DENNIE CHRISTIAN: Die traurige Geschichte hinter seinem Auftritt bei ANDY BORG 2

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DENNIE CHRISTIAN nach langer Zeit wieder im Fernsehen

Lange haben wir nichts mehr gehört und gesehen von DENNIE CHRISTIAN, der es in den1970er Jahren in der ZDF-Hitparade geschafft hat, „Spitzenreiter“ zu werden und viele Fans hatte. Irgendwann kam dann der berühmte „Drehorgel“-Auftritt. DIETER THOMAS HECK erlaubte sich einen Scherz – und DENNIE spielte mit, was ihm aber nicht verziehen wurde, denn: HECK drehte die Orgel viel zu schnell und in einer falschen Tonart, so dass DENNIE nicht gut dastand damals.

Bei Hitparaden-Tour kennengelernt

Kurz nach diesem Malheur durfte DENNIE CHRISTIAN bei der legendären Hitparaden-Tour mitmachen. Er sprang für den verhinderten FREDDY BRECK ein. Premiere war 1975 in Oldenburg. Und genau dort lernte er eine junge Sekretärin namens ROSWITHA SMID kennen, in die er sich Hals über Kopf verliebte. Wie der BRAVO zu entnehmen ist, hatte er zuvor viele negative Erfahrungen mit den Damen wie CARMEN, KARIN und BIRGIT gemacht, aber mit ROSWITHA war es etwas anderes.

Ehefrau wünschte den Auftritt explizit

Als dem beliebten Sänger angeboten wurde, bei ANDY BORG aufzutreten, um in dessen überaus erfolgreicher Show „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“ teilzunehmen, bat ROSWITHA ihren DENNIE, bei der Show teilzunehmen. Anfang Oktober machte sich der beliebte Sänger auf den Weg, um diesem Wunsch zu entsprechen.

„Keine glückliche Wahl“

Wie DENNIE CHRISTIAN auf seiner Facebookseite schreibt, war das vielleicht keine gute Wahl. Während er souverän und freudestrahlend auf der Bühne stand, wurde seine geliebte Frau in ein Krankenhaus eingeliefert, was für ihn absolut unerwartet kam. Tragisch: Sie kam danach nie wieder nach Hause.

Kurz nach dem Auftritt verstorben

Am 4. Dezember 2020 verstarb DENNIE CHRISTIANS Frau ROSWITHA ALTHOFF im Alter von nur 63 Jahren. In ihrer Todesanzeige ist zu lesen: „Mit deiner liebevollen Weisheit und deinem wundervollen Wesen warst, bist und bleibst du der Dreh- und Angelpunkt in unserem Leben.

Umzug nach Norddeutschland wegen ROSWITHA

Auf dem Höhepunkt seines Erfolges entschied sich DENNIE CHRISTIAN dazu, zu seiner in Oldenburg lebenden Freundin zu ziehen – das war problematisch, weil ein Vermieter nicht an einen Schlagersänger vermieten wollte.

Das war 1975/76. Zum Kennenlernen verriet DENNIE damals der BRAVO: „Wir haben uns fast die ganze Nacht unterhalten. Sie hat mir von ihren Sorgen erzählt, ich von meinen. Wir haben sofort gemerkt, dass wir die gleiche Wellenlänge haben. Außerdem hat ihr imponiert, dass ich nicht wie die anderen Männer sofort etwas von ihr wollte„.

Hochzeit im Jahr 1981

Am 10. September 1981, einen Tag vor dem 10. „Schlagerfestival“ des Organisators HARRY THOMAS, mit dem DENNIE CHRISTIAN sehr befreundet war, heiratete der Sänger seine geliebte ROSWITHA – ganz bewusst in den Niederlanden -aus Verbundenheit zu dem Land, das ihn sehr schätzt.

HARRY THOMAS starb 10 Jahre später

Der Impressario und Veranstalter HARRY THOMAS, ein sehr wichtiger Freund von DENNIE CHRISTIAN, verstarb nur gut 10 Jahre nach der Hochzeit am 29. Oktober 1991. Sympathisch ist, dass der Sänger seinen Förderer auch posthum mit seinem Verhalten (er übernahm die Veranstaltungen des Kerkraders Schlagerfestivals) nicht vergessen hat.

Kinder ROMINA und ALJOSCHA

Aus der Liebe zu ROMINA gingen zwei Kinder hervor: ROMINA und ALJOSCHA. Gemeinsam mit ihrem Papa trauern sie um die viel zu früh verstorbene Mutter. Der Auftritt beim „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“ wird insofern sentimental sein – einerseits war DENNIE CHRISTIAN sicher froh, seine treuen Fans in Deutschland erfreuen zu können. Andrerseits steht er im Schatten der Trauer zu seiner überaus geliebten Frau, die schon 1975 Thema in der BRAVO war.

Schlager-Spaß am am Samstag

So oder so dürfen sich die Fans freuen, den beliebten Sänger am kommenden Samstag in der von ANDY BORG moderierten „Schlager-Spaß“-Show zu sehen. Immerhin kündigt der SWR die Sendung nun auch auf der eigenen Homepage an. Der Auftritt von DENNIE CHRISTIAN wird vor diesem Hintergrund sicherlich als besonders emotional empfunden werden.

Foto: © SWR/Kimmig/Kerstin Joensson

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Dennie ist trotz seiner Erfolge nie abgehoben.
    Er blieb den Menschen treu, die ihn förderten und lebte seinen Fans glaubhaft vor, einer von Ihnen zu sein!
    Kompliment!!!

UDO LINDENBERG: Neuer Song von Schlagerautoren – stellt er „Wieder genauso“ beim #FreeESC vor? 1

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UDO LINDENBERG: Kurz vor dem 75. Geburtstag bemerkenswerter Song

Kurz vor seinem 75. Geburtstag veröffentlicht UDO LINDENBERG mit „Wieder genauso“ einen bemerkenswerten brandneuen Song, in dem er in den Dialog mit dem Tod tritt. Ähnlich wie Vornamenskollege UDO JÜRGENS kommt er zu dem Schluss, dass er es „wieder genauso“ machen würde (JÜRGENS: „Ich würd es wieder tun“). Ein echter Gänsehaut-Song, tiefsinnig und bärenstark. Aber: Hoch spannend sind die Songautoren.

1975 kämpfte UDO gegen den „schlechten deutschen Schlager“

In der BRAVO 33/1975 sorgte UDO LINDENBERG mit einem kleinen Foto für Aufregung. Abgebildet wurde seine Faust. Auf die Frage, was das zu bedeuten habe, antwortete der Panikrocker: „Faust: Kampf gegen den schlechten deutschen Schlager“. Das kam nicht bei allen gut an. Ein Fan (OTTO A. aus der Schweiz) schrieb z. B. in BRAVO 46/1975:

„Dieser Typ regt sich ja nur deshalb über den deutschen Schlager auf, weil er unfähig ist, das zu erleben, was in diesen Schlagern besungen wird, nämlich Herz und Gefühl“. In der BRAVO 51/1975 wurde mitgeteilt, dass der Brief die Gemüter erregt habe.

1976 schießt UDO LINDENBERG noch schärfer gegen den deutschen Schlager

Den Höhepunkt erreichte die Diskussion in BRAVO 24/1976. Damals vertrat er folgende Thesen:

  • Die deutschen Schlagersänger sind wie Prostituierte.
  • DIETER THOMAS HECK verkauft Scheiße.
  • Schlagermacher sind Berufslügner und Volksverdummer.
  • Die ZDF-Hitparade ist für Leute mit amputiertem Gehirn.

Immerhin stellte sich UDO LINDENBERG (übrigens anders als damals DIETER THOMAS HECK) und diskutierte mit Stars wie JULIANE WERDING, CHRIS ROBERTS, REX GILDO, PETER PETREL und BENNY über den aktuellen Zustand des deutschen Schlagers, an dem er kein gutes Haar ließ, wobei er schon damals Ausnahmen nannte – wie eben UDO JÜRGENS mit seinem „Ein ehrenwertes Haus“.

Songautoren des neuen Liedes mit Schlagererfahrung

Der neue Song von „LINDI“ wurde u. a. von JOE WALTER komponiert. Der ist Keyboarder der sehr bekannten Band JENNIFER ROSTOCK, die – Achtung – erstmals beim Bundesvision Song Contest überregional bekannt wurde. Das passt zum Thema UDO LINDENBERG. JOE WALTER ist aber auch sehr erfolgreich als Autor von Schlagern und arbeitete mit folgenden Schlagerstars u. a. zusammen:

  • BEATRICE EGLI („Wo sind all die Romeos?“)
  • HELENE FISCHER („See You Again“)
  • HOWARD CARPENDALE („Hier“)
  • MICHELLE („Wenn ich was gelernt hab“)
  • VANESSA MAI („Beste Version“)

Der zweite Autor ist PHILIPP KLEMZ – ebenfalls kein Unbekannter der Schlagerszene, so arbeitete er zusammen mit

  • BEN ZUCKER („Na und?!“)
  • MARIE REIM („Rosarote Brille“, neue Single von MARIE)
  • MICHELLE („Alle träumen“)
  • ROSS ANTONY(„Goodbye Papa“)

Diese beiden Schlager-Schaffer haben den neuesten Song des Panikrockers UDO LINDENBERG geschrieben – ein Ritterschlag nicht nur für die beiden Autoren, sondern auch ein Kompliment für das Image des deutschen Schlagers, finden zumindest wir. Vor 40 Jahren hätte UDO LINDENBERG wohl kaum mit Songautoren des Schlagersegments zusammengearbeitet.

Der heiße Tipp: Ist UDO beim #FREE ESC dabei?

Spannend ist, dass JOE WALTER auch den aktuellen Song der PRINZEN („Dürfen darf man alles„) mit geschrieben hat. DIE PRINZEN sind lt. der BILD-Zeitung auch beim #FREEESC von STEFAN RAAB mit dabei. Warum sollte da nicht auch UDO LINDENBERG sich bei der imposanten TV-Show die Ehre geben? Wir halten das für möglich. Mit JOE WALTER und den PRINZEN, mit denen UDO einst den Song „Körper“ zusammen sang, sind ja bekannte Gesichter am Start.

Produktinformatoin der Plattenfirma

Udo Lindenberg, eine Ikone und absolute Größe der deutschen Musiklandschaft: Jedes Album seit 2008 erreichte Platz 1 der deutschen Charts. MTV Unplugged 1 verkaufte bis heute über 1 Mio. Tonträger
unzählige Gold- und Platinauszeichnungen

Udopium umfasst 50 Jahre Musikgeschichte 1971-2021 plus 4 neue Songs
Die erste Singleauskopplung „Mittendrin“ erreichte bisher die Top 60 der deutschen Airplaycharts
„Wieder genauso“ ist die zweite Singleauskopplung und eine komplette Neuschaffung
Wieder genauso ist eine sehr melancholische Ballade in der der Künstler in ein Gespräch mit dem Tod geht
Lyricvideo erscheint zum Release am 7.5. um Mitternacht

Quelle: Warner Music International

 

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KATJA KRASAVICE: Tiefer Fall von 1 auf 92 – „krankes“ Chartsystem? 0

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Singlecharts immer „merkwürdiger“

Als in den vorletzten Single-Charts KATJA KRASAVICE die Nummer 1 der Singlecharts holte, war klar, woran das lag: Sie hat erfolgreich auf ihren sozialen Kanälen die Werbetrommel für ihre Single geschlagen, die im Bundle mit dem T-Shirt erhältlich ist. So war es möglich, NATHAN EVANS‘ „Wellerman“ für eine Woche von der Spitze zu holen. Mit dem Unterschied, dass „Wellerman“ ein echter Hit ist, während „Best Friend“ offensichtlich nur darauf angelegt war, für eine Woche Nummer 1 zu werden.

In dieser Woche ist „Wellerman“ wieder auf Platz 1, „Best Friend“ hingegen auf Platz 92

Song interessiert offensichtlich nicht

Ursprünglich war in Deutschland der Song von „SAWEETIE“ auf dem Markt und schaffte es auch in die Single-Trend-Charts. Erst mit dem „feat. KATJA KRASAVICE“ und deren Marketing mit dem T-Shirt, das in ihrem Shop zu haben war, wurde „Best Friend“ zum Hit. Aber eben nach unserer Meinung nicht wegen des Songs, der sonst mehr als eine Woche erfolgreich gewesen wäre, sondern wegen des T-Shirts – auch wenn nach unserer Kenntnis nur 4 EUR umsatzrelevant sind – es hat trotzdem gereicht.

Ähnlich hat es KATJA KRASAVICE ja schon einmal mit einer Sexpuppe gemacht – das dazugehörige Album knacke ebenfalls die Spitze der Charts, in dem Fall der deutschen Albumcharts (Schlagerprofis.de berichtete). 

Gibt es einen „Fehler im System“?

Man muss nun sagen – wie will man heutzutage noch faire Charts erstellen? Früher reichte es aus, die Stückzahl der verkauften Einheiten (Singles, Maxi-CDs etc.) zu zählen – heutzutage ist insbesondere das Streaming von Bedeutung. Und das liefert ja große Manipulationsmöglichkeiten.

Welcher über 30-jähriger kann heute die Top-10 der Single-Charts mitsingen oder kennt die Songs? Früher waren die Top-10 oftmals einer großen Bevölkerungsschicht präsent, was heute zumindest nach unserer Wahrnehmung nicht mehr wirklich der Fall ist. Vielleicht ist es aber auch ein Generationenproblem, dass man aus dem Alter heraus ist, schon mal was von „Liege wieder flach“, „Friday“ oder „Blessed“ gehört zu haben.

Vielleicht auch eine Idee für den Schlager?

Da es ist wie es ist, wundert man sich, warum nicht GIOVANNI ZARRELLA die italienische Version von „Wie schön du bist“ nicht mit Pizzateller verkauft oder VANESSA MAI ihren „Mai Tai“-Song mit Cocktailglas. Dann könnte man für eine Woche vielleicht Platz 2 hinter dem T-Shirt holen. Was das alles noch mit Beliebtheit von Musik und Songs zu tun hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Immer entscheidender scheint hier nicht der „Peak“ zu sein, sondern der Chartrun, also wie lange ein Song sich in den Charts hält…

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