CHRIS ROBERTS: Seine „Big Box“ enthält eine tolle Werkschau seiner Aufnahmen bis 1974 0

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CHRIS ROBERTS: Universal legt auch von ihm eine 4-CD-„BIG BOX“ vor

Im Jahr 1966 wurde CHRIS ROBERTS, der als Schlagzeuger der Band „Blue Rockets“ im Münchner Raum aktiv war, als Sänger entdeckt. Der Produzent HANS BERTRAM verhalf CHRIS ROBERTS zu Probeaufnahmen in die Kölner Polydor-Studios an der Olpener Straße, aufgrund derer ein „Titel-Vertrag“ mit der Firma abgeschlossen wurde.

Künstlername entstammt einem BEATLES-Song

Die unter dem Namen „Chris Robert“ (seinen  Künstlernamen wählte der Beatles-Fan von deren Stück „Dr. Robert“) veröffentlichten ersten Singles, „Baby’s Gone“ (wurde im November 1966 veröffentlicht; verkauft wurden davon ca. 4.000 Exemplare) und „Welchen Weg soll ich gehen (One more mountain to climb)“  waren Flops; mit den ersten Schallplatten im Beat-Stil gelang der Durchbruch nicht. Die ersten beiden Singles finden sich als Bonus in der „Big Box“.

Drei-Jahres-Vertrag mit Polydor

Dennoch entschloss man sich, CHRIS ROBERT(S) einen Drei-Jahres-Plattenvertrag anzubieten – wohl auch, um einen Gegenpol zum damals ebenfalls von HANS BERTRAM, dessen Frau ELISABETH unter dem Pseudonym LILIBERT bereits textete,  äußerst erfolgreich produzierten ROY BLACK zu finden. Bedingung war, dass Chris Roberts sein Studium ruhen lassen musste, um sich voll auf die Karriere konzentrieren zu können.

Durchbruch mit romantischem Lied

Das romantischer gehaltene, im März 1968 letztmals als „CHRIS ROBERT“ veröffentlichte „Wenn du mal einsam bin“ führte dann 1968 zum ersehnten Durchbruch: Ohne großen Promotion-Aufwand (keine TV-Auftritte!) wurde die auf dem vom damaligen Autoren-Erfolgs-Team LES REED und BARRY MASON („Delilah“) komponierten englischen Titel „Robottom Square“ basierende Single (Text: LILIBERT) 140.000 mal verkauft und erreichte somit auf einen beachtlichen 15. Platz der deutschen Single-Charts. Der Song lief auch gut im Rundfunk.

Erstes Album 1970: „Die Maschen der Mädchen“

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Seinen ersten Auftritt in der ZDF-Hitparade hatte CHRIS ROBERTS mit „Der große Hit“ (ebenfalls in der Big Box zu finden). Ende 1969 hatte CHRIS ROBERTS dann seinen ersten Top-10-Hit in Deutschland mit dem zweiten Titel, den er in der ZDF-Hitparade präsentieren durfte. In seinem Fall kam der „eigene“ (Nicht-Cover-) Song besser an als seine deutschen Versionen. „Die Maschen der Mädchen“, eine Komposition seines Entdeckers ROLF ARLAND (Text:GEORG BUSCHOR) führte zu CHRIS ROBERTS‘ endgültigem Durchbruch als Schlagersänger.

Grund genug, sein erstes Album genau so zu benennen. Spannend ist, dass CHRIS direkt das Konzept verfolgte, neben seinen eigenen großen Erfolgen (z. B. „Ein Mädchen nach Maß„) auch internationale Hits zu bringen. Auf seinem ersten Album z. B. „Sugar Sugar“ und „Mendocino“ im englischsprachigen Original.

Auf der Rückseite ist zu lesen:

„CHRIS besitzt, was man nicht erlernen kann. Personality, Charme, Jugend und eine Stimme, die ankommt – spätestens seit „Die Maschen der Mädchen“, wo seine Fanpost die Tausendergrenze pro Woche überschritten hat. Geboren wurde er vor 24 Jahren in München. Er war weder durch sein Elternhaus vorbelastet, noch fühlte er sich in seinen Jugendjahren besonders zur Musik hingezogen. Dennoch hat er heute einen Namen als anerkannter und erfahrener Sänger.

Die weltweite Beatwelle, aus der die bisher größte Zahl von Amateurbands hervorging, brachte den Stein ins Rollen. Wie so viele, gründete auch CHRIS ROBERTS mit einigen Freunden eine Gruppe. Man nannte sich „THE BLUE ROCKETS“ und spielte nebenberuflich in Münchner Jugendlokalen. In einem jener Clubs viel seine Stimme auf. Über Kontakte mit einem der bekanntesten Komponisten HENRY ARLAND, kam er zum Manager HANS BERTRAM.

Bald wurden die ersten beiden Singles veröffentlicht. Der große Durchbruch gelang mit „Wenn du mal einsam bist“, der deutschen Version von „Robottom Square“. Der Erfolg veranlasste CHRIS zu einer Kursänderung. Seine Tätigkeit als Schlagersänger rangierte bisher hinter seinem Elektroning.-Studium an der Technischen Hochschule. Jetzt ließ er sich exmatrikulieren, um sich ganz der klingenden Karriere zu widmen.

Dass diese Wahl die richtige war, bewiesen kurz darauf die Umsätze seiner nächsten Single „Seit ich dich gesehen“. Mit WENCKE MYHRE im Duett war er in einer Neuaufnahme der „Blume von Hawaii“ erfolgreich. Dann folgte „Der große Hit“ und seine überaus erfolgreichen „Maschen der Mädchen“.

Er präsentiert jetzt seine erste LP mit internationalen Hits wie „Mendocino“ und „Sugar Sugar“ neben einer Reihe neuer Kompositionen aus der BERTRAM-Produktion, die, wenn man an CHRIS‘ sympathische Stimme denkt, neue Erfolge für ihn bringen werden.“

Album „CHRIS ROBERTS“: Zuerst Sänger, aber auch Schauspieler

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Auf dem Album gibt es Informationen zu CHRIS ROBERTS: „Dass der Erfolgreiche den Boden unter den Füßen verliere, wird oft behauptet. Manchmal vielleicht zurecht, aber nicht, wenn die Rede von CHRIS ROBERTS ist.

„Gipfelstürmer“ wurde er genannt, was auf die Umsätze seiner Schallplatten zutrifft. Auch auf die steigende Zahl seiner Fanpost und der Verehrerpost (fragen Sie die Münchner Briefträger). Angebote für Gastspiele häufen sich auf CHRIS‘ Schreibtisch, von Heiratsanträgen ganz abgesehen. Doch alle Popularität konnte ihn nicht verändern. Er blieb, was er schon immer war: ein sympathischer junger Mann, dem die Musengötter harte Arbeit vor den Erfolg setzten.

Waren es anfangs die schweren Jahre mit der relativ unbekannten Beatgruppe, so ist es heute Rollenstudium und alles, was zu einem guten Schauspielunterricht gehört. Denn CHRIS ist lange genug im Showbusiness, um zu wissen, dass es sich auf zwei Beinen besser steht. Dass er weiterhin zuerst Sänger ist, beweist die vorliegende LP.“

Happy-Sound und Protestlieder

Der Hit des Albums war „Ich bin verliebt in die Liebe„, aber auch „Mein Name ist Hase“ war kommerziell erfolgreich. Den erstgenannten Song sang CHRIS ROBERTS auch in den Kinofilmen „Unsere Pauker gehen in die Luft“ und „Rudi benimm Dich“. Der zweite Titel war im Film „Tante Trude aus Buxtehude“ zu hören. Bemerkenswert: Ebenfalls auf dem Album zu hören ist die Anti-Kriegshymne „War“ von EDWIN STARR zu hören.

Vermehrtes Film-Engagement

Wie dem Covertext der LP zu entnehmen ist, fing CHRIS ROBERTS 1970 auch sehr erfolgreich an, als Schauspieler in Kinofilmen mitzuwirken. Er band sich damals an die Film- und Fernsehagentin RUTH KILLER und drehte in den Jahren 1970 bis 1973 nicht weniger als zehn Spielfilme.

Drittes Album: „Zum Verlieben“

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Das Album „Zum Verlieben“ schaffte es im Herbst 1971 in die Top-30 der Albumcharts. Darauf enthalten ist sein Superhit „Hab ich dir heute schon gesagt, dass ich dich liebe?„. Den Titel präsentierte CHRIS u. a. in der Filmklamotte „Rudi, benimm dich!“. Kurz darauf erhielt er von der Jugendzeitschrift BRAVO den „Goldenen Otto“ als beliebtester Sänger des Jahres 1971.

Mit „Hot Love“ und „Chirpy Chirpy Cheep Cheep“ hat er wieder zwei internationale Hits mit auf das Album genommen.

Auf der Rückseite des Plattencovers finden wir folgende Informationen.

In seinen Liedern erzählt CHRIS ROBERTS von seinen Träumen, vom Glück und von der großen Liebe. Und wie sieht bei ihm, der flirten für die schönste Sache der Welt hält, das „Ideal-Mädchen“ aus? Äußerlich muss sie mindestens 1,70 m groß sein (, denn CHRIS ist 1,87 m groß), nicht dick, aber auch nicht zu dünn. Im Wesen muss sie treu und zärtlich sein – nicht dumm, aber auch nicht zu intelligent. „Vor allem darf sie nicht arrogant sein, denn das kann ich nicht ausstehen“.

Dürfte es nicht schwer sein, so ein Mädchen zu finden? – „Oh ja, denn bis jetzt habe ich es ja noch nicht gefunden. Vielleicht“, so seufzt er, „liegt es auch daran, dass ich nur noch wenig Zeit für mein Privatleben habe.“ – Vor zwei Jahren war das noch anders. Als ein Journalist den Senkrechtstarter (so wird er in der Musikbranche genannt) fragte, was denn seine Zukunftspläne seien, freute sich CHRIS ROBERTS „auf den ersten Film“.

Nun, inzwischen hat er den fünften abgedreht. Es ist ein Genuss, mit diesem Topstar zu plaudern, der sich gleich heftig wehrt, so genannt zu werden. „Denn schließlich“, erzählt er, „lebe ich wie ein ganz normaler Mensch. Oder wie würden Sie jemanden bezeichnen, der eine ganz Vorliebe für Pommes Frittes mit viel Ketchup hat?“. So kommt auch in der Antwort auf die Frage nach seinen fantastischen Erfolgen nicht einmal sein Name vor.

„Mich unterstützt ein einfallsreiches Team und ein hervorragender Produzent, Herr BERTRAM.“ Oder gibt es ein großes Vorbild? „Ich hoffe, es klingt nicht arrogant, wenn ich sage, dass ich kein Vorbild habe. Natürlich bewundere ich viele Leute, aber ich ahme sie nicht nach.“ Wer ihn kennt, weiß das längst. CHRIS ROBERTS singt CHRIS ROBERTS. Er singt von seinen Träumen, vom Glück und von der großen Liebe: Lieder zum Verlieben.

ALBUM „Love Me“ mit Schwerpunkt auf Cover-Songs

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Neben seinem damaligen Single-Hit „Love Me“ sind auf der gleichnamigen LP insbesondere internationale Hits wie „Raindrops Keep Fallin‘ On My Head“, „Rock And Roll Music“, „Somethin‘ Stupid“ (in deutscher Version) und „Blowin‘ In the Wind“ zu hören. Die Single, die auch im Film „Immer Ärger mit Hochwürden“ präsentiert wurde, schaffte es erstmals seit längerer Zeit nicht mehr in die Top-10 der Singlecharts geschafft.

Rückseite des Covers

Um zu verstehen, warum CHRIS ROBERTS gerade diese Lieder für seine neue Langspielplatte ausgewählt hat, muss man nicht nur den Sänger, sondern auch den Menschen CHRIS ROBERTS ein bisschen näher kennen. Man muss wissen, dass er die sensationelle Karriere der letzten Jahre gemacht hat, die ihm stets vordere Hitparaden-Plätze und eine Unmenge an Auszeichnungen eingebracht hat. Die „Goldene Europa“ vom Saarländischen Rundfunk, „BRAVO“ kürte ihn (nach Auszählung der Hitlisten) zum „Sänger des Jahres ’71“.

Er erhielt 1971 und 1972 den „Goldenen Otto“ und war für die „Schallplatte“ die „Beliebteste deutsche Neuentdeckung“. Sind all diese fantastischen Ehrungen, die ja Ausdruck der Publikumswünsche sind, nicht eine große Verpflichtung? „Ja, das sind sie. Und die einzige Möglichkeit, sich zu ‚revanchieren‘ sehe ich darin, dass ich noch härter an mir arbeite, um noch besser zu werden.

Nun hat ja jede Platte neue CHRIS-ROBERTS-Freunde gewinnen können. Gibt es ein spezielles CHRIS-ROBERTS-Erfolgsrezept? – „Eigentlich nicht. Mich unterstützt ein einfallsreiches Team – an dessen Spitze Herr BERTRAM, mit dem ich ausgezeichnet zusammenarbeite.“

Aber wie würde CHRIS ROBERTS seinen Erfolg kommentieren? „Das ist schwer. Vielleicht spüren die Leute, dass ich ehrlich singe.“ – Zwölf neue Lieder enthält diese Langspielplatte. Gibt es zu den Songs eine persönliche Beziehung? „Ich habe diese persönliche Beziehung zu jedem Lied, sonst könnte ich es nicht singen. Aber ich habe mir mit dieser LP auch einen ganz persönlichen Wunsch erfüllt: Endlich die Lider aufzunehmen, die mir schon lange am Herzen lagen. Es sind große, international bekannte Titel, die mich voll fordern.“

Dann ist dies ein ganz anderer CHRIS ROBERTS? „O nein, ich singe auch hier viel über die Liebe, manchmal ein bisschen melancholisch, dann auch wieder temperamentvoll“. Es sind schöne Songs, und eine ganze Reihe davon haben dicke Hitchancen. „Daran denke ich jetzt nicht. Diese Langspielplatte sollte in erster Linie wieder ein herzliches Dankeschön an meine treuen Freunde sein.“

Album „Hab Sonne im Herzen“ mit vornehmlich eigenen TIteln

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Das Album „Hab Sonne im Herzen“ enthielt wieder vornehmlich eigene Lieder, insbesondere natürlich den Single-Hit, den CHRIR ROBERTS auch im Film „Meine Tochter – deine Tochter“ sang. Die deutsche Version eines damaligen Eurovisions-Titels („Beg, Steal Or Borrow“ – „Oh ich will betteln, ich will stehlen„) und von „Amarillo“ sorgten erneut für internationales Flair. Das Album schaffte es bis auf Platz 28 der Albumcharts – CHRIS‘ beste Chartsnotiz mit einem Album bei Polydor.

Spannend: Mit „Can’t Buy Me Love“ hat CHRIS ROBERTS sich ein Lied der von ihm sehr geschätzten BEATLES ausgesucht und deren Hit gecovert.

Text auf der Rückseite des Covers

Es ist noch gar nicht so lange her, da spielte CHRIS ROBERTS noch aus Spaß an der Sache in einer kleinen Band und hatte mit seinen drei Freunden regionale Erfolge, doch für die Zukunft dachte er an Computerschaltungen, Halbleiter und Mikrowellen, denn eigentlich wollte er Elektroingenieur werden. Das Münchner Polytechnikum sah ihn schon als Studenten, es kamen aber die ersten Schallplattenaufnahmen, und was folgte, ist inzwischen überall bekannt.

Heute zählt CHRIS ROBERTS zu den Stars im deutschen Musikgeschäft und bildet mit dem Produzenten HANS BERTRAM und Texterin LILIBERT ein sehr erfolgreiches Team. Auch die vorliegende vierte Langspielplatte von CHRIS ROBERTS bleibt im gewohnten Rahmen. Er will nicht den Lauf der Dinge verändern, und laute Töne sind nicht seine Sache. Diese Produktion hält, was der Titel verspricht: Zwölf neue Lieder, die ein wenig Sonne in den Alltag bringen.

Hit-Single „Mein Schatz, du bist ne Wucht“

Interessant sind auch die Bonuttitel, die nicht auf einer LP veröffentlicht wurden: „Mein Schatz, du bist ne Wucht“ und „Du ahnst es nicht„. Die A-Seite war 2-Mal auf Platz 1 der ZDF-Hitparade und ein Top-12-Hit in den Singlecharts. Angeblich sollte „Du ahnst es nicht“ die A-Seite werden – es steht der Verdacht im Raum, dass der „Schatz“-Song gewählt wurde, weil der von HANS BERTRAM und seiner Frau LILIBERT geschrieben wurde („Du ahnst es nicht“ ist von ROLF ARLAND und KURT HERTHA).

Single „Warum“ mit trauriger Geschichte

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Der Bonustrack „Warum?“ hat einen tragischen Hintergrund. Am 12. April 1973 fand im Münchner Löwenbräukelle die von der Zeitschrift Bravo veranstaltete „Superdisco“ statt, bei der u. a. PETER MAFFAY und SWEET auftraten. Für 2 DM konnte man sich die Stars ansehen. Die Veranstaltung endete in einer Katastrophe – in einer Massenpanik kamen die 15jährige Schülerin BARBARA MAYR um 22.15 Uhr zu Tode – sie wurde buchstäblich tot getrampelt. Kurz darauf verstarb auch die 14jährige OLGA TSCHIRWA, die ihr erstes Konzert erlebt hatte. Im für 1.800 Menschen zugelassenen Saal drängten sich 3.000 Jugendliche, es war nur ein 99 cm breiter Ausgang verfügbar.

Auch CHRIS ROBERTS war einer der teilnehmenden Künstler. Es war ihm ein Bedürfnis, der Familie Barbaras auf seine Art und Weise zu helfen – auf der Rückseite seiner Single „Warum?“ ist zu lesen: „Bestürzung und Trauer löste im Frühjahr dieses Jahres die Meldung vom tragischen Ende der „Super-Disco“-Veranstaltung der größten deutschen Popzeitung im Münchner Löwenbräu aus. Viele Musikfans wurden schwer verletzt, die 15jährige Schülerin BARBARA MAYR fand den Tod.

Einer der Stars der Veranstaltung handelte spontan: „Plötzlich wusste ich, was ich tun konnte: Diesem Mädchen eine Platte widmen, die allen Betroffenen zugute kommt“. „Warum“ ist CHRIS ROBERTS‘ Lied für Barbara. Sein Gewinnanteil und der des Produzenten sowie seiner Plattenfirma werden an die Betroffenen überwiesen“. – Eine noble Geste, die von GERHARD ‚ENTE‘ EISENMANN komponierte Single schaffte es immerhin noch auf Platz 22 der Charts.

Nach Aussage eines Angehörigen der anderen Verstorbenen (OLGA) hat sich bei ihnen niemand gemeldet – weder Veranstalter noch die Stadt noch Besucher – lediglich CHRIS ROBERTS habe sich gemeldet und sein Bedauern zum Ausdruck gebracht. Das Lied sang CHRIS übrigens in seinem vorerst letzten Kinofilm „Wenn jeder Tag ein Sonntag wär‘“.

Album „Eine Freude vertreibt 100 Sorgen“

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Mit dem Singlehit „Eine Freude vertreibt 100 Sorgen“ schaffte es CHRIS ROBERTS in die Top-30 der Singlecharts. Auf dem Album ist ein Track besonders interessant: „Ein Mädchenherz geht auf die Reise„. Der Song wurde von RALPH SIEGEL komponiert – genau von dem RALPH SIEGEL, der CHRIS ROBERTS 1974 unter Vertrag genommen hat. Womöglich war diese erste Zusammenarbeit, die recht ungekannt ist, durchaus richtungsweisend.

Mit „Bau dir deinen Himmel“ ist immerhin noch eine Eindeutschung eines internationalen Hits (Take A Little Sunshine) am Start. Spannend: Das Album wurde zwar von HANS BERTRAM produziert, diesmal waren aber einige andere Arrangeure am Start (neben Stammarrangeur WERNER TWARDY waren ANTONIO CONDE, JERRY VAN ROOYEN und GERHARD EISENMANN dabei).

Letztes Polydor-Album „Ein paar schöne Stunden“

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Im Jahr 1974 erschien das letzte von HANS BERTRAM produzierte Album „Ein paar schöne Stunden“, es sollte auch das letzte Polydor-Album von CHRIS ROBERTS werden. Darauf war ein letzter kleiner Polydor-Hit enthalten: „Marlena„, die deutsche Version des gleichnamigen Hits von BOBBY GOLDSBORRO – der erste Titel überhaupt von CHRIS, mit dem er sich NICHT in der ZDF-Hitparade platzieren konnte, obwohl er als Neuvorstellung dabei war.

Als letzte Polydor-Single wurde 1974 noch „Du und ich allein“ produziert (2 Wochen Top-40) und nachträglich der Song „Chiquita Ho“ als Auskopplung veröffentlicht – allerdings mit wenig Erfolg. Unter RALPH SIEGEL sollte es bei Jupiter Records danach dann steil bergauf gehen.

Fazit: Umfassende Polydor-Werkschau

So ziemlich alle Polydor-Aufnahmen von CHRIS ROBERTS sind im Original in der Big Box auf 4 CDs verkoppelt worden – die zweite „BIG BOX“ nach der von FREDDY QUINN überzeugt erneut als ein sich von anderen Best Of-Compilations angenehm abhebendes Produktkonzept mit der Verkoplung vieler seltener oder noch nie auf CD veröffentlichter Tracks zu einem mehr als fairen Preis. Vier der sieben Alben wurden feiern ihre CD-Premiere:

Alben:

Die Maschen der Mädchen (1970 – CD-Premiere)
Chris Roberts (1971)
Zum Verlieben (1971)
Love Me (1972 – CD-Premiere)
Hab‘ Sonne im Herzen (1972)
Eine Freude vertreibt 100 Sorgen (1973 – CD-Premiere)
Ein paar schöne Stunden (1974 – CD-Premiere)
plus Bonus-Singles

Ausstattung:

vier CDs in Jewelbox, 12-seitiges Farbbooklet

Tracks:

Die Maschen der Mädchen (1970)

Ein Mädchen nach Maß
Sugar Sugar
Wann glaubst du mir
Wenn du mal einsam bist
Mendocino
High Is High (White Is White)
Du bist nicht mit Gold zu bezahlen
Anytime
Ich nehme alle Hürden
Dein Teddybär
Ich tue alles nur mit dir
Die Maschen der Mädchen

Chris Roberts (1971)

Pop Is Love (Baby, wir lernen nun um)
Stille meinen Hunger
Troubadour der Liebe
Oh So Sweet
Vor deinem Haus
Mein Name ist Hase
Ich bin verliebt in die Liebe
Du gehst an mir vorbei
Barbara
Candida
Mein Tip ist Liebe
War

Zum Verlieben (1971)

Hab‘ ich dir heute schon gesagt, dass ich dich liebe
Ich seh nur noch dich
Hot Love
Zum Verlieben
Hexe
Deine Schokoladenseite
Ich bin so happy
Komm zurück zu mir
Chirpy Chirpy Cheep Cheep
Du paß auf
Dein Reisebegleiter
Wie ein Blitz im Sonnenschein

Love Me (1972)

Spiel mir, Zigeuner, ein Lied
Raindrops Keep Fallin‘ On My Head
Denke an mich (Melodie in F)
Oh, Lonesome Me
Guantanamera
Rock And Roll Music
La Bamba
Ein kleines Haus (Blueberry Hill)
Can’t Buy Me Love
Was kann ich denn dafür (I Love You)
Blowin‘ In The Wind
Love Me

Hab‘ Sonne im Herzen (1972)

Hab‘ Sonne im Herzen
Oh ich will Betteln, ich will Stehlen
Hallo Darling
Amarillo
Ma Chérie
Genauso wie du
Ich weiß wo die Liebe wohnt
Eine Fuge von Bach
Wie kann ein süßes Mädchen nur so sauer sein
Ich geh‘ mit dir
Es ist nicht wahr
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß

Eine Freude vertreibt 100 Sorgen (1973)

Eine Freude vertreibt 100 Sorgen
Kesse Küsse
Hinter jedem Fenster brennt ein Licht
Ein Mädchenherz geht auf die Reise
In der Liebe nage ich am Hungertuch
Bau dir einen Himmel
Chiquita Ho
Nimm dich in acht vor mir
Super ist Mode
Du bist niemand
Do It Yourself
Weil es so schön war

Ein paar schöne Stunden (1974)

Marlena
Die Zeit ist ein Geschenk
Auf meine Freundin kann ich mich verlassen
Bravo
Ein ganz kleines Glück
Zöpfe und Sommersprossen
Ein paar schöne Stunden
Ich kann nicht leben ohne dich
Sei ein Mann
Sarina
Mein Herz schlug Alarm
Sonja

Singles (diverse CD-Premieren)

Baby´s Gone
Any Time
Welchen Weg soll ich gehen?
Gib mir eine Chance                   
Choo Choo Train
Seit ich dich gesehen 
Der große Hit
Unser Geheimnis geht niemand etwas an 
Nur die Liebe ist gut 
Vorbei, vorbei
Du ahnst es nicht 
Mein Schatz du bist ‘ne Wucht!
Warum
Du und ich allein
Heute lacht mich die Sonne an

Quelle: Universal

 

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Quelle: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE  / DWDL. de

Foto: ZDF, Jana Kay

 

 

 

 

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Quelle Pressetext: MDR

Foto: © MDR/Uwe Frauendorf

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