlagerszene genommen und die QualitĂ€t der deutschsprachigen Musikszene definitiv bereichert.

Herzlichen GlĂŒckwunsch zum Geburtstag!

Abschließend gratulieren wir Schlagerprofis GITTE HAENNING JOHANNSON herzlich zum 75. Geburtstag – alles Gute, noch viele schöne gesunde Lebensjahre und viel Freude an der Musik.

PS: Aktuell ist eine tolle Werkschau von GITTE zu einem fairen Preis erschienen: „Electrola – das ist Musik“. Wir haben HIER darĂŒber berichtet und können das 3-CD-Set nur empfehlen, geben aber den Hinweis, dass dort nur das (EMI)-Electrola-Material verwendet werden konnte.

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HELENE FISCHER: Das sagt die Plattenfirma zum 8. Nummer-1-Album „Rausch“ 0

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HELENE FISCHER: Auch Plattenfirma Ă€ußert sich zum Nummer-1-Album

Nachdem wir gestern gewohnt aktuell ĂŒber HELENEs tollen Erfolg „Platz 1 der Albumcharts“ berichten konnten, hat sich offensichtlich die Plattenfirma dazu gemeldet. Das ist uns erst jetzt aufgefallen – letztlich ist es aber nur die offizielle BestĂ€tigung dessen, was wir ohnehin selbst ermittelt haben – dennoch sind die Statements interessant, das natĂŒrlich nicht ohne Deppen-Genderei auskommt. Spannend ist, dass lt. Auskunft der Plattenfirma HELENE FISCHER schon jetzt auf Platz 2 der Jahrescharts steht. Ob ihr einmal mehr das KunststĂŒck „Album des Jahres“ gelingt? Aber: Die Konkurrenz (ADELE, ABBA u. a.) „schlĂ€ft nicht“. Wir drĂŒcken die Daumen. 

Text der Plattenfirma zum Nummer-1-Album

Helene Fischer erobert mit “Rausch” direkt Platz 1 der Albumcharts

Auch mit ihrem neuen Album “Rausch” hat Helene Fischer wieder direkt Platz 1 der Offiziellen Deutschen Albumcharts erobert! Es ist das achte Album, mit dem der  gefeierten SĂ€ngerin, Songwriterin und Entertainerin hierzulande der Sprung an die Chartspitze gelingt. Eine sensationelle Bestmarke, die einmal mehr unterstreicht, dass Helene Fischer zu den außergewöhnlichsten KĂŒnstler:innen ihrer Generation gehört!

Nicht nur mit dem erneuten Platz 1 setzt sie ihre Erfolgsgeschichte fort, die Pop-Ikone feiert mit “Rausch” noch weitere Rekorde: Es ist der erfolgreichste Album-Start des Jahres 2021 und rollt so spĂ€t im Jahr das Feld von hinten auf: Nach nur einer Woche steht “Rausch” schon auf Platz 2 der Jahrescharts, gefolgt von ihrem eigenen Album „Die Helene Fischer Show – Meine schönsten Momente“ auf Platz 3. Dieses stieg heute, ebenso wie das Album “Helene Fischer”, erneut in die Top 100 ein!

Fast auf den Tag genau 10 Jahre seit ihrer ersten Spitzenplatzierung („FĂŒr einen Tag“, 28.10.2011) ist Helene Fischer ganz oben in den Charts – und hat die letzte Dekade musikalisch geprĂ€gt wie niemand sonst – national und international! Insgesamt fĂŒhrte sie in dieser Zeit 5 x die Album-Jahrescharts an. Die heutige Chartspitze beschert Helene Fischer außerdem die sagenhafte Gesamtbilanz von  32 x Platz 1 in den Charts! Ihre erste Single-Auskopplung “Vamos a Marte” mit Latin-Pop-Superstar Luis Fonsi markiert einen weiteren Meilenstein:

Es ist der erfolgreichste Single-Chart-Entry in Helene Fischers Karriere! “Vamos a Marte” schoss direkt auf Platz 2 und hat bereits weltweit ĂŒber 25 Millionen Streams generiert. Alle drei offiziellen Singles aus “Rausch” – “Vamos a Marte”, “Volle Kraft voraus” und “Null auf 100” – haben die Single-Charts erobert und sind immer noch in den Top 100 vertreten. Was fĂŒr ein grandioser Auftakt fĂŒr das nĂ€chste Kapitel – Helene Fischer ist zurĂŒck und das mit voller Kraft!

„Rausch“ ist Helene Fischers bisher persönlichstes Werk. Sinnlicher, kĂ€mpferischer und aufregender als je zuvor, prĂ€sentiert sie ein Album fĂŒr die Seele und die Sinne. Helene Fischer hat viele der neuen Songs mitgeschrieben und -komponiert. Ein Album, so intensiv und leidenschaftlich, so berauschend schön und mitreißend – und eine Aufforderung sich mutig ins Leben zu stĂŒrzen, zu lieben, zu lachen und Augenblicke bewusst zu erleben.

Tom Bohne, President Music Domestic Universal Music Deutschland: „Helene ist ein echtes PhĂ€nomen: mega-kreativ, mega-erfolgreich und mega-sympathisch. Und so setzt sie auch mit dem achten Nummer 1 Album ‚Rausch‘ wieder neue MaßstĂ€be. Helene ist so authentisch, so nah und so wahrhaftig wie nie zuvor. Mit inzwischen 32 Wochen auf Platz 1 der Album-Charts ist Helene ein Fixstern am deutschen Musikhimmel und strahlte noch nie heller als in diesem Moment. Herzlichen GlĂŒckwunsch, liebe Helene, zu diesem gigantischen Erfolg.“

Frank Briegmann, Chairman & CEO Universal Music Central Europe und Deutsche Grammophon: „Rausch ist Helenes achtes Studioalbum auf der Nummer 1 in den Album Charts. Sie spielt auch damit in ihrer eigenen Liga, und wir freuen uns sehr, das Team an ihrer Seite zu sein. Herzlichen GlĂŒckwunsch zu dieser neuen Nummer 1 und zum erfolgreichsten Albumstart des Jahres von deinem gesamten Universal Music Team, liebe Helene.“

 

Wer mehr ĂŒber die Geschichte hinter dem Album und die Entstehung erfahren möchte, kann sich die ZDF Dokumentation “Im Rausch der Sinne”, die am vergangenen Samstag ausgestrahlt wurde, in der ZDF Mediathek ansehen. Helene Fischer setzt mit “Im Rausch der Sinne” neue kĂŒnstlerische MaßstĂ€be. Jeder Song wird auf besondere Weise kunstvoll und aufregend inszeniert. Durch den high-end produzierten Musikfilm mit persönlichen Geschichten fĂŒhrt Helene Fischer selbst.

Quelle: Universal
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Update: CHRISTIN STARK: Heiratsantrag an MATTHIAS REIM beim Schlagerbooom? 0

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CHRISTIN STARK: Emotionaler Moment vor einem Jahr beim „Schlager-JubilĂ€um“

Vor einem Jahr gab es aus allseits bekannten GrĂŒnden KEINEN Schlagerbooom. Stattdessen gab es ein „Schlager-JubilĂ€um“, bei dem wie so oft MATTHIAS REIM eine Rolle spielte. Vor einem Jahr ebenfalls mit dabei: CHRISTIN STARK. Es wurden an jenem Abend Clips eingespielt von MATTHIAS REIM, MARIE REIM und JULIAN REIM, in denen CHRISTIN „geherzt“ wurde, was die SĂ€ngerin offensichtlich und ungespielt sehr gerĂŒhrt hat – insbesondere die damaligen Worte von MATTHIAS REIM (siehe auch HIER): 

Sie hat selbst mich dazu gekriegt – ich bin immer ein Familienmuffel gewesen – dass ich anfange, Familie zu genießen. Das ist ihr Werk. 

Ominöse Videobotschaft

Wer diese Vorgeschichte kennt, kommt ins GrĂŒbeln. Ganz offensichtlich wird es einen neuen Song von CHRISTIN STARK geben. Der soll am heutigen Samstag erscheinen. Nur – wir finden noch nichts. WĂ€re der Song „normal“ erschienen, hĂ€tten wir uns vielleicht keine großen Gedanken gemacht – aber so…: diese merkwĂŒrdige GeheimniskrĂ€merei – kennen wir das nicht? Ist da vielleicht etwas „im Busch?“ Ganz offensichtlich wird der neue Song von CHRISTIN STARK (vermutlich mit dem Titel „Rock mein Herz“, wobei der Songtitel eventuell etwas abweicht) ja beim Schlagerbooom prĂ€sentiert. Aber: Er wird vor der Sendung unter Verschluss gehalten (kurzzeitig soll er bei MPN irrtĂŒmlich schon veröffentlicht gewesen sein) und CHRISTIN war am Freitag nicht vor Ort. Was mag dahinterstecken? Im Vorfeld der VÖ sagt sie selbst: 

Mein neuer Song ist nur noch einen Herzschlag entfernt. Glaubt mir – ich freue mich wahnsinnig, wenn ihr meinen neuen Song am kommenden Samstag endlich hören könnt. Es ist nicht einfach nur ein Song, es ist viel mehr – bleibt gespannt!

Freudige Überraschung beim Schlagerbooom?

Nun sind ja die Inszenierungen bei Sendungen von FLORIAN SILBEREISEN legendĂ€r. Wir erinnern uns an den „ĂŒberraschenden“ Auftritt von MARINA MARX bei den Schlagerchampions – legendĂ€r ihr Backstageausweis, der vermutlich irrtĂŒmlich eingeblendet wurde. Wir Schlagerprofis haben ca. eine Stunde ihren Auftritt angekĂŒndigt, die SĂ€ngerin hingegen wusste von nichts – nee isss klar. Viel anrĂŒhrender war da natĂŒrlich der Heiratsantrag von STEFAN MROSS an seine ANNA-CARINA. Moment – Heiratsantrag? Das war doch so schön – könnte man das nicht wiederholen? Vielleicht diesmal anders herum? Also die Frau macht dem Mann einen Antrag? Das kĂ€me doch bestimmt gut an. Nur – welches Paar kĂ€me da in Frage…? 🙂 🙂 – Zitat: „Es ist nicht einfach nur ein Song, es ist viel mehr…

Kurioser Plattenfirmenwechsel

Also wenn CHRISTIN STARK ihrem MATTHIAS heute Abend einen Heiratsantrag machen sollte – wir halten das fĂŒr möglich -, ist ihr Wechsel der Plattenfirma erst recht „kurios“. Wir erinnern uns: Aktuell ist CHRISTIN bei Sony Music unter Vertrag, angeblich wechselt sie zu Electrola und wĂ€re damit dann bei einer anderen Plattenfirma als ihr Mann Verlobter Freund. Aus unserer Sicht macht es keinen Unterschied – beide großen Firmen sind mit Verlaub gleich „erstaunlich“ im Marketing, so dass man CHRISTIN nur wĂŒnschen kann, dass sie mit diesem Wechsel keinen Fehler gemacht hat. 

Update: 

Nun kennen wir die HintergrĂŒnde – Kind Nummer 7 (aus der Sicht von MATTHIAS) ist da, und CHRISTIN STARK und MATTHIAS REIM sind seit dem 14. April 2020 miteinander verheiratet. So etwas muss man natĂŒrlich im Rahmen einer Samstagabendshow kundtun :)… – so wissen wir schon, wer in 20 Jahren dann „Newcomer des Jahres“ sein wird, ohne je ein Album aufgenommen zu haben – drĂŒcken wir schon jetzt mal die Daumen dafĂŒr. Das „Rock’n’Roll-Baby“ wird sicher seinen Spaß haben, wenn CHRISTIN STARK und MATTHIAS REIM gemeinsam auf Tour gehen….

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