Rosenstolz: Exklusives Schlagerprofis.de-Interview Teil 3: Kein Soloalbum mehr, Statement zu Live-Comeback Kommentare deaktiviert fĂĽr Rosenstolz: Exklusives Schlagerprofis.de-Interview Teil 3: Kein Soloalbum mehr, Statement zu Live-Comeback

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Wie kam es 2013 zur Zusammenarbeit mit Helene Fischer, für die ihr den Song „Unser Tag“ geschrieben habt?

Peter: Ulf und ich bewundern Helene Fischer sehr. Das ist eine fantastische Sängerin. Ulf: Das ist auch eine fantastische Entertainerin! Die füllt eine Lücke, die es in Deutschland sonst nicht gibt. Wieder Peter: Wir haben uns sehr geehrt gefühlt, dass sie uns gefragt hat. Der Song „Unser Tag“ war unser dritter Textentwurf. Beim ersten hat ihr die Geschichte nicht so gefallen. Beim zweiten hieß es zwar schon „Unser Tag“, aber sie hatte noch starke und gute Änderungswünsche. Die  Zusammenarbeit war sehr intensiv – und genau das mögen wir. Wir mögen es, wenn sich eine Künstlerin so reinhängt. Denn: Es ist ja letztlich Helene, die sich auf die Bühne stellt und diesen Song singt. Dass „Unser Tag“ dann ein Hit wurde, hat uns sehr gefreut.

Habe ich das richtig verstanden: Helene hat euch gefragt? Oder habt ihr Helene einen Song angeboten?

Nein, Helene hat uns gefragt!

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Michelle?

Peter: Wir arbeiten immer dann gerne mit Künstlern zusammen, wenn diese Künstler auch Lust auf uns haben. Bei Michelle ist es so, dass der Titel „Paris“ wie für sie gemacht ist. Ich muss ehrlich sagen – auf das Lied bin ich irgendwie auch stolz. Ulf: Ich mag, wie sie das singt. Das passte wirklich wie die Faust auf’s Auge. Ich mag ihre Stimme wahnsinnig. Es macht aber keinen Sinn, wenn man zu den Leuten geht und sie fragt – es muss andersherum sein. Übrigens – wir haben auch die aktuelle DJ Ötzi-Nummer „Bella Ciao“ geschrieben. Der Text ist von uns, und die Musik haben wir im Vergleich zum Original etwas abgewandelt. Das war eine tolle Zusammenarbeit.

Ulf: Unsere Philosophie bei der Musik ist nicht der Musikstil. Es geht uns erst mal um den Menschen, ob wir den mögen. Erst dann geht es an die musikalische Arbeit. Am Ende ist Musik einfach Musik. Was heute „cool“ ist, ist morgen „uncool“ und umgekehrt. Deswegen haben wir keinerlei Berührungsängste – außer eben, dass wir die Menschen, mit denen wir arbeiten, mögen müssen.

Eure Vielseitigkeit zeigt sich auch im aktuellen Bibi & Tina-Sampler, bei dem prominente Interpreten unterschiedlichster Musikstile die Bibi & Tina Nummern singen. Wie kam es dazu, dass ihr den Soundtrack fĂĽr diesen Kinderfilm geschrieben habt?

Ulf: Die Bibi & Tina-Filme waren ein großer Glücksfall. Auch da war es so, dass wir angerufen wurden. Genau in einer Zeit, in der wir nicht so gut drauf waren. Da kam der rettende Anruf des Regisseurs Detlev Buck, der sich mit uns bezüglich einer Zusammenarbeit treffen wollte, weil er aus dem Bibi & Tina-Buch einen Popfilm machen wollte. Da wollte er 2-3 Lieder gerne von uns haben. Wir haben uns getroffen. Aus den 3 Liedern wurden 10 Lieder. Keiner hat damals damit gerechnet, dass das so ein Riesen-Erfolg werden würde. Alle Fachleute meinten bei der Kinopremiere, dass das ein großer Flop werde. Das ist es ja nun wirklich nicht geworden. Das war eine unserer schönsten Arbeiten, weil im Laufe der Jahre aus dem Team eine richtige Familie geworden ist – mit den Darstellern, aber auch mit dem Regisseur und seinem Team. Das war großartig. Den Regisseur Detlev Buck mochten wir schon vorher. Ehrlich gesagt, war es keine Frage, dass wir da mitmachen. Es war das erste Mal, dass wir mit dem Filmgenre in Berührung gekommen sind. Die Arbeit finden wir sehr schön.

Ihr habt gerade gesagt, dass die Phase des Beginns der Bibi und Tina-Arbeit keine gute war. Spielt ihr da auf Peters Solo-Album „Schüchtern ist mein Glück“ an?

Ulf: Leider hat man nicht immer Erfolg. Nach einem großen Erfolg kommen im Durchschnitt zwei Flops. Dann ist man natürlich niedergeschlagen, wenn es nicht so gut läuft. Gott sei Dank geht es bei uns oft dann wieder bergauf, wenn wir uns davon erholt haben. Dann können wir auch drüber lachen. Ja, Peters Album lief ja nicht sooo gut (…lacht…) Da ärgere ich Peter immer gerne mit. Nein, es war wirklich eine ganz wichtige Arbeit, weil es die erste Produktion nach der Rosenstolz-Zeit war. Ehrlich gesagt, kam der Anruf von Detlev Buck genau zwei Wochen, nachdem Peters Solo-Album erschienen war – nachdem klar wurde, dass das nicht so gut ankommt.

Wird es trotzdem einen zweiten Anlauf mit einem weiteren Solo-Album geben?

Peter: Auf keinen Fall! Ich glaube, da sind nicht viele Fans traurig. Ich kann einfach fĂĽr Andere besser Songs schreiben. Die muss ich nicht unbedingt singen. Meine Stimme ist eben klein, wir lieben aber Songs, die groĂźe Stimmen verlangen. Das ist ganz komisch. Eine Sarah Connor singt das schon viel besser als ich.

Habt ihr Sarah Connor dazu ĂĽberredet, Deutsch zu singen?

Peter: Nein, sie hat sich quasi selber dazu überredet. Deswegen hatte sie sich auch an uns gewandt. Sie hatte bei „Sing meinen Song“ ein deutsches Lied gesungen und festgestellt, dass es ihr auch liegt, auf Deutsch zu singen. Dann hatte sie Blut geleckt und wollte es einfach erst einmal ausprobieren. Das hat sie dann glücklicherweise gemacht.

Es gab ja schon einmal ein Best-Of-Album von Euch. Warum habt ihr jetzt noch eine Hitkopplung veröffentlicht?

Peter: Dieses Album ist mit Liebe gemacht. Das ist von Anna und mir autorisiert. Ulf, Daniel und ich waren dafĂĽr ganz viel im Studio und haben richtig viel Liebe reingesteckt.

Es gibt eine Deluxe-Edition…?

Peter: Von den Deluxe-Alben sind wir gar keine Fans. Das wollten die Plattenfirmen – die haben einen dazu verdonnert. Das gibt es wegen der Charts auch nur in Deutschland. Das empfinde ich als Unsitte. Was wir damals schon sehr gerne und mit viel Liebe gemacht haben, waren die Maxi-CDs. Ich bin ja wie gesagt mit ABBA aufgewachsen. Ich fand es immer toll, wenn es von ABBA eine Single gab mit einer B-Seite, die nicht auf dem Album enthalten war. Das war unsere Intention, ausgefallene Maxi-CDs zu veröffentlichen.

Gibt es Rosenstolz auch auf Streaming-Platformen wie Spotify?

Peter: Ja, da sind wir auch vertreten. Neben der Tatsache, dass die KĂĽnstler beim Streaming viel zu wenig finanziell partizipieren, was sehr schade ist, ist es natĂĽrlich trotzdem auch nicht die Zukunft, sondern es ist bereits die Gegenwart. Insofern habe ich mich damit friedlich arrangiert.

Thema soziale Medien und Facebook: Schreibt Peter seine Beiträge selbst, oder lässt er dort auch Mitarbeiter Beiträge posten?

Peter: Die allermeisten Sachen poste ich selber. Manchmal kommt auch etwas vom Team – das wird dann aber auch mit „Team Rosenstolz“ versehen. Wenn ich im Urlaub bin, schreibe ich auch schon mal Sachen vor. Wenn ich im Urlaub bin, schalte ich mein Handy auch einfach mal aus. Aber es ist mir schon wichtig, die Dinge selber zu schreiben – schließlich ist es auch mein Name, der drüber steht.

Gibt es einen gemeinsamen TV-Auftritt von euch beiden – im Rahmen der CD-Veröffentlichung?

Peter: Kurz und bĂĽndig: NEIN!

Wolfgang Petry hat eine neue CD angekündigt mit der Klarstellung, auch weiterhin nicht mehr live auftreten zu wollen. Gilt das auch für Rosenstolz – oder käme irgendwann ein Live-Comeback für euch in Frage?

Peter: Natürlich vermisse auch ich die Konzerte. Aber Anna und ich, wir haben gesagt: Wir stellen uns erst dann wieder auf die Bühne, wenn es bei uns beiden richtig doll kribbelt. Wir sind ja noch jung. Ich finde es toll, wenn ältere Künstler sich auf die Bühne stellen und etwas zu sagen haben. Insofern will ich nichts ausschließen. Vielleicht stehen wir ja mit 70 Jahren plötzlich wieder auf der Bühne und geben mehr Konzerte als wir es je getan haben. Wer weiß das heute schon?

 

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UDO JĂśRGENS: Heute wäre er 88 Jahre alt geworden – unerreicht bis heute 0

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UDO JĂśRGENS: Er fehlt

KĂĽnstler wie UDO JĂśRGENS gibt es heute nicht mehr – mit ROLAND KAISER und HOWARD CARPENDALE gibt es zwar noch zwei Vertreter der „Unterhaltung mit Haltung“, dahinter wird es aber wirklich eng. FĂĽr uns ist UDO JĂśRGENS bis heute einmalig, absolut unerreicht. Die groĂźe philosophische Tiefe seiner Texte und die lyrische Schönheit der von ihm gewählten Worte gepaart mit seinen anspruchsvollen, komplexen Kompositionen waren nur ein Teil seines Schaffens – er konnte genau so gut Stimmung machen und sorgte fĂĽr Evergreens, die bis heute ĂĽberaus beliebt sind. Besser als ein österreichischer Artikel der Wiener Zeitung, der HIER abgedruckt wurde, können wir es nicht ausdrĂĽcken. 

Hier ein Text von WALTER BRANDIN fĂĽr UDO JĂśRGENS getexteter Song aus dem Jahr 1968:

 

Ich glaube, dass man nichts vom Krieg mehr wüsste, 
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt. 
Ich glaube, diese Welt müsste groß genug, weit genug, reich genug für uns alle sein. 

Auch dieses Lied aus dem Album „Udo 71“ ist aktueller denn je: 

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Danke, UDO, dass es dich gab. Du fehlst!

Foto: Sony Music, Dominik Beckmann

 

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KERSTIN OTT: Der Vorverkauf zu ihrer Best OTT-Tour 2023/24 startet am 05.10. 0

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KERSTIN OTT: Sie geht auf groĂźe Deutschland-Tour

Im November 2023 geht es los: KERSTIN OTT präsentiert zu ihrem Album „Best OTT“ eine groĂźe Tournee, die am 16.11.2023 in Zwickau starten wird. Der Presale startet am 5. Oktober bei Eventim Germany. Wir drĂĽcken in schwierigen Zeiten die Daumen fĂĽr einen guten Vorverkauf. 

Pressetext

Mit „Die immer lacht“ wurde Kerstin Ott zur Künstlerin der Rekorde, die Millionen von Fans begeistert, über 200 Millionen Views bei YouTube hat und mit Gold, Multiplatin und dem höchstmöglichen Diamant-Award ausgezeichnet wurde. Nun blickt sie mit ihrem im Oktober erscheinenden „Best Ott“-Album auf ihre so unwahrscheinliche wie faszinierende Karriere zurück und wird auch auf der dazugehörigen Tournee ihre Fans begeistern!

Tourplan

  • 16.11.2023- Zwickau, Stadthalle
  • 17.11.2023 – Leipzig, QUARTERBACK Immobilien Arena
  • 19.11.2023 – Wien, Stadthalle F Wien
  • 20.11.2023 – Kempten, bigBOX Allgäu
  • 21.11.2023 – NĂĽrnberg, Meistersingerhalle
  • 23.11.2023 – Erfurt, Messe
  • 24.11.2023 – Frankfurt, Jahrhunderthalle
  • 25.11.2023 – Stuttgart, Porsche Arena
  • 26.11.2023 – Köln, LANXESS Arena
  • 28.11.2023 – Bielefeld, Stadthalle
  • 29.11.2023 – Flensburg, FLENS-Arena
  • 01.12.2023 – Schwerin, Sport-und Kongresshalle
  • 02.12.2023 – Berlin, Mercedes-Benz Arena
  • 03.12.2023 – Hamburg, Barclays Arena
  • 19.02.2024 – Chemnitz, Stadthalle
  • 20.02.2024 – Dresden, Messe
  • 21.02.2024 – Cottbus, Stadthalle
  • 23.02.2024 – Regensburg, Donau Arena
  • 24.02.2024 – ZĂĽrich, Kongresshaus
  • 25.02.2024 – Trier, Arena
  • 27.02.2024 – Krefeld, YAYLA Arena
  • 29.02.2024 – Rostock, Stadthalle
  • 01.03.2024 – Magdeburg, GETEC-Arena
  • 02.03.2024 – Oberhausen, Rudolf-Weber-Arena
  • 03.03.2024 – Kiel, Wunderino Arena
  • 05.03.2024 – Neubrandenburg, Jahnsportforum
  • 06.03.2024 – Hannover, Swiss Life Hall
  • 07.03.2024 – MĂĽnster, Messe und Congress Centrum Halle MĂĽnsterland
  • 08.03.2024 – Braunschweig, Volkswagenhalle
  • 09.03.2024 – Oldenburg, kleine EWE Arena

Quelle Pressetext, Tourplan und Plakat: SEMMEL

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