MARIE REIM: Merkwürdige Hater-Diskussion zu ihrem FLORIAN-SILBEREISEN-Auftritt 5

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Kritische Berichterstattung zum Wertungssystem bei der Schlagerchance

Neben uns Schlagerprofis haben auch andere und große Medien über die „Schlagerchance“ und das dort angewandte Wertungssystem kritisch berichtet.Bekanntlich hat MARIE REIM diese erneut dubiose Veranstaltung, die allerdings einmal mehr mit einer tollen Einschaltquote glänzen konnte, gewonnen. Kritisch gesehen wurden und werden vor allem die Auswahl der Gäste und das mehr als merkwürdige Wertungssystem.

Punkte, die für Kopfschütteln sorgten:

  • MARIE REIM hat ihr Lied schon zweimal in FLORIAN-SILBEREISEN-Shows gesungen. Einmal sogar bei einer großen „Feste“-Show („Schlager Lovestory“). Warum muss sie sich dann überhaupt einer Qualifikation stellen, wenn sie doch ohnehin „gesetzt ist?
  • Das Wertungssystem ist und bleibt mit Verlaub „gaga“. Wie unser Kolumnist THOMAS KAISER festgestellt hat, ging MARIE REIM ausgerechnet dann in Führung, nachdem sie selbst gesungen hat und somit ihr „Pate“ (ANDY BORG) für sie nicht werten durfte. Das ist ähnlich zu sehen, als würde ein Land plötzlich beim ESC in Führung gehen, obwohl es für sich selbst nicht werten darf. Mehr als „merkwürdig“. Frage: Warum wird nicht einfach ein repräsentatives System oder wenigstens der TED bemüht? Bzw. warum wurden nicht wenigstens die einzelnen Wertungen transparent aufgezeigt? Wenn FLORIAN SILBEREISEN noch wichtig „psssst!“ sagt, kommt man sich – nochmal mit Verlaub – schlicht verarscht vor. Übrigens – das muss man fairerweise sagen – das DJ-Wertungsverfahren von UWE HÜBNERs DJ-Hitparade könnte hier als transparentes Beispiel dienen.
  • Eine absolute Farce ist und bleibt gerade bei dieser Show das Vollplayback-Verfahren. Man sucht gute Nachwuchsstars – die dürfen aber nicht zeigen, ob sie wirklcih singen können. Wobei das für eine SILBEREISEN-Karriere womöglich auch nicht wichtig ist. MARIE REIM betonte ja kürzlich selber, wie aufgeregt sie war, dass sie doch tatsächlich mal live singen müsse – unfassbar. Es wurde also definitiv NICHT der beste Sänger (bzw. Instrumentalist)  gesucht, sondern der beste „Mini-Playback-Show-Star“. Frage: Warum kein Live-Gesang (bzw. -Instrumental)?
  • MARIE REIM ist – so hat es zumindest den Anschein – „dramaturgischer Bestandteil“ des „Schlagerjubiläums“ am kommenden Samstag, das übrigens auch schon wieder längst aufgezeichnet ist. Wenn quasi die ganze Familie, zumindest aber „Papa MATTHIAS REIM und Mama MICHELLE“ mit an Bord sind, wird doch wohl bitteschön die Frage erlaubt sein: Was wäre denn, wenn MARIE REIM nicht gewonnen hätte? Hätte ausgerechnet der Macher der Show, dem TV-Qualität über alles geht und musikalische Qualität ihm offensichtlich komplett egal ist, auf diese „Geschichte“ verzichtet?
  • Um die Wertung fair vorzunehmen und z. B. das TED-System zu bemühen, wäre natürlich eine Live-Ausstrahlung wünschenswert. Stellt sich die Frage: Um Manipulationsvorwürfe im Keim zu ersticken – warum wurde die Sendung nich teinfach live gesendet? Sollte das „Kostengründe“ haben, ist die Zusatzfrage, warum man nicht lieber weniger gute Live-Sendungen ausstrahlt statt „drölfundfünfzig“ diverse SILBEREISEN-Formate, in denen eh immer die gleichen Leute auftreten.

Wenig souveräne „Hater“-Diskussion

Wie gesagt, diese Punkte haben nicht nur wir aufgegriffen. Wir haben zugegebenermaßen die vielen Artikel dazu nicht alle verfolgt, sicher gibt es da auch Formulierungen, die komplett daneben sind. ABER: Hier wird in der Regel sachliche Kritik geübt. MARIE REIM hat bei Instagram nun ihre Kritiker „Hater“ genannt, die Rede ist von „Nichtgönnern“. – Wir finden: Das hat mit „Hater“ so gar nichts zu tun. Auch wenn man als „Tochter von…“ vielleicht gewohnt sein mag, stets hofiert und nie kritisiert zu werden, muss man es auch mal ertragen, eben nicht NUR stromlinienförmige Artikel der Marke „die sympathische MARIE REIM, welche eine tolle Newcomerin ist, hat beim Vollplayback jeden Ton getroffen. Stark!“ über sich zu lesen. Der Begriff „Hater“ ist in dem Zusammenhang komplett unzutreffend, das ist für uns eher mangelnde Kritikfähigkeit. Zumal – und das ist recht wesentlich – hier eigentlich überhaupt nicht MARIE REIM, sondern eher die Sendung „Schlagerchance“ kritisch gesehen wird.

Newcomer-Diskussion vollkommen am Thema vorbei

Statt auf die eigentlichen Kritikpunkte einzugehen, bezeichnet MARIE REIM sich als Newcomer, weil sie erst seit Anfang 2020 dabei sei. Hierzu sei gesagt, dass sie schon mehrfach mit ihrer Mutter große TV-Auftritte hatte und ihren Plattenvertrag auch schon 2018 unterschrieben hat. Das ist aber müßig, weil diese Frage ja gar nicht wirklich Gegenstand der Diskussion ist. Ob die vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Newcomer“ sind oder nicht, das stand nur indirekt zur Debatte mit dem Zusammenhang, ob sie schon einmal bei FLORIAN SILBEREISEN aufgetreten sind.

„Nichtgönner“ ein abstruser Vorwurf

Richtig „spannend“ ist auch die Unterstellung, dass kritische Artikel deswegen geschrieben werden, weil hier „Nichtgönner“ am Werk seien. Auch hier wird schlicht verkannt, was der „Stein des Anstoßes“ ist. Wenn ein JULIAN REIM nach unserer Beobachtung in keinen relevanten Charts ist und bislang nicht einmal ein eigenes Album veröffentlicht hat – den dann als Newcomer des Jahres(!) zu bezeichnen, da wird ja nun bitte mal ein Hauch von Stirnrunzeln erlaubt sein, ohne dass gleich „Nichtgönnertum“ unterstellt wird. Zumindest wir Schlagerprofis gönnen wirklich „fast“ jedem Schlagerstar ehrlichen Erfolg. Wenn das aber ein „Gschmäckle“ hat, erlauben wir uns, das System in Frage zu stellen. Wobei sich dann die Kritik (wie gesagt) nicht gegen die Sieger der Shows richtet, sondern gegen die, die dieses fragwürdige System aufrecht erhalten – bis hin zu Briefumschlägen, aus denen handschriftlich geschriebene Zettel mit dem Sieger stehen. Das hat mit „Hater“, „Nichtgönner“ und dergleichen schlicht nichts zu tun!

 

 

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5 Kommentare

  1. „Eigentlich“ ist dem Artikel nicht mehr hinzuzufügen … „eigentlich“, denn:

    „Tochter von Reim“ bezeichnet sich als Newcomerin? Bitte schön, dann nehmen wir das mal so hin – und stellen dazu folgendes fest:

    Eine „Newcomerin“, die eine leichte Brise Gegenwind bekommt, ‚rastet‘ förmlich aus und „beschimpft“ diese Leute als „Nichtgönner“. Das ist ein klassisches Fehlverhalten, wie man es einer „Landuschi“ zugestehen würde, die sonst nur auf der örtlichen Kirmes in einem 450-Seelen-Dorf wohnt und ’singt‘.

    Marie, bist Du eine „Landuschi“?
    Na also, dann benimm dich auch nicht so! „Act like a professional“ und halte den Mund. So verprellst Du Deine Base, noch bevor sie überhaupt gewachsen ist!

    Und wie die Redaktion schon schrieb – hier wird kein Vorwurf gegen Marie Reim gestartet, sondern gegen die „Intrumentalisten“. Denn leider hat Marie noch gar nicht begriffen, dass sie lediglich ein reines Intrument in dieser Industrie ist, nicht mehr und nicht weniger.

    Würde es auf Qualität und Können ankommen, würden andere auf der Bühne stehen 😉 So jedoch kann man ohne weiteres auch die „Vollplayback-Stars“ hinstellen.

    So … FACE IT!

  2. Die Frage wäre auch noch, warum in fast allen Sendungen Playback gesungen wird? Carmen Nebel, Fernsehgarten usw. Die Sender verlangen das so. Begründung, technisch wäre es zu viel Aufwand und zu schwierig. Übrigens auch ein Peter Alexander oder ein Udo Jürgens haben auch Playback singen müssen.
    Um das zu ändern müssten die Sender in die Pflicht genommen werden. Dazu wäre es nötig zu Diskutieren und Argumente austauschen. Aber das scheinen die Deutschen verlernt zu haben.

    Grüße Martin

  3. Marie Reim !!!

    She doesnt deserve it at all to be at schlagerjubileum…

    She is sadly only another „C“ type singer…Singer???? She would just like to be a singer!!!
    First she shoud have to learn how to behave in a Tv show!! Because in Leipzig it seemed she was like a 16-18 years old stupid teen girl….
    Its very big shame that in this year like in last year a teen from the Reims Family get the chance to go to the big show…last year Julie Reim now Marie Reim and what next???? Maybe next year we will see even the grandma too from this family…..And others who are really talented never get chance to sing in a big tv show!!!!!
    I think Vivien Gold definatelly but even the two other competitor were much much better in Leipzig at SchlagerChance and should have given the chance but Not Marie Reim…!!!!!!

    And this teen girl want to be a schlager singer with TATOOS on her hand ??????
    First she should go back to school and learn singing and behaviour!!
    And lastly its a very big shame of the german schlager business that just because she is a member of the famous Reims family she could won without any talent and without any charism!!!

    Sincerely Peter)

ANDY BORG: Samstag Schlager-Spaß – quasi zum 40. Geburtstag des Musikantenstadls 1

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Am Samstag heißt es wieder Schlager-Spaß

Am Samstag ist es wieder so weit: Die Freunde von Schlagershows mit NICHT den ewig gleichen Protagonisten kommen auf ihre Kosten. Gegen erneut starke Mitbewerber präsentiert ANDY BORG viele Gäste, die auch zum Musikantnstadl gepasst hätten.

Wird der 40. Geburtstag des Musikantenstadls erwähnt?

Am 5. März 1981 wurde im österreichischen Ort Enns die erste Ausgabe des Muikantenstadls ausgestrahlt. 40 Jahre ist also die Erstausstrahlung einer legendären TV-Show her. Und just am Wochenende des Jubiläums präsentiert ANDY seinen sehr erfolgreichen Schlager-Spaß, der in der Tradition der Sendung von KARL MOIK steht. Ob das Jubiläum erwähnt wird?

DIESE Gäste wird ANDY BORG am kommenden Samstag ab 20.15 Uhr im SWR begrüßen:

ANNA-CARINA WOITSCHACK

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STEFAN MROSS & ANNA-CARINA WOITSCHACK

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DANIEL SOMMER

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DUNJA RAJTER

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TOM ASTOR

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voXXclub

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VINCENT & FERNANDO

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QUINTETT WENZELSTEIN

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Fotos: © SWR/Kimmig/Kerstin Joensson

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ANDREA BERG: Weitere Infos zu ihrer neuen Vinyl-Edition „Best Of“ 0

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ANDREA BERG: Die „Best Of“-Neuauflage wirft Fragen auf

Hier und da haben wir einige Fragen zur Neuauflage des fast 20 Jahre alten „Best Of“-Albums von ANDREA BERG vernommen und wollen hier noch einmal ein paar offene Fragen klären. Erst mal ein Rückblick auf die Veröffentlichtung im Jahr 2001. Schon 2002 gab es das erste Platin. Damals war es noch die Plattenfirma von RALPH SIEGEL, Jupiter-Records, die gratulierte:

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Plattenfirma „Best Of“ nun Sony Music

RALPH SIEGEL war es, der ANDREA BERG zu sich holte, nachdem die mit den Labels Intercord und White Records zwar ordentlich erfolgreich war, der Durchbruch auf sich warten ließ. Anders als die Vorgänger, ließ er der damaligen Krefelderin Zeit – der gemeinsam erzielte Erfolg war dann gigantisch. Logisch, dass RALPH SIEGEL schon etwas traurig war, als ANDREA BERG dann direkt zum damaligen Vertriebspartner BMG München (heute Sony Music) wechselte. Das Album wird nach unserer Kenntnis allerdings kurioserweise nicht von „Berg Records“ vertrieben.

Warum „nur“ 8-fach-Platin für die „Best Of“?

Aktuell gibt es Platin für 200.000 verkaufte Album-Einheiten. Nach Adam Riese würde das bedeuten: Die zitierten 2,5 Mio. Einheiten in Deutschland würde 12-fach-Platin bedeuten. So einfach ist das aber nicht, denn: Die „Best Of“ erschien im Jahr 2001. Und anno 2001 war es noch so, dass es für 300.000 Einheiten Platin gab – mit anderen Worten passt das zu 8-fach Platin, was ja auch noch imposant genug ist.

Neuauflage in welcher Konfiguration?

Hier und da gab es auch Unsicherheiten, in welchen Konfigurationen die „neue“ Best Of zu haben ist. Die Antwort ist einfach: Es gibt eine neue „Doppel-LP“, also ein neues Vinylformat. Wenn man sich die Fotos ansieht, scheint das sehr hochwerig und wirklich schön gemacht zu sein, also sicherlich ein echtes Schmankerl für die Fans.

Zwei Titel als Neuaufnahmen – warum?

Der Song „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ wurde aus dem späteren Best-Of verkoppelt, und „Wenn du mich willst (dann küss mich doch)“ sogar neu aufgenommen. Warum wurden diese beiden Titel nicht auch im Original auf Vinyl übernommen? Wir haben da eine Vermutung: Die Rechte an dem Album „Gefühle“ scheinen nach unserer Wahrnehmung nicht bei Sony zu liegen – die Songs dieses Albums werden öfter mal bei einer anderen Plattenfirma verkoppelt. Genau aus diesem Album stammen die Neuaufnahmen…

Danke an den ANDREA-BERG-Fan Matias Martin für seinen Hinweis auf diese Fragestellungen

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