Vanessa Mai – „Schlager“ schon nach 5 Wochen nicht mehr in den Top-30 Kommentare deaktiviert fĂĽr Vanessa Mai – „Schlager“ schon nach 5 Wochen nicht mehr in den Top-30

CD Cover Schlager

Mit „Schlager“ wollte Vanessa Mai das Schubladendenken sprengen und den Schlager modernisieren. Um ihre „Mission“ zu erfüllen, hat ihr Umfeld – das muss man neidlos anerkennen – ganze Arbeit geleistet. Kaum eine Marketing-Strategie wurde nicht berücksichtigt:

– Das Album wurde nicht nur als „normales“ Album, sondern gleich in mehreren verschiedenen Fanboxen aufgelegt, die teils sogar unterschiedlich gestaltet waren: Wer also Fanbox „A“ hat, hat nicht die gleichen Inhalte wie Fanbox „B“ oder die Magazin-Edition. Hardcore-Fans kaufen sich dann alle verfĂĽgbaren Editionen.

– Ganz offensichtlich(?) gibt es eine Kooperation mit der BILD-Zeitung, die schon lange vor der VĂ– des Albums mit diversen Stories auf das Erscheinen des Albums aufmerksam gemacht hat.

– Das Album wurde quasi „mitten im Sommerloch“ veröffentlicht – in einer umsatzschwachen Zeit, so dass schon (relativ gesehen) wenige Abverkäufe einen Nummer-1-Erfolg bescheren können.

– Auf allen möglichen Kanälen hatte (und hat) Vanessa exorbitant viele TV-Auftritte (von Silbereisen bis hin zu Henssler, hinzu kommen diverse Trailer bei RTL).

– Auch der prominente Support des Rappers Olexesh sollte wohl fĂĽr Auftrieb in den Charts sorgen. Der Titel hat es zwar in die Single-Charts geschafft, war dort aber „nur“ 6 Wochen – höchste Platzierung: Rang 33 – ob das der Erfolg war, den man sich davon versprochen hat, ist nicht wirklich klar…

Auf den ersten Blick ist die Strategie voll aufgegangen: Das Album hat es in der ersten Platzierungswoche direkt an die Spitze der Albumcharts geschafft, zum zweiten Mal nach „Regenbogen“ stand sie auf dem Platz an der Sonne – diesmal ganz ohne Dieter Bohlen.

Wenn man aber genauer hinschaut, ist angesichts des enormen Aufwands der Erfolg zu relativieren. Schon schnell fiel das Album nämlich in den Charts nach unten, bereits in der dritten Woche war es nicht mehr in den Top-10. Und seit dem heutigen Freitag steht fest: In der fünften Woche steht das Album nicht mal mehr in den Top-30 (aktuell Platz 31). Sicher – das Album verkauft sich immer noch ordentlich. Dennoch sei mal der Vergleich mit anderen Interpreten des Schlagergenres erlaubt – wo standen die mit ihren letzten Alben nach 5 Wochen? Hier mal eine kleine Übersicht der jeweiligen Platzierungen in den offiziellen Charts nach 5 Wochen (Quelle: offiziellecharts.de):

– Helene Fischer – „Helene Fischer“ – 3.
– Eloy de Jong – „Kopf aus – Herz an“ – 4.
KLUBBB3 – „Wir werden immer mehr“ – 4.
Santiano – „Im Auge des Sturms“ – 4.
– Andrea Berg – „25 Jahre Abenteuer Leben“ – 8.
– Fantasy – „Das Beste von Fantasy – das groĂźe Jubiläumsalbum mit allen Hits“ – 9.
– Andreas Gabalier – „Vergiss mein nicht“ – 12.
Die Amigos – „110 Karat“ – 14.
– Maite Kelly – „Sieben Leben fĂĽr dich“ – 17.
Michelle – „Tabu“ – 20.
Beatrice Egli – „Wohlfühlgarantie“ – 24.
Semino Rossi – „Ein Teil von mir“ – 24.

Das letzte Album von Vanessa Mai, „Regenbogen“, stand nach 5 Wochen immerhin noch auf dem 28. Platz und damit in den Top-30.

Mit anderen Worten: In der obersten Schlager- und volkstümliche Musik-Liga ist es durchaus Standard, auch nach 5 Wochen noch die Top-30 zu halten. Auch wenn der Erfolg des „Schlager“-Albums nicht klein geredet werden soll, bleibt doch festzuhalten, dass die Verantwortlichen sich angesichts der genannten enormen Werbepower sich vielleicht doch etwas mehr versprochen haben.

In diesem Zusammenhang ist ein aktuelles Interview Vanessas spannend. In einem Interview mit dem „Südkurier“ vom 8. August antwortete Vanessa beispielsweise auf die Frage, ob Dieter Bohlen die Neudefinition „Schlager“ nicht mittragen wollte oder konnte – Zitat: „Definitiv ist es nicht so, dass wir uns getrennt haben, wie jetzt manche schreiben. Manchmal arbeitet man an einem Projekt zusammen, ein anderes Mal nicht. Dieter wünscht mir nur das Beste.“ In dem Zusammenhang ist es spannend, dass Bohlen sich ja eher kritisch gegenüber Vanessas neuer modernisierter Ausrichtung geäußert hat. Ob er im Nachhinein vielleicht doch nicht ganz Unrecht hatte, wird die Zukunft zeigen.

Quellen:

offiziellecharts.de
Zeitungsartikel SĂĽdkurier

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BERNHARD BRINK im Quotenrausch – allein im MDR-Gebiet fast 100.000 Zuschauer mehr als „Musi“ mit STEFANIE HERTEL 5

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BERNHARD BRINK verabschiedet sich mit ĂĽberragender Quote

Vorab: Leider ist uns die bundesweite Quote der gestrigen „Schlagercharts“ nicht bekannt – veröffentlicht wurde (bislang) nur die im Sendegebiet des MDR erreichte Quote fĂĽr die Sendung „Schlagercharts“. Aber die kann sich nicht nur sehen lassen, sondern ist schon extrem stark. Wir erinnern uns: Am vergangenen Samstag wurde STEFANIE HERTEL fĂĽr ihren schönen Quotenerfolg mit der „Musi“ gefeiert – den Erfolg wollen wir angesichts des „Konkurrenzprogramms“ auch nicht schlecht reden, ANDY BORG gegen STEFANIE HERTEL zu programmieren, ist natĂĽrlich selten dämlich – sind halt echte Experten am Werk. – Aber ein Vergleich der Quoten im Sendegebiet des MDR (dort wurden ja beide Sendungen ausgestrahlt) ist schon interessant: 

  • „Schlagercharts“ mit BERNHARD BRINK im MDR: 448.000 Zuschauer, 13,7 % Marktanteil
  • „Wenn die Musi spielt“ mit STEFANIE HERTEL im MDR: 356.000 Zuschauer, 11,1 % Marktanteil

Auch ĂĽber 30 Jahre nach seinem Einstieg beim MDR hat BERNHARD BRINK gute Quoten geholt. Dass der MDR seinen Top-Moderator einerseits scheinheilig (sorry) feiert fĂĽr seine Erfolge und ihn dennoch abgesetzt hat, obwohl die Sendung konstant ordentliche Einschaltquoten erreicht hatte, ist nicht nachvollziehbar – man darf gespannt sein, ob das gute Niveau gehalten werden kann. Zu wĂĽnschen wäre es dem vom Schlagertitan etablierten Format. Und wer weiĂź? Vielleicht fällt ja dem einen oder anderen Sender auf, dass BRINK ganz offensichtlich recht konstant fĂĽr gute Quoten steht.

Foto: © MDR/Tom Schulze

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MAITE KELLY: Löst sie FLORIAN SILBEREISEN und THOMAS ANDERS an der Spitze der Airplay-Charts ab? 2

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MAITE KELLY: „Shooting Star“ mit „Ich brauch einen Mann“

Wir haben es fast kommen sehen. Okay, MAITE KELLY ist immer fĂĽr einen Radiohit gut. Mit „Ich brauch einen Mann“ hat sie nach unserer Meinung aber einen richtigen Volltreffer gelandet – eine echte Wohltat im derzeitigen Schlager-Einerlei, wo sonst alles recht gleich und ähnlich klingt. Wir gratulieren MAITE und ihren Song-Coautoren DANIEL SOMMER, SEBASTIAN WURTH und FLORIAN KRAHE – wirklich ein groĂźartiger Schlager, dem wir wĂĽnschen, in der nächsten Woche an der Spitze der Airplaycharts zu stehen. In den Single-Charts wird es bei den Promotern schwierig – der Radiopromoter hingegen macht ja seinen Job, so dass man hier wirklich optimistisch sein kann. Platz 2 in der aktuellen Liste ist ein toller Erfolg…

FLORIAN SILBEREISEN & THOMAS ANDERS: „Aller guten Dinge sind Drei“

Wie in der vergangenen Woche, konnten sich auch diesmal FLORIAN SILBEREISEN und THOMAS ANDERS an der Spitze der Airplaycharts Deutschland Konservativ Pop durchsetzen – insgesamt zum nunmehr dritten Mal. Wir gratulieren! – „Fan-nah“ wie das Team von FLORIAN ist, wird natĂĽrlich NICHTS darĂĽber gesagt, wann die nächste „Feste“-Show produziert und / oder ausgestrahlt wird. Wobei man ja einfach eine beliebige Show des letzten Jahrs noch mal wiederholen könnte – Gäste und Titel sind ja ohnehin immer gleich, Vollplayback sowieso. Vielleicht sollte man nicht unbedingt das „Adventsfest“ nehmen, das wĂĽrde vielleicht auffallen. – Aber all das kann dem von CHRISTIAN GELLER produzierten Nummer-1-Hit nichts anhaben – so bleibt zu hoffen: „Alles wird gut„. 

ANDREA BERG: Noch immer Top-3 mit „Viel zu schön, um wahr zu sein“

Mit ihrer aktuellen Single hat ANDREA BERG einen tollen Radiohit gelandet. Seit vielen Monaten hält sich die Schlagerqueen in den Top-3 der Airplaycharts Deutschland Konservativ Pop – und auch aktuell steht sie noch immer auf Platz 3 – einmal mehr gratulieren wir herzlich zu diesem groĂźartigen Erfolg. 

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