Dorfrocker – schaffen sie mit „Hallo alle Mann“ den Top-10-Hattrick? Kommentare deaktiviert für Dorfrocker – schaffen sie mit „Hallo alle Mann“ den Top-10-Hattrick?

Dorfrocker

Die letzten beiden Album der Dorfrocker, „Holz“ und „Heimat. Land. Liebe“ haben es in die Top-10 der Albumcharts geschafft. Und in dieser Woche sieht es auch nicht schlecht aus. Aktuell stehen die Jungs auf Platz 9 der Midweek-Charts. Die Schlagerprofis drücken die Daumen, dass der Hattrick gelingt.

Hier die Info der Plattenfirma zum aktuellen Album „Hallo alle Mann“:

Die Dorfrocker melden sich heute zurück mit einem lauten „Hallo Alle Mann“. Nach zwei erfolgreichen Alben in den TOP10 der deutschen Charts und einer ECHO Nominierung 2017 lassen es die drei Brüder mit ihrem neuen 2018er-Album so richtig krachen. 14 starke Songs, die ein absolut positives Lebensgefühl verbreiten – Ohrwurm-Garantie inklusive! Mal mit Augenzwinkern, wie in der erfolgreichen Vorab-Single „Hey Schakkeline, wo ist die Vaseline?“, mal mit einer guten Portion Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit wie im Song „Wurzeln“.

Eine ganz besondere Hommage haben die Dorfrocker den „Feuerwehren“ hierzulande gewidmet und könnten damit einen wahren Hit landen! Das Video zum Song hat in weniger als einer Woche schon über 1,3 Million Views bei Youtube und Facebook erreicht und für tausende positive Kommentare gesorgt.

„Für uns Dorfrocker sind alle ehrenamtlichen Helfer wie die Feuerwehren die Helden des Alltags, die oft viel zu wenig Anerkennung bekommen. Für uns sind sie die Helden, sie halten zusammen und stehen 365 Tage im Jahr zur Verfügung.  Wir möchten ihnen mit dem Lied ein Denkmal setzen und zeigen, welche Werte für uns zählen: Zusammenhalt, Freundschaft, Bodenständigkeit.“ so die dreiDorfrocker.
Von vielen Feuerwehrleuten und Feuerwehren aus der ganzen Republik haben die Dorfrocker in den letzten Tagen Zustimmung für Ihr Lied erhalten. Die auflagenstärkste Feuerwehr-Fachzeitschrift „Feuerwehr-Magazin“ spricht  aktuell bereits von einem Feuerwehr-Hit!

„Das ist der Wahnsinn, was hier in den letzten Stunden auf uns hereinbricht “ freuen sich die Dorfrocker, die gerade einen Beitrag für ARD BRISANT abgedreht haben. Die Jungs geh’n eben ab wie die Feuerwehr!!

Quelle: Netzagenda, Nina Christin Stehr

Voriger ArtikelNächster Artikel

FLORIAN SILBEREISEN: SchlagerXirkus aus der Sicht unseres Kritikers THOMAS KAISER 2

SchlagerXirkus

Nach unseren kritischen Betrachtungen zur SILBEREISEN-Show „SchlagerXirkus“ hat sich unser Kritiker THOMAS KAISER zu Wort gemeldet und einige interessante Aspekte ins Spiel gebracht. Gerne veröffentlichen wir auch seine Aspekte quasi als Nachlese:

Erfolg mit Authentizität und traditionellem Schlager

Mir hat die gesamte Sendung ‚SchlagerXirkus‘ gefallen. RAMON ROSELLY hat einen großen Vorteil gegenüber den Newcomern der letzten zwei Jahre wie z. B. MARINA MARX oder aber auch SONIA LIEBING. Er ist einfach Schlager pur und er orientiert sich an den alten Schlagern und auch dessen Sounds.

Sounds der 70er und 80er heben sich ab

SchlagerXirkus Ramon Roselly
(Video-Screenshot, © MDR)

Dass er viele Lieder aus seinem Album präsentiert hat, war einfach hervorragend. Er und DIETER BOHLEN als sein Produzent zeigen, dass es auch anders geht, als immer nur Discofox- oder Popschlager. Eine Wohltat, diese Sounds der 70er und auch frühen 80er Jahre zu hören. Dadurch beweisen die beiden auch noch etwas anderes. DJs wie DJ HERZBEAT oder auch STEREOACT hat die Schlagerszene nicht nötig. Solche sogenannten Künstler treiben den Schlager musikalisch in die Tristesse und Belanglosigkeit. Die Songs von RAMON ROSELLY zeigen Frische und Lebendigkeit. In dieser Sendung gab es sowieso viel weniger modernen Schlager als üblich. Das würde ich auf jeden Fall als sehr positiv sehen.

Kreative Bühnenbilder

Schlagerxirkus
(Video-Screenshot, © MDR)

Jürgens-TV hat auch gezeigt,  dass man bei Bühnenbildern doch kreativer sein kann als die letzten Jahre. Vielleicht lernt Jürgens-TV daraus. Auch die Duette mit den anderen Künstlern fand ich echt gelungen. Den Umstand, dass nur Playback gesungen wurde, fand ich nicht so schlimm. Es war gut gemacht.

„Überraschung“ war keine, souveräne Moderation

In einem Punkt stimme ich der Schlagerprofis-TV-Kritik zu: Die Überraschung mit RANDOLPH ROSE war natürlich keine. Das ganze wurde doch vorher geprobt? Darauf sollte man in Zukunft doch verzichten. Ich sage nur „MARINA MARX und der VIP-Ausweis“.

Die Moderation von Florian Silbereisen war wie immer souverän und ohne Fehler. Manchmal würde ihm ein wenig mehr Witz und Humor ganz gut tun.

Überlegungen zu den Gästen

ROSS ANTONY war wie immer der Spaßvogel in der Truppe. In der Tat ist das große Manko bei UTE FREUDENBERG , dass sie nie die ganz großen Hits hatte. So bleiben für sie halt nur

SchlagerXirkus
(Video-Screenshot, © MDR)

„Jugendliebe“ und „Herzen kriegen keine Falten“ übrig. BEATRICE EGLI hat mir beim Duett mit RAMON ROSELLY sehr gut gefallen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass RAMON ROSELLY ein Auge auf sie geworfen hatte. Schade, dass sie kein Medley ihrer vergangenen Hits zum Besten gab. Das hätte noch besser zu Ihr und der Sendung gepasst.

Andy Borg ’stolpert‘

ANDY BORG war wie immer ANDY BORG. Einfach immer gut. Gehören seine Stolperer eigentlich zu seinen Auftritten dazu? Das passiert ihm ja ständig. Er sollte echt aufpassen, denn das kann wirklich mal schiefgehen. (Anm. der Redaktion: In der Tat bringt Borg den „Stolperer-Gag“ gerne mal – diesmal aber mit Augenzwinkern in Richtung BEATRICE EGLI, die bei ihrem Auftritt aus Versehen etwas gestolpert ist).

Kuriose letzte Szenen der Sendung

Kurios war eine der letzten Szenen der Sendung. Rote oder grüne Fahne dafür, ob RAMON nun in die Schlagergemeinschaft aufgenommen ist oder nicht. Das war eindeutig ein Fake. Natürlich wurde es die grüne Fahne. Auch sowas sollte von Jürgens-TV in der Zukunft unterlassen werden. Dafür hätte man noch ein Lied mehr bringen können.

Mal sehen, was die angekündigte Schlager Lovestory bringen wird. Der „Schlagerspaß mit Andy Borg“ stand am Samstag auch noch auf dem Programm und bewies damit, dass traditionelle Schlagershows momentan durchaus „angesagt“ sind – BORGs Einschaltquoten waren auf dem gleichen hohen Niveau wie die von Silbereisen.

Thomas Kaiser

Foto: MDR / Jürgens-TV / Dominik Beckmann

FLORIAN SILBEREISEN: Der SchlagerXirkus weiß nicht zu überzeugen – aber ein Highlight 2

SchlagerXirkus

SchlagerXirkus: Erster Aufguss

KLUBBB3-Coversong eröffnet

Mit einem bekannten Song startet FLORIAN SILBEREISEN den SchlagerXirkus: „Schlager ist geil“, die KLUBBB3-Version von Uwe Busses „Horst ist ein Held“, wurde einmal mehr zum Opener einer Silbereisen-Show.

Das Konzept

Das Konzept der Show, die eigentlich den Namen „100 % Ramon Roselly“ hätte heißen können und nichts, aber auch gar nichts mit den berühmten „Stars in der Manege“ zu tun hatte, erklärte Florian zu Beginn. Die ‚Schlagerfamilie‘ sei eine Familie mit unterschiedlichen Charakteren. Man habe sich ja lange nicht gesehen. Der bunte und verrückte SchlagerXirkus wolle nun ein neues Mitglied in die Familie einführen – eben RAMON ROSELLY, dem erstmals seit 2013 mit einem Schlagerlied ein Nummer-1-Hit gelungen sei. Dass die Single sich nur zwei Wochen in den Top 100 halten konnte, hat Silbereisen dabei tunlichst verschwiegen.

SchlagerXirkus: Zweiter Aufguss

Als erster Gast wurde Ost-Ikone UTE FREUDENBERG bei der Einführung RAMONs in der MDR-Welt eingeladen, die einmal mehr „Herzen kriegen keine Falten“ sang, wie sie das u. a. bei den „Schlagern des Jahres“ tat. Wenig überraschend wurde angekündigt, dass Ute zum gefühlt zehnten Mal in den letzten Jahren schon wieder ihren „Jugendliebe“-Song interpretieren würde – ihren einzigen echten Hit muss sie schließlich warmhalten. Diesmal wurde der Titel als Duett mit RAMON angekündigt.

Ein guter Tipp

Einen „guten Tipp“ gab UTE dem jungen Sänger mit auf den Weg. Er müsse immer an sich glauben. Gute Berater seien wichtig, seine Wurzeln dürfe man nie vergessen und immer an sich arbeiten. Das Bewusstsein, was für ein großes Glück es sei, Schlagersänger sein zu dürfen, müsse auch geschärft werden.

SchlagerXirkus: Dritter Aufguss

Weiter ging es mit ROSS ANTONY. Der sang wieder einmal „E Viva Espana“ – das hat er ja vor fast einem Jahr schon bei den „Schlagern des Sommers“ getan, auch er kam also NICHT mit einem neuen Titel vorbei.

Und noch ein Tipp

Auch ROSS hatte im SchlagerXirkus interessante Erkenntnisse für RAMON parat: Die Schlagerszene sei wie eine Familie, in der man sich gegenseitig unterstütze und in der man über alles reden könne. Jeder Auftritt sei immer wichtig. Man müsse sich dabei immer gut vorbereiten. Gaaanz wichtig sei es, vorher auf die Toilette zu gehen und vor dem Auftritt ein Fass Bier eine Tasse Milch mit Honig zu trinken. ROSS kündigte an, „Que Sera“ mit RAMON im Duett singen zu wollen.

Es folgte aber zunächst ein anderes Duett – RAMON sang mit FLORIAN im Duett „Mandy“. Trotz Vollplayback wurde deutlich, dass einer der beiden deutlich mehr Sangestalent hat als der andere. (Wer gemeint ist, kann ja jeder für sich beurteilen).

Die Sendezeit wird ‚versummt‘

Mit einem Summspiel ging es weiter – Kandidaten (mangels Publikum wurden Mitarbeiter der Sendung eingesetzt) summten Lieder, und RAMON musste den Schlager erkennen, was nicht immer gelang. Wenn RAMON die Lieder aber live(!!!) anstimmte, wurde deutlich, wie großartig er live singen kann.

SchlagerXirkus: Vierter Aufguss

Nach dem Engländer ROSS ANTONY war BEATRICE EGLI dran und präsentierte mit „Le Li La“ einen Schlager, den sie schon bei den „Schlagern des Sommers“ gesungen hatte.

Der nächste Tipp

BEATRICE sagte RAMON, dass er künftig womöglich private Familienfeste versäumen werde, dafür umso mehr in der Schlagerfamilie dabei ist. Sie sei „Schritt für Schritt“ anfangs aufgenommen worden. Vor 7 Jahren sei der Schlager (z. B. bei DSDS) noch nicht so etabliert gewesen. Vielleicht habe sie RAMON ja etwas den Weg ebnen können. Sie wünscht RAMON, dass auch er den Weg in die Herzen des Publikums finden werde.

SchlagerXirkus: Aufguss Nr. 5

Der Österreicher ANDY BORG präsentierte einen Schlager, den er – wenn wir uns recht erinnern – schon 2006 beim „Frühlingsfest der Volksmusik“ gesungen hat: „Das ist mir zu gefährlich“.

Ein wirklich guter Tipp

ANDY hatte einen guten Hinweis zum Thema „Ratschlag“ – der komme von jemanden, der man nicht selber sei. Dann erläuterte er, dass es wichtig sei, keine Angst, sondern Respekt vor dem Publikum zu haben. Und dem Publikum das zu geben, was man selber gerne mag. Es ist nur ein Gefühl – aber irgendwie wirkte ANDYs „Ratschlag“ viel authentischer und ehrlicher gemeint als die seiner Vorredner. Er wolle „Adios Amor“ mit RAMON singen. Vorzugsweise in F-Dur…

Lass Dich überraschen…

Nach den beiden ersten angekündigten Duetten („Jugendliebe“ mit UTE FREUDENBERG und „Que Sera“ mit ROSS ANTONY) gab es eine tolle „Überraschung“ für RAMON (wir haben am Freitag Mittag bereits über RANDOLPHs Auftritt berichtet). UTE FREUDENBERG hat noch mal total „authentisch“ gesagt, dass sich RAMON über diese „Überraschung“ sehr gefreut habe. Kleine Live-Einlagen gab es, als RAMON einige der Hits von RANDOLPH sang.

PREMIERE: „The Big Four R“

ENDLICH gab es dann mal eine wirkliche und richtig tolle Premiere: RANDOLPH ROSE und RAMON ROSELLY, die vier großen „R“ des deutschen Schlagers, präsentierten das Lied, mit dem alles anfing: „Hundert Jahre sind noch zu kurz“. Was wir besonders bemerkenswert finden: Woher wusste RAMON, wann sein Einsatz war und wann RANDOLPH sang, wo es doch so eine tolle „Überraschung“ war? – Vielleicht sollte man diesen „Überraschungsaspekt“ einfach mal weglassen, wenn merklich alles geplant ist…

HUCH? Man singt Live!

Trotzdem dicker Pluspunkt für diesen Auftritt und ein großes Lob auch an RANDOLPH ROSE. Dem merkte man an, dass er seinen Song liebt. Das war authentisch, und beide sangen – unfassbar! – live! Warum die anderen „Stars“ nicht live singen konnten oder wollten – man weiß es nicht. Aber gerade durch die Live-Performance und natürlich die kompositorische Qualität des Hammersongs war „Hundert Jahre sind noch zu kurz“ das ganz klare Highlight der Show, das war eine echte Wohltat!

Back to Vollplayback

Weiter ging es mit wenig erwähnenswerten Vollplayback-Duetten mit BEATRICE EGLI (inklusive kleinen „Stolperers“ auf der Treppe) und ANDY BORG (- schade, der hat zuletzt einfach so live gesungen, weil er es einfach kann). Auch wenn es ein Dauerbrenner-Thema ist, gibt es hier doch auch einen neuen Aspekt: Die Show wurde in einem recht kleinen Studio produziert. Es war kein Publikum dabei. Es war eine Aufzeichnung – perfekte Bedingungen. Warum bei diesen Bedingungen sich nur RAMON ROSELLY und RANDOLPH ROSE imstande sahen, live zu singen, verstehe, wer will…

Da ist er: Der peinliche Moment

Zum Abschluss gab es noch ein „Schlager-Medley“. Wir hoffen, dass die Protagonisten sich für die schlimmen Versionen von „Ich war noch niemals in New York“ und „Griechischer Wein“ wenigstens ein bisschen schämen. Nicht viel besser wurde es mit „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ und „1000 und 1 Nacht“ – die Originale sind um Welten und Lichtjahre besser als dieser ‚Uffta‘-Hitmix. Da kann man auch noch so 20 mal die gleiche „1000 mal berührt“ Liedzeile im Casio-Sound daherträllern, das macht es nicht besser – auch nicht im obligatorischen Vollplayback.

Keine Werbesendung

In der Show „100 % RAMON ROSELLY“ – äääh „SchlagerXirkus“ durfte RAMON folgende Titel aus seinem Album präsentieren (nein, das ist KEINE Shop-24-Werbeshow gewesen):

  • „Eine Nacht“
  • „Ist es wahr?“
  • „Mandy“ (mit FLORIAN SILBEREISEN)
  • „Du hast ja Tränen in den Augen“
  • „Wie zwei Sterne im Himmel“
  • „Hundert Jahre sind noch zu kurz“ (mit RANDOLPH ROSE)

Comeback des Bühnenbilds

Nachdem die letzten Silbereisen-Shows eher vom Publikum lebten und Bühnenbilder bzw. Kulissen fast „ausgestorben“ sind (Ausnahme Adventsfest), wurde beim SchlagerXirkus wieder eine schöne Kulisse angefertigt. So bekam jeder Interpret einen eigenen Zirkuswagen mit Namensschild spendiert. Positiver Effekt dieser individuellen Bühnenbilder sind Wiedererkennungseffekte, wenn Ausschnitte daraus wiederholt werden oder bei YouTube zu sehen sind (- wobei natürlich auch denkbar ist, dass gerade diese Identifikationsmöglichkeit mit der Show vielleicht nicht gewünscht ist).

Wer Erfolg hat, hat Recht

Okay, viele Dinge sehen wir kritisch. Aber letztlich wird so eine TV-Show natürlich für das Publikum gemacht. Und was die Einschaltquote angeht, haben Jürgens TV und FLORIAN SILBEREISEN einmal mehr alles richtig gemacht und könnten sich eigentlich zurücklehnen und sagen: „Was stört es den Baum, wenn die Sau sich an ihm kratzt?“ – „eigentlich“; weil bei dieser „neuen“ Show wahrscheinlich auch die Neugier auf das neue Format und auf RAMON ROSELLY eine Rolle gespielt haben mag. Ob es auf Dauer ausreicht, die stets gleichen Gäste (Ausnahme RANDOLPH ROSE) Lieder singen zu lassen, die sie schon einmal in einer Silbereisen-Show präsentierten und einen Star sein halbes Album zu präsentieren, wird sich zeigen. Für den Moment darf man aber sicherlich den Machern einmal mehr für einen tollen Quotenerfolg gratulieren.