UDO JĂśRGENS: Vor 40 Jahren erschien sein Album „Willkommen in meinem Leben“ 1

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Nachdem wir kĂĽrzlich den 50. „Geburtstag“ des Albums „Udo 71“ gefeiert haben, geht es heute darum, den 40. Jahrestag der Veröffentlichung des tollen UDO-JĂśRGENS-Albums „Willkommen in meinem Leben“ zu feiern. Erneut hat DANIEL SPECK ein JĂśRGENS-Album unter die Lupe genommen und bespricht es hier ausfĂĽhrlich:

Album entstand auf einem Höhepunkt seiner Schaffensphase

Udo Jürgens stand im Jahr 1981 auf einem der vielen Höhepunkte seiner Karriere. Für das Album „Udo 80“ erhielt er den Deutschen Schallplattenpreis, die kurz zuvor zu Ende gegangene, gleichnamige Tournee war seine erfolgreichste bisher. So ist es nicht verwunderlich, dass er seine Zuhörer begrüßt mit den Worten: „Willkommen in meinem Leben“.

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Eigentlich hätte das Album auch „Atlantis“ heiĂźen sollen, verriet UDO JĂśRGENS im Januar 1981 dem Branchenblatt „Musikmarkt“. Letztlich war dann wohl „Willkommen in meinem Leben“ griffiger. – Letztlich erschien das Album heute vor genau 40 Jahren.

Letztes von JOACHIM HEIDER produziertes Album – Abwechslungsreiche Songs mit Arrangements von EDUARDO LISAVETZKY

Vor genau 40 Jahren erschien am 6. April 1981 das Album mit diesem Titel. Es ist das siebte und letzte Album, welches von JOACHIM HEIDER produziert wurde und markiert den Schlusspunkt einer sowohl künstlerisch als auch geschäftlich überaus erfolgreichen Zusammenarbeit. Und wenn auch der Schatten seines Vorgängers groß ist, verstecken muss es sich ganz und gar nicht. Das Album stieg am 20. April 1981 in die deutschen Charts ein und hielt sich dort für 18 Wochen, dabei erreichte es immerhin Platz 29.

Insgesamt sind 12 Lieder auf dem Album vertreten mit Texten von WOLFGANG HOFER (6), IRMA HOLDER (2), OLIVER SPIECKER (1), MICHAEL KUNZE (1), SIEGFRIED RABE (1) und FRED JAY (1). Diese sind sehr verschieden und abwechslungsreich, wundervoll melodiös und mitreißend rhythmisch, mit futuristischen, folkloristischen und sogar orientalischen Klängen.

Sie sind – teils mit opulenten Streichern oder einem kräftigen Bigband Sound – toll arrangiert von Eduardo Lisavetzky und von Heider hervorragend produziert – es handelt sich also um ein Udo JĂĽrgens Album vom Feinsten. Vor allem drei Lieder sind sehr populär geworden, auf diese möchte ich nun genauer eingehen.

Album enthält Konzertklassiker, Autobiografisches und ein TV-Titellied

„Der gekaufte Drachen“ wurde von Udo bei Konzerten seither immer wieder gerne gesungen. Das Lied handelt von einem Sohn, der nicht in die FuĂźstapfen des Vaters, eines erfolgreichen Firmeninhabers, treten will. Dem Sohn bedeutet der Reichtum nichts, er möchte einfach nur Zeit mit seinem Vater verbringen und gemeinsam „einen Drachen bauen“, denn fĂĽr so etwas hat dieser vor lauter Arbeit niemals Zeit. IRMA HOLDER hat den wunderbaren Text zu diesem Lied geschrieben.

Ein autobiografisches Lied, welches für Udo sicherlich eine besondere Bedeutung hatte, denn er hat es auf mehreren Tourneen und auch auf seiner letzten im Jahr 2014 gesungen, ist „Ich würd’ es wieder tun“. In dem Lied thematisiert er, dass er immer offen seine Meinung gesagt hat, auch wenn er damit oft angeeckt ist und sich „den Mund verbrannt“ hat. Er blickt zurück auf seinen Weg, ohne Reue, obwohl nicht immer alles glatt verlief. Der Text zu diesem sehr persönlichen Lied stammt von FRED JAY.

Am bekanntesten wurde aber sicherlich das Lied „Vielen Dank für die Blumen“, welches als Titellied der TV-Comicserie „Tom & Jerry“ vielen Kindern und ihren Eltern in Erinnerung geblieben ist. Der Text stammt von SIEGFRIED RABE, dieser hat für Udo auch den Text für das TV-Titellied „Tausend Jahre sind ein Tag“ geschrieben (veröffentlicht auf dem Album „Udo ’80“).

Spannend ist, dass viele diesen Superhit von UDO JĂśRGENS nur vom Refrain her kennen. Die witzigen Strophen, in denen dem braven Angestellten eröffnet wird, dass man es kĂĽnftig „ohne ihn probieren“ wolle oder von der Traumfrau, die sich als „Dieter“ entpuppt, forderten bei Konzerten vielfach den Entertainer UDO JĂśRGENS und brachten das Publikum nicht selten zum Toben – klasse!

Beide Single-Auskopplungen des Albums platzierten sich in den deutschen Charts

Diese drei Lieder wurden nicht als Single veröffentlicht, da hatte man anderen Songs offenbar mehr Erfolg zugetraut. So zum Beispiel „Gaby wartet im Park“. Dieses hat Udo gerne live gespielt, und es handelt sich hierbei um die erste Auskopplung des Albums mit der B-Seite „Willkommen in meinem Leben“, sie wurde bereits Anfang März und damit vor dem Album veröffentlich und erreichte im April 1981 Platz 37 der deutschen Charts.

Das Thema des Liedes ĂĽber einen Mann, der „in letzter Sekunde“ sein Verlangen unterdrĂĽckt und den Verlockungen der „Gaby“ widersteht – das hat offensichtlich viele Männer / Menschen angesprochen. Bei einem seiner späteren Solokonzerte hat UDO JĂśRGENS ausfĂĽhrlich ĂĽber die drei Protagonisten der Geschichte philosophiert und fĂĽr alle Beteiligten Verständnis geäuĂźert – es menschelt sowohl beim Ehemann, dessen Frau und eben auch Gaby, die enttäuscht im Park zurĂĽckbleibt.

Die zweite Single war dann im Juni „Ich sah nur sie“ / „Schenk mir noch eine Stunde“, welche am 23. Mai in der ARD-Sendung „Musikladen extra“ erstmals dem Fernsehpublikum vorgestellt wurde, sie erreichte im Sommer 1981 noch Platz 51 der deutschen Charts. In dem Lied der A-Seite erzählt Udo – nach einem weiteren Text von IRMA HOLDER – von der Begegnung mit einem Mädchen in Moskau, wo er „nur sie und sonst nichts in dieser fremden Stadt“ gesehen hat.

Parallelen zu „Nathalie“ von GILBERT BECAUD

Ăśbrigens – bekanntlich war UDO JĂśRGENS mit dem französischen Textdichter GILBERT BECAUD befreundet. Dessen groĂźer Hit „Natalie“ weist inhaltlich groĂźe Parallelen zu „Ich sah nur sie“ auf: Im winterlichen Moskau verliebt sich der französische Ich-Erzähler im winterlichen Moskau in die StadtfĂĽhrerin Namens Nathalie. Trotz des kommerziellen Erfolgs hat UDO den Song so gut wie nie live gesungen – vielleicht wegen der hohen Töne im Lied.

Russische Elemente hatte UDO zuvor schon bei Liedern wie „Do Swidanja“ und „Anuschka“ gebracht. Passend zum Thema ist die Musik mit russisch-folkloristischen Balalaikaklängen untermalt und geht, so der damalige Pressetext, „mit ihrer Melancholie in Herz und Ohr“. Kurios: Das Lied, obwohl ein Chartserfolg, ist nie auf einer der vielen offiziellen Best-Of-Compilations erschienen, lediglich bei Sonderauflagen wie „Readers Digest“, „Time Life“ oder „Shop24“ zu finden.

Swing-Nummer: „Schenk mir noch eine Stunde!“ – Tolle Live-Version bei der „Open Air Symphony“

Die B-Seite „Schenk mir noch eine Stunde“ wurde von WOLFGANG HOFER getextet und kommt sehr beschwingt daher. Dieses Lied hat Udo live oft ins Programm aufgenommen, da konnte das Orchester PEPE LIENHARD zeigen, dass es ziemlich gut swingen kann.

Der Titel wurde im Jahr 2000 von Udo nochmal in modernem Sound aufgenommen und auf dem Album „Mit 66 Jahren (Was wichtig ist…)“ veröffentlicht, wobei die ursprĂĽngliche Version meines Erachtens die deutliche Bessere ist. Eine tolle Live-Version findet man auf „Open Air Symphony“ von 1992 mit einer fabelhaften Step Dance-Einlage von BILLY TODZO, dem Percussionist von PEPE LIENHARD. Er war auch Udos Assistent, Fahrer, sein Freund und sein Begleiter beim Spaziergang in Gottlieben am Bodensee an diesem dĂĽsteren 21. Dezembertag im Jahr 2014.

Fotos von Udos Bruder MANFRED BOCKELMANN – Erste CD-Veröffentlichung im September 1997

Die Aufnahmen zu dem Album begannen in der Konzertpause der Tournee „Udo 80“ im Sommer 1980 und das Platten-Inlay zählt nicht weniger als 33 Musiker auf inkl. der Streicher der Deutschen Oper Berlin, die für Udo immer wieder ins Studio gekommen sind. Es wurde also ein ziemlicher Aufwand für das Album betrieben und sicher nicht an Kosten gespart und ich finde, das hört man.

Das ganze Album hat einen tollen und abwechslungsreichen Sound und zeigt eine enorme Vielfalt und Kreativität. Gemischt wurde es schließlich im Januar 1981 von MICHAEL ZIMMERLING in den Berliner Hansa Studios, die Portraitaufnahmen für das Plattencover und die Singles stammen von Udos Bruder, dem Fotografen und Maler MANFRED BOCKELMANN.

Im September 1997 wurde das Album im Zuge der digitalen Wiederveröffentlichung älterer Alben als CD herausgebracht und ist heute natürlich zum Download und Stream erhältlich.

Auch die weniger bekannten Lieder sind sehr hörenswert

Weniger bekannt, aber absolut hörenswert sind „Okay“, das Lied einer Trennung (Anstoß war seine eigene Trennung von NINA VIERECK, als er mit seiner späteren Frau CORINNA REINHOLD zusammenkam) mit der Hoffnung, dass man mit Achtung und als Freunde auseinandergehen mag, ohne Streit und Verletzungen sowie „Auf der Suche nach mir selbst“, welches wohl sehr autobiographisch und ehrlich geraten ist und nur auf diesem Album zu finden ist. 

Und „Atlantis“ ist ein Lied, welches die Hoffnung an eine bessere Gesellschaft zum Thema hat, die in Freiheit lebt, wo alle Menschen gleich sind und Geld nicht bedeutend ist, wo Frieden und Gemeinsamkeit ĂĽber allem stehen – ein Lieblingsthema von Udo. Wie weit sind wir noch heute von dieser Utopie entfernt… – Auch dieses Lied wurde auf keinem weiteren Udo-Album verkoppelt.

Orientalische Klänge und eine Ode an die Musik

Wohl eher ein „FĂĽll-StĂĽck“ ist der Song „Kairo bei Nacht„. Positiv daran ist vielleiht zu vermerken, dass UDO JĂśRGENS hier mal orientalische Klänge in seine Musik hat einflieĂźen lassen – das kannten wir sonst nur von wenigen seiner Lieder wie z. B. „Die Stadt in der Sonne“. Insgesamt fällt das Lied qualitativ aber hinter den sonst wirklich starken Nummern des Albums ab.

Immer mal wieder hat UDO JĂśRGENS Loblieder an die Musik geschrieben („Musik war meine erste Liebe“, „Musik Musik“, „Die Welt braucht Lieder“ usw.) – ein schönes Beispiel ist der von OLIVER SPIECKER getextete Song „Was wär diese Welt ohne Lieder?“, den UDO JĂśRGENS bereits bei seiner Live-Tour „Meine Lieder sind wie Hände“ zu Gehör brachte. Auch dieses Kleinod aus UDOs Schaffen geriet danach zu Unrecht leider ziemlich in Vergessenheit.

In der DDR zensiert: Text wohl zu kritisch

FĂĽr Fans interessant: das Album erschien 1981 auch in der Deutschen Demokratischen Republik (siehe HIER, nicht zu verwechseln mit dem 1984 bei VEB erschienenen Sampler gleichen Namens) –  allerdings ohne das Lied „Ich sah nur sie“, in welchem auĂźer dem Mädchen die Stadt und die Menschen an sich nicht besonders gut wegkommen – womöglich war dieser kritische Kommentar am „groĂźen Bruder“ zum Ende des Liedes der Grund fĂĽr die Zensur in der DDR.

Filmische Aufarbeitung von zehn Albumtracks durch TRUCK BRANSS

Das Album „Willkommen in meinem Leben“ hat dem renommierten TV-Regisseur TRUCK BRANSS so gut gefallen, dass er um das Album von UDO JĂśRGENS herum einen Fernsehfilm an den schönsten Plätzen in der Umgebung von ZĂĽrich drehte. Die „Tele-Film Saar“ hat dazu eine Woche zehn Titel des Albums filmisch umgesetzt. Am 6. Oktober 1981 wurde das „Portrait in Musik“ ausgestrahlt.

UDOs Meinung zur Gesamtkonzeption des Albums

Zu „Willkommen in meinem Leben“ äuĂźerte sich UDO JĂśRGENS wie folgt und trifft damit wohl die Stimmung des Albums: „Ich glaube daran, dass der Optimismus im Kommen ist. Weltschmerz gibt es in den Nachrichten genug. Ich meine, dass man ruhig kritische Gedanken äuĂźern kann. Aber es muss ja nicht gleich Hoffnungslosigkeit sein„.

Tracklist UDO JĂśRGENS – „Willkommen in meinem Leben“

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  1. Willkommen in meinem Leben (UDO JĂśRGENS / WOLFGANG HOFER)
  2. Der gekaufte Drachen (UDO JĂśRGENS / IRMA HOLDER)
  3. Schenk mir noch eine Stunde (UDO JĂśRGENS / WOLFGANG HOFER)
  4. Ich sah nur sie (UDO JĂśRGENS / WOLFGANG HOFER)
  5. Was wär diese Welt ohne Lieder? (UDO JÜRGENS / OLIVER SPIECKER)
  6. Atlantis (UDO JĂśRGENS / WOLFGANG HOFER)
  7. Gaby wartet im Park (UDO JĂśRGENS / MICHAEL KUNZE)
  8. Okay (UDO JĂśRGENS / WOLFGANG HOFER)
  9. Vielen Dank fĂĽr die Blumen (UDO JĂśRGENS /SIEGFRIED RABE)
  10. Auf der Suche nach mir selbst (UDO JĂśRGENS / WOLFGANG HOFER)
  11. Kairo bei Nacht (UDO JĂśRGENS / WOLFGANG HOFER)
  12. Ich wĂĽrd es wieder tun (UDO JĂśRGENS / FRED JAY)

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Text: DANIEL SPECK

 

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1 Kommentar

  1. „Der französische TEXTDICHTER Gilbert Becaud“… Becaud (ein guter Freund von Udo), bekannt als ‚Monsieur 100 000 Volt‘, war „einer der letzten groĂźen, international gefeierten Protagonisten des französischen Chansons. … hat in seiner mehr als 50 Jahre dauernden Karriere auf der ganzen Welt die Säle zum Kochen gebracht.“ Neben mehr als 400 Chansons komponierte er eine Oper und div. andere MusikstĂĽcke. Bei seinen Chansons arbeitete er vorzugsweise mit den Textdichtern Louis Amade, Pierre DelanoĂ« und Maurice Vidalin. „Der berĂĽhmte Chansonschreiber und Interpret war bis 1942 am Konservatorium von Nizza in Klavier und Komposition ausgebildet worden. Viele KĂĽnstler coverten erfolgreich BĂ©cauds Chansons, darunter Sonny and Cher, Sarah Vaughan, Judy Garland und Marlene Dietrich, unsterbliche Versionen wie »What Now My Love« (»Et maintenant«), interpretiert von Frank Sinatra und Barbara Streisand wurden genauso zu Welterfolgen wie die englische Version von »Je t’appartiens«, die Stars wie Nina Simone, Bob Dylan, Elvis Presley und James Brown kreierten.“ Zitate: jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft mbH

ANDREA BERG: Auch in Ă–sterreich Platz 1, Schweiz Platz 2 fĂĽr „Ich wĂĽrd’s wieder tun“ 2

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ANDREA BERG: Auch in Ă–sterreich und in der Schweiz sehr erfolgreich

Nachdem schon am vergangenen Freitag feststand, dass ANDREA BERG in Deutschland zum 12. Mal auf Platz 1 der Albumcharts gelandet ist (darĂĽber haben wir als erstes Schlagerportal HIER berichtet), haben nun auch unsere deutschsprachigen Nachbarländer ihre Zahlen ermittelt. Auch in Ă–sterreich konnte ANDREA die Spitzenposition einnehmen, in der Schweiz reichte es zu einem tollen 2. Platz – interessant ist, dass in der Schweiz der Chor „HEIMWEH“ mit dem Album „Freiheit“ sich die #1 geschnappt hat. 

Achtes Nummer-1-„Produktalbum“ in Folge mit Platz 1 in Deutschland und Ă–sterreich

Wenn man nur die aktuellen Neuproduktionen nimmt (also keine Compilations etc.), hat ANDREA damit zum 8. Mal in Folge sowohl in Deutschland als auch in Ă–sterreich die Spitze der jeweiligen offiziellen Charts erreichen können – auch dazu gratulieren wir herzlich. 

 

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VANESSA MAI: Mit „Metamorphose“ Emanzipation vom Schlager 4

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VANSESA MAI: Eine Woche nach dem Duett-Auftritt mit ANDREA BERG kommt ihre neue CD

Nachdem sich – wie der Pressetext es zum Ausdruck bringt – VANESSA MAI „von den Regeln der Schlagerwelt emanzipiert“ hat, dĂĽrfen wir uns am Freitag auf ihr neues Album „Metamorphose“ freuen, dessen Name Programm ist. Im Pressetext finden sich sehr interessante Formulierungen. Bei aller frĂĽherer Kritik muss man davor den Hut ziehen – selbst die groĂźen Superstars tanzen nach der Pfeife bzw. akzeptieren auch dĂĽmmliche auferlegte Regeln. Davon scheint VANESSA sich in der Tat „emanzipiert“ zu haben.

Was der Pressetext sagt, scheint zuzutreffen: VANESSA „macht ihr Ding“ – und hebt sich damit durchaus von vielen Kolleginnen und Kollegen ab, das macht schon neugierig auf „Metamorphose“ – der Pressetext ist sehr interessant zu lesen, mit groĂźer Spannung freuen wir uns schon auf das Buch von VANESSA:

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Pressetext

Ab 8. September auf groĂźer Deutschland-Tour.

METAMORPHOSE. Das heißt Verwandlung, Veränderung, Bewegung. Alles ist im Fluss. Nichts bleibt, wie es war. Wer den Weg von Vanessa Mai in den letzten Jahren verfolgt hat, für den ergibt der Titel ihres neuen Albums sofort Sinn. In einem Wort spiegelt sich alles wider, was passiert ist. Vanessa Mai hat neue Sounds ausprobiert, dabei mit neuen Musikern zusammenarbeitet, und sich Stück für Stück von den starren Regeln der Schlagerwelt emanzipiert.

Vanessa sagt:

„Ich habe wahnsinnig lange auf diese Freiheit hingearbeitet. Genau das bedeutet METAMORPHOSE für mich. Gar nicht so sehr der Switch zwischen den Genres, sondern das Sich-frei-Machen von all den Regeln, die mir auferlegt worden sind und die vermeintlich gesetzt waren. Und von all den Leuten, die bestimmen wollten, wo es für mich lang geht und mich zurückgehalten haben.“

Die Welt des Schlagers war erst der Anfang für eine junge, starke Frau mit eigenem Kopf und glühender Liebe für das Leben, so wie sie sich das vorstellt: Leben, das heißt Veränderung.  Also alles neu.  Auf eigenen Beinen, nach eigenen Spielregeln, über eigene Kanäle. METAMORPHOSE ist genau Jetzt. Eine Momentaufnahme im Leben von Vanessa Mai.

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Die neuen Songs atmen in vollen ZĂĽgen einem frischen, modernen Popsound zwischen Dance-Vibes und emotionalen Balladen. Hier treffen Pop, Schlagerund urbane Hip-Hop-Beats aufeinander. Um Genre geht es aber gar nicht. Sondern nur ums GefĂĽhl. Vanessa Mais Gesang bringt die Tracks in den mitreiĂźenden Hooks zum Fliegen.

Deutschrap-Ikone Sido schaut für eine Strophe voller Filmzitate in „Happy End“ vorbei. In „Schwarze Herzen“ mit dem Rapper CIVO wechselt Vanessa Mai sogar selbst hinüber zum Auto-Tune-Rap. Gemeinsam mit Mike Singer singt sie die smoothe Deutschpop-Ballade „Als ob du mich liebst“. Mit Rapper ART „Melatonin“ zu lässigen R&B-Vibes. Und mit Andrea Berg „Unendlich“, das Schlager-Duett des Jahres mit wichtiger Botschaft über menschlichen Zusammenhalt.

Produziert wurde das Album von B-Case, JUNKX, Jules Kalmbacher und Jens Schneider. METAMORPHOSE ist ein emanzipiertes Album. Ready für den Hit-Hunger der Streaming-Gegenwart. Und befreit von den Erwartungen, was man einer jungen Frau, die man als Schlagersängerin kennt, zutraut und was nicht. Vanessa Mai macht einfach ihr Ding.

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Der Weg hierher war lang. Gerade ist Vanessa Mai 30 geworden und blickt trotzdem schon auf eine zehnjährige Karriere zurück. Bekannt wurde sie als Frontfrau der Band Wolkenfrei. Nach mehreren Top-10-Erfolgen startete sie 2016 ihre Solokarriere. Mittlerweile ist sie in allen erdenklichen Genres und Bereichen unterwegs.

Vanessa Mai ist Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Werbegesicht, Moderatorin und Social-Media-Star. Immer unter Strom. Trotz all diesem Multitasking sagt sie: „Egal, was ich mache, ich bin und bleibe immer Sängerin. Musik ist meine Leidenschaft. Genau das, was ich mir als Kind erträumt habe. Mir macht es Spaß, neue Sachen auszuprobieren, aber nichts gibt mir so viel wie live auf einer Bühne zu stehen.“

Thematisch geht es in den neuen Songs auch wieder um die Liebe. Nur dass sich die Sprache darĂĽber geändert hat. Weniger Sternendach, mehr genauere Beschreibungen verschiedenen Beziehungsphasen und emotionalen Zuständen. Es geht um das Nicht-voneinander-Loskommen („SĂĽchtig“) und versöhnliche Abschiede („No Hard Feelings“), um heiĂźe Flirts („Vibes“), toxische Chats („Schwarze Herzen“) und den Wunsch sich die Realität schön zu lĂĽgen („Als ob du mich liebst“).

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Eine Ausnahme bildet der Song „747“. Darin erzählt Vanessa Mai ihre eigene Geschichte in der dritten Person. Es geht um den Traum hochzufliegen. Und entschlossen den eigenen Weg zu gehen. „Im Gegenwind ist jede Landung hart / Wenn du die falschen Freunde um dich hast / Doch sie setzt alles auf einen Neuanfang / Kann doch nicht sein, dass das schon alles war“.

Musikalisch teast Vanessa Mai hier ihr erstes Buch an, das im November erscheinen wird. In „I do it Mai Way“ erzählt sie ehrlich von all den großen Widerständen und kleinen Zwischenschritten auf ihrem Weg durch die funkelnde Schlager-Show-Welt. „Der Schlager wird immer in meiner Brust schlagen“, sagt Vanessa Mai. „Das klingt cheesy, aber es ist so. Das sind meine Wurzeln.

Trotzdem musste ich erstmal aus dieser Welt herauswachsen, in der ein paar wenige Leute viel zu viel zu sagen haben.“

Musik, das ist für Vanessa Mai ein großer Möglichkeitsraum. Und Erfolg, das ist heißt Wachstum: „Stillstand ist das schlimmste, was ich mir vorstellen kann.“ METAMORPHOSE ist mehr als dieses Album. METAMORPHOSE ist ihre ganze Karriere, ihr Prozess und auch ihr Wesen, wenn man so will. Vanessa Mai will sich nicht festlegen lassen. Und jetzt, wo sich freigeboxt hat, ist sowieso alles möglich.

Quelle: Sony Music
Fotos: Sony Music, Victor Schranz

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