MARY ROOS: Spannende neue CD mit ihren Uralt-Liedern bis 1962 0

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Erweiterung der „Jugendsünden“-CD

Die legendäre Plattenfirma Bear Family Records hat vor einigen Jahren ein großartiges 4-CD-Set „Jugendsünden“ von MARY ROOS auf den Markt gebracht, auf dem sehr viele der alten MARY-Schmankerl ihrer frühen Karriere zu finden sind. Das Set war aber sicherlich etwas für „Gourmets“, da es zu einem recht teueren (wenn auch angemessenen) Preis verkauft wurde. Die umtriebige Firma Music Tales hat nun die ganz uralten Aufnahmen auf einem neuen 2-CD-Set versammelt und teilweise – Kompliment! – sogar noch um einige Lieder erweitert. Damit dürften so ziemlich alle MARY-ROOS-Klassiker bis 1962 digital auf CD verfügbar sein. Wir werfen mal einen Blick auf die imposante Neuerscheinung und auf MARY ROOS‘ Anfangsjahre.

Eltern waren Inhaber eines Hotels

Am 09. Januar 1949 wurde MARIANNE ROSEMARIE SCHWAB in Bingen am Rhein geboren. Ihre Eltern, MARIA und KARL SCHWAB, waren Inhaber eines Hotels, in dem die kleine Rosemarie – später auch durch ihre Schwester MONIKA (auch als TINA YORK bekannt) unterstützt – erste Proben ihres gesanglichen Könnens zum besten gab. Die beiden weiteren Geschwister, MARION und FRANZ, waren weniger musikalisch.

Erste Auftritte als Kind im „Rolandseck“

Bereits im Kindesalter trat sie im elterlichen Hotel „Rolandseck“ zum Fünf-Uhr-Tee gemeinsam mit einer Kapelle auf. Bei einem ihrer Auftritte war der Komponist CARL GÖTZ („Tanze mit mir in den Morgen“) zugegen und fragte bei Rosemaries Mutter an, ob er mit deren Tochter eine Schallplatte aufnehmen könne. Die Mutter war einverstanden: Unter dem Namen „ROSEMARIE“ wurde (von HORST-HEINZ HENNING produziert) die GÖTZ-Komposition „Ja die Dicken sind ja so gemütlich“ noch 1958 aufgenommen, immerhin erschienen bei der großen Plattenfirma Polydor. Auf der B-Seite der Single war die „Ferien Polka“ zu hören.

Karrierestart als „Rosemarie“ bei Polydor

Lange vor ihrem Teenager-Alter erschien kurz darauf die zweite Single des Kindes, „Little-Teenager-Song“. Diesen Song durfte Mary sogar in dem damaligen Kinofilm „Die Straße“ singen. Damals wie heute hatten Teenager so ihre Geheimnisse. Auf der B-Seite geheimnist MARY: „Da wär‘ was los (, wenn das mein Vati wüsste“). HERBERT HILDEBRAND, Gründungsmitglied der kurze Zeit später erfolgreichen RATTLES, schrieb ROSEMARIE den volkstümlichen Schlager „Jodel-Rosemarie“. Wie die Zeit vergeht, erkennt man an der 1959 entstandenen B-Seite. Die Sorgen von „Rosemarie“ hat MARY inzwischen nicht mehr: „Ich möcht‘ schon 16 Jahre alt sein“. Mit „In Musik hab‘ ich ‘ne Eins“ (B-Seite: „Wir fahren mit der Choo-Choo-Choo (von Trinidad nach Kilimahu“) endete 1959 dann diese kurze, aber doch recht erfolglose erste Polydor-Zeit des Kinderstars ROSEMARIE. Danach gab es noch eine Veröffentlichung unter dem Namen „TOPSI“. CHARLY NIESSEN und NILS NOBACH schrieben MARY äääh TOPSI den Titel „Blue Jeans Boy“.

Teenagerzeit im Internat

Im Alter von 12 Jahren schickten ihre Eltern Rosemarie in das Internat nach Schloss Seeleiten-Murnau, wo sie „Sprachen, Konversation, Benehmen und Tanzunterricht“ lernte und später die Mittlere Reife machte. Zurückblickend sagte die Künstlerin dazu in einem Interview: „In der ersten Zeit fühlte ich mich dort überhaupt nicht wohl. Das war ein Internat für höhere Töchter, furchtbar versnobt. Weil ich von Hause aus nicht so gut bemittelt war, musste ich mich immer ein bisschen durchboxen.“ Wohl auch, um sich Geld dazuzuverdienen, trat Mary als Sängerin auf. Weiterhin unter Produktion des 1920 geborenen HORST-HEINZ HENNING nahm sie bei verschiedenen Plattenfirmen Schlager unterschiedlichster Genres auf.

Name „MARY ROOS“ erstmals 1961

Wenngleich sie in jenen Jahren eher mit volkstümlichen Liedern unterwegs war, wurde ihr Name anglifiziert: Seit 1961 erschienen ihre Schallplatten unter dem Pseudonym „MARY ROOS“ – im Prinzip wurde dabei ihr Vorname ROSEMARIE nur umgekehrt.

Volkstümliche Aufnahmen bei „Bella Musica“

Die ersten HENNING-Produktionen erschienen beim damaligen Label „Bella Musica“, dort brachte HENNING 1961 die vielfach von ihm auch komponierten volkstümlichen Schlager „Wie schön, dass wir jung sind“ (B-Seite: „Sie trug ein Kleid“, erstmals auf CD erhältlich), „Bergsteiger-Franz“ (Auf der B-Seite „Wenn in Oberammergau der Kuckuck schreit“ wird zünftig gejodelt), „Es war ein Seemann“ (wurde als „MARIE ROOS“ veröffentlicht – B-Seite: „Blaue Augen hatte er“), „Wenn die Liebe einmal zu Dir kommt“ (B-Seite „Wenn die Liebe einmal zu dir kommt“) und „Ich bin mu- mu- musikalisch“  (deutsche Version des Rocky Sharpe & the Replays-Hits „Imagination“, der im Original von GLENN MILLER stammte; B-Seite „Plim plam plum“) unter. Erstmals ist auf dem neuen Sampler auf CD eine weitere Single dieser „Bella Musica“-Ära zu finden. Zusammen mit den SIXTONS spielte MARY ROOS die Single „Schlafe Bambino“ / „Leise (klingt die alte Weise)“ ein.

Sehr spannend ist auch die 1961er Veröffentlichung auf dem Label „Austroton“: Der Song „Wenn in Oberammergau der Kuckuck ruft“, den Mary gemeinsam mit den „Fröhlichen Oberammergauern“ aufgenommen hatte, wurde für so stark befunden, dass es wohl nicht ausreichte, ihn als B-Seite des „Bergsteiger-Franz‘“ zu nehmen. So wurde die Scheibe bei Austroton noch mal als A-Seite veröffentlicht.

Schlagercover bei Firma „Weltmelodie“

Die Plattenfirma „Weltmelodie“ hat sich offensichtlich darauf spezialisiert, Cover-Versionen der damals bekanntesten Schlager zu erstellen. MARY ROOS hat für dieses Label gleich ein knappes Dutzend Schlager aufgenommen: „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ (erschien in einer anderen Auflage auch beim Label „Rondo“; B-Seite „Schöner fremder Mann“), „Einen Ring mit zwei blutroten Steinen“ (B-Seite „Es waren zwei Königskinder“), „Zwei kleine Italiener“ (erschien in einer anderen Auflage auch noch beim Label „Bambina“; B-Seite „Ich schau‘ den weißen Wolken nach“), „Eine Rose aus Santa Monica“ (B-Seite „Die Wege der Liebe“) und „Heißer Sand“ (B-Seite: „Ein Herz, das kann man nicht kaufen“) sowie die EP-Songs „Lady Sunshine und Mr. Moon“ und „Paradiso“ sind so im MARY-ROOS-Sound zu erleben. Den Song „Einmal komm‘ ich wieder“ veröffentlichte MARY zusammen mit den URBAN BOYs.

1962 interpretierte MARY ROOS den BOBBY-VINTON-Song „Roses Are Red“ – pragmatischer Titel der deutschen Version: „Rosen sind rot“. B-Seite der seltenen Single ist ein Titel, der zuvor noch nie als CD erschienen ist: „Der Kaffee kommt direkt aus Brasilien“. Zusammen mit den QUARTINOS und den SIXTONS wurde der Titel „Mama will dich sehen“ veröffentlicht. Und im Duett mit JOHNNY TAYLOR gab es damals „Quando quando quando“ auf die Ohren.

Tracklist

CD 1

01. Ich freu’ mich immer so, wenn Ferien sind (Ferien-Polka)
02. Ja die Dicken sind ja so gemütlich
03. Little Teenager-Song
04. Dann wär was los (Wenn das mein Vati wüsste)
05. Jodel-Rosemarie
06. Ich möcht schon 16 Jahre sein
07. In Musik hab ich ‘ne Eins (Gestern sprach der Lehrer)
08. Wir fahren mit der Choo-Choo-Choo (von Trinidad nach Kilimahu)
09. Blue Jean Boy
10. Sie trug ein Kleid so weiß wie Schnee*
11. Wie schön, dass wir jung sind (Hei-didel, hei hei di oh)
12. Wenn in Oberammergau der Kuckuck schreit
13. Bergsteiger Franz
14. Er war ein Seemann
15. Blaue Augen hatte er
16. Schlafe Bambino*
17. Leise (klingt eine alte Weise)*
18. Ein Seemann versprach ihr die Treue
19. Wenn die Liebe einmal zu dir kommt

CD 2

01. Ich bin mu-mu-musikalisch (Spinne-Mu)
02. Plim-Plam-Plum
03. Die Liebe ist ein seltsames Spiel
04. Schöner fremder Mann
05. Einen Ring mit zwei blutroten Steinen
06. Es waren zwei Königskinder
07. Einmal komm ich wieder
08. Zwei kleine Italiener
09. Ich schau den weißen Wolken nach
10. Eine Rose aus Santa Monica
11. Heißer Sand
12. Ein Herz, das kann man nicht kaufen
13. Lady Sunshine und Mr. Moon
14. Paradiso
15. Rosen sind rot
16. Der Kaffee kommt direkt aus Brasilien*
17. Mama will dich sehen
18. Die Wege der Liebe
19. Quando, quando, quando

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VANESSA MAI: Ihr 7. Album „Mai Tai“ erscheint im Frühjahr 2021 0

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VANESSA MAI lässt die Bombe platzen

Nun wissen wir Bescheid – VANESSA MAI hat ihren Fans heute erzählt, wie ihr neues Album heißen wird: „Mai Tai“ – durchaus ein orgineller Name, wie wir finden. Und mal wieder sieht sie toll auf dem Cover aus, das kann wohl niemand abstreiten. – Aber: Wieder einmal wird es mehrere Editionen geben (wir erinnern uns: Beim letzten Album hat man eine Edition zurückgezogen, damit auch wirklich alle Fans alle Lieder hören können…).

Damit hat keiner gerechnet!!!

Damit hat nun wirklich niemand gerechnet! VANESSAs Album wird am 26.03.2021 in folgenden Editionen veröffentlicht:

  • Standard CD mit 13 Songs + Bonustrack
  • Fanbox
  • Magazin Edition mit unveröffentlichtem Bildmaterial, Songtexten und persönlichen Texten.

–> Alle Editionen werden streng limitiert sein. (Leider wurde „vergessen“, die Stückzahl zu nennen, in deren Höhe die Limitierung erfolgen wird – vielleicht wird das Geheimnis ja noch gelüftet und die „Bombe platzen“ gelassen.

Große Angst bei VANESSA MAI

…zum Glück nur wegen der Versteckten Kamera. Gerne verraten wir euch als erstes Portal einen besonders spannenden TV-Termin. VANESSA tritt nämlich in einer ARD-Samstagabendshow auf. Erneut allem Anschein nach nicht bei FLORIAN SILBEREISENs „Schlagerjubiläum“, dafür aber eine Woche später bei „Verstehen Sie Spaß“ am 31. Oktober 2020. Und dort wird ihr ein Schrecken eingejagt – das verrät der Pressetext.

Pressetext „Verstehen Sie Spaß“

„Highlight“-Videodreh wird für Vanessa Mai zur Tortur

Gemeinsam mit der spanischen Band Lerica will Vanessa Mai ein Video zu ihrem neuen Song „Highlight“ drehen. Nachdem die Corona-Reisebeschränkungen ihr Kommen fast verhindert hätten, freut sich die Sängerin umso mehr, dass die Jungs doch überraschend dabei sein können. Was sie nicht weiß: Das „Verstehen Sie Spaß?“-Team hat ihr nicht die echten Lerica geschickt, sondern eine völlig überdrehte Fake-Combo. Bald kommt Vanessa Mai die ganze Sache ziemlich spanisch vor …

Quelle Pressetext: Das Erste

 

 

RENÉ DEUTSCHER: Klarstellung zu einem Artikel des Portals Extratipp 0

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Spezialist für reißerische Schlagzeilen

Das Portal „extratipp.com“ hat inzwischen in großen Teilen der Szene den fragwürdigen Ruf, mit reißerischen Schlagzeilen zu „punkten“. Zuletzt haben DIE AMIGOS und KIM FISHER das sehr deutlich kommentiert. Auch wenn „extratipp.com“ – anders als andere Boulevard-Magazine – immerhin noch den Anstand hat, Quellen oft als solche zu benennen, heiligt der Zweck dann doch nicht jedes Mittel. Das hat sich auch RENÉ DEUTSCHER gedacht und folgende Klarstellung zu „seinem“ Artikel (siehe Titelbild) formuliert:

RENÉ DEUTSCHERs Klarstellung im Wortlaut

+++ KLARSTELLUNG ++++++ KLARSTELLUNG ++++++ KLARSTELLUNG +++

Hallo liebe Freunde,

heute wurde ich auf einen Artikel des Portals EXTRATIPP aufmerksam gemacht, der in seiner Headline REIßERISCH titelt

„Schlager: Veröffentlicht der Sohn von Drafi Deutscher bald ein Duett mit seinem Vater?“

Dazu von mir ein klares Statement: NEIN!

Zwar klärt sich das im dann nachfolgenden Artikel von EXTRATIPP auch auf, aber bereits die bloße Absicht mit einer mehr als geschmacklosen Titelzeile Klicks generieren zu wollen, ist zutiefst ekelerregend!

Ich bin ein absoluter Gegner davon, Duette mit Verstorbenen „aufzunehmen“. Hier muss und sollte man ganz klar Grenzen ziehen. Mein Vater ist verstorben und wir haben damalig ein solches Projekt nicht gestartet – und ich werde zum heutigen Zeitpunkt garantiert nicht ohne sein Einverständnis so etwas unternehmen. „Ohne sein Einverständnis“? Ja, richtig gelesen! Da es dieses zwangsläufig nicht geben kann, ist die ganze Thematik also völlig indiskutabel. Natürlich könnte man sich die Rechte der Erbengemeinschaft (wozu ich auch gehöre) einholen und ein solches Projekt starten (rein aus juristischer Sicht), aber das Veröffentlichen von posthumen Duetten mit verstorbenen Künstlern überlasse ich dann doch lieber Künstlern, die hier keine moralischen Bedenken haben – mich persönlich bringt das wirklich an eine unfassliche Grenze des Würgereizes.

Alleine schon zu sehen, wie mit solchen Schlagzeilen versucht wird die Leser heranzuziehen, macht mich fassungslos. Das kenne ich sonst nur von anderen Portalen, wo regelmäßige „Todesdramen“ kommuniziert werden – wobei es dann am Ende doch nur die Küchenschabe der Nichte der Großtante im vierundzwanzigsten Grad war.

Lasst euch nicht verarschen!

Viele Grüße
René Deutscher