UDO JÜRGENS: Seine erste Single „Es waren weiße Chrysanthemen“ erschien vor 65 Jahren Kommentare deaktiviert fĂŒr UDO JÜRGENS: Seine erste Single „Es waren weiße Chrysanthemen“ erschien vor 65 Jahren

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UDO JÜRGENS: Mitte der 1950er Jahre Pianist der „UDO BOLAN Band“

In der ersten HĂ€lfte der 1950er Jahre begann UDO JÜRGENS, als Musiker Geld zu verdienen. Er grĂŒndete eine eigene Band und nannte sich in Anlehnung an seinen Namen (JÜRGEN UDO BOCKELMANN) „UDO BOLAN“ und wurde damit recht populĂ€r. (Weitere Bandmitglieder waren ĂŒbrigens der spĂ€tere Chemiker KLAUS BEHMEL (Gitarre) und der spĂ€tere Beamte BRUNO GEIGER (Schlagzeug).

WERNER MÜLLER: RIAS-Tanzorchester-Chef sorgt fĂŒr ersten Plattenvertrag

Ende 1955 schickte UDO JÜRGENS ein Tonband mit eigenen Aufnahmen nach Berlin zu WERNER MÜLLER, der damals der Chef des RIAS-Tanzorchesters war. Große Ehre fĂŒr UDO: MÜLLER lud ihn nach Berlin zu Probeaufnahmen ein. Der Berliner Zeitung erzĂ€hlte UDO JÜRGENS ĂŒber diese AnfĂ€nge:

„Ich kann gar nicht sagen, was das fĂŒr mich bedeutet hat! Ich stand auf dem KurfĂŒrstendamm, kam aus der österreichischen Provinz auf einmal in eine Millionenstadt. Die Zusammenarbeit mit Werner MĂŒller prĂ€gte meine ganze Karriere. Danach gab’s die ersten PlattenvertrĂ€ge.“

WERNER MÜLLER riet zu KĂŒnstlernamen UDO JÜRGENS

Mit anderen Worten war WERNER MÜLLER derjenige, der den Kontakt zur damaligen Schallplattenfirma Heliodor herstellte. Er war es auch, der UDO dazu riet, einen neuen KĂŒnstlernamen zu wĂ€hlen. In damaliger Zeit war der SĂ€nger BULLY BUHLAN sehr populĂ€r. Es wurde eine Verwechslungsgefahr zwischen „BUHLAN“ und „BOLAN“ gesehen – folglich wurde schon bei der ersten Schallplattenaufnahme der KĂŒnstlername „UDO JÜRGENS“ gewĂ€hlt.

Wenn auf einigen Singles (z. B. auch bei „Es waren weiße Chrysanthmen“) vom „Orchester FRANK MILLER“ die Rede ist, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es genau dieser WERNER MÜLLER war, der damit auch die erste Single von UDO JÜRGENS begleitete.

Das deckt sich mit einer der ersten Biografien von UDO JÜRGENS, die am 15. Januar 1963 in der Zeitschrift „Film-Revue“ veröffentlicht wurde. Darin heißt es:

„Der KĂ€rntner Provinzling nahm sich also ein Herz, schickte einige seiner besten Nummern an den Bandleader Werner MĂŒller am RIAS Berlin und harrte der Dinge, die da kommen sollten. O Wunder – sie kamen. Udo wurde eingeladen. Mit zitternden Knien ließ sich der blutjunge DebĂŒtant von dem berĂŒhmten Orchester begleiten und sang mit wachsender Sicherheit seine Schöpfungen, bis ihm jemand zufrieden auf die Schulter klopfte und den langersehnten Vertrag mit einer Plattenfirma in die Hand drĂŒckte.“

Kein zweiter FREDDY QUINN

UDO JÜRGENS selber war also gar nicht begeistert von den Liedern, die ihm vorgelegt worden sind. LOTHAR OLIAS, schon damals fĂŒr FREDDY QUINN tĂ€tig, komponierte seine erste Single „Es waren weiße Chrysanthemen“.

In seinem Buch „Smoking und Blue Jeans“ beschrieb UDO JÜRGENS das wie folgt:

„Vor Beginn meiner Karriere wurde ich zu Ende der fĂŒnfziger Jahre von meinem damaligen Plattenprduzenten dazu gezwungen, mich dem Stil der gerade gĂ€ngigen Schlager anzupassen.

Da hieß es dann: „Sieh mal, Udo, du musst so singen wie FREDDY QUINN. Der kommt bei den Leuten gut an und hat einen Riesenerfolg nach dem anderen.“ Ich stellte mich also um und sang mit dunkler Stimme Lieder, die von Heimweh und Seemannsabenteuern handelten. Das empfand ich nicht nur als ĂŒberaus erniedrigend, sondern ich verdiente auch keine mĂŒde Mark damit, und die Platten waren Flops.“

Ähnlich Ă€ußerte er sich viele Jahre zuvor im Rahmen einer der ersten grĂ¶ĂŸeren Biografien in einer Zeitschrift:

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Im „großen UDO-JÜRGENS-Magazin“ sagte UDO 1979 unmissverstĂ€ndlich:

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Offizielle Biografien ĂŒber viele Jahre hinweg falsch

Über einige Jahre hinweg wurde in vielen offiziellen Biografien behauptet, die erste Single „Es waren weiße Chrysanthemen“ sei 1954 veröffentlicht worden. Auch wenn Experten das klar widerlegen konnten, wurde diese Behauptung aufrecht erhalten, so zu finden ĂŒbrigens auch in UDO JÜRGENS‘ Autobiografie „Smoking und Blue Jeans“ und auch im zehn Jahre spĂ€ter(!) erschienenen Buch „Unter’m Smoking GĂ€nsehaut“.

Und wer im Januar 2000 die Webseite seiner Plattenfirma aufschlug, las Folgendes (ja, das haben wir vor ĂŒber 21 Jahren aus dem Netz in weiser Voraussicht einfach mal so ausgedruckt:-)):

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Jahre vorher war DAS in den Promotion-Unterlagen zum Album „Geradeaus“ ĂŒber Udos erste Single zu finden:

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Heliodor erste Plattenfirma

„Pech“ fĂŒr die Faktenleugner war, dass die Fans ermittelt haben, dass die Plattenfirma Heliodor, ein Unterlabel der deutschen Polydor, 1954 noch gar nicht existierte. Inzwischen steht fest: „Es waren weiße Chrysanthemen“ wurde erstmals im MĂ€rz 1956, vor gut 65 Jahren, veröffentlicht. (Im Mai 1956 gab es dann noch mal eine 2. Auflage der Single, spĂ€ter dazu mehr).

„Heliodor“ stammt ĂŒbrigens aus dem Griechischen und heißt „Geschenk der Sonne“. – Verpackt wurde die Single nicht etwa wie heute ĂŒblich mit einem schönen Fotocover, sondern im fĂŒr Heliodor zum Markenzeichen gewordenen magenta-weißen Lochcover.

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Ein „kapitaler Flop“?

Bis heute wird das GerĂŒcht verbreitet, dass diese erste Single ein „kapitaler Flop“ gewesen sei – eine Formulierung, die aus dem gleichen Zusammenhang stammt wie die Behauptung, dass der Song 1954 veröffentlicht wurde. Denn: Heliodor fertigte noch eine Nachpressung der Single an, so dass die Single in gleich drei Versionen veröffentlicht wurde:

Variante 1: HEL 126/45 HH – 450022 A/B – F6 C

Variante 2: HEL 126/45 HH – 450022 A/B – F6 E

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Einziger Unterschied auf dem Label, damit aber als Erkennungsmerkmal mehrerer Auflagen dienlich: In der ersten Version wurde „Frank Miller und sein Orchester“ voll ausgeschrieben, wĂ€hrend sein Name in der zweiten Version abgekĂŒrzt wurde („Frank Miller u. s. Orchester“). Der „kapitale Flop“ wurde also in zweiter Auflage neu aufgelegt. Ganz so schlecht scheint es doch nicht gelaufen zu sein.

DarĂŒber hinaus gab es bekanntlich eine Schellack-Version des Titels.

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Komponist LOTHAR OLIAS produziert Song 15 Jahre spÀter noch einmal

15 Jahre nach UDO JÜRGENS hat dessen erste Single noch einmal jemand aufgenommen. Ein gewisser „FRED FONDA“, der spĂ€ter als FRED STRECKER als Songautor und Produzent erfolgreich werden wĂŒrde, veröffentlichte den Song „Weiße Chrysanthemen“.

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LOTHAR OLIAS war offensichtlich von dem Text nach wie vor ĂŒberzeugt und komponierte eine neue Melodie(!) zum Text von ERIK WALLNAU, die klar an den damals typischen Kompositionsstil von UDO JÜRGENS angelehnt war. Wir konnten „FRED FONDA“ alias FRED STRECKER telefonisch erreichen, um mit ihm ĂŒber diese erste Aufnahme zu sprechen.

FRED FONDA ohne Kenntnis, dass UDO das Lied bereits gesungen hatte

Kurios: FRED STRECKER wusste zum Zeitpunkt der Aufnahme gar nicht, dass LOTHAR OLIAS mit ihm einen alten Song von UDO JÜRGENS produzierte. Das hat er selbst erst Jahre spĂ€ter erfahren. Seine „neue“ Version kam laut Aussage von FRED 1971 gut an, er sei damit in vielen Rundfunkhitparaden sehr erfolgreich gewesen und habe sogar TV-Auftritte absolvieren können.

Hintergedanke der damaligen Single-Veröffentlichung sei gewesen, ihn als eine Art neuen ROY BLACK aufzubauen, dessen Karriere damals zum Zeitpunkt der Produktion im Sinkflug zu sein schien. Mit anderen Worten hat OLIAS wie schon bei UDO JÜRGENS versucht, dem SĂ€nger das „passende Image“ zu verpassen, was weder bei UDO JÜRGENS noch spĂ€ter bei „FRED FONDA“ gelungen ist.

LOTHAR OLIAS: Imageaufbau mit FREDDY QUINN ist gelungen

Zusammen mit FREDDY QUINN ist der Image-Aufbau hingegen gelungen. OLIAS schrieb ihm Lieder wie „Junge komm bald wieder“ und landete tolle Erfolge mit FREDDY. Übrigens – genau in dem Jahr, in dem die Debutsingle von UDO JÜRGENS erschien, komponierte OLIAS auch den ersten deutschen Grand-Prix-Beitrag: „So geht das jede Nacht“, gesungen von FREDDY.

Einige Jahre vorher komponierte LOTHAR OLIAS so etwas wie die „zweite Nationalhymne“: „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ wurde u. a. bei der deutschen Wiedervereinigung gesungen – aber auch bei großen Fußballerfolgen. (NatĂŒrlich ist das Lied fast alljĂ€hrlich auch beim Mainzer Karneval zu hören). Mit anderen Worten war OLIAS 1956 schon eine „große Nummer“ im SchlagergeschĂ€ft.

FĂŒr UDO JÜRGENS komponierte LOTHAR OLIAS ĂŒbrigens spĂ€ter noch weitere Titel:

  • Eine Handvoll Diamanten und
  • Die Bank von Santa FĂ©.

Arrangeur HEINZ ALESCH

Kurios: Nicht nur der Original-Komponist (LOTHAR OLIAS), sondern auch der Arrangeur von UDO JÜRENS (HEINZ ALESCH) wirkte bei der Aufnahme von „FRED FONDA“ mit. Mit anderen Worten arrangierte der Berliner nicht nur UDOs Version, sondern spĂ€ter auch FREDs Version.

Exkurs: „FRED FONDA“ noch heute im GeschĂ€ft

Nebenbei bemerkt: 50 Jahre nach seinem Schallplattendebut ist FRED STRECKER immer noch „im GeschĂ€ft“. Er komponierte die berĂŒhrende tolle neue Single von TONY MARSHALL („Mein letzter Traum“).

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UDO JÜRGENS‘ Albtraum: Seine FrĂŒhwerke erscheinen 2008 erstmals auf CD

Wie oben beschrieben, hat UDO JÜRGENS selbst seine alten FrĂŒhwerke weggeschmissen. Unfassbar, aber es war so: Über viele Jahrzehnte hinweg waren diese alten Aufnahmen fĂŒr die Fans auch nicht verfĂŒgbar. Mehr „aus Versehen“ gab es einmal eine Veröffentlichung von Bear Family Records. Die LP „Udo 57 – 60“ erschein 1980 und verschwand auch wieder recht schnell vom Markt. Seine erste Single ist auf dem Sampler aber nicht enthalten.

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FĂŒr Fans kaum nachvollziehbar, haben die Inhaber der Rechte, Polydor bzw. heute Universal, vielleicht aus GrĂŒnden der PietĂ€t oder auch aus finaniellen GrĂŒnden sehr lange darauf verzichtet, diese alten Aufnahmen neu zu veröffentlichen. Im Jahr 2008 kam aber Membran Records als erstes Label auf die Idee, die alten Lieder auf CD zu veröffentlichen. Hintergrund war mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass die Rechte nach damaligen Vorschriften nach 50 Jahren erlöschen und die Aufnahmen frei veröffentlicht werden können.

Im Ergebnis erschien am 07.03.2008 das Album „Aller Anfang ist schwer“. Logisch, dass das Album zeitnah von uns abgerufen wurde:

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Im Booklet wurde klargestellt, dass es historische Aufnahmen sind, die nicht dem spĂ€teren Anspruch von UDO JÜRGENS genĂŒgen. Leider wurde selbst 2008 noch 1954 als Jahr der ersten Single-Veröffentlichung genannt. Jedenfalls war damals – 2008 – das „Tabu gebrochen“: Die FrĂŒwerke von UDO JÜRGENS waren erneut in Umlauf geraten. Und das, obwohl kurz zuvor in einer Talkshow mit JOHANNES B. KERNER verkĂŒndet wurde, man habe die Rechte an „allen Liedern“ erworben. 

Polydor (Universal) zieht nach und veröffentlicht „Die Polydor-Jahre“

Es hat recht lange gedauert, aber am 16.09.2011, vor fast 10 Jahren, veröffentlichte die damalige Plattenfirma „Koch“ (heute Universal) das Album „Die Polydor-Jahre“. Damit war ein Tabu gebrochen: Auch die offizielle damalige Plattenfirma von UDO JÜRGENS hat fast alle historischen Aufnahmen neu veröffentlicht – und zwar in guter KlangqualitĂ€t. Grund genug, sich das Album zeitnah zu beschaffen:

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Alle damals verfĂŒgbaren 52 Aufnahmen der Polydor / Heliodor-Ära wurden verkoppelt. Das hat natĂŒrlich den damals Verantwortlichen so gar nicht „geschmeckt“, war aber juristisch in Ordnung. Warum die damalige Polydor so lange darauf verzichtet hat, diese Aufnahmen neu zu verkoppeln, ist bis heute schon etwas rĂ€tselhaft. Vielleicht war es tatsĂ€chlich Respekt vor UDO JÜRGENS‘ Lebensleistung und dann aben die Kapitulation vor der Sperrfrist, die nach 50 Jahren abgelaufen ist. 

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Text von „Es waren weiße Chrysanthemen“

Es waren weiße Chrysanthemen,
die ich zum Abschied dir gesandt.
Es war ein stilles Abschiednehmen,
denn ich ging in ein fernes Land.

Und sollten wir nach vielen, vielen Jahren
uns irgendwo noch einmal wiederseh’n,
dann werden weiße Chrysanthemen
wie einst in deinem Zimmer steh’n.

Blumen lieb‘ ich sehr,
dich lieb‘ ich noch mehr,
sprachst du oft zu mir in froher Zeit.
Blumen sind dein Freund,
der es ehrlich meint,
nicht allein im GlĂŒck, nein auch im Leid!

„Leider kein Hochglanzfoto“

Zum Schluss ein kleiner Scherz ;)… – wir hĂ€tten ja gerne ein Hochglanzfoto als Titelfoto genommen. Das hat aber nicht funktioniert – warum nicht, ist hier nachzulesen:

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(Danke an RENÉ JOCHADE fĂŒr seine Hinweise zu diesem Artikel und die Autogrammkarten-Scans)

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NANA MOUSKOURI: Goldene Henne fĂŒr das Lebenswerk 0

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NANA MOUSKOURI: FLORIAN SILBEREISEN verrĂ€t, dass sie die Goldene Henne fĂŒr das Lebenswerk erhĂ€lt

Einem sehr großen Namen nicht nur des deutschen Schlagers wird die Ehre der Goldenen Henne fĂŒr das Lebenswerk zuteil. Wie FLORIAN SILBEREISEN beim „Riverboat“ verraten hat, bekommt NANA MOUSKOURI diese Auszeichnung. Über 60 Jahre ist es her, dass NANA ihren deutschen Superhit landete – damals sah die Werbung fĂŒr Schallplatten noch so aus:

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Das Fachblatt „Der Musikmarkt“ machte NANA als erfolgreichste SĂ€ngerin des Jahres 1961 aus – noch VOR der damals ĂŒberaus populĂ€ren CATERINA VALENTE.

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Premiere Oktober 1961 – Gold Februar 1962

Bei einem Galaempfang, den die griechische Botschaft am 5. Oktober 1961 anlĂ€sslich der Filmpremiere „Traumland der Sehnsucht“ veranstaltete, feierte der Schlager, der allerdings schon zuvor im Sommer als Schallplatte erschien, seine Live-Premiere. Bereits am 20. Februar 1962 wurde NANA in MĂŒnchen vom Direktor der Musikabteilung der Deutschen Philps, HANS SCHRADE, die Goldene Schallplatte fĂŒr damals – Achtung! – eine Millionen verkaufte Singles von „Weiße Rosen aus Athen“ ĂŒberreicht. Gold gab es auch fĂŒr den Produzenten ERNST VERCH, den Textdichter HANS BRADTKE und (in Abwesenheit) den Komponisten MANOS HADJIDAKIS.

Grund genug, weiter die Werbetrommel zu rĂŒhren (damals nahmen Promoter ihren Job offensichtlich noch ernst) – was von Erfolg gekrönt war – auch „Einmal weht der SĂŒdwind wieder“ und „Ich schau den weißen Wolken nach“ waren ebenfalls Nummer-1-Hits.

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Auftritt im Rahmen von königlicher Hochzeit

Was viele nicht wissen: AnlĂ€sslich der Hochzeit der dĂ€nsichen Prinzessin ANNE MARIE mit dem griechischen König KONSTANTIN gab der König von DĂ€nemark am Abend des 8. September 1964 einen Abend fĂŒr die drei Prinzessinnen des dĂ€nischen Königshauses. Als besondere Geste gegenĂŒber dem königlichen BrĂ€utigam aus Athen wurde NANA MOUSKOURI eingeladen, um an Mitternacht Lieder ihrer Heimat zu singen. 

Einen großartigen Überblick ĂŒber das Schlagerschaffen liefert der hochwertige Sampler „Die Stimme der Sehnsucht“, den wir HIER vorgestellt haben. 

 

 

 

 

 

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UDO JÜRGENS: Heute wĂ€re er 88 Jahre alt geworden – unerreicht bis heute 0

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UDO JÜRGENS: Er fehlt

KĂŒnstler wie UDO JÜRGENS gibt es heute nicht mehr – mit ROLAND KAISER und HOWARD CARPENDALE gibt es zwar noch zwei Vertreter der „Unterhaltung mit Haltung“, dahinter wird es aber wirklich eng. FĂŒr uns ist UDO JÜRGENS bis heute einmalig, absolut unerreicht. Die große philosophische Tiefe seiner Texte und die lyrische Schönheit der von ihm gewĂ€hlten Worte gepaart mit seinen anspruchsvollen, komplexen Kompositionen waren nur ein Teil seines Schaffens – er konnte genau so gut Stimmung machen und sorgte fĂŒr Evergreens, die bis heute ĂŒberaus beliebt sind. Besser als ein österreichischer Artikel der Wiener Zeitung, der HIER abgedruckt wurde, können wir es nicht ausdrĂŒcken. 

Hier ein Text von WALTER BRANDIN fĂŒr UDO JÜRGENS getexteter Song aus dem Jahr 1968:

 

Ich glaube, dass man nichts vom Krieg mehr wĂŒsste, 
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spĂŒrt. 
Ich glaube, diese Welt mĂŒsste groß genug, weit genug, reich genug fĂŒr uns alle sein. 

Auch dieses Lied aus dem Album „Udo 71“ ist aktueller denn je: 

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Danke, UDO, dass es dich gab. Du fehlst!

Foto: Sony Music, Dominik Beckmann

 

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