HEINO: Aberwitzige Posse um Titel seines Programms durch Intervention des DĂĽsseldorfer BĂĽrgermeisters beigelegt Kommentare deaktiviert fĂĽr HEINO: Aberwitzige Posse um Titel seines Programms durch Intervention des DĂĽsseldorfer BĂĽrgermeisters beigelegt

Heino Weniger ist mehr Akustik

HEINO: DĂĽsseldorfer „Tonhalle“ stört sich an seinem Programmtitel „Deutscher Liederabend“

Der deutsche Heimatsänger HEINO ist eine Ikone. Es gibt wohl kaum einen Deutschen, der den blonden Barden mit dem Markenzeichen „Sonnenbrille“ nicht kennt. Immer wieder erfindet sich der Sänger neu, in den vergangenen Jahren war er sogar als Rocksänger unterwegs. Toll: Die Rocker-Szene hatte keinerlei BerĂĽhrungsängste mit HEINO – im Gegenteil, er wurde zumindest nach unseren Beobachtungen warmherzig in die „Rocker-Familie“ aufgenommen, das konnten wir klar beim Konzert in der Oberhausener Turbinenhalle feststellen.

Umbenennung seiner Tournee

Eigentlich hatte HEINO geplant, mit groĂźem Orchester auf Tour zu gehen. Motto: „HEINO goes Klassik„. Da momentan aber kurz- bis mittelfristig nicht absehbar ist, wann wieder Konzerte in groĂźem Rahmen mit groĂźem Orchester möglich sind, wurde der Titel der Tour geändert – in „ein deutscher Liederabend“. Genau das war lt. Medienberichten Anlass fĂĽr die Tonhalle DĂĽsseldorf, die Plakatierung mit Werbung fĂĽr das Konzert unterbinden zu wollen, weil man sich an diesem Begriff gestört habe.

DER SPIEGEL zitiert eine Sprecherin der Tonhalle mit den Worten (Achtung, das ist nicht der „Postillion“, das ist kein Scherz, sondern soll wirklich so gesagt worden sein): »Wir stören uns an dem etwas tĂĽmelnden Untertitel«.

„Städtische Räume sind kein Ort fĂĽr Hetze“

Es kommt noch besser. Das Management von HEINO sei lt. SPIEGEL auf eine (wie sich inzwischen herausgestellt hat nicht einmal final verabschiedete) städtische Richtlinie hingewiesen worden: „Städtische Räume sind kein Ort fĂĽr Hetze„. Wir erinnern uns: Es geht um den Begriff „ein deutscher Liederabend“.

Von 18 Konzerthallen haben 17 keine Probleme mit dem Begriff

GlĂĽcklicherweise wird HEINOs Manager HELMUT WERNER mit dem Hinweis zitiert, dass von 18 Konzerthallen 17 keinen Probleme mit dem Begriff „Ein deutscher Liederabend“ hätten.

Womöglich ein Toleranz-Problem?

Kommen wir zum Anfang des Artikels: Veranstaltungsorte wie die Turbinenhalle haben nicht mal im Traum Gedankenspiele gehabt zu sagen: „HEINO passt nicht zu uns“ – dafĂĽr ist man dort viel zu tolerant. Wer aber meint, „etwas Besseres“ zu sein, hat womöglich ein Problem damit, einen deutschen so genannten Schlagersänger in einer ehrwĂĽrdigen Halle auftreten zu lassen. Da sind Anglizismen natĂĽrlich hipper.

Auf den Livestream „Bilder einer Ausstellung“ wird mit „Save the Date“ hingewiesen. Nach eigener Logik wäre vermutlich die Begrifflichkeit „Merken Sie sich den Termin“ rassistisch gewesen? Hat man womöglich einen Grund gesucht, HEINO nicht in der Tonhalle auftreten zu lassen?

„Italienische Galanacht“ kein Problem

Der SPIEGEL zitiert den Tonhallen-Intendanten wie folgt: „Es geht hier um die Bezeichnung eines Liederabends als deutsch. Das bezieht sich dann auf die Form des Konzerts und nicht auf den Inhalt.« Das sei fachlich wie politisch nicht korrekt. Man habe in der Tonhalle auch keine deutschen Symphoniekonzerte, wenn nur Brahms und Beethoven gespielt werde.“ Ein interessantes Statement – wie sich dann die am 14.10. stattfindende italienische Galanacht (nicht einmal eine Woche nach HEINOS Konzert stattfindend) erklären lässt, wäre mal spannend zu hinterfragen.

MAX RAABE singt „Lieder der 20er und 30er Jahre“

FĂĽr den 13. September 2021 ist ein Konzert mit MAX RAABE in der Tonhalle geplant. Was den geneigten Hörer erwartet, ist auf der Webseite der Tonhalle zu finden – Zitat: „mit alt-geliebten und neu entdeckten Liedern aus den 1920er- und 1930er-Jahren.“ NatĂĽrlich ist es vollkommen abstrus und dämlich, Lieder nur deshalb zu entwerten, weil sie z. B. in den 1930er Jahren entstanden sind. – Nur: Interessant ist, dass diese AnkĂĽndigung bei der Tonhalle genau so wenig Probleme verursacht wie die „italienische Galanacht“. Nur der „deutsche Liederabend“ geht den Verantwortlichen zu weit.

BĂĽrgermeister schaltet sich ein

Ob die Tonhalle ihr Image mit derartigen Diskussionen aufgewertet hat, möge jeder fĂĽr sich entscheiden. Jedenfalls wollte DĂĽsseldorfs OberbĂĽrgermeister STEPHAN KELLER (CDU) diese Posse offensichtlich nicht mit seiner Stadt in Verbindung gebracht wissen und hat interveniert. Immerhin er hat messerscharf erkannt, dass der Begriff  „ein deutscher Liederabend“ keine nationalistische oder ähnliche Tendenz erkennen lasse.

HEINO ist gebĂĽrtiger DĂĽsseldorfer

Dass ausgerechnet die Tonhalle in DĂĽsseldorf derartige Diskussionen vom Zaun bricht, ist fĂĽr HEINO gleich doppelt ärgerlich, weil er schlieĂźlich in DĂĽsseldorf geboren wurde und dort lange Zeit beheimatet war (also, wenn man dieses böse Wort „beheimatet“ ĂĽberhaupt sagen darf). In seiner Autobiografie „Mein Weg“ schreibt er recht ausfĂĽhrlich ĂĽber schöne Jahre in seiner Heimatstadt – dass ihm ausgerechnet sein „Heimspiel“, wenn man es so sehen will, so madig gemacht wird, wäre ärgerlich fĂĽr den Barden, wenn der nicht auch gleichzeitig absolut selbstironisch ist und oft auch ĂĽber den Dingen stehend. Immerhin hat der OberbĂĽrgermeister ja eingelenkt.

Interessant wäre zu wissen, ob der Kabarettist DIETER NUHR, der ebenfalls demnächst in der Tonhalle zu Gast ist, diese Posse als „gefundenes Fressen“ zum Thema machen wird…

 

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MATTHIAS REIM & CHRISTIN STARK kĂĽndigen ĂĽberraschend gemeinsamen Song mit DDR-Legenden an 0

Bild von Schlagerprofis.de

MATTHIAS REIM und CHRISTIN STARK: Verspätete Songpremiere

MATTHIAS REIM und CHRISTIN STARK – hier und da war im „Blätterwald“ zu hören, dass sich das Paar getrennt hätte. NatĂĽrlich haben wir uns an derart unseriösen Spekulationen (man könnte auch sagen „ScheiĂźhausparolen“) nicht beteiligt. Und siehe da: Am Dienstag vor einer Woche wurde das Paar gemeinsam bei einer bemerkenswerten Autogrammstunde gesichtet.

Die beiden haben sich in die Schwarzwälder Tannheimklinik begeben, eine Reha-Klinik, die den Fokus auf jugendliche Patienten gelegt hat. Sie haben dort nicht nur Autogramme gegeben, sondern (schon vor längerer Zeit) auch einen eigenen Song fĂĽr die Einrichtung eingesungen – der gemeinsame Song heiĂźt „Stark wie ein Löwe“ – sowohl MATTHIAS REIM als auch CHRISTIN STARK wirken mit.

Prominente UnterstĂĽtzung

Neben „MATZE“ und CHRISTIN wirken weitere prominente Stars an dem neuen Song mit, z. B.:

  • TONI KRAHL (Sänger der Band CITY)
  • DIETER BIRR alias MASCHINE (Sänger der Band PUHDYS)
  • DANKIEL LĂ–BLE an den Drums (Schlagzeuger von HELLOWEEN)
  • KATHARINA VOGT (Violinistin der westdeutschen Philharmonie) spielt Geige
  • CONNIE ANDRESZKA spielt Gitarre und Bass

Das ist eine spannende Besetzung für einen demnächst zu veröffentlichenden Song, der nach unserer Kenntnis schon längst hätte veröffentlicht werden sollen.

BerĂĽhrender Text

Der Text des Liedes ist emotional – es geht um das, was manche Patienten mitmachen – aber auch um das, was so mancher Musiker erlebt: „Du warst schon da, wo kaum einer war. Tief unten im Dunkeln, du kennst die Gefahr. Warst auch schon ganz oben, weiĂźt, wie tief man fällt. Du hast gekämpft und gewonnen, jetzt gehört dir die Welt.“ Der Musiker JAN FRIEDE hat den Text geschrieben.

Wir drĂĽcken die Daumen fĂĽr einen Erfolg – nachdem wir als erstes Schlagerportal ĂĽber das Projekt berichtet haben, kommt erfahrungsgemäß Bewegung in das Projekt – wir drĂĽcken die Daumen fĂĽr die gute Sache!

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ROLAND KAISER erklärt sich mit SARAH CONNOR solidarisch 1

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ROLAND KAISER: Unerwarteter Post in Richtung SARAH CONNOR

Dass SARAH CONNOR mit ihrem Post ĂĽber ausfallende Konzerte und mangelnde Planungssicherheit viel Zustimmung erhalten hat, hat GrĂĽnde. Die Top-Sängerin ist keine Coronaleugnerin und keine Aluhut-Trägerin. Sie zeigte einfach die WidersprĂĽchlichkeiten von Entscheidungen auf und hat sich konsequent kooperativ gezeigt, die Corona-Regeln umzusetzen. Wir Schlagerprofis haben davor den Hut gezogen – dafĂĽr kann man sich nur bedanken.

Nun kommt Zustimmung auch von der Schlager-Ecke: Auch ROLAND KAISER ist offensichtlich unzufrieden mit der Hinahlte-Taktik der Politik. Wörtlich sagt ROLAND KAISER in einem aktuellen Facebook-Post:

Mein Live-Team und ich stellen uns die gleiche Frage und kämpfen ebenfalls noch um einige Nachhol-Shows im September 2021 (u. a. Goslar, Leipzig, Berlin).

Gleiche Konzertagentur wie SARAH CONNOR

Ein Schelm, der Böses dabei denkt: ROLAND KAISER ist bei der gleichen Konzertagentur wie SARAH CONNOR, nämlich bei SEMMEL. Ob hier womöglich eine „konzertierte Aktion“ hintersteckt, ist schwer zu sagen – letztlich ist aber erfreulich, dass hier Genre-ĂĽbergreifend zusammengehalten wird und damit vielleicht etwas Aufmerksamkeit erzielt werden kann.

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