CLAUDIA JUNG u. a. in der Jury zum FRED JAY-Preis 2021 Kommentare deaktiviert für CLAUDIA JUNG u. a. in der Jury zum FRED JAY-Preis 2021

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Nominierungen bis 14. November 2020 möglich

FRED JAY war zweifellos einer der bedeutendsten Textdichter des vergangenen Jahrhunderts. Unzählige Schlager hat er zu Hits gemacht. Besonders bemerkenswert: Auch seine kommerziellen Texte hatten oft Anspruch – so wie UDO JÜRGENS, für den er übrigens „Ich weiß, was ich will“ textete, es immer sagte: „Unterhaltung mit Haltung“.

Zu seinen Ehren wurde 1989 von seiner Witwe der FRED-JAY-Preis gestiftet, der auch für 2020 vergeben werden soll – die Nominierungen seitens der GEMA-Mitglieder sind bis zum 14. November 2020 möglich.

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Preis seit 1989 renommiert

Erstmals wurde der FRED-JAY-PREIS im Jahr 1989 verliehen. Schon damals war die Jury mehr als hochkarätig. In ihr vertreten waren u. a. UDO JÜRGENS, Dr. MICHAEL KUNZE, CHRISTIAN BRUHN, DIETER THOMAS HECK und WERNER BURKHARDT. Die Zielsetzung des dasmals mit 25.000 DM dotierten Preises las sich wie folgt: „Die Aufgabe der Kommission wird es sein, einen Textdichter bzw. eine Textdichterin zu finden, die mehr oder weniger in die Fußstapfen von FRED JAY tritt, als deutsche Schlagerverse schreibt. Ausdrücklich nicht berückisichtigt werden sollen beispielsweise Liedermacher„. Der letzte Satz sollte nicht lange Bestand haben…

Besonders bemerkenswert: Der zweite Preisträger RIO REISER

Nachdem 1989 JULE NEIGEL erste Preisträgerin war, wurde 1990 RIO REISER geehrt – und das nicht ohne Grund. 1989 hatte MARIANNE ROSENBERG mit „Ich denk‘ an dich“ einen großen Erfolg – den Text schrieb RIO REISER. Zwanzig Jahre zuvor schrieb FRED JAY den Text „Mr. Paul McCartney“ für MARIANNE ROSENBERG – der Kreis schloss sich quasi.

Preisträger nun Juroren

Alle uns bekannten diesjährigen Juroren waren bereits selbst einmal Preisträger des FRED-JAY-Preises:

Am 08. April 1992 erhielt PE WERNER im Seehaus am Englischen Garten in München ihren Preis. Kurios war damals, dass mit PE WERNER erneut jemand von der ehemaligen Plattenfirma Intercord ausgezeichnet wurde – also der Plattenfirma, bei der u. a. REINHARD MEY unter Vertrag stand.

Am 21. April 1994 wurde BURKHARD BROZAT der FRED-JAY-Preis überreicht. Laudator Dr. MICHAEL KUNZE erinnerte daran, dass UDO LINDENBERG einer der Ersten waren, die BURKHARD BROZAT eine Chance gegeben haben.

Und aus dem „neuen Jahrtausend“ komplettieren CLAUDIA JUNG (Preisträgerin 2002), FRANK RAMOND (Preisträger 2010) und ANNA DEPENBUSCH (Preisträger 2012) die Jury.

Bisherige Preisträger

  • 1989: JULE NEIGEL
  • 1990: RIO REISER
  • 1991: HARTMUT ENGLER (PUR)
  • 1992: PE WERNER
  • 1993: WIEBKE SCHRÖDER
  • 1994: BURKHARD BROZAT
  • 1995: HEIKE NEUMEYER
  • 1996: BRUNO JONAS
  • 1997: KIM FISHER & KARIN KUSCHIK
  • 1998: ALEXANDER M. HELMER
  • 1999: DIE PRINZEN
  • 2000: HEINZ RUDOLF KUNZE
  • 2001: AYMAN
  • 2002: CLAUDIA JUNG
  • 2003: XAVIER NAIDOO
  • 2004: NENA
  • 2005: PETER MAFFAY
  • 2006: SILBERMOND
  • 2007: ROSENSTOLZ
  • 2008: ROGER CICERO
  • 2009: KATJA EBSTEIN
  • 2010: FRANK RAMOND
  • 2011: CLUESO
  • 2012: ANNA DEPENBUSCH
  • 2013: CÄTHE
  • 2014: DOTA KEHR
  • 2015: MARCEL BRELL
  • 2016: DIE FANTASTISCHEN VIER
  • 2017: JOHANNES OERDING
  • 2018: INGA HUMPE
  • 2019: MARK FORSTER

 

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UDO LINDENBERG: Neuer Song von Schlagerautoren – stellt er „Wieder genauso“ beim #FreeESC vor? 1

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UDO LINDENBERG: Kurz vor dem 75. Geburtstag bemerkenswerter Song

Kurz vor seinem 75. Geburtstag veröffentlicht UDO LINDENBERG mit „Wieder genauso“ einen bemerkenswerten brandneuen Song, in dem er in den Dialog mit dem Tod tritt. Ähnlich wie Vornamenskollege UDO JÜRGENS kommt er zu dem Schluss, dass er es „wieder genauso“ machen würde (JÜRGENS: „Ich würd es wieder tun“). Ein echter Gänsehaut-Song, tiefsinnig und bärenstark. Aber: Hoch spannend sind die Songautoren.

1975 kämpfte UDO gegen den „schlechten deutschen Schlager“

In der BRAVO 33/1975 sorgte UDO LINDENBERG mit einem kleinen Foto für Aufregung. Abgebildet wurde seine Faust. Auf die Frage, was das zu bedeuten habe, antwortete der Panikrocker: „Faust: Kampf gegen den schlechten deutschen Schlager“. Das kam nicht bei allen gut an. Ein Fan (OTTO A. aus der Schweiz) schrieb z. B. in BRAVO 46/1975:

„Dieser Typ regt sich ja nur deshalb über den deutschen Schlager auf, weil er unfähig ist, das zu erleben, was in diesen Schlagern besungen wird, nämlich Herz und Gefühl“. In der BRAVO 51/1975 wurde mitgeteilt, dass der Brief die Gemüter erregt habe.

1976 schießt UDO LINDENBERG noch schärfer gegen den deutschen Schlager

Den Höhepunkt erreichte die Diskussion in BRAVO 24/1976. Damals vertrat er folgende Thesen:

  • Die deutschen Schlagersänger sind wie Prostituierte.
  • DIETER THOMAS HECK verkauft Scheiße.
  • Schlagermacher sind Berufslügner und Volksverdummer.
  • Die ZDF-Hitparade ist für Leute mit amputiertem Gehirn.

Immerhin stellte sich UDO LINDENBERG (übrigens anders als damals DIETER THOMAS HECK) und diskutierte mit Stars wie JULIANE WERDING, CHRIS ROBERTS, REX GILDO, PETER PETREL und BENNY über den aktuellen Zustand des deutschen Schlagers, an dem er kein gutes Haar ließ, wobei er schon damals Ausnahmen nannte – wie eben UDO JÜRGENS mit seinem „Ein ehrenwertes Haus“.

Songautoren des neuen Liedes mit Schlagererfahrung

Der neue Song von „LINDI“ wurde u. a. von JOE WALTER komponiert. Der ist Keyboarder der sehr bekannten Band JENNIFER ROSTOCK, die – Achtung – erstmals beim Bundesvision Song Contest überregional bekannt wurde. Das passt zum Thema UDO LINDENBERG. JOE WALTER ist aber auch sehr erfolgreich als Autor von Schlagern und arbeitete mit folgenden Schlagerstars u. a. zusammen:

  • BEATRICE EGLI („Wo sind all die Romeos?“)
  • HELENE FISCHER („See You Again“)
  • HOWARD CARPENDALE („Hier“)
  • MICHELLE („Wenn ich was gelernt hab“)
  • VANESSA MAI („Beste Version“)

Der zweite Autor ist PHILIPP KLEMZ – ebenfalls kein Unbekannter der Schlagerszene, so arbeitete er zusammen mit

  • BEN ZUCKER („Na und?!“)
  • MARIE REIM („Rosarote Brille“, neue Single von MARIE)
  • MICHELLE („Alle träumen“)
  • ROSS ANTONY(„Goodbye Papa“)

Diese beiden Schlager-Schaffer haben den neuesten Song des Panikrockers UDO LINDENBERG geschrieben – ein Ritterschlag nicht nur für die beiden Autoren, sondern auch ein Kompliment für das Image des deutschen Schlagers, finden zumindest wir. Vor 40 Jahren hätte UDO LINDENBERG wohl kaum mit Songautoren des Schlagersegments zusammengearbeitet.

Der heiße Tipp: Ist UDO beim #FREE ESC dabei?

Spannend ist, dass JOE WALTER auch den aktuellen Song der PRINZEN („Dürfen darf man alles„) mit geschrieben hat. DIE PRINZEN sind lt. der BILD-Zeitung auch beim #FREEESC von STEFAN RAAB mit dabei. Warum sollte da nicht auch UDO LINDENBERG sich bei der imposanten TV-Show die Ehre geben? Wir halten das für möglich. Mit JOE WALTER und den PRINZEN, mit denen UDO einst den Song „Körper“ zusammen sang, sind ja bekannte Gesichter am Start.

Produktinformatoin der Plattenfirma

Udo Lindenberg, eine Ikone und absolute Größe der deutschen Musiklandschaft: Jedes Album seit 2008 erreichte Platz 1 der deutschen Charts. MTV Unplugged 1 verkaufte bis heute über 1 Mio. Tonträger
unzählige Gold- und Platinauszeichnungen

Udopium umfasst 50 Jahre Musikgeschichte 1971-2021 plus 4 neue Songs
Die erste Singleauskopplung „Mittendrin“ erreichte bisher die Top 60 der deutschen Airplaycharts
„Wieder genauso“ ist die zweite Singleauskopplung und eine komplette Neuschaffung
Wieder genauso ist eine sehr melancholische Ballade in der der Künstler in ein Gespräch mit dem Tod geht
Lyricvideo erscheint zum Release am 7.5. um Mitternacht

Quelle: Warner Music International

 

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KATJA KRASAVICE: Tiefer Fall von 1 auf 92 – „krankes“ Chartsystem? 0

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Singlecharts immer „merkwürdiger“

Als in den vorletzten Single-Charts KATJA KRASAVICE die Nummer 1 der Singlecharts holte, war klar, woran das lag: Sie hat erfolgreich auf ihren sozialen Kanälen die Werbetrommel für ihre Single geschlagen, die im Bundle mit dem T-Shirt erhältlich ist. So war es möglich, NATHAN EVANS‘ „Wellerman“ für eine Woche von der Spitze zu holen. Mit dem Unterschied, dass „Wellerman“ ein echter Hit ist, während „Best Friend“ offensichtlich nur darauf angelegt war, für eine Woche Nummer 1 zu werden.

In dieser Woche ist „Wellerman“ wieder auf Platz 1, „Best Friend“ hingegen auf Platz 92

Song interessiert offensichtlich nicht

Ursprünglich war in Deutschland der Song von „SAWEETIE“ auf dem Markt und schaffte es auch in die Single-Trend-Charts. Erst mit dem „feat. KATJA KRASAVICE“ und deren Marketing mit dem T-Shirt, das in ihrem Shop zu haben war, wurde „Best Friend“ zum Hit. Aber eben nach unserer Meinung nicht wegen des Songs, der sonst mehr als eine Woche erfolgreich gewesen wäre, sondern wegen des T-Shirts – auch wenn nach unserer Kenntnis nur 4 EUR umsatzrelevant sind – es hat trotzdem gereicht.

Ähnlich hat es KATJA KRASAVICE ja schon einmal mit einer Sexpuppe gemacht – das dazugehörige Album knacke ebenfalls die Spitze der Charts, in dem Fall der deutschen Albumcharts (Schlagerprofis.de berichtete). 

Gibt es einen „Fehler im System“?

Man muss nun sagen – wie will man heutzutage noch faire Charts erstellen? Früher reichte es aus, die Stückzahl der verkauften Einheiten (Singles, Maxi-CDs etc.) zu zählen – heutzutage ist insbesondere das Streaming von Bedeutung. Und das liefert ja große Manipulationsmöglichkeiten.

Welcher über 30-jähriger kann heute die Top-10 der Single-Charts mitsingen oder kennt die Songs? Früher waren die Top-10 oftmals einer großen Bevölkerungsschicht präsent, was heute zumindest nach unserer Wahrnehmung nicht mehr wirklich der Fall ist. Vielleicht ist es aber auch ein Generationenproblem, dass man aus dem Alter heraus ist, schon mal was von „Liege wieder flach“, „Friday“ oder „Blessed“ gehört zu haben.

Vielleicht auch eine Idee für den Schlager?

Da es ist wie es ist, wundert man sich, warum nicht GIOVANNI ZARRELLA die italienische Version von „Wie schön du bist“ nicht mit Pizzateller verkauft oder VANESSA MAI ihren „Mai Tai“-Song mit Cocktailglas. Dann könnte man für eine Woche vielleicht Platz 2 hinter dem T-Shirt holen. Was das alles noch mit Beliebtheit von Musik und Songs zu tun hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Immer entscheidender scheint hier nicht der „Peak“ zu sein, sondern der Chartrun, also wie lange ein Song sich in den Charts hält…

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